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Wohnmobil Mieten Mit Hund

Wohnmobil mieten mit Hund – das musst du beim ersten Mal wissen

Für die meisten Hundebesitzer:innen gehört der Vierbeiner zur Familie. Klar, dass der Hund dann auch mit in den Urlaub soll, schließlich ist gerade das Campen eine tolle Erfahrung für Mensch und Tier. Doch wie ist das, wenn kein eigenes Campingmobil in der Garage steht? Ist es möglich, mit Hund ein Mietwohnmobil zu finden – und wenn ja, was muss ich dabei alles beachten? In diesem Artikel erfährst du alles Wichtige rund um das Wohnmobil-Mieten mit Hund.

Kann ich mit Hund überhaupt einen Camper mieten?

Ja, grundsätzlich ist es möglich, einen Camper mit Hund zu mieten – bei vielen Anbietern, sowohl in der gewerblichen als auch in der privaten Vermietung sind Haustiere erlaubt. Vom Wohnmobil über Kastenwagen und Campingbusse bis hin zu Wohnwagen steht eine breite Auswahl an Möglichkeiten und Fahrzeugen zur Verfügung, um deinen Vierbeiner mit auf die Reise zu nehmen.

Einige Vermieter haben sich sogar auf die Zielgruppe der Hundebesitzer spezialisiert. Bei diesen besonders hundefreundlichen Wohnmobilen und Wohnwagen sind dann zum Beispiel eine zur Hundebox umfunktionierte Heckgarage, eine Außendusche für Matschpfoten, Rampen für kleine oder ältere Vierbeiner, ein Napfhalter, Leinen-Befestigungssets oder zusätzliche Goodies wie eigene Erste-Hilfe-Sets für Tiere an Bord.

Wie finde ich hundefreundliche Angebote?

Meist ist in den Fahrzeugbeschreibungen ein Hinweis angebracht, ob Haustiere mitreisen dürfen. Bei Online-Vermietportalen lassen sich die Suchergebnisse zudem ganz einfach nach Begriffen wie „hundefreundlich“ oder „Hund erlaubt“ filtern. Ausgewiesene Angebote für Wohnmobilvermietung mit Hund findest du am einfachsten indem du die Wörter „Wohnmobil bzw. Camper mieten Hund“ oder Begriffe, die mit Hunden zu tun haben (z.B. „Pfoten“, „Pfötchen“ o. Ä.) in Kombination mit „Wohnmobil“, „Mobil“, „Camper“, „Wohnwagen“ in die einschlägigen Suchmaschinen eingibst.

Bei der Campersharing-Plattform paulcamper.de beobachten schon seit einigen Jahren, dass die Anfragen von Mietinteressenten mit Hund immer mehr werden. “Deshalb freuen wir uns, dass viele unserer Vermieter den Urlaub mit Vierbeinern ermöglichen. Etliche von ihnen haben selbst Hunde und haben sich auf die Gäste mit Fell spezialisiert – schließlich wissen sie aus eigener Erfahrung genau, was für Mensch und Tier unterwegs wichtig ist”, sagen die Kollegen vom PaulCamper-Kundenservice.

Unter dem Filterpunkt „Regeln“ findest du bei PaulCamper alle hundefreundlichen Mietwohnmobile.

Foto: © CamperStyle

Was ist mit Katzen?

Die meisten Vermieter haben bei der Angabe „Haustier erlaubt“ wahrscheinlich eher einen Hund im Hinterkopf. Falls du mit einer oder mehreren Samtpfoten verreisen möchtest, solltest du dir das lieber nochmal vor der Buchung bestätigen lassen.

Was muss ich mit dem Vermieter klären?

Wenn du grundsätzlich geklärt hast, dass der Hund im Wohnmobil erlaubt ist, geht es an die „Feinabstimmung“:

Zunächst einmal solltest du fragen, welche Transport- und Sicherungsmöglichkeiten für die Fahrt vorhanden sind. Je nach Größe deines Vierbeiners gibt es unterschiedliche Möglichkeiten:

  • Transportbox
  • Spezialgeschirr für Sicherheitsgurt/Gurtschloss
  • Heckgarage

Ebenfalls wichtig ist die Frage nach allgemeinen Dos und Dont’s. Wo darf sich der Hund aufhalten? Darf er auf die Sitzpolster bzw. aufs Bett?

„Wir raten immer dazu, auch das Thema Reinigung schon vor Reiseantritt abzuklären“, ergänzen die Kollegen vom PaulCamper Kundenservice und erklären: „Hundehaare und einige Fleckenarten können sehr hartnäckig sein und lassen sich nicht mit einfachen Hausmitteln entfernen. Deshalb ist es sinnvoll, dass die Mieter einen leistungsstarken Staubsauger sowie ausreichend alte Tücher mitnehmen, um Polster und andere Textilien zu schützen. Das beugt Unstimmigkeiten bei der Rückgabe vor.“

Was sollte ich alles mitnehmen?

Hundebesitzer kennen das: Einige von uns schleppen mehr Kram für ihre Tiere mit als andere Leute für ihre Kinder. Übertreiben solltest du es nicht, aber folgendes Equipment ist unserer Erfahrung nach auf jeden Fall empfehlenswert:

Dokumente

  • EU-Heimtierausweis
  • Kopie der Hunde-Haftpflichtversicherung
  • Gesundheitszeugnis (falls gefordert)

Transport und Liegeplatz

  • Transportkorb/-box/-geschirr (falls nicht im Wohnmobil vorhanden)
  • Leine
  • Halsband mit Heimat- und Urlaubsadresse sowie Handynummer
  • Körbchen und/oder Decke(n)
  • Leinenbefestigung für Reisemobil oder Stellplatz
  • Maulkorb (in einigen Ländern Pflicht!)
  • Handtücher, alte Bettlaken

Verpflegung und Spiel

  • Dosenöffner für Dosenfutter
  • Näpfe
  • Futter
  • Leckerchen, Kauknochen
  • Lieblingsspielzeug

Gesundheit und Hygiene

  • Reiseapotheke / regelmäßig einzunehmende Medikamente (falls nötig)
  • Kotbeutel
  • Zeckenhaken
  • Sonnenschutz
  • Bürste/Trimmkamm und sonstige Pflegeutensilien
  • Ggf. Fellseife
  • Je nach Reiseziel und -dauer weitere Medikamente und Prophylaxen, z.B.: Anti-Zeckenmittel, Mückenschutz, Entwurmungstabletten etc.

Weitere Tipps und Infos, auch zur Reiseapotheke, findest du in unserer Checkliste „Reisen mit Hund von A-Z“.

Wie halte ich das Fahrzeug sauber, auch bei Matschwetter?

Sofern der Vermieter nicht schon für die vierbeinigen Gäste vorgesorgt hat, solltest du ein bisschen Equipment mitnehmen, um das Wohnmobil oder den Wohnwagen zwischendurch immer mal wieder sauberzumachen.

Dazu gehören unbedingt:

  • Mehrere alte Handtücher oder schnelltrocknende Mikrofasertücher
  • Besen und Kehrschaufel
  • 2-3 Putzlappen

Um Polster, Ecken und Ritzen von Hundehaaren zu befreien, ist wie oben bereits erwähnt außerdem ein guter Handsauger ratsam, am besten mit Polsterbürste und schmaler Düse.

Was muss ich auf dem Campingplatz beachten?

Vor der Anreise erkundigen, ob Hunde gestattet sind

Damit du bei der Ankunft keine unangenehme Überraschung erlebst, recherchiere auf den Seiten der Campingplätze oder frage telefonisch nach, ob Hunde erlaubt sind. Auch nach der Lage der Plätze und möglichen Gassiwegen in der näheren Umgebung solltest du dich vorab erkundigen, damit der gemeinsame Urlaub so entspannt und schön wird wie erhofft.

▶▶Unser Tipp: Manche Plätze bieten mittlerweile sogar Hundetraining, Freilaufwiesen oder Tagesbetreuung an.

Achtung Listenhunde! Zählt ein so genannter „Listenhund“ zu deiner Familie, musst du bei der Wahl des Reiseziels, der Transitländer und des Campingplatzes besonders genau hinschauen. Denn in manchen Ländern ist die Einreise bzw. der Aufenthalt mit bestimmten Rassen sowie ihren Mischlingen verboten. Dies gilt auch für einige Campingplätze, selbst wenn sie ansonsten als besonders hundefreundlich deklariert sind.

Hunde angeleint lassen

Ganz gleich, wie gut dein Vierbeiner erzogen oder wie verträglich er mit anderen Hunden ist: Wo – wie auf einem Campingplatz – viele Menschen zusammenkommen, ist Rücksichtnahme angesagt. Manche Personen haben Angst vor Hunden, andere wollen schlichtweg nicht angesprungen oder abgeleckt werden und auch der eine oder andere Vierbeiner möchte lieber in Ruhe gelassen werden. Deshalb solltest du deinen Hund immer an der Leine halten, auch wenn er nur ruhig vor dem Camper in der Sonne liegt.

Für die Art der Befestigung gibt es wahrscheinlich fast so viele Lösungen wie Hunderassen. Entscheidende Punkt für die Wahl der geeigneten Sicherung sind vor allem die Größe bzw. das Gewicht sowie das Temperament deines Vierbeiners: Während für unsere kleine Zwiebel mit ihren fünfeinhalb Kilo eine dünne Fallschirmleine an der Wohnwagenfelge völlig ausreicht, solltest du bei einem Husky oder einem Herdenschutzhund lieber auf stabileres Zubehör wie einen „Dog Sitter“ setzen.

Die Leine sollte idealerweise so lang sein, dass das Tier sich etwas bewegen kann (vor allem auch in den Schatten), aber so kurz, dass es nicht auf andere Parzellen oder auf die gemeinschaftlich genutzten Wege gelangt.

Kot und Urin sofort beseitigen

Eigentlich ist es selbstverständlich – aber aufgrund eigener schlechter Erfahrungen (dicke Haufen direkt vor der Wohnwagentür, wahlweise auch auf dem Stromkabel oder neben den Rädern) betonen wir es doch nochmal: Ein Campingplatz ist kein Hundeklo. Sieh zu, dass du fürs „Geschäft“ möglichst schnell vom Platz entfernst und beseitige kleinere und größere Unfälle sofort.

Hund nicht zu lange alleine lassen

Auch entspannte Hunde können in fremder Umgebung ängstlich oder frustriert reagieren, vor allem wenn sie längere Zeit alleine im Wohnwagen oder Wohnmobil eingesperrt sind. Oft wird das dann durch lautes Bellen und Heulen quittiert. Für dein Tier, aber auch für die Nachbarn, der pure Stress. Zudem kann das Klima für die Vierbeiner unangenehm bis lebensgefährlich werden, denn Campingfahrzeuge sind häufig schlecht isoliert. Die Folge: Hitzestau und Wärme- bzw. Kältebrücken, die für den Hund ein großes Risiko darstellen können. Bitte denke also zuallererst an dein Tier, bevor du Pläne für einen Strandtag oder einen Einkaufsbummel schmiedest!

Weitere Infos zum Thema „Mit Hund auf dem Campingplatz“ findest du in unserem Podcast:

Was passiert, wenn der Hund einen Schaden am oder im Fahrzeug verursacht?

Auch der bravste, besterzogene Hund kann – vor allem in einer für ihn neuen Situation – unvorhersehbar reagieren. Deshalb ist es ratsam, ihn im Mietfahrzeug grundsätzlich nicht unbeaufsichtigt zu lassen und beim Anbringen der Leine darauf zu achten, sie nicht um irgendwelche empfindlichen Anbauteile zu schlingen.

Für den Fall der Fälle sollte aber ohnehin jeder Hund eine gute Haftpflichtversicherung besitzen, in einigen Bundesländern ist diese sogar gesetzlich vorgeschrieben. Denn als Halter musst du nicht nur für Sach-, sondern auch für vom Hund verursachte Personenschäden geradestehen – von der Bissverletzung bis zum Fahrrad- oder Autounfall. Und das kann sehr, sehr teuer werden.

Doch schon bei kleineren Beschädigungen ersparst du dir mit einer Haftpflicht viel Stress. Falls dein Hund im Urlaub also aus Langeweile die Sitzbank anknabbert, den Innenraum mit kunstvollen Kratzspuren „verziert“ oder Flecken auf Sitzen oder Böden hinterlässt, ist das in der Regel durch die Haftpflicht gedeckt. Du trägst lediglich die Selbstbeteiligung in der vereinbarten Höhe, den Rest übernimmt die Versicherung.

Und auch hierzu hat der PaulCamper Kundenservice noch einen Tipp parat: „Wichtig ist es unserer Erfahrung nach, dass so ein Malheur nicht verschwiegen wird – denn das gibt garantiert Ärger. Spätestens bei der Kontrolle des Übergabeprotokolls wird der Fahrzeugbesitzer feststellen, dass die Schäden nicht vermerkt waren und damit frisch entstanden sein müssen. Sei also lieber von vornherein ehrlich und versuche, dich mit dem Vermieter gütlich zu einigen.“

Foto: © CamperStyle

Fazit

Ein Wohnmobil zu finden, in dem auch Familienmitglieder auf vier Pfoten mitreisen dürfen, ist gar nicht so schwierig. Mit ein bisschen Recherche auf Vermiet- oder Campersharing-Portalen, bei Händlern vor Ort, in den lokalen Kleinanzeigen oder auch bei Google solltest du in den meisten Fällen Glück haben. Versuch aber, deinen Camping-Trip so frühzeitig wie möglich zu planen und zu buchen – denn aktuell ist der Run auf Miet-Wohnmobile riesig und gerade in der Hauptsaison dürften Spezialangebote wie hundefreundliche Modelle schnell ausgebucht sein!

Falls du dir schon mal ein paar Inspirationen für deinen ersten Wohnmobilurlaub mit Hund holen möchtest, schau doch mal im PaulCamper-Magazin vorbei – hier gibt es u. a. Tipps für schöne Regionen und besonders hundefreundliche Campingplätze.

Und auch wir haben in unserer Kategorie Camping mit Hund viele Infos rund um das Reisen mit dem Vierbeiner zusammengetragen.

Titelbild: © sfocato / Depositphotos.com

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