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Podcast: Katalonien Teil 2 – Das Finale von Neles Solo-Roadtrip

Im zweiten und letzten Teil unserer Katalonien-Miniserie nimmt dich Nele mit auf die weiteren Etappen ihrer Reise – und verrät schon mal vorab: Es war umwerfend! Von der Vulkankraterlandschaft der Garrotxa geht es weiter in mittelalterliche Dörfer, die Pyrenäen und ins Ebro-Delta. Lehn dich zurück und lass dich von Neles Reiseerzählungen inspirieren.

Nele schließt ihre Katalonien-Tour ab – und was für ein Finale! Von faszinierenden mittelalterlichen Dörfern über die atemberaubenden Pyrenäen bis ins idyllische Ebro-Delta: In dieser Episode teilt sie ihre persönlichen Highlights und die besten Geheimtipps aus dem katalanischen Hinterland. Plus: Eine Begegnung mit der Ordnungsbehörde und alles, was ihr über Reisen mit Hund in Katalonien wissen müsst.

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Darüber haben wir in dieser Episode gesprochen

  1. Besalú – Das mittelalterliche Dorf mit romanischer Brücke aus dem 11./12. Jahrhundert, dem jüdischen Viertel mit einer der wenigen erhaltenen Mikwen der Iberischen Halbinsel
  2. See von Banyoles – Der größte natürliche See Kataloniens im Naturschutzgebiet, ideal zum Spazierengehen und Radfahren, mit Wasservögeln, Fröschen und einem traumhaften Blick auf die Vulkanlandschaft im Hintergrund
  3. Castellfollit de la Roca – Das spektakuläre Dorf, das auf einer über 50 Meter hohen Basaltklippe thront
  4. Solsonès und die Vorpyrenäen – Die „Comarca de las Mil Masías“, Kirchentour mit Neles tamilischer Freundin, das beeindruckende Barockinnere der Wallfahrtskirche El Miracle und einem jungen Mönch in Jeans
  5. Mirador de Serra Seca und die Salinen von Cambrils – Ein 360-Grad-Panoramablick über die Pyrenäen, der selbst Nele sprachlos machte, und ein vorindustrieller Salzgewinnungskomplex mit Wasserbassin, in dem man nicht untergeht
  6. Restauranttipps aus dem Solsonès – Cal Agustí direkt an den Salinen, Cal Ton in Ogern mitten in den Vorpyrenäen und Mare de la Font bei Solsona mit regionalem Vorspeisen-Tasting vom Feinsten
  7. Ebro Delta – Kataloniens größtes Feuchtgebiet und UNESCO-Biosphärenreservat: Flamingos, Reisfelder, über 300 Vogelarten – und was Nele über Hunderegeln, Brut- und Setzzeit und die fehlenden Hinweisschilder zu berichten hat
  8. Praktische Reisetipps für Katalonien – Beste Reisezeit, Wildcampen/Freistehen, Einreise mit Hund, Verständigung, Zahlungsmittel, Straßenverhältnisse in den Pyrenäen

Links und Ressourcen

  1. Unser Instagram-Account mit den Reisefotos
  2. Campingplatz La Ribera im Solsonès – Kontakt am besten per E-Mail (nicht WhatsApp!), da nur wenige Plätze für Touristen verfügbar
  3. Restaurant Cal Agustí – Direkt gegenüber den Salinen von Cambrils (Landesinneres, nicht zu verwechseln mit Cambrils an der Küste)
  4. Restaurant Mare de la Font – Etwas außerhalb von Solsona, regionale und saisonale Küche, hauptsächlich bei Einheimischen bekannt
  5. Restaurant Cal Ton – frische Leckereien vom Grill und regionale Spezialitäten
  6. Wohnmobilstellplatz in Odèn an der Kirche Santa Cecilia d’Odèn – kostenlos, unversorgt, max. eine Nacht
  7. Grand Tour de Catalunya – Vorgeplante Routen des katalanischen Tourismusboards, thematisch filterbar (z. B. Genussroute)

Jetzt bist du dran!

Warst du schon mal in Katalonien – vielleicht sogar in der Garrotxa oder im mittelalterlichen Besalú? Oder steht die Region noch auf deiner Wunschliste und Neles Finale hat dich endgültig überzeugt? Dann schick uns gerne eine Nachricht an podcast@camperstyle.de oder per WhatsApp!

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Das Transkript der Folge

Diese Zusammenfassung wurde von einer KI erstellt und kann daher kleine Unklarheiten oder Fehler enthalten. Es dient zum schnellen Nachschlagen der in der Episode besprochenen Themen. Anhand der Zeitstempel sind diese dann einfach im Podcast nachzuhören.

Nele: Hallo und herzlich willkommen zu Camper Style, deinem Camping-Podcast. Ich bin Nele. Sebastian: Und ich bin Sebastian und heute nimmt uns Nele noch mal mit durch Katalonien. Nele: Ist ja jetzt schon 'ne Weile her, dass wir den ersten Teil veröffentlicht hatten, aber wir hatten jetzt einfach so viele Themen zwischendurch, die wir nicht unter 'n Tisch fallen lassen wollten. Und jetzt ist die Katalonien-Tour tatsächlich auch abgeschlossen. Wir sind wieder zu Hause und ja, jetzt wollte ich noch mal mit euch gemeinsam so den, den Rest der Tour rekapitulieren und der war auch noch richtig klasse. Das kann ich schon mal vorwegschicken. Sebastian: Ja, wir müssen auch noch das ganze Montenegro-Thema 'n bisschen angucken. Das, der, aber ja, wie das dann so ist, ne, dann kommst du krank wieder und jetzt sind schon wieder vier Wochen vorbei. Nele: Mhm. Sebastian: Und ganz viel liegt noch, weil ich einfach so krank war jetzt auch 'ne ganze Weile. Aber egal. Nele: Du hustest ja auch immer noch. Deswegen haben wir ja gesagt, wir machen jetzt heute Katalonien, weil ich da eben so viel erzähle und du nicht so viel sprechen musst. Ich hatte das ja auch. Ich war ja auch so lange krank und hatte so fürchterlichen Husten. Das ist, äh, sehr hartnäckig. Also versuch, möglichst wenig zu reden und ich freu mich, dass ich heut mal so richtig monologisieren darf. Sebastian: Na dann, go for it. Ich stell einfach nur zwischendrin 'n paar Fragen, was mir so einfällt und dann nimm uns doch mit nach, äh, Katalonien. Nele: Ja, also wir waren ja beim letzten Mal auf dem Campingplatz La Fageda in der Garrotxa und da sind wir jetzt gedanklich zumindest immer noch, physisch leider nicht mehr. Und, ähm, die Garrotxa hatte ich ja schon erklärt, ist so 'ne, ja, sehr beeindruckende Landschaft mit fast 40 inaktiven Vulkankratern. Für den heutigen Tag oder für die heutige Folge hab ich mich da aber 'n bisschen rausbegeben aus der Garrotxa, aus der unmittelbaren Vulkankraterlandschaft und bin in ein sehr berühmtes mittelalterliches Dorf gereist, und zwar nach Besalú. Das liegt, ähm, ungefähr so 50 Kilometer von der Costa Brava entfernt im Landesinneren und ist, ähm, vor allem bekannt auch für seine romanische Brücke. Die stammt aus dem elften, zwölften Jahrhundert und durch das Dorf fließt der Fluss Fluvià. Das ist so, ja, wahrscheinlich eins der beliebtesten oder am häufigsten gesehenen Fotomotive von Katalonien. Besalú war bis 1111 Hauptstadt einer ganz eigenen Grafschaft und hat danach dann so 'n bisschen an Bedeutung verloren. Aber heute ist das Örtchen immer noch top erhalten. Das war also sehr, sehr spannend, das zu sehen. Ein historisches Highlight, was man heute auch noch besichtigen kann, ist zum Beispiel das jüdische Viertel mit einem der wenigen erhaltenen Mikwen. Also das sind so jüdische Ritualbäder auf der Iberischen Halbinsel. Das wurde erst im 20. Jahrhundert durch Zufall wiederentdeckt und wie gesagt, ist heute halt auch so 'ne Touristenattraktion. Und die Brücke, die ich grade erwähnt habe, war übrigens auch Drehort für Game of Thrones. Angeblich Staffel sechs, aber da ich's selber nicht gesehen habe, die Serie, kann ich das nicht so genau sagen. Sebastian, kennst du die? Sebastian: Äh, Game of Thrones kenn ich natürlich. Allerdings bin ich keiner, der dann sich die Drehorte ganz genau anguckt. Man hätte, hätte jetzt natürlich noch mal, äh, googeln können. Das könnt ihr aber auch selber. Also es gibt ja ganz viele Seiten, die dann ganz genau alle Drehorte rausziehen und ich weiß auf jeden Fall, dass Game of Thrones, ähm, sehr häufig auch oder relativ häufig auch spanische Drehorte hatte, weil's da eben 'ne ganze Menge, ähm, Burgen und, und, äh, Locations gibt, die halt sehr gut reinpassen. Nele: Ja. Also Besalú ist da definitiv auch 'n Ort, den kann ich mir da sehr gut vorstellen. Ich persönlich bin ja eher immer so in kleineren Orten unterwegs, die nicht so überlaufen sind. Für mich war zu viel los, muss ich ehrlich sagen. Also sehr, sehr süßes Örtchen und wenn man dann von der, also Hauptstraße kann man das gar nicht nennen, sind ja alles nur Gassen, aber so von dem Hauptweg 'n bisschen weggeht in die ganz kleinen Gassen rein, dann ist man auch mehr für sich und, ähm, kann sich das auch in Ruhe angucken. Aber so im Ortskern fand ich's ziemlich voll und ich, also mir haben andere Orte besser gefallen, nicht optisch und historisch, sondern einfach so vom, von der Atmosphäre her. Sebastian: Das Internet straft dich übrigens grade Lügen. Ich hab nämlich mal geguckt, Besalú, ähm, wird ganz häufig fälschlicherweise für einen Drehort von Game of Thrones gehalten, ist aber nie offiziell in Game of Thrones aufgetaucht. Nele: Ach so, okay. Sebastian: Also da hast du dich 'n bisschen an der Nase rumführen lassen. Äh, im Gegensatz dazu, ähm, haben sie in Girona, ähm, quasi gefilmt, und zwar, äh, die Kathedrale. Die war Drehort. Nele: Ah ja, das kann ich mir gut vorstellen. Okay. Sebastian: Aber das andere, äh, da bist du einem Mythos aufgesessen. Nele: Ja, guck, auch uns passiert so was trotz sorgfältiger Recherchen. Ich glaube, das war sogar in 'ner offiziellen Quelle von Besalú, also von, von irgend'nem Tourismusverband, aber das möcht ich jetzt nicht behaupten. Ähm, trotzdem sehr, sehr beeindruckend. Also über die Brücke läuft man dann durch so 'n Falltor. Also das, das sind ja diese Tore, die dann, ähm, so aus angespitzen Baumstämmen quasi zusammengebaut wurden. Das, wenn man da drunter durchgeht, ist das immer so 'n bisschen, ha, denk ich immer, hoffentlich kommt da nix runter. Aber auf jeden Fall, wenn man sich von den vielen Touristen nicht abhalten lässt, auf jeden Fall 'ne Reise wert. Aber dann würd ich dazu raten, vielleicht eher, äh, relativ früh morgens hinzufahren oder eher so in den Abendstunden, wenn dann der Hauptschwall weg ist an Bussen und so weiter. Sebastian: Ja, wie das halt überall da ist, wo's schön ist und viele Touristen hinkommen. Nele: Ja. Sebastian: Okay, also ansonsten noch der, der Tipp, weil ich's grade offen habe und lese. Also wer da in der Gegend unterwegs ist und 'n Fable für Game of Thrones hat, also der kann da auf jeden Fall, ähm, drei Locations sich angucken, wenn ich das richtig sehe. Also man da vorher recherchiert und dann ist auf jeden Fall Girona auch 'n guter Ausgangspunkt, da so'n bisschen, ähm, Game of Thrones, ähm, Location sozusagen zu checken. Nele: Was sind denn die anderen? Sebastian: Ähm, das eine ist, äh, San Juan de Gazetlu... Ga..., ich kann's nicht aussprechen. Nele: Wir packen's in die Show Notes. Sebastian: Äh, genau, es gibt also Drachenstein, ähm, ist da in der Gegend und Alcázar von Sevilla sind die Wassergärten von Dorne. Nele: Sevilla? Sebastian: Ja, Großraum Katalonien. Also klar- Nele: Äh, Sevilla ist Andalusien. Sebastian: Ja, du bist da jetzt nicht in fünf Minuten, aber wer sozusagen 'ne größere Tour machen will, so weit ist es dann nach Sevilla ja auch nicht. Bist du ein paar Stunden da. Nele: Ähm, das ... Sebastian: Ja, das geht schon. Aber, äh, also ja, Großraum, Großraum Spanien sozusagen. Sagen wir's doch mal so. Also es gibt 'n paar Drehorte. Ich, es gibt ja auch oben im Norden, glaub ich, noch ein, zwei Drehorte, wenn mich nicht alles täuscht. Nele: Also zehn Stunden, 28 Minuten fährst du da. Ich sag's nur. Sebastian: Okay, ich war jetzt eher bei vier, fünf Stunden. Na gut, dann muss man- Nele: Also es ist noch Spanien. Sebastian: ... einen mehrtägigen Game of Thrones, äh, 'ne mehrtägige Game of Thrones Location-Reise draus machen. Ich hatt's jetzt schneller in Erinnerung, aber da täuscht mich tatsächlich auch dann mein, äh, Entfernungsgedächtnis. Aber ja, ist in Spanien auf jeden Fall sehr gut. Ähm, aber ja, das, aber wie gesagt, könnt ihr mit googeln, wenn euch das interessiert oder wenn, wenn's euch wirklich richtig tief interessiert, wisst ihr's wahrscheinlich sogar. Ähm, aber Sevilla, äh, Sevilla, ähm, Girona auf jeden Fall, ähm, mit der Kathedrale, da habt auf jeden Fall dann schon mal einen Haken, den ihr setzen könnt. Nele: Näher als Sevilla an Besalú, schöne Überleitung, liegt der, der See von Banyoles. Ähm, das ist 'n, ich glaub der größte natürliche See in Katalonien und, ähm, das ganze Gebiet ist 'n Naturschutzgebiet. Also es wird zwar auf dem See auch Sport betrieben, das hab ich gesehen und ich hab auch irgendwo gelesen, dass der auch schon irgendwie in den 90er Jahren mal für olympische Ruderwettbewerbe angeblich genutzt wurde, aber das hab ich jetzt ehrlich gesagt nicht weiter recherchiert. Ähm, also man sieht Ruderer auf jeden Fall dort, wenn man spazieren geht, aber eben, äh, im Uferbereich offenbar wurde das als Naturschutzgebiet deklariert. Das heißt also, ähm, Hunde dürfen da nicht frei laufen und auch nicht ins Wasser, was für uns natürlich immer schwierig ist, weil wir so 'ne kleine Wasserratte dabei haben. Und, ähm, ansonsten ist der See aber wunder, wunderschön. Also man kann da ganz tolle Wasservögel beobachten, es überall quakt es. Also überall hüpfen dann irgendwelche Frösche und Kröten rum. Und der See ist auch in den Uferzonen, ähm, auf der Seite von Porqueres, also auf der Seite, wo nicht Banyoles das Städtchen liegt, sondern die gegenüberliegende Seite sehr eingewachsen. Eignet sich also wunderbar auch für Spaziergänge, wenn's 'n bisschen heißer ist, weil eben sehr viel Schatten da durch, durch hohe Bäume und, und Sträucher gespendet wird. Und ich liebe ja, das so um Seen rumzulaufen, weil das einfach immer so 'ne ganz besondere Atmosphäre ist und auch 'n ganz besonderer Geruch durch, ähm, äh, durch die Wasserpflanzen und diese ganze, das ganze feuchte Ambiente. Und wir haben uns dann aber, oder was heißt wir, ich hab's entschieden, ich war ja nur mit meinem Hund unterwegs. Ich hab dann entschieden, dass wir vom See weggehen, weil die Zoe halt nur ins Wasser wollte und an der Leine sein musste und das war für sie also 'n bisschen Folter. Und ich bin dann einfach über die Straße gegangen und da gibt's, äh, verschiedene Wege, die dann gegenüber, also auch wieder auf der Seite von Porqueres, auf, äh, so 'n Naturschutzgebiet auch hinführen. Und das war auch so schön. Äh, da konnte man super 'n bisschen wandern, ist übertrieben, spazieren gehen, nennen wir's mal. Es war schon sehr heiß. Felder, Wald, Wiesen. Also es war ganz, ganz toll auch dort. 'N kleiner Bach ist da auch durchgeflossen, wo dann sich der Hund mal abkühlen konnte und ich die Füße reinhalten. Und man hat eben in diesem ganzen Naturschutzgebiet diesen traumhaften Blick mit den Vulkanen wieder im Hintergrund. Ich hatte auch noch das Glück, dass ich wirklich 'n wolkenlosen Himmel erwischt hatte und dann hab ich mich da halt so 'n bisschen mit dem Hund rumgetrieben. Aber den See kann man, soweit ich weiß, auch komplett umrunden. Ich hab auch viele Leute gesehen mit Fahrrädern generell in Katalonien. Ähm, also wer sich von Berg- und Talfahrten nicht abhalten lässt, der fährt in Katalonien Fahrrad und um den See herum kann man, meine ich, auch mit dem Fahrrad fahren. Sebastian: Also sind das dann Schotterwege? Sind das, sind das befestigte Schotterwege? Also wie sind die, die Routen da außen rum? Also was für 'n Fahrrad brauch ich auch? Nele: Also da kannst du mit-- Ich würd jetzt nicht unbedingt auf diesen, das sind so, so fein geschottert, wenn ich's mich richtig erinnere. Da würd ich jetzt vielleicht nicht mit 'm Rennrad mit ganz dünnen Reifen fahren, aber, ähm, ich hab viele mit Rennrädern auch auf der Straße gesehen. Also das scheint 'ne beliebte Ecke zu sein und ansonsten mit 'm normalen Trekkingrad kommst du da gut durch. Am See ist es ja auch flach, ne? Also wenn man dann so 'n bisschen weiter, ähm, ins Naturschutzgebiet reinfährt, dann wird's natürlich durch die Vulkan, durch das Vulkangelände wieder 'n bisschen, äh, hügeliger, aber um den See, das kann man auch mit wenig Kondition gut machen. Sebastian: Okay.Guck das, gucken wir weiter. Woher weißt du eigentlich, wenn du in so anderen Ländern bist, so mit Nationalpark, also ich mein, dass in irgendwelchen Schutzgebieten der Hund an die Leine gehört. Das würd ich jetzt sagen, kriegt man noch meistens im Kopf ja verknüpft. Ähm, wie informierst du dich sonst, wo, wo der Hund vielleicht ins Wasser darf oder nicht? Oder weißt du das? Oder guckst du einfach, wo Schilder stehen? Oder wie machst du das unterwegs? Nele: Also üblicherweise orientieren wir uns an den Schildern vor Ort. Ähm, oft findet man im Internet dazu keine Information. Da komme ich auch gleich gegen Ende der Folge noch mal zu, wenn wir übers Ebro Delta sprechen. Da haben wir nämlich, ähm, dann mit der lokalen Ordnungsbehörde zu tun bekommen. Das schon mal als kleiner Teaser vorweg wegen 'm Hund. Aber üblicherweise ist es so, dass man sich gut an die Schilder, ähm, halten kann und dass man da dann auf der sicheren Seite ist. Und im Zweifel ist es halt auch so, dass der Hund dann halt mal eher an der Leine bleibt, ne. Also wenn man jetzt irgendwie das Gefühl hat auch, ähm, es ist grad 'ne Jahreszeit, wo vielleicht, ähm, viel, viele Tiere Nachwuchs bekommen oder so. Oder es ist auch, äh, 'ne Gegend, wo die so 'n bisschen unübersichtlicher ist, also Waldgebiet oder so. Unser Hund jagt ja nicht, aber trotzdem pack ich die halt dann an die Leine und fertig. Das ist für sie auch normalerweise nicht so 'n Thema, nur wenn halt dann direkt das Wasser daneben ist, dann wird's 'n bisschen rumpelig. Sebastian: Mhm. Nele: Ja, dann reisen wir weiter, und zwar an eines meiner Highlights. Das ist ein Dorf, auch wieder in der Garrotxa, was ganz oben auf einer Basaltklippe thront. Und wenn ich sage thront, dann mein ich auch, also das ist wahnsinnig, wahnsinnig spektakulär. Der Ort heißt Castellfollit de la Roca und das ist 'n ganz kleiner Ort, ganz, also 'n ganz kleines Dorf, liegt über 50 Meter hoch und ist so circa einen Kilometer lang. Und wenn du da hinfährst, dann, also das wär mit Sicherheit auch 'ne gute Kulisse gewesen für irgend so 'nen, ähm, ja, Fantasy- oder, oder Mittelalterfilm, weil du siehst halt wirklich nur diese Riesenklippe und darauf direkt die ganzen Häuser und, und Gebäude und rechts und links fällt es komplett steil ab. Also da darf's wirklich gar keine Erosion geben, sonst fallen da die Häuser runter. Ich hab gelesen, dass diese Klippe durch zwei aufeinanderfolgende Lavaströme entstanden ist. Also der, der erste vor gut 200.000 Jahren, 217.000, um genau zu sein und der zweite dann, ähm, ungefähr 100, vor 190.000 Jahren. Und den Fluss Fluvià hab ich ja schon erwähnt, ähm, den man auch aus Besalú kennt. Und dann gibt's noch 'nen zweiten Fluss, äh, der heißt Toronell. Die haben sich dann durch dieses, ja, erkaltete Gestein gegraben über die Jahrtausende und daraus ist dann eben dieses berühmte Castellfollit de la Roca geboren. Dürfte wahrscheinlich so einer der berühmtesten Orte in der Garrotxa sein. Ich hab da auch ganz viele Fotos gesehen schon vorab und deswegen war klar, dass wir da unbedingt, äh, auch mal hinfahren. Ist, ähm, eine der kleineren oder kleinsten Gemeinden in Katalonien und auch die Häuser sind aus diesem Basalt gebaut. Also die, ich hab grad schon gesagt, die schweben regelrecht über dem Abgrund. Müssen wir mal gucken, ob wir irgendwo, ähm, 'n Foto verlinken kö... Ach ja, ich hatte ja bei Instagram natürlich was gepostet dazu. Da könnt ihr mal schauen, wenn ihr 'n bisschen zurückscrollt. Da gibt's auf jeden Fall auch aus Castellfollit Fotos. Sebastian: Ja, ich kann mich auch an das, äh, also ich hab's jetzt grad mir noch mal angeguckt bei Google und kann mich erinnern, dass ich das bei dir in Insta auch irgendwo gesehen habe, als wir unterwegs waren, hast du das gepostet. Nele: Ja, also wenn man googelt und sich dann danach mein Insta-Foto anguckt, dann sieht man, dass es nicht ganz so spektakulär ist wie auf den Tourismusaufnahmen. Ich hab diesen Ort oder diese Stelle nicht gefunden, wo die Bilder entstanden sind, die ich immer vom, von den Tourismusverbänden sehe. Also ich vermute, dass die Marketingbilder vielleicht auch mit Drohnen gemacht wurden. Man hat von unten aus eben diese krassen, diesen krassen Ausblick oder von der Autobahn aus, aber nicht genau das, was man so sieht, wenn man nach dem Ort googelt. Ähm, das Dorf an sich ist wirklich süß, aber eher unspektakulär, weil man hat ja den Blick nur von, von außen quasi. Der Dorfkern ist auch sehr klein, also den sollte man sich auch mal angeguckt haben. Ist auch wirklich hübsch gemacht und man hat von oben auch 'nen schönen Ausblick über die Landschaft halt. Aber dann, wenn man eben dieses Dorf sich einmal von außen angucken will, dann ist 'n guter Spot, einmal nach unten zu gehen oder auch zu fahren. Da, ähm, ist dann einer der Flüsse unten. Das ist auch schön, um sich 'n bisschen abzukühlen. Ich hab da auch wieder den Hund reingelassen und von da aus, ähm, von der gegenüberliegenden Straßenseite aus sieht man dann eben dieses Örtchen in seiner vollen Pracht. Sebastian: Mhm. Und Drohne mitnehmen, damit man den perfekten, die perfekte Aufnahme machen kann. Nele: Drohne mitnehmen, damit man die perfekte Aufnahme machen kann, sich vorher informieren, ähm, ob's irgendwelche Flugverbotszonen gibt und vor allem nicht so machen wie Sebastian in Montenegro, dass die Drohne hinterher, ähm, Schrott ist. Sebastian: Grad am gucken, ob ich sie reparieren lassen kann. Nele: Oh, okay. Sebastian: Ja, warte noch aufs Angebot. Ja, aber weiter, weiter geht's in Katalonien. Nele: Ja, ich bin dann umgezogenÄhm, also Garrotxa war dann, da hätte man noch 1.000 Sachen angucken können, aber ich wollte ja dann auch noch 'n bisschen weiterkommen. Eines meiner Hauptziele waren ja die, die Pyrenäen und deswegen musste ich mich dann leider verabschieden aus dieser wunderbaren Vulkanlandschaft, die wirklich, wirklich also so viel zu bieten hat. Da hätte man selber noch Wochen verbringen können nur dort. Und dann bin ich umgezogen in die Vorpyrenäen, in den Solsonès, also in diesen, ja, es ist Comarca heißt das. Ähm, das ist so ungefähr 'n bisschen vergleichbar mit unseren Landkreisen. Nicht ganz, aber so kann man sich das in etwa vorstellen. Also die Gegend rund um Solsona auf den Campingplatz La Ribera. Ganz süßer kleiner Campingplatz. Da sind zwar hauptsächlich Dauercamper, aber man hat mir da ein Plätzchen quasi zugewiesen. Ähm, das war, glaub ich, gar kein, keine, keine offi-offizielle Parzelle, aber es war super. Das war so geschottert mit riesigen Felsbrocken, die die da hingelegt hatten. Konnte man sich ganz toll drauf sonnen. Also dieser, dieser kleine Campingplatz ist auf jeden Fall 'ne Empfehlung, aber wenn man da hinfahren möchte, auf jeden Fall vorher einmal per E-Mail, nicht per WhatsApp, weil da kriegt man keine Antwort, per E-Mail, ähm, schreiben, ob überhaupt was frei ist, weil ich glaub, da gibt's nur irgendwie zwei, drei Plätze überhaupt für Tagestouristen. Der Campingplatz selber liegt auf einem uralten Gehöft, möcht ich's mal nennen. Also ich hab irgendwas verstanden von 1.000 Jahre alt, ähm, aber ich weiß jetzt nicht genau, ob wirklich die Bestandsgebäude damit gemeint sind oder ob das halt vor 1.000 Jahren erstmals erwähnt wurde. Die Zufahrt ist 'n totales Abenteuer. Also ich bin mit meinem Gespann fast nicht durchgekommen. Da musste von beiden Seiten so 'n bisschen geguckt und, äh, gewinkt werden, aber 'n ganz süßer kleiner Platz, sehr schön, äh, familiär auch, sehr gepflegt, wie das halt so ist, äh, wenn die Betreiber da selbst Hand anlegen. Und die Betreiber sind auch wahnsinnig nett. Die haben uns unheimlich viele tolle Tipps gegeben, was man alles unternehmen kann und wo man vor allem essen kann. Und von diesem Platz aus haben wir dann eben diverse Tagestouren in den Solsonès unternommen. Ähm, also dieser, diese Comarca, dieser Landkreis wird auch Comarca de las Mil Masías genannt. Masías sind so uralte Bauernhöfe und die Bevölkerung lebt da halt so ganz verstreut auf diesen alten Höfen heute noch. Und das ist ganz witzig, weil wir haben uns da 'n paar Mal vertan, ähm, weil ich immer dachte, na ja, wenn's 'n Ortsschild gibt, wird ja da 'n Ort sein. Aber dieses Ortsschild führte halt dann nur zu einem Hof, der natürlich in Privathand ist und ich stand x-mal bei irgendwelchen Menschen im, im Bauernhof und wusste jetzt nicht, ob's jetzt da weitergeht oder nicht. Ähm, ist 'ne Gegend, die mir vorher gar nicht bekannt war, die aber absolut sehenswert ist, eben auch mit der Hauptstadt Solsona, die auch sehr schön ist, aber ich fand das ganze Umland noch viel faszinierender. Ähm, ja, und von dort aus eben bin ich dann auch aufgebrochen in die Pyrenäen beziehungsweise auch die Vorpyrenäen. Das war einmal 'ne, ähm, Tagestour. Da war auch meine Freundin dabei, ähm, von der ich schon erzählt hatte in der letzten Katalonien-Folge. Und, ähm, ja, mit der sind wir dann quasi einmal kreuz und quer bis, äh, zu den Salinen von Cambrils und, ähm, nach Odèn gefahren. Und ja, da würd ich euch jetzt so 'n bisschen mitnehmen oder hast du noch Fragen dazwischen, Sebastian? Sebastian: Nö, da grade nicht. Nele: Also ich muss dazu sagen, meine Freundin ist, ähm, Tamilin, aber sehr begeistert von christlichen Kirchen, weil sie sagt, dass die ihr immer sehr viel Ruhe geben, wenn sie da reingeht und deswegen haben wir so 'ne kleine Kirchentour gemacht. Und da gibt's halt in den Pyrenäen und Vorpyrenäen unwahrscheinlich viel Auswahl. Das heißt, man kann fast nirgendwo hinfahren, ohne nicht an irgendwelchen wunderschönen alten Kirchen vorbeizukommen. Die erste, die wir gesehen hatten, war die, ähm, Kirche von Sant Jaume, Sant Jaume de Riner, glaube ich, spricht man das. Das ist so 'ne kleine romanische Landkirche. Gar nicht spektakulär, aber unheimlich schön gelegen und einfach ganz zuckersüß mit so 'nem Mini, ähm, ich glaube nicht mehr aktiven Urnenfriedhof daneben. Also es sind nur 'n paar Gräber. Was viel krasser war an Kirchen, was ich so gesehen hab, ist El Miracle im gleichnamigen Ort. Da bin ich sogar mal reingegangen, obwohl ich sonst mich für Kirchen nicht so interessiere. Die ist der Legende nach entstanden, weil im Mitte des 15. Jahrhunderts zwei Hirtenjungen dort die Jungfrau Maria gesehen haben sollen. Und die heutige Kirche stammt, äh, von einem berühmten katalanischen Architekten, Josep Morató. Nele: Und der hat da ein, ähm, Inneres geschaffen, äh, zusammen mit dem Bildhauer Carles Morató - ich vermute, dass es Brüder waren - was wirklich seinesgleichen sucht. Also die, dieses Kircheninnere, ich kenn die ganzen Fachbegriffe bei Kirchen nicht, man verzeih es mir. Ähm, dieses Innere gilt aber als eines der wichtigsten Werke des katalanischen Barock. Und die Campingplatzbetreiberin hat mir erzählt, das hab ich jetzt, konnte ich aber nicht bestätigenDass, ähm, die Madonnenstatue, die man so in der Altarnische bewundern kann, ähm, da gab's irgendwie so 'n, so 'n Konflikt mit der Bevölkerung, weil die Kirche oder die Architekten dort eine-- Also die haben so 'ne große Nische geschaffen und wollten da halt 'ne riesige Madonna reinsetzen, aber die Bevölkerung hat sich dagegen gewehrt. Die wollten ihre kleine Madonna behalten und heute ist es dann also so, dass in dieser riesigen Nische eine Mini-Madonna drin sitzt, weil die Bevölkerung sich durchgesetzt hat. Und, ähm, ja, das ist halt so die, die Anekdote, die's dann dazu gibt. Was ich ganz spannend fand, dass hinter dem Altar, äh, es so 'nen Gang mit Treppenstufen gibt. Da kann man dann so einmal hoch und wieder runterlaufen in so 'nem kleinen, äh, in so 'nem kleinen Rundlauf sozusagen. Und von dort oben kann man eben in den gesamten Kirchenraum schauen, was sehr ungewöhnlich ist. Ich, ich hab so was noch nie gesehen und das war schon toll. Also da, da hat's sogar mich mal echt gecatcht. Innen natürlich alles sehr pompös ausgestaltet, auch der, der Altar und, ähm, wie heißt das? Tabernak? Nee, Tabernakel ist was anderes. Nee, ich versuch mich jetzt gar nicht dran. Auf jeden Fall, das, der ganze Altarbereich, du, du kennst die Begriffe wahrscheinlich auch nicht. Sebastian: Nee. Nele: Ist sehr, sehr, ähm, pompös ausgestattet und mit ganz, ganz vielen interessanten Details auch versehen. Also wenn ihr in der Gegend seid, guckt da unbedingt mal rein. Angeschlossen ist auch noch 'n Benediktinerkloster. Ähm, da leben noch 'n paar Mönche. Einen davon haben wir auch kennengelernt. Der hat dann meine Freundin einmal durch die Kü-Kirche durchgeführt, während ich mit dem Hund draußen gewartet habe. Ähm, ganz junger, sportlicher Typ, der war auch gar nicht in der Mönchskluft unterwegs, sondern mit Jeans und Hemd. Und der hat eben erzählt, dass das Kloster eines von zwei Klostern ist, was die aktuell noch bewohnen und dass die Mönche immer wechseln von einem zum anderen. Das andere ist richtig in den Pyrenäen drin. Da waren wir aber dann nicht mehr. Und außen herum ist 'n richtig schönes Gelände, wo man auch 'n bisschen spazieren gehen kann. Da gibt's dann noch so 'ne Minikapelle, ähm, die haben wir uns noch angeguckt. Aber ja, das war wirklich 'n Erlebnis, kann man sagen. Sebastian: Cool. Ja, es ist-- Bei Kirchen hab ich auch nicht so das, äh, wie soll ich sagen, die Faszination. Ich guck's mir immer mal an, wenn, w-wenn ich was-- zuletzt, wann war das denn? Da, da war-- genau, Gregor hatte mich ja hier besucht und der wollte sich ja auch den Dom angucken und da waren wir da drin. Aber ich hab da irgendwie einfach leider keine Gene für. Was heißt leider? Ich hab da keine Gene für. Ja, es ist irgendwie, sind, ist schon spannend, wie das gebaut ist und so weiter, aber ich kann mich da wenig für begeistern. Ich, äh, ja, aber gut, we-wer das spannend findet. Nele: Ich hab halt auch immer die geschichtlichen und sozialen Zusammenhänge da mit im Hinterkopf, aber da, das wollen wir jetzt nicht vertiefen. Aber ich fand's halt irgendwie schön, weil meine Freundin durch ihre Begeisterung mir auch wieder so 'n bisschen die Augen dafür mehr geöffnet hat. Und sie ist ja Hinduistin, also komplett andere Schiene, aber fühlt sich halt auch zum christlichen Glauben sehr hingezogen. Und ich fand das irgendwie schön und die Leute, ähm, vor Ort waren auch immer total, also happy, dass jemand, der quasi für die total exotisch ist, sich halt dafür interessiert, ne. Sebastian: Mhm. Nele: Wir waren ja teilweise die ersten Ausländer, die irgendwo, also von, von weiter weg halt hinkamen. Und da hast du richtig gemerkt, da ist auch 'ne Begeisterung bei der lokalen Bevölkerung da, dann ihre Sachen zu erzählen und Dinge zu zeigen oder uns auch mal hier in dem Örtchen, ähm, Miracle zum Beispiel, da kamen wir in so 'ne, ähm, Touristeninfo, wo man auch Kaffee trinken kann und so. Und dann haben wir halt gefragt, ob wir, ob die Küche offen ist, ob wir was essen können. Meinte der: „Nee, ist nicht offen, aber, aber ich mach euch mal eben was." Ne, und dann hat er uns halt so leckere Tomatenbrote mit 'n bisschen Iberico-Schinken da fertig gemacht, weil der gedacht hat, wir beiden Mädels müssen da sonst verhungern. Und dann kommt man halt immer ins Gespräch und der meinte auch: „Also nee, Sri Lanka, da hatten wir noch nie jemanden hier." Und, ähm, umso, umso mehr ist es natürlich auch dann für die Leute schön, wenn da 'n aufrichtiges Interesse besteht. Sebastian: Klar. Nele: Ja, dann sind wir weiter über Linia zum Mirador de Serraseca gefahren. Das ist so 'n Aussichtspunkt, wo man 'nen 360-Grad-Blick über die komplette Pyrenäenlandschaft hat. Auch dazu gibt's Fotos bei uns, ähm, auf Insta, aber man muss sich darüber im Klaren sein, dass man das niemals so einfangen kann, mit keiner Kamera dieser Welt, was man da wirklich sieht. Also ich hab wirklich schon lang nix mehr so Schönes gesehen und meine Freundin und ich, wir sind beide alte Quatschtanten. Also der Schnatterstabel stand selten mal still, aber da waren wir beide völlig geflasht und standen da bestimmt zehn Minuten, ohne zu reden und haben nur geguckt, weil du gar nicht weißt, wo du anfangen sollst zu schauen. Also das, das war wirklich eine, ein absolutes Erlebnis und für mich auch mal wieder so 'n Moment, wo ich echt weggehauen war. Ich hab gestern Podcast aufgenommen mit Sabrina von „Hallo Island", wo wir eben über Island gesprochen haben und sie so 'n bisschen erzählt hat. Und da hab ich schon gesagt, dass ich eben durch das viele Reisen manchmal mich so 'n bisschen abgestumpft fühle, was die Naturschönheiten angeht, weil man halt wahnsinnig viel sieht und wahnsinnig viel Spektakuläres jetzt auch gesehen hat in diesen vielen Jahren.Aber dieser Ort oder überhaupt die Pyrenäen, das war so krass für mich und wirklich mal wieder so das Gefühl, ich reise jetzt an Ecken, wo ich was sehe, was ich so noch nie gesehen habe. Und dazu kam dann natürlich, dass meine Freundin, die ja in der Schweiz lebt und auch in 'ner sehr schönen Landschaft zu Hause ist, aber sonst nicht so viel reisen kann, dass die halt auch so begeistert war und mich da auch komplett mitgerissen hat. Also das war, war Wahnsinn. Hinter jeder Ecke, hinter jeder Kurve war irgendwas, wo wir gesagt haben: „Nee, wir müssen jetzt anhalten." Wir waren 'n kompletten Tag unterwegs, ich glaub, von morgens acht, bis wir abends dann wirklich ins Bett gefallen sind, weil wir so oft angehalten haben, ausgestiegen sind, bisschen gelaufen sind, Fotos gemacht haben. Ähm, ich frag mich jetzt ehrlich gesagt im Nachhinein, warum wir nicht eher schon mal in den Pyrenäen gelandet sind. Das-- Wir sind immer an der Küste hängen geblieben, wie so viele, die, die eben Katalonien besuchen und dabei ist das Hinterland einfach unglaublich. Sebastian: Ja, aber das Meer, das zieht halt uns oder viele von uns Menschen erst mal irgendwie an, ne. Das und dann das andere musst du halt erst entdecken. Beim Meer hast du irgendwie die Verknüpfung schon da. Ich glaube, das ist jetzt nichts Unnormales. Ich glaub, es gibt bestimmt auch Menschen, wo das andersrum ist, aber das, das kann ich gut nachvollziehen, dass man-- Mich zieht's auch immer erst mal Richtung Wasser. Nele: Ja, mich doch auch. Das und wegen Hund ja sowieso, aber das ist wirklich ein Verlust, wenn man das nicht gesehen hat. Und was natürlich auch schön ist, es gibt sehr viel nationalen Tourismus dort, aber wenig internationalen. Also wir, wir haben jetzt zum Beispiel auf diesen Campingplätzen, ähm, im Landesinneren, ja, mal in der Garrotxa gab's noch Deutsche und Niederländer, aber ansonsten maximal mal Franzosen, aber ansonsten wirklich in erster Linie halt Spanier aus verschiedenen Gegenden. Und wenn man so richtig in so 'ne, in so 'ne Landschaft und in so 'ne Kultur eintauchen möchte, dann ist es natürlich cool, wenn man halt dann nicht, äh, in so 'ner Touristenhochburg sich bewegt. Sebastian: Ja, und es ist auch nicht so überlaufen, ne, dass du, also ich, ich mein, ich guck mir auch ganz selten mal 'ne große Stadt an und da hast du ja immer viele Menschen, aber ansonsten bin ich auch immer ganz froh, wenn ich, wenn ich irgendwo bin, wenn da halt nicht so viel los ist. Also das fand ich jetzt auch in, in, äh, Montenegro so cool, dass wir halt vor der Saison da waren und es war halt selten, dass wir Menschen getroffen haben. Nele: Ja. Sebastian: Und das mocht ich schon sehr. Das war sehr angenehm und das ist natürlich dann da, wenn du nur-- Also klar, auch nationaler Tourismus kann sehr viel werden. Also das seh ich, hab ich ja in Portugal jeden, jeden August erlebt, wenn, wenn alle aus Portugal aus dem Norden in der Algarve waren. Aber generell meistens ist es ja nicht so schlimm. Nele: Ja, und, ähm, ich sag mal so, ich weiß nicht, wie das in Portugal ist, aber die Spanier sind ja jetzt nicht unbedingt immer so leise. Also da wird auch ganz schön geschnattert. Sebastian: Ja. Nele: Und wenn die dann auch, also ich bin da manchmal Gruppen begegnet, da hab ich mich gefühlt wie in so 'nem, als, als würde so 'n, so, so 'ne Gänsehorde an dir vorbeifliegen. Sebastian: Ja, da sind die Portugiesen nicht so laut. Die Spanier sind schon ein sehr lautes Völkchen. Das ist jetzt irgendwie negativ zu meinen. Nele: Nein, das gehört-- Ich mag das ja auch, aber wenn du halt deine Ruhe haben möchtest und irgendwo so 'ne Vulkanlandschaft genießen möchtest oder in Besalú, die, die, ähm, das mittelalterliche Dörfchen genießen möchtest und, also es ist wirklich Geschnatter halt von vorne bis hinten. Sebastian: Ja, ist sehr verallgemeinert, aber es ist tatsächlich so, dass mir das auch sehr früh schon aufgefallen ist. Wir waren ja viel Spanien, Portugal, dass da schon ein Lautstärkepegelunterschied ist, wenn du dort hinkommst. Nele: Ich liebe das. Also ich, ich mag die Spanier ja wahnsinnig gern und in Mexiko ist es nicht anders oder vielleicht sogar noch 'n bisschen extremer, was den Lautstärkepegel angeht. Also ich bin das gewöhnt, aber grade wenn man sich halt so in so 'ner landschaftlichen Idylle befindet, dann genießt man es einfach, wenn nicht so viele Menschen, egal welcher Kultur da sind, sondern wenn man da auch so 'n bisschen für sich sein kann und in Ruhe das in sich aufnehmen kann, ohne Ablenkung. Sebastian: Mhm. Nele: Und das war halt ganz extrem generell jetzt im katalonischen Hinterland, aber in erster Linie halt jetzt auch in den Pyrenäen, weil's auch so weitläufig und so dünn besiedelt ist, ne. Also da ist es wirklich auch auf diesen engen Serpentinen, ähm, ganz selten, dass da mal 'n Auto vor oder hinter einem ist oder entgegenkommt. Wir waren dann immer der Beginn des Staus, wenn's mal zwei, drei Fahrzeuge gab, weil wir halt gefahren sind wie so, ähm, alte Leute, weil ich mich nicht so getraut hab, Gas zu geben, ähm, und natürlich auch immer Geschwindigkeitsbeschränkungen da waren und ich nicht wusste, na ja, wie, wie genau hält man sich da dran? Das hat jetzt die Einheimischen nicht davon abgehalten, mich da auch zu überholen auf diesen Serpentinen, aber das ist ja dann deren Ding, die kennen sich ja aus. Sebastian: Wie sagt Silke immer so gerne: „Stau ist nur hinten scheiße." Nele: Genau. Ich hab mich da sehr wohl gefü-- Nein, ich hab mich gar nicht wohl gefühlt. Ich bin dann auch schon mal rechts rangefahren, wenn ich gemerkt hab, also da sind jetzt drei Autos vielleicht schon hinter mir. Aber es war auf jeden Fall ein unwahrscheinlich schöner Mini-Roadtrip. Der hat uns dann von diesem Aussichtspunkt noch mal weitergeführt an die Salinen von Cambrils. Also nicht zu verwechseln, Cambrils gibt's auch eins an der Küste. Ähm, ich glaub an der Costa Brava sogar. Aber das ist jetzt hier im Landesinneren und das ist ein Salzgewinnungskomplex aus vorindustriellen Zeiten. Der liegt auf ungefähr 1.000 Metern Höhe und da gibt's 'ne salzhaltige Quelle.Die liefert nach allem, was ich gelesen habe, Wasser mit mehr als 300 Gramm Salz pro Liter. Also zum Vergleich, das ist ungefähr doppelt so viel wie im Mittelmeer. Und wenn man das Wasser, also wenn man da mal so den Finger eintaucht und daran leckt, dann ist es echt krass. Also das ist wirklich richtig, richtig heftig salzig. Es gibt dort auch ein, ähm, ja, es ist wie so'n Becken. Ich bin nicht, also wir sind nicht reingegangen, weil, ähm, da saßen die schon, die Leute wie die Frösche. Aber wenn man sich in dieses Wasser reinsetzt, dann treibt einen das ähnlich wie im Toten Meer nach oben. Also du kannst da irgendwie nicht untergehen. Meine Freundin, ähm, die gefühlt die Hälfte wiegt von mir, die hat's gar nicht geschafft, da unterzugehen. Die ist mal in so 'n anderes Becken eingetaucht, was wir aufm Weg gefunden haben, wo kein Verbotsschild dran war und die hatte wirklich Schwierigkeiten, da drin zu tauchen. Ähm, hat mir dann hinterher auch den ganzen Autositz mit, mit Salz versaut. Den müssen wir jetzt noch irgendwie putzen. Da haben wir lauter jetzt so weiße Schlieren über die komplette Sitz- und Rückenfläche. Ähm, aber es war auch total spannend, weil das eben auch so 'ne, so 'n historisches, ähm, so 'ne historische Sehenswürdigkeit ist. Nele: Angeblich wurde dort schon im Mittelalter Salz gewonnen. Also dokumentiert ist es ab 1780, was ja dann schon, ähm, so 'n bisschen nach Mittelalter ist, glaub ich. Bis 3hun..., 1963 war, ähm, das Ganze im Betrieb und das Salz wurde dann quasi in den Solsonès, also in diesen Landkreis, ähm, und weiter verteilt über die Ruta de la Sal, also die Salzroute. Heute ist es restauriert, sieht alles sehr schön aus. Man kann da Führungen machen, aber, ähm, ist eben nicht mehr aktiv. Aber es sind immer noch diese Rohre und Leitungen zu sehen und an diesen Leitungen bilden sich, sag mal, Stalagmiten sind die, die von oben kommen, ne. Also wie so, wie so kleine Tropfsteine aus Salz, die von, die dann so von den, von den Rohren nach unten zeigen. Sieht aus wie Eiszapfen, aber sehr salzige Eiszapfen. Sebastian: Also Stalaktiten dann von oben nach unten, Stalagmiten von unten nach oben und ich hab vergessen, wie sie, wenn sie sich verbinden, heißen. Nele: Ja, weiß ich auch nicht. Und es gab auch da mal 'ne Eselsbrücke zu, aber die kann ich mir nie merken. Sebastian: Die Stalagmiten haben ein M, weil sie empor wachsen. Nele: Ach Gott. Okay. Ja, das ist mir zu komplex. Egal, also auf jeden Fall, ähm, wachsen die dann nach unten und ich fand's mega spannend, dann auch diese Anlage mal mir anzuschauen. Auch dazu gibt's natürlich Fotos bei Insta. Das-- Zu allem, was ich heute erzähle, fast, gibt's Fotos bei Insta. Also da einfach mal reingucken, da muss ich nicht immer dazu sagen. Und noch mindestens genauso wichtig wie die historischen Sehenswürdigkeiten ist natürlich das leibliche Wohl. Da hatte uns die Campingplatzbetreiberin ein Restaurant empfohlen, Cal Agustí heißt es. Das ist direkt, ähm, auf der gegenüberliegenden Straßenseite von den Salinen. Wir sind leider zu spät gekommen. Äh, die Küche war da schon zu oder hat gerade geschlossen, als wir ankamen. Deswegen konnten wir da nicht essen, aber jeder, mit dem ich darüber gesprochen habe, hat gesagt: „Ja, also da muss man unbedingt gegessen haben. Das ist fantastisch." Also Cal Agustí, wir verlinken natürlich alle diese Empfehlungen dann auch noch mal in den Shownotes. Sebastian: Und wo oder was habt ihr dann gegessen statt bei Cal Agustí, Agustí? Nele: Wir sind weitergefahren, äh, Richtung Odèn und haben dann in einem ganz kleinen Örtchen in einem Restaurant gegessen, was Argentinie, von Argentiniern betrieben wird. Das heißt, äh, Cal Toni, glaub ich. Ich, da guck ich gleich noch mal. Ähm, da war's auch sehr lecker, sehr reichlich. Also meine Freundin und ich haben regelmäßig den Fehler begangen, dass wir 'ne Vorspeise und zwei Hauptgerichte bestellt haben und jedes Mal haben wir uns geschworen, dass wir nie wieder in unserem ganzen Leben was essen werden. Also wir haben da wirklich exzessiv gegessen und auch so, dass man sich hinterher manchmal nicht mehr gut gefühlt hat. Hm, meine Freundin ist ja sehr zierlich und sehr klein, ähm, wiegt, glaub ich, um die 50 Kilo und wenn die sich halt so 'ne Paella reindampft, dann, ähm, hat die auch gegessen für zwei Tage. Und davon gab's halt relativ viel und in diesem, in diesem kleinen Restaurant, da haben wir, ähm, was haben wir da gegessen noch mal? Irgendwas mit Fleisch auf jeden Fall haben wir gegessen. Es war unfassbar gut, weil die in Katalonien sehr, sehr viel Wert auf den regionalen Bezug legen und, ähm, dann eben auch, ich sag mal, bei den Höfen in der Gegend einkaufen, wo die Tiere draußen leben. Also das war überall eigentlich 'ne wahnsinnig gute Qualität. Sebastian: Mhm. Nele: Ja, ähm, ich hab dann gleich noch für den, für die nächsten Tage 'ne andere Restaurantempfehlung, wo wir auch rausgerollt sind, wo wir dann nicht mehr wussten, wo oben und unten ist, aber da komm ich gleich zu. Dies, an diesem Tag sind wir dann eben noch, ähm, weiter über sehr, sehr enge, immer enger werdende Serpentinen in diesem ganzen Kreis um Odèn gefahren. Da weiß ich jetzt nicht, ob das noch Vorpyrenäen waren oder schon quasi die richtigen. Ich tippe Letzteres, weil's schon echt hoch rausging und sehr steil abfiel alles. Und da haben wir dann in OdènImmer noch mitten im Nirgendwo, 'n ganz kleinen Wohnmobilstellplatz an der Kirche Santa Cecilia d'Orden gefunden. Ähm, wir konnten da leider nicht übernachten, weil wir gar nicht drauf eingestellt waren, so was zu finden und gar nix dabei hatten, also weder Proviant noch irgendwie Schlafsachen. Aber das war ganz, ganz toll auch. Da darf man maximal eine Nacht stehen. Das ist unversorgt, aber es ist so, wie ich gesehen hab, auch kostenlos und da von da aus kann man dann halt super weiterfahren. Da würd ich auch noch mal die Infos mit in die Folgenbeschreibung packen. Und der, die letzte Station an diesem Mini-Roadtrip war das Castell de Jadurs. Das ist ein, ja, relativ groß Burgschloss, wie man das nennen möchte. Da fanden zu dem Zeitpunkt, als wir dort waren, gerade Restaurierungsarbeiten statt. Deswegen konnten wir das jetzt nur von außen und auch nur so 'n bisschen aus der Distanz uns angucken. Was ich aber ganz interessant fand, war, dass zeitgleich und das scheint öfter mal der Fall zu sein, ein, äh, Astronomie-Workshop oder so was dort stattfand. Also da kamen dann Leute mit irgendwelchen Teleskopen und, ähm, sind da in einen der Räume gegangen und da hätt ich auch gern teilgenommen, aber es war dann zu spontan, weil man von dort aus wohl irgendwie auch ganz gut die Sterne beobachten kann. Sebastian: Okay. Nele: Ja, dann haben wir am nächsten Tag nur so 'nen kleinen Ausflug gemacht, weil wir immer wieder mal auch 'n bisschen Ruhe brauchten. Wir hatten ja 'n sehr straffes, äh, 'ne sehr straffe Agenda, ich alleine schon und auch als meine Freundin da war natürlich noch mehr, weil ich ihr auch so viel wie möglich zeigen wollte. Und am Tag danach hatten wir dann die oder ich die grandiose Idee, die Dolmen von Serreau anzuschauen. Also Dolmen sind ja so, ähm, also es sieht aus wie, wie Hinkelsteine, wie, wie von Obelix, also so megalithische Grabanlagen aus der, ich glaub, aus der Jungsteinzeit. Und da gibt's so 'n kleines Waldstück, wo man die angeblich sehen konnte. Dann sind wir da hingefahren, haben uns zwischendurch noch mal 'ne Kirche angeguckt und ja, und dann waren wir da und es waren keine Dolmen da. Und natürlich, also wir sind halt nach Google Maps gefahren. Da, wo der Pin war, waren definitiv keine Dolmen, außer die waren ungefähr zwei Zentimeter groß und-- Aber dort gab's dann keinen Empfang mehr. Das heißt, wir konnten dann halt vor Ort nicht wirklich gucken, ob wir an der richtigen Stelle sind und sind dann wie, wie Hänsel und Gretel mit Hund durch den Wald geirrt, haben uns die Füße und Beine aufgerissen, weil wir natürlich auch nicht das passende Schuhwerk hatten, ähm, und überall alles voller Dornen war. Zoe fand's toll. Die konnte dann auch in, in, in 'nem ganz süßen Bach baden und hat natürlich ganz viel, äh, zu schnuppern gehabt im Wald. Aber ja, das war also, Nele: wie soll ich sagen? Sebastian: Anders. Nele: War jetzt kein, kein erfolgreicher Tag. Alles sehr, sehr schön, auch die Fahrt natürlich wieder, ne, aber die Dolmen haben wir bis heute nicht gefunden. Sebastian: Also und da stand auch Dolmen und nicht Dornen, ja? Das hast du geguckt. Nele: Ja, da stand Dolmen und Dornen würde ja auf Spanisch auch was anderes heißen. Also da wär keine Verwechslungsgefahr. Nein, wir waren, also keine Ahnung, wir waren irgendwie falsch. Wir haben zwar eine, äh, so 'ne Stein, also so 'ne, so 'ne Steinplattenformation gesehen, wo wir gedacht haben, das könnte so 'ne, so 'ne Grabanlage sein, aber die war so klein. Hm, haben wir gedacht, da muss es noch irgendwie mehr geben. Aber ja, also wenn jemand von euch da schon mal war und diese sagenumwobenen Dolmen gefunden hat, möge er oder sie mir bitte eine E-Mail schreiben und vielleicht gerne auch Fotos. Und, äh, die Rückfahrt verlief dann auch mit etwas Hindernissen. Denn als wir zurückkamen, war alles gesperrt, weil es nämlich da Bauarbeiten direkt an der Zufahrt zum Campingplatz, also an zur Straße, die zum Campingplatz führte, gab. Und dann standen wir da und wussten nicht, was wir machen sollten, weil es gibt zwei Richtungen, aus denen man zum Campingplatz zufahren kann, aber in beiden Richtungen war eben die Straße gesperrt. Und es war auch Gewitter angekündigt. Da haben wir gesagt: „Ja gut, was machen wir jetzt?" Und man muss wissen, dass in Katalonien und vor allem im Hinterland die Siesta sehr streng eingehalten wird. Also in der Zeit zwischen eins, sagen wir mal, und fünf oder sechs ist halt alles geschlossen. Da kannst du halt dann nicht mal eben irgendwie noch in 'ne Eisdiele gehen und Zeit überbrücken. Und vor allem halt nicht in den kleineren Ortschaften. Also überall, wo wir hinkamen, haben sie abgewinkt: „Nee, nee, geschlossen, geschlossen." Oder es waren halt die Türen komplett verschlossen und irgendwann sind wir dann in 'ner total shady Bar gelandet neben einer verlassenen Tankstelle. Da hab ich zu Samila gesagt: „Ja, egal jetzt, wir gehen da jetzt hin, wir trinken uns jetzt was und, ähm, sitzen da einfach 'n bisschen, damit wir nicht im heißen Auto sitzen müssen." Und dann war, kamen wir da also an, wir zwei Mädels mit Hund und die waren komplett irritiert, weil da nur Männer drin saßen und da waren dann so: „Ja, ja, ja, okay, ihr könnt hier was trinken. Ja, was wollt ihr denn trinken? Wir haben nur Bier und Sangria." Ich so: „Okay, dann, dann 'ne Sangria." Und dann hab ich mich leider verschätzt, was den Alkoholgehalt anging, ähm, weil die war so stark. Also normalerweise kannst du halt auch, wenn du noch Auto fahren musst, so 'n paar Schlucke Sangria problemlos trinken. Ähm, dem war dann aber nicht so und ich hab dann gemerkt: Oha, also jetzt, ähm, ist 'n Punkt erreicht, äh, wenn ich den jetzt überschreite, dann kann ich auf gar keinen Fall mehr Auto fahren. Und dann haben wir da die, den halbenHalben Krug haben wir dann stehen lassen. In der Zwischenzeit zog auch das Gewitter über uns herein. Ähm, wir saßen draußen, weil wir mitm Hund nicht rein durften und wir wollten uns da auch nicht dwi-- zwischen die ganzen Männer setzen. Dann saßen wir da draußen auf der Straße buchstäblich. Also es war nur so 'n Gehweg, der war 'ne Handbreit. Und dann kamen die Gewitterwolken, dann kam der Barbesitzer und hat ganz schnell die Markise ein-eingekurbelt und wir saßen dann da noch in der Knallsonne, aber mit dunklen Wolken über uns. Ja, und dann haben wir gesagt: „Okay, wir brechen jetzt hier ab." Ähm, sind dann wieder Richtung Campingplatz gefahren und haben gesagt: „Ja gut, wir müssen halt jetzt mal gucken, was wir machen." Und dann konnt ich den ersten Mann, der uns abhalten wollte durchzufahren, der quasi am Ortseingang schon die Autos abgeblockt hat, konnt ich überzeugen, dass er uns durchlässt, weil ich gedacht hab, wenn ich einmal vor der Baustelle stehe, dann wird's irgend 'ne Möglichkeit geben, da so schnell wie möglich halt irgendwie durchzukommen oder vielleicht über 'ne Wiese oder so. Gesagt, getan. Ähm, die hatten aber grade frisch asphaltiert. Das heißt, wir konnten auf gar keinen Fall dorthin fahren, also da drüberfahren. Und dann standen wir ungefähr 'ne halbe Stunde zwischen den Bauarbeitern und ihren Maschinen, ähm, mit unserem Auto und haben gewartet. Und dann hatten die irgendwann so Mitleid mit uns, dass sie uns über den frischen Asphalt haben fahren lassen mit Anweisungen. Und dann haben wir's wirklich auf die Minute geschafft, in den Campingplatz einzufahren und dann kam schon Donner, Blitz und, ähm, Regen. Also das, das war perfektes Timing sozusagen. Aber ich hab dann noch bei einem der Arbeiter 'n halben Herzinfarkt verursacht, weil ich hab quasi die Reifen des Autos sehr stark eingeschlagen, um um die Kurve zu kommen. Und das hätt ich aber nicht machen sollen, weil ich dadurch irgendwie 'ne Delle in den Asphalt gefahren habe. Also merke, ist der Asphalt frisch, die Räder möglichst grade halten. Sebastian: Ja, und darauf passen, wenn der noch zu heiß ist, ist auch nicht gut. Nele: Ja, ähm, also der war noch-- Der, also der war nicht mehr ganz heiß, aber er war noch weich, ne. Sebastian: Ja. Nele: Es war nicht optimal. Sebastian: Na ja. Nele: Mhm. Genau, und dann gab's noch ein Restaurant, was ich unbedingt empfehlen möchte. Da waren wir an 'nem andern Tag. Da wollten wir eigentlich Solsona, also die, die Hauptstadt des Kreises besuchen und sind vorher essen gegangen, weil wir ja gelernt haben, irgendwann machen die zu. Und, ähm, ja, und dann waren wir im Mar de la Font, ein Restaurant, was so 'n bisschen außerhalb der Stadt liegt, auch etwas versteckt. Also da muss man schon gezielt nach suchen, wenn man das nicht als Einheimischer kennt. Und hatten das große Glück, dass wir grade zu 'nem Zeitpunkt hinkamen, als es dort noch nicht voll war und konnten dann eben auch mit den Betreibern 'n bisschen sprechen. Die machen das schon seit vielen Jahren, ich mein seit 20 Jahren oder 25. Und, ähm, die Frau ist eben die Küchenchefin und der Mann macht Bedienung und, äh, ja, halt so das, das Drumherum. Und die haben uns so toll dort aufgenommen und haben uns dann, weil sie eben Kapazitäten hatten, äh, weil jetzt noch nicht die ganze Bude voll war, haben uns ein Vorspeisen-Tasting serviert vom Allerallerfeinsten. Also ich hab denen ungefähr gesagt, was wir halt gerne so 'n bisschen probieren würden und das haben die dann in, ähm, Portionen zusammengestellt, die halt ermöglicht haben, dass man mehrere Sachen mal verkostet. Also da waren lokale Spezialitäten dabei von, ähm, so getoasteten Brotscheiben mit mit geräuchertem Fisch über, ähm, diese Kroketten. Die sind nicht, äh, wie bei uns mit Kartoffeln, sondern die sind immer gefüllt entweder mit so 'nem Fischpüree oder mit 'nem Fleischpüree und dann eben auch frittiert, über Mini-Sandwiches mit regionalem Käse und, äh, und lokal gesammelten Pilzen bis hin zu so kleinen Eintöpfen mit, mit Bohnen oder, ähm, so 'n, so 'ne Art Rindertatar und, ähm, Reis mit Zutaten aus 'm Wald, also auch mit Pilzen und mit, ähm, Wurst, die auch in der Region hergestellt wird, bis hin zu dann Cannelloni. Das ist auch 'ne Spezialität, das wusst ich nicht, in Katalonien. Die essen sehr viel gefüllte Cannelloni, auch sehr, sehr lecker. Und natürlich gab's dann auch wieder 'ne Nachspeise und das war wirklich dann der Moment, wo wir beide gesagt haben: „Also wenn wir jetzt noch einen Bissen essen müssen, dann fallen wir hier direkt vom Stuhl." Und leider ist dann auch die Besichtigung von Solsona für den Tag ins, äh, nicht ins Wasser gefallen, sondern ins Essen gefallen, weil wir wirklich, wir sind da noch reingefahren und dann saßen wir da im Schatten und hatten wirklich das Essen bis, ähm, bis zur Kehle hochstehen und haben gesagt: „Es macht jetzt keinen Sinn, uns zu bewegen." Ich hab mir dann noch 'ne Blase gelaufen mit meinen Flipflops, weil ich natürlich wieder kein Schuhwerk anhatte, was, was passte. Und dann sind wir unverrichteter Dinge auf 'n Campingplatz gefahren und haben erst mal geschlafen, weil wir beide nicht mehr konnten. Aber ja, Mar de la Font, auch große Empfehlung, wenn man in der Region ist. Das ist ein fantastisches Restaurant, ähm, ist fast nur bei Einheimischen bekannt und wird auch tatsächlich von Ausländern kaum besucht, haben die uns gesagt. Wir-- Der hat gesagt, wir sind seit Jahren die Ersten, die nicht, ähm, aus der Region kommen und haben so 'ne tolle, sehr regionale, aber sehr, sehr feine Küche und gucken halt beim Einkaufen auch immer drauf, dass die Zutaten aus der Region, ähm, wirklich beziehen und eben Bio und, ähm, Freilandhaltung in erster Linie.Ähm, und jetzt hab ich auch wieder das andere Restaurant gefunden, was ich vorher aus dem, äh, was ich vorher gesagt hab in den Pyrenäen. Cal Ton, nicht Toni, Cal Ton in Augern, glaub ich. Ähm, das ist halt, ja, da mitten, mittendrin in den Vorpyrenäen. Sebastian: Mhm. Nele: Ja, dann kommen wir zur letzten Station. Das war mein geliebtes Ebro Delta. Da war ich dann tatsächlich wieder hauptsächlich alleine, weil meine Freundin dann abreisen musste und Halil noch nicht wieder zurück war. Ähm, da waren wir auf dem Camping Eucalyptus im gleichnamigen Dorf Eucalyptus und auf 'nem Privatstellplatz. Das Ebro Delta ist 'n sehr spannendes Gebiet. Das ist nämlich, ähm, so das größte Feuchtgebiet Kataloniens, über 300 Quadratkilometer und ist 'n, ähm, UNESCO-Biosphärenreservat. Ungefähr 'n Drittel dieser ganzen Fläche ist als Naturpark deklariert und landschaftlich ist es halt auch wunderschön, weil du hast den Ebro-Fluss, ähm, der, der quasi als Delta, deswegen heißt es so, also so sich öffnet und dann, ähm, ins Meer fließt. Und im, also an der, direkt am Strand gibt's dann auch so 'ne sehr lange Landzunge, wo man rechts und links dann Wasser hat. Also wenn man auf der Landzunge entlangfährt oder läuft, ist linker Hand halt das Meer, was auch so teilweise 'n bisschen, ähm, aufgewühlt ist bei Wind und rechts ist dann ganz flaches Wasser, sehr warm, wo man dann super auch mit Hund oder Kind hingehen kann. Nele: Da ist, ähm, das war jetzt dieser, dieser Fall, wo ich vorhin gesagt hatte, da haben wir's mit dem, mit der Ordnungsbehörde zu tun bekommen, weil dort gibt es nämlich keine Schilder, wann oder wie Hunde verboten sind. Und wir sind immer davon ausgegangen, weil das ja sehr weitläufig ist und keine Schilder da waren, dass man da problemlos mit'm Hund hin kann. Ähm, das ist in einigen Saisonen, Saisons auch der Fall, aber eben als wir dort waren ab dem 1. Mai, glaub ich, oder ab Ende April nicht mehr so, weil da ist dann Brut- und Setzzeit und da dürfen Hunde auch nicht an der Leine mehr mit an den Strand. Aber da weist kein Schild drauf hin. Das weiß man. Also das kann man nicht wissen, wenn man sich nicht aktiv vorher da, äh, dazu erkundigt. Es gibt angeblich ein, zwei ausgewiesene Hundestrände, die wir bisher auch nach langer Suche nicht gefunden haben. Wir haben wirklich gezielt dann, nachdem uns die, äh, Polizistin angesprochen hatte, ham, haben wir gezielt danach gesucht. Wir haben keine Schilder gefunden, die auf Hundestrände hinweisen. Also zwar 'n Wegweiser, aber dann vor Ort nichts mehr, was, wo dann stehen würde, hier ist 'n Hundestrand. Also das muss man einfach wissen, wenn man dort mit Hund hinfährt. Das ist im Grunde 'n Hundeparadies, aber eben nur zu bestimmten Zeiten und wir vermuten, dass das auch weiter eingeschränkt werden wird. Ähm, da bitte einmal vorher erkundigen, weil die Brut- und Setzzeit eben von Jahr zu Jahr variiert. Also man kann nicht sagen, es ist immer ab Mitte April oder immer ab Anfang Mai, sondern die machen das halt davon abhängig, was die beobachten. Sebastian: Okay. Nele: Und dort also nur an Strände gehen offiziell, die als Hundestrände ausgewiesen sind. Wenn man die nicht findet, muss man halt selber überlegen, was man macht, sag ich jetzt mal. Sebastian: Mhm. Nele: Ansonsten ist im Ebro Delta auch ganz interessant, dass es, ähm, 'n sehr großes Reisanbaugebiet ist, also das größte in ganz Spanien. Und wir sind hingekommen, als noch alles braun war, als sie grade die Felder vorbereitet haben. Und binnen zwei Wochen wurden die Felter dann, Felder dann geflutet und dann hat man eben wieder diese wahnsinnig faszinierende Landschaft, wo du an der Straße fährst, auf der Landstraße und halt rechts und links diese ganzen Reisfelder siehst, also diese Wasserflächen, wo dann auch Flamingos zu sehen sind, ähm, Fischreiher und tausende andere Wasservögel, die ich teilweise gar nicht zuordnen kann, die-- Es gibt Schnepfen, es gibt Möwen, aber es gibt auch, ähm, Vögel, die hab ich so noch nie gesehen. Da konnt ich auch nicht rausfinden, was das genau ist. Insgesamt, ähm, über 300 Vogelarten, die dort sich aufhalten, die dort brüten teilweise. Natürlich besonders schön die Flamingos. Die sind zwar eher so'n bisschen weiß, also nicht so pink, wie man die zum Beispiel aus afrikanischen Ländern kennt, aber wenn die sich dann bewegen, dann sieht man vor allem unter den Flügeln halt auch die Farbe. Das ist richtig schön. Und man kann da auch toll mit'm Fahrrad fahren. Da ist halt wirklich alles sehr flach, aber sehr windig. Das heißt, ich hab immer auf einer Strecke Rückenwind und auf der andern meistens auf'm Rückweg dann den Gegenwind. Das muss man auch wollen. Also vielleicht mit'm E-Bike ist es dann auch einfacher als mit'm normalen Fahrrad. Und natürlich so wie's überall ist, wo viel Wasserfläche ist, ähm, Mücken, ne? Da, das muss man einfach wissen. Also Mückenschutz sowohl für sich selbst als auch vor allem für mitreisende Haustiere ist da ganz, ganz wichtig, weil's eben auch die Mittelmeerkrankheiten gibt, wie überall, ähm, in den Regionen im Süden und mittlerweile ja auch in Deutschland. Und da sollte man halt gut drauf achten, dass man da immer 'n bisschen, äh, sein Tier möglichst in, ähm, auch in den Abendstunden dann vielleicht in den Camper packt. Sebastian: Mhm. Nele: Ja, angesichts der schon fortgeschrittenen Zeit würde ich jetzt nur noch so'n paar der vielen Reisetipps, die ich eigentlich noch zusammenfassen wollteGeben. Hm, vielleicht zur Reisezeit. Das ist ja immer ganz wichtig für Leute, die jetzt nicht unbedingt auf die Ferienzeiten angewiesen sind oder auf die Sommerferien. Ich fand jetzt diese, diese Reisezeit im Frühjahr ganz, ganz toll, April, Mai eben. Wenn man halt mit dem Hund an den Strand möchte, ist natürlich genau diese Zeit jetzt nicht optimal, aber so für Unternehmungen oder generell für Katalonien, auch fürs Hinterland, find ich das gigantisch, weil du kannst sehr viel machen, aber es ist trotzdem noch richtig schön. Also, oder schon richtig schön, sagen wir mal. Ähm, wir hatten immer so 18 bis 22 Grad tagsüber, je nachdem. Es war auch mal 'n Tacken wärmer, aber nachts wird's immer richtig kühl und das find ich halt schön, dass man dann auch gut schlafen kann ohne Klimaanlage, ohne alles. Einfach 'n bisschen Fenster auf, dann, dann ist es angenehm, kommt man gut zur Ruhe. Wenn man mit 'm Zelt unterwegs ist, natürlich 'n Schlafsack nicht unbedingt zu dünn wählen und man sollte auch auf jeden Fall irgend 'ne Jacke mitnehmen oder, oder was Gefüttertes, 'n Hoodie oder so was, weil's wenn man abends draußen sitzen möchte, wird's schon empfindlich kühl. Sebastian: Mhm. Nele: September, Oktober waren wir jetzt selbst noch nicht da, hab ich aber auch, ähm, vom Tourismusverband die Empfehlung bekommen, dass das auch 'ne sehr gute Zeit ist für Campingtouren. Wahrscheinlich aus den gleichen Gründen. Also noch sonnig und warm, aber eben nicht so heiß wie im Sommer. Juli, August, also so zur Hauptreisezeit wird's nicht nur sehr heiß, sondern ist natürlich auch sehr überlaufen. Ähm, vor allem an der Küste. Im Inlandesinneren ist es mit Sicherheit erträglicher, auch vom Klima her. In den Pyrenäen sowieso aufgrund der hohen Lage, ähm, kann man's da wahrscheinlich besser aushalten. Aber ich würde wirklich empfehlen, wenn ihr nicht unbedingt im Sommer hinmüsst, dann schaut's euch gerne mal im Frühjahr oder, oder im Herbst an. Sebastian: Ist ja wahrscheinlich ähnlich wie in, in Portugal. Der, das Frühjahr wird sich wahrscheinlich noch mehr anbieten, weil's grüner ist. Weil wenn du im Herbst kommst, kommst, kommst du ja aus dem, aus dem heißen Sommer, wo vieles halt abgestorben und braun ist und 'ne erste Weile braucht. Also Richtung Jahreswechsel danach zu kommen, macht vermutlich immer aus, aus Grünigkeitsgründen noch ein bisschen mehr Sinn als Gedanke noch, um den euch mitzugeben. Nele: Ja, denk ich auch. Kann ich jetzt aus eigener Erfahrung eben nicht sagen, weil wir jetzt speziell in Katalonien im Herbst noch nicht waren. Aber, äh, im Herbst hast du ja dann auch den Tramuntana-Wind noch und der kann ja ganz ordentlich pusten. Also von daher, der ist, ähm, der, da geht's so im Spätherbst los bis in den Frühling rein. Ähm, aber die, wir hatten jetzt zum Beispiel mit Wind wenig Probleme. An der Küste, ja, dass halt mal 'n bisschen bläst, aber das ist ja klar am Meer. Aber so in den, äh, im Hinterland gar nicht. Ähm, ja, dann Wildcampen und Übernachten. Also generell ist in Spanien grundsätzlich das Campen und Übernachten nur auf offiziellen Campingplätzen oder Stellplätzen erlaubt. Nele: Wird auch mittlerweile vor allem in den stärker besuchten Gegenden sehr streng kontrolliert. In so Naturschutzgebieten, Naturparks wie jetzt in der Garrotxa, Ebro Delta oder was ich da so genannt hatte, gibt's 'n sehr striktes Verbot. Also da, da wird auch sehr kontrolliert und mittlerweile findet man auch dort, so wie in Frankreich zum Beispiel, immer mehr Parkplätze mit Höhenbegrenzungen, wo du einfach nicht mehr mit 'nem Wohnmobil überhaupt reinfahren kannst. Parken darfst du mit 'nem Wohnmobil überall, wo's halt nicht ausdrücklich verboten ist, aber dann bitte auch nicht Campingverhalten. Also keine Stühle, keine Markise, keine, äh, Sattschüssel, kein Grill raus, weil sonst kann's unter Umständen auch Ärger geben. Sebastian: Und ich glaub auch nicht die Seitenfenster aufmachen, sondern die Dachfenster. Nele: Das weiß ich in Spanien jetzt nicht. Ähm, ich weiß, dass es in anderen Gegenden gilt. Ich glaub, Portugal sind die da ja auch ziemlich streng, aber da, das kann ich dir jetzt einfach nicht sagen. Aber im Zweifel halt wirklich dann Dachfenster aufmachen. Und ich würd dann auch nicht unbedingt im Auto schlafen. Sebastian: Das ist aber tatsächlich meistens kein Problem. Ähm, aber es ist tatsächlich so, dass die, welche Fenster offen sind, ähm, tatsächlich so 'n Thema ist in Spa-- Also das ist in Spanien vor allen Dingen, äh, hauptsächlich ein Thema. Ich weiß das noch, weil irgendwann vor Jahren, wir haben ja Freunde, die 'n, die 'n Stellplatz haben und die haben uns das immer erzählt und irgendwann vor Jahren hat man quasi diese Regelung angepasst und geändert und dann kam das eben, ähm, ja, also es sind wirklich die Seitenfenster, ne. Also alle Seitenfenster nicht aufmachen, das ist Camping. Nach oben die Dachluken, äh, das ist quasi, äh, kein Camping. Also das, das klingt 'n bisschen putzig, aber das sind genauso Kleinigkeiten, auf die man achten sollte. Nichts rausstellen, ähm, keine Trittstufe, keine Keile, keine Hubstützen. Nele: Ja. Sebastian: Ähm, und halt, ja, auch keine, kein Wasser und so was ablassen und dann campt man quasi nicht. Also das ist dann kein Campingverhalten, wenn man das alles nicht tut. Nele: Und insgesamt halt auch sich rücksichtsvoll benehmen, ne. Also auch nicht mit dem, mit dem Wohnmobil irgendwie dann so viel Parkraum einnehmen oder so. Immer auch an die Leute denken, die dort leben. Ich weiß, dass es manchmal 'n bisschen schwierig ist, weil man will seinen Urlaub ja genießen und so, aber ich, ich komm so oft, jetzt nicht speziell in Katalonien, aber ich komm so oft an Ecken, wo ich denke: "Oh, könnte man jetzt vielleicht statt der drei Parkplätze auch nur zwei beanspruchen und, und würde dann auch noch klarkommen", so. Wenn ich in Katalonien mit Hund unterwegs bin, ähm, oder generell in Spanien, gilt das Übliche, was überall in der EU gilt. Also ich brauch den EU-Heimtierausweis, der Hund muss gechipt sein oder tätowiert, wobei die tätowierten Hunde mittlerweile, glaub ich, biologisch sich mehr oder weniger erledigt haben.Ähm, gültige Tollwutimpfung ist Pflicht, die muss mindestens 21 Tage alt sein und in Städten und Ortschaften und an v-vielen Stränden gilt 'ne Leinenpflicht. Nele: Ich lese immer mal wieder, dass man 'nen Maulkorb dabeihaben sollte. Bei uns wurde der jetzt noch nie irgendwie eingefordert. Wir haben ihn auch nicht ehrlicherweise dabei, weil unser Hund einfach nie richtig dran gewöhnt wurde. Ähm, ich vermute aber mal, wenn man jetzt 'n Hund hat, äh, der vielleicht 'n bisschen imposanter ist als unser Stofftier, dann kann auch mal danach gefragt werden. In Landschaftsschutzgebieten, Naturparks und so weiter gelten sehr strenge Regeln oftmals. Also dass man da mit oder ohne Hund nicht von Wegen abweichen darf. Ähm, manchmal ist 'n komplettes Hundeverbot, aber Leinenpflicht eigentlich überall, wo ich mich jetzt erinnern kann. Und in Katalonien gibt's etliche Hundestrände, die sind immer als, ähm, entweder Platja de Gosos oder Playa Canina ausgezeichnet. In der Ses-, in der Vorsaison, also so bis ersten April in manchen Gegenden oder bis Mitte April, darf man an manche Strände noch mit Hund. Ähm, aber generell ist in ganz Spanien an immer weniger Stränden Hund erlaubt. Ansonsten- Sebastian: Ich glaub, es ist generell nicht erlaubt in Spanien. Es ist nur, ich bin nicht sicher, ob's außerhalb der Saison geduldet wird oder, oder doch erlaubt ist, aber generell mein ich mich zu erinnern, dass es generell in Spanien auch Hunde nicht erlaubt sind in der Hauptsaison. Nele: Nee, das, also das, nicht ganz. Ähm, das ist so von, von Region zu Region teilweise unterschiedlich, weil da gibt's viele lokale Bestimmungen. Sebastian: Okay. Nele: Ähm, es gibt auch viele Ecken, wo du zum Beispiel zu bestimmten Uhrzeiten mit dem Hund an Strand darfst, also bis acht Uhr oder so, bis neun Uhr und dann wieder ab 18 Uhr. Also da muss man einfach sich vor Ort immer informieren, was da grade angezeigt ist, auch zu dem Zeitpunkt, ähm, an dem man grade reist. In Barcelona zum Beispiel durften wir bis ersten April mit der Zoe an den Strand, äh, in hier am, an unserem Campingplatz. Also wirklich ganz unterschiedlich. Generell fand ich's interessant, dass ich Katalonien als hundefreundlicher empfunden hab als andere Regionen, die wir bisher bereist haben. Ähm, wir hatten sonst eigentlich ganz viele Probleme mit ihr überhaupt in Restaurants zu kommen, auch wenn wir auf der Terrasse hätten sitzen können. Und das war jetzt in Katalonien gar nicht. Es gab nicht ein Restaurant, wo man uns gesagt hätte: „Ja, mit Hund bitte nicht". Teilweise darf man die sogar noch mit reinnehmen. Das ist tatsächlich eher selten, aber auf der Terrasse zu sitzen mit Hund, war jetzt bisher überhaupt gar kein Problem. Sebastian: Mhm. Ich glaub auch, das ist, ihr wart halt noch relativ Off-Season unterwegs. Das war, glaub ich, das Glück. Ich denke, in der, in der Hauptsaison, wenn's dann wieder voller wird, wird es auch wieder kritischer und es kommt auch natürlich viel auf den Hund an und- Nele: Ja Sebastian: ... wahrscheinlich auch viel auf die Erfahrung der, der Gastronomen damit quasi. Also sehr unterschiedlich, glaub ich. Nele: Also ich war darauf eingestellt, dass wir in viele Restaurants nicht mit Hund dürfen und hab halt immer gefragt und es war überall möglich. Sebastian: Ja, das hat sich stark gewandelt und, und weiterentwickelt in Spanien in den letzten Jahren. Nele: Einfach da immer 'n bisschen gucken und im Zweifel halt dann auch drauf, äh, gefasst sein, dass man da mal irgendwo nicht reinkommt. Sebastian: Mhm. Nele: Ansonsten, ähm, hatt ich ja schon gesagt, Katalonien ist offiziell zweisprachig, also Katalanisch und Spanisch. Mit Spanisch kommt man auf jeden Fall quasi überall durch. Es mag im irgendwo tief in den Pyrenäen Menschen geben, die kein Spanisch sprechen. Ähm, ich bin auch schon auf Leute getroffen, die kein Spanisch sprechen wollten, die aber dann trotzdem, als sie gemerkt haben, ähm, es ist halt meine einzige Sprache, die ich sonst kann, ähm, und sie konnten kein Englisch, äh, haben sie sich drauf eingelassen. Also, ja, das ist dann eher so oft 'ne ideologische Sache, weil auch mit Katalanisch und Spanisch versteht man sich, wenn beide langsam reden. An vielen Ecken kommt man auch super mit Englisch weiter. Also meine Freundin spricht ja gar kein Spanisch, aber die hat sich dann halt einfach auf Englisch immer irgendwie durchgewurschtelt. Das ging auch sehr, sehr gut. Und, ähm, ja ansonsten Kartenzahlung fast überall möglich, äh, anders als in Deutschland. Ähm, außer ich bin jetzt in irgendwelchen kleinen Dörfern. Also Bargeld sollte man immer mit dabeihaben, aber ich war oft überrascht, wo die mir überall 'n Kartenlesegerät hingehalten haben. Nele: Und ansonsten, ja, pff, also verkehrstechnisch, die ganzen Hauptverkehrsadern sind top ausgebaut, aber halt wie gesagt, wenn, wenn man in den Pyrenäen unterwegs ist oder auch teilweise an einigen Ecken in der Garrotxa, dann wird's halt auch mal enger und unbefestigt. Da sollte man jetzt nicht unbedingt überall 'n Wohnwagen oder sein großes Wohnmobil rumschaukeln, sondern sich vorher 'n bisschen angucken, wo man hin möchte und dann im Zweifel halt, ähm, mal den Camper stehen lassen und auf 'n anderes Verkehrsmittel ausweichen, wenn man so das Gefühl hat, na ja, das könnte 'n bisschen eng werden. Und ja, ansonsten riesige Reiseempfehlung von mir für Katalonien. Ich glaub, man hat jetzt in den Folgen, wo wir drüber gesprochen haben, schon gemerkt, dass es für mich wirklich jetzt wieder eins meiner Lieblingsreiseziele geworden ist, auch durch diese, durch diesen Roadtrip und durch diese Tour, die ich da gemacht habe, weil's einfach nur schön war. Sebastian: Ja, das sieht man. Also ich hab's schön auf den Bildern gesehen, wie, wie schön das überall war. Kann ich euch auf jeden Fall da draußen auch empfehlen. Guckt bei Insta vorbei. Wir verlinken das hier in den Show Notes. Und noch besser ist natürlich selber hinfahren und gucken. Nele: Und was ich immer vergessen hatte: Wer jetzt keinen Bock hat, sich selbst die Reise zu planen, guckt einfach beim katalanischen, äh, Tourismusboard vorbei. Da pack ich euch auch noch mal den Link in die Show Notes. Da gibt's ja diese Grand Tour de Catalunya, über die wir in älteren Folgen schon gesprochen haben, wo man im Grunde vorgeplante Routen sich einfach holen kann und die dann nachfahren kann, wenn man, ähm, jetzt auch vielleicht wenig Zeit hat oder sich nicht gut auskennt oder nicht weiß, welche Richtung soll's denn ungefähr werden. Da kann man auch thematisch dann suchen. Also ich hab mich so weitersgehend für diese Genusstour entschieden, weil ich halt so gerne esse, aber es gibt natürlich auch andere Touren, die man machen kann. Und ja, da würd ich euch auf jeden Fall raten, da mal die, die Seiten zu besuchen. Da kann man sich stundenlang mit, mit, äh, Bildern und Informationen beschäftigen. Das ist richtig toll aufgebaut und auch visuell sehr schön gemacht. Sebastian: Ja, das würd ich sagen, ist doch 'n schönes, äh, schöne Schlussempfehlung noch mal für Katalonien. Wer halt auch keinen Bock auf selber Reise planen hat, äh, gibt's ja auch, dass man da wenig Interesse dran hat, aber trotzdem gern das Land sehen will oder die Region sehen will. Und dann, ja, guckt auf Insta vorbei und beim nächsten Mal gucken wir mal bisschen Richtung Montenegro und Richtung Absetzkabine quasi. Nele: Ich freu mich. Sebastian: In diesem Sinne da draußen, wir hören uns am Mittwoch, wenn ihr wollt. Bis dahin. Tschüss. Nele: Tschüss.

Sebastian Vogt

Ich bin Sebastian Vogt, der Technik-Experte und Redakteur für smarte Lösungen und Gadgets bei CamperStyle. Meine Expertise ist fundiert durch sechs Jahre dauerhaftes Leben im Wohnmobil als Digitaler Nomade. Ich weiß aus First-Hand-Experience, welche Technologien im mobilen Alltag zuverlässig funktionieren und welche nicht. Daher schreibe ich hauptsächlich über Stromversorgung, Fahrzeugzubehör und die Digitalisierung unterwegs. Ein wichtiges Kapitel dieser Reise waren unsere drei geretteten Hunde – so teile ich zusätzlich meine fundierten Erfahrungen und Tipps rund um das Thema Camping mit Hund. Meine Lieblingsspots? Immer dort, wo ich einen Stellplatz am Wasser finde.

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