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Podcast: Camping und KI: Wie Chat GPT & Co. bei der Reiseplanung helfen können (Teil 1)

Nele und Sebastian nehmen dich heute nochmal mit in die Welt der künstlichen Intelligenz und zeigen dir, wie du Tools wie ChatGPT, Claude & Co. ganz konkret fürs Camping nutzen kannst. Sie geben dir wichtiges Grundlagenwissen mit auf den Weg, erklären die Tücken der neuen Technologie und verraten dir, was in ihren eigenen Versuchen super geklappt hat – und was in die Hose ging.

Da wir schon so schön im Thema KI drin sind, gibt es gleich noch eine Folge zum Thema Reiseplanung hinterher. Nele und Sebastian tauschen also ihre Campinggeschichten gegen Prompts, ihre Reiseerfahrungen durch KI-Experimente und ihr eigenes Wissen durch Sprachmodelle aus. Du erfährst ganz konkret, wie wir ChatGPT, Claude & Co. für unsere bevorstehenden Reisen nach Katalonien und Montenegro eingesetzt haben – und was auch du für deine eigenen Touren daraus mitnehmen kannst. Natürlich mit ehrlichem Blick auf die Vorzüge und Tücken der neuen Technologie.

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Darüber haben wir in dieser Episode gesprochen

  1. Was steckt hinter Begriffen wie ChatGPT, Claude, Grok, Gemini und Perplexity und wie funktionieren Sprachmodelle grundsätzlich?
  2. Halluzinationen, veraltete Daten und erfundene Campingplätze: Wo KI dich ganz selbstbewusst in die Irre führt – und warum du das oft nicht merkst
  3. Datenschutz beim KI-Einsatz: Welche Daten du lieber nicht in die LLMs eingeben solltest
  4. Wie Nele mit einem kontextreichen Prompt in Claude eine detaillierte Katalonien-Route inklusive Campingplatzempfehlungen, kulinarischen Tipps und Podcast-Ideen erstellt hat
  5. Sebastians Montenegro-Planung: Wie aus einem schlechten ersten Prompt durch gezieltes Nachfragen eine durchdachte Route mit Passwarnung, Fahrzeitkalkulation und rechtlichen Hinweisen zum Drohneneinsatz wurde
  6. Bilderkennung im Camping-Alltag: Speisekarten übersetzen, Fahrzeuganzeigen analysieren, Ersatzteile identifizieren – was mit Fotos und Video in der Claude-App möglich ist
  7. Reiseplanung direkt in Google Maps exportieren mit Claude Cowork – und wie das mit einem einzigen Prompt funktioniert hat
  8. Sicherheitstipps für Katalonien per KI: Pannenmasche auf der A7, falsche Polizisten und warum man vor La Jonquera tanken sollte

Jetzt bist du dran – teile deine KI-Erfahrungen!

Nutzt du ChatGPT, Claude oder andere KI-Tools schon für deine Campingplanung – und hast du dabei vielleicht auch schon eine Fehlinformation oder einen erfundenen Campingplatz entdeckt? Oder machst du deine Reiseplanung lieber selbst? Dann schick uns gerne eine Nachricht an podcast@camperstyle.de oder per WhatsApp!

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Das Transkript der Folge

Diese Zusammenfassung wurde von einer KI erstellt und kann daher kleine Unklarheiten oder Fehler enthalten. Es dient zum schnellen Nachschlagen der in der Episode besprochenen Themen. Anhand der Zeitstempel sind diese dann einfach im Podcast nachzuhören.

Nele: Hallo und herzlich willkommen zu Camper Style, deinem Camping-Podcast. Ich bin Nele. Sebastian: Und ich bin Sebastian und heute sprechen wir über KI und Camping. Nele: Wir hatten's ja eigentlich vor in der letzten Kaffeepause oder in der vorletzten, ich weiß es gar nicht mehr genau, ähm, hatten wir vor, dass wir da sch... schon mal euch so 'n Überblick geben, was wir jetzt in der letzten Zeit alles mit KI gemacht haben, was wir für Versuche gemacht haben, was gut verlaufen ist, was nicht so gut verlaufen ist und da wollten wir euch einfach 'n bisschen teilhaben lassen. Und es könnte sogar sein, dass es zwei Folgen werden, weil ich hab schon gesehen, Sebastian hat auch sehr viel Grundlagenwissen vorbereitet, während ich dann eher so 'n bisschen aus der Praxis erzählen werde. Sebastian: Ja, also die Menschen, die sich schon intensiv mit, mit KI beziehungsweise Sprachmodellen, ähm, ChatGPT, Claude, äh, Grok, ähm, Mistral ... Nele: Perplexity Sebastian: ... Manus und wie sie alle heißen, beschäftigen, sehr intensiv und viel beschäftigen, die werden vielleicht jetzt grad am Anfang ein bisschen gelangweilt sein. Das müsst ihr dann eventuell skippen. Für alle die, die sich noch gar nicht mit der Technologie beschäftigt haben oder vielleicht auch noch nicht im Campingkontext oder nur mal reingeguckt haben, für die gibt's, glaub ich, 'ne ganze Menge spannender Sachen. Ich hab mich auch dazu entschieden, dass wir in die Episode Grundlagen reinnehmen, weil ich glaube, dass es wichtig ist, um ein Verständnis für die Technologie zu entwickeln, wie sie einem nutzen kann und wo auch Risiken bestehen, die gibt es definitiv. Mm, und das ist vielleicht ein bisschen theoretisch und vielleicht auch 'n bisschen langweilig. Wir versuchen, da schnell durchzugehen, aber ich hab für mich gelernt, dass wenn Menschen das wissen, dann können sie die Technologie viel besser und zielgerichteter einsetzen. Und, ähm, es soll schon ein Campingfokus hier sein. Äh, das-- So ist auch die Idee entstanden, weil wir einfach für unsere beiden Trips, die wir demnächst machen, äh, sehr stark mit KI gearbeitet haben in der Recherche. Das mag jetzt für den einen oder anderen doof sein, weil er sagt: „Ja, aber die Planung ist so das Coole." Dann nutzt an der Stelle keine KI, wenn das für euch das Wichtige ist. Für mich ist der Planungsprozess immer mega nervig gewesen. Nele: Für mich auch. Sebastian: Und deswegen kürzen wir den ab. Aber es soll hier nicht darum gehen, dass ihr 'ne Technologie nutzen müsst. Wir wollen euch zeigen, was man damit machen kann und was vielleicht auch nicht. Und ihr entscheidet einfach, ob ihr das gut findet und nutzt oder nicht und es ist alles fine. Nele: Ich möchte auch noch mal vorwegschicken, dass das für mich jetzt auch so 'n bisschen einfach 'n Experiment war. Ich weiß überhaupt noch nicht, ob ich mich überhaupt an die Route halten werde, die ich ausgearbeitet habe per KI. Ähm, aber was ich schon mal vorwegschicken kann, dass richtig coole Campingplatzempfehlungen auch dabei waren von Plätzen, die ich teilweise schon kenne aus früheren Reisen. Und ich werd jetzt zum Beispiel morgen, also am Tag nach der Aufzeichnung dieser Folge, auch mit 'nem Campingverband aus der Region sprechen und mal mit denen draufgucken, ob die Route überhaupt so realistisch ist und was die vielleicht auch sonst noch empfehlen würden. Also ich, ich würde auch immer da bei, bei so 'ner Planung eben Raum lassen für spontane, äh, Gedanken, für spontane Empfehlungen, aber ich fand's einfach spannend, mich da mal mit auseinanderzusetzen. Sebastian: Guter Punkt, auf den wir viel, viel, viel, viel später dann zu sprechen kommen, was du grade gesagt hast. Ähm, aber lass, lass doch erst mal wirklich so mit den, mit den Basics anfangen. Nele: Jo. Sebastian: Ähm, ChatGPT hat ja wahrscheinlich fast jeder, der uns zuhört, schon mal, ähm, gehört. Ähm, Claude von Anthropic vielleicht nicht ganz so viel oder Grok von, von X, ähm, oder Mistral oder Perplexity und wie sie alle heißen. Es gibt unheimlich viele, ähm, ja, Modelle und, äh, Anbieter da draußen und ich will erst mal überhaupt sagen, w-was meinen wir eigentlich, wenn wir über KI aktuell sprechen? Also KI ist ja künstliche Intelligenz oder auf Englisch AI, Artificial, Arti... Oh Gott, ist das nicht so- Nele: Artificial Intelligence. Sebastian: Danke schön. Ähm. Nele: Jetzt noch auf Französisch. Sebastian: Ich hab keine Ahnung. Intelligenz, äh, ich weiß es nicht. Nele: Ich weiß-- Brauchen wir nicht vertiefen. Ich wollt dich nur ärgern. Sebastian: Und am Ende des Tages sind das die Dinge, über die wir grade mit KI sprechen, sind eben Sprachmodelle beziehungsweise auch Video- und Bildmodelle. Und es ist vor allen Dingen generative KI. Also das bedeutet, das sind, ähm, Tools und Werkzeuge, die etwas generieren. Ähm, und zwar zumeist sind es erst mal Sprachmodelle. Das heißt, das sind quasi Maschinen, die wurden aus Milliarden von Texten trainiert, die im Netz zusammengesucht wurden und die haben damit quasi trainiert bekommen, wie Sprache funktioniert. Also das heißt, die haben überhaupt kein Verständnis, wie wir Menschen das haben von den Dingen, die sie da so dr... in ihrem Wissen haben, sondern die wissen einfach, welches Wort als Nächstes am wahrscheinlichsten kommt. Also das heißt, wenn ich 'ne Frage stelle, ähm: „Wo kann ich in Montenegro campen?" Dann hat dieses Sprachmodell einfach so viele Worte drin, dass es weiß, was wahrscheinlich die Wortreihenfolge für meine Frage, die richtig ist, um 'ne Antwort zu geben. Und nicht mehr, aber auch nicht weniger. Und das klingt jetzt erst mal relativ profan, aber durch diese schiere Masse an Texten und dass das eben auch nicht auf irgendwelchen, ähm, Füllertexten, also die keinen Sinn haben, trainiert wurde, sondern eben wirklich auf echten Texten aus dem Netz, ähm, sind diese Modelle für uns sehr, sehr hilfreich. Ja, also im Prinzip ist das wie 'n, 'n, also wie 'n super belesener Gesprächspartner, ja. Der kann zu allem was Sinnvolles sagen. Ähm, teilweise erzählt er aber auch völligen Quatsch, ist dabei aber so überzeugend, dass man ihm's glaubt. Und das ist 'n bisschen das, was KI macht. Also das heißt, wir sprechen dann von Halluzination. Das heißt, die erfindet auch Dinge oder erzählt auch manchmal Blödsinn, weil natürlich in den Daten aus 'm Netz auch Dinge drinstehen, die Quatsch sind. Sei es jetzt, dass Menschen andere Sachen glauben, also dass die Erde flach ist, dass, ähm, äh, Reptiloiden uns beherrschen oder auch, äh, Sarkasmus, äh, wo zum Beispiel Leute bei Reddit schreiben, 'ne, 'ne Pizza, die Salami, dieklebst du am besten mit, mit Tapetenkleister fest, damit die besser hält, wenn du die Pizza trägst. Ähm, und die Maschine weiß nicht, dass das Sarkasmus ist und meint dann, das ist eben, äh, ein, äh, eine gute Antwort sozusagen auf die Frage, wie man Salami auf Pizza befestigen kann. Nele: Und das ist ja im, das ist ja im Grunde auch die Gefahr, wenn sich Medien, Content Creators, die hohe Qualität produzieren, aus dem Internet, ähm, oder aus der Content-Produktion zurückziehen, wie das ja leider in der Blog-Sphäre im Moment so 'n bisschen passiert, weil die Leute einfach gefrustet sind, ähm, weil die KI eben so viele, äh, Besucherzahlen gekostet hat, weil die einfach das nicht mehr leisten können, ähm, dann wird halt irgendwann auch die KI sich quasi inzestuös um sich selbst drehen und dann ist eben die Gefahr, dass halt je weniger Input von außen kommt, von echtem Wissen, dann eben umso mehr Quatsch erzeugt wird. Sebastian: Das ist tatsächlich 'ne Gefahr. Ähm, da könnten wir alleine noch mal Podcast-Folgen zu füllen. Das, darum soll's jetzt hier nicht gehen. Das ist aber tatsächlich so 'n Thema, was natürlich auch uns Content Creator, ähm, beschäftigt, ja, wo unser Platz in Zukunft sein wird. Weil klar, auch wir können Artikel mit KI erstellen. Die enthalten dann das gleiche Wissen, was auch alle anderen, äh, Creator quasi haben, wenn sie ihre Artikel mit KI erstellen. Was uns halt ausmacht, ist, dass wir über Dinge schreiben, mit denen wir eben Erfahrung haben. Also sprich, wir sind jetzt immer auf 'ner Reise nach Katalonien, nach Montenegro, ähm, wir testen da Sachen aus, äh, und das kann 'ne KI eben derzeit nicht realisieren, ähm, aber viele Dinge eben schon. Also, und wenn wir jetzt so 'n bisschen den Gegenspieler zur KI angucken, dann wär das zum Beispiel Google als Suchmaschine, die quasi das, das Wissen des Webs zugänglich macht, einsortiert und eben entsprechend im Algorithmus auch ausgibt. Auch das, auch diese Maschine ist nicht unfehlbar. Sie liefert eben durchaus Ergebnisse, die, ähm, vielleicht nicht die besten sind, nicht richtig sind, die manipuliert sind. Aber das ist so 'n bisschen der Gegenspieler. Und wer jetzt eins und eins zusammenzählt, der wird darauf kommen, dass man natürlich ja schlauerweise beides kombinieren kann, um, äh, Dinge besser zu machen, ne. Da kommen wir später noch mal dazu. Also das heißt, wenn wir jetzt wissen, so 'n Sprachmodell, ja, ChatGPT zum Beispiel oder Claude von Anthropic, ähm, sind quasi nichts anderes als statistische Modelle, die einfach wissen, wenn ich fünf Worte aneinanderreihe und da reingieße, dann weiß diese Maschine, welche Worte es aneinanderreihen muss, um mir 'ne Antwort zu geben. Und das ist erstaunlich gut und versetzt auch uns, die wir täglich damit arbeiten, immer mal wieder an verschiedenen Ecken an, ver, äh, erstaunen. Das Ganze funktioniert auch mit Bildern, mit Video, mit Audio. Also das heißt, ich kann mir Bilder generieren lassen, die mittlerweile sehr, sehr gut aussehen. Ich kann mir Videos generieren lassen. Die sozialen Netzwerke sind aktuell voller KI-generierter Videos. Ähm, ich kann Musik generieren lassen, ähm, ganze Lieder und, äh, vieles andere mehr. Da gibt's alles verschiedene Modelle. Die sind dann eben nicht auf Sprache, sondern eben auf Bildern oder auf Video oder eben auf Musik trainiert. Aber das alles ist schon in einer erstaunlich guten Qualität möglich. Nele: Mhm. Sebastian: Ähm, und wenn ich mir dann die Kommentare zum Beispiel unter den, äh, KI-Videos bei Insta so angucke, dann seh ich auch, dass die Hälfte der Leute gar nicht checkt, was sie da sehen. Ähm, und teilweise sind die Grenzen zu, was KI-generiert ist und echt ist, dass man's erkennen kann, auch schwierig. Für uns meistens gut erkennbar. Manchmal muss ich zweimal hingucken. Für Menschen, die sich nicht viel damit beschäftigen, ist es häufig sehr, sehr schwer auseinanderzuhalten. Was auch natürlich 'n gewisses Risiko ist, weil ich, äh, Fakes und, und irgendwelche Propaganda natürlich viel einfacher gestalten kann. Aber auch darum soll's halt nicht gehen. Wir wollen ins Camping gucken. Was kann so 'ne KI denn jetzt oder so 'n Sprachmodell denn jetzt für uns leisten, wenn wir im Campingkontext gucken? Also was es gut kann, ist zum Beispiel Texte zusammenfassen, umstreichen und übersetzen. Ich kann nachher auch Beispiele, wie wir das im Camping nutzen können. Wir können Ideen brainstormen, strukturieren. Wir können komplizierte Sachen einfacher erklären lassen. Da denk ich zum Beispiel an komplizierte, ähm, Regelungen für eine Umweltplakette in einem Land, dessen Sprache ich nicht spreche. Ähm, und wir können mit der KI eben auf Fragen eingehen. Wir können nachfragen oder sie kann nachfragen, wir können Dialoge führen. Was können Modelle nicht? Ähm, aktuelle Infos garantieren, ja. Also das heißt, zuverlässig bestimmte Öffnungszeiten, Preise, Verfügbarkeiten recherchieren in Einschränkung, wenn diese Modelle eine angebundene Websuche haben. Also dass sie zum Beispiel selber googeln, bingen oder was auch immer können, ja, das Netz durchsuchen können beziehungsweise bestehende Suchmaschinen nutzen können, dann können sie die Infos finden, aber auch da können natürlich Fehler passieren. Nele: Da denk ich jetzt grade auch so 'n bisschen an so Themen wie Maut, die sich regelmäßig ändern, wie zum Beispiel jetzt eben, ähm, aktuell auch wieder, gab's für 2026 wieder Preisänderungen, es gab Regeländerungen und das ist mir noch so präsent, weil da sitz ich nämlich gerade gemeinsam mit unserer Kollegin an der Recherche für die ganzen Länder. Und da haben wir auch gedacht, vielleicht könnten wir da 'n bisschen die KI einspannen, die uns helfen soll, ähm, die ganzen, ja, Neuerungen zu identifizieren und das hat zum Beispiel Claude und ChatGPT gar nicht hinbekommen. Also wenn ihr da Informationen sucht, dann greift besser auf zuverlässige Quellen zurück wie ADAC oder auch dann natürlich bald bei uns, wenn wir mit der Recherche durch sind. Sebastian: Und was aber gut funktioniert, ist, wenn ich die Daten und Quellen habe, dann die KI zu nutzen, um das Ganze zusammenzufassen. Nele: Mhm. Sebastian: Ja, das ist wieder was, was funktionieren kann. Ähm, was 'ne KI noch nicht gut kann, ist rechnen und exakte Fakten, äh, quasi wissen, ja. Das heißt, die halluzinieren Dinge. Also die KI ist immer oder so 'ne Sprachmodelle sind immer bestrebt, euch 'ne Antwort zu geben. Die werden euch auch immer 'ne Antwort geben. Die werden ohne speziellen Prompt auch nicht sagen: „Ich weiß das nicht." DieWie, ich nenn es immer so schön, professionelles Auftreten bei absoluter Ahnungslosigkeit und das können die wirklich gut und ihr merkt das nicht, wenn ihr euch in 'nem Bereich nicht auskennt und das ist eine der großen Gefahren. Und das klingt auch alles überzeugend und logisch. Die erfinden komplette Studien, die dir irgendwie beweisen, dass Seife essen eben gesundheitsförderlich ist. Und das klingt auch alles logisch, bis man wirklich halt ins Detail geht, überprüft und dann merkt, das ist alles erfunden. Ähm- Nele: Da könnt ihr gerne mal, Entschuldigung, wenn ich dich unterbreche, das, äh, ist 'ne ganz gute Übung, um sich mit dem Thema mal so 'n bisschen anzunähern. Wenn ihr mal möchtet und 'n bisschen Lust und Zeit habt, könnt ihr das gerne austesten, indem ihr einfach mal schreibt: Wer ist ... und dann euren Namen eingebt. Das hab ich nämlich mal gemacht, da kamen auch ganz abgefahrene Sachen raus. Obwohl's von mir ja so viel im Internet auch gibt seit über 25 Jahren. Sebastian: Ja, da würde ich jetzt sofort sagen: Ja, dein Prompt ist auch schlecht. Da kommen wir später dazu, warum das noch 'n Thema ist. Also es ist, kann, muss nicht immer ein perfekter Test sein, aber wichtig ist zu wissen, es kann alles erfunden sein. Oder es ist veraltet, weil ja diese, dieses Training dieser Maschinen dauert sehr lang, ist sehr teuer und, äh, das basiert nicht auf aktuellen Daten, sondern da gibt's irgendeinen Trainingstopp, also oft vor 'nem halben Jahr oder vor 'nem Jahr. Das heißt, auch die Daten und Fakten, die da in dem System drin sind, also da sind ja schon aus'm Netz Informationen drin, die eben richtig oder falsch sein können, aber die sind auch teilweise eben alt. Also das heißt, die sind ganz aktuell nicht drin. Das ist auch ein Thema. Und, ähm, es fehlt persönliche Erfahrung, ne. 'Ne KI war nie auf'm Campingplatz. Die hat sicherlich Trainingsdaten von Menschen, die mal 'n Campingplatz besucht haben und darüber geschrieben haben, aber sie war nicht selber da. Und auch Dinge, die in Echtzeit recherchiert werden müssen, kann erst mal so 'n Sprachmodell per se nicht. Man kann das aber natürlich erweitern, dass es das kann. Nele: Also ich kann jetzt zum Beispiel nicht fragen: Wie ist grade das Wetter in Barcelona? Oder, ähm: Wie ist die Auslastung des Campingplatzes XY? Sebastian: Und du wirst aber vermutlich häufig 'ne Antwort bekommen. Nele: Genau, genau. Sebastian: M-m-seltener 'ne Antwort wie: Das weiß ich nicht. Und gerne auch mal, also beim Wetter ehne, eher als vielleicht bei der Buchung, wirst du 'ne Antwort bekommen, wie das Wetter grade vermutlich ist. Äh, je nach Sprachmodell und Variante auch unterschiedlich, äh, gut oder auch unterschiedlich ehrlich. Aber das ist auf jeden Fall 'n großes Risiko, was eben auch sehr stark schwanken kann. Nele: Ja. Sebastian: Also das, das heißt, was sollte euch bewusst sein, wenn ihr Sprachmodelle benutzt? Die KI halluziniert. Wir nennen das Halluzination, die erfindet einfach Dinge. Ähm, die KI erfindet einfach, ohne rot zu werden, Campingplätze, die es nicht gibt, mit Preisen, mit Adressen, mit Ausstattung. Nele: Ja, manchmal sogar mit, mit Links, die ins Nirgendwo führen. Sebastian: Ja. Es hat, äh, die Dre..., die, die Sprachmodelle haben veraltete Daten drin. Alles, was ihr dort eingebt, landet beim Anbieter des Sprachmodells. Also wenn ich in ChatGPT was eingebe, dann landen die Daten erst mal bei OpenAI. Wenn ihr einen bezahlten Tarif habt, dann sagen die im Normalfall: Ja, wir nutzen diese Daten nicht fürs Training. Ob wir dem glauben, müssen wir selber entscheiden. Was ich auf keinen Fall machen würde oder mir immer gut überlegen würde, ob der Preis gerechtfertigt ist, sind private Daten dort einzugeben. Ähm, was ich niemals machen würde, sind irgendwelche Passwörter einzugeben, äh, Buchungsdaten, Tickets hochladen und Ähnliches. Das würde ich strikt vermeiden. Meine persönlichen Daten, mein Name, mein Alter, bestimmte Sachen, muss ich selber entscheiden, ob ich das dem Anbieter mitgeben möchte, ob das im Zweifel in den Trainingsdaten landet oder nicht. Der Preis kann manchmal es wert sein. Das kann manchmal völlig okay sein, dass ich das tue, aber das sollte ich mir wirklich ganz genau überlegen, ob ich das tue. Also das heißt, wenn ihr 'ne Antwort von der KI bekommt, dann würd ich das immer so wie 'n Tipp von 'nem Kumpel behandeln, der sich gut auskennt, aber eben auch öfter mal falsch liegt. Man sollte es noch mal gegenchecken. Und da sagen jetzt von euch einige von euch vielleicht: Ja, aber dann, dann kann ich's ja auch gleich selber machen. Das ist an manchen Stellen gar nicht so falsch. Ähm, diese Sprachmodelle können euch halt einfach Zeit sparen, wenn ihr viel macht und wenn ihr lernt zu prompten. Also das heißt, ich kann diesem Sprachmodell ja, das nennt sich prompten, 'ne, 'ne Frage stellen und 'ne Aufgabe geben. Und je besser mein Prompt ist, desto besser werden auch die Antworten werden und desto näher komm ich auch an ein echtes Ergebnis beziehungsweise auch an eine ehrliche Aussage. Nele: Da haben wir dann auch später noch Beispiele für euch, damit ihr euch das so 'n bisschen besser vorstellen könnt und vielleicht auch so eigene Anhaltspunkte dann daraus ableiten könnt. Sebastian: Genau. Und diese Sprachmodelle haben sich natürlich im Laufe der letzten zwei, drei Jahre massiv weiterentwickelt und wurden auch mit ganz vielen Tool angereichert, ähm, die eben diese Mankos, die ich grad angesprochen habe, ein ganzes Stück weit, ähm, aufheben und verbessern. Also ein Thema, was ich schon gesagt habe, ist das Thema Websuche oder auch Grounding. Das bedeutet, die meisten KI-Tools, also Claude, ChatGPT, Grok, ähm, recherchieren oder können im, im Internet recherchieren, können eine Websuche durchführen und können quasi ihre Antworten mit, äh, quasi recherchierten Daten unterfüttern und können auch echte aktuelle Quellen finden. Sie tendieren trotzdem ab und zu dazu, welche zu erfinden. Man, also ein Trick hier an der Stelle ist zu sagen: Bitte recherchiere intensiv im Netz dazu. Oder: Bitte denke intensiv darüber nach. Und dann auch noch mal Kontrollfragen zu stellen, wenn man Antworten bekommen hat. Hast du dir das jetzt ausgedacht? Äh, hast du das wirklich recherchiert? Gib mir Quellen, wenn ich keine Quellen schon angegeben bekomme. Nele: Das, ja, das mit den Quellen ist auch so 'n Thema, was ich sehr häufig nutze. Aber was mir immer noch nicht so ganz klar ist: Woran erkenne ich denn, ob die KI grade oder das Sprachmodell grade im Internet tatsächlich was sucht oder ob's aus den Erinnerungen oder aus dem Gedächtnis, äh, zitiert? Sebastian: Man sieht meistens, was die KI tut. Das versteckt sie, aber man kann das oft ausklappen, ähm, das, was sie grade tut. Und wenn man das sich ausklappt, sieht man zumeist, was der Prozess war, um sozusagen zur Antwort zu bekommen. Und im Zweifel kann ich natürlich auch einfach mal rückfragen: „Hast du das jetzt recherchiert oder hast du das, äh, aus deinem Speicher genommen sozusagen?" Und dann bekomm ich recht schnell 'ne Antwort. Und alles, was nicht recherchiert ist, dem würd ich erst mal absolut misstrauen. Nele: Mhm. Sebastian: So, und ähm, das heißt, alle aktuellen Sachen, die könnt ihr versuchen, ähm, recherchieren zu lassen über die Websuche. Die würd ich aber niemals quasi aus den Trainingsdaten benutzen. Aber viele-- Also KI ist natürlich auch oder die Nutzung von diesen Sprachmodellen, von KI-Modellen ist sehr teuer, weil sie braucht sehr viel Rechenkapazität, sie braucht, äh, Strom, dies, das, jenes. Deswegen sind die Modelle natürlich auch auf Effizienz getrimmt. Die sollen möglichst wenig verbrauchen, so wie unser Gehirn auch, ja. Beim Autofahren müssen wir nicht nachdenken, weil diese Dinge unterbewusst stattfinden und so ist KI auch. Das heißt, wann immer möglich, vermeidet sie natürlich riesige Nachdenkvorgänge. Das heißt, es gibt dann auch spezielle Modelle, die muss ich oft bezahlen, die dann intensiver nachdenken können, die das auch tun, ähm, und die dann halt auch entsprechend teurer sind oder überhaupt nur gegen Bezahlung funktionieren. Und auch die, die Anbindung an Suchen sind natürlich sehr unterschiedlich. Und da fang ich noch nicht mal davon an zu erzählen, dass zum Beispiel 'ne, 'ne KI wie Grok, ähm, nicht mehr zum Beispiel Wikipedia benutzt, sondern, äh, Elon Musk der Meinung ist: „Ja, dieser links-woke Scheiß, der da drin steht, das mach ich besser", und hat seine eigene Grokipedia gestartet- Nele: Mhm. Sebastian: -wo er dann quasi die Geschichten, äh, selber mit seinem Team nach seinem Gutdünken entsprechend, äh, umschreibt. Also auch diese Gefahr hab ich natürlich. Aber wie gesagt, ihr seht's bei den Tools, wenn da steht: Suche im Web, ne, und auch wenn Quellen angegeben werden, das sind zumeist kleine Links mit 'ner, mit 'ner Zahl oder mit 'ner URL, dann ist das im Normalfall eben 'ne Websuche, die passiert ist und dann kann ich mir die Quellen auch angucken. Ja, wie gesagt, die, die Steigerung davon ist halt so die Deep-Research-Modelle. Die gibt's bei Claude, die gibt's bei ChatGPT, die gibt's bei, ähm, Gemini. Ach so, Gemini hab ich die meiste Zeit vergessen. Das ist ja das Modell von Google, ähm, das ja in immer mehr Google-Diensten auch Einzug hält. Ihr kennt's sicherlich auch mittlerweile aus der Google-Suche, wenn ich da was eingebe, dass es oben so 'ne Zusammenfassung gibt, dass es halt KI-basiert. Ähm, auch da passieren Fehler, ja. Auch da steht manchmal wirklich absoluter Bullshit, den Google da fabriziert. Ähm, nicht immer, aber immer wieder. Nele: Mhm. Sebastian: Ähm, und so Deep-Research-Sachen, also zum Beispiel Gemini hat einen, äh, Ultra-Modus, der auch, ich glaub, 100, 200 Euro im Monat kostet. Da ist der dann teilweise mal 'ne halbe Stunde mit Recherche beschäftigt. Also da geht das Modell schon richtig tief in Recherche und auch ins Nachdenken. Und die Antworten, die da rauskommen, die sind dann schon nahe dem, was ein Mensch in einer sehr intensiven Recherche quasi rausfindet. Aber nichtsdestotrotz kann die KI zum Beispiel nicht mit, äh, Sarkasmus oder Ironie umgehen, ja. Das heißt, diese Dinge können immer noch als Antworten ausgegeben werden, als richtige, obwohl es sarkastisch oder ironisch gemeint war. Und die geben dann eben auch ausführliche Quellen mit an, ähm, sodass ich eben das auch nachvollziehen kann. Nele: Was ich ganz cool finde bei Claude zum Beispiel, der braucht ja manchmal auch sehr lange, um Dinge umzusetzen, aber er lässt dich daran teilhaben, was er grade tut. Also du bekommst da quasi wie so 'n Live-Protokoll. Dann sagt er: "Ja, ich guck mir jetzt gerade deine Podcasts an, deine Transkripte und dann vergleiche ich als Nächstes die Campingplatzdaten." So, also dass man immer so 'n bisschen weiß, wenn man Bock hat, sich davor hinzusetzen und zu warten, immer so 'n bisschen weiß, was ist denn gerade der aktuelle Stand. Und daraus kann man ja auch wieder so 'n bisschen ableiten oder, oder, ähm, für sich erkennen, wie so 'n Modell arbeitet. Das find ich immer ganz spannend eigentlich, wenn ich Geduld habe in dem Moment. Ansonsten geh ich einfach in die Küche und hol mir was zu trinken oder zu essen. Sebastian: Was schon, was schon ganz konkreter guter Nutzen ist, ist zum Beispiel Bilderkennung und Fotoverständnis. Also Fotoverständnis ist falsch. Die KI versteht's ja nicht, aber sie kann uns quasi durch die Trainings helfen, was auf 'm Bild ist. Also was, was ich immer mal wieder mache, ist, äh, also ich hab, äh, Claude, also ich nutze primär fürs Arbeiten mittlerweile Claude und Gemini, ähm, weniger ChatGPT und hab die Claude App auf meinem Handy und, ähm, letztens hat meine Frau 'n Teil hier in der Wohnung gefunden, hat mich gefragt: "Was ist das?" Ich wusste es auch nicht. Also hab ich 'n Foto gemacht, hab's der Claude App gegeben, hat gesagt: "Was ist das?" Ne, und dann erkennt die zuverlässig oder hat da sehr zuverlässig erkannt, dass es irgendein Ersatzteil vom Kühlschrank war. Ähm- Nele: Krass. Sebastian: Man kann das dann, konnte das sogar in 'ner Websuche dann, äh, suchen, um's nachzu-nachzubestellen. Ich mach das mit Pflanzen, mit Tieren unterwegs, die ich sehe. Ähm, da sollte man aber drauf aufpassen: Ja, man kann Pilze, Pflanzen bestimmen lassen, ob sie essbar sind. Das kann aber herbeihalluziniert sein. Also ich würde mich nicht drauf verlassen. Äh, ne, im Zweifel ess ich eben den Knollenblätterpilz, der als, äh, gutartiger oder, äh, gut essbarer Wiesenchampignon erkannt wurde. Da muss man aufpassen. Ähm, 'ne Speisekarte, ja. Ihr seid in Italien im Restaurant, sprecht kein Italienisch, dann einfach 'n Foto der Speisekarte zu Claude rein. Äh, die sagt euch, was es ist, erklärt euch auch gern die Gerichte. Also das ist halt super. Nele: Generell auch Übersetzungen. Wenn ich jetzt zum Beispiel 'nen Campingplatz im Ausland anschreiben möchte, um zu fragen, ob da noch, ähm, ob da noch Parzellen frei sind für meinen Reisezeitraum oder Ähnliches, dann kann ich natürlich auch die KI dafür nutzen. Sebastian: Ja, ist keine Fotoerkennung. So Sachen haben wir später, aber ja, auf jeden Fall 'n Punkt.Ähm, ihr könnt vom Wohnwagentypenschild 'n Bild machen und die KI erklärt euch, was ihr da seht, was da drauf steht. Ihr könnt, ich -- Kollege hat letztens 'n Bild, ähm, oder hat der ein Sprachmodell einen Link zu Mobile gegeben. Der hat so 'n Winterauto gesucht für 200, 300 Euro und hat die Anzeige in 'ner, in 'nem, äh, Sprachmodell gegeben. Das hat die Bilder und den Text analysiert und hat dann gesagt, also hat wirklich auch die Bilder sich angeschaut. Hat auf Bildern zum Beispiel gesehen, dass die Luftansaugung mit Gaffer Tape geflickt war und hat da auf hingewiesen. Hat eben bestimmten Unfallschaden erkannt und darauf hingewiesen. Alles, was im Text nicht drinstand. Also so 'ne Sachen kann ich halt mit den Bilderkennungen machen lassen. Das funktioniert- Nele: Und war das dann auch zutreffend? Sebastian: Ja, ja, das war das, was let-- wenn es die Probleme an dem Fahrzeug waren. Und dann kann man halt selber einschätzen, ne: Kann ich das selber noch reparieren oder nicht? Nele: Mhm. Sebastian: Also, äh, alleine die Macht, was ich mit Fotos machen kann, ist gigantisch. Ich kann auch, äh, das ganze Video machen, ne. Ich kann also da wirklich die Videofunktion anmachen in der App und kann ihm Dinge zeigen oder der KI Dinge zeigen und sie sagt mir etwas dazu. Ich hab zum Beispiel letztens mein, äh, Computer-BIOS upgedatet und musste dann alle Einstellungen neu machen und dann hab ich wirklich von jedem, von jeder BIOS-Einstellung, ähm, weil ich halt 'n relativ hochgerüsteten Gaming-PC habe, hab ich jede BIOS-Einstellung mit Claude bin ich durchgegangen und, äh, hab mir sagen lassen, was sinnvolle Einstellungen sind, weil das alles so komplex ist, dass man das nur mit viel Recherche versteht. Hab natürlich überall so halbwegs, so halbes, halbes Expertenwissen, ne, wie man so schön sagt und weiß schon, wenn er mir Mist erzählt und kann das, äh, quasi deuten und kann das verstehen. Also vielleicht an der Stelle so 'ne, so 'ne KI ist so 'n bisschen wie so 'n bionischer Anzug. Also die verstärkt eure Kräfte noch, aber wenn ihr halt null Kraft an 'nem bestimmten Bereich habt, dann verstärkt sie im Zweifel auch nicht so richtig. Also wenn ihr gefährliches Halbwissen an vielen Stellen habt, ja, also euch so 'n bisschen auskennt in bestimmten Bereichen, dann kann die KI wirklich sehr, sehr hilfreich sein. Wenn ihr aber keine Ahnung habt, ist halt die Gefahr, dass ihr eben Halluzination zum Opfer werdet, viel, viel größer. Also das ist auch was, was ich euch mitgeben kann. Ja, das Gleiche, was ich mit Fotos machen kann, kann ich mit Dokumenten machen, ne. Ich kann PDFs, Dokumente an die KI schicken, 'ne Bedienungsanleitung von Wohnwagen zum Beispiel und kann halt fragen: Äh, ja, wie stell ich denn die Wei..., die Heizung auf Winterbetrieb um? Oder 'n Mietvertrag fürs Wohnmobil und kann sagen: Bitte fass mir alles zusammen. Oder die allgemeinen Geschäftsbedingungen. Wenn ich 'n Wohnmobil mieten möchte, kann ich mir eben bewerten lassen, was steht da drin. Ähm, ich kann mir, äh, ja irgendwelche ausländischen Dokumente da reinpacken, Gesetzestexte und so weiter und kann mir das übersetzen lassen. Ähm, seid vorsichtig mit persönlichen Daten. Das ist wieder das Gleiche, ne, weil das Dokument wird zum, äh, KI-Betreiber hochgeladen. Die Daten landen dann dort irgendwo. Ob sie fürs Training genutzt werden oder nicht, hängt daran, ob wir, äh, bezahlen oder nicht und ob wir das glauben, dass wir zugesichert bekommen, dass die Daten nicht zum Training benutzt werden. Ich könnte da auch meine Verträge hochladen und entsprechend bewerten lassen, ähm, und vieles andere mehr. Auch da immer dran denken, es kann zu Halluzinationen kommen, aber immer dann, wenn ich echte Daten reingebe und nur Antworten auf Basis der Daten mir geben lasse, ne. Also das heißt, ich lad 'n PDF hoch und stelle nur Fragen zu dem PDF und stell auch noch mal die Frage: Steht das in dem PDF? Dann kann ich mir sicher sein, dass die Angaben zu ziemlich großer Wahrscheinlichkeit richtig sind. Nele: Du hattest jetzt grade schon mehrfach das Thema Datenschutz angesprochen. Also ich mach's immer so, dass ich immer alles aus den Dokumenten rausnehme oder im Zweifel halt, ähm, ja nur Teile reinkopiere, wo nicht die persönlichen Daten von mir oder von anderen Personen oder Firmen erkennbar sind. Ich hatte das, glaub ich, in 'ner anderen Folge auch schon mal gesagt: Man kann natürlich Verträge und alles, ähm, dadurch analysieren lassen, aber da würd ich dann auch immer gucken, dass dann nicht der, der Vermieter, die Vermieterdaten und eure Daten mit drin sind. Sebastian: Ja, das ist 'n, 'n sinnvoller Punkt. Man muss natürlich auch wieder beachten, dass wenn ich Sachen aus Dokumenten rauslösche, da trotzdem noch Spuren drinbleiben können, weil vielleicht Word oder andere Programme da Historie, Änderungen abspeichern. Also da muss man 'n bisschen aufpassen. Ähm, und was so 'n weiteres Thema ist, dass diese Dinger oder diese Sprachmodelle eigentlich kein Gedächtnis haben. Also das heißt, wenn wir da vor, äh, 'nem Monat schon mal über was gesprochen haben, können die sich eigentlich nicht dran erinnern, aber, ähm, das entwickelt sich tatsächlich weiter, dass sich die Sprachmodelle eben auch alte Chats merken, da reingucken können und auch gezielte Funktionen haben wie Projekte oder Memory zum Beispiel. Und dann, dann kann ich mir zum Beispiel da 'n Projekt anlegen bei Claude, zum Beispiel Kroatien-Urlaub, ja. Und dann kann ich quasi da alles reinpacken, was ich so habe. Vielleicht 'n Mietvertrag, den ich schon mal bekommen habe, die AGB, 'ne Buchungsbestätigung. Wie gesagt, immer auf eure persönlichen Daten achten und nachdenken, ob ihr das reinpacken wollt, äh, wo ihr hinwollt. Und dann könnt ihr dort quasi immer wieder drin arbeiten und, äh, das Sprachmodell hat sozusagen das ganze Wissen immer an einer Stelle und weiß auch, worüber ihr schon gesprochen habt. Also das ist ganz hilfreich, weil ihr eben nicht jedes Mal von null anfangen müsst. Vielleicht an der Stelle aber noch 'n weiteren wichtigen Hinweis: Je länger ihr so 'n Chat mit dem, mit dem Sprachmodell macht, je länger das dauert, desto schlechter werden die Antworten. Also das liegt einfach daran, dass die, äh, dass das Sprachmodell ja alles das in so 'nem Chat quasi in seinem Speicher liegen hat und bei jeder Antwort quasi wieder verarbeitet. Und das sorgt dafür, dass es halt die Antworten immer schlechter werden. Das merkt man am Anfang nicht. Das wird dann erst im Laufe der Zeit langsamer deutlich. Deswegen kann es sinnvoll sein, wenn sie sich dann irgendwann verheddert oder, ähm, ihr quasi hängenbleibt, dann einfach mal 'n neuen Chat zu starten, der eben nicht dieseDiese ganze Last mitbringt. Genau. Ne, und dann könnt ihr im Vorfeld euch noch mal vom alten Chat vielleicht 'ne kleine Zusammenfassung schreiben lassen und könnt die in den neuen Chat reinpacken. Also das kann auch manchmal helfen. Ähm, mittlerweile merken in Anführungszeichen die Modelle das auch selber und, und greifen da ein, ähm, aber das ist einfach etwas, was euch passieren kann. Nele: Was ich auch immer ganz hilfreich finde bei so Dingen, die wiederkehrend sind, wie zum Beispiel Reiseplanung, dass man sich quasi die Basis so hinterlegt, dass man die einfach immer wieder neu in so 'nen Chat reinkopieren kann. Also die, wenn ich jetzt zum Beispiel sage, ich möchte immer mit meiner Familie zwei Kinder, eins acht, eins sechs Jahre alt, zwei Hunde, ähm, unterwegs sein und wir haben 'nen Wohnwagen, dass man halt diese Basisinformationen dann immer wieder reingibt, damit man nicht wieder von neu anfangen muss, mit dem Sprachmodell zu diskutieren, wenn's eben dann quasi auf gut Glück irgendwelche Empfehlungen geben möchte. Sebastian: Ja, das ist 'n wichtiger Punkt. Und da sind wir jetzt eigentlich schon so'n bisschen bei dem Thema Reiseplanung und da kannst du ja mal anfangen zu erzählen, wie du deine, deine Katalonien-Reise jetzt damit geplant hast und ich werd dann mal so'n bisschen zeigen, wie ich das für Montenegro gemacht habe. Nele: Ja, sehr gerne. Also bei uns ist ja jetzt die Ausgangslage die folgende, dass wir die Katalonien-Reise, das ist 'ne, 'ne Kooperationsreise, also mit dem katalanischen Tourist Board und morgen, wie gesagt, hab ich auch noch Gespräche mit den, ähm, mit der, mit dem Campingplatzverband vor Ort. Und deswegen sind wir da eben jetzt auch im Vorfeld schon so'n bisschen in die Abstimmung gegangen und deswegen wird das halt jetzt auch nicht so 'ne Bummelreise, wie wir sie sonst machen, sondern die wird schon auch, ähm, mit bestimmten Eckpunkten verbunden sein, die wir weitersgehend selbst auswählen können. Aber es gibt vermutlich auch so'n paar Sachen, wo irgendjemand von unseren Kooperationspartnern eben möchte, dass wir da mal vorbeischauen. Also Campingplätze und/oder Sehenswürdigkeiten, Kulturelles. Ähm, und ich hatte ja im Vorfeld schon, bevor wir überhaupt über die Kooperation erstmals gesprochen hatten, schon mehrfach mit dem, äh, Katalan Tourist Board Podcasts aufgenommen, eben im Rahmen der Messen, weil die großer Partner bei den drei letzten Messen waren, auf denen wir eben auch vertreten waren. Und dann hab ich gedacht, diese Podcasts sind ja eigentlich 'n ganz guter Ausgangspunkt, weil da waren schon so viele tolle Sachen dabei, die haben mir ja quasi Lust gemacht, diese Reise zu machen. Und der andere Ausgangspunkt ist der folgende, dass ich eben mit dem Wohnwagen weitersgehend alleine unterwegs sein werde, weil Halil ja nach Mexiko fliegt am, ich meine, 1. Mai und dann auch 'n Monat in Mexiko bleibt. Das heißt, ich werde die absolut überwiegende Zeit in Katalonien alleine verbringen mit meinem Hund und mit dem Wohnwagen, was natürlich auch so die ein oder andere Herausforderung mit sich bringt, weil wir ein sehr großes Gespann haben mit über 13 Meter. Und das waren jetzt eben so die Voraussetzungen, die ich der KI oder dem Sprachmodell mitgeben wollte. Deswegen hab ich dann folgenden Prompt in Claude reingegeben. Also ich arbeite im, im Moment am liebsten mit Claude, weil ich da die Ergebnisse qualitativ am besten finde: Du bist Reisekaufmann und Experte für Spanien, Katalonien. Übrigens, bei mir ist KI immer männlich. Also ich sag immer, er hat mir gesagt und nicht sie hat mir gesagt, deswegen eben auch Reisekaufmann. Und sollst mir dabei helfen, für eine Kapa, Kooperation mit dem Tourist Board eine schöne Route zusammenzustellen, über die ich dann im Camper Style Magazin und Podcast berichten kann. Ich werde ungefähr vier Wochen vor Ort sein mit Wohnwagen und Hund und möchte langsam reisen, also nicht jeden Tag oder jeden zweiten den Standort wechseln. Am liebsten würde ich immer circa eine Woche auf einem Campingplatz bleiben und von dort aus die Umgebung erkunden. Schau dir bitte die Transkripte aus unseren Podcast-Folgen sowie die Webseite des Katalan Tourist Board an und erstelle mir daraus Vorschläge für eine Tour, die in oder um Barcelona startet, für euch, weil Halil dort eben abfliegt und auch wieder ankommt, also in oder um Barcelona startet und endet und schwerpunktmäßig die touristisch am wenigsten bekannten Gebiete integriert. Und dann hab ich einfach die Transkripte zu unseren, ähm, Podcast-Folgen und die Website, äh, Grand Tour de Catalunya verlinkt und ja, hab dann Claude mal machen lassen. Und ich muss sagen, dass ich komplett geflasht war von dem Ergebnis. Ich kenn ja die Region sehr gut. Wir sind, ich möcht nicht sagen jedes Jahr, aber sehr regelmäßig dort, spätestens jedes zweite Jahr. Und da waren jetzt auch Sachen dabei, die ich noch gar nicht kenne. Und die Sachen, die ich kenne, das sind richtig gute Empfehlungen auf Basis meiner Wünsche. Sebastian: Nichtsdestotrotz hätte natürlich auch-- oder war da überhaupt, fangen wir mal so an: War da irgendwas Zusammengesponnenes dabei oder hat das alles wirklich existiert und waren alles 100 % gute Tipps? Nele: Also ich hab bisher nix Zusammengesponnenes gefunden. Sebastian: Okay. Nele: Der hat mir dann auch immer im Chat quasi 'ne Kurzzusammenfassung gemacht und dann 'n richtiges schönes Kooperationspapier ausgearbeitet, ähm, wo dann die ganzen Routen mit Basislager, mit Highlights, mit kulinarischen Empfehlungen, mit Tipps für Hunde und mit Podcast, ähm, Ideen in Tabellen aufgearbeitet wurden. Sebastian: Mhm. Nele: Also ich muss jetzt natürlich, das ist jetzt noch nicht so lange her, dass ich das gemacht hab, ich muss jetzt jede einzelne Empfehlung mir auch noch mal genau angucken und auch noch mal an unsere Partner schicken, eben damit da keine, ähm, damit ich mich da nicht auf die Suche nach irgendwelchen Phantomen begegne.Aber zum Beispiel wurde mir bei Kulinarik empfohlen Ratafia. Das ist ja das, wo ich bei meinem letzten Besuch komplett bei 'nem Tasting versumpft bin und der Halil mich dann nach Girona tragen musste, weil ich einfach nich-- nix vorher gegessen hatte und die mich abgefühlt haben bis dort hinaus. Also, ähm, auf jeden Fall dadurch, dass ich ihm ja Anhaltspunkte gegeben habe, wie zum Beispiel diese Podcast-Folgen, konnt er sich daran ganz gut entlanghangeln. Sebastian: Also jetzt mal für euch da draußen: Was könnt ihr aus dem Prompting von Nele lernen? Also das-- man nennt das kontextbasiertes Prompting. Also Nele hat nicht einfach gesagt: „Hey, ich will nach Katalonien. Bau mir mal 'ne Route", ja, sondern sie hat der, dem Sprachmodell Kontext mitgegeben, und zwar ziemlich viel und ziemlich guten Kontext. Also Hintergrundinformationen, ja, zum Beispiel die Podcast-Episoden, die Webseite, warum sie das macht. Dann hat sie dem Sprachmodell 'ne Rolle zugewiesen. Also als, ähm, was-- Reisekaufmann hast du gesagt, ne? Nele: Reisekaufmann und Experte für Spanien und Katalonien. Sebastian: Ähm, so fangen wir mal mit dem ersten an: Warum Hintergrundinformationen? Weil alles, was wir an Fakten und Daten reingeben können, muss die KI nicht erfinden und im Zweifel halluzinieren. Wenn wir der KI 'ne Rolle geben, dann ist ihr sozusagen Blickwinkel in den Trainingsdaten, auf die sie guckt, eingeschränkter. Und zwar konzentriert sie sich mehr eben auf genau das. Also das heißt, sie guckt nicht noch, wo kann man, keine Ahnung, äh, gut Geld abheben oder, oder, äh, wo kann man gut lernen und welche Uni ist gut? Weil die Trainingsdaten sind ja auch vorhanden, sondern sie konzentriert sich auf das Reisethema. 'Ne Zielsetzung: Was möcht ich eigentlich? Ähm, was immer gut ist, ist auch Beispiele reinzugeben. Und also das ist 'n sehr, sehr wichtiger Tipp, den viele Menschen nicht machen. Und was auch bei 'nem Prompt helfen kann, ist auch, was man nicht möchte oder was vermieden werden soll, mit reinzugeben. Man muss nicht alles immer drin haben, aber je mehr Kontext ihr der Maschine gebt, desto besser werden die Antworten sein und desto weniger wird auch sozusagen halluziniert. Also sprich, ich kann mal das Gegenteil sagen: Ähm, als wir unsere Montenegro-Reise geplant haben, hat der Kollege einfach in, ich glaub, Gemini eingegeben: „Ja, ich hab 14 Tage Zeit. Ich will nach Montenegro. Stell mir mal 'ne schöne Route zusammen." Nele: Mhm. Sebastian: Da wurde 'ne Route zusammengestellt. Ähm, das hätt aber bedeutet, dass wir jeden Tag eigentlich 'n halben Tag gefahren wären, ähm, und wir hätten natürlich all diese Orte besucht, aber wir hätten dort überhaupt keine Zeit gehabt und hätten da quasi gar nix gesehen. Und sie hat auch nicht geguckt: Äh, wann seid ihr eigentlich unterwegs und wie ist'n das Wetter? Und könnt ihr überhaupt über, über Pässe mit, äh, die vielleicht bei Schneefall gesperrt sind, fahren und so weiter, ja. Da fehlte also der ganze Kontext. Und ich hab das auch gemacht. Ich hab dann diese Route genommen einfach, weil die war jetzt nicht schlecht und hab gesagt: „Pass mal auf, ja. Das ist 'ne Route. Wir haben 14 Tage Zeit ab Deutschland. Wir haben hier 'n Fahrzeug, wir haben 'ne Absetzkabine, wir sind zu zweit. Reisezeit ist von dann bis wann. Wir müssen dann und dann dort zurück sein und starten von da. Uns interessieren keine Städte. Wir-- Wenn's ein bis zwei wirklich krasse gibt, die wir unbedingt sehen müssen, dann, äh, pack die bitte mit rein. Wir mögen Natur, wir mögen-- oder wir essen vegetarisch zumeist, wollen spektakuläre Drohnenvideos, Fotos, äh, machen. Wir haben 'ne Action-Cam dabei. Ähm, das, äh, soll auch das Fahrzeug 'n bisschen in coolen, äh, Fotos zeigen. Und hier ist die Tour, die wir schon mal haben. Bitte prüfe das doch mal." So, und, ne, dann hat quasi die KI mit diesem zweiten, ähm, Prompt dann gesagt: „Alles klar, ist 'ne coole Route." Ja, ehrlich gesagt der durchdachteste Mon-Montenegro-Plan, den ich jemals, äh, gesehen habe und, äh, hat dann noch mal 'n paar Sachen hinterfragt, hat aber auch gleichzeitig gesagt: „Na ja, ihr habt hier 'n Pass drin. Um die Zeit, wo ihr unterwegs seid, gibt's 'ne hohe Wahrscheinlichkeit, dass der gesperrt ist, weil da einfach Schnee liegt. Ähm, andere Sachen sind cool." Und, ähm, dann von selbst auch gesagt, die, ne: „Was ich kritisch sehe, die Anfahrt sind 1.400 Kilometer, also 14 bis 16 Stunden reine Fr... Reisezeit. Wollt ihr das wirklich so machen?" Und so weiter und so fort. Und dann hab ich noch mal gesagt: „Okay, pass mal auf, ähm, wir wollen auch nicht irgendwie den halben Tag fahren, sondern wir wollen maximal 'ne Stunde fahren und wenn wir länger fahren müssen, dann wollen wir an 'nem Ort zwei Tage bleiben." Und dann hat sie die Route sozusagen noch mal ausgedünnt, hat eben dann 'n Fokus auf coole, spektakuläre Orte gelegt, die man besuchen kann. Und so ist dann quasi langsam mit noch weiteren Prompts eben 'ne, 'ne Tour entstanden, auf die wir uns jetzt so weit geeinigt haben. Und das hat erstaunlich gut funktioniert, also so mit 'n bisschen Hin- und Herprompten. Und was aber ganz, ganz wichtig ist: Das ist für uns 'ne Empfehlung. Das heißt, wir werden diese Route so fahren. Wir werden uns auch darauf vorbereiten. Wir sind aber drauf gefasst, dass irgendwo vielleicht schon vorm ersten Stopp irgendwas anders wird- Nele: Ja. Sebastian: ... ähm, und wir Dinge umplanen müssen. Das heißt, was ich euch mitgeben kann, und das gilt generell eigentlich immer, ob ich selber plane, ob 'ne KI plant: Seid flexibel. Und, ähm, weil es werden Dinge unterwegs anders ablaufen, als wir sie geplant haben. Straßen gesperrt, irgendwo liegt Schnee, wir dürfen irgendwo nicht hin. Die Straße, die uns, äh, Google Maps rausgesucht hat, ist eigentlich keine offizielle Straße, die wir vielleicht aus versicherungstechnischen Gründen nicht befahren dürfen und, und, und, und, und. Es kann alles passieren. Ähm, und wir werden dafür auch unterwegs, äh, Claude mit dabei haben, mit dem, mit der ganzen Historie zu der Reiseplanung, sodass wir halt auch unterwegs befragen können. Internet haben wir sowieso, äh, immer mit dabei und können dann quasi auch davon abweichen und können natürlich unterwegs auch Dienste wie Google und so weiter benutzen. Nele: Ja, und man-- es kann ja auch mal sein, dass man einfach auch den Empfehlungen nicht folgen möchte, weil man's irgendwo besonders schön findet und länger bleiben möchte oder weil man's irgendwo nicht so schön findet und, äh, das vielleicht überspringen möchte, ne. Also-Selbst bei unseren Kooperationsreisen, wo wir uns ja wahrscheinlich auch an paar Dingen entlanghangeln werden, muss immer genug Raum für spontane Entscheidungen bleiben. Und wenn ich mir jetzt zum Beispiel bei meiner Katalonien-Übersicht angucke, dass die reine Fahrtstrecke zwischen den Stationen, also von Barcelona über Ebrodelta, über Leida im Hinterland, über die Pyrenäen zurück zur Costa Brava und zurück zu, nach Barcelona 800 bis 900 Kilometer alleine für diese Strecke angegeben werden und ich dann aber ja auch noch Tagesausflüge machen möchte oder vielleicht auch mal irgendwie 'n bisschen weiter und dann mit dem Bus einfach irgendwo übernachten werde, dann frag ich mich natürlich schon, ob das nicht vielleicht doch 'n bisschen viel ist für die, für den Ansatz, den ich so verfolge mit Slow Travel. Und da kann's auch gut sein, dass ich dann noch 'n bisschen abspecken werde spontan oder Abkürzungen nehmen werde. Ähm, die KI hat mir das jetzt eben so ausgegeben, weil ich sie gebeten habe, sich an der Grand Tour de Catalunya zu orientieren, wo ja ganz tolle Stationen und Etappen ausgearbeitet sind mit ganz viel, was man da machen kann. Aber da würd ich auch immer euch empfehlen, euch genug Raum zu lassen, um 'n bisschen in den Tag reinleben zu können. Wie bei jeder anderen Reiseplanung eben auch. Sebastian: Was übrigens auch cool war, dass ich dann mit 'nem Prompt mir 'n Google Maps Plan, äh, oder Google Maps Reiseplan machen lassen konnte mit allen Zwischenstationen, ähm, den ich dann auch mit meinem Kollegen teilen konnte, sodass wir dann auch die Route quasi direkt schon in Google Maps drin haben. Äh, das kling, ging sozusagen mit einem Klick und, ähm- Nele: Hast du's auch bei Claude gemacht? Sebastian: Ja, allerdings mit Claude, Claude Cowork an der Stelle. Ähm, also da auch wieder zur Erklärung: Es gibt jetzt quasi Modelle, äh, da habt ihr 'ne App auf eurem Rechner. Also von Claude gibt's Cowork. Ich glaub, von OpenAI gibt's auch ChatGPT, was lokal läuft. Ähm, äh, viele andere bieten das an. Das bieten die oft nur mit bezahlten Plänen an. Also das kann man nicht kostenlos benutzen. Und da gibt es halt bei Claude heißt das Cowork. Das ist also 'ne, 'ne Weiterentwicklung. Dann nutzt der quasi auf euerm Rechner die App, um eben noch andere Dinge zu machen. Also er kann, wenn ihr wollt, euren Browser steuern mit 'ner Erweiterung. Ähm, er kann eben da auch, äh, sich kleine Progrämmchen bauen, womit er dann Google Maps, äh, Sachen anlegt. Also vielleicht kann auch der Claude Chat das, das weiß ich nicht. Nele: Mhm. Sebastian: Ich mach viele solche Dinge mit Cowork und dann hab ich quasi 'n Google, 'n Google Link gehabt, äh, den ich öffnen konnte und da war sozusagen die ganze, der ganze Reiseplan schon hinterlegt. Und wann immer ich jetzt auch die Reise aktualisiere, anpasse, äh, kann ich mir natürlich dann auch immer den Reiseplan aktualisieren lassen und kann's sofort in mein Google Maps schicken lassen, auf mein Handy schicken lassen und hab das immer aktuell. Und, ähm, ich hatte zum Beispiel ja auch das mit der Drohne erwähnt und da hat Claude dann auch gesagt: „Pass mal auf, du willst 'ne Drohne mitnehmen, ne. Montenegro ist zwar aufm Weg in die EU, aber noch nicht ganz in der EU. Es gibt so 'n paar Sachen, die du beachten musst. Du musst eben zum Beispiel deine Drohne beim, ich glaube, Wirtschaftsministerium registrieren." So. Nele: Ach krass. Sebastian: Ich hätte das schon auch selber noch recherchiert, was ich zum Drohnenfliegen in Montenegro brauche, weil ich das immer vor Reisen mache, aber das hatte sozusagen schon mitgedacht und mir abgenommen. Nele: Verrückt. Sebastian: Ne, oder- Nele: Ach, deswegen hattest du den Führerschein dann noch auf die Schnelle gemacht. Sebastian: Genau, ich bin jetzt ewig lange nicht geflogen, deswegen musste ich jetzt, äh, 'n Drohnenführerschein machen, weil der verpflichtend sowieso ist in der EU, also auch wenn ich hier fliegen wollen würde. Versicherung hatte ich jetzt schon, als wir wieder nach Deutschland gekommen sind, gemacht, wo die, wo die Drohne versichert ist. Das ist uns in unserer Hausrat mit drin. Ähm, und musste eben die Piloten-, äh, -registrierung jetzt noch machen und das hat der, hab ich ihn dann alles gleich ausarbeiten lassen, weil ich, äh, hätte das alles recherchieren müssen und hab gesagt: „Okay, recherchieren wir mal zusammen, ne. Was muss ich jetzt alles machen? Und speziell, was muss ich für Montenegro machen?" Und, ähm, ich hab dann mit eigener Recherche 'n Dienstleister gefunden, der das jetzt alles für mich erledigt. Ich könnte mit KI-Hilfe und quasi das auch selber machen, weil die, die Seite gibt's dann nur in der Landessprache, aber da hab ich mich dann entschieden, einfach 125 Euro auszugeben und das 'n Dienstleister machen zu lassen, weil das spart mir halt an der St... die ganze Zeit. Ich mach's ja fürs Unternehmen, ich kann die Kosten absetzen. Das ist immer noch was anderes, als man, wenn man's privat macht. Aber, und das find ich cool, wenn ihr das privat macht und habt das Claude Cowork zum Beispiel und habt die Browsersteuerung aktiv, dann könnt ihr natürlich mit Claude Cowork zusammen das Ganze im Browser gemeinsam machen und ihr übersetzt euch das und sagt euch, was zu tun ist. Äh, das kann man natürlich auch abgespeckt machen, indem man einfach Screenshots da reingibt. Ähm, auch das funktioniert schon ganz gut, aber da kann man sich halt wirklich helfen lassen, grade so Sachen, die man in ausländischen Seiten machen möchte. Ich mein, das funktioniert auch mit 'nem, mit 'nem Google Chrome, der hat 'ne Übersetzungsfunktion drin, das funktioniert auch. Aber so kann ich mir halt auch immer noch sagen lassen, was ich wo klicken muss, ähm, und ohne viel Copy und Paste. Das ist also auch sehr, sehr hilfreich. Nele: Ähm, also diese, diese Prompts, die würden mich auch noch mal interessieren. Jetzt nicht speziell der zur Drohne, aber so was du sonst noch alles reingegeben hast, auch grade diese Google Geschichte, Google Maps, weil da könnt ich dann nämlich auch mal gucken, wie ist es denn zeitlich? Ist es wirklich realistisch? Was ich nämlich nicht weiß, ähm, das muss ich noch mal jetzt alles nachvollziehen, sind die Zeitangaben. Also ich hab für jede Etappe Zeitangaben bekommen von der KI und da komm ich jetzt grade, wo wir sprechen, erst auf den Dreh, die mal zu überprüfen, weil man ja mit Wohnwagen realistisch immer deutlich länger braucht als mit 'nem normalen PKW oder Wohnmobil bis 3,5 Tonnen. Und ich hab hier in meinen TabellenFür die verschiedenen Wochen mit den ganzen, ähm, Etappen und Tagesausflugszielen und so weiter immer Angaben drin, wie zum Beispiel hier für die erste Etappe Ebro Delta und Terres de l'Ebre, ähm, Anfahrt ab Barcelona circa 2,5 Stunden über die AP7. Also sehr genau und sehr detailliert. Aber da muss ich jetzt zum Beispiel einmal nachkontrollieren, ob das schon für Wohnwagen gerechnet ist. Also sprich, ob ich halt mit 'nem normalen Fahrzeug irgendwas zwischen anderthalb bis zwei Stunden brauche oder ob das vielleicht dann doch 'n bisschen länger dauern würde mit Wohnwagen. Sebastian: Das ist relativ easy. Frag ihn das einfach. Frag: „Wie hast du die, wie hast du die, ähm, Zeiten berechnet? Mit, ist das auf Wohnwagen? Ist das auf PKW?" Nele: Mhm. Sebastian: Und dann wird er dir das ja sagen und anhand dessen kannst du dann entscheiden, ob du dem glaubst oder ob du sagst: „Bitte kontrollier das noch mal mit Google Maps nach und, äh, ziehe sozusagen vom, von der Reisezeit 30 % ab oder 50 % oder wie viel." Da habt ihr eure Erfahrung, ähm, da. Nele: Also ich, wir multiplizieren mit Wohnwagen in der Regel immer mal 1,5. Sebastian: Ja, okay. Nele: Dass man entspannt unterwegs ist. Ja. Sebastian: So, das, nun, das kannst du ja machen. Und wie gesagt, Claude Cover kann halt Google Maps ansteuern und kann das machen. Wie das bei Cloud, äh, Claude Chat sozusagen ist, weiß ich nicht. Hab ich nicht getestet. Ähm, was auch spannend ist, ähm, wir haben auch ja, dadurch wir die Route haben, kann ich natürlich auch fra, sagen und fragen: „Sag mal, wo fahren wir denn eigentlich durch? Und wo brauchen wir, müssen wir uns eigentlich um Maut kümmern? Also wo brauchen wir Vignetten?" Nele: Mhm. Sebastian: Ähm, da hast du ja vorhin schon berechtigterweise gesagt, die Recherche kann fehleranfällig sein. Die kann alt sein, ähm, da kann man sich nicht drauf verlassen, aber es gibt eben 'ne Basis, auf der ich dann quasi weitergucken kann und weiß dann zumindest, klar, alles klar, ich muss Österreich gucken, ich muss, äh, Kroatien gucken, äh, und wo ich eben noch so alles durchkomme. Und kann mir da auch natürlich noch mal das Thema Gasflaschensituation, Tempolimits rausziehen lassen. Auch da gegenchecken, es sei denn, ihr gebt wirklich die Seiten der Länder ein, wo das steht oder lasst euch die recherchieren. Dann kann man dem mehr vertrauen, aber das immer mit 'ner Prise sozusagen, ähm, ja, äh, Misstrauen wahrnehmen. Nele: Also ich hab, ich hab die Erfahrung gemacht, dass bei solchen Anfragen die generellen Informationen, also brauche ich 'ne Vignette oder es gibt streckenabhängige Maut oder so was, immer sehr gut funktionieren. Wo's dann manchmal 'n bisschen hakelig wird, sind die Preise. Sebastian: Ja. Nele: Also weil die sich sehr häufig ändern eben. Teilweise ja auch unterjährig dann noch mal. Sebastian: Aber das sind ja dann Details, die man noch mal gucken kann. Nele: Genau. Sebastian: Ist aber 'n wichtiger Hinweis, dass ihr, ne, nie blind vertraut, sondern immer noch mal gegenfragt. Ihr könnt auch immer die KI noch mal gegenchecken lassen. Also ihr könnt sagen: „Hast du das erfunden oder hast du das recherchiert? Wo hast du das recherchiert? Recherchiere noch mal intensiv nach", ähm, das sind so Worte, die dann noch mal einen intensiven Suchprozess starten können. Das kommt wieder drauf an, was ihr für 'n, äh, Tarif dort habt, äh, wie intensiv das dann stattfindet, aber das hilft auch wirklich noch mal. Ähm, man, man muss auch an manchen Stellen die Prompts nicht verkomplizieren, ne. Also weil du das grade mit Google Mes, Maps gefragt hast, da war mein Prompt: „Hey, kannst du mir die Route zu Google Maps packen?" Ne, und dann hat er das gemacht. Nele: Doch. Sebastian: Ähm, bei komplexeren Sachen macht's natürlich Sinn, kontextbasiert zu prompten, so wie du's vorhin für die Katalonien-Reise gesagt hast oder ich jetzt auch für die Montenegro-Reise. Aber ich hab auch zwischendrin wirklich ganz einfache Sachen, ähm, die durchaus ausreichen. Manchmal denkt man zu kompliziert. Nele: Mhm. Sebastian: Das ist am Ende wie alles im Leben 'ne Übungssache, ne. Wenn, ich mein, ich prompte jetzt seit über drei Jahren sehr intensiv, verbring mittlerweile bestimmt 50 % meines Tages mit KI-Systemen. Da hab ich halt natürlich viel mehr Übung als jemand, der das das erste Mal macht. Ähm, die können wir euch auch nicht abnehmen, aber wir können euch natürlich, so wie wir's jetzt gemacht haben, so 'n paar Stolpersteine und Tipps mitgeben. Deswegen war mir eben diese Basisgeschichte so wichtig, die ich am Anfang gemacht habe, ähm, damit ihr wirklich einschätzen könnt und, und euch viele Fehler halt nicht passieren. Weil was, was die meisten Menschen falsch machen, sie glauben den Sachen absolut und sie wissen gar nicht, wie so 'n Sprachmodell eigentlich funktioniert und gehen dann von falschen Annahmen aus, ne. Die gehen davon aus, dass die Systeme schlau sind, mitdenken können und das wirkt so, aber das ist mitnichten der Fall. Nele: Mhm. Sebastian: Und auch Rechnen ist für so 'n KI-System eigentlich nichts, was es kann, weil, äh, es basiert ja auf Sprache. Also, ne, genauso kann's nicht zählen. Also wenn ich sage, ich möchte einen Satz mit 200 Worten haben, dann funktioniert das mittlerweile ganz gut, weil die Systeme so Hilfssysteme dabei haben. Aber zu Anfangszeiten war das nicht sinnvoll möglich, weil die KI, also das Sprachmodell das selber nicht kann, genauso wenig wie Rechnen. Deswegen macht es Sinn, Dinge zu hinterfragen. Die, die Anbieter bauen da immer mehr ein, ne, so Hilfssysteme rein, dass eben Rechnen funktioniert, dass Formeln funktionieren, aber per se können die das nicht und deswegen ist da auch immer Skepsis angebracht und dann lieber noch mal nachprüfen und im Zweifel auch immer noch mal manuell nachprüfen. Und wenn man dann zwei, drei Sachen geprüft hat und sieht, alles klar, das passt, dann kann man dem Rest dann auch eher vertrauen. Nele: Ich hab noch 'nen kleinen Versuch gemacht, den ich ganz spannend fand. Es gibt ja grade in der Region in Spanien, also an der, an der Küstenstraße entlang, immer wieder Berichte von Trickbetrug und Überfällen. Ich hab da selber keine Angst vor, weil ich kenn halt die Maschen aus Erzählungen von anderen Reisenden und man weiß da, also wir wissen, was wir zu tun hätten und wir sprechen ja auch Spanisch. Das heißt, wir könnten im Zweifel auch mal eben fix die Polizei anrufen, wenn, wenn wir da irgendwas bemerken würden. Aber weil ich weiß, dass das so viele Leute umtreibt, werd ich wahrscheinlich auch noch mal so 'n, ähm, kleinen Artikel machen zum Thema Sicherheit und hab dann eben die KI auch gefragt: „Wie sieht's denn aus mit der Sicherheit in Katalonien, insbesondere für mich dann als alleinreisende Frau?" Und das hat er mir ziemlichZiemlich gut ausgegeben. Also er hat mir, ähm, gesagt, dass eben die A7 dafür berühmt-berüchtigt ist. Das ist, äh, hier eben von Frankreich aus über La Jonquera, das ist die Grenzstadt, bis nach Barcelona und weiter Richtung Tarragona. Und, ähm, sehr schöne landschaftliche, äh, landschaftlich sehr schöne Strecke, aber eben auch sehr, ähm, anfällig für Betrügereien. Und da hat er mir einmal die Pannenmasche, äh, ausgegeben. Also dass eben 'n Fahrzeug dich in, während laufender Fahrt überholt, wild gesti..., jemand wild gestikuliert und hupt und, ähm, dich damit sozusagen zum Anhalten bringt. Dann wird angedeutet, dass man irgendwie 'n kaputtes Rücklicht oder 'nen kaputten Reifen habe und wenn man dann nach hinten geht, um zu gucken, dann gibt's 'nen Komplizen, der dann das Fahrzeug in der Zwischenzeit ausräu-ausräubert, häufig auch dann in Form von Kindern. Und, ähm, da hat er mir eben nicht nur die Risiken angezeigt, sondern auch, was ich denn tun kann. Genauso beim Thema falsche Polizisten. Also Personen in täuschend echten Uniformen halten Fahrzeuge an, behaupten, 'ne Kontrolle durchzuführen, aber echte Guardia Civil oder, ähm, katalanische Polizei verlangen grundsätzlich keine Barzahlungen am Straßenrand. Im Zweifel 112 anrufen. Und was ich total spannend fand, auf die Idee bin ich überhaupt noch nie gekommen, um eben solche Situationen zu vermeiden, dass man anhalten muss, ähm, schlägt er mir vor, dass man eben vor La Jonquera entweder noch in Frankreich oder an der ersten spanischen Tankstelle direkt nach der Grenze tanken soll, weil man dann eben Zwischenstopps an diesem besagten Autobahnabschnitt vermeiden kann. Also wie gesagt, wir sind da schon drei Millionen Mal durchgefahren. Es hat nie jemand versucht, uns anzuhalten. Es ist nie irgendwas passiert. Wir haben auch selber so was noch nicht mitbekommen, aber wir haben's eben jetzt schon das eine oder andere Mal von Leuten gehört, die wir kennengelernt haben, dass es bei denen versucht wurde. Und wenn man eben in 'n Land fährt, das würd ich jetzt für Spanien und insbesondere für Katalonien nicht als so riskant einschätzen, aber vielleicht gibt's ja auch andere Reiseländer, wo man da 'n bisschen mehr Bedenken hat, dann kann man ja auch mal die KI befragen, was da so an Sicherheitstipps gegeben wird. Sebastian: Auf jeden Fall 'n guter Punkt. Durch, auch hier wieder durch die Trainingsdaten sind da natürlich auch vielleicht erfundene Geschichten dabei, ne. Wir wissen nie, ob die Geschichten aus, äh, irgendwelchen Gründen erfunden sind oder ausgeschmückt sind, gar nicht böswillig, sondern weil unser Gehirn diese Dinge macht, was davon wahr ist, aber nichtsdestotrotz sind die Sachen alle drin, ähm, und man kann dann halt entsprechend sich darauf zumindest vorbereiten und, ähm, ist dann vielleicht in der Situation nicht ganz so unbedarft, sondern hat schon 'n Plan, was man tun möchte. Nele: Wenn ich jetzt zum Beispiel nicht schon diese Fälle gekannt hätte, dann hätt ich Folgendes gemacht: Dann hätt ich mir die Information rausgezogen und hätte 'ne Suchmaschinenanfrage dazu gestellt und hätte mir Zeitungsberichte dazu durchgelesen. Zum Beispiel. Gibt's ja auch mittlerweile sehr viel auf Deutsch, grade wenn's eben auch ausländische Touristen betrifft. Sebastian: Ja, ich würde sagen, da machen wir an der Stelle mit unserem Part eins Schluss. Ich würd so das-- Also wir haben noch Campingplatzrecherche, Vergleich, wir haben noch Fahrzeug- und Technikfragen, wir haben das ganze Thema Campingküche, Sprachbarriere und noch 'n paar weitere Tipps und Tricks noch da. Das werden wir definitiv heute nicht mehr unterbringen, ähm, weil wir einfach auch grade durch die Abreise, äh, so 'n bisschen und die Reise im Schneidedruck sind, also jetzt auch keine Zwei-Stunden-Episode dem Halil hinlegen möchten. Deswegen würd ich sagen, wir machen hier- Nele: Sonst auch irgendwann die Scheidungspapiere bekommen. Sebastian: Ja, und dann muss, müssen wir schneiden. Nele: Ja, das wär noch schlimmer. Sebastian: Also ja. Also deswegen, ähm, hier ein Cut an der Stelle. Es wird 'ne zweite Episode dazu geben, wo wir dann noch mal da reingehen. Ich hoffe, dass euch auch so war's, also das sagen wir häufig, wenn wir neue Dinge ausprobieren. Ich hoff, wir hoffen, dass euch das hilft. Ich finde, KI, also es wird nicht weggehen so wie das Internet, ja. Ähm, auch wenn viele denken, das ist nur 'n Hype, das wird unser, unser Leben die nächsten Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte bestimmen. Auf welche Art und Weise wissen wir noch nicht. Also, äh, ne, es gibt ja durchaus auch, äh, die Terminator-Filme, die zeigen, dass es auch 'ne düstere Zukunft geben kann. Wir werden sehen. Ähm, ich finde, wir sollten's immer mit Skepsis betrachten. Wir sollten aber auch die Möglichkeiten nutzen, die wir haben und dem nicht nur mit Angst begegnen. Ich hab 'ne Statistik gelesen, das hatt ich, glaub ich, auch das letzte Mal gesagt, dass nur einer von fünf Menschen überhaupt, äh, von seinem Arbeitgeber die Erlaubnis hat, KI zu benutzen. Das find ich sehr schade und ich finde vielleicht auch Aufklärung über Möglichkeiten und Risiken, die man ja jetzt auch gesetzlich bald machen muss, weil's 'ne Schulungspflicht gibt und so weiter, kann da vielleicht helfen, auch Berührungsängste abzubauen und, ähm, die Sachen auszuprobieren. Nele: Na ja, und, und generell halt, ich find immer Medienkompetenz und auch dazu zählt ja auch das Thema KI, ist immer wichtig. Also nicht, nicht alles zu verweigern, sondern 'nen gesunden Umgang damit zu erlernen und, und wie du gesagt hast, zu wissen, was kann so 'n Ding, was kann's nicht oder was kann's noch nicht? Ähm, wo liegen die Risiken? Wie geh ich damit um? Wie integrier ich's so in meinen Alltag, dass es mir hilfreich wird? Das find ich total entscheidend und da würd ich mir auch an anderer Stelle, ähm, beim Arbeitgeber, in den Schulen und so weiter wünschen, dass die Leute einfach vernünftig und, und mit Augenmaß drauf vorbereitet werden. Und ich find es auch immer spannend, mit dir über solche Dinge zu sprechen, auch hier im Podcast, weil's ja auch selbst heute, obwohl wir so viel uns darüber unterhalten und ja auch so viel damit arbeiten, ähm, jetzt heute auch wieder Sachen gab, äh, die ich zum Beispiel noch nicht wusste. Und ich hoffe, dass ihr da draußen auch 'n bisschen was lernen konntet, was mitnehmen konntet für euch. Und schreibt uns doch gern mal, was ihr von der Folge haltet und ob ihr euch so was in der Richtung vielleicht auch öfter wünscht. Sebastian: Und wenn ihr das spannend findet und jemanden kennt, der KI noch nicht nutzt, dann erzählt ihm doch von der Folge. Und wie gesagt, nächste Woche dann weniger Theorie und, äh, noch mehr Praxis rund ums Camping und KI und, äh, bis dahin. Also nächste Woche oder übernächste, wir werden sehen wir, ne. Manchmal kommt da noch 'ne Folge dazwischen, so wie wir halt grade zum Aufnehmen kommen. In dem Sinne, bis denne. Ciao, ciao. Nele: Tschüss.

Sebastian Vogt

Ich bin Sebastian Vogt, der Technik-Experte und Redakteur für smarte Lösungen und Gadgets bei CamperStyle. Meine Expertise ist fundiert durch sechs Jahre dauerhaftes Leben im Wohnmobil als Digitaler Nomade. Ich weiß aus First-Hand-Experience, welche Technologien im mobilen Alltag zuverlässig funktionieren und welche nicht. Daher schreibe ich hauptsächlich über Stromversorgung, Fahrzeugzubehör und die Digitalisierung unterwegs. Ein wichtiges Kapitel dieser Reise waren unsere drei geretteten Hunde – so teile ich zusätzlich meine fundierten Erfahrungen und Tipps rund um das Thema Camping mit Hund. Meine Lieblingsspots? Immer dort, wo ich einen Stellplatz am Wasser finde.

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