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Podcast: Arbeiten im Camper: Wie ein Künstler sein Wohnmobil zum rollenden Arbeitsplatz macht

Camper und Arbeiten, das denken viele sofort mit Laptop am Strand. Diese Folge zeigt eine andere Seite. Nele spricht mit dem Künstler Moritz, der Stahlskulpturen baut und seinen Grand California als rollendes Büro, Transporter und Schlafplatz nutzt. In dieser Folge erfährst du, wie man handwerkliche und kreative Arbeit mit dem Camper verbindet – ganz ohne klassisches Online-Business.

Was passiert, wenn ein Bildhauer seinen Grand California nicht als Reisemobil, sondern als rollende Werkstatt, Büro und Hotel-Ersatz nutzt? Nele spricht in dieser Episode mit Moritz, der seit über 13 Jahren Stahlskulpturen, Staudenhalter und individuelle Möbelstücke erschafft – und seinen Camper fest in seinen Arbeitsalltag integriert hat. Eine erfrischende Perspektive auf mobiles Arbeiten, die weit über die gängigen Digitale-Nomaden-Klischees hinausgeht.

Moritz erzählt, warum er keine Hotels mehr bucht, welche Fahrzeuge er vorher hatte und woran er an seinem Camper immer noch schraubt. Dazu gibt er Tipps für alle, die ihr Fahrzeug auch beruflich nutzen wollen.

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Darüber haben wir in dieser Episode gesprochen

  1. Moritz und seine Arbeit: Von Stahlskulpturen für den öffentlichen Raum über Staudenhalter für den Garten bis hin zu individuellen Möbelstücken – wie aus einer Schlosserlehre eine künstlerische Selbstständigkeit wurde
  2. Der Grand California 600 als Arbeitstier: Warum Allrad, Heckdifferentialsperre und ein modernes Infotainmentsystem für Moritz Grundvoraussetzung waren
  3. Der lange Weg zum Camper: Von traumatischen Kindheitserinnerungen an klamme Wohnmobile über Jahre in Hotels bis zum Dachzelt auf dem Pickup – und warum eine läutende Kirche in Bayern das Fass zum Überlaufen brachte
  4. Camper statt Hotel: Explodierte Hotelpreise, nicht auffindbare Vermieter, halbmeterdicke Kopfkissen und Bettdecken bis zum Bauchnabel – welche Erlebnisse Moritz zum Umdenken gebracht haben
  5. Praktischer Alltag unterwegs: Wie Moritz seine Kunstwerke transportiert und seine Powerstation sogar für ein kleines Schweißgerät nutzt
  6. Tipps für alle, die ihren Camper auch beruflich nutzen wollen: Steuerberater einbeziehen, Fahrzeuggröße sorgfältig wählen (Moritz‘ Empfehlung: sechs Meter Kastenwagenlänge) und auch ein einfacher Kleintransporter mit mobilem Klo und Power Station kann schon viel bewirken
  7. Geplante Umbauten am California: Was Moritz nach wenigen Monaten bereits ändern möchte

Links und Ressourcen

  1. Moritz auf Instagram: samas_art_design
  2. Moritz‘ Website: samas-design.de

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Das Transkript der Folge

Diese Zusammenfassung wurde von einer KI erstellt und kann daher kleine Unklarheiten oder Fehler enthalten. Es dient zum schnellen Nachschlagen der in der Episode besprochenen Themen. Anhand der Zeitstempel sind diese dann einfach im Podcast nachzuhören.

Nele: Hallo und herzlich willkommen zu Camper Style, deinem Camping-Podcast. Ich bin Nele und heute nicht mit Sebastian, aber dafür mit Moritz im Studio und wir sprechen über das Thema, ja, Camper und also Camping und Arbeiten verbinden. Moritz hat 'nen Camper und Moritz ist Künstler und alles Weitere erzählt er euch jetzt einmal selber. Hallo Moritz. Moritz: Ja, hallo. Schön, dass das so gut geklappt hat. Ähm, genau, wie du schon, äh, gesagt hast, wir hatten ja da schon drüber gesprochen, ähm, bin ich mit meiner, äh, Kunst unterwegs und, ähm, ich hatte ja auch gehört, dass ihr öfter dann, äh, Leute drin habt, die, äh, mobil arbeiten und ich dachte mir, das ist, ähm, vielleicht noch mal 'ne schöne Ergänzung, dass man da diesen, ich sag jetzt mal, Lebenswandel dann, ähm, mit dabei hat. Nele: Ja, ich, ähm, find das total spannend, dass du heute bei uns bist, weil wie du gesagt hast, wir, wir haben zwar öfter mal Leute, die wie wir mobil arbeiten, aber eigentlich in erster Linie online und das ist ja bei dir ganz anders. Du machst ja was mit deinen Händen und, ähm, hast dann dein Campingfahrzeug sozusagen auch als Transportfahrzeug, um dich dann auch zu Kunden zu bewegen und so weiter. Und über das, äh, Thema wollen wir jetzt heute mal sprechen, wie man eben auch, ich sag jetzt mal, andere Arten von Arbeit mit dem Camping verbinden kann. Was machst du denn genau und wo findet man dich? Moritz: Mhm, also ich mache, ja, wenn man's runterbrechen möchte, ähm, um's einfach zu machen, ähm, im Grunde Kunst. Also ich mache Stahlskulpturen, ähm, bin aber dann auch unterwegs mit kleineren Sachen. Ich sag jetzt mal, für den, äh, Garten zum Beispiel, äh, mach ich dann Staudenhalter. Ich mach dann für 'n öffentlichen Raum, ähm, große Stahlskulpturen, ähm, und dann je nachdem, wenn Leute das auch wünschen, dann zum Beispiel so spezielle Anfertigungen wie, ähm, ja spezielle Möbel oder wenn man irgendwie 'n Lieblingsstück hat, äh, das man irgendwie in 'nem Möbelstück integrieren möchte. Also im Grunde alles, was irgendwie, ähm, Spaß macht und wo ich selber dann mein Design umsetzen kann. Nele: Wie lang machst du das schon? Moritz: Oh, ähm, insgesamt so um die 13, 13, 14 Jahre jetzt. Nele: Ach, so lang schon? Moritz: Ja. Nele: Krass. Also hast du irgendwann mal so 'nen klassischen Beruf gemacht, erlernt oder bist du direkt quasi von der Schule in die Kunst reingepurzelt? Moritz: Nee, ich hab, ähm, gestartet mit 'ner Ausbildung im Handwerk, ähm, hab also Metallbau Schlosser gelernt, ähm, da waren auch Schmieden, ähm, mit dabei, solche Sachen. Und, ähm, hab dann aber schon in der Ausbildung mich, ähm, nebenbei dann, äh, selbstständig gemacht, mhm, weil mir das einfach Spaß gemacht hat, irgendwie Sachen zu gestalten und so seine eigenen, äh, Projekte dann umzusetzen. Und, äh, ja, dann hatte sich das einfach so weiterentwickelt. Aber im Grunde so, wie's immer ist, wenn man mit irgendwas anfängt und, ähm, so Step by Step dann immer weitergeht. Nele: Kannst du dich noch erinnern, was das erste Objekt war, das du verkauft hast? Moritz: Ja, das erste, ich sag jetzt mal in Anführungszeichen, äh, was ich offiziell verkauft habe, ähm, war für 'ne, für 'ne Praxis, ähm, so 'ne große Lampe, ungefähr zwei Meter mit Ablageflächen. Äh, die dann aber, also die war auch nach wie vor, ähm, find ich die immer noch, ähm, schön. Und, äh, das war so das erste, erste Objekt, was ich wirklich, wofür ich dann auch das Gewerbe angemeldet hatte, die ich dann da so verkauft hatte. Ja. Nele: Und wenn jetzt jemand hier zuhört, der sagt: „Och, so was könnt ich mir aber auch mal vorstellen für meine Praxis oder für meinen Garten oder für mein Zuhause." Wo findet man dich denn online und, ähm, auch physisch? Moritz: Ähm, also ich bin natürlich, äh, relativ viel unterwegs. Ähm, da sollte ich das vielleicht auch dann immer noch mal besser bewerben. Da w-- häng ich nämlich immer 'n bisschen hinterher. Ähm, ich mach, ähm, ja 'n paar Sachen dann auf Instagram, wo man das eigentlich immer am besten sehen kann, weil das für mich immer der geringste Aufwand ist, die Sachen hochzuladen. Alles andere brauch ich immer, äh, Menschen, die mir dabei helfen bei der Internetseite, In-Internetseitenpflege. Ähm, also im, äh, auf, äh, Social Media, Instagram, äh, ist das Samus_Art_Design, wenn ich mich jetzt nicht vertue. Nele: Ja, ist richtig. Ich hab's hier offen. Moritz: Ah, gut, okay. Ähm, dann, dann fragst du mich ab und ich versuche es richtig zu sagen. Und, ähm, im Internet ist es, ähm, Samus minus, ähm, nee, Samus- Nele: Doch, doch. Samus-design.de. Moritz: Ja, genau. Auch, ja, traurig eigentlich. Nele: Ach, so geht's uns immer mit unseren anderen Podcasts. Da müssen wir auch immer überlegen. Ich verlinke auf jeden Fall alles noch mal in den Show Notes und find's super sympathisch. W-- Also es soll ja auch keine Werbefolge werden, sondern wir wollen ja über das Thema sprechen, aber, ähm, ich find's halt trotzdem immer ganz schön, wenn die Leute auch mal gucken können, was unsere Gäste so alles machen. Jetzt hab ich ja schon gesagt, dass viele eben bei, bei Camper und Job sofort an dieses klassische digitale Nomadentum denken. Also da sitzt jemand mit Laptop vielleicht am Strand, vielleicht liegt er in der Hängematte, ähm, aber da ist auch der Camper sozusagen der Ort des Geschehens. Also wenn ich zum Beispiel unterwegs bin mit meinem Mann oder auch Sebastian und Stefanie unterwegs sind, dann arbeiten wir im Wohnwagen, im Wohnmobil. Und das geht jetzt natürlich nicht, wenn du meterhohe Skulpturen machst. Die machst du ja nicht in deinem Fahrzeug. Ähm, erzähl doch mal, wie du genau unterwegs bist, also was du für 'n Fahrzeug hast und wofür du das genau nutzt. Moritz: Also ich hab 'nen, ähm, Grand California, ähm, der ist ja auf der Basis von dem, von dem Crafter, also den 600er halt mit, ähm, mit Allrad. Das war mir auf jeden Fall wichtig, um's mal so ganz, äh, kurz zu machen. Und dann hab ich, wenn ich jetzt, ähm, für größere Sachen unterwegs bin, ähm, wo ich dann große Skulpturen oder mehrere Sachen mitnehme, bin ich dann meistens mit Anhänger unterwegs. Das ist dann meistens, äh, 'nen, ja etwas über fünf Meter Anhänger, ähm, wo ich dann halt die Sachen mitnehme. Und- Ja, im Grunde ist das dann so, dass ich, ähm, ja, auch von unterwegs, also tatsächlich dann auch vom Laptop aus arbeiten muss. Es gibt dann zwischendurch Termine, die ich dann irgendwie, ähm, wahrnehmen muss oder, ähm, na ja, ich hab dann irgendwie 'nen, äh, Gespräch mit einem, was ich dann unterwegs machen muss. Ähm, ja, jetzt nicht unbedingt dann, ähm, mit 'nem Podcast, aber dass ich dann irgendwie da, äh, Sachen bearbeiten muss oder schnell 'ne Mail rausschicken muss. Und das ist halt einfach, wenn man dann, äh, direkt 'nen Tisch, äh, quasi bereit hat, man muss nicht großartig was umbauen, ähm, ist das schon wirklich, ähm, praktisch. Und je nachdem, wo ich dann hinfahre, um dann irgendwie Sachen zu besorgen, Hölzer besondere oder, ähm, irgendwo weiter weg 'n Termin hab, aber, aber gleichzeitig dann halt irgendwie 'nen, ähm, Termin mit meinem Anwalt oder sonst was, ähm, dass ich dann halt einfach mich kurz dann irgendwo hinstellen kann, hab dann auch mehr oder weniger Ruhe und, äh, kann dann halt, ähm, dann irgendwie 'ne Stunde oder so was dann das Meeting dann abhalten. Und, ähm, ja, das ist für mich auch so 'ne Sache, dass ich sagen muss, das gibt mir dann immer viel mehr Ruhe wie ... Ja, manche können das ja auch im Café machen oder so. Nele: Mhm. Moritz: Ähm, das, das ist gar nicht so meins. Äh, ich mag's auch nicht, irgendwie im T... äh, Café irgendwie zu telefonieren oder so. Nele: Mhm. Verstehe. Moritz: Weil mich das selber immer nervt, wenn ich im Café bin und andere Leute dann da telefonieren. Und, äh, ja, im Camper ist es halt einfach, man hat, man hat die Ruhe, man kann sich da hinstellen, wo man möchte und man kann das halt gut in seinen Zeitplan integrieren. Und, ähm, ja, eigentlich ist immer, wenn man auch von der Autobahn runterfährt, äh, ruckzuck irgendwo 'n kleiner Ort, wo man irgendwie 'ne halbe Stunde stehen kann oder 'ne Stunde. Nele: Ich find das auch schön, dass man mal zwischendurch 'ne kleine Siesta machen kann im eigenen Bett, wenn man mal, äh, müde ist von der Fahrt oder so. Moritz: Das ist natürlich auch 'n Vorteil. Nele: Ich denk ja immer dann an so was als Erstes. Also für dich auch so 'ne Mischung aus rollendes Büro, Werkstatt, Übernachtungsplatz ja auch, ne. Du, du schläfst ja auch dann, wenn du- Moritz: Genau Nele: ... wenn du längere Termine hast drin. Transporter. Ja, interessant. Also wie oft bist du da so unterwegs im Jahr? Moritz: Ah, das's 'ne gute Frage. Also es gibt, äh, auch Wochen, wo ich, ähm, wo ich gar nicht unterwegs bin, aber ich hatte jetzt mal überlegt, so im Schnitt schon so, würd ich sagen, so ja so drei Tage die Woche, ähm, dann schon auf jeden Fall. Ja, jetzt am Wochenende auch wieder, äh, liefer ich was aus. Genau. Und das, äh, ist dann schon eigentlich, ähm, relativ häufig. Es sind dann nicht immer, äh, Strecken von irgendwie 500 Kilometern. Nele: Mhm. Moritz: Aber, ähm, ja, selbst wenn's irgendwie zwei Stunden sind und, ähm, du bist dann irgendwie vor Ort, bist dann noch irgendwie ... Ja, die Leute sind ja auch alle supernett. Ähm, ja, dann guckt man, wie stellt man's hin. Dann ist man da irgendwie trotzdem 'nen Tag beschäftigt, auch wenn man am Anfang denkt, dass das irgendwie 'ne Sache, die 'ne Stunde nur dauert. Und, ähm, ja, hat dann trotzdem halt alles dabei. Also man muss nicht extra noch mal Wasserkanister mitnehmen. Du hast halt, kannst dir die Hände zwischendurch waschen, was ich auch immer, äh, ganz schön finde, grade wenn man dann, ähm, irgendwie was ausbuddeln muss oder Zement anrührt oder sonst was. Und, ähm, ja, auch die Toilette mit dabei zu haben. Ähm, der eine oder andere kennt das ja, wenn er dann irgendwie 'n Handwerker da hat und, äh, das ist ja auch nie 'n Problem. Das ist ja auch menschlich, aber es ist halt auch schön, wenn man halt sein eigenes, äh, eigenen Sachen dann einfach mit hat. Nele: Na ja, und also ich bin ja sowieso sehr auf Privatsphäre bedacht immer und es gibt halt auch Geschäfte, die man jetzt vielleicht nicht dem Kunden reindonnern möchte, wenn's mal eilig ist, ne. Ja, ist ja was anderes, ob du mal eben kurz pinkeln gehst oder eben halt was Größeres, ne. Das ist ja irgendwie auch einem selber dann unangenehm. Natürlich ist es nie 'n Problem bei uns, wenn Handwerker sind, die können natürlich auch selbstverständlich alles benutzen, aber trotzdem möchte man das ja vielleicht selber auch dann nicht unbedingt. Moritz: Ja, und also ich find's halt einfach praktisch. Ja. Nele: Und wann hast du gemerkt oder wann kam für dich so die Idee: Ich möcht jetzt irgendwie meine Termine anders gestalten. Also ich möcht vielleicht nicht mehr ins Hotel gehen zum Übernachten oder ich brauch 'n bisschen mehr Raum für mich, wenn ich bei längeren Kundenterminen bin. War das von Anfang an oder kam das so mit der Zeit? Moritz: Nee, also ich hab das ja bei, äh, Kollegen auf den Ausstellungen, ähm, dann immer gesehen, dass die halt mit ihren, ähm, Wohnmobilen unterwegs waren. Und vom Grundsatz her fand ich das auch immer cool. Ähm, ich war aber in meiner Kindheit so 'n bisschen traumatisiert, weil wir da irgendwie bei, bei Bekannten waren. Also da war ich vielleicht fünf oder so und die hatten 'n Wohnmobil, was innen drin, ich weiß nicht, du kennst das wahrscheinlich auch: Es gibt so Sachen, die dann von innen immer klamm sind. Nele: Ja. Moritz: So 'n bisschen kühl und klamm. Und das war für mich immer so die Assoziation mit, äh, mit Camping, ähm, dass ich, äh, obwohl's viel praktischer gewesen wäre, da nie Lust so drauf hatte. Außerdem, ähm, mit den schweren Anhängern ist es halt auch 'n, auch relativ schwierig, 'n Zugfahrzeug zu, äh, finden, was halt dann das alles quasi abdeckt. Also zum einen den Allrad 'n bisschen mehr Leistung hat, hm, wo ich auch mit dem California nicht so ganz happy bin, aber wo's ja auch nicht so ganz die perfekte Lösung gibt. Und, ähm, da hab ich dann, äh, die ersten Jahre immer in Hotels übernachtet, bis-- Aber das war dann auch so 'n langer Leidensweg, bis ich dann, äh, irgendwann wieder, ähm, dann gedacht hab, vielleicht sollte ich das einfach mal selber ausprobieren und die Vergangenheit Vergangenheit sein lassen. Ähm, ja, und das waren so, so Erlebnisse, dass ich im Hotel war. Ich meine, die Hotelpreise sind auch, äh, haben sich jetzt in den letzten Jahren, seit ich angefangen habe, auch verdoppelt. Nele: Oh ja. Moritz: Ähm, das, das ist so die eine Sache, so dieser finanzielle Aspekt, aber ich hatte dann auch die letzten Jahre so viele Sachen, wo ich dann, ähm, zum Beispiel, äh, äh, dann zu 'ner Vernissage, äh, gefahren bin, ähm, wollte mich noch schnell eben, äh, fertig machen, äh, war dann halt dementsprechend verschwitzt und, ähm, ja, du willst dann einchecken und dann, äh, öffnet keiner. Und, ähm, hab mich dann auch im Nachgang noch, äh, richtig mit dem rumgeärgert, äh, bis ich dann quasi auch mein Geld zurückbekommen hab und er war einfach nicht da. Ich hab ihn versucht, telefonisch zu erreichen und sonst was und dann war's, äh, kam dann Ausreden von, ähm, ja, äh, ja, er wär ja da gewesen. Ich hätt ja, äh, nur lauter klopfen müssen, bis, ähm, äh, irgendwie er hätte ja auch mal 'n freien Tag verdient. Nele: Oha. Moritz: Äh, das geht halt nicht. Ähm. Und, d-, ja, das sind, sind halt Sachen, wenn man sowieso schon knapp dran ist und vor allem, wenn man's dann auch irgendwie halt geschäftlich, ähm, braucht, ähm, wobei's privat natürlich auch immer blöd ist, ähm, die halt einfach nerven. Und, äh, da hab ich gesagt, das ist so 'n Punkt, äh, dass das, dass mich das einfach nervt. Aber dann waren auch Sachen wie, dass du dann Kopfkissen hast, die wie so 'n Ballon aufgeblasen waren. Ähm, bei dem letzten, wo ich war, äh, äh, letztes Jahr, weil ich dachte, das wär 'ne gute Idee, ähm, das war eigentlich von den Bildern her 'n super süßes, äh, kleines, äh, äh, Tiny House bei so 'nem Bauernhof und, ähm, die hatten dann 'n Riesenkopfkissen. Also das war so gefühlt, also nicht nur gefühlt, das war wirklich so 'n halben Meter dick. Also ich konnte nicht drauf schlafen. Ich hab dann nachher mir 'ne Hose zusammengelegt und die als Kopfkissen benutzt. Ähm, und die Decke war aber dann im Gegenzug nur bis zum Bauchnabel. Das, das, äh, das war so 'n Punkt, wo ich gedacht hab, ich hab da gar keinen Bock mehr drauf. Und dann, äh, war das, äh, im Hunsrück und ich bin dann noch Ewigkeiten durch die Gegend nachts gegurkt und, äh, ständig sind mir irgendwelche, äh, ist mir Wild vor, vors Auto quasi gelaufen. Also du konntest auch nicht da großartig schnell fahren. Ähm, da hab ich gesagt, mit 'm Camper, das ist einfach, einfach viel praktischer. Nele: Ja, also wir übernachten ja, außer wenn wir nach Mexiko fliegen für die Zwischenübernachtung wegen Hund, gar nicht mehr in Hotels. Eben auch aus den Gründen, ne. Also erstens musst du zu bestimmten Zeiten auch überhaupt erst mal 'n Hotel kriegen. Moritz: Mhm. Nele: Zweitens die Preise, die du genannt hast. Drittens die unklaren Situationen, also auch Kopfkissen, Bettdecke. Ich frier meistens wie 'n Schneider, weil ich das gewöhnt bin, mit zwei Decken zu schlafen, ähm, und Heizkissen. Ja, ich bin 'ne Oma, danke. Ähm, dann hast du Nele: ich sag jetzt mal, auch so 'n paar Hygienethemen manchmal. Moritz: Ja. Nele: Ähm, wenn dann noch irgendwelche Haare aus unteren Körperregionen irgendwo an der Bettdecke hängen oder im Bad, find ich halt auch mies. Und es war-- ich, auch wenn wir in, in Hotels so der Mittelklasse waren, waren da teilweise so räudige Zustände im Sinne von, ähm, dass da nicht ordentlich sauber gemacht wurde. Und dann hast du halt in deinem Camper deine eigene Matratze, wo du weißt, da schlaf ich okay drauf. Du hast dein, dein eigenes Klöchen dabei, wie wir schon gesagt hatten. Und was ich auch 'n unschätzbaren Vorteil finde, du kannst in aller Regel, vor allem wenn du mit, mit 'nem, ähm, Van unterwegs bist, so wie du, halt direkt am Geschehen sein und musst nicht irgendwo hinfahren dann noch spät, sondern so wie wir's auch gemacht haben, zum Beispiel schon wenn wir auf Hochzeiten waren oder so, einfach den Wohnwagen vor die Tür gestellt und da dann, ähm, aus der Location raus und schlafen gegangen. Und das find ich halt auch krass, weil wenn du 'n Hotel hast, dann weißt du ja auch nie genau, wie weit ist das weg oder find ich überhaupt eins im selben Ort und muss dann nachts noch fahren. Moritz: Nee, das ist definitiv, ähm, auch so 'n Thema. Also dieses, ähm, abends und nachts dann noch mal, ähm, da durch die Gegend juckeln, das ist irgendwas, wo ich, ähm, dann auch sagen muss inzwischen, dass ich da keine Lust mehr drauf hab. Nele: Ja, ja. Moritz: Ja, und jetzt, wo ich's halt auch, äh, anders, äh, jetzt gewohnt bin, ähm, ja, wollt ich's auch jetzt nicht mehr ändern. Nele: Du hattest mir ja in unserem Vorgespräch erzählt, da haben wir so 'n bisschen geplaudert, aber noch nicht so tiefgehend, dass es vor dem Grand California schon mal andere Versuche gab und mir ist da noch im Gedächtnis geblieben, dass auch mal ein Tiny House, ähm, angesagt war bei dir. Was, was hattest du da schon alles in der Richtung und was hat dann davon für dich funktioniert und was eher nicht so? Moritz: Ja, also angefangen hat das im Grunde, ähm, weil ich auch einfach, äh, dieses Tiny House und, ähm, minimalistisch Leben, äh, ganz spannend finde, ähm, dass ich halt mir selber halt 'nen Tiny House gebaut habe. Allerdings halt auch, ähm, äh, komplett mit Fahrwerk und, äh, dem Ganzen, ähm, was man quasi sonst, ähm, zukaufen würde. Das, ähm, hatt ich halt alles dann selber konstruiert und selber gebaut. Das waren auch Sachen, die ich dann halt, ähm, äh, gerne so, wenn's dann fertig ist, ähm, gerne verkaufen wollte. Ähm, ja, so, so Kleinigkeiten wie zum Beispiel, dass man dann keine Trittstufen braucht, weil man's bis auf die Erde runterfahren kann, was ja auch beim Wohnmobil so 'ne Sache ist, ne. Ähm, und beim Wohnwagen. Und, ähm, ja, das, äh, ist dann, ähm, also find ich nach wie vor immer 'n spannendes Thema. Das war dann, ähm, zum Teil dann halt einfach für mich 'ne Ausstellungsfläche und zum Teil dann, dass ich da dann schlafen konnte und, äh, wohnen konnte mit Bad drin und so, äh, großen Wassertanks und Abwassertanks. Nele: Mhm. Moritz: Und danach, ähm, ähm, ja, kommen wir vielleicht gleich noch mal zu. Auf jeden Fall, äh, ums kurz zu machen, danach, ähm, hatt ich dann, äh, hatte das dann nicht geklappt. Da hatt ich mir dann 'nen, ähm, Pick-up gekauft, ähm, und wollte dann eigentlich für den dann 'ne Wohnkabine bauen, ähm, also zu-beziehungsweise zuerst kaufen. Das hat mir aber alles nicht so ganz gefallen. Der Sebastian war, hatt ich ja mitgekriegt, der war ja auch, ähm, mit 'ner Wohnkabine unterwegs. Und, ähm, dieses Thema mit dem, ähm, drauf, äh, rauf und runter machen, ich finde, das kann man machen, wenn man dann Zeit hat, aber ich möchte das halt gerne dann relativ schnell machen und ich komm dann, weiß ich nicht, ähm, je nachdem dann irgendwie, wenn ich am nächsten Tag noch irgend 'nen Termin hab, bin ich dann irgendwie um 12 U-Uhr nachts von der Veranstaltung zurück, ähm, und hab dann keine Lust, noch irgendwie da, äh, unter dem Auto rumzufuggeln, beziehungsweise in irgendwelchen Ecken. Äh, deswegen sollte das dann schneller gehen und quasi fing ich dann an, 'nem Befestigungssystem dafür zu entwickeln, wo so 'n kleines Dada raus geworden ist. Aber, äh, damit das halt, äh, schneller geht, ähm, und, äh, auch, ähm, besser hält, weil das ja auch so 'ne Sache, wenn man's mit Spanngurten macht, dass die dann, ähm, ähm, wenn man's dann nicht perfekt ausgerichtet hat, dass das sich so 'n bisschen, ähm, Spiel hat. Ja, und das war dann im Endeffekt so aufwendig geworden, dass ich dann gesagt hab, das, ähm, macht, glaub ich, keinen Sinn. Da jetzt noch drauf zu warten, dass ich 'ne Kabine mache, weil das wär dann wahrscheinlich, äh, so in den nächsten, ja, drei, vier Jahren dann erst fertig geworden. Deswegen hab ich das erst mal hinten, äh, drangeschoben. Ähm, hatte dann aber während ich den Pick-up hatte, dann auch mit 'nem, äh, Dachzelt, ähm, das ausprobiert. Das, ähm, war auch, äh, wunderbar. Äh, es hat mir sehr gut gefallen. Also das, äh, hab ich dann auch bei, bei Minusgraden genutzt und, ähm, hab dann aber gemerkt irgendwann ... Also ich hatte dann auch immer Wasser so zum, zum Waschen und so was mit dabei, aber dass es dann doch komfortabler ist, wenn man halt 'ne komplette Dusche hat und, ähm, diese Sachen und auch den Raum, ähm, quasi vernünftig abschließen kann. Ja, ich meine, vernünftig ist bei Wohnmobilen auch immer, da kommt man ja schneller rein wie mit 'n Haus. Aber dass man zumindest, ähm, ja, es etwas mehr geschlossen hat und, äh, so 'n Hauptkriterium war aber auch dieses Auf- und Abbauen. Nele: Mhm. Moritz: Dass man dann, ähm, halt beim Aufbauen vom Dachzelt ... Es sind dann zwar irgendwie nur fünf Minuten, aber, ähm, grade wenn's dann irgendwie regnet und du bist nass, dann musst du's noch mal aufstellen. Nele: Ja. Moritz: Ja, das waren so die Sachen. Nele: Ja und Raum auch, ne. Wenn du, wenn du dann mal vielleicht zwei, drei Regentage erwischst und dann aber trotzdem Büroarbeit und so was machen musst, dann hast du natürlich in so 'nem Grand California auch mehr, so mehr Wohnraum einfach zur Verfügung. Moritz: Ja, und halt 'n richtigen Tisch. Ähm, das sind dann Sachen, die ... Ich glaube, wenn man so unterwegs ist und, ähm, ja, Bock auf di-diese Art Reisen hat, ist das, äh, auch wunderbar. Aber für mich war's dann irgendwann vor allem, wenn du halt, äh, du bist den ganzen Tag sowieso schon draußen, zum Beispiel bei 'ner Veranstaltung und gehst dann noch irgendwie, ähm, ja, in 'n Dachzelt, wenn's dann die ganze Zeit regnet. Das, ja, muss man mögen, aber wenn's dann grade irgendwie so Richtung null Grad geht oder so was, dann, ja, weiß ich nicht. Dann war mir das irgendwann nicht mehr, nicht mehr bequem genug. Da wollt ich dann lieber umsteigen. Nele: Also ich find, ich find Dachzelt und so was total klasse auch, aber- Moritz: Ich hab da auch super drin geschlafen, also. Nele: Ja, das glaub ich. Du hast dann auch schön frische Luft und alles, aber du hast halt gleichzeitig auch, ähm, ich hab immer das Thema Regen in Deutschland und Mitteleuropa im Kopf. Und das ist alles schön und gut, wenn, wenn du einigermaßen passendes Wetter hast, ne. Auch mit unserem Bus zum Beispiel. Ich bin so gerne damit unterwegs, aber wenn du dann halt 'n paar Regentage erwischst, dann hast du einfach keinen Raum, erst recht nicht für zwei Personen. Und schon mit einer Person wird's eng, weil du ja auch immer so buckelig dann ... W-wir sind nicht groß, ich bin 1,69, aber trotzdem gibt's halt keine Stehhöhe und so auf Dauer, mich würde es persönlich nerven. Es gibt Leute, die finden das super, aber ich bin halt schon jetzt mittlerweile so 'n bisschen mehr auf Komfort bedacht, grade wenn's halt auch ums Arbeiten geht. Moritz: Ja, ich glaube, das ist halt dieses, ähm, grade wenn's dann um halt, um Arbeiten geht. Ähm, ansonsten halt nur für die Freizeit oder für 'n Wochenende, wenn man dann sagen kann: „Okay, ich such mir irgendwie 'n schönes Wochenende raus." Ähm, da wüsst ich nicht, ob ich nicht vielleicht beim Dachzelt, ähm, auch, auch geblieben wäre. Nele: Mhm. Moritz: Ja. Nele: Und was gab's sonst noch? Moritz: Ähm, ja, danach, also nach dem Dachzelt und, ähm, den, den fruchtlosen, äh, Versuchen, da selber was zu bauen, ähm, gab's dann im Grunde den, ähm, den California. Das war aber auch so 'n Prozess. Also ich hatte mir da unglaublich viele Fahrzeuge angeguckt, ähm, aber wenn man dann halt so 'n paar Sachen hat, die einem wichtig sind. Also ich bin halt dann oft auf nassen Wiesen unterwegs, ähm, und dann muss natürlich am Ende auch irgendwo, ähm, ja, dieses blöde Thema Geld, das muss halt irgendwie auch, äh, finanziell dann, ähm, sein. Ich meine, du weißt ja selber, da gibt's ja auch von, ja ich sag jetzt mal, ähm, was hatt ich jetzt gesehen? Die günstigsten Wohnmobile im Moment, äh, neu bei irgendwie, gab's jetzt einen Hersteller, irgendwie 30.000 Euro oder was? Oder, oder 35? Irgendwas hatt ich gesehen. Nele: Also, äh, also da würd ich mal tippen, dass das wirklich der Basispreis für 'n fast leeres Fahrzeug wäre. Moritz: Genau, ja. Nele: Also die, die, die ich so kenne- Moritz: Die sagen ja nur als unterste, als unterste Range Nele: ... realistisch so ab 50. Ja. Moritz: Äh, äh, aber ich sag jetzt mal als, als unterste, äh, Range und dann, ähm, kannst du ja auch bis zu 'ner halben Million dann ohn, also ganz ohne Probleme ausgehen. Nele: Ja, ja. Moritz: Ähm, auch, auch natürlich mehr, aber ja, das, ähm, ist dann natürlich 'n großes Spektrum und, ähm, das, ich glaube, das ist sowieso immer so 'ne Art, ähm, Kompromiss, wenn man sich für so 'n Fahrzeug interessiert oder generell für die Art Reisen. Ähm, weil man auf der einen Seite ich dann auch irgendwie noch in die Stadt kommen muss und möchte, ähm, und auf der anderen Seite halt, äh, ja, auch bei dem Gelände ist das dann auch manchmal u-um Ecken rum oder so was, wo das dann auch nicht irgendwie, ähm, acht, neun Meter lang sein darf. Nele: Ja. Moritz: Ähm, und auf der anderen Seite möchte man halt irgendwie möglichst viel drin haben. Bei mir war halt der Allradantrieb wichtig und, ähm, 'ne Heckdifferentialsperre, ähm, aber halt auch, dass man 'n modernes, ähm, Infotainmentsystem hat. Und da war jetzt der California, obwohl ich auch meine Probleme mit VW habe, ähm, so ja, ich würd mal sagen, dass, äh, 'n, 'n passables, äh, Gesamt-Gesamt-, ähm, -teil einfach, mit dem man das, äh, möglichst gut abdeckt. Nele: Ja, und in dem Sektor gibt's ja allradmäßig auch gar nicht mal so viel Auswahl, ne. Moritz: Ja. Nele: Also da hast du noch 'n Sprinter vielleicht. Moritz: Ja, und der wär dann halt, hätte mich auch interessiert. Der hat dann halt nicht dieses, dieses, ähm, wie nennt sich das? Ultrahochdach, ähm- Nele: Mhm Moritz: ... äh, California. Also ich hatte mir den Hymer dann angeguckt. Ähm, wär dann preislich aber noch mal, boah ich glaub 40.000 Euro teurer gewesen. Nele: Oha, mhm. Moritz: Ähm, ja und, ähm, ja, so Dieselheizung und so was war mir halt wichtig, aber dass die auch trotzdem auf Elektro läuft und, ähm, da wird's halt irgendwann dann teuer und, äh, eng in der Fahrzeugauswahl. Nele: Mhm, mhm. Gibt's aktuell Sachen, die du jetzt noch ändern möchtest? Du hast den jetzt schon 'n paar Jahre schon, ne? Moritz: Nee, den, ähm, den California hab ich jetzt, also den hatt ich letztes Jahr- Vor 'nem Jahr bestellt. Nele: Ah, okay, ganz frisch. Moritz: Und, ähm, da genau. Bis dahin war's quasi immer mit dem Dachzelt. Und, ähm, den hab ich jetzt seit, boah, ich glaube Anfang November, dass ich mit dem jetzt, ähm, tatsächlich dann unterwegs, ähm, sein konnte, ja. Nele: Und gibt's jetzt schon Sachen, die du gerne anpassen möchtest, wo du sagst: „Da mach ich mich jetzt mal dran, so in puncto Aus- und Umbauten?" Oder passt es jetzt so für dich in der Konstellation? Moritz: Oh nee, also da gibt's, ähm, wirklich noch, noch einiges. Also von der Basis her, ähm, find ich's immer noch besser, als es selber auszubauen. Also vor allem, weil das ja auch unglaublich viel Zeit und dann auch am Ende Geld kostet. Aber so 'n paar Sachen, die ich gerne ändern würde noch, wär auf jeden Fall diese Toiletten, ähm, Sache. Da würd ich mir 'ne andere Lösung vorstellen, ähm. Nele: Da ist jetzt so 'ne klassische Kassette, so 'ne Chemie- Moritz: Genau Nele: ...toilette drin. Moritz: Die habt ihr, glaub ich, auch, ne? Nele: Ja, wir können's ja im Moment auch nicht ändern, weil der Wohnwagen, mit dem wir unterwegs sind, ist nicht unser. Ähm, aber ja, da w..., also hätten wir durchaus auch Interesse an 'ner anderen Lösung, gleich mal. Moritz: Ja, und es gibt ja unglaublich viele Sachen, aber ich würd mal sagen, so diese, ähm, Komposttoiletten oder 'n, also beziehungsweise Trenntoilette halt- Nele: Mhm Moritz: ... ähm, oder, ähm, Einschweißtoilette, das fänd ich halt auch 'ne, 'ne Lösung, die wahrscheinlich, ähm, besser ist und die im Moment ja auch viele dann irgendwie, ähm, verbauen, äh, also nachträglich einbauen. Und das find ich schon, ähm, schon dann auch 'ne coole Lösung. Ja, dann so Sachen wie, ähm, die Trittstufe ist 'ne absolute Katastrophe. Ähm, ich hab das Gefühl, die Hälfte der Zeit funktioniert die gar nicht beziehungsweise ständig. Also grade im Winter hat die, glaub ich, die meiste Zeit gar nicht funktioniert, weil dann immer irgendwie Wasser drin ist oder sonst was. Ich meine, ähm, es ist jetzt kein Drama, weil du kannst ja dann einfach darüber stei-, äh, steigen. Aber wenn du se hast, ähm, und auf der einen Seite nimmt sie dir Bodenfreiheit weg und auf der anderen Seite, ähm, funktioniert sie nicht, ist das natürlich 'ne schlechte Mischung. Und, ähm, ja, da überleg ich dann auf jeden Fall, das noch, ähm, rauszuschmeißen und was anderes reinzumachen. Ähm, ja, dann Heckträgersystem, dass man da irgendwie 'n bisschen Ausrüstung dran machen kann, ähm, die man dann nicht drin haben will, auf der anderen Seite halt gerne mitnehmen möchte. Und, ähm, ja, dann 'n bisschen, 'n bisschen höher. Und, ähm, ich hatte auch jetzt gemerkt bei, bei so 'n paar Gelegenheiten, dass, ähm, dass das mit den Reifen, also da sind jetzt halt normale, äh, Straßenreifen drauf, also die Transporterreifen, ähm, und da würd ich halt, äh, 'ne Nummer größer gehen. Also das, was halt möglich ist und, ähm, halt 'n bisschen gröber, dass, äh, dass die sich da wieder freischaufeln können. Nele: Ja, das heißt, du hast also noch so 'n paar Modifikationen vor, aber jetzt erst mal- Moritz: Voraussichtlich, voraussic... Also das's ja auch immer 'ne Sache. Ich hab immer gedacht, dass ich die Fahrzeuge lange behalte und im Endeffekt war dann immer irgendwie was, ähm, dass ich gesagt hab: „Okay, jetzt haben sich irgendwie noch mal Umstände geändert" und, ähm, ich bin dann doch noch mal irgendwie deswegen, äh, gewechselt. Deswegen würd ich sagen, voraussichtlich, äh, würd ich das gerne ändern, aber, ähm, ich weiß ja auch nicht, was jetzt in auf dem Weg dahin noch irgendwie passiert, dass, äh, dass ich mir vielleicht noch mal irgendwas anderes hole oder mich umentscheide. Nele: Ja, das, das wär jetzt nämlich tatsächlich 'ne Frage gewesen, ob's schon irgendwie 'n Ausblick gibt, vielleicht doch noch mal dich diesbezüglich zu verändern, aber noch nix Konkretes hör ich da raus. Moritz: Ähm, nee, also grundsätzlich muss ich sagen, ähm, ist das halt 'ne gute Kompromisslösung jetzt so wie's grade ist. Ähm, ach so und 'ne Auflastung, ähm, wollt ich grad noch machen, weil die Anhängelast, ähm, schon für so 'n großes Fahrzeug dann recht bescheiden ist, äh, mit zwei Tonnen. Ähm, sonst hatte ich immer Geländewagen, die halt auf jeden Fall dreieinhalb konnten und das ist auch oft dann eher so erforderlich. Nele: Mhm. Moritz: Mhm. In Deutschland ist das ja nicht so das Problem, aber so im Ausland wird's dann doch, ähm, doch, doch eng, wenn man da dann überlegt. Ähm, und ja, ich fand, äh, die Ivecos, äh, Iveco Allrad, ähm, äh, interessant, aber man muss auch sagen, im Endeffekt wofür braucht man's? Und eigentlich so für die meisten Sachen, ich sag jetzt mal 99,9%, ähm, ist dann mit so 'nem, äh, California, ähm, das dann auch irgendwie abgedeckt. Und ja, ich sag jetzt mal, so 'n Iveco, der dann noch mal irgendwie, weiß ich nicht, fünf Liter mehr Sprit verbraucht, ähm- Nele: Mhm Moritz: ... und, ähm, noch mal, ja ich hatte damals mal, ähm, mit Iveco gesprochen in der Basis schon irgendwie das kostet, was der jetzt, ähm, ausgestattet gekostet hat, ähm, und dann ist noch kein Campingaufbau drin. Nele: Ja, ja. Moritz: Ähm, da muss man auch sagen, ist, ist also wär sicherlich ganz nett, aber ist, glaub ich, nicht das, äh, was, äh, wirtschaftlich sinnvoll wäre. Und, äh, irgendwo versuche ich mich ja dann auch an der Realität zu orientieren. Und, äh, ja ich seh das ja manchmal dann auch, auch wenn man dann irgendwie unterwegs ist, ähm, äh, dass es dann Leute gibt, die, die dann zum Spaß, äh, sich so 'n Ding holen, aber im Endeffekt dann doch irgendwie nur auf Campingplätzen unterwegs sind. Nele: Ja. Moritz: Ähm, ich finde, also ich find's, ich find's ja irgendwie, äh, kann, äh, kann ich's auf 'ner gewissen Art, äh, wenn man sagt, das ist sein Traumfahrzeug, dann auch nachvollziehen. Ähm, aber ich sag jetzt mal, sinnvoll ist es vielleicht nicht immer. Nele: Also ohne jetzt da zu viel aus dem Nähkästchen zu plaudern, aber wir unterhalten uns ja auch mit Herstellern, Ausbauern und so weiter. Und es gibt den einen oder anderen, der uns schon so zu verstehen gegeben hat, dass der überwiegende Teil seiner Kundschaft selbst im Expeditionsfahrzeugbereich die Fahrzeuge jetzt nicht unbedingt so nutzt, also dafür nutzt, wofür die mal konzipiert wurden. Und wenn du dann halt auch so lustige Sachen siehst wie, ähm, ein älteres Pärchen mit 'nem riesigen Expeditionsmobil, was auf einem sehr schönen, sehr teuren Campingplatz im Süden Deutschlands stand und die Dame und der Herr sich immer die Schuhe ausgezogen haben, bevor sie in, äh, ins Fahrzeug gegangen sind, dann würd ich mir mal vorstellen, dass die damit jetzt keine ausgedehnten Wüstentouren machen. Moritz: Ja, es ist manchmal, äh, manchmal ist es ja auch dieser Gedanke einfach, dass man, äh, könnte. Das sagte mir auch, äh, also vor dem Pickup, ähm, bin ich jahrelang Land Rover gefahren und, äh, der Händler sagte mir auch, ich sag: „Wie viel Leute von denen nutzen den denn wirklich als Zugmaschine oder fahren mit dem wirklich irgendwie ins Gelände?" Und, ähm, er sagt dann auch, also die meisten Leute wollen halt einfach nur das Gefühl haben, dass sie's machen könnten, aber nicht, ähm, aber, aber tun's dann im Grunde auch nie. Und, ähm, ja, ich glaube, das, äh, ist 'ne Sache, wenn's einen glücklich macht, ähm, dann soll man das auf jeden Fall auch machen, aber, ähm, da ich das ja auch irgendwie dann, ja, relativ viel damit unterwegs bin, ähm, muss es sich für mich auch halt irgendwie lohnen. Vor allem, weil ich das ja gegenrechne mit dem, äh, was ich sonst halt für Hotelübernachtungen oder, äh, sonstige Sachen, äh, ausgebe. Ähm, macht jetzt so 'n richtiges, ähm, Schmarrenauto, was dann auch irgendwie von den Größen her gar nicht mehr, äh, zu dem passt, ähm, wo ich irgendwie unterwegs bin, dann auch keinen Sinn. Nele: Jetzt hattest du ja schon gesagt, dass du 'nen schweren Anhänger hast, um die Skulpturen und wahrscheinlich auch Gerätschaften zu transportieren. Hast du den immer hinten dran oder gibt's auch Touren, die du jetzt nur mit dem, ähm, Grand California machst, wo du dann auch Werkzeug und, und vielleicht kleinere Skulpturen und so was, äh, im Innenraum mitnimmst? Moritz: Mhm, also ja, also für große Veranstaltungen oder wenn ich jetzt große Objekte mitbringe, ich sag jetzt mal alles so über zwei Meter, ähm, da bin ich dann, äh, mit dem, äh, mit dem Anhänger unterwegs. Oder auch wenn ich halt meine kleine Raupe mitnehmen muss oder so was zum Aufstellen, ähm, wenn die Sachen halt schwerer sind. Mmh, und ansonsten hab ich eigentlich, ähm, dann immer die Sachen so, also dass ich dann sie zum Beispiel auf 'm Bett befestige oder, äh, hinten in diese, ähm, wie nennt man das, in dieses, ja, unters, unters Bett dann packe. Nele: Mhm. Moritz: Ähm, das geht dann gut und dann hab ich halt auch das Werkzeug und so was dann hinten drin verstrau, äh, verstaut. Äh, manche Sachen sind dann vorne. Mmh, also man kriegt schon, wenn man dann, ähm, 'n paar Mal sich überlegt hat, wie man's am besten reinbekommt, kriegt man schon dann dementsprechend auch viel rein und, ähm, kann sich den Anhänger dann auch sparen, wo ich eigentlich dann immer auch bemüht bin, das, äh, das so zu handhaben, weil da halt, kannst halt 'n bisschen schneller unterwegs sein und, ähm, bist halt 'n bisschen agiler. Grade wenn du in der Stadt irgendwas auslieferst, ähm, musst du halt nicht noch mal, äh, größere Parkplätze suchen. Das ist ja auch manchmal 'n bisschen schwierig. Nele: Wenn du jetzt mehrere Tage damit unterwegs bist, brauchst du dann, äh, 'ne Versorgung vor Ort mit Strom und so weiter? Oder hast du, hast du den so weit autark, dass du auch mal irgendwie 'n paar Tage ohne auskommst? Moritz: Ähm, nee, ich brauch eigentlich, ähm, gar nichts. Also so fünf Tage sind eigentlich, ähm, so gar kein Problem. Ähm, ich hab dann, ähm, ja, Power Stations dabei, den, den Wassertank. Also ich kann mich dann auch, äh, eigentlich jeden Tag duschen. Das funktioniert auch wunderbar. Und die, ähm, die Power Stations, ähm, die hab ich dann für, für meine Arbeiten. Also da kann ich auch 'n kleines Schweißgerät mit betreiben, ähm, und auch den, den California wieder aufladen. Also das ist, ähm, ist kein Thema und das war mir auch wichtig, dass ich halt, äh, da schon irgendwie so in diesem Bereich, ähm, fünf Tage dann auch, äh, autark bin. Nele: Wenn du da jetzt bei Kunden zum Beispiel, du hast ja vorhin gesagt, ähm, du machst Skulpturen auch für den öffentlichen Raum. Das heißt, einige deiner Kunden sind auch Städte, Kommunen, Landkreise vielleicht, oder? Moritz: Genau. Nele: Wie reagieren die denn, wenn, wenn da, äh, wenn du da im, im Camper anreist und dich da irgendwo hinstellst? Weil also wie-- Ich weiß es noch von uns, wir haben ja Kunden, die alle aus der Campingbranche kommen, aber trotzdem war das am Anfang für die 'n bisschen ungewohnt, dass wir zu Terminen halt mit 'm Wohnwagen anreisen und da dann auch gerne mal im Hof übernachten, wenn 'n Termin frühmorgens stattfindet. Moritz: Mmh, also das ist eigentlich, ähm, nie irgendwie, also nicht, dass das irgendwie komisch ankam oder so was, also eigentlich eher so Interesse. Und, ähm, jetzt war ich vor zwei Wochen, ähm, bei 'ner Besprechung wegen der, wegen der Fundamentierung von 'ner Schule, ähm, also für das Fundament von der Skulptur. Und, ähm, ja, da hat ihn das interessiert und er wollte dann eigentlich dann, äh, weil er selber, äh, überlegt, ähm, äh, sich, ähm, für seine Freizeit 'n Camper zu holen, äh, hat ihn das eher dann noch beschäftigt. Und auch einige Kunden, wenn man da ankommt, die sagen dann: „Ach cool, Sie sind ja jetzt auch mit 'm Camper hier unterwegs", und, ähm, finden das eigentlich eher, äh, dann interessant, weil sie teilweise auch selber Co..., ähm, ähm, äh, Camper sind und, ähm, so diese Art reisen. Aber auch manche, die dann halt, ähm, auch beruflich dann irgendwie unterwegs sind selber mit 'm Camper und, äh, die das dann eigentlich eher, eher spannend finden und dann auch m-mal irgendwie reingucken wollen oder so was, wobei ich ja jetzt auch noch nicht ultra viel, äh, geändert habe. Nele: Und gab's auch schon mal Momente, wo du's verflucht hast, mit 'm Camper unterwegs zu sein oder wo's irgendwie blöd wurde, peinlich wurde oder unangenehm? Moritz: Oh, so richtig schlimme Sachen. Also ich hatte nur einmal 'ne Sache in, ähm, das war aber noch mit dem Dachzelt. Ähm, das war dann in, in Bayern, ähm, und das war dann über, äh, über Landvergnügen war das so 'n Bauernhof. Ähm, war auch nett, aber da war direkt gegenüber 'ne Kirche und die läutete ab zwei Uhr oder ich weiß es nicht genau. Auf jeden Fall irgendwie so läutete die jede halbe Stunde und jede Stunde. Und das die ganze Nacht durch und das stand in keinem einzigen Kommentar, äh, von diesen-- Aber weil ich die mir einmal so, so eben durchlese, um zu gucken, ob da irgendwas, äh, blöd ist oder so was. Ähm, und da stand nirgendswo, dass das, äh, äh, so wäre und, äh, da konnte man wirklich gar nicht schlafen. Vor allem das Dachzelt ist ja dann noch mal, lässt mehr Schall durch. Äh, das war wirklich 'ne, 'ne Katastrophe dann. Nele: Oh scheiße. Moritz: Also hab ich auch, ähm, gar nich, ich glaube gar nich geschlafen, ja. Nele: Mein Bayern. Ist doch schön. Hauptsa-hauptsache kein Murzin ruft. Moritz: Ja. Nele: Wenn dich jetzt jemand gehört hat und sagt: „Ich, ja Mensch, ich hab ja auch irgendwie so 'nen, 'nen Job oder 'nen Betrieb oder 'n Geschäft, wo so was grundsätzlich denkbar wäre. Vielleicht könnt ich so was auch machen." Was wären denn so deine wichtigsten Tipps zum Einstieg? Also Steuerberatung machen wir natürlich keine, aber es ist ja auch kein Geheimnis, dass man, dass man so 'n Fahrzeug, wenn man das betrieblich nutzt, auch absetzen kann. Ähm, das kann ja für den einen oder anderen vielleicht charmant sein. Was würdest du sagen, was wäre da wichtig, wenn man, wenn man sich das überlegt? Moritz: Ähm, also auf jeden Fall mit dem Schoe-Steuerberater sprechen. Das ist sowieso immer das, äh, Wichtigste, glaub ich, bei so was, äh, damit man nich nachher irgendwelche bösen Überraschungen hat. Ähm, und dann sich auch überlegen, ob man's wirklich, ähm, benötigt. Also ich würd mal sagen, alle Sachen, die, wo man so den, äh, wo man überschaubare Anzahl an Werkzeug mitnehmen, also jetzt speziell, wenn man jetzt 'nen ausgebauten Camper hat, wo man nicht die Möglichkeit hat, dann vielleicht so viele, ähm, Schränke und so was noch zusätzlich einzubauen mit Werkzeug. Also wenn man quasi absehen kann, dass man, äh, irgendwie bestimmte Anzahl an Werkzeugen braucht. Ähm, bei mir ist das ja im Grunde dann, ja, sehr, sehr überschaubar. Wenn ich jetzt weiß, ich muss das und das installieren, dann, ähm, ist das ja so 'n grobes Schema, das dann immer ähnlich ist. Deswegen hab ich dann, ähm, so 'n Satz an Werkzeug, den ich dann immer dafür brauche und, äh, und mehr kommt da nich. Wenn ich dann andere Sachen hab, dann, äh, räum ich das wieder um. Ähm, und deswegen, ähm, ist das eigentlich, äh, ja find ich für viele Leute praktisch, weil ich war ja dann früher auch auf 'nem, äh, auf Baustellen unterwegs, ähm, wo dann irgendwie, ja gerade bei irgendwie Neubauten, wo dann noch gar nichts installiert war und man ist dann halt irgendwie zehn Stunden da. Nele: Mhm. Moritz: Ähm, ansonsten muss sich der Betrieb dann halt um 'ne Toilette kümmern oder es ist dann keine da und dann ist es halt irgendwie, ähm, nich so cool. Ich glaube, es kann sich jeder vorstellen. Deswegen kann ich jedem eigentlich dann empfehlen, ähm, auch wenn man jetzt kein, kein kompletter Camper sein muss, weil man vielleicht auch irgendwie nur über 'n Tag unterwegs ist, ähm, dass man's vielleicht überlegt, auch den Mitarbeitern vielleicht irgendwie die Möglichkeit zu geben, so kleine Einbauten oder so Sachen. Es gibt ja auch viele Sachen, die man so in der Hand mitnehmen kann. Es muss ja kein kompletter Einbau sein, äh, da irgendwie, ähm, ja bereitzustellen und irgendwie sich auch da dann so Gedanken zu zu machen. Nele: Genau, also so zu überlegen, was, für welche Art der Nutzung brauch ich das und muss es dann wirklich 'n, 'n Campingausbau vom Hersteller sein, die ja dann auch teilweise Nachteile mit sich bringen für- Moritz: Genau Nele: ... bestimmte Einsatzformen, ähm, dass da zu viel Möbel drin sind, man zu wenig Platz für Transport- Moritz: Genau Nele: ... äh, Materialien hat. Also was, was ich auch immer für so, für so 'ne dienstliche Nutzung empfehlen würde: Man kann auch wirklich 'nen ganz normalen Kleintransporter mit wenigen, ähm, mit wenig Investitionen so ausbauen, dass man den auch als Camper mal für zwei, drei Tage nutzen kann. Da mobiles Klo rein, 'ne Power Station rein mit 'n bisschen- Moritz: Ja Nele: ... ähm, Leistung und, ähm, vielleicht 'ne Klappmatratze als Bett. Das kann schon reichen dafür, dass man sich vor Ort dann das Leben so 'n bisschen angenehmer machen kann. Moritz: Und, ähm, ja, wenn ich dann auch sehe teilweise auf den Ausstellungen, also, äh, da ist ja dann auch von, von bis quasi alles unterwegs. Also von Leuten, die dann irgendwie für, für 300.000 sich 'n Wohnmobil kaufen, ähm, bis dann bei der letzten Veranstaltung dann eine, die dann neben mir, ähm, im Botanischen Garten übernachtet hat, die einfach nur 'nen, äh, 'nen VW Bulli hatte, äh, oder gemietet hatte und dann einfach nur, ja, 'ne, 'ne dünne Matratze drin hatte und das war's dann. Also- Nele: Ja. Moritz: Ja, das ist irgendwie alles, ähm, alles möglich vom Spektrum und, ähm, ja, ich glaube, es ist Hauptsache, dass man sich irgendwie wohlfühlt mit, äh, der Lösung, die man dann irgendwie hat und, ähm, ja es auch 'n Stück weit dann, ähm, dann gerne macht. Also es nicht irgendwie noch 'ne zusätzliche Belastung ist. Nele: Ja. Und hast du irgendwelche Fehler gemacht, wo du sagst, die können sich andere eigentlich sparen, die hab ich schon erledigt? Moritz: Mhm, das find ich immer 'ne schwierige Frage. Das ist ja genauso wie mit der Selbstständigkeit. Ja, würdest du jetzt irgendwelche Sachen anders machen? Und ja, es gibt viele Sachen, wo man sagen würde: Ja, hätt ich jetzt im Rückblick vielleicht anders gemacht. Aber eigentlich ist das, äh, glaub ich auch, ähm, mit dem, mit dem Camping, grade wenn man damit nichts zu tun hat, auch so 'n Prozess und weil jeder auch irgendwie andere Bedürfnisse hat. Zum Beispiel, ja, der eine duscht irgendwie alle, äh, vier Tage, muss man, muss man mögen und der andere, ähm, ja aber manche schwitzen auch nich. Oder wenn man dann, ja, du weißt, was ich meine. Nele: Ich weiß, was du meinst, ja. Moritz: Ähm, und dann gibt's andere, ähm, die dann halt gerne jeden Tag duschen. Also ich zum Beispiel liebe duschen und, ähm, ich, ich find das wunderbar dann auch so die, so frisch geduscht dann in den Tag zu starten. Und so, so unterschiedlich wie das ist, glaub ich, muss man einfach, ähm, anfangen, sich damit auseinandersetzen und aber auch, ähm, ja sich klarmachen, dass es sein kann, dass es vielleicht 'ne dumme Entscheidung war. Nele: Ja. Moritz: Und was ich immer mache, ähm, generell bei Fahrzeugen, dass ich mir angucke, wie vermutlich, äh, dann die Wertentwicklung auch schwierig ist. Ist ja 'n bisschen in die Glaskugel schauen, äh, wie so 'ne Wertentwicklung sein könnte und ob ich's, ähm, verkrafte, wenn ich jetzt irgendwie das Fahrzeug nach irgendwie ein, zwei Jahren verkaufen würde, wo du ja natürlich immer 'n Verlust machst- Nele: Mhm Moritz: ... ähm, wenn ich merke, dass es keine gute Idee war. Und wenn man sich das so bewusst macht, dass man sagt: „Ey, wenn's jetzt irgendwie gar nichts für mich ist, dann ist es jetzt keine Katastrophe und ich muss jetzt nicht an irgendwelchen Dingen festhalten", ähm, dann ist das, glaub ich, immer 'nen, 'nen guter Weg und, ähm, macht's dann auch einfacher, sich dem zu nähern, wo man dann wirklich zufrieden mit ist später. Nele: Na ja, im Grunde gilt ja für die Anschaffung von so 'nem dienstlich genutzten Fahrzeug auch dasselbe wie für 'n privat genutztes. Ich muss mir überlegen, was will ich damit machen? Was muss es dafür können und wo sind die Kompromisse, die ich bereit bin einzugehen? Und die Leute, die uns zuhören, viele davon haben ja auch schon Campingfahrzeuge. Ich würd vielleicht sogar tippen, die allermeisten. Und vielleicht ist es jetzt auch 'n Gedankenanstoß zu sagen: „Mensch, guck doch mal, ob du das nicht auch beruflich nutzen kannst, wenn du das bisher noch nicht gemacht hast." Weil es gibt sehr viele Branchen, wo das möglich ist, wo man aber jetzt nicht sofort drauf kommt, dass es vielleicht 'ne gute Idee wäre. Moritz: Wo's halt Sinn macht. Also auch als, als Zimmermann, wenn man irgendwie den ganzen Tag dann, äh, unterwegs ist und, äh, du bist dann, ja, je nachdem auf 'ner Baustelle, wo sich keiner drum gekümmert hat, dass irgendwelche Sanitäranlagen oder sonst was da sind. Oder, ähm, auch wenn's dann eben wenn du irgendwo bist und es regnet in Strömen, ist es natürlich schöner dann irgendwie, ähm, wenn du dich irgendwie reinsetzen kannst, ähm, wenn jetzt keine Baucontainer oder so was da sind. Oder kannst auch im Winter mal eben die Heizung anstellen, als, ähm, dass du jetzt da irgendwie, äh, vorne in deiner Fahrzeugkabine nebeneinander sitzt und da irgendwie dann dein Brot isst. Deswegen- Nele: Ja, oder in irgend'nem kalten Container. Moritz: Oder in 'nem kalten Container, ja. Deswegen, also ja, also das Einzige, was ich jetzt sagen würde, was für mich halt Sinn macht, wo ich auch sagen würde, das würd ich jedem empfehlen, ist vielleicht die Länge, auf die Länge achten. Äh, da find ich halt diese sechs Meter, ähm, die ja diese Kastenwagengröße ist. Äh, klar gibt's jetzt auch noch mal K-kürzere, aber sechs Meter ist für mich so 'ne Größe, wo ich sage, die ist ziemlich gut, weil man einfach auf der einen Seite noch, ähm, ja schon gut auf Parkplätze kommt, ähm, und auf der anderen Seite aber trotzdem noch 'n bisschen mehr Platz hat, ähm, wie in 'nem, ähm, wie in 'nem VW Bulli oder so was. Nele: Ja. Moritz: Also vor allem in Stehhöhe dann, ja. Nele: Wir haben fünf Meter und das wär mir definitiv zu klein für 'ne dauerhafte Nutzung. Also sechs Meter ist, glaub ich, auch noch zumindest wenn man irgendwo jetzt nicht mitten in der Stadt wohnt, 'n gutes Alltagsfahrzeug. Ähm, wenn's größer wird, wird's dann schon schwieriger- Moritz: Ja Nele: ... je nachdem eben, wo man so unterwegs ist. Moritz: Ich war auch gestern unterwegs und, ähm, war dann in der Stadt, äh, auf 'm Parkplatz und da war, äh, war ich dann froh, dass ich nur diese sechs Meter hab, weil ich dann auch dachte- Nele: Mhm Moritz: ... wenn jetzt noch mal 80 Zentimeter länger ist, äh, gibt's ja noch diese 6,80er Version. Ähm, das ist dann schon noch mal 'ne, klingt dann so wenig erst mal vielleicht, aber ist dann schon mal noch mal 'ne ganze Ecke mehr, die man dann wieder raushängt und die man dann andere wieder stört. Nele: Ja. Moritz: Und das wollen wir eigentlich alle nicht, dass dann irgendwie Leute dann sagen: „Ach, diese blöden Camper, die in der Stadt stehen", oder so. Nele: Ja, die dann genervt sind. Moritz: Genau. Nele: Ja, cool, Moritz. Vielen lieben Dank. Ähm, ich bin sehr gespannt auf eure Rückmeldungen zu dem Thema. Also schreibt uns, schickt uns Sprachnachrichten, wenn ihr vielleicht selber euren Camper auch schon mal beruflich genutzt hat-habt oder euch das vorstellen könntet. Und, ähm, als kleiner Tipp: Wenn ihr 'n Privatfahrzeug habt, was ihr jetzt schon für Urlaube und so im Einsatz hattet und ihr denkt euch jetzt nach der Folge: „Mensch, es wär vielleicht 'ne gute Idee, das auch mal dienstlich einzusetzen", auch dann sprecht mal bitte mit eurem Steuerberater. Dann kann es auch Möglichkeiten geben, ähm, das Finanzamt an der Nutzung so 'n bisschen zu beteiligen. Ähm, das müsst ihr dann aber auf eure jeweilige Situation eben, äh, noch mal ausdiskutieren, wie man so was gestalten könnte. Ich hoffe, dass ihr heute 'n paar Ideen mitnehmen konntet. Moritz, dir ganz lieben Dank, dass du uns Einblicke gegeben hast in deinen Arbeitsreisen, in deine Reisearbeit oder wie man's auch immer nennen möchte. Und ja, ich hab schon gesagt, folgt dem Moritz. Ich pack euch die ganzen Kanäle noch mal in die Show Notes und Moritz, du hast das letzte Wort. Moritz: Ja, vielen Dank, dass ich hier bla, äh, sein durfte und, ähm, ja, ich bin auch sehr gespannt, was ihr zu dem Thema sagt und, ähm, ob das irgendwie für euch noch mal Dei..., Denkanstöße für euch waren. Nele: Tschüss. Moritz: Tschüss.

Sebastian Vogt

Ich bin Sebastian Vogt, der Technik-Experte und Redakteur für smarte Lösungen und Gadgets bei CamperStyle. Meine Expertise ist fundiert durch sechs Jahre dauerhaftes Leben im Wohnmobil als Digitaler Nomade. Ich weiß aus First-Hand-Experience, welche Technologien im mobilen Alltag zuverlässig funktionieren und welche nicht. Daher schreibe ich hauptsächlich über Stromversorgung, Fahrzeugzubehör und die Digitalisierung unterwegs. Ein wichtiges Kapitel dieser Reise waren unsere drei geretteten Hunde – so teile ich zusätzlich meine fundierten Erfahrungen und Tipps rund um das Thema Camping mit Hund. Meine Lieblingsspots? Immer dort, wo ich einen Stellplatz am Wasser finde.

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