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Podcast: Serpentinen-Abgründe, Raki & Drohnen-Crash – Sebastians Update aus Woche 2 in Montenegro

In dieser Episode meldet sich Sebastian mit einem Update aus seiner zweiten Woche in Montenegro – mit weiteren Reise-Hindernissen und einer Erkältung im Gepäck. Ob die Reise trotzdem ein Erfolg war, ob die neuen Reifen ankamen und wie eine Einheimische ihn vor dem sicheren Hungertod bewahrt hat, erfährst du in dieser Folge.

Sebastian ist zurück aus Montenegro – mit einer heftigen Erkältung im Gepäck, einer demolierten Drohne und jeder Menge Geschichten von einspurigen Serpentinenstraßen, einem spontanen Abstecher nach Bosnien und einem unvergesslichen Abend mit Almira, die zwar kein Englisch spricht, aber Raki und echte Herzlichkeit serviert. Nele und Sebastian lassen Woche zwei der Reise Revue passieren – mit allem, was schiefgehen konnte und auch schiefgegangen ist.

Darüber haben wir in dieser Episode gesprochen

  1. 48 Kilometer einspurige Serpentinen: Eine traumhafte, aber kräftezehrende Route durch einen Canyon mit einem Beifahrer, dem es dabei ziemlich mulmig wurde
  2. Drohnen-Totalschaden im Steinfeld: Sebastians DJI-Drohne stürzt ab, während er vom Beifahrersitz aus filmt.
  3. Spontaner Grenzübertritt nach Bosnien: Statt eines weiteren Nationalparks in Montenegro gab es einen Abstecher nach Bosnien – inklusive Wildpferde-Beobachtungspunkt und Minenfeld-Warnung
  4. Straßensperrung und Umleitung über zwei Pässe: Aus geplanten 2–3 Kilometern Landstraße werden 20–30 Kilometer Schotterpiste
  5. Verfahren im Wald, Baum sägen, Rückzug: Ein Park4Night-Platz mit „4×4″-Kennzeichnung endet in einer Sackgasse mit tief hängenden Ästen – Gregor muss mit Gartensäge und Axt ran
  6. Abend bei Almira: Eine bosnische Gastgeberin, Google Translate, Raki, Bier auf leeren Magen und bewegende Geschichten vom Krieg und dem Verlust ihres Mannes in der Corona-Zeit
  7. Rückfahrt über Sarajevo und Österreich: Drei Tage statt der von Google Maps prognostizierten 20 Stunden – viel Landstraße quer durch Bosnien, Übernachtung an der österreichisch-slowenischen Grenze, Ankunft krank in Zwickau

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Das Transkript der Folge

Diese Zusammenfassung wurde von einer KI erstellt und kann daher kleine Unklarheiten oder Fehler enthalten. Es dient zum schnellen Nachschlagen der in der Episode besprochenen Themen. Anhand der Zeitstempel sind diese dann einfach im Podcast nachzuhören.

Nele: Hallo und herzlich willkommen zur Camper Style Kaffeepause, deiner kleinen Portion Camping für zwischendurch. Ich bin Nele. Sebastian: Und ich bin Sebastian mit einem Update aus Woche zwei aus Montenegro. Nele: Als Erstes hört man schon ein bisschen, du hast ja 'ne kleine Erkältung mitgebracht, ne? Sebastian: Ja. Nele: Oh, scheiße. Sebastian: Ich, äh, ich, ich hatte immer 'n Grund, warum ich nicht mit anderen Menschen aus derselben Flasche trinke. Gregor hatte aber keine Trinkflasche dabei und hat dann meine genutzt, hat's aber vermieden, mir zu sagen, als er Halsschmerzen hatte. Nele: Oh. Sebastian: Und, äh, es gibt ja nichts Besseres als, äh, Übertragung über solche Wege für Viren und Bakterien. Na ja, auf jeden Fall hab ich dann, also während er mit einem, eine Nacht Halsschmerzen und dann ist es wieder weg, äh, davongekommen ist, hab ich jetzt Tag, äh, warte, Sebastian: Tag sechs sozusagen mit Erkältung. Fühl mich aber heute wenigstens- Nele: Mhm. Sebastian: -wieder besser, ähm, und weiß jetzt auch wieder, dass ich, wenn mal wieder jemand aus meiner Flasche trinken will, ich, äh, 'n Grund habe, warum ich Nein sage. Aber das ist, äh, das gehört auch dazu, ist alles lernen. Ähm, ja, der, der, die Rückfahrt war sozusagen am letzten Tag, äh, von ein bisschen ich kränkel unterbrochen und, äh, dann am nächsten Tag, als ich wieder zu Hause war, hat's dann voll zugeschlagen. Nele: Schön, aber wenigstens nicht dort vor Ort, dass du dann irgendwie, ich sag jetzt mal, dass dann noch Tage der Reise versaut gewesen wären. Sebastian: Nee, das war, also ich kann ja gleich so'n bisschen erzählen. Ich, wir können ja erst mal, äh, ansetzen. Also wir, der letzte Punkt war ja, wir haben, äh, uns zusammen telefoniert und ich hab gesagt: „Ich hoffe, wir haben gleich 14 Uhr, äh, einen Termin beim Reifenhändler und bekommen neue Reifen." Und das hat auch tatsächlich geklappt. Also ich hatte dann, äh, nach unserer Podcast-Aufnahme, äh, kurz 'ne WhatsApp geschrieben und dann schrieb der auch zurück: „Jo, hier 14 Uhr, alles geht klar." Und, äh, 14 Uhr war auch der Reifen schon komplett fertig aufgezogen und, äh, musste nur noch schnell aufs Fahrzeug, äh, montiert werden. Das hat also super geklappt. Und, äh, wir haben dann auch noch den zweiten, den wir ja mitkaufen mussten, bekommen. Ähm, ich hab jetzt mittlerweile auch noch mal geguckt. Ich denke, der hat für montenegrische Verhältnisse ganz gut verdient an der Montage. Okay, sei so. Und, ähm, wahrscheinlich sind auch die Reifen 'n Ticken teurer als bei uns. Das weiß ich nicht genau, ähm, aber wir sind jetzt nicht übelst über'n Tisch gezogen worden, sondern es war halt okay. Mussten halt zwei Reifen kaufen. Na ja, auf jeden Fall haben wir Montagnachmittag dann, äh, wieder sozusagen voll bestückt, äh, unsere Route fortgesetzt, sind die nächste Strecke gefahren, ähm, die uns in, w-wie soll, es war, da, da ist Gregor ein bisschen mulmig geworden beim Fahren, glaub ich. Ähm, es war so 'ne Situation, enge Straße, also, ne, fast alle Strecken, die wir gefahren sind, waren einspurig, ähm, mit, äh, wenig bis gar keinen Stellen zum Ausweichen. Also gar keine ist nicht ganz richtig. Es gab immer irgendwie irgendwas. Nele: Mhm. Sebastian: Aber es war schon immer 'n bisschen lustig. Ich komm mit so was sehr gut klar. Ähm, klar, wenn du selber, und ich bin auch viel gefahren und wenn du selber fährst, hast du ja die Kontrolle und dann ist es immer noch was anderes, als wenn du Beifahrer bist, der halt ausgeliefert ist. Und es war dann so 'ne Strecke, links ging's, keine Ahnung, 600 Meter runter, ziemlich steil und direkt neben der Straße auch. Und rechts waren eben, äh, so 'ne, so 'ne, wie soll ich sagen, so 'ne Fahrspur in den Fels gehauen. Nele: Mhm. Sebastian: Und damit, damit ging es quasi, äh, der Einstieg in diesen, in diesen Trail los. Der sollte am Anfang geteert sein und später dann, ähm, Schotter werden. War leider die ganze Zeit geteert. Also da, da hat man mittlerweile einfach nachgezogen und wir sind dann halt einfach super lange, ähm, quasi mal mehr, mal weniger Höhe in so 'nem Canyon langgefahren. Es war wunderschön. Sind durch kleine Mini-Dörfchen gefahren mit, mit, ähm, 'ner Schäferin, die da ihre Schafe über die Straße ge-getrieben hat, äh, mit Kühen, mit Pferden, mit, äh, kleinen Häuschen, auch wenig Gegenverkehr, Gott sei Dank. Und sind dann, haben eigentlich immer drauf gewartet, dass wir jetzt endlich in den Bereich kommen, wo's einfach keine Menschen mehr gibt, aber es waren immer wieder irgendwo Häuschen. Und was man halt sieht, Montenegro explodiert grade touristisch völlig. Nele: Okay. Sebastian: Weil du wirklich an jeder Ecke werden so 'ne, ähm, kleinen, ähm, alten Schäfer, äh, Hütten nachempfundene Ferienhäuser gebaut. Ähm, also sind so einfach so wie Spitzdächer. Die haben meist, äh, unten 'ne Etage, oben 'ne kleine Etage mit Bett, manchmal auch nur eine Etage. Vorne halt 'n großes, riesiges Fenster. Sieht wunderschön aus, aber entsteht halt zu gefühlt Tausenden an jeder Ecke. Also, ähm, da, wo wir unterwegs waren, haben wir die überall gesehen und es entstehen überall so kleine Parks, wo drei bis fünf von den Dingern stehen, auch, äh, in Gebieten, die halt wirklich weit ab vom Schuss sind. Also, äh, äh, Tourismus- Nele: Mhm. Sebastian: -wird da wirklich die nächsten Jahre das Land überschwemmen. Da bin ich ziemlich sicher. Und wir haben's jetzt grade noch sozusagen in 'nem Status erwischt, wo das noch nicht so stark ist, aber die meisten Sachen sind fertig oder kurz vor Fertigstellung und da wird sicherlich jetzt sehr viel passieren, mit Sicherheit schon diesen Sommer. Und ja, sind dann so wunderschön so 'n, so 'n Tal, äh, auch über 'n Pass drüber gefahren. Haben immer gewartet, dass es irgendwann schotteriger wird. Wurde es nicht. Haben dann irgendwann auch 'n Platz gefunden, äh, wirklich mit gigantischer Aussicht. Ich glaub, das Bild hatte ich dir auch geschicktÄhm, wo wir dann nach o-auf diesen, wo wir auf diesen Fluss, den breiten Fluss geguckt haben. Nele: Ah ja, ja, hatse. Ich weiß nicht mehr, ob, ob du's bei Insta veröffentlicht hattest oder ob du's mir geschickt hattest, aber das hab ich auf jeden Fall gesehen. Sebastian: Ja, kann sein, dass bei Insta noch nicht ist. Wir hatten dann so 'n bissl hier und da Internetschwierigkeiten, also nicht, nicht direkt Internetschwierigkeiten, aber das Problem war 'n bisschen die ganzen Bilder und Videos, die wir gemacht haben, wir haben die uns über Google Fotos geteilt und Google Fotos hat aber irgendwann angefangen, alle Videos nur noch in, äh, in 'ner ganz schlechten Auflösung, äh, miteinander zu teilen. Ähm, und wir konnten dann irgendwann keine Sachen mehr posten und müssen das jetzt tatsächlich erst mal, äh, noch reparieren. Deswegen ist es auf Insta grad ein bisschen stiller, auch wenn ihr das hört, aber das holen wir jetzt nach. Ich denke, dass wir das jetzt nach und nach hinkriegen. Ja, auf jeden Fall haben wir da übernachtet. War wunderschön, völlige Ruhe. Also da war noch ein anderer Van, die, also wir haben dann auch später festgestellt, der Platz war bei Park4Night auch drin. Ähm, und es gab auch eine weniger gefährliche Anfahrt über 'nen kleines Dörfchen, aber wir haben halt die lange Strecke gemacht, so die offroadmäßig war. Ähm, war sie leider nicht mehr, aber es war 'ne wunderschöne Strecke zum Fahren. War echt anstrengend und lang, aber hat sich halt wirklich gelohnt. Und am nächsten Tag haben wir das dann weitergefahren. Also es waren insgesamt 48 Kilometer wirklich auf einspuriger Strecke mit ganz vielen Serpentinen, mit hoch und runter. Äh, am nächsten Tag haben wir dann-- Oder wir wollten wieder abends Milchstraßenaufnahmen mit unserem Fahrzeug machen. Da ist uns aber wieder der Mond dazwischen gekommen. Der war- Nele: Scheiß Natur. Sebastian: Wirklich, in diesen zwei Wochen hat der uns halt jegliche Milchstraßenfotografie, äh, madig gemacht. Das war leider so. Kann man auch nix dran ändern. Und, ähm, dann wollten wir am nächsten Tag, sind wir dann so 'n bissl in so steppenähnliches Gebiet gekommen, so mit, mit ganz vielen, äh, schroffen Felsen und wollten da eigentlich noch richtig coole so Fahrt Drohnenaufnahmen machen, weil da halt auch niemand mehr war. Da waren keine Stromleitungen und nichts. Und, ähm, dabei hab ich dann relativ schnell, äh, meine Drohne verloren. Ähm, ich, also ich bin aufm Beifahrersitz gesessen, Gregor ist gefahren und ich hab die Drohne quasi ums Auto rumgesteuert, hab Aufnahmen gemacht und dann sagte Gregor irgendwie: „Guck mal kurz nach dem Stein." Also wer sich erinnert aus, äh, der vorherigen Folge, Stein, äh, hat uns schon einen Reifen zerschlitzt. Deswegen hab ich natürlich geguckt und das passte alles und, äh, dann guck ich wieder auf mein Display der Drohne und dann ist da nur noch so, äh, graues Rauschen zu sehen. Und ich denk- Nele: Scheiße. Sebastian: Was ist denn jetzt passiert? Irgendwie geguckt, kann ich die Drohne noch steuern? Nö, geht nicht mehr. Ähm, na ja, erst mal angehalten, Drohne gesucht. Ähm, war jetzt auch mein erstes Mal, dass mir das passiert ist in ... Nee, stimmt nicht. Mir ist schon mal 'ne Drohne abgestürzt. Ähm, da hatt ich auch Glück. Also die ist einfach, ich bin geflogen und mit einmal ist die einfach, äh, gesunken und dann irgendwann hat sie die Rotoren ausgemacht, obwohl noch 50 % Akku waren, ist abgestürzt. Da hatt ich viel Glück. Und, ähm, von daher war ich aber nicht vertraut damit, wie man so 'ne Drohne wiederfindet und hab dann, äh, erst mal gegoogelt. Gott sei Dank hatten wir 'n bisschen Internet und hab dann gesehen, die man, man kann quasi sich anzeigen lassen, wo die Drohne ist. Weil erst mal hab ich gesucht, wo ich sie zuletzt hatte. Da hab ich sie nicht gesehen. Und, äh, dann haben wir sie auch wiedergefunden. Sie lag aufm Rücken, hatte alle vier von sich gestreckt, hatte 'n gebrochenes Bein. Der Gimbal, also die Kamera war gebrochen, äh, das Gehäuse war aufgeplatzt. Ähm, ja, es sieht ziemlich nach 'm Totalschaden aus. Das hat mir, äh, wirklich richtig meine Stimmung gekillt. Konnt ich auch nichts irgendwie gegen machen. Es hat mir einfach schlechte Laune gemacht. Ähm, ja, das war dann also quasi, äh, das Thema mit, äh, coolen Drohnenaufnahmen machen, weil die war auch nicht reparierbar. Also die kann wahrscheinlich 'ne Werkstatt hier jetzt bestimmt irgendwie reparieren. Ob sich das dann lohnt, weiß ich nicht. Die ist jetzt 2019, sieben Jahre alt. Keine Ahnung, muss ich mal gucken. Und, äh, aber das war wirklich für mich so erst mal 'n Stimmungskiller. Also mich hat ja schon dieser Reifenwechsel sehr gestresst. Ähm, das, das konnt ich aber noch gut verkraften, aber das mit der Drohne hat mir halt wirklich die Stimmung gekillt. Na ja, nichtsdestotrotz haben wir unsere Tour zu Ende gemacht. Erst mal sind dann in die nächste Stadt gefahren und erst mal getankt und, äh, haben dann halt überlegt: Was machen wir jetzt? Also es war Dienstag Sebastian: und, äh, wir hatten noch 'ne, 'nen, 'nen Track, hatten aber beide nicht mehr so richtig Bock, jetzt schon wieder auf Serpentinen. Also weil zwei Tage durchge-, oder nicht durchgängig, aber viele Stunden nur enge Straßen fahren ist sehr anstrengend. Nele: Mhm. Sebastian: Und, ähm, und es war sozusagen in Aussicht gestellt, wenn wir jetzt noch mal in 'n Nationalpark fahren, kommt direkt erst mal wieder das Gleiche. Also wir schrauben uns erst mal wieder 1.000 Meter auf 'ner einspurigen Serpentinenstraße hoch. Hatt ich irgendwie nicht so richtig Bock. Dann hatten wir uns noch 'n Eis an der Tankstelle, äh, gekauft. Das hab ich irgendwie überhaupt nicht vertragen. Also war so 'n bisschen- Nele: Nein. Sebastian: Ähm, und dann haben wir gesagt: „Na ja", und Gregor sagte: „Ja, ich wollt eigentlich auch noch mal nach Bosnien." Und wir sind ja gar nicht mehr weit nach Bosnien. Also es waren noch, glaub ich, 30 Kilometer, noch mal 'ne Schlucht langfahren und dann wären wir in Bosnien gewesen. Und dann haben wir einfach entschieden, das ist ja sowieso unser geplanter Rückweg. Dann fahren wir einfach rüber nach Bosnien, gucken, was passiert. Wir hatten von 'nem, äh, Leser 'ne, 'ne, 'ne Location zugeschickt bekommen, wo man Wildpferde beobachten kann. Äh, da stand zwar auch dabei bei Park4Night, ähm, dass es da Minenfelder gibt und man soll der Beschilderung genau folgen. Das war so 'n bisschen ein mulmiges Gefühl, aber ich dachte: „Ja komm, das, das gucken wir uns einfach mal an." Und sind, äh, haben dann noch überlegt, äh, ach ja, Internet, jetzt müssen wir noch Internet haben. Dann haben wir gedacht, holen wir uns so 'ne eSIM. Ähm, wir haben ja schon mal für Saily Werbung gemacht. Da hatt ich noch 'n Guthaben, hab ich halt so 'ne eSIM geholt.Und, ähm, dann sind wir losgedüst Richtung Bosnien rüber. Das ging auch sehr schnell, das-- Äh, und wenn wir schon dachten, dass einspurige Straßen, äh, anstrengend sind, dann hat uns Bosnien da noch mal eines Neuen gelehrt, weil in Bosnien ging es halt, ähm, wirklich sehr, sehr rudimentär erst mal weiter nach dem Grenzübergang. Mit noch deutlich schlechteren Straßen und sind dann ewig lange wieder durch 'n Canyon gefahren und, ähm, kurz bevor wir irgendwie auch unser, äh, Pause-Campingplatz sozusagen finden wollten, sah ich schon auf Google Maps, da sind ganz viele Serpentinen und hab mich aber gefreut: „Ach guck mal, da fahren wir nicht lang. Wir fahren ja hier unten lang." Und fahren noch so 'n paar Meter und dann ist die Straße gesperrt und es ist ein Umleitungsschild. Nele: Oh nein. Sebastian: Die Serpentinen lang. Nele: Ach Scheiße. Sebastian: Und dann haben wir irgendwie zwei, drei Kilometer, ich sag mal, Landstraße. Also statt zwei, drei Kilometern Landstraße haben wir 20 bis 30 Kilometer über, äh, zwei Pässe auf einer Piste gemacht. Ich mein-- Und die haben sie gefühlt irgendwie 'ne Woche vorher aus'm Boden gestampft, weil da saßen noch überall, äh, die, die Baumaschinen und so weiter. Und das hat dann also, also aus, aus keine Ahnung, zehn Minuten wurden dann noch mal drei bis vier Stunden. Nele: Hm. Sebastian: Ich war dann wirklich, äh, müde und kaputt und, ähm, dann hat Gregor gesagt: „Ja, ihr habt hier so'n Allrad." Äh, also auf Park for Night gibt's oft so Plätze, da steht dann vier mal vier, also da kommt man nur mit'm Allradfahrzeug hin. Ist ja für uns an sich kein Thema. Und dann hab ich gesagt: „Ja, lass uns den nehmen." Klang irgendwie gut, irgendwie 'n älterer Mann, der an seinem Grundstücken 'n Grillplatz hat, wo man eben für, keine Ahnung, fünf Euro stehen kann, total abgeschieden. Ja los, das machen wa. Ähm, es war dann schon irgendwie, keine Ahnung, um sechs, ähm, wir sind durch 'n Dörfchen gefahren. Es wurde immer enger, es wurde immer enger, es wurde immer enger. Es lag ein Baum auf der Straße. Nele: Oh nein. Sebastian: Halbwegs vorbeigekommen. Es wurde immer enger, es wurde super steil und dann kam 'ne Kurve und ich guck so um die Ecke und denk mir: Da kommen wir nicht mehr vorbei mit unserer Kabine. Ja, ist Gregor ausgestiegen, ist 'n bisschen hochgelaufen und es war noch so ein Kilometer bis zu dem Platz und das, das hätten wir mit 'nem, mit 'nem normalen Jeep oder mit 'nem Pick-up geschafft, aber nicht mit der Kabine drauf, weil ganz tief hängende Äste und so weiter. Nele: Oh Shit. Sebastian: Ja, also dann da irgendwie, ähm, mit, äh, 50 Zügen gedreht, ähm, zurückgefahren. Rückzug haben wir nicht mehr an dem Baum vorbei. Da musste Gregor dann noch sägen. Sebastian: Ich hatte Gott sei Dank, ähm, 'ne Axt und 'ne kleine, ähm, so 'ne kleine Gartensäge zum Ausklappen, also nichts, nichts wirklich Großes, äh, mitgenommen. Und da musste Gregor dann auch noch, äh, an den Baum so zwei richtig dicke Äste absägen, also der da auf der Straße lag, damit wir halt rückzu uns nicht noch irgendwie an, keine Ahnung, das Blech aufspießen oder noch 'n Reifen kaputt machen. Nele: Fuck. Sebastian: Und dann war er ziemlich abgelöscht und dann hab ich gesagt: „Okay, ich such jetzt was raus", und hab dann 'n kleinen Autostopp gefunden, also quasi so wie so'n Womo, privater Wohnbestellplatz, wo's auch 'n Restaurant geben sollte und da sind wir dann irgendwie nach, äh, keine Ahnung, Viertelstunde rangebremst. Da kam dann auch 'ne ältere Dame raus und begrüßte uns ganz nett und, und hat uns gezeigt: „Da, hier könnt ihr drüberfahren und, und euch da hinstellen", und, äh, sprach kein Englisch, also nur irgendwie zwei Worte und wir natürlich kein, äh, kein, kein Bosnisch. Und Internet war auch erst mal nicht so. Bis wir dann festgestellt haben, dass unsere Telekom-Montenegro-Karten, die ich gekauft hatte, hatten auch 15 Gigabyte Balkan-Internet dabei. Also wir hätten nur die einfach nutzen müssen. Nele: Okay. Sebastian: Gut. Haben da gelernt, na ja, die, die Dame hieß Almira, hat dann, äh, nachdem wir irgendwie gesagt, gefragt haben, ob sie noch was zu essen hat und so, hat sie gesagt: „Hier, äh," und, und bezahlen, weil es, da gibt's halt kein Euro in Montenegro, sondern die haben eben bosnische Mark. Ähm, die hatten wir auch nicht getauscht, weil war ja 'n stressiger Tag. Na ja, und die sagte nur so: „No Stress, Jungs." Ganz entspannt so mit Händen und Füßen. Ähm, kommt erst mal an, kommt dann rüber, wollt 'n Bier. Und dann haben wir erst mal 'n Bierchen getrunken. Gregor hat geraucht, äh, da durfte man noch drinnen in den Restaurants rauchen. Ähm, dann hat sie uns 'n Raki gebracht. Dann haben wir noch 'n Bierchen getrunken. Dann war ich schon richtig betrunken nach diesem Tag. Ach ja, na, wir haben auch den ganzen Tag nichts gegessen, ähm, weil, äh, ja, Gregor nichts isst und ich dann irgendwie mich auch hab mitreißen lassen und dann irgendwie nur 'n Eiweißriegel. Ne, es war, ist dann so 'ne böse Situation, nichts essen und viel trinken. Kannst du auch nicht- Nele: Und dann Raki drauf, das ist 'ne gute Mischung. Sebastian: War auf jeden Fall 'n sehr emotionaler Abend. Sie hat uns dann, also wir haben dann irgendwann festgestellt, wir haben doch Internet, haben dann Google Translate benutzt und konnten uns dann wirklich ganz okay miteinander unterhalten. Wir haben immer dann in unsere jeweiligen Sprache reingesprochen. Das, äh, Google Translate hat übersetzt. Das ging Gott sei Dank auch mit, mit Bosnisch. In Montenegro hatte das leider nur mit Serbisch geklappt. Das spricht aber ja nicht jeder. Und das war ein sehr emotionaler Abend. Sie hat uns dann viel vom Krieg erzählt und von ihrem Mann, den sie, äh, mit Corona verloren hat und von, von, ähm, Scharfschützen, Tourismus während des Krieges und so weiter. Also war 'n wirklich harter, äh, quasi Abend und, ähm, war sehr emotional. Wir haben noch was zu essen bekommen und sind dann abends einfach ins Bett gegangen. Haben am nächsten Morgen dann gedacht: Na gut, dann machen wir jetzt hier noch 'ne kleine Vorstellung vom Platz. Wir machen noch mal für Social Media 'ne kleine Zusammenfassung, ähm, wie jetzt die, die zweite Woche war. Äh, ja, hat nicht funktioniert, weil das Mikrofon hat sich irgendwie nicht mehr mit dem, mit der Kamera verbunden.Nach irgendwie vier Stunden haben wir dann aufgegeben, ähm, haben, äh, dann einfach gesagt: „Okay, wir, wir drehen jetzt einfach schnell so was ab, vertonen das nach und, äh, fahren hier weiter." Und, äh, ich war 'n bisschen froh zum einen, dass wir tatsächlich früher gefahren sind, weil, äh, dieser Rückweg, den Google so ganz entspannt mit: „Ja, dat macht ihr in 20 Stunden", der hat uns eher drei Tage gebraucht. Also wir sind alle drei Tage gefahren. Wir haben halt dann übernachtet. Nele: Mhm. Sebastian: Ähm, aber der war eben nicht wie die Herfahrt sehr viel Autobahn und nur zum Schluss Landstraße, sondern da war ganz viel Landstraße eigentlich bis Sarajevo. Ähm, erst nach Sarajevo wurde es dann besser, aber auch danach wieder, also ganz Bosnien mit immer wieder unterbrochenen Autobahnen, mit, mit ganz viel Bundesstraße und so weiter. Und, ähm, ja, dann haben wir die zweite Nacht aber, also sind dann auch relativ zügig durchgefahren, haben die zweite Nacht in Österreich an der österreichisch-slowenischen Grenze schon verbracht, waren da auf 'm kleinen, na ja, privaten Campground und da auch sehr spät wieder angekommen und haben dann am nächsten Tag quasi die, die Heimfahrt über München nach Zwickau gemacht. Waren dann deutlich früher als geplant zu Hause. Ich war darüber zum einen froh, weil diese Rückfahrt sehr anstrengend war. Zum anderen bin ich dann eben am letzten Tag krank geworden. Also ist dann bei mir ausgebrochen. Ich bin dann also quasi schniefend und hustend, äh, die letzten Stunden zurückgefahren und war dann wirklich heilfroh, dass wir das so gemacht haben. Völlige Katastrophe geworden. Ähm, ja, und hab dann die, äh, letzten Tage quasi krank gelegen, musste dann noch das Auto ausräumen, wollte noch die Roomtour drehen, die ganz viele angefragt hatten. Äh, hat wieder die Kamera nicht funktioniert, dann hat das Mikrofon nicht funktioniert. Dann haben wir's aber irgendwann hingekriegt und dann hab ich quasi am Montagmorgen bin ich um vier aufgestanden, halb fünf losgefahren zu Tischer rüber und hab quasi das Fahrzeug wieder zurückgebracht und bin dann gestern mit der Bahn wieder zurückgefahren und bin jetzt froh, dass ich erst mal wieder zu Hause hocke. Das war- Nele: Ach, wie schön. Also tatsächlich viel, viel Improvisation, viel Abenteuer, 'n bisschen mehr, als ich's erwartet hatte beziehungsweise anders. Sebastian: Ja. Nele: Ähm, du machst ja auch noch oder wir machen aber in erster Linie, du musst es ja vorbereiten, drei Folgen zum Thema Reisen mit Pick-up generell, wo du auch noch mal so 'n bisschen über deine Erfahrungen und konkrete Tipps sprechen wirst. Aber ich würd sagen, jetzt erholst du dich erst mal gut und wir hören uns dann am Samstag wieder für eine neue Folge. Diesmal wird's einen Testbericht geben zum Thema Sanitärzusätze, und zwar mikrobiologische Sanitärzusätze. Also seid gespannt. Sebastian: In diesem Sinne, also wie gesagt, ab, ja, vielleicht Podcast-Veröffentlichung sollten dann langsam auch wieder ein paar Montenegro-Sachen bei Insta und TikTok erscheinen. Vielleicht dauert's auch noch ein, zwei Tage, äh, weil im Hintergrund hier grade alle Dateien in die Cloud hochladen, damit dann auch Gregor zugreifen kann, der sich übrigens um den Schnitt ganz toll gekümmert hat. Vielen Dank dafür an der Stelle. Äh, ja, bis dahin, bis Samstag. Ciao. Nele: Tschüss.

Sebastian Vogt

Ich bin Sebastian Vogt, der Technik-Experte und Redakteur für smarte Lösungen und Gadgets bei CamperStyle. Meine Expertise ist fundiert durch sechs Jahre dauerhaftes Leben im Wohnmobil als Digitaler Nomade. Ich weiß aus First-Hand-Experience, welche Technologien im mobilen Alltag zuverlässig funktionieren und welche nicht. Daher schreibe ich hauptsächlich über Stromversorgung, Fahrzeugzubehör und die Digitalisierung unterwegs. Ein wichtiges Kapitel dieser Reise waren unsere drei geretteten Hunde – so teile ich zusätzlich meine fundierten Erfahrungen und Tipps rund um das Thema Camping mit Hund. Meine Lieblingsspots? Immer dort, wo ich einen Stellplatz am Wasser finde.

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