Das Transkript der Folge
Diese Zusammenfassung wurde von einer KI erstellt und kann daher kleine Unklarheiten oder Fehler enthalten. Es dient zum schnellen Nachschlagen der in der Episode besprochenen Themen. Anhand der Zeitstempel sind diese dann einfach im Podcast nachzuhören.
Hallo und herzlich willkommen zu CamperStyle, deinem Camping-Podcast. Ich bin Nele. Und ich bin Sebastian. Wir gucken heute nochmal kurz auf die Tourismus- und Caravanning Leipzig zurück aus unserer Sicht. Wir sprechen über Campertypen, Campingknicke, Campingplatz-Psychologie und all die lustigen zwischenmenschlichen Dinge, die so im Campingplatz passieren können. Ja, also man hört es vielleicht ein bisschen an meiner Stimme. Wir sind zurück von der Messe und ich habe mir einen niedlichen kleinen Infekt als Souvenir mitgebracht. Halil auch.
Sebastian, dir geht es noch gut im Moment, ne? Ja, ich glaube, hatte Glück, dass ich das Wochenende ja hier Hunde sitten musste und demzufolge nicht auf der Messe sein durfte. Und ja, oder bei euch halt auch durch die zwei Tage länger, was auch immer. Aber ich habe es auf jeden Fall geschafft, nicht krank zu werden. Mein Körper hat sich auch gerade am Tag nach dem Abbau so angefühlt, weil die Messehallen sind, wenn die Messe läuft, beheizt. Aber wenn die Messe zu Ende ist oder bevor sie angefangen hat, sind die halt eisekalt, weil klar, alle Tore offen und so weiter. Und das ist dann, man bewegt sich, dann zieht man sich eine Jacke aus, dann steht man wieder einen Moment, dann ist es wieder kalt. Dann muss der Hund raus. Ja, also das ist auf jeden Fall kein Wetter. Plus, dass man dann während der Messe halt so viel spricht, natürlich mit so vielen Menschen Kontakt hat, die hier und da sicherlich ganz lustige Erreger in sich tragen und mitbringen.
Ja, also erstaunlicherweise ist das tatsächlich aktuell das erste Mal, dass ich nicht bis zum Jahresende krank war. Also wenn ich in Deutschland war, in Portugal ging das tatsächlich auch gut. Aber schauen wir mal, was das noch bringt. Ja, aber trotzdem war es wirklich, wirklich richtig schön. Einige von euch haben uns ja auch geschrieben. Zu denen, die uns besucht haben, kommen wir gleich noch. Und ja, so aus unserer Sicht, glaube ich, eine sehr erfolgreiche Messe. Wir hatten ganz, ganz viel Zulauf. Wir haben gut verkauft. Und wir konnten unsere neuen und auch schon die bestehenden Produkte vorstellen, die wir im Shop haben. Also war, ja, also rundum gelungen, würde ich sagen.
Und was so hinter den Kulissen ablief, dass wir noch ganz viel improvisieren mussten vor der Messe, weil Sachen nicht angekommen sind, weil wir auch teilweise aufgrund der kurzfristigen Zusage ein bisschen zu spät dran waren. Das ist so ein bisschen wie bei einer Geburt, das vergisst man dann, wenn alles aufgebaut ist und alles dann gut gelaufen ist. Aber wir haben bis wirklich am Mittwoch um 10 Uhr der Gong ertönt ist und die Messe, die Besucherinnen und Besucher begrüßt hat, waren wir noch am Schwitzen und haben noch aufgebaut und dekoriert und so weiter und Preisschilder gedruckt. Das haben wir jetzt wahrscheinlich für die nächste Messe hoffentlich ein bisschen besser im Griff, oder? Ja, genau genommen haben wir auch eine halbe Stunde nach der Messe noch aufgebaut. Zum Glück waren da die Leute noch nicht zu uns hingekommen und wir haben dann die letzten Kisten weggeräumt. Aber klar, es war super kurzfristig, die erste Messe, da gehen Dinge schief. Wir waren, finde ich, trotzdem dafür extrem gut vorbereitet für die kurze Zeit und es ist das erste Mal war. Wir haben uns ja im Vorfeld dann noch intensiv damit beschäftigt und auch von ganz vielen Leuten Tipps und Hinweise bekommen. Ja, wir haben ja auch den Stand selbst gebaut, muss man auch dazu sagen. Also Halil mit Nedel zusammen, ich glaube vor allen Dingen Halil, oder, hat quasi aus wirklich Aluprofilen und aus fornierten Holzplatten und Holz quasi zu Hause, jetzt ohne große Werkstatt und Tischlerei und hast du nicht gesehen, mit einem Dremel quasi. Auf der Terrasse.
Den Messestand zusammengebaut und es ist ein ziemlich cooler Tresen geworden und ich fand, dafür hat das das erste Mal richtig gut geklappt. Ja, es war Chaos, ja, es sind ganz viele Dinge, die wir beim nächsten Mal besser machen und wir führen für sowas immer Listen, sobald uns das auffällt, schreibt einer von uns das auf eine Liste, damit wir es dann quasi danach besprechen können und der Fehler beim nächsten Mal einfach nicht mehr so passiert. Und ich glaube aber, ich gucke deutlich, also Ich gucke nicht entspannter auf die CMT, weil was mir ein bisschen Sorge bereitet. Ich meine, das waren jetzt fünf Tage, CMT sind zehn Tage. Das lässt mich nicht so richtig entspannt darauf gucken. Und auch das Übernachtungsthema, was man sicherlich hätte vor einem Jahr schon mal organisieren müssen, wird spannend.
Aber zumindest wird es hoffentlich am und um den Stand entspannter. Und wir haben ja auch versucht, jeden Tag eine Podcast-Folge zu machen. Das hat fast okay funktioniert. Einen Tag mussten wir skippen. Und auch jetzt danach habe ich nochmal einen Tag es einfach nicht geschafft, dann die reinzustellen, obwohl Halil schnell genug geschnitten hat. Aber na ja, wir haben trotzdem versucht, viel zu berichten. und werden auch da nächste Messe nochmal lernen, wie wir das besser machen. Auf die Reihe kriegen. Ja, ich habe ja morgen schon mein nächstes Telefondate mit den Messeverantwortlichen, weil wir ja auch bei der CMT wieder Contentpartner sein werden und da hoffe ich, dass wir dieses Mal auch noch ein bisschen vorproduzieren können. Jetzt haben wir ja noch genug Zeit, wobei natürlich Weihnachten und Silvester und so weiter jetzt noch dazwischen ist, aber da werden wir Gas geben und auch schon ein bisschen mehr vororganisieren können, als jetzt, wie gesagt, aufgrund der Kurzfristigkeit in Leipzig möglich war. Ich finde trotzdem, dass wir es ganz gut hinbekommen haben. Ja, fast jeden Tag einen Podcast. Wir verlinken euch die ganzen Episoden dann auch nochmal in den Shownotes. Und was uns ganz, ganz besonders gefreut hat und was wirklich auch jeden einzelnen Messetag versüßt hat, waren eure Besuche.
Es waren jede Menge Hörerinnen und Hörer wieder da. Ich nenne jetzt bewusst keine Namen, weil ich garantiert irgendjemanden vergessen würde und das fände ich schade. Also ich würde mal tippen, so täglich um die zehn werden da gewesen sein. Hätte ich gar nicht erwartet, weil Leipzig ja eine regionale Messe ist. Der weitest Angereiste kam aus Lemgo. Das sind, ich weiß nicht mehr, wie er gesagt hat, ich meine drei Stunden, dreieinhalb Stunden.
Also fand ich wirklich bemerkenswert. Und ich hoffe, ihr alle hattet dann, abgesehen von den leider viel zu kurzen Gesprächen mit uns, trotzdem auch noch schöne Messetage oder einen schönen Messetag, habt noch viel gesehen. Und was ich besonders berührend fand, war, dass einige von euch richtig aufgeregt waren, uns zu treffen. Eine Hörerin hat uns im Nachgang noch geschrieben, dass sie sich erst gar nicht getraut hat, an den Stand zu kommen und dass ihr Freund sie dann quasi so ein bisschen überreden musste. Da lesen wir jetzt die Mail extra nicht vor, weil das war doch sehr persönlich. Aber das fand ich ganz, ganz niedlich, weil wir sind natürlich auch irgendwie so ein bisschen aufgeregt, wenn wir mit euch sprechen, weil wir das Ganze ja für euch machen. Und dass ihr dann extra zu uns kommt, uns besucht und uns ansprecht, das finden wir halt auch total toll. Und wir sind ja eigentlich auch ein bisschen schüchtern, auch wenn wir manchmal wirken wie so kleine Rampensäue. Und natürlich viel kommunizieren und viel mit Leuten sprechen, aber trotzdem ist ja gerade auch für dich, Sebastian, glaube ich, manchmal ein bisschen schwer, proaktiv auf Leute zuzugehen, Das ist auf jeden Fall ein Thema. Darüber haben wir in unserem Zweitpodcast ja schon gesprochen. Und ich habe auch das Bedürfnis, dass wir da demnächst nochmal eine Episode zu machen.
Gerade so die Psychologie dahinter. Wir haben das Thema Selbstbild und Fremdbild. Wie andere einen wahrnehmen, wie man selber sich wahrnimmt. Ich würde es auch quasi da lassen. Der eine süße Mail kam auch quasi auf den Podcast. Und ich würde sagen, wen das wirklich interessiert, müsst ihr nicht den ganzen Podcast hören, dann hört der gerne nochmal in die Episode rein. Und auch vielleicht die, die wir machen, das gibt nochmal einen ganz anderen Blick auch hinter Nele und mich, wenn es euch interessiert. Wenn nicht, ist es auch völlig in Ordnung. Aber ich war auf jeden Fall auch sehr, sehr begeistert von euch, die ihr euch quasi zu erkennen gegeben habt und da wart und mit uns geschnackt habt. Ideen hattet, Tipps hattet. Leider die beiden aus Lemko habe ich verpasst, weil ich das Wochenende nicht da war. Wir haben uns gerade geguckt, sind 350 Kilometer, das ist auf jeden Fall ein Weg.
Und vielleicht sehen wir uns ja auf dem CMT und auch natürlich alle anderen, die gern vorbeikommen wollen. Es gibt bestimmt wieder kleine Schlüsselanhängerchen, die wir jetzt auch in Leipzig dabei hatten, als kleines Goodie für euch.
Und ja, also vielen lieben Dank von euch und jetzt tut.
Und gebt euch gerne auch direkt zu erkennen, weil manche haben dann so uns in Gespräche über unsere Produkte verwickelt oder über das Campen allgemein oder was auch immer und haben dann erst ganz am Ende ganz verschüchtert gesagt, ja, ich habe das ja auch schon bei euch im Podcast gehört. Also kommt ruhig her und sagt, hey, wir sind Podcast-Hörer, wir wollten mal Hallo sagen. Wir freuen uns da mega drüber und wir freuen uns auch, wenn ihr uns so anspricht, wenn ihr uns irgendwo seht. Und wir sind ja meistens, alleine wir jetzt an unserem Wohnwagen, sehr gut zu erkennen. Also Rückmeldungen, Anregungen und so weiter oder einfach auch nur ein ganz kleiner netter Plausch ist immer super für uns und lieben wir. Und vielen, vielen Dank nochmal und ja, danke. Glaube ich, können wir jetzt uns mit einem sehr zufriedenen Gefühl von der Messe verabschieden, uns auf die nächste Messe vorbereiten und freuen und zu unseren anderen Themen kommen. Ja, du hattest ja auch nochmal ein Interview mit dem Xcandi gemacht, mit dem quasi Chef der Messe, dem Direktor. Und das war ja auch ganz spannend, auch sein Fazit dazu. Und wenn euch das interessiert, verlinken wir auch nochmal eine Show, und es hört da nochmal rein. Das ist auch eine kurze Episode, die geht nicht so ewig lange. Das fand ich auch ganz spannend. Ich habe es auch nur am Anfang reingehört und mir dann nur das ganze Skript angeguckt, als ich es reingestellt habe, weil mir ein bisschen die Zeit heute noch gefehlt hat. Bis zum nächsten Mal.
Ja, was auch noch spannend war und es gab es zum einen von Leuten, die einen Podcast hören, aber auch von Leuten, die einfach im Stand waren, waren auch die Ideen für Produkte. Also wer es nicht mitbekommen hat, wir stellen ja mittlerweile mit unserer 3D-Drucker-Farm kleine Camping-Gadgets her und die entstehen halt einfach aus dem eigenen Bedarf. Wir haben irgendein Problem. Was, was ich angefangen habe, ist, glaube ich, mit den Gardena-Adaptern, dass die in der Heckgarage rumschwirren und in der Plastiktüte sind, die fällt mal runter. Und dann hat Halil eben so einen Gardena-Halter gebaut. Und so entstehen eine ganze Menge Helferlein. Aber es gibt ja wieder andere Menschen, die sind mit anderen Fahrzeugen unterwegs, die sind anders unterwegs, die haben andere Dinge, die ihnen auffallen. Und da haben uns einige ziemlich cooles Feedback gegeben zu neuen Produkten, zu Verbesserungen. Und da sind wir auch sehr, sehr dankbar für. Weil, gut, Halil nicht so, weil der hat jetzt halt wieder eine Haupte zu tun. Nein, der freut sich auch drauf. Nein, das war auch Spaß. Macht das ja gerne. Der darf jetzt quasi neue Produkte entwickeln und Sachen überarbeiten. Und das ist natürlich auch ganz interessant, weil damit auch unser Produktportfolio, also das, was wir halt so anbieten, weiter wächst. Ja.
Wir haben da, glaube ich, noch gar nicht so richtig drüber gesprochen, aber eigentlich wäre es auch ganz cool, wenn wir da irgendwie zumindest so eine kleine Belohnung ausloben, wenn uns jemand so eine Idee bringt, wenn wir auf jeden Fall das Produkt draus machen, dann seid ihr die allerersten, die das dann testen dürfen und natürlich auch behalten dürfen. Also wenn ihr da irgendwie Ideen habt, dann kommt da gerne auf uns zu. Wir sind da immer offen für Ideen und Gedanken, um einfach noch mehr Probleme lösen zu können. Ja, und jetzt mache ich einen ganz charmanten Übergang apropos Probleme lösen.
Wir sind immer sehr, sehr gut in Eigenwerbung, nicht, und haben komplett verschwitzt im Podcast, euch zu sagen, dass wir eine Anregung, die schon vor langer Zeit, ich glaube auch aus dem Podcast heraus kam.
Und zwar nicht nur einmal, sondern mehrfach, dass man sich gewünscht hat, uns quasi als Coaches mal buchen zu können. Das können wir aus Zeitgründen leider nicht persönlich machen, zumindest im Moment nicht. Vielleicht gibt es das irgendwann, aber wir haben daraus jetzt ein Online-Produkt entwickelt und zwar ein Camper-Coaching und zwar für Einsteigerinnen und Einsteiger oder Umsteiger, die eben Hilfe bei Technik, Campingalltag, Fahrzeugwahl, Reiseplanung und so weiter brauchen. Und das ist im Grunde eine persönliche Beratung, die wir online anbieten, wo wir eben markenunabhängig Tipps geben, auch aus unserer eigenen Erfahrung euch viel berichten können. Wir sind ja zusammen, glaube ich, jetzt mittlerweile fast 30 Jahre unterwegs und ihr könnt da die Themen euch ganz individuell zusammenstellen und ja, könnt dann einfach mit uns beiden oder mit einem von uns, je nachdem, was ihr für Themen haben möchtet, eben sprechen in unterschiedlichen Konstellationen. Und das wollten wir euch jetzt endlich auch mal im Podcast erzählen, weil das Produkt haben wir jetzt schon, es gab auch schon die ersten Buchungen, aber uns ist dann aufgefallen, dass wir euch noch nicht darüber informiert haben.
Ja, also im Endeffekt ist es einfach eigentlich eine Fragestunde oder auch mehrere Fragestunden mit uns zusammen. Das heißt, wir nehmen uns exklusiv die Zeit für euch, sind für euch da, machen das in einem Videocall, also dass wir uns auch sehen und miteinander sprechen können, vielleicht mal was zeigen können und ihr könnt quasi einfach über unseren ganzen Wissensschatz zugreifen. Nee, auf unseren ganzen Wissensschatz zugreifen. Und zwar eigentlich alle denkbaren Themen. Also wie es Nils schon gesagt hat, Routenthemen, wie finde ich eine gute Route, wie finde ich gute Plätze, welches Fahrzeug ist sinnvoll. Natürlich kennen wir nicht jedes Fahrzeug auf dem deutschen Markt, aber wir können euch dann Tipps nochmal an die Hand geben, wo man vielleicht nochmal speziell drauf achten muss und was so Kleinigkeiten sind. Das ganze Thema unterwegs arbeiten, bis hin zu gerne auch natürlich, wie wir unser Unternehmen so gebaut haben, dass das alles digital funktioniert, weil das ja auch die Grundlage ist, viel reisen zu können.
Und ja, könnt ihr bei uns im Shop kaufen, ist ein ganz normales Produkt, dein persönliches Camper-Coaching Mit Nid und Sebastian findet auch mit uns beiden statt und es kostet bis Ende des Jahres noch 69 Euro pro Stunde. Da bekommt ihr uns wohlgemerkt beide dafür. Das ist also kein Preis, den wir bei Kunden so aufrufen würden. Da ist ja deutlich höher. Das ist einfach mal für euch noch ein Einstiegsangebot und wenn ihr Bock drauf habt und vor allen Dingen Wissenslücken habt oder gern was wissen wollt, dann könnt ihr das da einfach buchen. Dann machen wir mit euch danach einen Termin aus und dann hocken wir uns da zusammen und beantworten alle Fragen, die ihr so habt. Genau. Dann.
Kommen wir zum Thema Camperpsychologie. Das wollten wir eigentlich schon ganz lange auch mal machen. Und jetzt war die Messe nochmal da so ein sehr guter Einstieg, weil wir da jetzt natürlich so viele Menschen gesehen haben, beobachten konnten, mit ihnen sprechen konnten. Und ich hatte mich vor langer, langer Zeit, ich glaube, das müssten jetzt vier oder fünf Jahre schon her sein, ich denke, es war sogar vor dem Podcast schon mal damit beschäftigt, was für Campertypen gibt es eigentlich, und habe das mal so ein bisschen humorvoll zusammengestellt und da wollten wir jetzt eben die Messe zum Anlass nehmen, heute noch mal darüber zu sprechen, weil mich jetzt auch mal interessieren würde, was du so alles beobachtet hast, Sebastian, oder wen du so alles beobachtet hast und vor allem welche Campertypen und das werden wir am Ende verraten, wo wir uns denn einsortieren.
Ja, das ich versuche, ich überlege gerade, also ich beobachte sehr, sehr gerne Menschen und analysiere auch immer so ein bisschen, was da wohl so hinter Verhalten dahinter steckt, wenn ich Zeit und Langeweile habe. Was ich noch nicht so gemacht habe, ist das Klassifizieren, so wie du das gemacht hast, was ja eigentlich so ein menschliches Thema ist. Wir machen Schubladen, packen Menschen da rein, weil das einfach uns hilft, unser Leben zu vereinfachen. So dieses Schubladendenken ist, eigentlich tut man damit gerne anderen Menschen Unrecht und gleichzeitig ist es was, was wir immer wieder machen, weil wir sonst gar nicht über den Tag kommen würden, weil wir so intensiv über alles nachdenken müssten.
Also ich möchte noch mal einwerfen, dass ich das nicht mache, weil ich irgendwie gestört bin und mich zu Hause hinsetze und überlege, wie Menschen in Schubladen zu packen sind, sondern ich habe da, eigentlich wollte ich einen humorvollen Artikel für Camperstyle draus machen und der ist irgendwie nie online gegangen, weil ich nicht so richtig den Aufhänger dafür gefunden habe. Vielleicht schicken wir den jetzt im Nachgang nochmal raus. Ja, also tatsächlich die Klassifizierungen oder die Gruppen, die du da zusammengefasst hast, die kenne ich natürlich schon. Die haben wir unterwegs in unseren sechs Jahren auf Dauertour natürlich auch getroffen. Manche mehr, manche weniger. Das, was einfach daran liegt, dass wir halt zum Beispiel sehr selten auf Campingplätzen waren. Damit haben wir zum Beispiel, Eine Gruppe eher nicht so getroffen, die kennen wir eher nur vom Sehen und von Hören, von Weiterweg. Die Dauercamper. Die Dauercamper, genau, dafür andere Menschen oder Campergruppen wieder woanders. Und das Ganze ist auch immer mit einem Augenzwinker zu verstehen. Es geht uns nicht darum, hier irgendjemanden schlecht zu machen oder negativ zu beurteilen, was jemand tut. Um Gottes Willen, jeder soll genau so campen und Urlaub machen und reisen und machen und tun, wie er soll. Ja, solange einem anderen auf den Keks damit geht, ist das völlig in Ordnung. Aber auch, dass man jemand anders mal mit irgendwas auf den Keks geht, bleibt nicht dabei aus.
Und da wird es dann auch immer spannend. Aber da können wir vielleicht nach den Campertypen, können wir da ja nochmal so ein bisschen reingucken und so ein bisschen auf die Psychologie gucken, die da auch dahinter steckt. Also was mich jetzt tatsächlich auf der Messe auch sehr überrascht hat, war die hohe Anzahl an Zeltcampern, die bei uns auch vorbeigeschaut haben. Und immer wenn wir dann gefragt haben, welches Campingfahrzeug sie haben, weil wir ihnen einen Schlüsselanhänger schenken wollten, kam dann, ja, wir sind mit Zelt unterwegs und wohl auch sehr naturverbunden. Also jetzt nicht im riesigen Familienzelt überwiegend, sondern wirklich so mit Fahrrad teilweise sogar, Fahrrad und Zelt, da kannst du ja dann auch nur relativ kleines Gepäck mitnehmen.
Und ich würde auch unter die Zeltcamper noch so die Dachzeltleute mit dazu zählen, die ja auch sehr back to the roots sind und die bewundere ich ehrlich gesagt immer, weil für mich sind das so noch die richtigen Abenteurer, selbst wenn die in Anführungszeichen nur in Deutschland unterwegs sind. Aber die sind wirklich bei Wind und Wetter unterwegs und ich beobachte die ja auch viel auf Campingplätzen, teilweise auch echt ältere Leute, wo du denkst, oh Gott, mein Rücken geht schon kaputt, wenn ich nur dran denke, jetzt auf der Isomatte zu schlafen. Und die dann hier mit Fahrrad im Regen irgendwie in Seelenruhe auf- und abbauen, und dann teilweise noch irgendwie zum Klettern gehen oder sonst was. Und ja, das ist richtig so, wie Camping halt mal war. Und wenn ich dann mit meiner Heizweste sitze oder mit meiner Heizauflage, dann fühle ich mich manchmal schon so ein bisschen dekadent. Da kannst du mich dann nächstes Jahr bewundern, weil genau das habe ich nächstes Jahr vor mit einem Kumpel. Wir schnappen uns einen kleinen Toyota Aigo, ein Zelt. Und düsen los. Also die ursprüngliche Idee war, wir nehmen ein Deutschland-Ticket.
Aber da sind wir noch nicht sicher, ob das nicht gleich ein bisschen viel ist. Aber wirklich Mini-Auto, Mini-Ausrüstung, nichts großartig mitnehmen. Wir wissen noch nicht genau, was das Ziel ist. Vielleicht der Weg oder das wissen wir noch nicht. Aber nächstes Jahr ist quasi bei mir Back to the Roots geplant. Eigentlich was, was ich immer gesagt habe, da habe ich überhaupt keinen Bock drauf. Weil wie du es gerade sagst, auf Isomatte schlafen und im Zelt.
Und ich auch so ein Thema habe mit Dunkelheit und hast du nicht gesehen. Gerne in unserem zweiten Podcast auch nochmal was zu. Auf jeden Fall habe ich entschieden, wie Fritz Meinig es so schön sagt, Leben fängt da an, wo die Komfortzone aufhört. Und demzufolge will ich nächstes Jahr mal ein bisschen die Komfortzone ausdehnen, was das Camping angeht und werde da sicherlich auch hier im Podcast drüber berichten. Also dann weiß ich jetzt schon, dass du mich dann bewunderst, wenn ich im Zelt unterwegs bin. Ja, das werde ich. Und ich bin richtig gespannt, was du da berichtest, weil als wir dich in Sachsen besucht haben, als wir da im Erzgebirge auf dem Campingplatz waren, da hatten wir Nachbarn, das waren für mich so die typischen Zeltcamper, die waren wahnsinnig nett. Und das sind so ganz immer so drahtige, gebräunte Menschen, die dann sich immer auf so kleinen Klappstühlen ganz früh schon vor das Zelt setzen und auf einen Campingkocher irgendwie sich Kaffee oder Tee zubereiten. Und was ich halt beobachtet habe, dass die Kinder, die dabei sind, also wenn die Kinder dabei haben, dass das auch schon so richtige Naturkinder sind, die dann irgendwie mit Naturgegenständen spielen und im Matsch hüpfen und so weiter.
Und dass die meistens auch recht kontaktfreudig sind, anders als wir zum Beispiel manchmal, die wir uns ja dann gerne auch mal zurückziehen in unser trautes rollendes Heim.
Ja, ich überlege gerade. Ich habe mich eigentlich, also ich glaube, bei mir ist das gar nicht so mit dem nur zurückziehen. Also zum einen, klar, ich brauche auch mal Zeit für mich, weil wenn ich viel mit Menschen zusammen bin, dann nimmt mir das Energie und die muss ich irgendwann wieder auffüllen. Also irgendwann muss ich quasi meinen sozialen Akku wieder auffüllen, dann brauche ich Ruhe für mich. Und was wir auch nicht vergessen dürfen, als wir unterwegs waren, wir haben ja auch gearbeitet. Wir sind ja nicht jahrelang Urlauber gewesen, sondern wir haben ja gearbeitet. Und auf Arbeit, wenn du irgendwie versuchst, produktiv zu arbeiten, bist du ja auch nicht die ganze Zeit mit anderen am Schnasseln, weil da wird ja nicht viel. Also du bist im Callcenter. Und demzufolge ist das, glaube ich, immer noch mal was anderes. Und es gab auch schon viele Zeiten, an die ich mich erinnere, wo ich eigentlich arbeiten wollte und dann aber irgendwie drei Stunden irgendwo, mich verschwarzt habe, ganz kurz. Also ich glaube, da sind sozusagen auch in uns verschiedene Herzen und mittlerweile haben wir das, glaube ich, mit dem Socializing auch ganz gut gelernt, wie das funktioniert und brauchen nur manchmal zur Ruhe. Also ihr wart ja Wohnmobilisten, da komme ich gleich zu. Jetzt möchte ich aber von dir nochmal wissen, weil du ja gesagt hattest, Dauercamper kennst du gar nicht so aus eigener Anschauung. Wie stellst du dir Dauercamper so klassisch, klischeehaft vor?
Was sind so die Markenzeichen oder die Ausstattungsmerkmale eines Dauercampers? Das sind in meinen Gedanken tatsächlich ältere Ehepaare. Also wenn ich jetzt wirklich Klischee denke, ältere Ehepaare, die halt quasi ihre, also oft wahrscheinlich auch in Rente, die einfach einen Großteil ihrer Zeit halt auf dem Campingplatz in ihrem kleinen Reich da verbringen. Das ist ja, die dann quasi da ihre abgesteckte Parzelle haben. Das ist quasi wie das Grundstück und das wird dann entsprechend auch so gepflegt. Da wird mit einem Rasenmäher drüber gegangen, da werden die Rasenkanten mit einem Trimmer noch bearbeitet. Also alles Aufgaben, die ich absolut nicht nachvollziehen kann. Also es ist okay, wenn es jemand macht, aber für mich sehr, sehr anstrengende Themen und die halt einfach auch draußen sitzen und so ein bisschen neugierig und glaube auch so ein bisschen dieses Spießige hat man im Klischee mit drin. So ein bisschen, ich weiß gar nicht, wie ich das in Worte fassen soll.
Also ich kann dir sagen, du hast eine Ausstattung, die dich schon als Dauercamper klassifizieren würde, nämlich deine Crocs. Aber ansonsten. Ich habe gar keine Crocs mehr. Ach, hast du nicht? Hast du entsorgt? Crocs waren bei mir ein kurzer Auftritt. Die sind relativ schnell kaputt gegangen und dann war das Thema für mich durch. Ich bin tatsächlich hier mittlerweile Typ Birkenstock. Ja, das finde ich besser. Also ich zitiere mal aus meinem damals geschriebenen Artikel.
Vorzelte, die kleinen Ferienwohnungen gleichen, liebevoll angelegte Vorgärten und ja, auch die berühmten Gartenzwerge, wahlweise Miniaturrehe, Hasen oder Igel, sind im Reich der Dauercamper zu finden. Markenzeichen des deutschen Dauercampers sind kleine haarige Fußhupen sowie Crocs in allen erdenklichen Farben und Formen. Und dann hat es so ja auch gesagt, ältere Herrschaften, das beobachte ich so auch. Ich sage jetzt aber gleich noch, was ich jetzt neuerdings so mitbekomme. Oft handelt es sich um ältere Herrschaften, die ihre neu gewonnene Unabhängigkeit auskosten. Man kennt sich untereinander, oft schon seit Jahrzehnten, sitzt gerne und häufig in unterschiedlichsten Konstellationen zusammen. Klammer auf, manchmal weiß man als Außenstehender erst nach ein paar Tagen, welche Paare eigentlich zusammengehören.
Klammer zu und teilt die gesammelten Bier- und Grillvorräte. Also da decken sich deine Vorstellungen und meine Beobachtungen durchaus, wobei man natürlich sagen muss, also wie gesagt, das war ein humorvoller Artikel, wo man natürlich auch mit Klischees spielt. Natürlich gibt es auch sehr junge Dauercamper, wir haben jetzt auch auf der Messe wieder welche kennengelernt, die schon als Kinder auf dem Campingplatz als Dauercamper waren, jetzt als junge Familie da noch oder wieder sind und irgendwann auch die Parzelle der Eltern übernehmen werden und das ist natürlich eine Herausforderung. Eine ganz bunte Mischung, die man da antrifft. Und wir haben in Zeiten, wo wir dann auch mal länger auf Campingplätzen waren, auch sehr nette Bekanntschaften mit Dauercamperinnen und Campern geschlossen, wo man auch eingeladen wurde, wo man zusammensaß, gesellig beim Bierchen abends.
Und so nach der ersten kritischen Beäugung ist man da auch schnell eigentlich in dieser Bubble drin, wenn man das halt möchte. Man muss aber nicht. Die lassen einen in Ruhe und wenn man möchte, dann nimmt man Kontakt auf und wenn man nicht möchte, lässt man es halt. Das Wort spießig und auch ein bisschen das Wort konservativ haben ja häufig eine negative Bedeutung, aber ich finde es gar nicht so negativ. Es sind halt einfach Verhaltensformen, die jetzt nicht unbedingt meiner entsprechen, aber ich erwarte auch gar nicht, dass alle Menschen so sind wie ich und nichtsdestotrotz sind es Menschen. Und überwiegend sind es auch super nette Menschen, egal ob ich die jetzt für spießig halte oder für konservativ halte. Und das ist genau der Punkt. Auch mit denen kann man super lustige und spannende Zeit verbringen. Die sind genauso hilfreich wie andere und da gibt es genauso Idioten aus der eigenen Sicht wie überall sonst. Und ja, von daher genau wie du sagst. Also ihr merkt, wir wollen niemanden auf die Füße treten. Es ist so ein bisschen lustig, so ein bisschen mit den Klischee spielen. Das mögen wir ja alle. Und so ist die ganze Geschichte entstanden. Ich finde es halt immer so anrührend, wenn ich sehe, wie liebevoll da so ein Heim geschaffen wird, also mit ganz viel Dekoration, auch wenn das vielleicht nicht meinem Geschmack entspricht, aber es erinnert mich immer so ein bisschen, wie man sich bei Oma und Opa gefühlt hat, wo ja auch viel Krimskrams rumstand, den man sich jetzt selber nicht beschaffen würde, aber der trotzdem irgendwie...
Ein gutes Gefühl gegeben hat. Und so fühle ich mich bei Dauercampern auch. Und wir passen ja eher dann in die Nomaden rein. Also zumindest haben wir, als wir unterwegs waren, reingepasst. Ob wir jetzt noch drin sind, weiß ich nicht. Lustigerweise sind ja auch alle Nomaden, die wir so kennen, keine Nomaden mehr. Sesshaft geworden. Sondern sind alle wieder sesshaft geworden. Nee, stimmt nicht. Ein Pärchen ist nur unterwegs. Grüße an den blauen Kasten, wenn sie uns zufällig hören. Aber alle anderen sind tatsächlich Kassen in Blau. Kassen in Blau, genau. Alle anderen sind sesshaft geworden.
Wobei ich dem am Anfang gar nicht entsprochen habe, aber ich erkenne gerade, wo ich drüber nachdenke und nochmal deinen Text lese, mich doch ein bisschen wieder. Also letzten Endes sind es halt die Menschen, die irgendwie im Bulli, im Wohnwagen, im Wohnmobil, im umgebauten LKW, gerne auch in wirklich sehr alten Fahrzeugen als Paar, als Familie alleine unterwegs sind, sind das ganze Jahr unterwegs, meiden eigentlich meistens Campingplätze, nutzen die tatsächlich eher, wenn sie mal irgendwie versorgen müssen, entworben müssen, duschen müssen oder das Wetter einfach richtig kacke ist. Ging uns ja auch so ansonsten eher Typ Stellplatz oder Freistehen am liebsten, Und meistens gerne da, wo wenig Touristen sind, manchmal auch da, wo viele Touristen sind, weil das ist oft natürlich an den schönen Gegenden, an der Küste und so weiter.
Und du hast so schön geschrieben, man erkennt sie hier vor allem an den knallbunten, weiten Pluderhosen und den Jutebeuteln über der Schulter. Ja, da kenne ich mich nicht wieder. Aber als ich losgereist bin, da, also da kam ich ja aus dem normalen Stadtleben, das heißt, da wurden die Klamotten relativ häufig getauscht und so weiter und mittlerweile ist mein Lieblingshoodie halt wirklich, der hat Löcher an den Ärmeln, weil der Hund da reingenagt hat, die Ärmel sind ausgefranst, er ist ausgeblechen. Ich mag aber diese Klamotten einfach und ich trage sie. Ich würde sie jetzt nicht unbedingt zu einem Kundentermin tragen, aber ich habe sie durchaus eben auf dem Campingplatz und natürlich auch zu Hause getragen und auch wenn ich mal so privat unterwegs bin mit dem Auto oder so, weil die sind ja noch gut. Also solange die jetzt nicht auseinanderfallen und nicht so große Löcher haben, dass es mir galt wird, ist halt völlig in Ordnung. Dann nutze ich die Sachen halt einfach sehr lange und da erkenne ich mich wieder, weil das ist mir am Anfang auch so ein bisschen aufgefallen, dass sie teilweise so ein bisschen löchrige Klamotten anhatten und so und ich dachte wie laufen die denn rum? Naja, mittlerweile bin ich selber so. Wir sind auch ein bisschen schrömmelig unterwegs. Der Halil hat gestern mir zwei T-Shirts übergeben, wo er gesagt hat, es wäre jetzt selbst ihm peinlich, die noch anzuziehen, ich soll die jetzt als Putzlappen nehmen.
Aber das ist halt auch, wenn man irgendwie dann auch so aus dem schnellen Konsum aussteigt, dass man dann halt wirklich die Sachen trägt, bis sie auseinanderfallen. Und ich habe ja auch diese Haremshosen, die ja so klassisch sind. Also ich sage immer, da sieht man immer aus, als wäre man ein bisschen zu lang in Indien gewesen. Die habe ich ja auch in allen erdenklichen Formen, auch in schwarz übrigens, Wenn ich mal diskret unterwegs sein möchte. Und ja, halt dieses Typische, dass man halt lokal einkaufen geht, dass man die Kunsthandwerkermärkte besucht, zu Biobauern geht, in den Dörfern, irgendwie in die kleinen Läden geht, dass man sich gerne auch mal mit den lokalen Straßenhunden umgibt. Das sind alles Sachen, die ich an mir beobachte, aber die ich natürlich auch an anderen, in Anführungszeichen, Nomaden beobachte und dass man sich dann irgendwie in den noch so abstrusesten Landessprachen mit drei Wörtern durchquält, anstatt dann halt auf Englisch zu schwenken, weil man besonders viel Respekt den Einheimischen gegenüber zeigen möchte, ist auf der einen Seite schön, auf der anderen Seite manchmal auch ein bisschen lustig. Und was ich mir schon alles an lokalen Gerichten bestellt habe, das darfst du auch keinem erzählen, weil ich dann nicht weiß, was da auf der Speisekarte steht und ich frage dann halt, ja was ist denn hier irgendwie so typisch und dann kommt halt mal der in der Mitte auseinandergesägte Schafskopf mit der Gehirnmasse und der Hund unterm Tisch freut sich.
Ja, also ich erkenne mich da auch wieder an vielen Stellen und sehe auch die Transformation, die wir im Laufe der Zeit durchlebt haben. Ja, fühle ich. Vom Wohnmobilisten zum Nomaden. Und jetzt umgekehrt. Also ihr seid ja als Wohnmobilisten eingestiegen. Und da würde mich mal interessieren, also das ist ja quasi das exakte Gegenteil eines Dauercampers, nämlich jemand, der sehr mobil unterwegs ist. Und durfte man euch, Reisende, genau, durfte man euch als Camper bezeichnen oder wurdet ihr da auch sauer? Mir ist das ehrlicherweise völlig egal. Ich habe irgendwann tatsächlich mal darüber nachgedacht, ob wir eigentlich Camper sind und habe für mich entschieden, nein, aber was jemand anderes dazu sagt, war mir schon immer relativ wurscht. Und ich habe da so einen Filter, wenn Menschen sprechen, dann blende ich sowas einfach aus. Also mich berührt das nicht, aber ich weiß, dass es so, dass wir manche Menschen getroffen haben, denen es sehr wichtig war, dass sie quasi reisen und nicht campen und dass es eben kein Wohnmobil, sondern ein Reisemobil ist. Okay, das ist völlig in Ordnung, wenn das jemandem wichtig ist, wie das genannt wird. So haben wir angefangen, also tatsächlich waren wir am Anfang eigentlich nur auf Wohnmobilstellplätzen, also wir haben relativ schnell gelernt, was das ist und wie das funktioniert und dass eben das gegenüber den Campingplätzen sehr viele Vorteile hat, und das da auch so ein.
Man so ein bisschen seine Autarkie auch mehr hat. Also da auf dem Campingplatz ist ja schon nicht immer, aber doch öfter so ein, wie soll ich sagen, so ein Gruppending, also dass man auch viel miteinander redet und zusammensitzt und so weiter. Und das ist auf dem Wohnmobil-Stellplatz oftmals nicht, also nee, eigentlich auch nicht so pauschal, weil mir fallen doch gerade wieder Beispiele ein, wo das nicht so ist. Weil es gibt auch so Plätze, wo einfach die Leute, also ja, meine Gedanken überschlagen sich. Wir waren ja im Winter auch viel unterwegs im Süden und da hast du natürlich Plätze, wo die Leute ein halbes Jahr stehen. Und da ist es dann wieder eher wie auf einem Campingplatz, weil das ist eine eingeschwundene Gemeinschaft, jeder kennt sich. Ich glaube, da sind aber auch die wenigsten Reisemobilisten, sondern da sind es dann wieder eher die dauercampenden Nomaden.
Also man sieht, es gibt Überschneidungen. Also was mich halt immer so ein bisschen amüsiert ist, ich wurde ja vielfach schon belehrt, dass von Leuten, die sich eben gar nicht als Camper sehen, einmal auch telefonisch beschimpft, weil ich in irgendeinem Artikel was von Campern geschrieben hatte und aber Wohnmobilisten damit meinte. Und was ich manchmal nicht so verstehe, ist, dass man über so lange Zeit hinweg das genießen kann, auf irgendwelchen Betonplätzen zu stehen. Also ich weiß ja, dass ihr eher immer so diese Freistehplätze dann gewählt habt, wo es eben ging, gerade Portugal, Spanien. Aber ich erlebe das halt oft, dass Leute wirklich viel unterwegs sind und dann quasi von einem Hafenbecken oder Hallenbad zum nächsten tingeln und das würde mich halt...
Bitte, weil es nichts kostet. Ich kann dir das tatsächlich erzählen. Also der Kostenfaktor spielt vielleicht auch eine Rolle, wobei tatsächlich so am Hafenbecken es eigentlich sehr selten ist, dass man kostenlos stehen kann. Aber wir haben zum Beispiel auch, ich glaube, den Platz von unseren Freunden in Malaga kennt ihr nicht. Da wart ihr, wir haben uns nie besucht. Aber das ist an sich, ich meine, der Platz ist schön gemacht, aber der ist eigentlich nichts, wo wir uns hätten per Definition wohlgefühlt, weil es ist alles sehr eng. Du stehst quasi, das nächste Wohnmobil ist einen Meter neben dir. Du hast also nur ein bisschen Parzelle. Und am Ende des Tages waren wir da aber monatelang. Und warum? Die Menschen. Und ich glaube, Menschen und auch Umgebung, also Lage, das sind Gründe, warum Menschen dort stehen. Weil es ist mir auch immer relativ egal gewesen, ob da jetzt ein Schotter ist oder ob da Beton ist und selbst Kuschelcampen, also wirklich ein Meter ist der Nachbar, hat mich dann nicht gestört, wenn die Menschen cool waren. Und da waren halt die Platzbetreiber super sweet. Also ich bin ja auf dem einen Platz geblieben und habe da das WLAN aufgebaut, dass es halt richtig funktioniert hat. Und es gab einfach manche Plätze, da waren die Menschen, nicht nur die Betreiber, sondern eben auch die Besucher, also die anderen Gäste, einfach cool.
Und dann ist vieles andere für mich zumindest in den Hintergrund getreten. Und ich glaube, es gibt Menschen, denen das so geht und es gibt anderen Menschen, die kommen da einfach nicht mit klar, sondern die brauchen halt ihre Natur, ihren Platz oder was auch immer und da ist dann auch die Menschen egal. So unterschiedlich ist das halt. Aber das war immer meine Erklärung, weil eigentlich hat der Platz von Caffey und Fernando da bei Malaga nichts, was ich cool fände und trotzdem ist es einer der tollsten Plätze, die ich kenne.
Also du hast ja gerade schon ein Thema angesprochen, Kuschelcamper. Das ist aus meiner Sicht, aus meiner Beobachtung heraus der Todfeind des Wohnmobilisten. Da habe ich auch schon viele Diskussionen in einschlägigen Facebook-Gruppen mit Fotobeweisen mitbekommen und fast genauso unbeliebt sind wir Wohnwagenfahrer auf Wohnmobilstellplätzen. Warum auch immer, weil eigentlich machen wir alles das Gleiche, aber da ist man oft nicht so gerne gesehen. Aber sind nicht Kuschelcamper auch Wohnmobilisten? Weil das sind ja immer Wohnmobile. Oder ist Kuschelcamper eigentlich eine eigene Klasse? Nee, Kuschelcamper sind eigentlich Wohnmobilisten, die aber offensichtlich ein höheres Bedürfnis nach Nähe empfinden als andere. Vielleicht unterscheiden sich da die Wohnmobilisten von den Reisemobilisten, man weiß es nicht.
Ich glaube ja tatsächlich, dass das einfach ein zutiefst menschliches Thema ist, nämlich das zum einen sich an anderen orientieren, das ist ja ein psychologisches Prinzip und auch Gruppenthema, ich glaube, und auch so das Thema, wo stelle ich mich denn hin, wenn ich auf einen großen Lernenplatz komme, ne? Und da muss ich mich entscheiden, wo ich mich hinstelle. Und Entscheidungen treffen ist für uns Menschen unheimlich anstrengend. Also es gibt sicherlich welche, für die ist das einfach, weil die haben ihr Programm schon. Die wissen genau, ich stelle mich dann in den Eingang oder ich stelle mich am weitesten weg oder was auch immer. Und für andere Menschen ist das eine riesige Herausforderung. Und wenn dann schon ein Fahrzeug dasteht, dann ist das ganz einfach, da stelle ich mich daneben.
Also du könntest ja auch aus der höflichen Sicht betrachten, Weil wenn der sich jetzt ganz woanders hinstellt, dann ist ja die Gefahr groß, dass wenn das dann zwischendrin voll wird, da vielleicht Platz verschwendet wird. Könntest du ja auch mal so betrachten.
Also ich kenne die Diskussion auch und ich kenne das Gefühl auch, wenn du auf dem leeren Platz alleine stehst und das nächste Wobubi steht sich direkt neben dich. I hate it. Und es gibt auch manche, die sich da wirklich... Nicht so richtig geschickt anstellen, sondern wirklich Tier und Tier. Aber naja, so ist es halt. Jede Weg ist anders lustig und für die Menschen ist vielleicht das einfach wichtig oder es gab keine andere Option. Aber ich glaube, den Kuschelcamper müssen wir noch als Gruppierung mit reinbringen. Aber ich glaube, es gibt, wie gesagt, valide Gründe, warum man das macht.
Es ist noch nicht immer so leicht zu verstehen. Ja, du hast jetzt von den Wohnmobil- oder Reisemobilisten gesprochen, die auch teilweise sehr lange an einem Ort bleiben. Meine Beobachtung ist eher so Taktung, also Frequenz ungefähr ein bis drei Tage und sehr lange Fahrten, also hunderte Kilometer, weil eben die Reisemobilisten mehr jetzt als wir Wohnwagenfahrer zum Beispiel auch so diese Reise schon als Bestandteil des Abends. Abenteuers mitnutzen und dann halt unterwegs immer mal wieder anhalten für irgendwelche kulturellen oder sportlichen Aktivitäten oder ähnliches. Es ist... Kennst du die auch? Städtetrips und so? Ja, definitiv. Also wir waren am Anfang auch so unterwegs. Also wir waren am Anfang auch sehr, sehr schnell und ständig unterwegs. Also wir sind ein, zwei Nächte auf einem Stellplatz gewesen, dann sind wir weitergezogen.
Beim ersten Mal natürlich mit dem Ziel Spanien. Okay, da hatte das noch Sinn, weil du hast halt einfach Strecke gemacht. Aber das wurde dann auch später immer langsamer. Aber ich kenne das gut und auch hier wieder, wir sind halt nicht die klassischen Urlauber, sondern wir waren ja Dauer unterwegs. Wenn du halt 14 Tage Urlaub hast, möchtest nicht nach Portugal fliegen, aber mit einem Camper dort unterwegs sein, dann bleibt dir halt nur runterzufahren. Und dann ist es blöd, wenn du eine Woche hin und eine Woche zurück brauchst, weil dann hast du in Portugal noch einen Tag. Also donnerst du halt in anderthalb oder zwei Tagen runter und wieder hoch und so entsteht das einfach. Klar, also die gibt es auf jeden Fall, glaube ich, primär auf Stellplätzen, vielleicht ab und so auch mal auf dem Campingplatz.
Aber die kenne ich auf jeden Fall und da haben wir auch dazugehört. Ja, dann kommen wir zu denen, die eigentlich, ich würde mal sagen, das Camping wieder salonfähig gemacht haben oder das Reisen in Freizeitfahrzeugen. Na, die campen ja nicht, die Vanlifen ja. Genau, die Vanlifer, du hast es richtig erkannt.
Ja, da gibt es immer viel zu sehen auf Instagram und Co. Ja, Bikinis und nackte Hintern und durchtrainierte Körper, ja. Und viel Yoga auch, viel Yoga und Meditation im Sonnenuntergang, manchmal auch auf den Fahrzeugen. Ich glaube, es gibt von mir auch ein Bild, wo ich auf dem Fahrzeug im Sonnenuntergang die Solaranlage repariere. Ach so, ich habe gedacht, du warst den herabschauenden Hund. Man weiß nicht so genau, was ich da tue, aber ich weiß, ich repariere die Solaranlage, weil wir uns da geschäftlich das erste Mal richtig getroffen haben. Ach cool. Am Lack des Salagou, da gibt es irgendwie so ein Bild. Könntest du mir mal schicken, das Foto? Vielleicht können wir das veröffentlichen. Also ganz wichtig für die Vanlifer. Und übrigens, ich habe auch Makramee an Bord, deswegen möchte ich es nicht bashen. Aber Makramee-Deko darf auf gar keinen Fall fehlen. Batik-Tücher, egal wie unpraktisch die dann im Reisealltag auch sein mögen, die Deko-Elemente, weil man die dann immer wieder abhängen muss. Aber auch für Instagram auf jeden Fall Makramee und Batik. Und du hattest den Häkelbikini schon angesprochen. Da sehe ich mich jetzt persönlich auch nicht so optimal drin.
Und man muss auf jeden Fall auch mindestens ein Bild haben, wo man mit offener Hecktür verträumt, auf dem Bett, aufs Meer oder in den Sonnenuntergang schaut. Ohne geht es nicht. Das auf jeden Fall. Also Internetpräsenz ist da ganz, ganz wichtig und zählt dazu. und bevor ich aber gleich dann noch eine Story erzähle, erstmal ganz kurz Werbung.
Werbung Ende. Ich werde ja nie vergessen, wir standen in der Algarve, waren noch vor der Pest, haben freigestanden, war auch nahe der Küste, war nicht erlaubt, haben wir trotzdem gemacht, kommt abends, wir sitzen vor unseren Fahrzeugen, ich glaube, es war mit Mandy zusammen damals, wir sitzen vor den Fahrzeugen, kommt ein Campingbus, die beiden steigen aus, Wir parken wirklich relativ nah an der Abrisskante sozusagen. Es wird alles rausgeräumt. Es wird ein superschönes Motiv aufgebaut. Es werden ein paar Fotos gemacht. Es wird alles wieder eingeräumt und es wurde wieder gefahren.
Und ich habe es so angeguckt und habe gedacht, hä, warum bleibt man denn nicht hier? Also ja, okay, es ist verboten. Man könnte ihnen jetzt quasi vom Positiven ausgehen und sagen, klar, die wollten nur das Bild machen. Und weil es verboten war, haben sie nicht wie wir da gestanden, sondern sind auf den Campingplatz gefahren. Also rein rechtlich alles richtig gemacht. Naja, Fun wird trotzdem ganz lustig. Wir haben es ja auch schon oft beobachtet. Und ehrlich gesagt, wenn man selber mal in seinem Fahrzeug, egal ob Wohnwagen, Wohnmobil, Van oder was auch immer gelebt hat, dann weiß man ja, dass es dort nie so aussieht wie auf diesen Bildern. Das ist eine Kunstform. Ich finde das auch immer schön. Aber alles, was da rumbimselt, muss ja für jede Fahrt abgenommen werden. Also irgendwelche Blumenampeln und was weiß ich nicht alles und irgendwelche...
Ja, Obstkörbe und sonst was. Und wir haben es halt bei uns so geregelt. Wir haben es uns auch schön gemacht. Aber es ist alles halt so praktisch, dass ich nicht jedes Mal durchs Fahrzeug gehen muss und irgendwas abräumen muss. Und so sauber ist es auch nie. Selbst wenn wir extra für die Fotos sauber machen, ist es nie so wahnsinnig schön und alles auf Hochglanz und alles auf wirklich Lifestyle-Magazin gemünzt. Und deswegen habe ich halt so den leisen Verdacht, dass häufig, ich sage nicht immer, aber häufig die Sachen, die man da so sieht, nicht unbedingt bedeutet, dass die Leute dauerhaft in den Fahrzeugen leben. Kann schon sein. Und wahrscheinlich gibt es da auch welche, die wirklich so clean leben und dass alles immer sauber ist und auch die dieses Gebimsel hin- und wegräumen, wie es das halt überall gibt.
Wäre überhaupt nicht meins. wäre mir viel zu nervig, jedes Mal den ganzen Grab wegzuräumen, dann vergisst du die Hälfte und du fällst es runter. Und Vanlife ist sicherlich auch mehr als Norm Hakel Bikini verträumt, hinten mit offenen Türen am Wasser zu liegen. Aber ja, das Bild, was gemalt wird, vor allen Dingen auf Instagram, das ist schon auf jeden Fall ziemlich Stereotyp zum großen Teil. Also, und Vanlifer haben ja auch wieder eine Schnittmenge zu den Nomaden, weil ich hätte, Ich hätte selber gesagt, dass ich auch ein Stück weit Van-Lifer am Anfang war, auch wenn wir keinen wirklichen Van hätten. Aber ja, die Grenzen sind wie immer verwischend. Also ich würde dich jetzt nicht als Van-Lifer sehen, wenn ich das mal so sagen darf. Was? In Badehose mit Waschbrettbauch? Waschbrettbauch und in Buddha-Pose. Das würde ich gerne mal sehen. Das können wir mal mit KI machen. Naja, wir reden dann nochmal, wenn ich nächstes Jahr unterwegs war. Ja, stimmt. Da darf ich dann nicht mehr spotten.
Eine Gruppe, die ich noch wirklich sehr interessant finde und sehr cool finde, die haben wir noch nicht thematisiert, und zwar die Elternzeitcamper. Und ich finde, dass die mittlerweile wirklich auch so eine eigene Community geworden sind, weil es so viele Leute gibt inzwischen, die eben die Elternzeit nutzen, um mal richtig lange Reisen zu machen. Das geht wirklich von ein, zwei, drei Monaten bis hin zu einem oder anderthalb Jahren, je nachdem, wie sich die Elternzeit eben umsetzen lässt, wie viele Kinder auch da sind. Da kann man ja, glaube ich, die Elternzeiten dann auch splitten und aufsparen sozusagen. Könnt ihr sicher besser mir sagen, ihr lieben Eltern da draußen, als ich das weiß, aber das ist halt so das, was ich mitbekommen habe und das ist für mich so eine ganz neue Reise- und Campingbewegung, weil klassisch, Es ist ja oft so, dass junge Eltern sich dann so ein bisschen zu Hause einigeln und erst mal ganz sich so der neuen Familienkonstellation widmen und sich eingewöhnen. Und dann gibt es eben auch welche, die alles einpacken und gemeinsam auf Abenteuertour gehen, schon wenn die Babys noch recht klein sind.
Und das finde ich total toll. Also wenn ich Kinder bekommen hätte, dann hätte ich das auch genutzt. auch wenn die Kinder in so einem jungen Alter da teilweise noch relativ wenig mitbekommen oder vielleicht auch dann keine Erinnerungen mehr haben. Aber ich glaube schon, dass einen das als Familie sehr, sehr zusammenschweißt. Ist manchmal ein bisschen anstrengend, wenn man neben denen steht, weil die Kinder in dem Alter auch noch viel schreien. Und weil natürlich so Käppingfahrzeuge, du weißt nicht, sondern nicht gut gedämmt sind. Aber das gehört halt auch dazu.
Haben wir tatsächlich gar nicht so viele getroffen. Aber doch das eine oder andere Pärchen war damals schon unterwegs. Die meisten tatsächlich so einen kleinen Campingbussen ganz viel und es war auf jeden Fall eine coole Zeit und eine coole Art quasi auch viel Zeit mit den Kindern zu verbringen. Viel anti-autoritär auch, habe ich beobachtet, aber das nimmt so ein bisschen ab. Das war am Anfang mehr als jetzt. Jetzt ist es so, hat es sich so ein bisschen ausgeglichen. Ja, lass uns nicht über Erziehung sprechen, genauso wenig wie über Hundeerziehung. Das ist gefährlich. Wir gehen schon hier auf eine Gratwanderung mit unseren Gepa-Typen.
Aber lass uns nicht das Erziehungsfach aufmachen, da sprechen wir nicht mit. Du bist so vorsichtig. Ich würde ja immer mich viel mehr in die Messeln setzen. Lustigerweise bist du immer hier der ausgleichende diplomatische Part und in anderen Kontexten ist es genau umgekehrt. Ja, stimmt. Wie das immer gerade gebraucht wird. Also ich kenne persönlich auch einige Familien, die das gemacht haben und die teilweise auch dann richtig lang unterwegs waren. Und die fanden es alle total klasse, wenn es auch manchmal etwas anstrengend ist. Wir hatten ja auch schon mal hier Tanja, glaube ich, zum Thema Elternzeit im Camper, im Wohnmobil, im Podcast. Also wenn euch die Folge interessiert, die verlinken wir euch nochmal. Da wird das Thema ein bisschen ernsthafter und informativer behandelt als jetzt hier in unserem kleinen Überblick. Aber auf jeden Fall haben alle mir gesagt, dass es ein ganz neues Erlebnis war, mit Kind und auch übrigens mit Partner so viel Zeit zu verbringen.
Nicht alle Beziehungen haben dem Stand gehalten, aber das war sicher nicht die Elternzeitreise der Grund, sondern die Beziehung an sich vielleicht vorher schon nicht so ganz harmonisch und da ist man dann natürlich sehr aufeinander angewiesen und zurückgeworfen, aber trotzdem glaube ich für die Kinder und für die Eltern eine tolle Möglichkeit halt zu bonden mit ihrem Nachwuchs. Das ist derselbe Grund, warum jetzt im Januar wieder mein Kollege der Scheidungsanwalt Hochsaison hat, weil Weihnachten halt Menschen viel Zeit miteinander verbringen, manchmal das einzige Mal im Jahr und dann eben merken, oh, das ist ja nicht mehr so gut. Und so kann das halt auch bei so einer langen Reise passieren. Also wenn das nicht passt, dann merkst du da auf jeden Fall sehr schnell, dass es nicht passt, wenn du halt 24-7 und auch nur auf so kleinem Raum aufeinander hockst.
Aber genau wie du sagst, das ist nicht der Grund, dass man die Reise gemacht hat, dass man sich trennt. Das war quasi nur der Beschleuniger, der quasi gezeigt hat, das passt nicht. Wie übrigens auch viele normale Urlaube-Beschleuniger sind für sie getestet. Ich habe es auch schon hinter mir. Bei mir war es für Ateventura 14 Tage. Aber schon lange her. Sind Campingplätze halt ein sehr spannender Psychologieforschungsplatz, weil es ist ja quasi, es bilden sich ja quasi auf Campingplätzen so Minigesellschaften. Jede Parzelle ist ja quasi so ein kleines, wie so ein Königreich. Das hat seine festgezogenen Grenzen. Manchmal sieht man die gar nicht. Das ist schon immer ganz spannend und Grund für viel Ungemach. Und dann bringen ja die Menschen, die da sind, die bringen ihre Gewohnheiten mit, die Guten, die Schlechten, ihren Stolz, ihre Unsicherheiten, ihre Privatsphäre, ihren ganzen Kram und der Nachbar ist halt nicht mal ein Steinwurf entfernt.
Und das sorgt natürlich ganz automatisch für…, Ja, wie soll ich sagen? Natürlich für tolle Momente, aber eben auch für Streit, für irgendwie Lästereien und alles Mögliche. Und ich glaube, das macht auch das Spannende auf dem Campingplatz aus, dass man so nah beieinander ist und vielleicht so sehr unterschiedlich ist. Und das kann eben eine große Chance sein, weil man die Möglichkeit hat, ganz neue Perspektiven kennenzulernen, wenn man offen sich darauf einlässt oder eben auch für Ungemach und für, ich will es nicht Hass nennen, aber für Konflikte, weil die andere eben völlig bescheuert ist. Also ich muss sagen, wir haben ja auch schon über Campingknicke gesprochen in einer alten Folge, die können wir auch nochmal rauskramen und verlinken, weil das finde ich schon wichtig, dass gerade Neulinge wissen, was auf so einem Campingplatz so erwartet wird auch. Aber selbst uns, nach vielen Jahren passiert es immer noch, dass wir auch mal in Fettnäpfchen treten. Oder dass wir auch Sachen machen müssen, weil es halt die Umstände erfordern, wo wir jetzt wissen, das ist vielleicht nicht so gut gelitten bei den Nachbarn.
Also Stichwort, da hatten wir neulich mal, also neulich, das war auch schon letztes Jahr, glaube ich, auf unserem Campingplatz in Ur-Erkenschwick, wo wir auch schon gemeinsam mehrfach standen, vor dem Caravan-Salon immer, Aber da mussten wir, um zum Stromkasten zu gelangen, halt ein Kabel über eine fremde Parzelle legen, weil es halt nicht anders ging. Und ich bin dann da hingegangen und habe höflich gefragt, ob wir da mal eben drüber laufen durften. Und da haben wir uns halt auch direkt eine eingefangen. Warum auch immer. Also warum das dann nicht gewünscht war, dass man da mal für zwei Sekunden die Parzelle betritt, um zwischen den Büschen das Kabel durchzulegen, weiß ich jetzt auch nicht, wenn man vorher fragt. Aber da schienen wir auch gerade keinen guten Moment erwischt zu haben, um es mal vorsichtig zu sagen. Also das sind so Punkte, ja, ist blöd, aber ich finde immer, man muss ja auch irgendwie zusammenleben und auch mal Sachen tolerieren, die man jetzt vielleicht zu Hause nicht so geil fände, weil man halt einfach, wie du vorhin auch schon gesagt hast, so eng zusammenlebt und man versucht schon Rücksicht zu nehmen. Aber es gibt dann auch Momente, das ist euch sicher auch schon passiert, da sind wir unterwegs irgendwo hängen geblieben und sind dann halt sehr spät angekommen. Und ja, dann muss man nachts noch bei der Ankunft aufbauen und die Stützen rauskurbeln. Dann nehmen wir ja schon nicht den Akkuschrauber, der dann da durch die Gegend donnert, sondern kurbeln von Hand. Aber es macht halt trotzdem auch Lärm. Und das ist einem dann selber mega unangenehm.
Aber geht dann in dem Moment einfach nicht anders.
Also das Allerwichtigste ist ja wirklich für alle Neulinge, dass so eine Parzellengrenze härter bewacht wird als die Schengen-Außengrenzen und dass man da auf gar keinen Fall einfach drüber latschen kann. Es gibt sicherlich Menschen, denen ist das völlig egal. Und es gibt andere Menschen, die würden dich gerne dafür erschießen. Es ist ein bisschen wie, wenn jemand einfach durch euren Vorgarten latscht. Und vielen Menschen ist das nicht bewusst. Deswegen habe ich das gerade nochmal in der Einleitung so gesagt, dass jede Parzelle ist das eigene Grundstück quasi. Das gilt gar nicht nur für Dauercamper, sondern wirklich für jeden. Und das sollte man versuchen zu respektieren.
Und ich weiß, dass gerade Neulinge das teilweise gar nicht auf dem Schirm haben, weil die diese Abgrenzung für sich gar nicht wahrnehmen, weil wenn es die auch nicht gibt, weil da ist eine Zeltwiese, so ist die trotzdem irgendwie da. Aber keiner weiß so richtig, wo die Grenzen sind. Und da macht es auf jeden Fall ganz, ganz spannend. Und da braucht es viel Kommunikation einfach, doch um da alle mitzunehmen und niemandem auf die Füße zu treten. Ja, also ich muss auch sagen, ich finde es auch nur mäßig vergnügungssteuerpflichtig, wenn ständig Leute unter der eigenen Markise durchlatschen und dann über den Hund drüber treten und dann rasset die halt aus. Das ist uns jetzt auch wieder im Sommer passiert, da sind die ganze Zeit Kinder direkt über unseren Hund drüber gerannt, den ganzen Tag und irgendwann war die halt so fuchsig, dass wir sie dann wegsperren mussten. Also das macht man einfach auch nicht. Und ich finde, da ist es auch an den Eltern, dann mal zu sagen, du lauf mal außen rum, auch wenn das vielleicht der kürzere Weg zum Swimmingpool oder zu den Waschhäusern wäre. Und bei Erwachsenen verstehe ich es sowieso gar nicht, weil da liegt ja teilweise dann auch Camping-Equipment auf der Parzelle. Man hat die Markise aufgespannt, dann fliegen irgendwelche Leute über die Abspannungen, weil die dann in der Abenddämmerung da noch abkürzen wollen oder so. Also weiß ich nicht. finde ich jetzt, also bin ich vielleicht auch ein bisschen almanmäßig unterwegs, aber muss ich jetzt auch nicht unbedingt haben.
Ja, du lachst, ich bin alman. Ich finde immer Aussagen wie, das macht man doch nicht, die sind eigentlich immer ziemlich deutlich für sowas, weil ich glaube, Manchmal ist eine Parzellengrenze klar zu sehen und manchmal nicht. Und ich glaube einfach, für manche Menschen ist dieses Mann gar nicht so klar. Ist auch völlig okay, wenn du der Meinung bist, das ist mein Grundstück und da hat keiner drüber zu latschen und erst recht, wenn dein Hund da natürlich auch noch ist und dann ausrast, alles fein.
Man könnte sich bestimmt auf den Standpunkt stellen, dann sag doch was, aber man wird die Diskussion am Ende nie gewinnen können, weil beide haben für sich irgendwo Recht und am Ende des Tages kann man einfach nur miteinander sprechen, um sich irgendwie anzugleichen. Das ist, glaube ich, mein wichtigster Punkt und ich bin der Letzte, der das immer schafft, weil fremde Menschen ansprechen, ist für mich immer mit einer ganz großen mentalen Hürde verbunden und demzufolge ist halt Kommunikation für mich immer eine riesige Herausforderung, aber deswegen haben wir auch einen großen Hund, weil da geht keiner über die, Parzellengrenze. Auf gar keinen Fall. Also ich würde es machen, aber ich glaube selbst bei mir wäre der nicht begeistert. Da muss ich mir also keine Gedanken machen. Also wo ich tatsächlich immer unsicher war und bin, ich rauche ja jetzt nicht mehr, aber als ich noch geraucht habe, also normalerweise ist einem ja als Raucher hoffentlich bewusst, dass man mit dem Rauch auch andere Menschen stören kann, aber wie ist da so die soziale.
Akzeptierte Distanz zu anderen. Also kann ich da dann auf meiner Parzelle rauchen, auch wenn vielleicht mal ein Lüftchen einen Hauch von.
Quarz dann irgendwo rüberträgt oder muss ich da mehr Rücksicht nehmen? Das gleiche gilt ja auch beim Grillen. Ist ja nicht viel anders. Ich würde schon ganz am Anfang ansetzen. Alleine vorauszusetzen, dass allen Menschen bewusst ist, dass sie mit Rauchen andere stören, ist völlig abstrus. Das ist aus meiner Sicht einfach Quatsch. Es gibt sicherlich einige oder auch viele Menschen, denen das bewusst ist, aber zumindest auch die haben das Problem, dass sie nicht immer bewusst dran denken, weil Rauchen ist was, was du häufig automatisiert machst und nicht immer bist du da mit dem Kopf dabei und denkst drüber nach. Also, das würde ich schon mal rausstreichen. Das heißt, es kann dir immer passieren, dass ein Raucher in dem Moment nicht dran denkt, dass, Es sind viele Raucher, also kenne ich auch nur von mir früher, als ich geraucht habe, da achtet man häufig drauf, aber es gibt Momente, da vergisst man das und das kann jederzeit passieren. Und generell steht der Nichtraucher immer so, dass der Wind den Rauch ins Gesicht drückt. Also ich glaube, da gibt es keine Mindestabstände. Auch hier ist einfach Kommunikation. Ja, wenn ich halt rauchen möchte und möchte irgendwie jetzt nicht mich wegbewegen, dann frage ich halt und dann kann ich ein bisschen gucken. Aber ich glaube, da gibt es keine Mindestabstände, weil jeder hat ein anderes Störgefühl von der Entfernung. Mir ist es relativ egal mittlerweile, wenn jemand neben mir raucht. Das hat mich in der kurz nach Aufgehört-Phase eher gestört, da fand ich es aber eher eklig.
Mittlerweile ist es mir völlig egal, ob da jemand neben mir raucht. Also solange ich halt wirklich am laufenden Band sich da zudampft und mir das alles ins Gesicht ziehe, ist mir das relativ egal. Und im Zweifel sage ich, du magst irgendwie einen Schritt zurück in meinem Rauchen, weil ich rauche nicht und es haut mir alles ins Gesicht. Also ich glaube, Kommunikation ist der Schlüssel.
Ja, also wir hatten einmal ein ganz extremes Beispiel, aber die Frau war mit Sicherheit psychisch sehr krank, auf einem Campingplatz in Spanien.
Da sind wir angereist nachts oder abends und dann kam der Mann schon ganz aufgeregt an und hat mit irgendeinem Flatterband die Parzellen abgesperrt, auf die wir wollten, weil seine Frau angeblich so sehr allergisch auf alles ist. Also auf Menschen, auf Hunde, auf Rauch, auf alles. Dann haben wir gesagt, komm, dann gab es eine ewige Diskussion, Und dann kam die Frau noch dazu und dann hat sie noch unseren Hund gesehen und wurde komplett hysterisch und dann sind wir umgezogen, weil wir keinen Stress wollten und dann sind wir buchstäblich irgendwie drei oder vier Reihen weiter, weil der ganze Campingplatz war leer. Wir sind quasi dann von diesem Feld ganz ans andere Ende gegangen und als ich mir dann beim Aufbau eine Zigarette angezündet habe, kamen die halt an und haben uns zusammengeschrien, dass es nicht geht, dass wir hier rauchen. Wo wir dann auch gesagt haben, ja Leute, aber wenn wirklich, wenn es mit den Allergien stimmt, das waren Franzosen, glaube ich, wenn es mit den Allergien stimmt, dass die so schlimm sind, dass man niemanden in seinem Umfeld ertragen kann in 50 bis 100 Metern Abstand, dann ist es vielleicht auch ein Campingplatz jetzt nicht unbedingt so der beste Ort.
Und da kamen dann auch die vom Campingplatz dazu und haben auch gesagt, ja, die machen immer so viel Stress, die sind irgendwie ein bisschen problematisch, um es mal vorsichtig zu sagen. Aber generell versuche ich schon, da immer Rücksicht zu nehmen und gerade wenn halt auch Kinder dabei sind, dass man dann nicht am Tisch raucht oder so. Also jetzt, wie gesagt, sowieso nicht mehr.
Ist halt bei Grillen und so weiter ähnlich. Da gibt es auch Rauch, der dann unter das Vorzelt zieht oder ins Vorzelt oder ins Fahrzeug reinzieht. Und da bin ich wirklich immer so ein bisschen unsicher. Und ehrlich gesagt mache ich dann manchmal einfach so ein bisschen die Augen zu und sage, ja gut, aber ich kann halt jetzt nicht auf eine andere Parzelle gehen, um da zu grillen. Wenn es jemanden stört, dann muss man halt miteinander sprechen. Ja, Rücksicht ist halt auch keine Einbahnstraße. Aber das meine ich damit. Das sind so diese ungeschriebenen Sachen, die auch mit viel Campingerfahrung manchmal...
Mich überfordern und so individuell zu betrachten sind, genauso, dass halt sich schon bei uns beschwert wurde, weil der Hund mal gebellt hat und ich meine nicht Dauer, sondern Mal, aber dass halt gleichzeitig vom Beschwerdeführer die Kinder den ganzen Tag gebrüllt haben und sich mit Sachen beworfen haben, wo ich dann auch denke, ja, aber Leute, irgendwie, entweder oder, also entweder ich habe ein Ruhebedürfnis, dann kann ich das akzeptieren, dass ein bellender Hund stört. Oder ich habe kein Ruhbedürfnis. Dann ist auch okay, wenn die Kinder krähen den ganzen Tag und sich anbrüllen und mit wirklich lauten Spielsachen spielen. Tja, Kommunikation, ne? Ja, und Menschen. Also auch Geräusche und Lärm generell ist ja auch so ein Thema, wo sich gern aufgeregt wird, weil einfach Menschen unterschiedliches Empfinden für unterschiedliche Arten von Lärm haben. Also klar, die eigenen Kinder, an die bist du halt gewöhnt. Die hörst du nicht mehr so wie den fremden Hund, der was Neues ist. Und wenn du nicht ein bisschen reflektierst, dann checkst du das vielleicht an der Stelle nicht.
Es wird immer Konfliktpotenzial geben, wenn Menschen aufeinandertreffen. Mit Kommunikation können wir eigentlich relativ viel aus der Bahn schaffen und Kommunikation heißt halt nicht, Alter, deine Kinder sind laut, das nervt, sondern Kommunikation ist hier, pass mal auf, wir wollen hier gerade schlafen. Deine Kinder machen so viel Lärm gerade, dass wir nicht in Ruhe schlafen können. Meinst du, wir kriegen das irgendwie backen, dass die woanders spielen oder leise sind? Also gibt es ja schon Unterschiede auch in der Kommunikation, nicht jede Kommunikation ist irgendwie zielführend und unsere Sprache ist ja auch schnell, verletzend und angreifend. Ja, weil man es auch oft dann einfach zu lange aushält und dann ausflippt. Das ist mir ja auch schon passiert, dass man dann ganz lange nichts sagt und irgendwann kommt dann so der Tropfen, der es zum Überlaufen bringt. Ich wurde einmal.
Von der Security von einem Campingbus weggeholt, weil ich den so zusammengebrüllt habe für Minuten, mitten in der Nacht wirklich mehrfach, volle Lotte alle Lautsprecher angeschaltet hat. Einmal um eins, einmal um zwei. Dann habe ich gesagt, bitte, wir müssen morgen früh raus. Kannst bitte die Musik leiser machen, direkt neben uns. Und dann um vier wieder und um halb fünf wieder. Und zwar so, dass du gedacht hast, also hier geht die Disco los. Also nicht normale Lautsprecher von einem Auto, sondern Boomboxen. Und irgendwann bin ich dann aus meinem Wohnwagen raus und bin latent ausgeflippt. Aber das ist ja wirklich eine absolute Ausnahme. Normalerweise ich bin jetzt halt viel dazu übergegangen, vorab Dinge zu klären. Also um auch so ein bisschen.
Ja so, wie soll ich sagen, um es eben gar nicht so weit kommen zu lassen. Also dass man halt vorher fragt oder vorher sagt, du, wir haben hier einen Hund, bitte pass auf, dass deine Kinder nicht über unsere Parzelle laufen oder den streicheln wollen. Oder dass man sagt, stört es sich, wenn ich hier rauche, dann gehe ich noch einen Meter weg oder so. Also dass man einfach vorher mal miteinander da spricht oder dass man auch am Campingplatz mal abfragt beim Einchecken, wie sind denn hier so die Gepflogenheiten, also nicht nur nach der Hausordnung gucken, sondern auch mal sagen, wie ist es denn hier mit abends noch reinkommen, auch wenn die Schranke offen ist, kann man das machen oder ist das irgendwie blöd, dann lasse ich das Auto halt draußen stehen, wenn wir irgendwie unterwegs sind, so auf die Art, weißt du, dass man diese ungeschriebenen Campingplatzgesetze, die wir vielleicht nicht durchschauen, einmal so ein bisschen vorab abklopft. Ja, und man kann auch, glaube ich, viel Konfliktpotenzial wegnehmen, wenn man einfach auch schon mal Hilfe angeboten hat. Wir hatten das jetzt auch wieder, wir haben auf dem Messestand aufgebaut und der Nachbar war alleine und wir haben da fast unison gesagt, du, hier, wenn du eine Hand brauchst, dann sag uns einfach Bescheid.
Und so war es auf dem Campingplatz jetzt auf dem Caravansalon. Ich kam an und es direkt einer angekommen hat und hat gesagt, hier brauchst du Hilfe beim Abkoppeln und ein anderes dazu gekommen. Und wenn du das natürlich auch einfach bewusst einsetzt, also gar nicht um jemanden zu manipulieren, aber wenn du einfach dich überwindest, die Hilfe anzubieten, dann hat das auch nochmal einen ganz anderen Effekt auf die anderen Menschen, weil die sofort ein positives Gefühl mit dir verbinden, die meisten zumindest. Und das kann halt auch helfen. Und mir fällt das auch immer sehr, sehr schwer, das habe ich ja jetzt ein paar Mal gesagt, fremde Menschen anzusprechen. Und für mich war alleine Menschen auf dem Campingplatz grüßen eine riesige Überwindung für viele andere. Die haben sich wahrscheinlich gedacht, was für ein unfreundlicher Arsch, weil der grüßt nicht, der ist was Besseres oder so. Und für mich ist es halt einfach eine riesige Herausforderung gewesen, was sich keiner vorstellen kann, der das nicht selber kennt.
Und ich habe da lange quasi geübt sozusagen, um das hinzubekommen. So heute ist das gängig und ich habe mich selbst in Leipzig jetzt erwischt, als ich mit Michi durch die Stadt bin, dass ich Leute gegrüßt habe. Du wirst teilweise komisch angeguckt.
In der Großstadt, ja. Teilweise grüßen die Leute auch sehr freundlich zurück, aber das war für mich ein langer Weg und auch quasi anderen nicht gleich zu verurteilen, sondern immer im Zweifel für den Angeklagten sein. Ja, der wird schon seinen Grund haben, sowas zu tun. Lass mal drüber reden, wie man das ändern kann. Ich glaube, das mag auch viele Dinge lösen. Naja, und im allergrößten Zweifel, wenn man sich nicht grün ist, dann muss man halt doch Parzelle wechseln. Also das Grüßen ist auch nochmal so ein Themenfeld, das mich wirklich schon sehr lange beschäftigt, weil oft muss man ja am Campingplatz mehrmals täglich an denselben Leuten vorbei, grüßt man dann jedes Mal. Also ich bin jetzt mittlerweile dazu übergegangen, ein bisschen die Zähne zu blecken und zu nicken, damit ich nicht jedes Mal Hallo schreie zu allen.
Gerade wenn man auch länger irgendwo steht. Ich merke manchmal, dass ich am Anfang weniger verstockt bin als nach einiger Zeit, weil man dann ja auch schon so die ersten Smalltalks mit den Leuten hatte und die dann ja auch immer nett sind, aber dass man manchmal halt dann auch nicht nochmal einen Smalltalk machen möchte, weil man dann nicht mehr weiß, was man noch Smalltalken kann, weil quasi das Repertoire bei Leuten wie uns dann sehr schnell aufgebraucht ist und man dann irgendwie kein Thema mehr findet und eigentlich entweder dann eben tiefgründiger sprechen würde oder einfach nur schnellst auf Klo gehen will und gar nichts großartig. Ja, hey, wie geht's? Und ja, was machst du heute noch so? Und dass ich dann manchmal merke, dass ich dann irgendwie verhuschter werde, als ich am Anfang war. Das kann ich mir dann auch immer gar nicht erklären.
Haben wir auch bei Nichtqualifiziert, also beim Zweitpodcast, glaube ich, schon drüber gesprochen, dass man sich manchmal auch so ein bisschen vor den Nachbarn versteckt, weil man gerade nicht imstande ist, irgendwie ein Gespräch zu führen.
Und das merke ich halt auf dem Campingplatz auch. Da kommst du an und dann hallo, dies, das und irgendwie, ja, dann fällt es mir manchmal schwerer, dann immer zu grüßen und ich glaube, das Lächeln und Nicken ist eine ganz gute Lösung, um zu sagen, ich habe dich gesehen, ich nehme dich wahr, ich freue mich, dich zu sehen, aber ich möchte jetzt eigentlich nicht schon wieder sprechen. Ja, und im Zweifel sagst du halt, ich habe jetzt auch keine Zeit, aber dieses… Das kann ich nie, das schaffe ich nie zu sagen durch, sorry, ich muss jetzt, das schaffe ich auch hier bei den Nachbarn nicht, weil die sind ja auch alle immer so nett. Also du musst es nicht lernen, du kannst auch weiter dann genervt sein, aber du darfst es natürlich lernen und es geht durch Training, durfte ich auch lernen und ich kenne aber auch dieses weirde Gefühl, quasi das vierte Mal den Nachbarn siehst, aber ich bin dann dazu übrigens, dass ich einfach nicke und gut ist das so. Du nix auch, okay. Man vermassst noch ein Moin oder was auch immer und vielleicht ein kurzes Gespräch und wenn du das dann wieder siehst, mache ich einfach ein Nicken und ja. Ich glaube, es gibt viele Menschen, für die sich das komisch anfühlt und es gibt da ja auch kein festes Protokoll, was wir zu tun haben. Das ist ja das Schwierige. Wir wissen also dann nicht, was wir tun. Dann orientieren sich Menschen gerne an anderen und wenn wir uns aber am anderen an der Stelle orientieren, dann gucken wir, was der andere macht. Und wenn sich beide aneinander orientieren, dann machen beide gar nichts.
Also so entstehen ja genau so eine Situation, weil wir doch am Ende alle gleich ticken und eigentlich uns gerne dann sozial an anderen Menschen orientieren. Und naja, dann kommt es eben dazu, dass dann keiner grüßt, weil der andere hat ja auch nicht gegrüßt. Ja, das schreibt uns doch mal, liebe Hörerinnen und Hörer, wie ihr das so empfindet und was ihr so über diese über diese Fettnäpfchen oder auch über diese fraglichen Punkte denkt, die wir jetzt gerade aufgemacht haben. Das würde mich wirklich interessieren, ob nur wir da so manchmal ein bisschen komisch sind oder uns auch vielleicht zu viele Gedanken machen. Vielleicht wird das auch gar nicht so wahrgenommen. Also es würde mich wirklich mal interessieren, was da so in der Community los ist und wie ihr auch solche Situationen empfindet. Weil ich glaube, dass ich zum Beispiel auch, ich weiß nicht, wie es bei dir ist, Sebastian, dass ich sehr feinfühlig bin, so für Schwingungen, also nicht esoterisch, sondern für so.
Für so Stimmungen zwischen Menschen und dass ich dann manchmal halt total überkompensiere, weil ich das Gefühl habe, ich muss jetzt irgendeine Stimmung ausgleichen. Und ich glaube, andere Leute haben da einfach ein dickeres Fell und denken so, ja gut, wenn der halt nicht grüßt, ist es halt so. Dann macht man sich da auch keine weiteren Gedanken. Das ist ja auch gar nicht dein Job, irgendwelche Stimmungen auszugleichen. Am Ende des Tages, wenn deine Überzeugung ist, du möchtest gegrüßt werden, dann grüß halt auch. Das ist ja relativ einfach. Und wenn du nicht gegrüßt werden willst, dann grüßst du halt nicht und dann ist das relativ einfach. Mir ist es eigentlich egal, ob ich gegrüßt werde oder nicht. Was ich nur schlimm finde, ist, wenn ich grüße und so ganz dienstbeflissen dann auch noch dazu irgendeine Handbewegung mache und lächle und die Person grüßt dann nicht zurück und dreht sich weg, dann fühle ich mich immer peinlich berührt. Aber das ist auch was, was man durchaus abschalten kann. Vielleicht fühlt sich die andere Person halt auch berührt, weil sie damit gar nicht umgehen kann. Ja, das kann sein. Und dann machst du einfach mal wieder, dann hilfst du der Person vielleicht auch da rauszukommen. Du weißt es am Ende nicht. Oder die Person hat es nicht richtig verstanden. Ich habe euch zum Beispiel, Halil, und dich zum Beispiel im Abbau beobachtet, wie euch die Nachbarin einen guten Appetit gewünscht hat. Ihr habt es aber beide nicht verstanden, was sie gesagt haben und habt ein ganz anderes Gespräch angefangen. Habt dann erst mal aneinander vorbeigeredet. Ah.
Ich bin nicht sicher, also euch scheint es nicht aufgefallen zu sein, den Nachbarn weiß ich nicht genau, ich konnte es nicht äußern. So eine Sachen passieren aber einfach. Ich habe dann auch kurz überlegt, ob ich es richtig stelle und dachte, nee, geht hier um nichts, musste nichts klarstellen und habe mir das halt einfach angeguckt und habe in mich reingegrinst. Wieso sagst du dann nichts? Das ist total peinlich. Haben wir da schlimm blöd reagiert? Ich war da auch in so einem Tunnel. Du warst freundlich, aber du hast was ganz anderes gesagt. Und dann hat sie dich nicht verstanden, weil es halt natürlich auch nicht dazu gepasst hat und laut war. Und dann habt ihr einen Moment gebraucht, um zueinander zu finden.
Habe ich gedacht, ich bin doch der Schwerhörige, wieso habe ich das jetzt verstanden? Aber ja, du warst wahrscheinlich konzentriert gerade auf was anderes. Ich bin da total im Tunnel. Du warst mit Essen beschäftigt. Ach, die Nachbarin. Okay, ja, also wenn ich mit Essen beschäftigt bin, da gibt es für mich nichts anderes mehr. Und sie hatte nur gesagt, guten Appetit, mehr nicht, weil sie halt gesehen hat, dass ihr das hier gegessen habt. und ihr so ... Ich weiß gar nicht. Und ihr habt irgendwas anderes verstanden, wie es geht. Oder wir fahren jetzt oder so. Ihr fahrt jetzt alles klar. Ist aber nicht schlimm. Ich glaube, außer mir ist das keinem aufgefallen. Und auch ich gehe jetzt nicht hier und dafür. Guck mal, die Nele, wie doof die ist. Am Ende des Tages war es lustig. Aber es verändert sich in keinem von uns dreien im Leben irgendwas dadurch. Nein, das stimmt. Muss man auch ein bisschen robuster werden wahrscheinlich.
Ach ja. Hörst du einfach nicht so viele Gedanken machen? mit diesem, dass du dir jetzt nur so einen schönen Ausstieg beschert hast, über den ich jetzt noch eine halbe Stunde grübeln werde, wahrscheinlich. Das brauchst du nicht. Ich sagte das, ja, wie gesagt, es ging nur um einen guten Appetit. Und ihr habt am Ende, seid ihr alle freundlich zueinander gewesen, ihr habt euch verabschiedet voneinander, schöne Messen. Ja, ich hatte sie ja auch noch gefragt, ob ich ihnen Essen mitbringen soll, von daher, ich versuche ja dann auch schon, auch wenn ich in so einem Tunnel bin, noch ein bisschen wahrzunehmen, was um mich herum passiert und ob andere Menschen vielleicht auch Bedürfnisse haben. Machst du sowieso immer super, deswegen brauchst du da nicht immer irgendwie dir Gedanken machen, dass du da nicht richtig bist. Und wir alle haben schwache Momente, wo wir nur gerade an uns denken, weil es wichtig ist und an jemand anders denken. Das ist ganz normal. Dafür brauchen wir uns aber nicht schämen. So, ich muss jetzt übrigens Schluss machen. Meine Mutti hat mir geschrieben, die haben Besuch, der Besuch hat mich ewig nicht gesehen und möchte mich gerne mal sehen und die warten jetzt schon eine halbe Stunde. Ich habe von einer halben Stunde zurückgeschrieben, ich bin in 20 Minuten fertig. Meine Tante wartet auch auf einen Anruf von mir, also passt. Jetzt erstmal Familie, genau. Schreibt uns mal, wie ihr so Sachen wahrnehmt und wie gesagt, wir werden über das ganze Thema so grüßen und so weiter nochmal in unserem Zweitpodcast sprechen und ähm.
Naja. Und der heißt nicht qualifiziert, weil du es nie sagst, wie der heißt. Stimmt, nicht qualifiziert, dafür sind wir nicht qualifiziert. Wenn man den Titel oder unseren Namen bei der Podcast-Plattform Europals sucht, findet ihr den und wir werden demnächst auch noch ein oder zwei weitere Podcasts starten. Nele hat ja auch noch einen weiteren Podcast gestartet, Fokus Pokus, um das nochmal schnell angesprochen zu haben. Also wer uns hören will, findet noch ganz viele Orte, um uns zu hören, auch zu völlig anderen Themen aber in diesem Sinne, ich hoffe es war unterhaltsam für euch wie gesagt, gebt uns ein bisschen Feedback WhatsApp-Link unten in der Shownotes oder auch Kommentar oder Podcast at CamperStyle, die einfach eine E-Mail schicken wir freuen uns sehr bis, Mittwoch, ciao Tschüss, schöne Grüße an deine Eltern Gebe ich weiter.