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Podcast: Spritpreise über 2,30€ - Campen trotz explodierender Kosten?

Nele und Sebastian nehmen sich in dieser Episode spontan ein Thema vor, das auch für alle Camper brandaktuell ist: die explodierenden Kraftstoffkosten und was das wirklich für unser Hobby bedeutet. Ausgelöst wurde die interne Diskussion durch ein YouTube-Video, in dem behauptet wird, Camping könnte bald „verboten“ sein. Wir trennen Fakten von Panikmache und werfen einen möglichst emotionslosen Blick auf die aktuelle Lage.

Über 2,30 Euro für einen Liter Diesel in Deutschland, während Nele gerade in Spanien für 1,76 Euro tankt – die Schere bei den Spritpreisen ist riesig und trifft uns als auch Camping-Community hart. In dieser Episode diskutieren Nele und Sebastian zu diesem aktuellen Thema.

Darüber haben wir in dieser Episode gesprochen

  1. Ein YouTube-Video mit dem Titel „Ist Camping bald verboten?“ – und warum Sebastian nach zwei Minuten ausschalten musste
  2. Warum Deutschland zu den teuersten Tankländern Europas gehört, obwohl die Steuerlast auf Benzin und Diesel nur im Mittelfeld liegt – und was andere Länder wie Spanien, Polen, Tschechien oder Kroatien anders machen
  3. Die aktuelle Spritpreis-Übersicht im EU-Vergleich
  4. Was wir von der neuen deutschen Regelung halten, dass Spritpreise nur noch einmal täglich erhöht werden dürfen (Spoiler: überhaupt nichts)
  5. Sprit-Rationierung an Tankstellen in Slowenien, Militär vor Ort und ein Tageslimit von 50 Litern pro Person – was dahintersteckt und ob sowas in Deutschland auch drohen könnte
  6. Praktische Spartipps für Camping-Reisende
  7. Wie man Medien und Quellen kritisch einordnet: Wer steckt hinter einem Medium, wem nützt eine Meldung – und was es mit der „Bäckerei Immendorf“ auf sich hat, die plötzlich über Spritpreise berichtet

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Wie gehst du mit den hohen Spritpreisen um – sparst du an der Route, tankst du strategisch im Ausland oder überlegst du sogar, deine Camping-Pläne anzupassen? Wir sind gespannt, wie unsere Community mit dem Thema umgeht! Schick uns gerne eine Nachricht an podcast@camperstyle.de oder per WhatsApp.

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Das Transkript der Folge

Diese Zusammenfassung wurde von einer KI erstellt und kann daher kleine Unklarheiten oder Fehler enthalten. Es dient zum schnellen Nachschlagen der in der Episode besprochenen Themen. Anhand der Zeitstempel sind diese dann einfach im Podcast nachzuhören.

Nele: Hallo und herzlich willkommen zu Camper Style, deinem Camping-Podcast. Ich bin Nele. Sebastian: Und ich bin Sebastian und wir beschäftigen uns heute mal mit der aktuellen Spritpreislage. Nele: Ja. Also ein Thema, was uns natürlich auch alle beschäftigt, zumal grade ich jetzt ja und Sebastian bald auch auf 'ner größeren Reise unterwegs sind, wo wir entsprechend hohe, 'n entsprechend hohen Spritverbrauch naturgemäß haben. Und ich hab ja schon vor der Abfahrt so scherzhaft gesagt, dass es jetzt genau passend kommt, dass jetzt der Liter irgendwie über 2,30 Euro kostet oder über 2,20 Euro teilweise, ähm, wenn wir jetzt grade irgendwie tausende Kilometer vor uns haben. Ähm, aber wir haben das dann immer so 'n bisschen weggetan, weil's halt jetzt einfach auch dienstlich bedingt ist und, ne, ähm, war jetzt für uns halt trotzdem nicht so entscheidend. Aber jetzt sind wir heute Morgen noch mal auf das Thema gekommen und haben uns deswegen jetzt sehr spontan entschieden, diesen Podcast zu machen und nicht, äh, den andern, den wir eigentlich machen wollten zum Thema Camping-Apps. Der kommt dann später, weil uns, ähm, ein YouTube-Video war's, glaub ich, ne, dir über den Weg gelaufen ist- Sebastian: Genau Nele: ... in dem's eben um dieses Thema ging. Sebastian: 'Ne Freundin hatte mir gestern ein Video geschickt, ähm, mit dem Titel, ob Camping bald verboten ist und, ähm, hatte mir da 'n bisschen Auszug noch als Audio geschickt und dann hab ich mir das Video angemacht und hab dann aber nach, ich weiß nicht, ein, zwei Minuten ausgemacht, als ich hörte, ich hab bei ChatGPT recherchiert, hab ich dann ausgemacht und hab mir dann aber zumindest noch das Video transkribieren lassen, um mir einfach die Kernaussagen rauszuziehen. Und w-wir nennen bewusst nicht, wer das Video gemacht hat. Ähm, es geht uns auch gar nicht darum, irgendwie die Person zu diskreditieren oder sonst was. Ähm, es war für mich ein Video, Sebastian: was ich, das ist 'n Meinungsvideo, ne. Das, das ist erst mal völlig fein, weil die Meinung, die der Mensch da hat, äh, der YouTuber hat, ähm, das steht ihm ja völlig zu und auch wenn ich 'ne völlig andere habe, ist das okay. Ähm, warum machen oder erzählen wir heute was dazu? Weil's, glaub ich, ein Thema ist, was uns alle beschäftigt. Also vielleicht nicht alle, aber was doch einige Menschen beschäftigen dürfte, weil Reisen mit dem Fahrzeug jetzt definitiv grade ziemlich stark teurer geworden ist, und zwar einfach aufgrund der gestiegenen Spritpreise. Und wir wollten das ganze Thema auch mal so aus unserer Sicht einordnen und auch 'n paar Informationen einfach euch dazu geben. Und wir wollen hier gar nicht sagen, dass wir die Wahrheit für uns gepachtet haben oder als einzige recht haben. Jeder hat seine eigene Wahrheit, seine eigene Realität und das ist völlig fein. Und ich glaube auch, was wichtig ist, dass wir auch andere Wahrheiten zulassen. Es fällt mir auch schwer. Also, ne, ich will-- mein erster Gedanke war, das ist alles Schwurbel in dem Video. Und, ähm, wenn ich mir das Transkript angucke, ist das auch meine Meinung bestätigt. Nichtsdestotrotz sind's die Gedanken dieses Menschen und die darf ich erst mal quasi zulassen und mich damit beschäftigen und, äh, sozusagen anerkennen, dass er da wahrscheinlich primär auch Angst vor Themen hat. Und im Endeffekt, was, was die Geschichte war, ist so'n bisschen, ja, ähm, Sprit wird teurer und die Regierungen haben sich quasi, äh, jetzt, äh, sozusagen gegen uns verbündet und die Behörden, äh, verhindern sozusagen, dass Tanker anlegen in Rotterdam, äh, und ihr Öl entladen, damit halt alles noch knapper wird und teurer wird. Und, ähm, also warum sollte 'ne Regierung oder eine Regierung Interesse daran haben, dass Öl knapp wird? Ähm, die Einzigen, die daran ein Interesse haben, sind die, die damit Geld verdienen. Und das sind halt, ja, die Regierung auch ein bisschen, weil letzten Endes, wenn der Sprit teurer wird, da die, äh, Steuern, die ja dran sind, äh, prozentual sind, wird natürlich auch die Steuereinnahme höher, aber, äh, das interessiert da, glaub ich, relativ wenig, weil ist nicht ihr Geld. Aber wen's interessiert, sind die Mineralölkonzerne oder das könnt ich mir vorstellen. Wissen tu ich's natürlich nicht, aber wer, hätte ich 'n Unternehmen, was, äh, Mineralölprodukte verkauft, würd ich halt mehr Geld verdienen, wenn die Sachen teurer werden und dann würd ich mir vielleicht, je nachdem, wie skrupellos ich bin, überlegen, nee, skrupellos ist auch schon wieder 'ne Bewertung, das möcht ich auch zurücknehmen. Je nachdem, wie wichtig- Nele: Gewinnorientiert. Sebastian: Genau, ne? Also wir dürfen ja auch nicht vergessen, das sind Aktienunternehmen. Das heißt, die müssen ständig wachsen und die müssen, auch die Geschäftsführer müssen quasi immer weiter ihre Gewinne erhöhen und dann nimmt man eben irgendwann alles, was man kriegen kann. So. Und für die ist das natürlich 'n Gefundes Fressen, wenngleich man natürlich auch aufpassen muss, wenn Dinge weniger verkauft werden, heißt das auch weniger Umsatz und man muss immer gucken, ob sozusagen die Preissteigerung den andern entgangenen Umsatz und daran enthaltenen Gewinn eben wieder, ähm, auffangen. Es ist auch nicht immer ganz so einfach. So, also ja, da werden die Regierungen quasi, ähm, dafür verantwortlich gemacht und dann hat er, hat er sich 'ne Schiffsradar-App runtergeladen und hat da eben dann, äh, sieht er rote Dreiecke und sagt dann: „Oh, das sind vollbeladene Schiffe, die da quasi vor Anker liegen." Hat jetzt nicht bedacht, dass halt auch leere Schiffe vor Anker liegen können und dass er das einfach schlicht nicht weiß, ob die halt beladen sind oder nicht. Äh, ja und dann, ne, kommen eben so Sachen wie: „Ich hab bei ChatGPT und Gemini recherchiert" und da war's dann halt für mich aus. Wir haben ja gerade zwei KI-Folgen gemacht und, ähm, man kann schon mit ChatGPT und Gemini recherchieren, aber dann sollte man halt nicht in deren Trainingsdaten recherchieren, sondern man sollte die als Rechercheinstrument nutzen, dass sie eben eigene Websuchen machen. Und auch dabei werd ich auf, äh, ganz viel unterschiedliche Meinungen vor allen Dingen und, äh, auch andere unterschiedliche Fakten stoßen.Äh, und das dann das Ganze einzusortieren, ist eben das wirklich Schwierige, was uns auch immer wieder schwerfällt. Ja, und dann hat er quasi noch so 'n bissl Kon..., äh, Bedrohungsszenarien aufgebaut, dass, äh, quasi ja wir jetzt 'ne Ölkrise haben und dann wird Camping vielleicht bald verboten, weil die Regierung unnötige Sachen speichern muss, äh, speichern, streichen muss. Und dann, ja, werden halt noch so, äh, Weltuntergangsmenschen zitiert, ähm, ja, die, auf die er sich dann bezieht. Und ja, das Ganze ist sehr emotional. Deswegen glaub ich, dass es auch natürlich angstgetrieben ist und dass das schon seine Meinung auch ist. Nur die, die Herleitung find ich halt aus meiner Sicht sehr abenteuerlich. Und uns ging's jetzt darum, mal das Thema von unserer Seite zu beleuchten und da einfach 'ne Einordnung für uns zu machen. Ähm, wir haben auch im, also wir haben 'n kurzes Vorgespräch grade geführt, da sagte Nele schon: „Ja, und sind nicht denn, also haben wir nicht die höchsten steuerliche Belastungen auf Sprit eigentlich in Deutschland? Und es ist gar kein Wunder, dass es so teuer ist." Und da hab ich erst mal gesagt: „Nein, ich glaub, da liegen wir im Mittelfeld", und hab dann aber noch mal recherchiert, weil ich, äh, es nicht genau wusste. Und es ist aber tatsächlich so: Bei normalem Sprit liegen wir eher im unteren Mittelfeld. Bei Diesel liegen wir im, so ziemlich genau in der Mitte in Europa. Also das heißt, die Steuern und Abgaben, die auf, äh, Benzin und Diesel sind, das ist nicht der Grund, dass das in Deutschland grade oder dass sie eins der teuersten Tankländer aktuell sind. Nele: Ich hab mich da ehrlich gesagt nie so wirklich mit auseinandergesetzt. Ähm, mir fiel nur jetzt eben ganz krass auf, dass ich halt in Deutschland weggefahren bin vor zwei Wochen ungefähr und für 2,21 Euro an der allergünstigsten Tankstelle getankt habe, die ich überhaupt in der Region gefunden habe, weil der Tank quasi leer war und ich wollte natürlich für die Reise einmal richtig voll machen. Und dass dann schon beim Grenzübertritt nach Frankreich das deutlich günstiger wurde, aber jetzt nicht so eklatant. Ähm, und dann aber in Spanien wir schon selbst in Grenznähe, wo ja, ähm, dann häufig noch die Preise so 'n bisschen ähnlich sind wie im Nachbarland, war's dann schon auch wieder, ich glaub, 20 oder 30 Cent günstiger als in Frankreich. Und wo wir uns jetzt aufhalten, in Palamós, das ist in der Nähe von, hm, ja, äh, grob, grobe Ecke Lloret de Mar, ähm, da ist es halt richtig günstig. Also da hab ich gestern noch für 1,76 getankt. Also zu 'nem Preis, den wir vor Kurzem, also vor der ganzen Ölkrise in Deutschland ja auch teilweise dann noch hatten aufm Land- Sebastian: Wir sind übrigens jetzt bei 2,50 bei Diesel. Nele: 2,50? Okay. Sebastian: Mhm. Nele: Krass. Also- Sebastian: Also es ist noch mal teuer geworden. Nele: 80 Cent am Liter sozusagen Unterschied. Hab ich's richtig gerechnet? Ja. Sebastian: Ja. Nele: Ja, gut. Knapp 80 Cent, 75. Das macht natürlich schon 'ne Menge aus und jetzt muss man ja dazu sagen, wir sind Freizeitfahrer. Also ja, bei uns ist es jetzt auch beruflich bedingt zu 'nem Teil. Das ist so, aber nichtsdestoweniger Camping ist in erster Linie 'n Freizeitvergnügen. Es gibt aber auch 'ne Menge Leute, die pendeln müssen und da sind sicher auch etliche von unseren Hörerinnen und Hörern dabei, die in ihre Arbeit fahren jeden Morgen vielleicht 'ne halbe Stunde, Stunde. Und da ist es natürlich dann für manche, wenn man jetzt 'n Job hat, der nicht so gut bezahlt ist, ähm, ich sag mal, die Kilometerpauschale, der, äh, die man so bekommt bei der Steuererklärung, die ist ja schon seit Jahrhunderten gefühlt veraltet und deckt nicht mal ansatzweise die realen Kosten, die so 'n Fahrzeug mit sich bringt. Und wenn man jetzt halt auch noch diese hohen Spritpreise, äh, im Auge behält, dann denk ich, dass für manche Leute, mmh, schon ordentlich an die Substanz geht. Vielleicht nicht, nicht existenzbedrohend, das weiß ich nicht, aber schon so, dass man sich vielleicht anderweitig einschränken muss. Und deswegen war uns das jetzt einfach wichtig, mal über dieses Thema auch hier zu sprechen, weil wir natürlich als Camper auch ordentlich was rausballern. Sebastian: Ja, man kann sich das ja auch einfach recht einfach ausrechnen, ne. Wenn du irgendwie, äh, jeden Tag, keine Ahnung, 100 Kilometer Arbeitsweg hast, hin und zurück 50 Kilometer, das ist ja gar nicht so selten. Gibt Leute, die deutlich mehr fahren, äh, und dann irgendwie, äh, nur zehn Liter brauchst und dann 50 Cent mehr hast, sind das halt schon mal irgendwie fünf Euro. Äh, warte, hab ich mich jetzt verrechnet? Warte, ich hab gesagt, äh, 100 Kilometer- Nele: Also bei Rechenaufgaben darfst du mich nicht fragen. Ich nicke nur immer. Sebastian: Also 100, äh, 100 Kilometer fahren, zehn Liter verbrauchen, brauchen wir zehn Liter und dann sind, äh, 50 Cent am Liter, sind tatsächlich fünf Euro mehr. Das ist halt schon gigantisch viel. Nele: Mhm. Sebastian: Ähm, ist klar, zehn Liter, also die, viele Autos verbrauchen deutlich weniger und dann wird's halt deutlich weniger teurer. Aber nichtsdestotrotz sind das schon krass gestiegene Kosten und das macht sich sicherlich sehr, sehr deutlich bemerkbar. Aber uns geht's heute nicht um den Arbeitsweg, sondern tatsächlich ums Camping. Und da kann's eben scha... sein, wenn ich, wenn ich dann einmal durch Deutschland fahre, ähm, dass eben alleine die Spritkosten 60, 70, 80 Euro mehr sind. Also so 'n Campingfahrzeug verbraucht ja im Zweifel auch 'n bisschen mehr, weil's größer ist oder weil's 'n Gespann ist. Ja, da bin ich dann vielleicht nicht nur mit zehn Litern dabei und dann wird schon der Urlaub 50, 60, 100 Euro durchaus teurer. Und die höheren Spritpreise tragen ja nicht nur wir Camper oder wir Pendler, nee, oder ihr Pendler, sondern ja auch wir alle indirekt, weil unsere Lebensmittel kommen mit, äh, Fahrzeugen, die Diesel brauchen, all unsere Persö..., also Dinge, die wir so kaufen. Das wird ja auch alles teurer werden. Also das, ne-Das kennen wir ja und demzufolge wird unser ganzes Leben auch teurer und ja auch dann durch wieder das Camping. Ich seh jetzt überhaupt keine Gefahr, dass Camping verboten wird. Ich wüsste auch nicht, wo man das sieht. Ähm, klar, in der, also in der Ölkrise, die's in den, in den 70ern gab, ähm, wurden schon 'n paar Sachen verboten. Ähm, aber ich glaube, da sind wir noch 'ne Ecke von entfernt, dass das wirklich passiert. Und das wirklich Schwierige ist ja grade, dass wir alle nicht wissen, was morgen passiert. Oder wir wissen noch nicht mal, was irgendwie in zwei, drei Stunden passiert, weil's da so 'n wütenden orangenen Mann in, äh, in 'nem Land- Nele: Mit ganz kleinen Händen Sebastian: ... der nicht so richtig, also dem sein eigenes Ego am wichtigsten ist und der halt heute hü und morgen hott sagt, äh, und immer irgend 'n Deal machen will und der einfach quasi die ganze Welt grade in 'ne Krise zieht. Und das ist eigentlich das Schwierigste daran, dass wir nicht wissen, was morgen passiert, ne. Also wir, wir stehen eine Nacht irgendwie kurz vorm Atomkrieg gefühlt, wenn man glaubt, was der Dude da schreibt. Am nächsten Tag, äh, hat er wieder irgend 'n Deal, den er machen will. Also es ist 'ne schwierige Lage. Und diese Unsicherheit wirkt sich natürlich auch auf die Wirtschaft sehr, sehr stark aus. Äh, ne, dem, also ich will nicht rechtfertigen, dass in Deutschland die Spritpreise deswegen so hoch sind. Ich glaub, hier hat's ganz viele Dinge. Ähm, aber am Ende ist das mit Trump auch relativ egal. Lange Rede, kurzer Sinn: Spritpreise sind hoch. Wir sind in Deutschland quasi das oder eins der drei Länder, die grade die teuersten Spritpreise haben. Gleichzeitig ist aber die Steuerlast im, äh, Benzin und im Diesel bei uns nur eher Mittelfeld. Warum s- ist der Benzin jetzt bei uns so teuer oder der Diesel? Ja, weil man die Unternehmen einfach machen lässt, ne. Während viele andere Länder, ähm, die Spritpreise gedeckelt haben, also die, die Polen haben Preisgrenzen gesetzt, die Slowenen haben, äh, Preisgrenzen gesetzt, die Tschechen haben die Spritpreise gedeckelt, die Kroaten. Nele: Spanien vermute ich auch, wenn das hier so günstig ist, oder? Sebastian: Warte, lass mich das, die Liste von oben nach unten durchgehen. Die Italiener, ähm, haben die Kraftstoffpreise per Dekret gesenkt. Ähm, die Ungarn haben 'ne Grenze gesetzt. Die Griechen, die Spanier, ähm, das sind so die Länder. Also jetzt hab ich grad beim ADAC recherchiert. Ähm, das sind so die Länder, die halt Deckel gesetzt haben auf ihre Spritpreise. Und Deutschland hat unsere Politik ja auch ganz viel gemacht. Also wir haben erst mal ganz lange gewartet, dann haben wir's noch 'n bisschen hinausgeschoben. Nele: Dann haben wir's noch 'n bisschen ausgesessen. Sebastian: Und dann hat die Frau Reiche nach Ostern, also als dann der Reiseverkehr durch war, da gab's dann, äh, jetzt ein Gesetz und jetzt dürfen die Unternehmen nur noch einmal am Tag den Spritpreis erhöhen. Ja, nee, das ist ziemlich effizient. Ähm- Nele: Also weißt du, was mich so fuchsig macht? Jeder Depp, wirklich jeder Depp und da schließ ich mich mit ein, weil ich mich wirklich ganz wenig mit Wirtschaftspolitik und so weiter auseinandersetze, hat doch schon, als sie darüber diskutiert haben, gesagt: „Na ja, wenn man's nur noch einmal am Tag erhöhen darf, dann erhöhen sie's halt direkt morgens die Preise. Dann haben wir halt ab morgens schon, ähm, die höheren Preise am Start und können schon im Berufsverkehr irgendwie teuer tanken." Nele: Und jetzt stellen die sich hin und werten aus, was auch wieder Geld kostet und sind völlig überrascht, dass ja anscheinend dann die Ölkonzerne schon ab morgens tatsächlich die Preise erhöhen. Und du stehst da und denkst dir so: „Was zur Hölle? Also wem ha-- Also wer hat euch ins Gehirn geschissen, zu denken, dass das jetzt die Lösung für alle Probleme sind, es sein soll?" Also was ist da los? Sebastian: Es gibt ja verschiedene Erklärungen dafür. Gibt ja nicht, also klar, es heißt so schön, wenn Dummheit die einfachste Erklärung ist, dann ist es das häufig. Das, äh, ist eine, eine Hypothese, der man folgen kann, aber könnte ja durchaus auch Kalkül dahinter stecken. Ähm, wir könnten uns mal angucken, wo unsere Minister denn vorher gearbeitet haben, in welchen Unternehmen. Nele: Ja. Sebastian: Ähm, von wem die so bezahlt wurden. Ich möcht jetzt nicht behaupten, dass sie noch von denen bezahlt w-werden. Ähm, das wär ja quasi Verleumdung und das will ich auch nicht unterstellen, aber sie haben ja 'ne Vergangenheit und, ähm, wir alle wissen, wie wir Menschen funktionieren. Und da kann man mal drüber nachdenken, warum Dinge so sind, wie sie sind. Und ja, wie gesagt, kann Dummheit sein, kann Vorsatz sein, kann Unwissen sein. Man will ja jetzt auch im, äh, in vielen Ministerien externe Berater zur Rate ziehen, weil man scheinbar seinen eigenen Job nicht kann. Aber wie gesagt, wir wollen über Camping sprechen. Ähm, wird sich in der Sache was ändern? Nele: Na ja, aber das gehört ja, das ge-, das gehört ja zu so 'nem Thema auch dazu, dass man mal, dass man mal darüber redet, woher das kommt. Also ich, ich bin wirklich fernab von, äh, Verschwörungstheorien und ähnlichem, äh, Verschwörungserzählungen. Und ich glaub auch nicht an die, an d-die große Verbildung von sämtlichen Regierungen, äh, weder, weder in früheren Krisen, die wir hatten mit Pandemie und Co. noch jetzt. Und, aber ich halte halt auch ganz, ganz wenig von der aktuellen Regierung. Da haben wir ja auch schon oft genug zumindest Andeutungen gemacht und im anderen Podcast 'n bisschen ausführlicher darüber gesprochen. Ich unterstell Ihnen aber eines nicht und das ist 'ne großflächige Dummheit. Also ich glaube, da ist sehr viel Kalkül dabei und ich glaube, dass jetzt so 'ne Maßnahme, die jetzt mit so 'nem Riesentamtam verabschiedet wurde, dazu da ist, um Ak-Aktivität zu simulieren, also zu tun, als würde man irgendwie reagieren auf so 'ne Krise oder auf so 'ne Knappheit oder auf solche Preise.Um dann eben keine anderen Maßnahmen ergreifen zu müssen, weil man gesagt kann sagen: „Ja, wir haben ja was getan. Wir haben ja, da haben wir ja überlegt und, äh, haben uns beraten lassen und das, das war dann eben 'ne geeignete Lösung für diese Problematik.“ Und dann kann man bequem im Hintergrund alles weiter so laufen lassen, wie's ist. Das ist meine Ansicht. Hat nix mit Verschwörung zu tun, sondern einfach mit bestimmten Interessenlagen, die da herrschen. Und da wissen wir ja jetzt nun wirklich seit, äh, vielen Jahren, ähm, dass bei der CDU/CSU die Interessenlage jetzt nicht beim kleinen Mann oder der kleinen Frau liegt. Also beim Soz..., bei der Sozialpolitik. Sebastian: Also da möcht ich kurz reingrabbeln. Wissen tun wir relativ wenig, weil wir nicht in die Köpfe gucken können und, ähm, ich würde auch nicht die, alle Mitglieder einer Partei übern selben Kamm scheren wollen, ähm, auch wenn ich Dinge ähnlich sehe, aber würd ich's gern hier 'n bisschen differenzierter betrachten wollen, ohne jetzt alle in Sippenhaft zu nehmen. Nele: Nee, aber Moment. Es, also ich sprech nicht hier über einzelne Mitglieder – da gibt's auch welche, die sich sehr sozial engagieren – sondern ich spreche über Parteiprogramme und in die kann man anders als in die Köpfe ja sehr wohl reingucken. Sebastian: Ja. Nele: Und da ist ja ganz klar, wohin, wohin die Präferenz geht bei dieser Partei. Sebastian: Wir können, also ihr könnt euch immer fragen, wenn ihr irgendwas seht oder lest, äh, wem nützt das? Nele: Ja. Sebastian: Das heißt, wer hat etwas davon? Weil wir haben auch im Vorfeld, äh, ich hab 'n paar Recherchen gemacht und bin dann im Vorfeld auch auf einige lustige Seiten gestoßen, die da an-angeblich Informationen vorhalten wollten. Ähm, also auch 'ne, 'ne Seite, jetzt muss ich noch mal schnell die Domain suchen. Nele: Bäckerei Immendorf oder so hieß sie. Sebastian: Ja, irgendwie Bäckerei Immendorf. Äh, die hatte ganz aktuelle Informationen zu den aktuellen Spritpreisen. Ähm, wie, wie, wie kommt es zu so Geschichten? Also es gibt ja, gibt ja sehr viele Medien in allen möglichen, äh, politischen Richtungen, die, äh, da draußen ihre, ihre, äh, eigenen Wahrheiten quasi verbreiten. Und, ähm, wem kann man denn jetzt glauben? Also grundlegend, äh, kann man jedem Medium die Frage stellen: Wem nützt es, wenn du etwas, äh, berichtest? Um dann aber rauszufinden, wem es nützt, müsste man natürlich verstehen, wer hinter den Medien steht, also, äh, wem, wem Medienhäuser gehören, was das für Menschen sind. Ähm, und das ist zugegebenermaßen 'ne äußerst schwierige Angelegenheit, ähm, weil oftmals, äh, da eben auch Menschen oder, oder auch Unternehmen dahinter stecken, wo man gar nicht weiß, wem die jetzt gehören. Es gibt, äh, Medienhäuser, die politischen Parteien gehören. Es gibt Medienhäuser, die von Einzelpersonen vermeintlich betrieben werden, aber wenn man guckt, stehen GmbHs dahinter, die wiederum von anderen Unternehmern finanziert werden. Es gibt die öffentlich-rechtlichen, die aus, äh, öffentlichen Geldern leben und, äh, ja, viele, viele andere Variationen und man weiß eigentlich gar nicht, was dahinter steht. Es gibt dann so putzige Sachen, wie dass man eben zum aktuellen Spritpreis die Bäckerei Immendorf findet. Ähm, das ist zum Beispiel einfach als Erklärung: Wahrscheinlich hat diese Bäckerei irgendwann 'ne Webseite gehabt, hat irgendwann, ist entweder, äh, Insolvenz ge... oder hat zugemacht, ähm, oder hat einfach das, das Webhosting für die Webseite nicht mehr bezahlt und dann wird diese Domain quasi zurückgegeben, ist wieder leer und jemand kann die sich holen. Und wenn diese, diese Domain vielleicht von anderen Domains verlinkt wurde, weil die Bäckerei sehr groß war, dann hat die 'n bestimmten Wert, weil die eben dann bei Google besser, ähm, weiter oben rankt. Und das nutzen Menschen aus, um dann diese Domain danach zu registrieren, wenn die frei geworden ist und irgendwelche anderen Inhalte drauf zu machen und nutzen dann halt auch Schwachstellen in den Google-Algorithmen aus, um gut zu ranken. Und dann stößt man eben auf solche Sachen. Und da steht dann vielleicht teilweise journalistische Arbeit dahinter, vielleicht teilweise aber auch irgendwelche Kari..., äh, KI-generierten Inhalte. Wir, wir wissen's schlicht nicht, auch wir wissen das nicht. Ähm, deswegen macht eigentlich nur eins Sinn, nämlich verschiedene Medien zu lesen, gerne auch aus verschiedenen Spektren. Das fällt einem immer schwiere, schwer, ne, wenn man halt selber 'ne Meinung hat. Dann andere Meinungen zu lesen, ist, ist sehr schwierig, weil unser Gehirn da gar nicht für, für gemacht ist. Aber das hilft halt, Dinge für sich selber einzuordnen. Nele: Ja, also das, was du sagst mit den, mit den Domains, das ist wirklich grade 'n Phänomen, was, was zumindest bei mir im Google Feed sehr häufig auftaucht. Also da schreibt dann ein Autohaus Müller über Hundeerziehung und also wirklich komplett Themen nicht verwandt. Nele: Also da einfach auch immer mal gucken, wer berichtet was. Und wenn man sich informieren möchte, welche Medienhäuser zu wem gehören, dann kann man, kann man's recherchieren unter der Stichwort Medienkonzentration in Deutschland. Das war eins meiner, ähm, Hassfächer in der Uni. Ich hab ja Journalismus studiert und, ähm, das fand ich immer ganz furchtbar, mich damit auseinanderzusetzen, weil das teilweise ja dann auch sehr kleinteilig, ähm, ausdifferenziert werden muss. Aber es ist interessant auf jeden Fall, weil man dann natürlich auch bestimmte Meinungsspektren besser zuordnen kann und 'ne bestimmte redaktionelle Linie. Wobei das per se, da möchte ich auch noch mal 'n wichtigen Punkt setzen: Es ist per se ja nichts dagegen einzuwenden, dass Medien eine politische Richtung haben, weil Journalisten sind ja auch Menschen, die Filter anlegen, die Meinungen haben und, und die auch, ja, hoffentlich politisch interessiert sind. Nur es ist halt immer schlau zu wissen, welche, welche Linie 'n Blatt vertritt oder 'n, oder 'n Medium generell, ähm, um dann auch bestimmte Aussagen vielleicht für sich bewerten zu können, ne? Ist ja 'n Unterschied, ob ichOb jetzt 'ne Zeit 'ne Aussage tätigt oder 'ne Neue Züricher Zeitung. Also die werden in ganz unterschiedliche Richtungen gehen. Und wenn ich das weiß, dann, dann muss ich das ja nicht als absolute Wahrheit wahrnehmen, sondern kann sagen: „Na ja gut, das ist halt die Linie von denen. Ich guck mal, wie du sagst, was, was sagt denn die andere Richtung?" Und ich bin es beruflich, also oder vom, aus meinem früheren Leben auch gewohnt, viele verschiedene Blätter zu konsumieren. Also wirklich von, von der Zeit über Süddeutsche bis hin dann auch zu Bild oder zur Neuen Züricher oder solchen, die mir gar nicht entsprechen, ähm, weil man da dann immer 'n sehr gutes Gesamtbild bekommt und auch bestimmte Schlagzeilen vielleicht noch mal einsortiert kriegt. Und das ist jetzt bei den Spritpreisen auch ganz gut gelungen. Bei anderen Themen gelingt's auch manchen Qualitätsblättern nicht so gut, da sauber zu recherchieren. Das ist leider auch 'ne, ähm, ja, 'ne Entwicklung, die ich mit Sorge betrachte, weil natürlich auch in den großen Medienhäusern teilweise dann beim Fact Checking und bei Lektorat und so weiter eingespart wird. Aber gut, das ist jetzt wieder ein anderes Thema. Ich wollte jetzt nicht so weit aus holen. Sebastian: Genau. Drehen wir wieder um und gucken mal, äh, Spritpreise sind hoch. Werden die runtergehen? Vermutlich nicht. Jedenfalls nicht so schnell. Also weil was wir immer sehen, wenn der Ölpreis hochgeht, geht der Spritpreis hoch. Wenn der Ölpreis runtergeht, geht er aber selten runter. Nele: Ja. Sebastian: Und wenn wir uns die Preise angucken, dann könnte man vermuten, dass jetzt diese Verknappung und diese Krise nicht unbedingt mit dem deutschen Spritpreis in, also direkt zusammenhängen, sondern das ging schnell hoch, aber es wird vermutlich nicht wieder runtergehen. Da geh ich relativ fest von aus. Meine Mutter, wir haben das Thema gestern gehabt, ist da sehr viel positiver eingestimmt. Die, die meint: „Ja, das geht jetzt wieder runter." Ich glaub's nicht. Wir werden sehen, wer danach recht hat. Aber was können wir denn jetzt machen mit den hohen Spritpreisen? Na ja, wir können weniger fahren. Das ist jetzt leicht gesagt. Ist mir klar, wenn ihr vor allen Dingen euren Urlaub halt schon irgendwo weit weg gebucht habt, äh, dann wär's Quatsch, jetzt umzubuchen, weil das im Normalfalle, äh, mit, mit Stornierungskosten und so weiter verbunden ist. Okay, was kann man dann machen? Wir können spritsparender fahren. Ihr könnt halt wirklich noch mal checken, alles ausladen, was ihr halt nicht braucht, einfach weniger mitnehmen. Ähm, grade Ressourcen wie Wassertanks und so weiter nicht so voll machen. Ihr könnt euch über Tank-Apps informieren: Wie sind die Spritpreise aktuell? Vielleicht auf meiner Strecke, ne? Also man kann bei Tank-Apps wirklich dann mal so 'ne, so 'ne Strecke langfahren, ähm, und kann gucken: Alles klar, wir fahren jetzt von Ost nach West. Wie entwickeln sich die Preise? Dann weiß ich relativ gut, ähm, wo's Sinn macht zu tanken und ich kann auch gucken, wie's im Ausland ist, wo, wenn ich vielleicht ins Ausland fahre und kann dann entsprechend schlau vortanken- Nele: Mhm. Sebastian: ... und im Ausland tanken. Also da einfach ein bisschen mehr Planung kann durchaus Geld sparen. Langsamer fahren hilft auf jeden Fall. Ihr müsst hier nämlich in 30 über die Autobahn tuckeln, aber zwischen 100, 120 und 150, 180 sind relativ große Unterschiede, was euren Spritverbrauch angeht. Wenn ihr 'n halbwegs aktuelles Fahrzeug habt, zeigt euch das ja den momentanen Verbrauch. Da könnt ihr ganz gut sehen, was eben 'ne spritsparende Geschwindigkeit ist, die für euch noch okay ist, ne? Also mir fällt's immer schwer, langsam zu fahren. Nele: Das stimmt. Sebastian: Aus irgendwelchen Gründen. Nele: Das kann ich bestätigen. Also ich mag ja Geschwindigkeit, aber mit Sebastian, das ist schon anders. Sebastian: Und, ähm, deswegen sag ich, es gibt, und es gibt andere Menschen, denen ist das völlig egal. Die fahren auch einfach mit 80 mit 'nem Lkw her und fühlen sich damit gut. Ich krieg da die Krise. Also das, das muss jeder für sich gucken, ne. Da gibt's kein Richtig, kein Falsch. Ähm, aber ansonsten guckt euch Deutschland an. Also ich kann mir vorstellen, dass das Reiseland Deutschland dieses Jahr noch mal für viele attraktiver wird. Ähm, und es gibt ja unheimlich wunderschöne Orte in Deutschland und da kommt jetzt vielleicht der ein oder andere um die Ecke und sagt: „Na ja, ist alles teuer bei uns in Deutschland." Ja, die Preise sind hoch und das nimmt sich auch bei den Campingplätzen und den Stellplätzen nichts, aber auch hier, den Tipp haben wir schon paarmal im Podcast gegeben: Dann fahrt halt nicht auf die Insel Rügen auf den beliebtesten Campingplatz, wo alle hinwollen, sondern dann guckt mal, äh, wo's vielleicht 'n bisschen weiter hinten an der Ostsee auch schön ist und wo man hinfahren kann. Oder wechselt von der Ostsee auf 'ne Seenlandschaft. Mir ist klar, dass das nicht das Gleiche ist, aber das können eben Optionen sein, um da wirklich auch teilweise viel Geld sparen zu können. Nele: Außerdem muss ich sagen, dass ich wirklich auch mich erschreckt habe über die aktuellen Preise in den Nachbarländern, sowohl in Frankreich als auch in Spanien. Es ist ja absolute Nebensaison zumindest noch gewesen, als wir losgefahren sind. Da waren ja etliche Campingplätze noch gar nicht geöffnet. Ähm, und jetzt hatten wir zwar die Ostertage, aber generell ist ja auch noch lange nicht Hauptsaison. Ähm, grade hier auch in Katalonien, da sagt man ja immer, Frühling ist so die beste, also Frühling und Herbst sind so die besten Jahreszeiten, weil's eben Nebensaison ist und auch klimatisch ganz angenehm. Und man findet kaum noch einen Campingplatz, selbst im einfacheren Segment mit Basispreisen unter 30 Euro. Und zu diesen Basispreisen kommen dann ja noch die Personen, dann kommt noch vielleicht der Hund, dann kommt der Strom. Manche haben, also viele haben dann natürlich noch Kurtaxe und Ähnliches, was wir in Deutschland in den allermeisten Gegenden nicht haben. Und auch da, also das Gras ist nicht grüner oder günstiger unbedingt immer woanders. Und wenn ich dann alles mit einkalkuliere, einschließlich Maut und Spritkosten, dann kann natürlich die Antwort schon sein, dass es in Deutschland deutlich günstiger ausgeht. Sebastian: Ja, das müsst ihr tatsächlich halt auch eurem Urlaub anpassen, aber da kann man sicherlich sparen. Wie gesagt, ähm, 'n wenig mitnehmen, das spart euch Sprit. Ähm, ob ihr jetzt 'n T-Shirt mitnehmt oder zu Hause lasst, das wird nicht den Unterschied machen. Es geht schon um Dinge, die irgendwie Gewicht bringen, aber wenn's halt 50 T-Shirts sind, um mal übertrieben zu sagen, dann kann das schon wieder 'ne Kleinigkeit mehr ausmachen als ein T-Shirt. Also auch da- Nele: Ja, oder- Sebastian: ... drauf passen. Nele: Oder wenn ich halt weiß, ich fahr sowieso auf 'n Campingplatz oder auf 'nen Stellplatz mit, mit 'ner Frischwasserversorgung, dann macht's halt wenig Sinn, dass ich mir vorher den 80 oder 100 Liter Tank voll mache, weil's halt auch wieder Gewicht ist, was ich sinnlos rumschleppe. Ähm, so diese, diese Sachen. Oder man lässt halt einfach den Partner oder die Partnerin zu Hause. Das sind dann auch noch mal 75 bis 100 Kilo. Kann man auch machen. Sebastian: Spart auch beim Essen noch viel Geld. Nele: Genau, spart beim Essen viel Geld. Man muss eine Person weniger am Campingplatz bezahlen. Also gibt viele Möglichkeiten. Sebastian: Ja, und, ähm, man kann natürlich auch gucken, wo man an anderen Ecken noch sparen kann, um dann vielleicht beim Campingurlaub auch nicht so auf jeden Euro gucken zu müssen. Und ich weiß, dass das aus meiner Perspektive jetzt leicht gesagt ist und das bei anderen sehr schwerfällt. Ich will damit auch gar nicht sagen, dass das überall funktioniert, aber auch da gibt's ja vielleicht Möglichkeiten, dass man im Urlaub dann irgendwie doch noch mal, äh, 'n Hunderter mehr zur Verfügung hat und dann vielleicht nicht ganz so mit dem Sprit gucken muss, dass man einfach an anderen Stellen noch mal irgendwie versucht, was zu sparen. An der Stelle Werbung und-- Nein, Quatsch. Ähm. Wär aber 'ne schöne Überleitung gewesen, oder? Ähm, nee, also da gibt's sicherlich Möglichkeiten, auf die man gucken kann. Wenn ihr plant, jetzt nur mal schnell zum Tanken ins Ausland zu fahren, dann rechnet euch dann wirklich genau durch, ob das sinnvoll ist. Ich seh halt viele grade, die aus Berlin nach Polen zum Tanken fahren. Ich möchte behaupten, dass das bei den, also wenn die nicht riesige Mengen Kanister in ihrem Kofferraum haben, dass das halt eher 'ne Nullnummer ist an der ein oder anderen Stelle. Also man muss nicht aus Reflex da viele Dinge machen, sondern seid schlau, rechnet 'n bisschen nach. Ähm, das kann man relativ einfach machen. Aber wenn ihr halt ins Ausland fahrt, dann kann's natürlich absolut schlau sein, wie ich vorhin gesagt habe, seine Tankstrategie entsprechend anzupassen und dann eben, also ich würd da auch immer 'n bisschen Reserve einplanen, ne. Es kann immer mal 'n Stau kommen und es kann 'ne Umleitung geben. Also ihr solltet nicht planen, dass ihr mit dem letzten Tropfen dann, äh, an der französischen Grenze ankommt, um zu tanken, ähm, um das auch noch mal dazu zu sagen. Aber, äh, es macht halt 'n Unterschied, ob ich mit 'm halbvollen Tank in Frankreich ankomme oder eben mit einem fast leeren Tank ankomme. Nele: Mhm. Sebastian: Es kann durchaus eben 'ne sinnvolle Geschichte sein. Ich glaub, an den Ecken kann man doch noch einiges tun. Und dann vergleicht auch die Preise von Stell- und, und Campingplätzen, ne. Viele Sachen sind, sind online schon verfügbar, ähm, und da könnt ihr natürlich ganz aktiv vergleichen und schauen, wo, wo gibt's vielleicht auch noch 'n Schnapper und, ähm, jetzt in der Off-Season vielleicht auch noch die ein oder andere Campingkarte, die euch da was, äh, sparen kann. Nele: Ja, und vergleicht auch ruhig noch mal die Tankstellen. Also ich hab das jetzt hier in Spanien ganz krass gesehen, dass wir zum Beispiel gestern haben wir 'n Ausflug gemacht und sind an vielen Tankstellen vorbeigekommen und da haben die Preise geschwankt wirklich von 1,74 bis 1,89 pro Liter für Diesel. Ähm, Normalbenzin ist ja, also Super ist ja deutlich günstiger momentan. Aber auch da w-- kann sich's lohnen, dass ich vielleicht noch mal 'n paar Kilometer weiterfahre oder 'n bisschen eher tanke. Was du vorhin schon gesagt hattest mit den, mit den Tank-Apps, da gibt's ja auch welche, die in ganz Europa funktionieren oder zumindest in vielen Reiseländern. Und da kann man auch richtig sparen, je leerer natürlich der Tank ist dann schon. Ich weiß nicht, wie das zum Beispiel in Frankreich ist. Da kann ich mich jetzt nicht mehr so erinnern, aber in Deutschland ist es ja eher so, dass man halt 'n großen Unterschied sieht zwischen Autobahn und Landstraße zum Beispiel. Aber dass innerhalb einer Region, so was wir jetzt gestern gefahren haben, das waren so 50 Kilometer ungefähr einfache Strecke, da sieht man ja normalerweise immer so Unterschiede von bis zu fünf Cent. So bei uns zumindest in der Gegend. Ich weiß nicht, wie das bei euch ist. Aber das waren schon krasse Unterschiede. Also 14 Cent am Liter. Nee. Sebastian: In Frankreich, Spanien ist der Trick halt, an Supermärkten zu tanken, weil die deutlich günstiger sind häufig. Das ist ja in Deutschland auch ein bisschen so. Ja, so Kaufland und Globus haben ja eigenen Tankstellen. Nele: Früher Real war auch immer gut. Sebastian: Spanien, Frankreich ist es viel, viel krasser, die Unterschiede. Und da ist auch der Unterschied zur Autobahn noch mal häufig deutlich höher. Und da lohnt sich meistens das Abfahren, wenn der Tank ziemlich leer ist, extrem stark. Ähm, und da lohnt sich auch mal zehn Minuten irgendwie Umweg zu fahren und das könnt ihr mit den Tank-Apps eben tatsächlich sehr sch, sehr, sehr schön sehen. Nele: Ich hab noch 'ne Frage an dich, weil ich's einfach wirklich nicht weiß. In Mexiko ist es zum Beispiel so, da gibt's auch sehr günstige Tankstellen, ähm, aber da w-wird immer wieder von abgeraten, die zu nutzen, weil da, ähm, der Sprit halt nicht so sauber ist. Also der ist wirklich verschmutzt teilweise und kann dann eben Probleme an Autos verursachen. Also auch bis zum dahin, was 'nem Freund von uns passiert ist, der halt von der Tankstelle nach Hause fahren wollte und dann ist ihm die Karre liegen geblieben. Und ich hab mich das jetzt schon gefragt, hier zum Beispiel in Spanien, wenn von einer Tankstelle zur nächsten, die in derselben Stadt liegen, also wirklich nur zwei Kilometer voneinander entfernt. Bei Esclat Oil zum Beispiel ist der Sprit extrem günstig und bei den größeren wie Shell, BP oder so halt 'n Tacken teurer. Meinst du, dass es da auch oder weißt du das vielleicht, auch Portugal oder so, ob's da auch qualitative Unterschiede gibt bei den, äh, beim Sprit? Oder ist es einfach nur die, ähm, also sind es einfach nur die Preise der einzelnen Konzerne, die sich halt unterscheiden? Sebastian: Also genau wissen tu ich's nicht, ähm, weil ich da nicht drin bin. Also das, was ich so an, ähm, äh, Informationen mitgenommen habe, es gibt ja gar nicht so viele Unternehmen, die eigene Raffinerien betreiben. Ähm, und Sebastian: viele Marken kommen aus der gleichen Raffinerie. Es gibt da durchaus Unterschiede in den sogenannten Additiven, die diese, die dem Sprit zugesetzt sind. Also sind so, äh, Zusatzstoffe, die dann eben gewisse Dinge noch mal optimieren sollen. Ähm-Aber aus mei-- also und, und verschmutzter Sprit oder billiger Sprit liegt halt eher dann im Problem der Tankstelle, dass die halt, was weiß ich, Wasser im Tank hat oder Verunreinigung im Tank hat. Ich bin nicht sicher, wie gut ... Also aus meiner Erfahrung sollte das in Deutschland gut geregelt sein. Wie das in anderen Ländern ist, weiß ich nicht. Ähm, da gibt es aber sicherlich Standards für. Nele: Mhm. Also ich denk zumindest in der EU, oder? Sebastian: Ich kann aber natürlich nie sagen, ob jetzt die Tankstelle hier vor Ort das hat oder nicht. Und genauso kann ich das, glaub ich, nicht unbedingt sagen für 'ne Markentankstelle. Man könnte da jetzt wieder sagen: Na ja, der Markenhersteller ist ja interessiert daran. Das mag schon sein. Ähm, das mag aber ja den lokalen Pächter auch nicht daran hindern, bei den Kontrollen zu bescheißen oder sonst was. Also, ne, sind immer alle Möglichkeiten möglich. Ähm, ich denke, in Europa ist die Chance, schlechten Sprit zu tanken, relativ gering. Ich hab mir ehrlicherweise noch nie darüber Gedanken gemacht und ich fahr, ähm, meistens, ähm, Sebastian: also ich tanke entweder da, wo ich grade ganz viele Punkte kriege oder- Nele: Payback Sebastian: ... tatsächlich, wo ich halt grade irgendwie bin, äh, und meistens das Zweite. Und wenn ich, wenn ich irgendwie Zeit hab oder, oder Muße hab, dann guck ich 'n bisschen nach den Preisen und fahr dann häufig auch an die, an so 'ne, äh, Supermarkttankstelle. Ich hab mir da ehrlicherweise noch nie Gedanken gemacht, aber nur weil mir da noch nichts passiert ist, heißt das nicht, dass, äh, das immer gut geht. Und nur weil dein Freund nach dem Tanken liegen geblieben ist, heißt das auch nicht, dass der Sprit schlecht war. Das ist alles anekdotische Evidenz. Wir wissen's halt schlicht nicht. Nele: Nee, also in Mexiko ist es definitiv so, dass man an diesen Tankstellen nicht tanken soll. Also das war jetzt nicht nur bei der einen Person, sondern das, ähm, wurde uns aus mehreren Quellen widergespiegelt, dass das keine gute Idee sei. Und da liegt's nicht an den einzelnen Tankstellen wohl, sondern wirklich an, ähm, an dem eingekauften Sprit. Sebastian: Na gut, das ist aber in Europa, äh, nach DIN-Norm, äh, geregelt. Also in Deutschland auf jeden Fall, aber auch in Europa. Und also da sollte es keinen Unterschied geben. Wie gesagt, es kann halt die lokale Tankstelle irgendwie- Nele: Ja gut Sebastian: ... 'n Problem haben, aber- Nele: Aber das, das wirst du nie verhindern können, ne. Also ich hab mir darüber bisher auch nie Gedanken gemacht, nur weil jetzt die Preisunterschiede so eklatant sind, wie ich das noch nie erlebt habe von einer Tankstelle zur nächsten, hab ich halt irgendwie, bin ich misstrauisch geworden. Aber ich würd das mal, um das jetzt hier abzukürzen, weil wir spekulieren ja nur, ich würd das mal recherchieren und wenn ich da auf irgendwas Interessantes stoßen sollte, dann würd ich das in einer der nächsten Folgen noch mal sagen. Sebastian: Da wirst du aktuell auf ganz viel stoßen, weil aktuell ganz viele Menschen der Meinung sind, dass Sprit extrem gestreckt ist aufgrund der Preise. Also die sozialen Medien sind voll von anekdotischer Evidenz und Vermutungen. Also da wirst du aktuell ganz viel finden. Nele: Okay, dann, dann recherchier ich nichts. Sebastian: Das sind halt einfach auch genau diese Sachen, ne. Nur weil dein Kumpel dir jetzt erzählt hat, dass er nach dem Tanken sein Auto kaputtgegangen ist. Das kann am Sprit gelegen haben, aber auch an fünf Millionen anderen Dingen. Äh, und das beweist gar nichts. Würden vielleicht zehn Leute nach dem Tanken an dieser Tankstelle liegen bleiben, wär das noch mal 'ne andere Geschichte. Und das passiert aber und dann kommt halt so 'n Bias dazu, ne, dass unser Gehirn dann sehr schnell da Muster sieht und, ähm, dann wird jetzt quasi aktuell grade jeder, jedes Liegenbleiben von 'nem Auto wird halt auf den schlechten Sprit geschoben. Was auch nicht heißt, dass es das nicht auch gibt. Also es ist durchaus auch denkbar, dass bestimmte Raffinerien ihren Sprit strecken, auch wenn es strenge Richtlinien gibt. Wir können das ja nicht ausschließen. Genauso wie ich nicht sicher sagen kann, dass es so ist. Ähm, die Wahrscheinlichkeit ist nicht so hoch, ähm, weil es würde dem Unternehmen massiv schaden, wenn das rauskäme. Nichtsdestotrotz kann es durchaus sein, dass Menschen sich entscheiden: Ja, wir, wir, wir strecken jetzt unseren Sprit. Also alles ist möglich, aber ich glaube, äh, dass die Chance nicht so hoch ist und dass da halt sehr viel Bias und, ähm, Angst halt einfach grade mitgetrieben. Also das ist das große Thema. Sehr viele Menschen haben aktuell Angst, fühlen sich unwohl in der Weltlage. Ich kann das gut verstehen, aber Angst ist halt nie 'n guter Ratgeber. Und wie gesagt, wenn du da jetzt recherchierst, die sozialen Medien sind voll von Menschen, die sagen, dass ihr Auto liegen geblieben ist direkt nach'm Tanken und dass das ganz schlechter Sprit war. Nele: Ja, also ich hab jetzt grade mal kurz wegen Mexiko noch mal geguckt. Es gibt auch in großen Tageszeitungen Berichte darüber. Also, ähm, das scheint da dort tatsächlich 'n Problem zu sein, aber hier wahrscheinlich dann eher nicht. Sebastian: Deswegen haben wir hier halt so 'ne Richtlinie und Norm und Regeln, damit das alles passt. Das mag, das ist halt manchmal nützlich und manchmal auch super nervig, aber diese Regelungen verhindern halt sehr zuverlässig im Großen und Ganzen, dass halt so was passiert. Nele: Mhm. Sebastian: Dem kann man jetzt glauben, so wie ich, oder eben auch misstrauen, so wie andere. Das ist, äh, jedem selber überlassen. Ähm, ich hab genauso wenig da aber auch, muss, also steh ich auch offen zu, wenig Faktenwissen dazu, außer eben, dass meine eigene Erfahrung, das ist aber anekdotisch, das, das sagt überhaupt nix. Ähm, ich kann's aber sagen, dass ich bis jetzt zu diesem Diesel-Thema halt nie irgendwie über schlechten Sprit was gelesen habe. Also sollte es in Deutschland eigentlich ganz gut sein. Also da können wir schon auf große Datenbasis zurückgucken. Aber ja, also wir schweifen aber schon wieder ab. Äh, das sei uns heute mal, äh, gegönnt. Äh, vielleicht hilft's euch auch, euch 'n paar Gedanken noch mehr oder an anderen Stellen zu machen. Ähm, wir werden's jetzt heute und morgen nicht ändern und es wird sicherlich auch, ähm, erst mal nicht einfacher werden und es wird sicherlich auch an vielen anderen Stellen grade zu, zu Preiserhöhungen kommen und nicht nur Camping, sondern unser ganzes Leben wird teurer werden. Und Deutschland ist nun mal ein Land, wo viele Dinge gefühlt sehr, sehr teuer sind.Ich kann euch sagen, das ist nicht so. Wenn ich auf Lebensmittelpreise gucke, dann bin ich immer noch völlig baff, ähm, wie günstig das ist, wenn ich das mit dem Ausland vergleiche. Aber ich merke auch jetzt, wo ich lange hier bin, also jetzt ja schon 'n Jahr, wie ich denke: „Oh scheiße, das ist alles teuer hier." Aber ich weiß, im Vergleich zu Portugal und auch zu Spanien ist das alles super günstig, was wir hier an Lebensmittelkosten haben. Nele: Also ich kann nur dazu sagen, weil man ja immer denkt, Spanien ist so 'n günstiges Reiseland und so. Wir haben ja Freunde auch, die in Spanien leben, in der, ähm, valencianischen Gemeinschaft. Und als die in Deutschland waren, um uns zu besuchen, haben die kofferweise Sachen mitgenommen und wollten dann sogar noch 'n Deal mit unserem lokalen Hofladen schließen, dass sie denen Suppenhühner schicken, weil die halt für 'n Suppenhuhn irgendwie 30 Euro bezahlen zum Beispiel, ne. Also und, und ich kauf ja schon, also ich, ich mach ja immer für unseren Hund hier Suppenhuhn und ich kauf halt 'n freilebendes Bio-Suppenhuhn bei uns im Hofladen für, ja, irgendwas je nach Gewicht zwischen zehn und zwölf Euro. Und das ist schon das von 'ner, von 'ner guten Sorte, also nicht Discounter für 2,50 Euro. Und die waren so geflasht, dass sie am liebsten alles eingekauft hatten, hätten. Wir haben denen dann auch noch 'n Paket nachgeschickt, wo noch Trockenobst und so was drin war, weil die halt einfach in ihrer Ecke 'n Vielfaches davon für qualitativ hochwertige Lebensmittel bezahlen. Und, ähm, wenn wir hier einkaufen gehen, sind die Preise, äh, also nicht sehr hoch, aber höher als in Deutschland auf jeden Fall in meiner Region. Sebastian: Das ändert jetzt natürlich nichts daran, wenn ihr jetzt nicht das Geld habt, euch die Lebensmittel zu kaufen, ändert das nichts an der Situation. Nele: Nein, aber weil wir immer, weil wir immer, also wie gesagt, ich bin kein Freund der Regierung, aber weil wir immer ja nur auf unser Land gucken und sagen: „Ja, wie kann das sein? Wie kann das sein?" Ähm, aber dass woanders die Lebensmittelpreise ähnlich hoch oder höher sind, wie zum Beispiel in Portugal, aber gleichzeitig auch die Einkommenssituation noch unter der liegt, die wir in Deutschland haben, auch grade im Niedrigsektor, Niedriglohnsektor, ähm, da ist halt dann auch die Schere, die noch weiter auseinanderklafft leider. Und ich-- Also es macht, es macht die Sache nicht besser, aber es hilft einem manchmal, so die eigenen Emotionen 'n bisschen, ähm, runterzufahren, wenn man dann halt guckt und sieht, na ja, wir sind eigentlich noch in 'nem okayen Bereich trotz allem, ja. Sebastian: Außer im Internet. Nele: Mann. Sebastian: Also es hilft-- Ich wollte das auch sagen, es hilft, die Perspektive ein bisschen grade zu rücken. Deswegen bin ich immer großer Freund davon zu reisen, auch mal in fremde Länder zu reisen, auch mal weiter weg zu reisen, wenn man sich das leisten kann. Auch das ist 'n Privileg. Aber das hilft einem auch noch mal, die eigene Perspektive grade zu rücken- Nele: Mhm. Sebastian: Ähm, und zu sehen, wie gut es einem geht. Und ja, ich glaube, wie gesagt, wir wollten eigentlich nur auf das Thema Preise kommen, weil's 'n Thema ist. Ähm, Sebastian: jetzt haben wir da 'n paar Punkte euch mitgegeben. Ich würde dazu raten, da keine Panik zu bekommen. Es ist halt, wie es ist. Wir können jetzt sowieso keine, nichts ändern. Wir können halt nur unseren Konsum anpassen. Wir können-- Klar könnten wir jetzt alle nicht mehr tanken und dann, äh, müssten die Ölkonzerne sich was ausdenken und es, äh, ist aber leichter gesagt, ja. Ich, ich kann vielleicht weniger mit 'm Auto fahren, weil ich im Homeoffice arbeite, aber jemand, der halt jeden Tag pendeln muss, der hat diese Option nicht. Klar, der kann jetzt auf Bus und Bahn ausweichen. Ich weiß aber auch, dass das nicht immer 'ne Option ist und dann halt noch mal mit mehr Zeit, die man im Fahrzeug oder mit, mit der An- und Abreise verbringt. Auch das ist nicht schön. Also es ist mir alles klar. Deswegen ... Doch, wir haben ganz viele Möglichkeiten. Wir können durch Konsum die Dinge lenken, aber das tut uns halt häufig auch erst mal selber weh und das macht's halt so anstrengend, weswegen das häufig nicht passt. Und das ist so meine Hypothese, weil's uns in Deutschland an vielen Stellen und vielen Menschen noch recht gut geht, tun wir uns da 'n bisschen schwer mit. Und, äh, dann nutzen das natürlich Unternehmen aus, äh, ganz klar. Die wollen mehr Geld verdienen und das geht natürlich mit Menschen, die das alles akzeptieren, weil's irgendwie schon geht, fällt das leichter. Nele: Vielleicht zum Abschluss noch mal: Du hattest auch vorhin so 'ne Übersicht, äh, der Spritpreise vorliegen. Sebastian: Ja, in Europa, mein ich zu. Nele: Genau, wollen wir die einfach noch mal zum Ausklang der Folge kurz vortragen? Also wie, wo grade die Spritpreise am günstigsten sind, wo sie am teuersten sind. Sebastian: Ja, also fahrt zum Tanken unbedingt nach Zypern. Das macht auf jeden Fall Sinn. Nele: Sehr gut. Sebastian: Sorry. Also, ähm, ich hab mir grade die Benzinpreise EU-Vergleich 30.03. vom Statistischen Bundesamt geholt. Ähm, da sind die Niederlanden mit 2,33 Euro für Eurosuper, äh, führend. Dann haben wir Dänemark mit 2,23. Dann haben wir Deutschland Platz drei, 2,13. Ähm, Nachbarland Frankreich sind wir schon bei 2,01 Euro. Das heißt, da sind wir schon mal zehn Cent bummelig günstiger. Portugal haben wir 1,92, Österreich 1,88, äh, Belgien 1,85. Also auch die haben ordentlich angezogen. Ich kann mich noch erinnern, dass wir früher immer zum Tanken nach Belgien gefahren sind, ähm, aber auch das liegt jetzt schon 'ne Weile zurück. Also das ist eigentlich mit dem Ukraine-Krieg hat sich das geändert. Ähm, dann haben wir Luxemburg 1,70, Tschechien 1,69, Polen 1,68, äh, Spanien 1,56 ist 'n bisschen weiter weg. Und was jetzt auch noch 'ne Meldung war, dass vielleicht auch das, um das noch zu erwähnen: Ähm, die Slowenen haben tatsächlich angefangen, ihre, ihr Benzin und ihren Diesel zu rationieren.Und auch zum Teil Militär an den Tankstellen einzusetzen. Ähm, und in Slowenien, mm, ist es wohl so gewesen, dass es zu 'nem sehr stark gestiegenen Andrang an den Tankstellen kam, vor allen Dingen halt auch, äh, im Grenzgebiet zu Österreich, weil die Menschen halt einfach, äh, rübergefahren sind. Also wir können ja noch mal schnell gucken. Slowenien 1,51, Österreich 1,88, also so, äh, 37 Cent. Das, das kann sich schon lohnen, wenn man da nah ist und, äh, demzufolge hat man quasi angefangen, dies, das Benzin zu reduz... oder zu, zu, äh, rationieren, äh, weil auch da manche Tankstellen halt einfach leer waren, weil's auch 'n bisschen Probleme mit dem Nachschub gibt. Nele: Mhm. Sebastian: Ähm, ich glaube jetzt nicht, dass das 'n langfristiges Thema ist. Kann uns passieren. Also, ne, wir, wir wissen ja alle gar nicht so genau, außer die Menschen, die in der Industrie arbeiten oder da halt vertraut sind, wie viel eigentlich woher noch nachkommt und was so alles da ist. Ähm, aber da gab's wohl 'n bisschen Probleme, sodass halt auch die, die, das Militär mitgeholfen hat, zum einen transportieren, zum anderen halt auch Tankstellen zu schützen, damit's da eben nicht zu Tumulten gibt. Wir Menschen neigen ja dann auch sehr schnell, sehr emotional zu werden, wenn Angst im Spiel ist und wenn Sachen knapp werden, ist Angst im Spiel. Und deswegen hat man quasi jetzt begrenzt, man kann am Tag nur noch für 50, äh, Liter einkaufen und für Unternehmen, selbst den Landwirte nur 200 Liter am Tag. Ich mein, das ist noch ein völlig okayes Limit, ne. Das, das, ja, in meinen Tank passen jetzt mehr als 50 Liter rein, aber es würde, also ich kann jeden Tag tanken gehen. Das ist jetzt alles noch im Rahmen. Das war übrigens auch einer der Aufhänger für das Video, dass ja Slowenien jetzt anfängt, das, den, den Sprit zu begrenzen und wie schlimm das alles noch wird. Und, ähm, ja. Aber ich glaube, da sind wir noch 'n bisschen von weg, auch wenn es durchaus sein kann, dass es doch noch schlimmer wird, weil Sachen eben noch knapper werden. Nele: Schauen wir mal. Sind ja viele Sachen schon passiert in den letzten Monaten vor allem, wo man ge, nie gedacht hatte, dass das möglich sein würde. Aber ich bin da auch noch guter Dinge, zumindest für Deutschland. Sebastian: Und wir haben ja auch noch den autofreien Sonntag, ne, aus den, aus den 70er-Jahren. Also so die, aus der Ölkrise stammt ja der autofreie Sonntag. Heute 'n Segen für alle, äh, die, also außer Lkw-Fahrer, ähm, ehrlicherweise. Ähm, aber zum Beispiel das Tempolimit, was es damals gab, also, äh, ne, man hatte, glaub ich, auf, auf Autobahnen temporär 100 km/h. Das haben wir schon lange nicht mehr. Das, äh, Flug- und Bahnverkehr, das hab ich jetzt heute noch gelesen, dass, irgend 'n Land hat tatsächlich den Flugverkehr 'n bisschen eingeschränkt. Jetzt muss ich noch mal schnell googeln. Italien. Nele: Mhm. Sebastian: Ne, vier norditalienische Flughäfen rationieren das Kerosin, weil's da auch, äh, Knappheit gibt. Und das kann natürlich auch 'n Thema sein und was halt auch passieren wird, dass, dass sicherlich auch Flugpreise sich weiter ändern werden. Also da sind wir aber sowieso grad im Chaos, weil viele der großen Carrier, die sehr günstig geflogen sind, ja ihre Drehkreuze da haben, wo grad Raketen und Drohnen runterkommen. Ähm, ja, also, aber das ist ja das Schöne am Camping, da sind wir selten mit 'm Flieger unterwegs, äh, sondern mit 'm eigenen Fahrzeug und da können wir halt durch unsere eigene Fahrweise wirklich noch 'ne ganze Menge steuern. Ja, also Rationierung gab's übrigens in den 70ern auch. Das war noch mal so 'n Thema, ne. Und wie gesagt, das, um das noch mal abzuschließen, da hat der YouTuber eben dann seine Parallelen gezogen und gesagt: „Okay, dann wird uns jetzt also bald Camping verboten." Ähm, das seh ich tatsächlich noch nicht, dass, dass es so schlimm ist. Äh, und wenn es so schlimm ist, dass uns Camping verboten wird- Nele: Dann haben wir ganz andere Probleme. Sebastian: Hörer und Zuhörerin. Genau, dann haben wir ganz andere Sorgen, weil dann haben wir wirklich 'n Thema. Und glaubt mir, ihr kennt das Wort oder ihr kennt vielleicht den, diesen Spruch, äh, Brot und Spiele. Äh, also klar, bevor man uns, also man wird uns erst Camping wegnehmen, bevor man uns das Fußball wegnimmt, aber, äh, die Regierungen und Politiker wissen sehr genau, wenn sie den Menschen ihren Spaß und ihre Freizeit wegnehmen, dass es dann große Probleme gibt und die, damit wird man sich also, selbst wenn es so weit käme, sehr genau überlegen, äh, bevor man sozusagen irgendwelche Freizeitsachen längerfristig einschränkt. Es kann immer passieren, dass das kurzfristig notwendig ist. Corona hat das gezeigt, dass einfach, äh, Dinge eingeschränkt werden mussten Sebastian: oder es gut war, zumindest meine Meinung mit 'ner Mikrobiologin als Frau, die quasi weiß, was diese kleinen Dinger so alles machen können. Und, äh, dass auch da nie alles richtig ist, wenn Menschen handeln, dass da Fehler gemacht werden, äh, unbenommen definitiv und dass man das hätte noch mal aufarbeiten können, ja. Aber nu, so ist es halt. Äh, wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein und wer noch nie quasi Fehler gemacht hat und noch nie irgendwo sich von seiner, äh, von seinem faulen Hirn hat leiten lassen, der werfe den ersten, das erste Mikrofon auf uns. In diesem Sinne, lasst uns nicht weiter politisch werden. Äh- Nele: Ich wollt grad sagen, jetzt machen wir noch das nächste Fass auf grade. Sebastian: Nein, genau, es gab 'n paar, es gibt 'n paar Tipps, wie ihr mit dem Benzinpreis umgehen könnt. Ähm, Deutschland ist auf jeden Fall 'n spannendes Land zum, zum Reisen, wenn ihr noch nichts weiter weg gebucht habt. Wobei halt auch weiter weg die günstigeren Spritpreise in, in entfernten Ländern können vielleicht die höheren Spritpreise in Deutschland und den weiteren Weg fast aufbrauchen, sodass ihr plus minus null rauskommt. Also das ist eigentlich noch 'ne spannende Geschichte. Ähm, wenn ihr dann schla..., ins Ausland fahrt und schlau tankt, wird's gar nicht mehr an Kosten sein, weil, äh, im Ausland eben die Regierungen die Spritpreise häufig gedeckelt haben. Und, äh, ja, vielleicht schafft's ja unsere Regierung auch noch, da was zu tun und den Konzern ein bisschen auf die Finger zu klopfen. Nele: Schreibt uns gerne oder schickt uns 'ne Sprachnachricht, was ihr dazu denkt. Seid ihr unserer Meinung oder denkt ihr auch, dass wir da vielleicht noch vor riesen Einschränkungen stehen werden? Bin gespannt, was ihr dazu sagt. Ihr könnt uns erreichen unter podcast@camperstyle.de oder per WhatsApp mit einem wieder funktionierenden WhatsApp-Link in den Show-Notes. Und ja, dann hören wir uns am Mittwoch zur Kaffeepause wieder und nächste Woche Samstag mit 'ner ganz normalen Folge. Ich vermute, es wird dann Camping-Apps 2026 gehen. Bis dann. Tschöö. Sebastian: Tschau.

Sebastian Vogt

Ich bin Sebastian Vogt, der Technik-Experte und Redakteur für smarte Lösungen und Gadgets bei CamperStyle. Meine Expertise ist fundiert durch sechs Jahre dauerhaftes Leben im Wohnmobil als Digitaler Nomade. Ich weiß aus First-Hand-Experience, welche Technologien im mobilen Alltag zuverlässig funktionieren und welche nicht. Daher schreibe ich hauptsächlich über Stromversorgung, Fahrzeugzubehör und die Digitalisierung unterwegs. Ein wichtiges Kapitel dieser Reise waren unsere drei geretteten Hunde – so teile ich zusätzlich meine fundierten Erfahrungen und Tipps rund um das Thema Camping mit Hund. Meine Lieblingsspots? Immer dort, wo ich einen Stellplatz am Wasser finde.

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