|

Podcast: Chinesisches Basisfahrzeug, luxuriöser Ausbau mit Naturstein & Co. – wie eine spanische Firma den europäischen Campermarkt aufmischen will

In dieser Episode wagt Nele etwas völlig Neues: ein auf Spanisch geführtes und mit KI übersetztes Interview. Zu Gast sind Roberto und Guillermo von der galicischen Firma Cíclope Camper – einem Unternehmen mit über 20 Jahren Erfahrung im Camperausbau. Die beiden verraten, wie sie frischen Wind in den oft konservativen Camper-Markt bringen wollen und warum ausgerechnet ein chinesisches Basisfahrzeug die Voraussetzung dafür ist.

In dieser Episode wagen wir etwas völlig Neues: Nele hat ihr erstes Interview komplett auf Spanisch geführt – und per KI ins Deutsche übersetzt. Zu Gast sindRoberto ValverdeundGuillermo CorralesvonCiclope Camperaus Galicien, einem Unternehmen mit 21 Jahren Erfahrung im Camperausbau, das jetzt mit chinesischen Basisfahrzeugen von Maxus die Serienproduktion wagt. Warum kein Ducato oder Sprinter? Was hat Naturstein ein einem Campervan-Bad verloren? Und was kostet der ganze Spaß WIRKLICH?

Rabattcodes und Links von unseren Werbepartnern findest du hier: links.camperstyle.de

Wenn du das Interview im spanischen Original hören willst, klick hier.

Darüber haben wir in dieser Episode gesprochen

  1. Wie aus 20 Jahren Individualausbau eine Serienproduktion wurde
  2. Ungewöhnliche Materialwahl: Warum Ciclope auf Corian statt Kunststoff und auf Natursteinplatten aus Holland im Bad setzt
  3. Ein warmer „Luftvorhang“ in den Bettbereichen: Wie ein Prinzip aus Einkaufszentren für gemütliche Nächte im Camper sorgt
  4. Welche Kundenwünsche und Schwachstellen anderer Hersteller beim Design der Ciclope Mencía umgesetzt wurden
  5. Warum Ciclope Camper bewusst auf den Maxus Deliver 9 als Basisfahrzeug setzt
  6. Die drei Modelle im Überblick: Mencía 230, Mencía 420 und Mencía 420e mit beheiztem Aufstelldach
  7. Wie du dir die Fahrzeuge anschauen kannst
  8. Vertrieb in Deutschland: Ciclope sucht einen Importeur für den deutschen Markt – Interessierte bitte melden! 🙂

Links und Ressourcen

  1. Original-Interview auf Spanisch
  2. Ciclope Camper: Website | Instagram | Facebook | LinkedIn | TikTok
  3. Unser Artikel über Ciclope Camper auf CamperStyle

Jetzt bist du dran!

Was denkst du: Könntest du dir einen Camper auf Basis eines chinesischen Fahrzeugs wie dem Maxus vorstellen – oder bist du da eher skeptisch? Und hättest du gedacht, dass Naturstein im Camper-Bad eine echte Option ist? Schick uns gerne eine Nachricht an podcast@camperstyle.de oder per WhatsApp!

Profitiere von unserem geballten Camping-Wissen: Jetzt persönliches Online-Coaching mit Sebastian & Nele buchen

Als Podcast-Hörer:in erhältst du mit dem Code podcast15 exklusiv 15 % Rabatt in unserem Online-Shop.

Komm in unseren WhatsApp-Kanal. Tägliche Camping-News, Fahrzeugneuheiten, Schnäppchen, Reisetipps, Kuriositäten und vieles mehr!

Unser Buch für Camping-Einsteiger: Camping. Das große Handbuch

Wenn dir unser Podcast gefällt, freuen wir uns riesig über eine gute Bewertung auf deiner Lieblingsplattform und ein Abo – das hilft uns, noch mehr Campingfans zu erreichen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Das Transkript der Folge

Diese Zusammenfassung wurde von einer KI erstellt und kann daher kleine Unklarheiten oder Fehler enthalten. Es dient zum schnellen Nachschlagen der in der Episode besprochenen Themen. Anhand der Zeitstempel sind diese dann einfach im Podcast nachzuhören.

Nele: Hallo und herzlich willkommen zu Campers Style, deinem Camping-Podcast. Ich bin Nele und heute wagen wir mal was ganz Neues. Es gibt nämlich erstmals ein Interview, das ich komplett auf Spanisch geführt habe und das wir jetzt per KI für euch übersetzt haben. Ich selber hab meine Fragen hinterher noch mal auf Deutsch aufgenommen, einfach damit's 'n bisschen natürlicher klingt. Aber die Stimmen der beiden Gäste wurden eben auf Basis ihrer echten Tonalität komplett von der KI generiert. Deshalb kann's sein, dass Teile davon vielleicht 'n bisschen roboterhaft klingen. Wir hoffen aber, dass euch die Folge trotzdem gefällt, denn wir haben da superspannende Infos für euch zusammengetragen. Wir werden die Aufzeichnung auch noch im Original hochladen, also für alle, die des Spanischen mächtig sind. Da pack ich den Link dazu noch mal in die Show Notes. Und jetzt geht's aber endlich los. Mit mir im Studio sind jetzt Roberto Valverde und Guillermo Corrales von der galicischen Firma Ciclope Camper, die sich auf den Ausbau chinesischer Basisfahrzeuge spezialisiert haben. Ja, ihr beiden, erzählt mal unserer Community, was ist Ciclope Camper eigentlich und welche Rollen habt ihr in der Firma? Roberto, willst du anfangen? Roberto Valverde: Ich bin Roberto Valverde. Ich bin einer der Partner des Unternehmens Ciclope Camper. Ciclope Camper ist ein Unternehmen, das auf 21 Jahre Geschichte zurückblickt. Schon die ersten 20 Jahre widmete es sich dem Umbau von Kundenfahrzeugen zu Campern. Im Grunde kam ein Kunde mit seinem Fahrzeug, sagte uns, welche Idee er für den Umbau zum Camper hatte und wir setzten sie nach seinem Geschmack und seinen Wünschen um. So 20 Jahre lang. Das heißt, in 20 Jahren sammelt man viel Wissen, viel Erfahrung. Es treten tausend und eine Probleme auf und der Markt wird viel analysiert, wie er sich in dieser ganzen Zeit entwickelt hat. Wir alle sehen, dass der Camper-Sektor sehr konservativ ist. Das heißt, es gibt praktisch kaum Veränderungen, besonders bei den großen Herstellern. Es fällt ihnen schwer, Neuerungen einzuführen. Die kleinen Hersteller sind diejenigen, die wirklich disruptiver sind, die andere Arten von Ansätzen und Strategien verfolgen und manchmal passen sie eben auch nicht für die Serienproduktion, oder? Mit all diesen Informationen, die uns vorlagen, äh, suchten wir nach einem geeigneten Basisfahrzeug, um unsere Pläne, äh, zu kanalisieren und umzusetzen. Wir analysierten, dass Maxus eine Marke war, die ursprünglich englisch war, dann aber von der chinesischen SAIC Motor Gruppe gekauft wurde und in Europa einen wichtigen Aufschwung erlebte. Nele: Ja, vielen Dank. Da hast du jetzt schon 'ne ganze Menge meiner eigentlichen Fragen abgearbeitet. Man merkt, du bist da mit vollem Herzen dabei. Aber jetzt möcht ich natürlich auch noch deinen Ko..., äh, Kollegen Guillermo begrüßen, der ebenfalls an der Entwicklung der Ausbauten beteiligt ist. Guillermo, du bist ja der technische Leiter bei Ciclope Camper und hast lange in Deutschland gearbeitet, und zwar in der Campingfahrzeugbranche bei Hymer und bei Carthago, wenn ich mich richtig erinnere. Welche Erfahrungen konntest du in diesen beiden Unternehmen sammeln, die dir jetzt bei den Projekten von Ciclope nützlich sind? Guillermo Corrales: In diesen Positionen hatte ich die Gelegenheit, äh, einen, einen tiefen Einblick zu gewinnen und, äh, umfassende Erfahrungen in allen technischen Bereichen, äh, des Fahrzeugbaus und, äh, im Design zu sammeln. Und wie man so schön sagt, äh, Carthago ist ein Unternehmen, das sich auf Wohnmobile spezialisiert hat, äh, insbesondere im Luxussegment und passte somit, äh, perfekt zu meinem neuen Projekt hier bei Ciclope. Alles, was ich im Unternehmen gelernt habe, äh, versuche ich, äh, dem, äh, Technik- und Designteam von, äh, Ciclope Camper weiterzugeben, da ich der Meinung bin, dass es, äh, im Camper-Sektor darum geht, äh, genau diesen Hauch von, äh, Qualität zu bieten, äh, der in der Branche schon, äh, seit einigen Jahren verloren gegangen ist. Man sieht heutzutage meistens nur noch, äh, Plastik und Materialien von immer schlechterer Qualität und wir, äh, wir bei Ciclope bieten in dieser Hinsicht genau das Gegenteil. Es soll zeigen, dass man sich, äh, in einem Camper genauso wohlfühlen kann wie in einem Fahrzeug für 100.000, 200.000 Euro aus anderen Bereichen, was in der Branche wirklich noch nicht üblich war. Nele: Tatsächlich gibt's in Deutschland seit einigen Jahren 'ne große Diskussion um die Qualität bei Campingfahrzeugen, die eben, ja, in, seit COVID würde ich sagen, teilweise ziemlich stark nachgelassen hat. Ähm, es kam dann auch noch der Krieg in der Ukraine dazu und wir hören immer wieder, dass Kunden manchmal seitenlange Mängellisten haben und ihre Fahrzeuge sogar innerhalb der Garantiezeit noch rückabwickeln, weil eben so viele Reparaturen und, äh, Fehler in der Verarbeitung aufgelaufen sind. Deshalb finde ich es so interessant, dass ihr mit eurer handwerklichen Erfahrung jetzt auch in die Serienproduktion geht. Roberto, du hast ja schon erzählt, dass an den herkömmlichen Fahrzeugen einiges nicht so war, wie ihr euch das vorgestellt habt und, ähm, dass ihr bei euren eigenen Mobilen einiges anders machen wolltet. Ihr seid ja, glaube ich, alle selbst Camper. Was nehmt ihr denn aus eurem Alltag so in die Ausbauten mit? Roberto Valverde: Richtig, in 20 Jahren erlebt man so einiges und das ist ein Stück weit unsere große Grundlage. Wenn man 20 Jahre lang maßgeschneiderte Camper ausbaut und auch Wohnmobile anderer Marken repariert, dann sieht man wirklich viele Dinge, hört Kundenbeschwerden und man denkt sich: "Das ist schlecht gemacht, das ist einfach nicht in Ordnung." Als wir dann unseren ersten Serien-Camper entwarfen, haben wir all das in einen Mixer geworfen. All die Mängel, die wir bei anderen Herstellern sahen, all die Fehler, die uns unsere eigenen Kunden oder Nutzer nannten, die zur Reparatur kamen, das alles in einen Mixer gegeben und als wir das verbanden, entstand das Ergebnis, das wir jetzt haben. Nichts an unserem Ciclope Mencía ist dem Zufall überlassen, absolut nichts. Es stimmt, wie Guillermo vorhin sagte, Qualität ist ein Grundsatz, den wir in unseren Designs und in unseren Camper-Umbauten haben. Alles ist durchdacht, wo es platziert ist, das Warum, der Verwendungszweck, der Komfort. Wenn ich koche, soll die Küchenumgebung alles dort haben.Wenn ich, äh, wenn ich in meinem Wohnzimmer bin, soll ich alles haben, was ich dort brauche. Was haben wir im Wohnbereich, im Schlafzimmer das Gleiche, das Bad ebenso. Das heißt, die Bereiche sind sehr gut voneinander getrennt und mit allen Elementen, die man griffbereit haben muss. Nele: Ihr habt vorhin erwähnt, dass ihr 20 Jahre lang Individualausbauten für Kunden gemacht habt. Ich nehme mal an, da kamen auch Kunden mit Ideen oder Wünschen, die eher ungewöhnlich oder nicht so ganz konventionell waren. Gab's da was, das ein Kunde wollte, was euch jetzt irgendwie besonders im Gedächtnis geblieben ist oder was besonders verrückt war? Roberto Valverde: Nun ja, stell dir vor, schon bei der Mensia selbst, seit wir, seit wir sie in Serie fertigen, liefern uns unsere eigenen Kunden ständig neue Verbesserungen. Tatsächlich haben wir beim Modell des Ciclope Mensia, äh, 230 bereits zwei Verbesserungen vorgenommen und eine davon ist ein ausziehbares XL-Bett. Un-und zwar kann das Bett, das wir im hinteren Bereich haben, vergrößert werden, ohne die beiden Bänke im Wohnbereich nutzen zu müssen, um das dritte Bett zu machen, was von Anfang an die Idee war. Und dieses obere Bett machen wir ausziehbar, sodass ein Oberbett von einem Meter achtzig mal einem Meter neunzig entsteht. Damit haben wir ein totales Kingsize-Bett in unserem Camper. Das war's. Eine Kundin, eine Frau mit zwei Töchtern, die immer zu dritt im Wohnmobil reisen und sagten: „Es ist uns zu schade, dass zwei zusammen schlafen und eine im Wohnbereich." Sie wollten also zu dritt schlafen. Das ist ein Beitrag unserer Kunden zu diesem neuen Modell. Zusätzlich wünschte sich ein weiterer Kunde, einer unserer Kunden, eine zusätzliche Arbeitsplatte in der Küche, um Koch- und Kühlschrankbereich zu verbinden und mehr Arbeitsfläche zum Kochen zu schaffen. Eine Person, die das Kochen liebt und viel in der Küche kochen möchte. Klar, das sind Verbesserungen, die unsere Kunden uns schon gegeben haben, nachdem wir das Modell gründlich analysiert hatten. Nele: Jetzt müssen wir mal über den Elefanten im Raum reden. Ihr habt euch für ein chinesisches Bas-Basisfahrzeug entschieden. In Deutschland und ich denke auch in Spanien gibt's viele Stereotype und Vorbehalte gegenüber chinesischen Fahrzeugen. Viele Leute glauben noch nicht, dass die die gleiche Qualität haben oder genauso lange halten wie eben europäische Fabrikate. Wie ist da eure Haltung? Roberto Valverde: Der Schlüssel ist wirklich einfach. Wenn wir dieses Design innen in einem konventionellen Fahrzeug umsetzen, in einem Fahrzeug, das jeder herstellt, wie zum Beispiel einem Fiat Ducato und wir dann nur eines von vielen wären, indem wir ein chinesisches Fahrzeug nehmen und die ersten sind, die ein chinesisches Fahrzeug nutzen, sind wir die Einzigen. Das macht uns einzigartig. Es ist nicht nur unsere Camper-Umrüstung, die uns unterscheidet, sondern auch die Basis des Fahrzeugs, das wir verwenden. Und, äh, nur weil wir diese Wette eingegangen sind, sind wir heute hier und sprechen mit euch. Nele: Chinesische Waren sind ja nicht automatisch schlechter. Ich weiß es, ihr wisst es. Wir sehen es jeden Tag an unseren Handys, an der ganzen Technik, die wir im Alltag verwenden. Aber ich habe das Gefühl, gerade bei Autos sind wir Deutschen besonders stolz so auf unsere Marken. Und es gibt auch 'ne gewisse Angst, dass China vielleicht den europäischen Markt mit Billigwaren überschwemmt. Guillermo, was sagst du da aus der technischen Sicht zu den chinesischen Fahrzeugen und jetzt speziell zum Maxus Deliver? Gibt's da ja bestimmt auch Unterschiede zwischen den einzelnen Herstellern. Guillermo Corrales: Nun, wie wir, wie wir ja schon besprochen haben, man, ähm, habe ich aus, äh, eigener Erfahrung, äh, früher auch in Großbritannien gearbeitet. In Großbritannien war Maxus bereits, äh, eine sehr bekannte und beliebte Marke, gerade wegen der Langlebigkeit der Motoren. Es waren sehr robuste Motoren und die Leute nutzten sie gerne als Basis für Camperfahrzeuge. Ja, es, äh, stimmt, dass ich bei meiner Arbeit in Deutschland, äh, festgestellt habe, wie du sagst, dass das deutsche Publikum andere Fahrzeuge sucht, weil die eigenen Marken dort sehr beliebt sind und sie ihnen sehr gefallen. Es fällt ihnen sehr schwer, die Marke zu wechseln. Was ist mit dem Maxus-Fahrzeug? Das Maxus-Fahrzeug kann in puncto Ausstattung mit jedem deutschen Fahrzeug, mit jedem europäischen Fahrzeug mithalten. Also, äh, was dieser Aspekt angeht, wegen, wegen des Preises, den sie anbieten, äh, ist es eine, ja, eine wirklich, äh, hervorragende Option für den Kunden und es gibt immer mehrere Fahrzeuge dieser Art zu sehen. Warum es nicht in die Welt der Wohnmobile bringen? Warum nicht die ersten sein? Roberto Valverde: Und ich habe noch eine weitere Anmerkung dazu: Es gibt ja zwei sehr bekannte deutsche Marken in diesem Sektor, nämlich Mercedes-Benz und Volkswagen. Nicht wahr? Ja. Die Gruppe, die den Maxus herstellt, ist SAIC Motor. SAIC Motor ist der sechstgrößte Motorenhersteller der Welt. Okay. Die, die Motoren des Mercedes Sprinter und alle Motoren aller Fahrzeuge Volkswagen werden nicht in Deutschland hergestellt. Wenn sie Motoren herstellen, dann in China. Demzufolge haben diese deutschen Hersteller jahrelang in China produziert und Wissen weitergegeben. Und diese chinesische Marke hat sich dieses Wissen zunutze gemacht und Motoren für ihre eigene Marke hergestellt. Ja, mehr noch. Als wir die Maxus Deliver zum ersten Mal fuhren, hatten wir das Gefühl, einen Mercedes Sprinter zu fahren und damit ist alles gesagt. Nele: Also mich beeindruckt das tatsächlich sehr. Ich habe mich technisch zwar nicht so tief in die Materie eingearbeitet, aber alles, was ich so über den Maxus gelesen habe, fand ich eigentlich ganz interessant. Letztes Jahr oder vorletztes haben wir ihn auch im Caravan Salon in Düsseldorf als Campingfahrzeug gesehen. Ich glaube sogar direkt von Maxus selbst ausgebaut. Ich muss sagen, den Ausbau fand ich da jetzt nicht so überzeugend. Ich persönlich, aber das Basisfahrzeug sah eigentlich ganz gut aus. Und ihr habt euch, glaube ich, Roberto bewusst für dieses Fahrzeug entschieden, um auch ein größeres Publikum anzusprechen. Ich denke, mit den günstigen Basisfahrzeugen ist es ja deutlich preiswerter, als mit einem europäischen Fahrzeug umzusetzen, oder? Roberto Valverde: Betrachten wir den Grundpreis des Fahrzeugs, vergleichen wir es mit einem anderen Fahrzeug, das die gleichen Leistungen wie der Maxus Deliver neun bietet, ist das Fahrzeug leicht um etwa zehntausend Euro günstiger. Klar, das positioniert uns dann schon in einem niedrigeren Preissegment. Es stimmt jedoch, dass unsere Positionierung Premium ist und nicht zu den günstigsten gehört. Okay, aber wenn wir ein Gleichgewicht suchen, das heißt, wenn wir diese Kapitalisierung, die wir bei Ciclope Mencía vornehmen, auf Basis eines Mercedes Sprinter oder eines Volkswagen Crafter machen würden, würde unsere Kapitalisierung nicht unter hundertzwanzigtausend bis hundertdreißigtausend Euro fallen. Sicher. Indem wir sie auf einer Maxus-Basis machen und wir auch unsere Marge etwas anpassen, können wir viel wettbewerbsfähigere Preise erzielen. Nele: Was mich jetzt sehr interessiert und worüber ich gerne noch mit euch sprechen möchte, ist die Art der Ausbauten, die ihr macht. Die ist ja alles andere als konventionell und so sind wir auch auf euch gekommen. Ihr verwendet sehr besondere Materialien wie zum Beispiel Corian oder sogar Naturstein. Das fand ich ziemlich verrückt, als ich das zum ersten Mal gelesen habe. Warum zur Hölle habt ihr euch dafür entschieden? Ist es einfach nur schön oder hat das auch irgendeinen praktischen Nutzen? Roberto Valverde: Einerseits geht es um Designunterschiede, ganz klar, und andererseits um die Haltbarkeit. Wir verwenden Kunststoffe für das Waschbecken, die Chimera oder die Duschwanne. Plastik verblasst, verliert Farbe, wird gelblich, bricht in Risse und es kommt zu Wassereintritt. Bei Corian wird das niemals passieren. Es wird nicht die Farbe verlieren, es wird keine Undichtigkeiten geben, noch wird es brechen. Es ist ein sehr widerstandsfähiges Produkt, das wir in Designbädern verwenden. Heute finden wir Corian in allen Elementen. Also alle wasserführenden Teile stellen wir in Korea her. Das ist sehr wichtig. Vor allem die Haltbarkeit ist ein wichtiger Faktor. Zwar beeinträchtigt es uns etwas beim Gewicht, aber das gleichen wir an anderer Stelle aus. Dann, äh, zum Beispiel, wie du richtig erwähntest, hat das Bad eine Natursteinverkleidung. Es ist eine drei Millimeter dicke Natursteinplatte, die wir aus Holland bezogen haben. Das heißt, es ist etwas, das wir aus Holland importieren. Und das gibt uns eine Besonderheit, was Oberflächen, Qualitäten und vor allem die Dichtigkeit des Badbereichs angeht. Durch das Einsetzen dieser Folie, die auf der Rückseite eine Epoxidharzbeschichtung hat, ist das absolut dicht. Dadurch hat das Bad keinerlei Wasserrisse, die andere Möbelteile des Campers beschädigen könnten. Nele: Ja, das mit der Feuchtigkeit ist tatsächlich ein wiederkehrendes Problem bei vielen traditionellen Fahrzeugen, so wie wir ja auch einen haben. Ähm, oft sind, glaube ich, die Dachluken schuld, oder? Roberto Valverde: Genau. Wir verbauen in unseren Campern tatsächlich keine Dachluken und das liegt an einem ganz bestimmten Problem, das wir mit diesen Dachluken haben. Dachluken sind zwar sehr schön, lassen Licht herein, klar, und sie ermöglichen uns, den Dachbereich zu lüften, aber sie sind immer eine Eintrittsstelle für Wasser. Das heißt, es gibt keinen Camper, der nach drei, vier Jahren keinen Wassereintritt durch die Dachluken hat. Warum? Weil Dachfenster eine Wartung benötigen, von der kein Hersteller dem Endkunden sagt, dass sie maximal alle zwei Jahre durchgeführt werden muss. Man müsste das Dachfenster abnehmen, neu abdichten und wieder anbringen. Das macht niemand. Niemand macht es, bis es zu einem Wassereintritt kommt. Aus diesem Grund sagen wir von vornherein, dass wir keine Dachluken einbauen. Warum? Wir sehen sie nicht als unbedingt notwendig an für einen Camper. Wir haben zwei Hecktüren, die sich komplett öffnen lassen und eine seitliche Schiebetür, die sich komplett öffnen lässt. Das belüftet unseren Camper ohne jegliche Probleme. Und obendrein haben wir mit den verglasten Fenstern, die wir in diese Türen einsetzen, mehr als genug Helligkeit im Innenbereich. Wozu eine Klareboje anbringen? Weil alle sie haben. Wir haben uns entschieden, sie nicht serienmäßig einzubauen. Wenn ein Kunde sie wünscht, kann man sie natürlich anbringen, aber auf eigene Verantwortung und mit dem Hinweis, nach zwei Jahren sollte man sie entfernen und neu abdichten. Wenn man das nicht tut, kann es in Zukunft zu einem Wassereintritt kommen. Nele: Du machst mir gerade echt ein schlechtes Gewissen wegen unserer Fahrzeuge. Eins ist ja schon 13 Jahre alt und das haben wir ehrlich gesagt nie so gewartet und das andere wird jetzt auch, glaube ich, schon vier. Äh, sieht so aus, als müsste ich da jetzt dann mal einen Werkstatttermin machen. Guillermo, welche Rolle hat das Gewicht bei diesen ganzen Materialentscheidungen gespielt? Guillermo Corrales: Wie Roberto richtig gesagt hat, da ist die Verwendung von Naturstein im Bad, was anfangs, äh, vielleicht wie eine, eine Verrücktheit erscheinen mag, durch den Einsatz von nur drei Millimeter dicken Platten im Gewicht nicht höher als die anderen Materialien. Wir verwenden erstklassige Materialien wie Corian, Naturstein oder Holz von besserer Qualität, als sie üblicherweise in der Camper-Welt verwendet wird, aber immer unter Einhaltung maximaler Gewichte für uns, um nicht vom Markt ausgeschlossen zu werden und weiterhin die typischen Funktionen jedes Camper-Fahrzeugs anbieten zu können. Nele: Und wie viel wiegen die Fahrzeuge? Roberto Valverde: Dreitausendeinhundert Kilo mit gefülltem Wassertank und der Dieseltank ist auch voll. Guillermo Corrales: Ja. Roberto Valverde: Und uns bleiben noch vierhundert Kilo Ladung. Nele: Okay, das hätte ich nicht gedacht. Das ist wirklich interessant. Gut, schauen wir mal auf die verschiedenen Modelle, die ihr bisher im Angebot habt. Ihr habt ja schon gesagt, es gibt drei Modelle, den Mencía 230, den Mencía 420 und den Mencía 420 E. Für welche Kundentypen würdet ihr sagen, sind diese drei Varianten jeweils geeignet und für welche vielleicht auch eher nicht so? Roberto Valverde: Die Nummerierung zeigt, für wen die Modelle bestimmt sind. Zweihunderterdreißig. Deshalb sage ich zweihundertdreißig. Und nicht nur die Ziffern, denn sie ist für zwei oder drei Personen gedacht. Zweihundertdreißig. Die vierhundertzwanzig ist für vier Personen oder zwei gedacht. Genauer gesagt vier zum Reisen, zwei zum Schlafen. Und dann, äh, der 420 E. Hier können vier Personen reisen und auch vier schlafen, da er das E für das Hubdach trägt. Also daher die Nomenklatur. No-- Wir gaben der Nomenklatur einen Sinn, statt nur willkürliche Zahlen zu verwenden. Also wir wählten diese Zahlenkombinationen, die sich auf die Reise- oder Schlafkapazitäten beziehen und das Aufstelldach wird durch das E dargestellt. Viele fragen uns, ob die 420 EElektrisch ist und nein, sie ist nicht elektrisch. Alle unsere Modelle sind reine Verbrenner. Nele: Aber die Unterschiede sind die jetzt nur im Innenraum oder auch am Fahrzeug selbst beziehungsweise wie lang sind die einzelnen Fahrzeuge? Sprecher D: Das Fahrzeug ist im Grunde exakt dasselbe. Es basiert auf der gleichen Grundlage, nur die Innenaufteilung variiert. Doch in allen Modellen, sei es der Vierhundertzwanziger oder der Zweihundertdreißiger, bietet es dasselbe, nämlich die gleiche Innenraumgröße. Besonders hervorzuheben sind die Badgrößen. Die Bäder sind für den Camperbereich außergewöhnlich geräumig. Also es sorgt dafür, dass du dich in jeder von ihnen recht komfortabel fühlst. Nele: Okay, das heißt also, außen ist alles gleich, aber im Zweidreißiger habt ihr bewusst auf unnötige in Anführungszeichen Ausstattung verzichtet, eben um mehr Raum zu schaffen, richtig? Roberto Valverde: Nun, das erste Modell, das wir entwickelt haben, war das Modell zweihundertdreißig, die zweihundertdreißig. Und weil wir den Markt der Campernutzer analysiert haben, sind die Personen, die einen Camper nutzen, fast immer zu zweit zwei Reisende. Ja, es stimmt, wir sind es gewohnt, viele Camper zu sehen. Die meisten haben vier Schlafplätze, aber die Wahrheit ist, dass die Mehrheit neunzig Prozent der Campernutzer zwei Reisende sind. Warum also den Platz eines Sitzes im hinteren Bereich opfern und den gesamten Wohnraum des Campers aufgeben? Es ist auch wahr, dass der Markt in jüngster Zeit zu kompakteren Fahrzeugen neigt. Das bedeutet, man wünscht sich Fahrzeuge, deren Länge sechs Meter nicht überschreitet. Tatsächlich, so fragen viele Leute nach dem Fünfvierziger, den wir nicht im Maxus des IBA neun haben. Wir haben die fünf Komma neun fünf Meter lange Version. Wir dachten, dass wir durch die Zweisitzer-Ausführung und das Weglassen der Rückbank eine andere Dimension und einen viel besser nutzbaren Raum schaffen. Aus diesem Grund ist das Modell zweihundertdreißig viel breiter. Zwei Personen können sich problemlos darin bewegen, ohne sich zu behindern. In einem traditionellen Layout mit vier Plätzen, Bad und Küche gegenüber entsteht ein sehr schmaler Gang, in dem nur eine Person stehen kann. Eine Person muss immer ausweichen. Deshalb haben wir mit diesem Modell und diesem Design begonnen. Es stimmt, dass viele Leute, denen wir das Modell zweihundertdreißig zeigten, sagten, "Ach, aber ihr habt keinen Platz für vier Personen. Ihr habt keinen Durchgang von der Kabine nach hinten." Also gut, wir machen das Modell vierhundertzwanzig, das ist dasselbe. Wir haben das Puzzle verschoben, denn es sind dieselben Elemente, dasselbe Bad, derselbe Kühlschrank, dieselbe Küchenzeile, aber so neu angeordnet, dass wir nun die vier Sitze haben, um reisen zu können. Und dann war es natürlich so, dass wir mit dieser Konfiguration gesagt haben: "Na gut, und wenn wir wirklich zu viert fahren wollen und vier Erwachsene schlafen möchten, dann ist die einzige Lösung, ein Aufstelldach einzubauen. Zwei schlafen im festen Bett im hinteren Bereich und die anderen beiden im Aufstelldach." Ich habe ehrlich gesagt alle getestet, besonders die vierhundertzwanzig E mit dem Aufstelldach. Auf dem Dach zu schlafen, ist wirklich ein Luxus. Es gibt ein ganz anderes Gefühl, besonders wenn man es gewohnt ist, im Campingbus zu reisen und drinnen zu schlafen. Auf dem Dach zu schlafen und mit dieser, mit dieser Aussicht aufzuwachen, ist unbezahlbar. Sprecher D: Außerdem würde ich auch darauf hinweisen, dass bei der vierhundertzwanzig E etwas, das dem deutschen Publikum sehr gefallen wird, die Nutzung einer Heizung im Aufstelldach ist, was man auch selten sieht. Das macht sie zu einem wirklich bewohnbaren Bett im Winter, denn man hat seine Heizung im Dach, die voll nutzbar ist, genau wie im unteren Bereich des Vans. Nele: Generell das Thema Heizung ist bei euch ja sehr speziell. Ihr hattet mir im Vorgespräch gesagt, dass eure Heizungen in den Bettbereichen nach einem besonderen Prinzip funktionieren. Was ist das genau und wie seid ihr auf diese Technik gekommen? Roberto Valverde: Nun, wir haben uns Gedanken gemacht und uns angesehen, was man so macht. In einem so gewöhnlichen Bereich wie Einkaufszentren, was man in einem Einkaufszentrum mit Schiebetüren macht, dort installiert man oben einen Luftschleier, der warme Luft senkrecht nach unten bläst, um die gesamte Kälte von draußen abzuhalten. Wirklich. Nun, das ist genau das Element, das im Bau von Gebäuden verwendet wird. Wir haben es in die Wohnmobile eingebaut und dasselbe Element an der Rückseite unserer Betten geschaffen und dasselbe haben wir im Hubbett gemacht. Im untersten Bereich haben wir eine komplett horizontale Leiste angebracht, die die Wärme verteilt und einen Vorhang erzeugt, der über das Dach des Hubbetts geht. Wodurch all das, dieser Luftvorhang. Und wir studieren den Luftstrom, wie er austritt. Das heißt, es ist nicht zufällig gemacht. Man darf nicht glauben, dass ihnen das zufällig einfiel. Es gibt eine Studie, welchen Effekt erzeugt dieser Luftvorhang oder die Kälte, der von oben durch das Dach eindringt, wird schon gedämpft und dann durch die Wände mit Isolierung. Nun, in Deutschland würde ich logischerweise zuerst die Wände anbringen und dann die Dämmung, die uns in dieser Wärme einhüllt. Ich bin nicht nach Deutschland gefahren, um es auszuprobieren, okay, aber es gibt kalte Gebiete in Spanien. Ich habe in Burgos eine Nacht geschlafen, die ziemlich kalt war. Ich habe die Heizung auf neunzehn Grad gestellt und schlief die ganze Nacht im Aufstelldach mit einem winzigen Deckchen. Das heißt, mir war sogar die Decke zu viel, ehrlich gesagt. Nele: Was ist denn eigentlich euer persönliches Lieblingsmodell? Bei dir, Roberto, wahrscheinlich dann der vierhundertzwanzig E mit Aufstelldach, oder? Roberto Valverde: Also, äh, ehrlich gesagt nein. Nein. Mal sehen, welches ist. Mein Favorit ist zweifellos die zweihundertdreißig, die zweihundertdreißig. Da der zweihundertdreißig keinen direkten Durchgang zur Fahrerkabine besitzt und die Kabine selbst geschlossen ist, beeinflusst die gesamte Wärme und Kälte, die durch die vorderen Fahrzeugfenster eindringt, den Wohnbereich nicht. Das heißt, die zweihundertdreißig ist wesentlich besser isoliert, sowohl gegen Hitze als auch gegen Kälte, da es sich um einen vollständig geschlossenen Innenraum handelt, der von allen Seiten komplett abgedichtet ist, wodurch sie thermisch viel widerstandsfähiger ist. Thermisch, akustisch beeinträchtigt uns der Lärm viel weniger und auch was die Helligkeit angeht. Es ist einfacher, die Helligkeit abzuschirmen, denn dieser Lichteinfall durch die Frontscheiben verschwindet komplett. Nele: Und bei dir, Guillermo? Sprecher D: Alles hat seine Zeit und jede Art von Reise hat ihren eigenen Moment. Ich bin jemand, der gerne lange Reisen unternimmt. Für sehr lange Reisen würde ich die vierhundertzwanzig bevorzugen. In meinem Fall würde der normale Vierhundertzwanziger ohne Aufstelldach völlig ausreichen Nele: Wir müssen auch das Thema Preise jetzt einmal angehen. Ihr habt ja ungefähr schon 'nen Rahmen genannt, aber was kosten jetzt die verschiedenen Modelle genau? Roberto Valverde: Ich hab keine Preise für Deutschland, weil ich noch keinen Importeur für Deutschland hab. Gut, ich kann Ihnen aber die Preise nennen, die ich in Spanien habe, wo wir problemlos vertreiben. Wenn wir einen Importeur in Deutschland finden, der übrigens, falls jemand Interesse hat, uns kontaktieren kann, dann wird dort ein Preis für den deutschen Markt festgelegt. Aber um ganz transparent und ehrlich zu sein, unsere Grundpreise für die Ciclope Mensia 230 sind die folgenden, exklusive Steuern. Also der Grundpreis ohne Steuern für die Mensia 230 beträgt einundfünfzigtausend und zweihundert Euro. Dazu muss man die Mehrwertsteuer hinzurechnen sowie die Zulassungsgebühr und den Transport zum Bestimmungsort. Anschließend kostet die 420, das viersitzige Modell, siebenundfünfzigtausend Euro zuzüglich der Mehrwertsteuer und die 420 E hat einen Startpreis von zweiundsechzigtausend Euro netto, immer mit der enthaltenen Lithiumbatterie, dem Wechselrichter und allem, was dazugehört. Das heißt, sie ist sofort einsatzbereit. Nele: Okay, das sind ja tatsächlich sehr wettbewerbsfähige Preise. Ich möchte da aber noch mal kurz einhaken, weil wenn ich mir auf Messen oder auch bei Händlern die Kaufpreise von Campingneufahrzeugen anschaue, dann sind die ja oft aufm Papier auch halbwegs moderat. Aber um dann wirklich was zu haben, mit dem ich einigermaßen sinnvoll Urlaub machen kann, werden schnell aus den angegebenen, sagen wir mal sechzigtausend Euro so eher um die achtzigtausend. W-- Hand aufs Herz, wie ist es bei euch? Was ist da alles inklusive? Roberto Valverde: Der Grundpreis unseres Fahrzeugs beinhaltet bereits Lithiumbatterien, einen zweihundertzwanzig Volt, zweitausend Watt Wechselrichter, ein gutes Batterieladegerät, die Heizung, das Induktionskochfeld, das WC. Nele: Und gibt's auch noch irgendwas an optionaler Zusatzausstattung oder sind die Fahrzeuge so, ähm, in den Paketen, wie ihr's grade genannt habt? Roberto Valverde: Um ehrlich zu sein, äh, haben wir nur sehr wenige Extras, die wir hinzufügen können. Zum Beispiel die Markise, da sie sehr optional ist. Manche Leute wollen sie, andere nicht. Die Markise ist nicht serienmäßig, sie ist ein zusätzliches Element. Die Klimaanlage ist ein weiteres Extra, äh, da es etwas von der Region abhängt, ob man sie braucht oder nicht. Und, äh, vier Kleinigkeiten mehr sind Extras, denn der Rest ist alles serienmäßig. Das Solarpanel ist ein Extra, das ist nicht serienmäßig dabei. Nele: Ja, also eure Fahrzeuge, die sind wirklich auch für mich persönlich oder für uns ganz interessant. Ich frag aber auch, weil uns schon etliche Nutzer auf unseren Artikel hin kontaktiert hatten. Wir haben ja schon über euch berichtet und diese, ja, Leserinnen und Leser würden die Fahrzeuge gerne sehen. Kann man denn zu euch kommen, die Modelle da besichtigen, vielleicht sogar auch kaufen und die Einfuhr selber organisieren? Oder sollte man besser warten, bis ihr 'nen Vertrieb in Deutschland aufgebaut habt? Roberto Valverde: Zweifellos wäre es am besten, wenn Sie uns in unseren Einrichtungen besuchen würden. Das wäre das Beste. So würden Sie sehen, wie sie hergestellt werden, welche Komponenten sie enthalten, wie sie isoliert werden, welche Fertigungsprozesse der gesamte Camper durchläuft. Ich glaube, das ist ideal, wenn man sich für eine solche Investition entscheidet, dass einem die Türen der Fabrik geöffnet werden und man wirklich sehen kann, wie sie innen gebaut ist, welche Qualitäten sie hat. Ich glaube, das ist ideal. Ja, es stimmt, dass wir jetzt, wenn Sie es hier kaufen, den Preis ab Werk lassen und Sie sich um den Import kümmern können, ohne Probleme natürlich. Und das ist es ja, wenn jemand sie sofort haben möchte, müsste der, ja, müsste er ein Flugticket nach Porto in Portugal buchen, äh, denn wir sind ganz in der Nähe und der Preis ist viel günstiger und kommt zu uns in unsere Einrichtungen, um, um uns zu besuchen und die Camper aus erster Hand zu sehen. Nele: Okay, also wenn ich mir zutraue, das alles selbst zu organisieren und bei euch 'n Fahrzeug zu bestellen, wie lang muss ich dann noch warten, bis es tatsächlich geliefert wird? Roberto Valverde: Das ist eine sehr gute Frage, denn das Gleiche müssen wir uns fragen, wenn wir Fahrzeuge anderer Marken kaufen. Auch in diesem Punkt sind wir innovativ. Wir bieten eine Lieferzeit von acht Wochen ab Auftragserteilung. Nele: Was wir in unseren Zuschriften zum Artikel auch noch gefragt wurden, ist das Thema Service. Also ich kauf bei euch direkt, sagen wir mal, das Fahrzeug ein, aber dann muss ich ja auch zu euch nach Spanien kommen, wenn irgendwas damit ist, oder? Roberto Valverde: Ja, das ist tatsächlich das große Problem, das wir haben. Wir haben den deutschen Markt noch nicht direkt ab Werk erschlossen, denn uns fehlen noch die nötigen Vereinbarungen mit Importeuren für die Vertriebspartner im Land. Das ist ja logisch. Das heißt, es ist wahr, dass das Fahrzeug, also das Chassis und das Fahrzeug selbst problemlos in ganz Deutschland gewartet werden kann. Es gibt überall Vertragshändler. Was es nicht gibt, ist ein eigenes Servicenetz der Marke, um Lösungen für den Camper-Bereich anzubieten. Es stimmt, dass ich zu jeder anderen gehen könnte. Ein Unternehmen, das sich dem Sektor widmet und jede Art von Problem löst. Aber gut und immer mit unserer Unterstützung würden wir dem Unternehmen die nötige Hilfestellung, Anleitungen und Handbücher geben, damit es das Problem zunächst selbst lösen kann. Aber logischerweise, wenn wir den Schritt wagen, direkt in Deutschland zu vermarkten, müssen wir ein bereits etabliertes Vertriebsnetz im Land haben. Das ist klar. Nele: Okay, es gibt also Hoffnung für den deutschen Markt. Hoffentlich nimmt sich das jemand, der uns zuhört, zu Herzen und kontaktiert euch. Wir verlinken natürlich alle Informationen einmal in der Episodenbeschreibung, sowohl für interessierte Kundinnen, Kunden als auch, äh, für Menschen aus der Branche, falls die mit euch in Kontakt treten wollen. Zum Abschluss der Folge würden mich noch 'n paar persönliche Details von euch interessieren. Ich stelle euch jetzt einige kurze Fragen und ihr antwortet bitte auch ganz kurz. Guillermo, was ist beim Campen für dich unverzichtbar? Roberto Valverde: Und für mich persönlich darf ein, äh, guter Kühlschrank mit, äh, Gefrierfach und ein schöner Kochbereich nicht fehlen, denn in allen Ländern, die ich besuche, probiere ich gerne die lokale Küche. Deshalb kaufe ich viel auf Märkten ein, probiere das Essen vor Ort und koche es in meinem eigenen Camper Guillermo Corrales: Also, für mich ist es wirklich wichtig, dass die Küche, äh, gut ausgestattet ist und ich auch ausreichend Platz dafür habe. Und ein weiterer sehr wichtiger Punkt ist die Heizung, denn ich bin ja ein Camper, der sowohl im Winter als auch im Sommer unterwegs ist. Nele: Und bei dir, Roberto? Roberto Valverde: In meinem Fall benötige ich Internetzugang ohne jeden Zweifel. Seit Starlink verfügbar ist, haben sich meine Kommunikationsprobleme gelöst. Ich muss, äh, telearbeiten und wenn ich den Camper nutze, will ich verbunden sein und meine geschäftliche Aufgaben weiter erledigen. Daher ist Konnektivität für mich grundlegend. Nele: Ich glaube, die Antwort auf die nächste Frage kenne ich schon, aber ich stelle sie trotzdem mal: Macht ihr lieber viele kurze Trips oder lieber eine lange Reise? Guillermo Corrales: Ich bevorzuge lange Reisen. Ich habe sehr lange Reisen mit einem Wohnmobil gemacht, äh, bin, äh, bis zu fünfzehntausend Kilometer auf einer einzigen Reise gefahren und, äh, ich mag lange Reisen auch sehr gerne. Ich sage zu keinem weiteren Ausflug mehr nein. Als ich dort in Deutschland war, ging es an langen Wochenenden zum Gardasee und, äh, in, in Norditalien oder an den Titisee. Zu jedem nahe gelegenen See oder jederzeit durch den Schwarzwald zu gehen, ist immer schön. Roberto Valverde: In meinem Fall sind es fast immer kurze Reisen, ohne Zweifel. Das heißt lange Reisen. Bisher habe ich keine gemacht. Das a-- Wobei es stimmt, dass a-- dass mein Traum eine lange Reise durch ganz Europa ist, aber der Alltag macht es mir momentan unmöglich. Ich hoffe, dass ich in nicht allzu ferner Zukunft lange Reisen unternehmen kann. Vorerst sind es Kurztrips, die ich am Wochenende oder an einem Wochentag mache, wann immer ich die Möglichkeit habe. Nele: Jetzt sagt unseren Hörerinnen und Hörern doch auch noch mal kurz: Wo kann man euch finden? Internet, Social Media, Messen? Was, äh, wo treffe ich euch? Guillermo Corrales: Sie können uns auf allen, äh, sozialen Netzwerken finden, sowohl auf unserer Webseite als auch auf Instagram, Facebook, LinkedIn, TikTok. Auf allen sozialen Netzwerken können Sie uns finden. Nele: Ja, und ich hoffe, man sieht euch dann auch bald mal auf einer deutschen Messe, oder? Roberto Valverde: Äh, ohne Zweifel sind wir auf der nächsten Messe dabei. Sobald, äh, bald wir, wir einen Importeur haben. Alles hängt davon ab. Ja, bevor wir auf eine Messe gehen, äh, müssen wir das Vertriebsnetz im Land etabliert haben, denn sonst hat es auch wenig Sinn, äh, unser Modell dort vorzustellen, wenn wir dann keinen Support bieten können. Für uns ist der Support entscheidend, nicht nur der Verkauf des Campers, sondern auch der Support nach dem Kauf muss exzellent sein. Nun, darauf legen wir großen Wert. Wir bieten viele Schulungen an. Es ist uns wichtig, maximale Informationen zu geben und so transparent wie möglich zu sein, damit die, sagen wir mal, Nutzungserfahrung unserer Camper vom Anfang bis zum Ende erfolgreich ist. Nele: Wie seht ihr denn die Zukunft des Campings, des Vanlife? Wie wird sich das Leben im Campervan oder auch im Wohnwagen/Wohnmobil in den nächsten zehn bis zwanzig Jahren eurer Meinung nach entwickeln? Roberto Valverde: Wir haben, äh, derzeit, äh, mehr als zehn Projekte, die wir entwickeln wollen. Zehn Projekte für die nahe Zukunft. Im Camper-Bereich gibt es noch unglaublich viel zu entwickeln. Wirklich unglaublich viel. Angefangen bei der Fahrzeugbasis. Die Unsicherheit darüber, ob Elektrofahrzeuge kommen oder nicht, lässt uns im Unklaren darüber, wie sich das alles entwickeln wird. Äh, diese Ungewissheit wird sich irgendwann auflösen, äh, und, und dann müssen wir uns damit auseinandersetzen, wie wir mehr Energie speichern, unabhängiger werden und die Autonomie innerhalb der Camper weiter steigern können. Ein weiteres Thema, das wir für besonders wichtig halten: Ein Camper ist ein Fahrzeug in Bewegung. Wir verbringen viele Stunden auf der Straße, um von A nach B zu kommen. Dabei lassen wir enorme Energiequellen ungenutzt, die unsere Fahrzeuge während der Fahrt mit Energie versorgen könnten, sodass wir im Stand davon zehren können. Nun, da haben wir mehrere Projekte, die darauf abzielen. Dann glauben wir, dass Konnektivität sehr wichtig ist, um alle Informationen, äh, auf unserem Fahrzeugdisplay zu haben. Die Informationen in unserem Camper sind wichtig, auch nicht von externen Komponenten abhängig zu sein und die Konnektivität auf dem Mobiltelefon ebenfalls. Also es gibt viele Projekte, die gerade in Arbeit sind, an denen wir arbeiten, die die kommenden Jahre bestimmen werden. Was Designs, Ausführungen und Materialien betrifft, ist alles sehr fertig. Guillermo Corrales: Außerdem denke ich, denke, dass die Camper-Welt, äh, in der COVID-Ära wirklich aufgewacht ist. Damals wurde sie am populärsten und die Leute, äh, entdeckten, wie großartig es ist, in ihrem kleinen Apartment auf Rädern reisen zu können. Und, äh, es schließen sich immer mehr Menschen dieser Campingwelt an. Ich glaube daher, dass es immer mehr Nutzer geben wird, es auch mehr verschiedene Fahrzeugtypen geben wird, es viel mehr Übernachtungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen werden und es viel mehr Gelegenheiten geben wird, diese Art von Reisen wirklich zu genießen. Deshalb glaube ich, dass wir noch ganz am Anfang einer neuen Ära in diesem Sektor stehen. Nele: Vielen Dank, ihr beiden. Das war ein super interessantes Gespräch für mich. Man merkt richtig eure Begeisterung auch für das Thema Camping und Reisen. Ich hoffe, dass wir bald mal wieder quatschen können. Zum Beispiel auch über eure neuen Pläne, wenn ihr dann so die ersten Steps gemacht habt. Aber jetzt wünsche ich euch natürlich erstmal viel Erfolg mit den Vencea-Fahrzeugen und ja, haltet uns auf dem Laufenden, was sich da so alles weiter ergibt bei euch. Vielen Dank. Bis bald. Tschüss. Roberto Valverde: Vielen Dank an euch alle.

Sebastian Vogt

Ich bin Sebastian Vogt, der Technik-Experte und Redakteur für smarte Lösungen und Gadgets bei CamperStyle. Meine Expertise ist fundiert durch sechs Jahre dauerhaftes Leben im Wohnmobil als Digitaler Nomade. Ich weiß aus First-Hand-Experience, welche Technologien im mobilen Alltag zuverlässig funktionieren und welche nicht. Daher schreibe ich hauptsächlich über Stromversorgung, Fahrzeugzubehör und die Digitalisierung unterwegs. Ein wichtiges Kapitel dieser Reise waren unsere drei geretteten Hunde – so teile ich zusätzlich meine fundierten Erfahrungen und Tipps rund um das Thema Camping mit Hund. Meine Lieblingsspots? Immer dort, wo ich einen Stellplatz am Wasser finde.

Dir hat der Beitrag gefallen?

Dann teile ihn mit deinen Freunden!

App - Post Subscribe Form

Erhalte kostenlose Camping-Tipps und Infos per Mail!

Nach dem Absenden des Formulars bekommst du eine Mail mit einem Link, den du anklicken musst, um dich zum Newsletter anzumelden. Du bekommst dann 1-2 Mal im Monat E-Mails von uns zu Camping-Themen. Die Frequenz hängt von der Menge an News und Ratgebern im Monat ab. Du kannst deine Einwilligung jederzeit per E-Mail an post@camperstyle.de oder durch den sich in jeder Mail befindlichen Link widerrufen. Der Versand erfolgt gemäß unserer Datenschutzerklärung unter https://camperstyle.de/datenschutzerklarung/