Das Transkript der Folge
Diese Zusammenfassung wurde von einer KI erstellt und kann daher kleine Unklarheiten oder Fehler enthalten. Es dient zum schnellen Nachschlagen der in der Episode besprochenen Themen. Anhand der Zeitstempel sind diese dann einfach im Podcast nachzuhören.
Nele: Hallo und herzlich willkommen zu Camper Style, deinem Camping-Podcast. Ich bin Nele.
Sebastian: Und ich bin Sebastian und heute vergleicht Nele mal zwei Toilettenflüssigkeiten miteinander.
Nele: Jeder, der uns schon ein bisschen länger zuhört, weiß ja, dass Toilette eines unserer Lieblingsthemen ist. Ähm, und wir sind schon seit Längerem auf mikrobiologische Sanitärzusätze umgestiegen und vielleicht vorab mal ganz kurz: Also einer ist 'n bisschen höher preisig und der andere ist 'n bisschen niedriger preisig und deswegen hab ich gedacht, guckst du den halt mal den günstigeren an, weil vielleicht, äh, kann man sich da in Zukunft 'n bisschen Geld sparen und turns out es war nicht so erfolgreich. Bevor wir aber gleich einsteigen, noch zwei kurze Hinweise: Wenn ihr irgendwelche merkwürdigen Schreie im Hintergrund hört, äh, es wird hier aufm Campingplatz in Freiburg niemand gefoltert, sondern es ist ein Fußballspiel in vollem Gange bei uns, und zwar direkt an unserer Parzelle. Das hat mich auch grade mehrfach aus meiner kleinen Siesta gerissen und der Sebastian ist immer noch krank, deswegen werde ich heut sehr viel reden und Sebastian wird sich wirklich auf wenig Diskussion und hauptsächlich Fragestellen begrenzen, damit er nicht uns da zwischendurch abschnappert mit seinem Husten.
Sebastian: Ja, die Erkältung hat mir noch so 'n netten Husten übrig gelassen, der sich bestimmt noch 'n paar Tage durchzieht.
Nele: Ja, hoffentlich nicht so lang wie bei mir. Das war ja wirklich ätzend. Also ich drück dir die Daumen auf jeden Fall.
Sebastian: Ich mir auch, danke.
Sebastian: Okay, ähm, sag doch erst mal schnell, welche beiden, ähm, Camping-Toiletten-Chemie-Sanitär-Zusatz-Dingsies hast du denn dabei gehabt und getestet gegeneinander?
Nele: Also ich hatte den Sanitärzusatz vom BioChem. BioChem schreibt sich B-I-O, äh, Bindestrich C-H-E-M und Aviva WC Mobil, was wahrscheinlich der eine oder die andere schon kennen, weil wir darüber ja immer schon mal wieder, äh, zwischendurch gesprochen haben. Und verlink ich euch auch beides noch mal in den Show-Notes, dann könnt ihr euch das in Ruhe im Nachgang anschauen. Und das war jetzt eben während der kompletten Reise von ungefähr Mitte März bis jetzt Mitte Mai. Das heißt, äh, also, äh, das zweite Mittel ist immer noch im Einsatz natürlich, weil wir brauchen ja, äh, 'nen Sanitärzusatz. Also ungefähr zwei Monate. Das war eben in Katalonien in erster Linie plus die An- und Abreise über Süddeutschland und Frankreich, damit man so 'n bisschen einschätzen kann, auch was die Temperaturen angeht. Da werd ich aber gleich auch noch 'n bisschen was zu machen, zu sagen. Und ich war, wie Podcast-Hörerinnen und Hörer wissen ja, den größten Teil alleine unterwegs und dann noch zeitweise mit meiner campingunerfahrenen Freundin Samila und natürlich war am Anfang und am Ende jetzt auch Halil dabei. Also zu alleine und zu zweit getestet und ja, ähm, dann hab ich 'nen kleinen Anfängerfehler begangen und hab das neue Mittel zuerst getestet, nämlich ausgerechnet in dem Zeitraum, wo meine Freundin an Bord war, die ja noch nie eine Kassettentoilette benutzt hat. Und das war ein bisschen interessant.
Sebastian: Ähm, noch zwei Dinge: Welche, welche Toilette habt ihr im Einsatz?
Nele: Wir haben die klassische Thetford, äh, Kassettentoilette, die so standardmäßig, ähm, in den ganz vielen Wohnwagen, Wohnmobilen verbaut ist. Also es gibt Dometic und Thetford in erster Linie. Ähm, das sind diese grauen Kassetten mit den unterschiedlich farbigen Deckeln. Ich weiß nicht genau, welches unser Modell ist.
Sebastian: Du versuchst dich grade um die Modellnummer rumzumogeln.
Nele: Genau. Als wüsst ich die. Frag doch nicht mich. Solche Spezialitäten hier, keine Ahnung. Hab ich schon mal tatsächlich nachgucken müssen, weil die mal kaputt war. Da war der Schwimmer irgendwie im Eimer, aber ich weiß es gar nicht mehr.
Sebastian: Ja, ich glaub-
Nele: Wir haben 'nen grünen Deckel.
Sebastian: Ihr habt die bisschen kürzere Variante, glaub ich, ne?
Nele: Nee, wir haben so 'ne längliche.
Sebastian: Ah, okay.
Nele: Äh, die kürzere Variante ist die, die du hattest in unserem alten Wohnwagen.
Sebastian: Ach, so rum war das. Okay.
Nele: Genau.
Sebastian: Ähm, zweite Frage und dann kommt noch 'ne dritte. Ich hab geschwindelt. Die zweite Frage: Wohin kommt das Toilettenpapier?
Nele: Bei uns in erster Linie in 'n Eimer.
Sebastian: Und dritte Frage: Wenn's doch mal reinkommt, welches Toilettenpapier nutzt ihr? Und du darfst nicht so an deinem Mikrofon rumhampeln, weil dann bobbelt das ganz laut.
Nele: Äh, okay, ich glaub, was du grade gehört hast, war der sich schüttelnde Hund, aber-
Sebastian: Dann darf dein Hund sich nicht mehr schütteln.
Nele: Ich werd's ihr sagen. Sohea, hör auf, dich zu schütteln, bitte. Okay, zu kratzen. Ähm, welches Toilettenpapier? Äh, wir kaufen eigentlich-
Sebastian: Also die Lagen.
Nele: Ja, normalerweise kaufen wir das günstigste zweilagige, was wir erwischen und meistens Recycling, wenn's gibt.
Sebastian: Okay. Gut, weil das ist ja nicht ganz unwichtig, weil grade so das, das Papier entscheidet ja über sehr viel Gelingen oder, äh, Scheitern quasi bei der ganzen Geschichte.
Nele: Also wir kaufen nicht das spezielle Camping-Toilettenpapier, weil uns das ehrlich gesagt auf Dauer einfach auch zu teuer ist.
Sebastian: Und auch nicht das fünflagige.
Nele: Nein, auf gar keinen Fall.
Sebastian: Gut.
Nele: Also mit, mit so 'nem zweilagigen kommt man eigentlich gut klar und das gibt's grade im Ausland ja wahnsinnig günstig in vielen Discountern. Da kaufen wir dann immer auch 'n bisschen mehr ein.
Sebastian: Okay, warum seid ihr jetzt, also warum nutzt ihr nicht einfach die klassische blaue oder grüne Chemie, die zur Toilette mit dazu geliefert wird?
Nele: Mhm, verschiedene Gründe. Also erstens, weil wir halt weniger Chemie generell nutzen wollen und ich sag jetzt einfach Chemie. Ja, ich weiß, alles im Leben ist Chemie. Das wirst du gleich wieder darauf hinweisen. Aber ich meinte jetzt quasi synthetische chemische Mittel.Diese klassischen Zusätze, teilweise sogar auch, glaub ich, die grünen, aber da bin ich nicht ganz sicher, enthalten ja oft Formaldehyd oder andere Biozide, um eben die Keime, Bakterien im, in den Kassettentoiletten, in den Tanks abzutöten. Und wir haben da ja mal 'n längeres Interview geführt auch mit jemandem von, äh, Ecocamping und mit anderen Leuten, die sich halt so ums Thema Nachhaltigkeit bemühen und auch mit Campingplatzbetreibern haben wir gesprochen, die in kleineren Ortschaften ihre Plätze haben. Und es haben uns mehrere Leute gesagt, dass halt wenn im, im Sommer grade auch die große Touristenwelle anrückt, dass diese Toilettenchemie durchaus die Kläranlagen von kleinen Ortschaften sehr stark belasten oder selbst zum Kippen bringen kann. Und das war eben ein Grund, weil wir halt generell im Haushalt auch drauf achten, möglichst wenig aggressive Reiniger und so Zeug zu benutzen. Wir nehmen überwiegend, ähm, ja, natürliche Zusätze, Reiniger, Flüssigkeiten, Seifen und so weiter. Und ja, eben wegen Umweltgedanken, aber auch wegen der eigenen Gesundheit, weil die halt auch nicht gut sind, wenn man die einatmet oder, oder auch für die Haut, wenn das jetzt um Seifen oder, oder Duschgels oder so was geht. Und ehrlich gesagt finde ich die Gerüche von diesen klassischen, ähm, Sanitärzusätzen auch teilweise wahnsinnig penetrant. Also, äh, und, und die überdecken ja auch nur. Das ist ja wie wenn man so 'n, so 'n Raumspray benutzt zum Beispiel. Ich hab ja immer gesagt, so auch schon als wir mal gesprochen haben, ich find halt jetzt den Geruch Kacke mit Meeresbrise auch nicht so ansprechend. Also ich hab lieber was, was dann auch tatsächlich zersetzt, sowohl die, ähm, die Gerüche als auch dann eben die Feststoffe. Ich weiß, dass es da viele andere Stimmen gibt und da soll auch jeder verwenden, was er möchte, aber ich hab halt jetzt die beiden mikrobiologischen Sachen getestet, weil für uns gibt's eigentlich, eigentlich kein Zurück mehr. Ich sag eigentlich, weil wir in Mexiko teilweise, ähm, was anderes benutzen, weil's da schlichtweg so was bisher nicht gibt.
Sebastian: Mhm. Okay. Ähm, ich, ich, also die Geruchsgeschichte ist sicherlich 'ne sehr subjektive Geschichte. Das hast du ja grad schon gesagt. Ähm, das muss jeder für sich an-- und kann auch nur jeder für sich entscheiden, ob jetzt die blauen und grünen nichts zersetzen und auch nichts gegen den Geruch machen, nur übertünchen, weiß ich nicht. Würd ich jetzt nicht so pauschal im Raum stehen lassen, ähm, aber um die soll's ja heute auch nicht gehen. Das war ja nur quasi das Vorwort, um so 'n bisschen in das Thema reinzukommen. Da, ähm, könnten und sollten wir sicherlich noch mal auch 'n bisschen zu recherchieren. Das können wir auf jeden Fall mal machen, aber heute geht's ja quasi um zwei Zusätze mit mikrobiologischer-
Nele: Ja
Sebastian: ... Wirkweise.
Nele: Also wir haben die, nur um da noch mal ganz kurz 'ne, was so zu sagen. Wir haben die ja jahrelang verwendet und es gab ja gute Gründe, warum wir umgestiegen sind. Ich weiß, dass es auch Leute gibt, die drauf schwören und, und die auch sagen, für sie würde so was Biologisches nicht, ähm, in die Tüte kommen. Ist auch völlig in Ordnung, aber wir haben selber mit verschiedenen Mitteln, sowohl mit den klassischen als auch mit günstigeren, äh, so Tabs und Flüssigkeiten jetzt nicht so die guten Erfahrungen gemacht, ehrlich gesagt.
Sebastian: Ja, wir haben auch ja irgendwann verzichtet, weil wir einfach, ähm, das nicht mehr gebraucht haben. Mit der Sog, äh, war das quasi hinfällig. Es spart ja auch letzten Endes Geld. Ähm, ich kann auch eben, also bei mir ist hier zum Beispiel so, früher waren wir noch öfter bei meinen Eltern zu Besuch, äh, wenn wir aus, aus dem Süden wieder kamen und meine Eltern haben 'ne eigene Kleinkläranlage zum Haus-
Nele: Mhm
Sebastian: ... weil's hier keine Kanalisation gibt. Und da können wir zum Beispiel auch diese, diese grüne und blaue nicht reinschütten, weil die halt eben das, das Ding zum, äh, sozusagen kippen würde.
Nele: Ja.
Sebastian: Und aber die klassische ohne Zusätze hat eben gut funktioniert, ne. Deswegen waren wir irgendwann umgestiegen und dann hatten wir irgendwann ja im großen Liner 'n Tank und haben Amowid genutzt. Ähm, das wär auch eigentlich immer meine Empfehlung, aber da ist halt bei den Kassettentoiletten immer so das Thema, dass das Zeug halt einfach orange-braune-
Nele: Ja
Sebastian: ... Flecken hinterlässt, überall wo's aufschlägt. Und das, da muss man halt schon sehr vorsichtig sein. Das liegt nicht jedem. Ähm, aber das wären auch noch so Optionen. Aber wie gesagt, aber darum soll's nicht gehen. Wir haben ja schon Folgen, wo wir ausführlich darüber gesprochen haben. Lass uns jetzt daher uns hier nicht weiter aufhalten, sondern zu den beiden, ähm, Zusätzen gehen, zu denen du oder die du jetzt dir quasi angeguckt hast.
Nele: Ja, also ich hab ja schon gesagt, Biocan und Aviva. Die Wirkweise ist im Grunde dieselbe. Also ich hab ja schon gesagt, statt Bakterien abzutöten, ähm, werden eben die Mikroorganismen und auch Enzyme in den Tank eingeschleust sozusagen. Die zersetzen dann, wenn sie gut arbeiten können, die Fäkalien und das Toilettenpapier, wenn man's denn drin hat, auf natürliche Weise. Ja, beim Toilettenpapier auf jeden Fall stoßen die da auch irgendwann an ihre Grenzen, haben wir auch schon besprochen. Und die, ähm, geruchsbildenden Stoffe werden halt im Idealfall abgebaut und nicht nur überdeckt. Und ich sag im Idealfall, weil halt in vielen Fällen nicht Idealbedingungen herrschen. Da komme ich aber dann im Rahmen des Tests gleich dazu. Was wichtig ist, ähm, ich werd am Ende noch mal 'ne ganze Liste an Tipps für die Anwendung von mikrobiologischen Zusätzen geben. Das können dann die Leute skippen, die da schon 'n bisschen Erfahrung mit haben. Aber vielleicht noch mal so ein zum Einstieg: Mikroorganismen sind natürlich Lebewesen. Das heißt, sie brauchen 'ne gewisse Zeit, bis sie wirken können. Die können auch halt, äh, sich nur unter passenden Bedingungen entfalten. Das heißt, die reagieren eben auch sehr empfindlich auf Biozide, sprich Desinfektionsmittel, irgendwelche scharfen Reiniger et cetera. Und, und natürlich auch auf diese klassische Toilettenchemie, wenn die vorher im Tank war. Deswegen muss man 'n bisschen Geduld mitbringen, wenn man umsteigen möchte. Die Hersteller, ich hab beide angeschriebenÄhm, im Rahmen des Tests beide empfehlen ungefähr sechs Anwendungen und beide empfehlen auch, dass man vorher die Kassette eben sehr gut reinigen sollte. Das vielleicht vorweg, damit man so 'n bisschen 'n Gefühl dafür kriegt. Also es wird nicht bei der ersten Anwendung schon alles funktionieren.
Sebastian: Mhm. Ähm, gibt's, du hast jetzt gesagt, es ist, ähm, also oder anders, die übertünchen sozusagen nicht mit Geruch den Geruch, sondern versuchen, den mit den Mikroorganismen quasi abzubauen.
Nele: Genau. Und wenn die richtigen Rahmenbedingungen da sind, dann gelingt das eigentlich auch sehr gut und meistens sogar je länger die im Tank sind oder in 'ner Kassette, desto besser. Also mir ist es schon mehrfach passiert, dass ich nach irgend 'ner Reise halt einfach vergessen hatte, die Toilette noch auszuleeren und dann ist man irgendwie am Unterstellplatz und es muss alles schnell gehen, ähm, und dann bleibt die Kassette da mal zwei Wochen, bis ich mich erinnere. Ja, ich bin schusselig. Und da war's dann meistens 'ne sehr angenehme Überraschung, weil dann die Mikroorganismen eben so viel Zeit hatten, dass sie wirklich richtig gut arbeiten konnten. Und dann hatte ich da in aller Regel halt so 'ne homogene, erdig riechende Flüssigkeit, die ich da wiedergefunden habe. Also da war das Entleeren deutlich angenehmer als nach drei Tagen auf 'm Stellplatz.
Sebastian: Mhm.
Nele: Ist nur meine Erfahrung. Ich, ich, ich find's auch, also es ist auch logisch, ne, wenn man so überlegt, wie so Mikroorganismen arbeiten. Ich hab's mir aber jetzt nicht von den Herstellern extra noch mal bestätigen lassen, weil das ist ja jetzt auch 'n sehr persönlicher Testbericht. Und, ähm, das ist so das, was ich erlebt habe, ist übrigens auch mit Amowid schon passiert, ne. Du hattest Amowid angesprochen, das hatten wir vorher auch schon-
Sebastian: Mhm
Nele: ... 'ne relativ lange Zeit genutzt und sind dann eben umgestiegen, weil wir's 'n bisschen umständlich fanden mit der Dosierung, äh, mit den kleinen Löffelchen und wie du gesagt hattest, da muss man halt sehr genau zielen, damit auch nicht wirklich ein Mini unsichtbares Krümelchen irgendwo auf die, ähm, Keramik fällt, weil das gibt Flecken, die möchte man jetzt nicht haben. Vor allem nicht, wenn man so wie wir mit 'nem Fahrzeug unterwegs ist, das einem nicht gehört. Und es sieht auch halt einfach eklig aus und dann wäscht man sich die Hände und dann hat man's im Waschbecken und das war einfach für uns so nicht so gut zu händeln und es ist uns dann auch mehrfach in diesem Eimerchen, die wir immer hatten, eingetrocknet, nachdem's offenbar vorher feucht geworden war. Und dann ist es so 'ne richtige krustige Masse, die man dann auch mit dem Löffel gar nicht mehr rausspachteln kann. Und ja, das war eben ein, mit den, mit, ähm, den flüssigen Sanitärzusätzen, mit den Mikroorganismen deutlich einfacher.
Sebastian: Mhm. Okay. Also wir können vorausschicken, du hast quasi direkt mit dem richtigen Test in Anführungszeichen anfangen können, weil du hast eben schon lange keine Zusätze mehr drin gehabt, die quasi die Mikroorganismen erst mal töten würden, sondern konntest quasi direkt starten.
Nele: Genau, also wir hatten jetzt vor dem Test über, ja, ich würd sagen, mehrere Jahre. Also ich hab mal nachgeguckt, mein erster Kauf von Aviva WC Mobil war 2018, also jetzt immerhin schlanke acht Jahre. Ähm, da haben wir mit mehreren Sachen mal rumprobiert. Wir hatten zwischendurch mal Solbio drin. Ähm, wir hatten jetzt, ähm, nach der letzten Messe in Düsseldorf auch mal 'nen, 'n ganz neues Mittel, das heißt Enough with this Shit und kommt aus Italien ursprünglich. Das hat auch gut funktioniert. Das ist auch laut Hersteller enzymatisch. Roch am Anfang immer sehr nach Kaugummi, hat sich dann aber nach 'n paar Tagen so eingependelt. Aber da hab ich nicht genug Zeit gehabt und auch nicht genug, ähm, äh, Tests. Also ich hatte nur so 'n kleinen Beutel gekauft, um das jetzt schon mit einzubeziehen, hat aber auch gut funktioniert, aber da muss ich noch 'n bisschen recherchieren, was da wirklich alles drinsteckt, bevor wir da noch mal vielleicht 'ne eigene Folge zu machen.
Sebastian: Mhm. Enough with this Shit war, glaub ich, in, in Stuttgart, nicht in Düsseldorf, oder? Das war das-
Nele: Doch, das war in Düsseldorf. Da hatte ich, ich hatte dir in, ähm, Stuttgart noch was gegeben, weil wir da noch was übrig hatten.
Sebastian: Ah, so war das.
Nele: Aber das war, also die, die, den Beutel oder die zwei Beutel waren das, glaub ich, hab ich mir gekauft in Düsseldorf. Da hab ich das entdeckt zum ersten Mal. Die sind, glaub ich, auch noch gar nicht richtig auf 'm deutschen Markt. Von daher macht das jetzt auch noch nicht so viel Sinn, die vorzustellen.
Sebastian: Okay. Warum bist du jetzt aber von deinem, du hast zwar, glaub ich, schon gesagt, aber, äh, warum bist du jetzt noch mal von deinem, äh, das, was du meistens jetzt genutzt hast, abgewichen? Warum hast du was anderes ausprobiert?
Nele: Einfach um mal was Günstigeres zu probieren. Also wir hatten bei Aviva WC Mobil schon teilweise heftigere Literpreise. Das schwankt auch immer so 'n bisschen je nach Herstell, äh, Hersteller, je nach Anbieter und je nach Gebindegröße. Ähm, günstig ist es natürlich, wenn man sich direkt das zweieinhalb Liter Gebinde rantut, aber das lohnt sich dann eher, wenn man auf längere Reisen geht. Weil ich weiß auch nicht genau, wie lang diese Mikroorganismen wirklich halten, wenn man die dann so im Fahrzeug lässt und dann wird's mal heiß und mal kalt. Und da ansonsten liegt halt der, der Literpreis bei bis zu 23 Euro und bei Biocem liegt der Literpreis eben auch unterschiedlich, je nach Gebinde bei 10 bis 16 Euro. Und das ist schon, wenn man viel kauft, 'n großer Unterschied. Und dann hab ich gedacht, na ja, kann man ja mal gucken, ne, wie man, ähm, wie man damit klarkommt und wollt einfach auch mal wissen, so was es sonst noch so auf 'm Markt gibt. Weil wenn du so lange auf einem Produkt hängst, tut ja auch mal ganz gut, mal rechts und links zu gucken.
Sebastian: Mhm.
Nele: Ähm, ja und was vielleicht für den Test noch wichtig ist, wir machen ja auch manchmal Tests, die uns, äh, also wo wir 'n Auftrag vom Hersteller bekommen, weil die das auch für Produktentwicklung und natürlich auch so 'n bisschen für Werbung nutzen wollen.Und in dem Fall war's aber nicht so. In dem Fall haben wir beide Produkte uns selbst beschafft und es gab auch keinen Auftrag von einem der beiden Hersteller, nur so für die Transparenz.
Sebastian: Mhm. Wie war jetzt genau das Wetter während deiner Reise, deines Tests?
Nele: Sehr unterschiedlich. Also so die Außentemperaturen nachts zwischen fünf und 15 Grad ungefähr und tagsüber hatten wir dann in den Spitzen bis zu 27 Grad Außentemperatur und dann je nachdem, wie der Wohnwagen stand, war's halt im Wohnwagen auch mal entsprechend wärmer, ne. Weiß man ja, im Schatten ist es okay. Ähm, wenn du aber da mal nicht unterm Baum stehst, dann kann's schon ordentlich mul-muggelig werden im Wohnwagen.
Sebastian: Mhm.
Nele: Meistens hatten wir Halbschatten- bis Schattenstandplätze, schon allein weil ich die immer wegen Hund aussuche. Ähm, aber ja, wie gesagt, ein paar Mal stand der halt auch in der Prallsonne.
Sebastian: Mhm. Alle Geschäfte wurden drauf erledigt oder manche auch außerhalb?
Nele: Nein, bei mir immer.
Sebastian: Okay, nur um so 'n bisschen auch die Menge sozusagen -
Nele: Ja
Sebastian: ... äh, im Blick zu haben.
Nele: Die Menge war ordentlich. Also bei mir gibt's das nicht. Ich geh nicht gerne auf öffentliche Sanitäranlagen. Ich hab das nur in der kurzen Phase gemacht, wo meine Freundin da war, ähm, d-dass wir da beide jetzt nicht im Wohnwagen in die Kassette georgelt haben, weil ist ja was anderes, wenn du mit Partner unterwegs bist. Ähm, war aber für mich wirklich schwer und die restliche Zeit mache zumindest ich alle Geschäfte hier, weil, ähm, ich, ich mag mich da nicht stören lassen von Leuten, die da an der Kabine vorbeitapern und husten und furzen und so. Das nee, mhm. Also ja.
Sebastian: Regnet's bei dir oder läuft 'ne Möwe auf deinem Dach lang?
Nele: Nein, es regnet. Es hat grade angefangen. Ich hoff, es stört nicht zu sehr. Es, das ist halt Camping. Wir sind halt unterwegs. Man kann's nicht ändern.
Sebastian: Ich hatte nur etwas gehört und wollte wissen, äh, wo's quasi herkommt. Okay.
Nele: Also jedenfalls hat der Regen jetzt aber anscheinend die Fußballer vertrieben. Äh, so win-win.
Sebastian: Gut. Ähm, okay und, ähm, du warst, ähm, wie lange unterwegs mit den beiden Sachen?
Nele: Also wir sind jetzt insgesamt zwei Monate unterwegs und seitdem test ich auch. Also vom ersten Tag an, ich hab zuerst mit BioChem gestartet, weil ich halt immer auch so neugierig bin, wenn ich was Neues habe, dann will ich das natürlich sofort ausprobieren und dann nach ungefähr vier Wochen, dreieinhalb bis vier Wochen bin ich zurück nach, äh, Awiva gewechselt.
Sebastian: Zurück nach Awiva, ja?
Nele: Ja. Zurück zu Awiva. Meine Güte, du bist aber ... Ich war zu lange im Ausland. Ich, ich hab schon-- Tatsächlich gestern hab ich in Freiburg bin ich ins Geschäft rein und hab auf Spanisch gefragt, ob ich 'n Hund mit reinnehmen kann. Also ich bin geistig grade nicht so da.
Sebastian: Ich hab aber auch auf meiner Reise, äh, immer irgendwie die portugiesischen, äh, Vokabeln als Erstes rausgeholt, wenn mich jemand was gefragt hat auf 'ne Sprache, die ich nicht verstehe. Das ist, das ist irgendwie so drin noch. Und dann guckt die mich immer ganz verwundert an, wenn ich dann Sie gesagt habe. Das ist, na ja, okay.
Nele: Ja, ich kenne das.
Sebastian: Ähm, gut, du hast mit BioChem angefangen. Ähm, Flasche war 'ne, war 'ne Literflasche, hast du gesagt. Wie viel-
Nele: Genau, ich, ich hab zwei Literflaschen gekauft.
Sebastian: Mhm.
Nele: Ähm, und eine, ein zweieinhalb Liter Gebinde von Awiva. Auch um von der Menge her so 'ne gewisse Vergleichbarkeit zu haben.
Sebastian: Mhm.
Nele: Ähm, bei BioChem ich, also da kriegt man, egal wie viel man kauft, trotzdem immer jeweils Literflaschen, was ich zwar aus Verpackungsgründen, ähm, jetzt nicht so gut finde, aber aus, ähm, Praktizitätsgründen eigentlich super, weil halt dann, also du machst halt dann nur einen Liter auf und dann kommt Sauerstoff rein und so weiter. Also ich könnt mir vorstellen, dass es für die Mikroorganismen gar nicht so schlecht ist, wenn die in kleineren Gebinden verpackt sind.
Sebastian: Mhm.
Nele: Und, ähm, du kannst da bis zu sechs bestellen, sechs Liter, glaub ich, über den, über den Shop und dann hast du halt die sehr günstigen Literpreise, die ich vorhin genannt hatte.
Sebastian: Okay.
Nele: Ansonsten kommt das, ähm, in 'ner genauso soliden Verpackung daher wie Awiva, also auch 'ne sehr dicke, lichtundurchlässige Flasche, ähm, mit so 'nem Verschluss, den man so 'n bisschen drücken muss, wie so 'n, so 'ne Kindersicherung. Hat 'nen sehr angenehmen Duft. Laut Hersteller heißt der Waldbrise. Also ich konnt's jetzt, konnt's jetzt nicht genau zuordnen, nach was es riecht, aber es roch sehr, sehr gut, muss ich sagen. Da hab ich mich richtig gefreut. Und auch am ersten Tag nach dem Befüllen war der Geruch immer noch sehr angenehm.
Nele: Made in Germany laut Hersteller, was ich auch immer gut finde. Ist, glaub ich, bei Awiva auch so, soweit ich weiß. Und die Dosierung, die empfohlene, ist genau wie bei Awiva auch 50 Milliliter pro Tankfüllung bei 20 Liter, ähm, Kassettentank. Und bei mehr oder weniger halt entsprechend dann umrechnen einmal. Und beide Hersteller empfehlen, dass man, ähm, bei Hitze oder auch wenn man anfängt mit dem, mit dem mikrobiologischen Zusatz, äh, dass man dann ruhig 'n bisschen mehr nehmen darf.
Sebastian: Und schreiben sie auch, was ein bisschen mehr ist?
Nele: Ähm, nee, ich meine, das hat keiner geschrieben.
Sebastian: Okay.
Nele: Also ich hab das dann auch ehrlich gesagt so 'n bisschen nach Gutdünken gemacht, so nach Gefühl. Ich bin auch immer zu faul abzumessen.
Sebastian: Bei, bei 50 Milliliter wär ja dann ein bisschen mehr vielleicht so fünf Milliliter in meinem Verständnis.
Nele: Ja, nee, also ich hab, ähm, kann ich schon mal vorweggreifen, die, ähm, Dosis erst mal verdoppelt direkt.
Sebastian: Okay.
Nele: Und bei, ähm, BioChem ist auch 'n Dosierbecher dabei. Den hab ich anfangs auch noch genutzt, bis ich ihn dann irgendwann verloren habe. Der ist in irgend'nem Staufach, ich weiß nicht wo. Aber irgendwann kriegst du das ja auch in Griff, wie viel das ist. Bei Awiva leider bei dem zweieinhalb Liter Gebinde kein Dosierbecher dabei. Das fand ich 'n bisschen schade, weil mit dem tut man sich auch schwerer, äh, richtig zu dosieren, weil das halt so 'n kleiner Kanister ist.Aber es sind jetzt wirklich, also da, da würde ich jetzt keine Kritik dran festmachen, nur so 'n kleiner Hinweis. Also da sollte man sich dann selbst behelfen.
Sebastian: Mhm. Und wie gut hat's funktioniert?
Nele: Ja, leider nicht so. Also da war ich wirklich 'n bisschen enttäuscht. Ich hab also alle Hinweise beachtet und ich weiß ja auch, wie man mit mikrobiologischen Zusätzen umgeht. Das heißt, ich hab die Kassette einmal gut gereinigt, ähm, hab wie gesagt am Anfang mehr dosiert, hab auch schön den, ähm, den Boden dann nach dem Befüllen mit Wasser bedeckt. Also weil manche Leute denken ja, dass einfach draufpinkeln reicht. Das tut's nicht. Also wirklich, ähm, Flasche gut schütteln, die, den Sanitärzusatz rein und dann ruhig 'n ordentlichen Schluck Wasser drauf. Ich zieh halt immer 'n paar Mal die Spülung ab, so bis ich sehe, dass dann der Boden, ähm, so wasserbedeckt glänzt.
Sebastian: Mhm.
Nele: Und ich hab dann auch dem Ganzen schon 'n bisschen Zeit gegeben. Ich hatt ja durch das Solo-Reisen dann auch längere Entleerungsintervalle. Das heißt, die, die, ähm, Organismen hätten schon Zeit gehabt, so zu wirken und hab gedacht: Ja, ich geb dem jetzt mal so zwei, drei Anwendungen. Und ich hab dann aber relativ schnell gemerkt, dass es irgendwie so gar nicht funktioniert hat am Anfang. Also so die ersten ein, zwei Anwendungen hab ich halt wirklich so gut wie keine Wirkung gespürt und gerochen vor allem. Das war immer so, dass so Tag eins, ähm, da roch noch die, das Parfüm ganz gut und dann ab Tag zwei wurd's unangenehmer. Und ich hab dann tatsächlich zum ersten Mal sa... in meinem ganzen Camperleben im, äh, Supermarkt 'nen Raumerfrischer mir geholt, weil grade auch, ähm, dann wenn, als meine Freundin dann kam nach einiger Zeit, hab ich gedacht: Also das kann man der wirklich nicht zumuten, diesen, diesen Gestank von Ammoniak und alles, was da halt sonst noch so riecht. Und es war auch tatsächlich so, dass mir das Entleeren, was ja nie angenehm ist, wenn Leute hinter einem stehen, aber ich hab wirklich penibel drauf geachtet, dass keiner irgendwie im Anmarsch war mit seiner Kassettentoilette, wenn ich da an der Entsorgungsstation war, weil's mir echt peinlich war, dass da einer nach mir ins Kabuff musste. Ähm, da wär-wärst du jetzt wahrscheinlich wieder anders, ne. Dir ist es dann egal, aber-
Sebastian: Es ist halt, wie's ist. Ich kann's dann, also egal ist es nicht, aber ich kann's halt nicht ändern. Ich kann ja nicht schnipsen und dann riecht's gut, dann würd ich das machen.
Nele: Nee.
Sebastian: Was zu tun.
Nele: Nee, ich hab halt dann immer geguckt, dass ich erst, also dass ich nicht grade gehe, wenn jemand anderes da irgendwie sein Wägelchen vorbeirollte.
Sebastian: Mein Mitbe..., Mitfahrer übrigens in, nach Montenegro hat auf 'm Rückweg das erste Mal einer Toilettenentsorgung dann beigewohnt, sonst hab ich die immer alleine gemacht und und hat direkt mit Würgegeräuschen reagiert.
Nele: Ja, das ist halt schon echt gewöhnungsbedürftig, ne. Also grade für Nicht-Camper, ich hab's jetzt meiner Freundin gar nicht zugemutet. Ich bin da einfach immer still und heimlich gegangen, hab nur gesagt: „Jetzt, wenn die Klappe offen ist, bitte nicht Pipi machen." Weil es kann ja, kann man ja sonst auch nicht wissen und hab das immer, äh, sehr diskret erledigt. Hm, ja und, und ich muss auch sagen, also auch die Zersetzungsleistung war jetzt nicht so, wie ich das gewohnt war. Die, die Feststoffe waren noch deutlich erkennbar, jetzt ohne ins Detail gehen zu wollen. Ähm, teilweise dann auch mit so 'n paar Toilettenpapierresten verklumpt. Ich, ähm, leg ja, wenn ich ein größeres Geschäft plane, lege ich ja immer ... Äh, Gott, das ist wirklich, ich hab's schon mal erzählt, aber, aber jedes Mal, wenn ich's erzähle, merk ich wieder, dass es wirklich, äh, furchtbar klingt. Ich nehm dann immer so 'n zweilagiges Stück Toilettenpapier, so ein Blatt und zuppel das auseinander, wenn noch Zeit bleibt und leg das dann so quasi rund um die Öffnung, also zwei, zwei ganz dünne Blättchen, weil dann muss ich halt hinterher nicht so viel reinigen. Weil man zielt ja, also man versucht ja schon zu zielen, aber man trifft ja nicht immer genau in dieses Loch rein. Und, ähm, ja. Also das's halt meine Technik, die funktioniert sehr gut. Ähm, für nähere Tipps gerne Mail schreiben. Und ja, und diese eben Mini-Toilettenpapierreste, also wirklich sehr, sehr wenig überhaupt Papier, die waren auch nicht richtig zersetzt und deswegen, ähm, hab ich dann erst mal die Dosierung erhöht, wie gesagt, und zwar auf die doppelte Menge, ähm, schon beim, beim, äh, nee, Moment, falsch. Die, die doppelte Menge hatt ich beim ersten Mal schon rein, eben wegen der Umstellung und dann hab ich noch mal die Dosierung erhöht. Ich schätz mal so auf 150 Milliliter ungefähr. Also das ist dann die dreifache Menge der empfohlenen. Das war halt so 'n richtiger Schuss einfach, den ich da noch reingegeben habe. Es hat auch 'ne leichte Verbesserung gegeben, aber jetzt keine so große Wirkung, dass ich gesagt hätte, da lohnt sich das.
Sebastian: Mhm. Okay. Also würdst du nicht noch mal kaufen, um's auf 'n Punkt zu bringen?
Nele: Leider nicht, nee. Also ich hab den Hersteller auch kontaktiert, weil ich dachte, vielleicht gibt's noch irgendwas bei der Anwendung zu beachten. Hm, das war so nach ungefähr zwei Wochen, anderthalb Wochen, wo ich keinen Fortschritt gesehen hatte. Also es waren so drei Anwendungen ungefähr. Und dann kam leider auch erst eine Woche später, ähm, die Antwort. Also Supportgeschwindigkeit war so mittelmäßig und ich hab halt die üblichen Hinweise noch mal bekommen. Es war ganz klar 'ne Standardantwort. Also schütteln, Rückstände von Vorprodukten können stören, obwohl ich schon geschrieben hatte, dass ich keine anderen Produkte vorher, also keine, keine chemischen Produkte benutzt hatte. Und dann hieß es halt noch ja, kein Chlor, keine sauren Reiniger und gegebenenfalls höher dosieren. Also sprich, alles Sachen, die ich entweder schon befolgt hatte oder bei mir eh nicht zutreffend waren. Ich hab dann trotzdem noch mal höher dosiert. Also es war dann schon über die halbe Flasche leer von dem Liter. Ähm, da war dann die Geruchsbelästigung 'n bisschen geringer, aber trotzdem brauchten wir immer noch den zu-zusätzlichen Raumerfrischer während der ganzen Testphase.
Sebastian: Okay.Also durchgefallen.
Nele: Ähm, ich mach 'ne kleine Einschränkung. Nicht komplett durchgefallen, weil ich konnte nicht bei jeder Entsorgung aufgrund der Stellplätze, an denen wir teilweise unterwegs waren oder ich unterwegs war, auch alleine, nicht immer die Toilette ganz sauber spülen, weil's teilweise einfach keine Schläuche gab zum Spülen. Also, ähm, und das ist natürlich, das macht schon 'nen Unterschied, ob da noch Rückstände drin sind, ähm, vor allem von Kacki oder ob halt das wirklich sauber ist, ne? Also vielleicht, wenn ich hätte immer penibel spülen können, wäre es besser gewesen. Das muss man der Ehrlichkeit halber dazu sagen, aber das ist ja auch nicht immer die Camper-Realität, ne? Also es ist ja häufig so, dass man dann aus diversen Gründen vielleicht das nicht ganz sauber machen kann. Wenn ich das geschafft habe, das ganz sauber zu machen und wenn ich auch ehrlich gesagt nicht zu faul war, dann lief's geruchtechnisch ungefähr zwei Tage ganz gut. Das ist aber halt, wie gesagt, nicht immer machbar und mit den Resten kamen die Mikroorganismen jetzt in dem Fall nicht gut zurecht.
Sebastian: Okay, na ja und wenn man die hohe Dosierung rechnet, dann, äh, ist ja, also dann löst sich ja quasi, haha, der, der Preisvorteil auch wieder 'n Wohlgefallen auf, weil wenn du halt deutlich mehr brauchst, ähm, dann ist der geringere Literpreis ja dann nicht mehr viel wert.
Nele: Ja, das war eben dann auch meine Rechnung. Und trotz der höheren Dosierung war die Wirkung halt nicht so, wie ich's mir erhofft hatte. Also sonst würd ich ja noch sagen: „Ja gut, dann kippt man halt 'n bisschen mehr rein." Aber das war leider jetzt zumindest in meinem Test, ich muss es ja so sagen, ich hab ja keine Laborbedingungen geschaffen, wo man jetzt zwei Produkte wirklich eins zu eins miteinander vergleichen kann. Aber in meinem Test unter den Rahmenbedingungen, die ich vorhin geschildert habe, war's so, dass ich's mir persönlich nicht mehr kaufen würde.
Sebastian: Mhm. Okay. Zum Glück hast du ja vorher auch gesagt, wir sind schnell durch mit dem Thema. Ähm, jetzt hast du schon wieder 'ne halbe Stunde quasi dazu erzählt.
Nele: Ach ja.
Sebastian: Ähm.
Nele: Ich verlier mich immer so gerne in Details.
Sebastian: Da ich nicht so viel reden muss, geht das ja auch mit dem Husten. Ähm, okay, wie war's mit Aviva? Da, also du bist dann irgendwann quasi, äh, hast du die zwei Flaschen alle gemacht oder hast du dann gewechselt?
Nele: Nein, ich hab dann vorher gewechselt, weil ich auch noch quasi denselben Zeitraum Aviva, ähm, zugestehen wollte, obwohl ich's das ja vorher schon kannte, aber es waren halt jetzt auch wieder andere Bedingungen sozusagen. Und da ich den direkten Vergleich machen wollte, ähm, bin ich dann gewechselt, weil ich auch ehrlich gesagt keinen Bock mehr hatte auf den Gestank, auch als ich wieder alleine war. Also das muss man wirklich so, so deutlich sagen, wie's war. Es hat gemüffelt und, ähm, ja, ich, ich mocht es nicht. Und dann bin ich eben wieder umgestiegen, hab auch die Toilette dann in dem Fall einmal richtig sauber gemacht, damit eben die neuen, ähm, auch wieder so wirken können, wie ich's für Biocam gemacht hab, damit man halt so viel Vergleichbarkeit wie möglich hat. Und da muss ich sagen, schon während der ersten Tankfüllung war 'n Unterschied zu spüren und vor allem zu riechen. Und nach der zweiten war jetzt eigentlich alles wieder wie gewohnt. Also unauffälliger Geruch im Bad. Ich hab trotzdem jetzt den Raumerfrischer noch mal 'n bisschen stehen lassen, weil ich den jetzt schon hatte. Den wollt ich jetzt nicht einfach wegschmeißen, aber es ist wirklich 'n, 'n großer Unterschied, auch, ähm, bei höheren Temperaturen. Jetzt grade zum Beispiel, ähm, vor der Aufnahme war ich noch mal eben kurz Pipi machen. Da hab ich jetzt gemerkt, okay, jetzt sollte ich mal entsorgen. Da, äh, war jetzt, ähm, hat's jetzt auch mal 'n bisschen gemüffelt, aber ansonsten war das wirklich durchgehend, ja, also angenehm ist jetzt zu viel gesagt. Das ist auch 'n bisschen parfümiert, aber das, das, den Duftstoff, den riecht man irgendwann nicht mehr, sondern das ist halt einfach unauffällig. Also kein spezifischer Pipi-Kacka-Geruch im Bad, außer wenn man länger mal die, die Klappe offen lässt, aber ansonsten wirklich, wirklich angenehm.
Sebastian: Mhm. Also ich hatte mir auch jetzt Aviva geholt, bevor wir los sind. Ähm, allerdings, ich glaube, es war bei mir eins mit Geruch irgendwie, weil die Auswahl war nicht mehr sehr groß und es ist mir halt natürlich ein Tag vor Abfahrt eingefallen: „Mensch, da müsstest du dich auch mal noch kümmern." Wobei im Nachhinein, äh, bei Tischer in der Kabine wäre auch alles da gewesen, aber das hatte ich irgendwie bei Übergabe, äh, vercheckt und dachte dann: „Oh Mist, brauchst du noch?" Und hatte auch Aviva dabei und hab das ja jetzt das erste Mal genommen. Ich kannte das nur von dir vom Erzählen und wir haben zum letzten Jahr, wie gesagt, Amowid genutzt und hatte dann auch einfach so 50 Milliliter, es war kein Dosierbecher dabei, so grob abgeschätzt und das genutzt und war eigentlich da ziemlich begeistert davon, wie der, wie gut das funktioniert hat. Und bei uns war's jetzt tatsächlich so, dass wir eigentlich nur alle zwei, drei Ta... oder sogar alle zwei, drei Tage entleert haben, weil wir leider häufiger ja als geplant auf, auf Campingplätzen waren, äh, durch, äh, Arbeiten müssen und Zwischenfälle-
Nele: Ja
Sebastian: ... von denen wir im anderen Podcast berichtet haben. Und selbst da hat es für uns ganz gut funktioniert. Ich muss aber auch sagen, wir haben auch 'n Teil unserer Geschäfte, äh, quasi extern dann verrichtet, weil wenn's halt auf 'm Campingplatz irgendwie 'ne Toilette gab und auch wenn die stellenweise jetzt nicht so mega geil waren, haben wir's halt einfach da gemacht, weil dann muss man weniger Toilette entsorgen. Also wir sind da den anderen Weg gegangen, als du ihn gehst. Und ich muss aber sagen, dass das so okay war, aber ich kann jetzt halt keinen Vergleich sagen. Ähm, war aber tatsächlich nach deinem ganzen Erzählen waren die Erwartungen hoch und das hat's jetzt zumindest auch nicht, ähm, enttäuscht. Und ich hab jetzt halt noch unheimlich viel und werd das jetzt einfach dann auf den nächsten Messen, wenn du's wieder mit 'm, äh, Wohnwagen so was unterwegs sein sollte, dann einfach testen.
Nele: Ja, also ich, wie gesagt, es gibt da jetzt auch gar nicht so viel zu zu sagen. Es tut halt einfach das, was es soll, ne. Deswegen kann ich jetzt auch den Teil relativ kurz halten. Ähm, ich hab auch da 'n bisschen mit der Dosierung gespielt, weil einfach, ähm, auch die, die, äh, Temperatur teilweise unterschiedlich war oder wenn ich gemerkt hab, so es ist recht stickig im Wohnwagen generell, dann hab ich da auch noch mal zwischendurch 'n kleinen Schuss mehr rein. Ähm, zumal wie gesagt ja kein Dosierbecher dabei war, deswegen musst ich's eh nach Gefühl machen.Ähm, genauso wie ich's ja bei Biocam dann auch nach Gefühl gemacht hab. Aber ich hab halt gemerkt, also Zersetzungsleistung wieder völlig in Ordnung. Mm, Geruch hab ich schon gesagt, unauffällig. Und was mir halt besonders gut gefällt, natürlich wirkt auch Aviva besser, wenn man die Toilette gründlich sauber macht nach, nach'm Entleeren. Aber es ist auch damit klargekommen, wenn da mal Reste verblieben sind.
Sebastian: Mhm.
Nele: Und von daher bin ich da mega zufrieden mit, kann das auch wirklich guten Gewissens empfehlen. Und ja, es ist deutlich höherpreisig, hab ich ja vorhin gesagt, aber wie du schon richtig kalkuliert hattest, wenn ich halt viel mehr nehmen muss, dann f-, dann ist der, ähm, der Preisvorteil irgendwann dahin und ich muss halt nicht, nicht irgendwie dann stressen damit. Also meine persönliche Meinung.
Sebastian: Jetzt, jetzt wollte ich mich grade mal schnell noch bei Amazon einloggen. Also ich hab's halt bei Amazon bestellt, weil's wirklich am nächsten Tag da sein sollte und wollt jetzt mal schnell gucken, weil ich hab ehrlicherweise in meinem Kopf, dass ich nicht so viel dafür bezahlt habe für Aviva. Jetzt lass mich da grad mal-- Ah, okay, hab ich falsch im Kopf. Ich hab tatsächlich für 'ne Literflasche 24, also 23,95 bezahlt. Okay, dann hatt ich das falsch im Kopf.
Nele: Ich hab die Preise vor der, ähm, Aufnahme noch mal aktuell recherchiert und das waren eben über Hersteller, Amazon und, ähm, verschiedene Campinganbieter hinweg die Preise, die ich vorhin genannt hatte. Also Literpreis je nach Gebindegröße zwischen 18 und 26, glaub ich.
Sebastian: Ja, wie gesagt, ich hatte 16 im Kopf, aber da hab ich mich scheinbar irgendwie verguckt.
Nele: Nee, da war der Wunschvater des Gedanken.
Sebastian: Ja, es kann auch sein, dass das 16 das andere war, was ich gesehen hatte, aber ich brauchte halt auch noch was, was wirklich zuverlässig am nächsten Tag da war und da war, glaub ich, eine Aviva-Sorte sozusagen noch die, die quasi zur Verfügung stand.
Nele: Es gibt auch, glaub ich, nur eine. Also Aviva hat verschiedene Produkte, aber nur einen Sanitärzusatz. Es gibt noch 'nen, ähm, Spültankzusatz, den hatten wir auch mal. Ähm, es gibt noch ein-- nee, Spültank nicht, ähm, nee, so 'n Toilettenspray, so 'n Schüsselspray, was quasi die, die Oberfläche der Toilettenschüssel-
Sebastian: Gibt auch 'n Spülwasserzusatz, den hatt ich auch gesehen. Davon halt ich generell nichts. Das ist-
Nele: Den gibt's auch, aber den hatten wir nicht, sondern wir hatten dieses Schüsselspray. Das war ganz gut eigentlich, aber kaufen wir jetzt so auch nicht mehr, weil wir brauchen's eigentlich nicht. Wir brauchen halt wirklich 'ne zuverlässige Zersetzung im Tank drinne.
Sebastian: Ja, ist jetzt übrigens, äh, seit Kurzem teurer geworden. Ähm, kostet jetzt drei Euro mehr der Liter. Seh ich grade hier in meiner Preistabelle.
Nele: Bei Amazon?
Sebastian: Ja.
Nele: Oder generell? Mhm, okay.
Sebastian: Äh, ob's jetzt generell ist, weiß ich nicht. Kann auch nur 'n Ausschlag sein. Also da sieht man übrigens auch, dass die Toilettenflüssigkeit durchaus in den letzten, seitdem du angefangen hast, teuer geworden ist. Also sie sind irgendwann mal mit 15 Litern gestartet, dann recht schnell auf 20, äh, 15 Litern, 15 Euro, dann auf 20 Euro. Da waren sie sehr lange stabil. '23 sind sie dann auf 24 Euro gegangen und jetzt grade ging's leicht hoch, aber das mag sich auch wieder ändern. Man sieht schon, dass auch hier die Teuerungsrate nicht, nicht Halt macht. Klar, wenn, wenn, wenn, äh, Dinge teurer werden, die zugesetzt oder zugeliefert werden, ist es halt auch so. Ähm, okay, und du hast ja zum Eingang noch versprochen, dass du noch generell für Leute, die umsteigen wollen oder sich damit beschäftigen wollen, noch 'n paar Tipps geben willst, die man beim Einsatz von solchen Reinigern beachten muss, soll.
Nele: Ja, also die meisten hab ich jetzt schon so 'n bisschen en passant gegeben während den anderen Erzählungen, aber ich fass es jetzt noch mal alles zusammen. Also vor der allerersten Anwendung von mikrobiologischen Zusätzen – das ist auch 'n Tipp, den mir Aviva noch zugeschickt hatte, weil ich ja, wie gesagt, beide Hersteller im Rahmen des Tests angeschrieben habe – sollte man die Toilette einmal sehr, sehr gründlich reinigen und am besten auch 'n paar Mal mit richtig heißem Wasser auswaschen, dass man möglichst viele Reste rausbekommt.
Nele: Dann die Flaschen, egal von wem, vor jedem Befüllen richtig gut schütteln, weil sich die Mikroorganismen gerne am Boden der Flaschen absetzen und damit natürlich dann auch nicht genügend in den Tank kommen, wenn man nur oberflächlich die Flüssigkeit abkippt.
Nele: Nach Empfehlung dosieren und genug Wasser nachfüllen, dass der Boden komplett bedeckt ist, hatt ich auch schon gesagt. Und im Zweifel halt grade am Anfang gerne auch 'n bisschen großzügiger dosieren, damit sich die richtig schön im Tank ansiedeln können. Bei 'nem Wechsel von der klassischen Toilettenchemie auf Mikroorganismen bis zu sechs Anwendungen Geduld haben. Aviva hat geschrieben, dass es auch mal schneller gehen kann, aber das sollte man auf jeden Fall, ähm, durchhalten. Dann hatt ich schon mehrfach thematisiert, Toilette, wenn möglich nach jedem Entleeren, ähm, gut ausspülen, weil die Reste irgendwie halt das Mikrobiom anscheinend bremsen.
Sebastian: Mikrobiom ist es nicht, oder?
Nele: Ja, oder die, die Mikroorganismen, also die, die angesiedelten Mikroorganismen. Dann auf keinen Fall, auch wenn ich die, ähm, Toilettenschüssel zum Beispiel putze, chlorhaltige, stark saure oder alkalische Reiniger nutzen, weil auch Tropfen oder kleine Mengen, die da reinfließen, dann von der Schüssel in den Tank eben die Kultur töten können oder zumindest stark beeinträchtigen. Dann hab ich auch gelesen, dass Bewegung gut sein soll. Ich, ich find es irgendwie so lustig, mir das vorzustellen, dass dann diese kleinen Organismen da im Tank irgendwie das mögen, wenn der durchgeschüttelt wird, aber angeblich, ähm, während der Fahrt werden die auch weiter aktiviert. Ich kann's mir biologisch nicht erklären, weil ich keine Biologin bin, aber das soll auch helfen.Und für Leute, die von der klassischen Chemie umsteigen, also auch da, es ist schon am Anfang gewöhnungsbedürftig wahrscheinlich für viele, wenn man dann halt eben nicht mehr diesen starken parfümierten Duft in der Toilette hat, eben wie bei, bei so Raumerfrischern, äh, zu Hause wer so was nutzt, sondern dass es halt einfach dann neutral ist. Also wer jetzt wahnsinnig gern diesen Meeresbrise oder Rosmarin, äh, oder Jasminduft im Bad hat, der wird vielleicht mit den mikrobiologischen Sachen nicht so glücklich werden.
Sebastian: Mhm. Okay.
Nele: Oder kauft sich halt 'n Raumerfrischer zusätzlich, ne.
Sebastian: Fand das tatsächlich mit dem Reinigen noch mal spannend, weil das hätt ich ehrlicherweise übersehen und nicht dran gedacht. Ähm, die anderen Sachen, ja, hast du ja grade alle schon erzählt, aber ich glaub, das waren noch mal ganz spannende Tipps. Also, ähm, machen wir noch 'n Fazit dran. Generell mikrobiologisch, ich glaub, da verrat ich jetzt nix, wenn ich sage, da werdet ihr weiter dabeibleiben. Das hast du ja schon gesagt, das nutzt dir schon ewig.
Nele: Ja.
Sebastian: Ähm, aber BioChem wirst du jetzt für dich, also wenn, wenn da nicht noch was vom Hersteller kommt, äh, hier, äh, Vorsicht, Vorsicht ist, hat irgendwie nicht funktioniert. Wir haben noch mal Chargenprobleme gehabt, so wie's ja gab's bei Aviva auch schon mal, haben wir auch schon mal drüber berichtet.
Nele: Ja.
Sebastian: Dann wirst du's vermutlich nicht noch mal nutzen.
Nele: Ähm, nein. Also ich glaub, wir haben noch nicht darüber ... Ach doch, haben wir schon mal bei irgend 'nem Toilettenthema, ne, dass wir schon mal angesprochen hatten, dass es da mal eine Charge gab, mit der wir nicht zufrieden waren. Ähm, die kann ich jetzt zeitlich gar nicht mehr einordnen, aber das ist wirklich schon lange her. Das war irgendwann während der Corona-Zeit, soweit ich mich erinnere. Und also wir werden jetzt erst mal bei Aviva bleiben, definitiv. Das ist jetzt so, kann auch mal wieder 'n anderen Anbieter geben. Also ich werd wie gesagt, hier Enough with this Shit noch mal 'n bisschen im Auge behalten. Die fand ich ganz interessant. Ähm, aber generell, warum umsteigen, wenn's funktioniert, ne?
Sebastian: Never run a changing system.
Nele: Genau und ich hab tatsächlich nicht erwartet, dass die ... Ich hab den Wortwitz im Moment nicht kapiert, sorry.
Nele: Okay, jetzt lach ich noch mal hinterher. Ähm, also ich hab nicht erwartet, dass es so deutliche Unterschiede gibt bei was, was eigentlich im Grunde ähnlich aufgebaut ist. Ich weiß auch nicht, woher diese Unterschiede kommen, ähm, ob da mehr, also 'ne, 'ne Kultur mit mehr Mikroorganismen beim einen verwendet wird als beim anderen oder andere Mikroorganismen. Ich hab keine Ahnung von dieser biologischen Komponente. Ich kann halt nur sagen, was funktioniert hat und was nicht.
Sebastian: Mhm.
Nele: Und ja, Preisvorteil, wie gesagt, wurde dann zunichte gemacht. Performance blieb trotzdem nur mittelmäßig leider bei BioChem und bei Aviva bin ich mit der Dosierung weitestgehend gut klargekommen. Eben nur bei Hitze oder bei, bei längeren Intervallen und ganz am Anfang mal 'n bisschen mehr, also bei längeren Entsorgungsintervallen. Und ich, also ich find Mikroorganismen top. Man hat irgendwie beim Entleeren, ähm, ja, hat man 'ne okaye, ähm, Flüssigkeit vor sich in aller Regel und für mich ist da der Unterschied groß genug, dass, dass sich der, der Mehrpreis auf jeden Fall lohnt.
Sebastian: Ich bin gespannt, was ihr da draußen dazu sagt, wie ihr eure Toiletten befüllt. Also nee, das, das ist falsch, sondern welche Zusätze ihr benutzt, wie ihr damit zufrieden seid. Ähm, auch vielleicht mal in extremeren Situationen, ob ihr überhaupt was benutzt. Das wär für uns ganz spannend. Ähm, schickt uns das per E-Mail an podcast@camperstyle.de oder klickt einfach auf den WhatsApp-Link. Da könnt ihr uns 'ne kurze Text- oder Sprachnachricht schicken, ganz wie ihr wollt. Und, äh, da bin ich tatsächlich mal gespannt drauf. Äh, ich, wie gesagt, fand für mich Aviva jetzt auch, hat, hat mich überzeugt beim ersten Benutzen. Ich hab's jetzt nicht verglichen, getestet, ähm, aber es hat auf jeden Fall mich sehr positiv überrascht, weil ich hatte nämlich so 'n bisschen mich schon mal im Rahmen von Garten mit, äh, effektiven Mikroorganismen, äh, beschäftigt. Da schwören auch viele drauf, dass man das mit in seine, in seinen Humus einmischt und dann wird alles ganz großartig. Und da hab ich halt gele..., also da gibt's bis jetzt keinerlei wissenschaftliche Belege für, dass das funktioniert.
Nele: Ja.
Sebastian: Ähm, und hab das so 'n bisschen auf die Toilettenchemie geschoben und mich eigentlich erst jetzt, als es um in dem Thema kam, noch mal damit beschäftigt und festgestellt: Mhm, bei Toilette ist das 'n anderes Thema, weil die Dinger sind ja auch letzten Endes in Kläranlagen, ähm, am Machen. Ähm, das sind ja im Endeffekt sind die Mikroorganismen ja Hefen und, und Pilze und, also Hefe sind ja Pilze und Bakterien und so weiter, ähm, die man halt einfach speziell sozusagen zusammensetzt und die dann einfach halt diese Eigenschaften haben. Und, ähm, deswegen war ich da auch tatsächlich sehr positiv überrascht, als ich jetzt dieses, ähm, Aviva dabei hatte, dass es so gut funktioniert hat und jetzt danach hab ich mich damit beschäftigt und jetzt ist klar, warum's so gut funktioniert. Also da hab ich tatsächlich auch dem, den EMs, den effektiven Mikroorganismen Unrecht getan.
Nele: Die Armen.
Sebastian: Ja. Ich hab's ihnen aber nie erzählt, deswegen, ähm.
Nele: Sagen wir auch nicht.
Sebastian: Ja. Gut, ähm.
Nele: Dann schon deine Stimme wieder.
Sebastian: Jawohl, mach ich. Ich geh jetzt in den Feiertag.
Nele: Ja, vielen Dank, dass du trotzdem durchgehalten und mich interviewt hast.
Sebastian: Hat auch erstaunlich gut funktioniert. Muttis Hustensaft hier aus, aus vom Discounter mit Fenchelhonig hat tatsächlich jetzt grade sehr gut funktioniert. Ich geb da meist nicht so viel drauf, äh, aber das hat jetzt zumindest dafür gesorgt, dass ich 'n bisschen quatschen konnte.
Nele: Cool. Dann machet jut, macht's ihr da draußen auch gut, genießt das Wochenende und wir hören uns voraussichtlich am Mittwoch wieder. Tschüss.
Sebastian: Bis dahin. Tschüss.