Überspringen zu Hauptinhalt
Navigation Wohnmobil Wohnwagen

Navigation für Wohnmobile und Wohnwagen: Immer auf dem richtigen Weg bleiben


Hinweis: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links. Wenn du darüber etwas kaufst, erhalten wir eine kleine Provision durch den Anbieter, für dich als Kunden wird es jedoch nicht teurer. Wir empfehlen nur Produkte, die wir gut finden. Durch deinen Kauf unterstützt du uns darin, weiterhin kostenlose Inhalte für dich zu produzieren - vielen Dank dafür!

„Bitte wenden. Bitte wenden. Bitte wenden.“ Fast jeder Fahrzeugreisende kennt diesen Satz und hat wahrscheinlich auch direkt die passende Stimme dazu im Ohr. Navigationssysteme oder Navi-Apps sind aus unserem Autofahrer*innen-Alltag kaum mehr wegzudenken. Während die gute alte Landkarte im Handschuhfach verstaubt, vertrauen wir lieber der modernen Technik als unseren eigenen Kartenleseskills.Zugegeben, Navis sind auch wirklich sehr bequem und simpel in der Bedienung. Doch trotz ihrer zahlreichen nützlichen Funktionen bringen die vielen Navi-Gadgets auf dem Markt einen auch regelmäßig ins Schwitzen. Nämlich dann, wenn beispielsweise eine Straße nicht erkannt, ein Neubau noch nicht darin verzeichnet oder aber eine viel zu niedrige Unterführung nicht berücksichtigt wurde. Des öfteren lesen wir deshalb in Kurzmeldungen auch mal von peinlichen Pannen aufgrund einer falsch navigierten Route. Und nicht selten war blindes Vertrauen ins Navigationssystem die Ursache. Unangenehm für die Betroffenen, aber auch ein wenig lustig für den Rest der Welt.Ein Verzicht auf die hilfreichen Navis ist trotzdem nicht notwendig und auch nicht empfehlenswert. Denn mit ein bisschen Köpfchen und regelmäßiger Aktualisierung der Systeme oder Apps erleichtern sie die Wegsuche einfach ungemein. Gerade Wohnmobil- und Wohnwagenbesitzer*innen wissen das zu schätzen, müssen sie doch auf während der Fahrt auf viel mehr achten als mit einem normalen Pkw.Da gilt es beispielsweise Gewichtsbeschränkungen, Höhengrenzen oder Straßenbreiten zu berücksichtigen. Wer möchte schon mit einem riesigen Gespann durch eine viel zu enge Gasse manövrieren oder verantwortlich sein für einen Stau, weil man dummerweise in einer Unterführung steckengeblieben ist? Ein kleiner Flitzer kommt ja quasi überall durch – aber ein Wohnmobil? Um derlei Situationen zu vermeiden, gibt es inzwischen zahlreiche Navigationssysteme, die speziell für Campermobile entwickelt wurden.

Portable Navigationsgeräte, Apps oder mobile Kartennavigation?

Tragbare Navis haben den Vorteil, dass sie weder den Handy-Akku leer saugen noch Speicherplatz wegnehmen oder ständigen Internetempfang benötigen. Regelmäßige Systemaktualisierungen bringen die Geräte auf den neusten Stand und ihre Displays sind meist einfacher zu bedienen, als die von Smartphones. Apps oder mobile Kartennavigation wiederum trumpfen dank des mobilen Datenempfanges mit aktuellen Verkehrsmeldungen auf – und sind häufig günstiger. Ein Nachteil ist allerdings das oftmals schlechte Netz auf den Autobahnen. Entscheidend ist bei der Auswahl der Navis aber vor allem der eigene Anspruch. Bist du Gelegenheitsnutzer*in, Vielfahrer*in oder zählst du vielleicht zur Generation Smartphone? Wie groß soll die Kartenanzeige sein? Wie stark wird dein Datenvolumen beansprucht? Alles Fragen, die dir – vorab geklärt – bei der Auswahl deines Navigationssystems natürlich helfen können.Ich habe verschiedene Navigationsgeräte, Navigations-Apps und mobile Navi-Funktionen gezielt für Gespanne und Wohnmobile recherchiert – und stelle dir im Folgenden ihre Unterschiede, Vor- und Nachteile sowie die finanziellen Faktoren vor. „Deine Route wird berechnet“ – Portable Navigationsgeräte im Vergleich

Navigationsgeräte für Wohnmobile und Wohnwagen

TomTom Go Professional 6200

Ein portables Navigationsgerät, das in erster Linie zwar für LKWs entwickelt wurde, aber auch bei Campingmobilen und Gespannen sinnvolle Funktionen bietet. Zwar musst du auf praktische Campingführer verzichten, jedoch leistet das TomTom Go Professional 6200 gute Arbeit, wenn es um Verkehrserkennung und Routenführung geht. Bedienung und Screendesign wirken klar und unkompliziert. Der Hersteller verspricht außerdem lebenslange Karten-Updates über die Wifi-Funktion. Bus-, bzw. LKW-spezifische Sonderziele wie Tankstellen oder Parkplätze werden ebenso angezeigt wie Stauwarnungen und du kannst das Gerät mit deinem Smartphone koppeln, um dir beispielsweise Textnachrichten vorlesen zu lassen. Außerdem bietet es eine praktische Freisprecheinrichtung. Die Kosten für das Gerät belaufen sich auf ca. 331 Euro.Foto: (c) TomTom

Vorteile und Besonderheiten:

  • Fahrzeugeinstellungen wie Maße, Höchstgeschwindigkeit, Gewicht
  • Offline-Karten für Gesamteuropa inkl. Russland
  • Übersichtliches Screendesign
  • Intuitive Bedienelemente
  • Regelmäßige Updates über WiFi
  • Freisprech- und Bluethoothfunktion

Nachteile:

  • Kein integrierter Stellplatz- und Reiseführer
  • Ton kann nicht auf Fahrzeuglautsprecher übertragen werden
  • Geringe Akkuleistung

TomTom GO Camper

Die „kleine Schwester“ des TomTom Go Professional 6200, mit quasi denselben Funktionen. Allerdings mit einem Unterschied: Das TomTom Camping Navigationsgerät GO Camper wurde gezielt für Camper entwickelt. Routen werden demnach speziell für Wohnmobile und Wohnwagen ausgesucht und besonders schöne Wege kannst du auf deinem Smartphone, Tablet oder PC speichern und mit anderen Nutzer*innen auf der integrierten Community-Plattform TomTom Road Trips austauschen. Dort haben viele Anwender*innen bereits ihre Lieblingstouren geteilt. Die TomToms MyDrive-App vervollständigt weitere praktische Navi-Funktionen, indem man zum Beispiel Ausflugsziele vom Handy aufs Navi senden kann. Dank der Kooperation mit TripAdvisor erhältst du auf der Stecke außerdem zusätzliche Zwischenstop-Empfehlungen. Karten-Updates sind auch hier wieder lebenslang über WiFi möglich. Der Kostenpunkt für das Navi beläuft sich auf ca. 299 Euro.Fotos: (c) TomTom

Vorteile und Besonderheiten:

  • Fahrzeugeinstellungen wie Maße, Höchstgeschwindigkeit, Gewicht
  • Offline-Karten überkontinental
  • Übersichtliches Screendesign
  • Intuitive Bedienelemente
  • Regelmäßige Updates über WiFi
  • Freisprech- und Bluethoothfunktion
  • Integrierte Community-Plattform für Inspiration und Tourenaustausch
  • TripAdvisor-Empfehlungen

Nachteile:

  • Keine Karten für Afrika
  • Manchmal ungenau bei Geschwindigkeitsbegrenzungen

Garmin Camper 780 MT-D EU

Anzeige
Dieses Navigationsgerät bietet neben den fahrzeugspezifischen 3D-Routen auch Camping- und Stellplatzfunktionen, dank der Kooperationen mit ACSI, Trailer’s Park oder NKC. Bilder und Preisangaben liefern dir Aufschluss und Hintergrundinformationen zu Campingplätzen in der Umgebung. Anhand der Garmin Drive App werden außerdem Verkehr und Wetter in Echtzeit angezeigt. Zusätzlich bietet das Navi integriertes Wlan für regelmäßige Karten- und Softwareupdates. Sprachsteuerung, Freisprecheinrichtung und Bluetooth gehören ebenso zum Standard wie die Kompatibilität mit der drahtlosen Garmin-Rückfahrkamera. Sehenswürdigkeiten und POIs von TripAdvisor werden dir per Listenansicht angezeigt. Das ist sehr hilfreich, wenn du unterwegs nach Inspiration und passenden Anlaufstellen suchst. Natürlich kannst du auch bei diesem Gerät wieder deine genauen Wohmobil- oder Wohnwagenmaße sowie das Gewicht eingeben. Das Navi kostet aktuell um die 279 Euro.Fotos: (c) Garmin Deutschland GmbH

Vorteile und Besonderheiten:

  • 2D- und 3D-Anzeige
  • Fahrzeugeinstellungen wie Maße, Höchstgeschwindigkeit, Gewicht
  • Offline-Karten von Gesamteuropa inkl. Russland
  • Intuitive Bedienelemente
  • Regelmäßige Updates über WiFi
  • Tipps und POIs von TripAdvisor
  • Warnungen vor Gefälle/Steigungen, scharfen Kurven, Höhenlimits
  • Freisprechfunktion

Nachteile:

  • Manchmal langsame Satellitenverbindung
  • Manuelles Wegdrücken von Verkehrsanzeigen wie bspw. Blitzermeldungen
  • Häufiger Hinweis über unbekannte Straßenzulässigkeit

Garmin Camper 890 MT-D EU

Ein Navi mit Routing, das gezielt für Wohnmobile und Wohnwagen ausgelegt ist und das bereits um vorinstallierte 3D-Karten für Europa, aktuelle DAB+ Verkehrsinfos sowie eine Datenbank mit Campingplätzen verfügt. Eine integrierte Sprachsteuerung erleichtert die Bedienung, insbesondere während der Fahrt. Basierend auf den Maßen deines eigenen Fahrzeugs wird dir dann die bestmögliche Route herausgesucht und per Echtzeitdienst auf etwaige Gefahren oder Einschränkungen hingewiesen. Zusätzlich erhältst du Radar-, Wetter- und Tankstelleninfos, wenn du das Gerät via Garmin Drive App an dein Smartphone koppelst. Das hochauflösende Multitouchdisplay ist mit acht Zoll zwar recht groß, dafür mit 20 mm Tiefe relativ schlank gehalten. Hilfreich ist außerdem, dass es sowohl im Hoch- als auch Querformat funktioniert. Gefällt dir eine Route besonders gut, kannst du sie einfach abspeichern und über die App mit anderen Reisenden teilen. Solltest du einmal Länder außerhalb der EU bereisen wollen, steht dir kostenloses Kartenmaterial zum Download zur Verfügung. Übrigens: Das Garmin Camper 890 MT-D EU ist natürlich auch für normale Autos geeignet. Aktuell ist das portable Navigationsgerät für 449,49 Euro zu haben.

Vorteile und Besonderheiten:

  • vorinstalliertes 3D-Kartenmaterial von Europa
  • Fahrzeugeinstellungen wie Maße, Höchstgeschwindigkeit, Gewicht
  • Kostenlose Zusatzkarten von Nord- und Südamerika, Australien und Neuseeland, Südafrika und dem Nahen Osten per Downloadfunktion
  • Intuitive Bedienelemente
  • Tipps und POIs von TripAdvisor, ACSI, NKC Campercontact, Trailer‘s PARK und iOverlander.
  • Warnungen vor Gefälle/Steigungen, scharfen Kurven, Höhenlimits
  • Fahrerassistenz und Sprachsteuerung

Nachteile:

  • Sprachbedienung wird durch äußere Störgeräusche beeinträchtigt
  • Träge Scrollgeschwindigkeit
Foto: (c) Nadine Zwingel

Garmin CamperVan

Das Garmin CamperVan ist ein Roadtrip-Navi für Vanlifer. Das kompakte Routing-Gerät mit vorinstallierten 3D-Europakarten, Trendy-Places-Funktion und großem Campingplatz-Verzeichnis ist im Screenformat 6,95 Zoll zu haben und enthält Funktionen rund um eine gelungene Erkundungstour. Mit der sogenannten Roadtrip-Routes-Funktion erhältst du zum Beispiel auf Wunsch spannende Routenvorschläge für das perfekte Spritztour-Feeling. Dabei bestimmst du individuell, wie abwechslungsreich es werden soll. Lieber direkt und schnell ans Ziel oder über abenteuerliche Umwege mit Sightseeing-Charakter? Verkehrsinfos in Echtzeit werden über die Garmin Drive App gesteuert, ebenso wie Radar-, Wetter- und Tankinformationen. Das smarte Navi ist zudem auch sprachgesteuert bedienbar und kann Nachrichten von deinem Smartphone vorlesen. Das Garmin CamperVan gibt es für 299 Euro und eignet sich vor allem gut für spontane Reisefans, die sich einfach mal treiben lassen möchten, anstelle den Trip von A bis Z vorzuplanen. Einfach Navi ein und rein ins Abenteuer.

Pros und Besonderheiten:

  • Vorinstalliertes 3D-Kartenmaterial von Europa
  • Intuitive Bedienelemente
  • Tipps und POIs von TripAdvisor, Michelin, Trendy Places, Roadtrip Route und Local Spots
  • Individuelle Abenteuerrouten möglich
  • Smart steuerbar
  • Verkehrsinfos live
  • Kompatibel für Rückfahrkameras von Garmin

Nos und Minuspunkte:

  • Ohne individuelle Fahrzeugeinstellungen
  • Für große Wohnmobile oder Caravans eher ungeeignet

Apps zur Navigation für Wohnmobile und Wohnwagen

GoogleMaps

Der Klassiker unter den Navigationsapps und quasi auf fast jedem Smartphone bereits vorinstalliert: GoogleMaps. Darin verzeichnet sind inzwischen über 220 Länder und Gebiete sowie zahlreiche Unternehmen und Orte. Gilt eine Station als besonders interessant, erhältst du Vorschläge zu Stadtteilen und deren Restaurants, Eventlocations oder Bars. Ansonsten bietet die App Informationen zu allem, was reisende HandybesitzerInnen so erwarten: Ankunftszeitprognosen, aktuelle Verkehrslagen, alternative Routenvorschläge, Hinweise zu öffentlichen Verkehrsmitteln, Routenplanung, Offlinefunktionen und natürlich die klassische Navigation von A nach B. User können zudem eigene Fotos, Empfehlungen und fehlende Straßen ergänzen. Eine App, die gerne aus Faulheit Verwendung findet, da ja bereits auf dem Smartphone vorhanden, die allerdings auch unkompliziert den Weg weist. Für übergroße Fahrzeuge ist sie eher weniger geeignet. Daher sollte man GoogleMaps besser nur als zusätzliche Hilfe im normalen Straßenverkehr betrachten.

Vorteile und Besonderheiten:

  • Kostenlos
  • 220 Länder und Gebiete
  • Offline-Anzeige
  • Leichte Bedienung
  • Anzeige von Tankstellen, Parkplätzen und Sehenswürdigkeiten
  • Verschiedene Navigationsfilter

Nachteile:

  • Eher als Ergänzung verwendbar
  • Nicht verlässlich für größere Fahrzeuge

ViaMichelin

Navigation, Radarkontrolle, Routenplan. Das ist es, was die kostenlose App ViaMichelin vom gleichnamigen Anbieter Michelin abonnementfrei anbietet. Die stark vereinfachte Darstellung hilft ganz unkompliziert beim Zurechtfinden. Wer lieber eine detailliertere Ansicht haben möchte, kann wiederum auf Satelliten- oder Luftbildansicht wechseln. Die App berechnet Wege, die zu Fuß, per Motorrad, Fahrrad oder mit dem Auto zurückgelegt werden können und berücksichtigt dabei sowohl die Zeit als auch die aktuelle Verkehrslage. Außerdem wird auf Gefahrenmeldungen, Geschwindigkeitsbegrenzungen und Kosten wie z. B. Mautgebühren hingewiesen. Weltweites Kartenmaterial und Stadtpläne führen dich solide von A nach B. Eine zusätzliche Einstellungsmöglichkeit für Wohnwägen und Wohnmobile soll zudem auch größere Fahrzeuge sicher durch die Straßenbedingungen navigieren. Zu 100 Prozent verlässlich ist diese allerdings nicht, glaubt man der ein oder anderen User-Bewertung. Trotzdem bietet ViaMichelin eine praktische Alternative zu GoogleMaps und ist ein zusätzlicher Support bei der Fahrt durch Großstadtdschungel, Autobahnkreuz und Co.

Vorteile und Besonderheiten:

  • Kostenlos
  • Kartenmaterial weltweit
  • Offline-Anzeige
  • Leichte Bedienung
  • Anzeige von Tankstellen, Parkplätzen und Sehenswürdigkeiten
  • Verschiedene Navigationsfilter
  • Ohne Werbung

Nachteile:

  • Eher als Ergänzung verwendbar
  • Individuelle Fahrzeugeinstellungen funktionieren nur bedingt
  • Ohne Spurassistent

Sycig Truck GPS

Sycig Truck GPS ist eine Navigations-App für große Fahrzeuge und mit spezieller Routenführung für LKWs, Busse oder Campermobile und Gespanne. Die ersten 14 Tage ist die App kostenlos, danach zahlst du verschiedene Lizenzen deiner Wahl. Die lebenslange Lizenz für Europe Camper kostet beispielsweise 79,99 Euro, während Europe Truck für 129,99 Euro erhältlich ist. Per In-App-Kauf kannst du zusätzliche Funktionen ergänzen wie zum Beispiel Live Services Europa. Karten werden offline auf dem Handy gespeichert, was deinen mobilen Datenverbrauch schont. Einzig das GPS-Signal sollte natürlich funktionieren. Beim Kauf der Navi-App erhältst zu zudem drei Jahre lang Zugriff auf kostenlose Updates für Karten, POIs und Blitzer. Außerdem kannst du auch hier wieder fahrzeugtypische Besonderheiten wie Höhe, Gewicht, Länge und Achse in den Einstellungsmerkmalen eingeben. Praktisch: Durch die Eingabe einer Datenvolumensbeschränkung kommt es im Nachgang zu keinen bösen Überraschungen.

Vorteile und Besonderheiten:

  • Lädt nur die Karten, die du wirklich brauchst
  • Immer aktuelle Geschwindigkeitsbegrenzungen sowie Blitzermeldungen
  • Vermeidung von Strafzetteln durch mögliche Add-Ons
  • Anzeige aktueller Benzinpreise
  • Konfiguration mit Fahrzeugdaten
  • Camping- und Parkplätze als POIs
  • Rastplätze und Tankstellen als POIs
  • Offline-Anzeige

Nachteile:

  • Nur drei Jahre lang Zugriff auf kostenlose Updates
  • Höchstgeschwindigkeit wird immer automatisch auf 100 km/h begrenzt
  • Verbraucht Handyspeicher

World of Heroes

Screenshot von World of heroes zur Navigation von Wohnmobilen und Wohnwagen World of Heroes ist ein Navigantions-App für LKWs, die aber auch für Wohnmobilfahrer*innen und Wohnwagenfreunde bestens geeignet ist. Auch hier kannst du wieder deine Fahrzeugprofildaten vorher eingeben und dementsprechend für dein Gefährt passende Routen herausfinden. Außerdem warnt die App vor hinderlichen Verkehrsmeldungen und berechnet LKW-Mautkosten. Daten über Raststätten liefern Aufschluss über Öffnungszeiten oder bewachte Parkmöglichkeiten. Außerdem werden dir aktuelle Kraftstoffpreise, Lenkpausenhinweise sowie Möglichkeiten zur Stauumfahrung wiedergegeben. Die App gibt es gratis. Nachteil ist allerdings der Verbrauch von Datenvolumen, da World of Heroes auf eine Navigation in Echtzeit setzt und somit eine Internetverbindung erfordert. Dafür führt sie dich durch ganz Europa und zeigt bei Eingabe und Dringlichkeit stets die nächstgelegene Toilette an. Funfact: In Rom zahlen Wildpinkler*innen gut und gerne einmal bis zu 10.000 Euro Strafe. Da ist w/m/d sicherlich froh über diese App.

Vorteile und Besonderheiten:

  • Kostenfrei
  • Europaweite Echtzeit-Navigation
  • Infos zu Raststätten, Parkmöglichkeiten und Toiletten
  • Aktuelle Benzinpreis-Anzeige
  • Alternativrouten bei Stau

Nachteile:

  • Internetverbindung erforderlich

CoPilot GPS

Screenshot von Copilot GPS zur Navigation von Wohnmobilen und Wohnwagen Der CoPilot GPS ist eine kostenpflichtige App für alle Fahrzeugtypen. Klassische Dienste wie Sprachnavigation, Routenplanung und Verkehrsinfos helfen dir bei der Wegwahl. Sie liefert Aufschluss über niedrige Brücken oder Straßen, die nicht für schwere Transporter zugelassen sind. Eine erweiterte Funktion ermöglicht dir außerdem eine passende Wohnmobilnavigation. Vorinstallierte Sonderziele wie Campingplätze oder Raststätten werden dir ebenfalls angezeigt. Das Kartenmaterial ist durch vorheriges Herunterladen auch offline zugänglich, so dass du dir Datenvolumen sparst. Alles in allem eine praktische App, die auf jeden Fall zuverlässig von A nach B bringt. Die ersten 14 Tage ist CoPilot GPS kostenlos, danach wählst du ein zeitlich begrenztes Abo für PKW, LKW oder Wohnmobil aus. Das weltweite Kartenmaterial kostet noch einmal zusätzlich 29,99 Euro.

Vorteile und Besonderheiten:

  • Weltweites Kartenmaterial
  • Offline-Anzeige
  • Fahrzeugrelevante Dateneingabe möglich
  • Anzeige von Campingplätzen und Raststätten
  • Fahrspurassistent

Nachteile:

  • Kostenpflichtiges und zeitlich begrenztes Abo
  • Verkehrsinfos in Echtzeit nur mit mobiler Datenfunktion möglich

Maps.Me

Screenshot von Maps.Me zur Navigation von Wohnmobilen und Wohnwagen Die Maps.Me App ist gratis – bis dass der Tod euch scheidet, mitsamt kostenlosem Offline-Kartenmaterial. Lahme Internetverbindungen ade! Hinweise über Parkplätze, Geldautomaten und Co. sowie ein integrierter Reiseführer geben Aufschluss über allerlei Sehenswürdigkeiten und Reiseziele. Die App ist nicht nur für Fahrzeuge, sondern auch für Wanderungen oder Radtouren geeignet. Das Manko: Maps.Me wurde nicht gezielt für Wohnmobile, Gespanne oder größere Fahrzeuge entwickelt, sondern bedient eher den klassischen Automarkt. Nichtsdestotrotz kann die App als Ergänzung am Handy hilfreich sein, sollte beispielsweise mal das portable Navigationsgerät streiken. Die Karten bei Maps.Me werden durch User*innen täglich aktualisiert. Quasi eine Open-Source-Alternative zum klassischen GoogleMaps. Außerdem ist es weltweit verfügbar. Wen Werbung also nicht stört und wer eine zusätzliche Orientierungshilfe in der Hinterhand haben möchte, dem sei diese App empfohlen.

Vorteile und Besonderheiten:

  • Kostenlos
  • Kartenmaterial weltweit
  • Offline-Anzeige
  • Hilfreiche Infos und Empfehlungen durch andere User*innen
  • Integrierter Reiseführer

Nachteile:

  • Keine Eingabe von fahrzeugrelevanten Daten möglich
  • Integrierte Werbung, außer man zahlt die Premiumversion
  • Eher als Ergänzung verwendbar

Waze

Waze ist eine simple App, die neben der Navigation und Routenplanung gängige Standardanwendungen wie Verkehrsmeldungen, Stauwarnungen und geschätzte Ankunftszeiten anzeigt. Damit der Tankstopp möglichst kostengünstig endet, kannst du dir zudem auch die Tankstelle mit den geringsten Benzinpreisen in deiner Nähe anzeigen lassen. Besonderen Humor bietet die Sprachsteuerung, die individuell einstellbar ist. So ist es beispielsweise möglich, sich von einer Boyband den Weg „ansingen“ zu lassen. Viele integrierte App-Stimmen sind allerdings in englischer Sprache. Ganz mutige Ohren greifen auf die eigene Stimme zurück. Denn auch die kann bei Waze eingestellt werden. Wer sich auf reine Sprachanweisungen verlässt, gerät allerdings hier und da schon einmal in Bedrängnis. Denn manchmal ertönt das „Rechts abbiegen“ etwas zu spät für ein sicheres Spurwechselmanöver. Diverse Zusatzfunktionen wie beispielsweise die Mitfahrer:innen-Suche Waze Carpool machen die App sympathisch für Reisende, die gern Benzinkosten senken möchten.

Vorteile und Besonderheiten:

  • Kostenlos
  • Echtzeitkarte
  • Leichte Bedienung
  • Koppelfunktion zu bevorzugter Musikapp
  • Anzeige von Tankstellen, Parkplätzen und Sehenswürdigkeiten
  • Verschiedene Navigationsfilter

Nachteile:

  • Eher als Ergänzung verwendbar
  • Straßendaten werden ausschließlich von Usern editiert
  • Mobiles Internet notwendig

Good old Landkarte, Navigationsgerät oder App – mein Fazit

Als technikfauler Sparfuchs mit Old-School-Attitüde zähle ich tatsächlich zur aussterbenden Art der Papierkartenleser*innen. Zugegeben, manchmal wird auch noch GoogleMaps verwendet. Da ich allerdings einen wendigen kleinen Minivan besitze, sind schwierige Manöver, Gewichtsbeschränkungen oder passende Parkplatzgrößen keine Faktoren, die mir bisher Schwierigkeiten bereiteten.Während meiner Recherche wurde mir also vor allem eines bewusst: Mehr Respekt vor Truckern, Dickschiff-Kapitänen und Gespannwagenfahrern haben! Den vielen Informationen zum Dank weiß ich doch inzwischen viel mehr über deren Herausforderungen und Problematiken in Bezug auf unterschiedliche Straßenbeschaffenheiten. Ob Navigationsgeräte oder Apps – beides sind hilfreiche Werkzeuge, um letztendlich heil anzukommen. Dass Konzentration, Mitdenken und manchmal auch eine verstaubte alte Karte dennoch erforderlich sind, ist kein Geheimnis.Deshalb schätze ich vor allem Offline-Kartenfunktionen, da sie mehr Zuverlässigkeit versprechen und den Datenverbrauch weniger belasten. Ob am Navigationsgerät oder auf dem Handy spielt für mich dabei keine große Rolle. Hauptsache funktional und unter Beachtung aller relevanter, fahrzeugtypischer Merkmale.Vielleicht ist gerade ein passendes Schnäppchen in unseren Camping Angeboten. Schau direkt mal vorbei!So heißt es am Ende bestenfalls: „Sie haben Ihr Ziel erreicht.“ Glückwunsch!

Experten im Podcast zum Thema „Navigation und Routenplanung“

Auch in unserem Podcast haben Nele und Sebastian die Navigation und Routenplanung zum Thema gemacht. Alle Informationen und Tipps im Gespräch: Hör doch mal rein:
Dir hat der Beitrag gefallen? Dann teile ihn mit deinen Freunden!

Dieser Beitrag hat 4 Kommentare

  1. Hallo Barbara und Basti,

    nach meinen Recherchen zu euren Fragen bin ich zu dem Ergebnis gekommen, mich Sebastians Antwort anzuschließen. 🙂

    GoogleMaps geht von den Standardmaßen normaler PKWs aus und ist daher vor allem bei Überlandfahrten mit großen Campern nur mit zusätzlich eingeschaltetem Köpfchen zu empfehlen. Leider lassen sich Maße in GoogleMaps bisher noch nicht individuell einstellen. Google hat auch keine Datensätze zu den Höhen von Tunneln oder zum maximal zulässigen Gewicht auf Straßen. Deshalb bei der Nutzung stets auch auf die Schilder achten, dann kann auf jeden Fall nichts schief gehen. Viele Autos werden zwar immer breiter (SUV etc.), aber der Straßenbau ist dann doch vielerlei Ortes noch alt genormt. Viele Grüße und gute Fahrt! Nadine

  2. Hallo liebes CamperStile Team,
    Danke für die ausführliche Analyse. Ich habe die gleiche Frage. Fiat Ducato 6,40 m lang, 3,5 t, Solar auf dem Dach. Reicht da Google Maps oder könnte es passieren, dass ich damit irgendwo nicht durchkommen? Oder anders herum gefragt, wisst ihr von welchen maximalen Fahrzeugmaßen und Gewicht Google Maps ausgeht?
    Besten Gruß

    1. Google Maps ist für normale PKW gedacht. Das sind im Schnitt 1,80 m Breite, 1,60 m Höhe und 4,50 m Länge. (Das sind mal so Schätzwerte von meiner Seite). Das Gewicht dürfte irgendwo zwischen 1,5 und 2,5 Tonnen liegen. Ein Ducato wird da oft passen, aber auf ganz winzigen Dörfchen könnte es knapp werden. Gibt z.B. Brücken mit 1,5 oder 2,8 t Maximalgewicht usw. Grundlegend sollte es passen. Im Zweifel immer auf die Schilder und nicht die Navi verlassen und lieber einmal wenden und eine andere Strecke fahren. VG, Sebastian

  3. Super Beitrag, grad die Hinweise, ob fahrzeugspezifische Daten eingegeben werden können. Frage dazu: ist das bei Kastenwagen Wohnmobilen (in unserem Fall auf einem Fiat Ducato, 6m) eigentlich notwendig oder tun es da auch die „normalen“ Auto-Navis? Ein SUV ist ja fast genauso breit.

    Eine kleine Ergänzung noch: da viele mittlerweile CarPlay oder Android Auto-fähige Radios verbaut haben, wäre es vielleicht nett noch darauf hinzuweisen welche Navi-Apps das unterstützen und welche nicht. Bei Sygic kann nämlich die Auto-Navi App an CarPlay angeschlossen werden, die WoMo Version leider nicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

An den Anfang scrollen