Das Transkript der Folge
Diese Zusammenfassung wurde von einer KI erstellt und kann daher kleine Unklarheiten oder Fehler enthalten. Es dient zum schnellen Nachschlagen der in der Episode besprochenen Themen. Anhand der Zeitstempel sind diese dann einfach im Podcast nachzuhören.
Nele: Hallo und herzlich willkommen zur Camper Style Kaffeepause, deiner kleinen Portion Camping für zwischendurch. Ich bin Nele.
Sebastian: Und ich bin Sebastian und heute sagen wir, warum ihr überhaupt nicht mehr mit dem Camper losfahren solltet.
Nele: Genau. Und am Ende gibt's 'n Gewinnspiel. Jetzt haben wir doch schönes Clickbait betrieben.
Sebastian: Ja, das, der Einstieg-- W-wir lösen den Einstieg im Laufe der, der Sendung auf, würd ich sagen. Wa-- Ich hab mich da grade sehr spontan zu entschieden, das so zu machen.
Nele: Der ist gut.
Sebastian: Ähm, wir wollen heut 'n bisschen euch mitnehmen in die aktuelle News-Lage, die da draußen stattfindet, äh, an der wir auch natürlich als Camper Style, als Medium beteiligt sind und wollen noch mal 'n Blick auf verschiedene Dinge euch mitgeben und Gedanken. Ein bisschen dro-- von oben auf das Thema draufgucken. Und wo-- So würd ich sagen, oder?
Nele: Ja, und natürlich auch die passenden Infos dazu mitgeben, ist auch klar, ne. Aber-
Sebastian: Genau.
Nele: Ja, wir wollen einfach mal 'n paar News, die in den letzten Tagen und Wochen so rumgegangen sind, einordnen.
Sebastian: Wo fangen wir an? Fangen wir mit Schweden an, oder? Das war der-
Nele: Genau, das war jetzt der aktuellste Anlass. Ähm, gab's auch bei uns 'nen Artikel zu und ich habe dieses Thema mir vorgenommen, weil ich überall gelesen habe, das Auswärtige Amt habe jetzt Reisewarnungen für Schweden rausgegeben wegen Überfällen auf Camper. Und das ist natürlich was, was mich bewegt und wo ich dachte: „Ja gut, das ist ja scheiße, ne, wenn, wenn man da jetzt auch nicht mehr gefahrlos hinfahren kann." Aber da ich ja Journalistin bin, dachte ich, ich recherchier mal so 'n bisschen rum. Was wird da so zu geschrieben? Ähm, es hat ein großes Fachmedium entsprechend berichtet und ich wollte dann gucken, was gibt's da sonst noch für Quellen und hab gesehen, dass die Quellen eigentlich alle, ich sag mal, sehr ähnlich lautende Hinweise gegeben haben. Also es werde vor Überfällen auch auf Campingplätzen gewarnt zunehmend. Hätte da, es hätte Reisewarnungen für Schweden gegeben und so weiter. Und wenn ich natürlich hör, es gibt 'ne Reisewarnung des Auswärtigen Amtes, dann guck ich da genauer hin, weil das ist ja quasi schon so die höchste Eskalationsstufe. Also Reisewarnungen gibt's normalerweise in echten Krisengebieten und das konnt ich mir jetzt eigentlich so nicht vorstellen und bin deswegen auf die Originalquelle gegangen und da las sich das dann schon, ich sag mal, sehr viel zurückhaltender. Und da hat's mir mal wieder gezeigt, ich, ich erklär auch gleich, was da genau stand, aber das hat mir halt wieder mal gezeigt, dass A natürlich diese sehr negativen Nachrichten sehr klickstark sind. Das ist nix Neues im Journalismus, das ist jedem bekannt. Wir haben ja auch schon häufiger mal drüber gesprochen. Aber dass auch, na ja, halt dann irgendwie einer vom andern abschreibt. Also da hat einer irgendwie 'ne Nachricht rausgehauen. Ich weiß nicht, wer die erste Quelle war. Ich hab nicht genau auf die Daten und Uhrzeiten geguckt. Und die andern haben das dann mehr oder weniger unverändert übernommen, teilweise fast wörtlich. Und das ist halt 'n Problem, weil die Nachrichten mittlerweile ja so schnell auch immer rausgehen müssen, damit man der Erste ist oder zumindest unter den Ersten. Wir kennen das auch. Wir, wir machen ja auch News-Geschäft. Aber das war wieder so 'n, so 'n Moment, wo ich dachte, es ist doch ganz schlau, mal 'n bisschen langsamer die Sachen anzugehen und genauer hinzugucken. Und ich hab dann eben 'nen Artikel dazu fertig gemacht, den verlinken wir euch auch noch mal in den Show Notes, wo's eben drum geht, was genau das Auswärtige Amt sagt. Und das Auswärtige Amt sagt und auch nicht erst, ähm, seit 'n paar Tagen: „Autoeinbrüche und Überfälle auf Wohnwagenbesitzer und Wohnmobile sind auch auf offiziellen Campingplätzen keine Seltenheit." Das heißt ja, es passiert und das ist 'ne Nachricht wert, weil das in andern Ländern eben nicht der Fall ist, dass es da irgendwie Fälle gibt, die, die, ähm, in 'ner größeren Anzahl bekannt werden. Aber es ist halt noch lange keine Reisewarnung. Und dann geht's weiter um Taschendiebstähle in Innenstädten, was man auch aus vielen anderen Großstädten kennt, ne. Also auch aus Barcelona zum Beispiel, auf Fähren und an Flughäfen. Außerdem Bandenkriminalität, die laut dem Auswärtigen Amt eben vor allem in den größeren Städten vorkommt und teils mit Gewalt einhergeht. Ich mein, äh, wir gucken nach Berlin, wir gucken ins Ruhrgebiet, da haben wir so was auch. Aber mehr stand da auch tatsächlich zum Thema Camping nicht. Und was wohl die Medien gemacht haben, ist, dass sie sich auch alte Polizei-, äh, meldungen oder Ähnliches vorgenommen haben und dann eben noch so 'n, so 'n bisschen versucht haben, das Ganze örtlich einzugrenzen, was das Auswärtige Amt nicht tut. Also die sprechen von keinen speziellen Gebieten oder Regionen wie Malmö, Trelleborg und so weiter, die man da so in den Schlagzeilen gelesen hatte. Ähm, und das find ich eben ganz wichtig, dass man da differenziert und dass man das auch in seinen Meldungen transparent macht, worauf man sich bezieht. Weil die Hinweise sind ja nicht falsch, aber ich find, die Zuordnung ist halt wichtig. Und wenn Einbrüche keine Seltenheit sind, ist es erst mal halt eine diplomatische Lageeinschätzung und noch keine konkrete Warnmeldung jetzt für bestimmte Regionen oder gar Stellplätze.
Sebastian: Gleichwohl find ich ehrlicherweise die Einschätzung keine Seltenheit schwierig, wenn ich, wenn ich dadrüber nachdenke. Ich kenn jetzt nicht die Statistiken für Einbrüche in Wohnmobile in Schweden, aber wenn ich das so höre, dann dürften die in Deutschland auch keine Seltenheit sein. Dann dürften die wahrscheinlich in den wenigsten europäischen Ländern 'ne Seltenheit sein.
Nele: Ich tu mich überhaupt manchmal schwer mit den Einordnungen des Auswärtigen Amtes. Ich les ja auch natürlich häufiger mal die Hinweise zu Mexiko. Zum einen, um informiert zu sein, zum andern aber auch, um Um für mich 'n Gefühl dafür zu kriegen, ähm, wie das Auswärtige Amt arbeitet und wann's eben Reisehinweise oder gar Reisewarnungen gibt.
Nele: Ich finde, keine Seltenheit ist eigentlich schon 'ne Nachricht, die man ernst nehmen sollte. Weil das heißt ja wirklich, dass es mehr als einmal passiert ist, ne? Weil sonst würde das Auswärtige Amt da nicht, ähm, 'nen Hinweis zu rausgeben. Aber es, es ist eben genau das, was da steht. Also es steht halt nicht mehr auf dieser Seite und deswegen find ich's problematisch, wenn man das jetzt in den Medien so aufbauscht, ohne dann aber konkrete Zahlen zu nennen. Ich hab die Zahlen auch nicht, aber ich, ähm, ich mag's halt nicht, wenn erst mal Angst geschürt wird und dann heißt's: „Ja, ja gut, aber irgendwie hat die Polizei auch mal was dazu gesagt, aber das haben wir jetzt auch nicht mehr verfügbar", so.
Sebastian: Ich mein, was ist 'ne Seltenheit? Also wann ist ein Einbruch in ein Wohnmobil in einem Land selten? Wenn eins im Jahr passiert oder sind's zehn noch selten bei keine Ahnung zig Hunderttausenden? Also das find ich halt schwierig. Das soll jetzt auch gar nichts gegens, gegens Auswärtige Amt gehen oder, oder gegen irgendjemanden. Das letzten Endes ist ja vermutlich oder nicht vermutlich, sondern der Job vom Auswärtigen Amt ist, die Bevölkerung zu warnen, zu schützen.
Nele: Ja.
Sebastian: Und das tun sie. Ähm, da da auch Menschen arbeiten, tun sie das, wie Menschen das halt tun. Die versuchen, Dinge einzuschätzen, so wie sie's halt nach ihren Prozessen vermutlich machen. Und wir können die halt für uns interpretieren und uns dran halten, ne? Das hat ja keine rechtliche Bindung. Es hat gewisse Einflüsse auf, äh, Stornierbarkeit von Reisen, wenn's konkrete Reisewarnungen gibt. Das gab's jetzt nicht, das war eher so'n Hinweis. Aber ansonsten muss da ja letzten Endes jeder selber entscheiden, wie er mit umgeht und vielleicht sind die auch deswegen immer so'n bisschen, äh, ja deutlicher und übervorsichtig formuliert. Genau.
Nele: Also ich kann ja noch mal ganz kurz, u-um das Thema abzuschließen, meine Einschätzung geben, wie das mit Mexiko läuft, wo ich mich ja wirklich mittlerweile sehr gut auskenne und wo ich das auch einschätzen kann. Auch da ist es so, dass man das Gefühl hat oder dass es offensichtlich ist, dass halt lieber einmal zu oft vor irgendwas gewarnt wird als einmal zu wenig. Und ich vermute, dass es hier auch so ist, was ja auch in Ordnung ist. Also wie du sagst, die Leute können dann ja selbst entscheiden, wie sie damit umgehen. Ähm, es gibt auch dann von der Behörde noch Empfehlungen, die würd ich überall anwenden. Ähm, zum einen, äh, Geld, Ausweise, Führerschein, Fahrzeugpapiere getrennt aufzubewahren, digitale Kopien wichtiger Dokumente anzulegen, zum Beispiel in irgend'ner Cloud. Ähm, dann sagen sie möglichst bargeldlos zahlen und eben nicht so viel Bargeld in der Tasche zu haben. Das bezieht sich dann vermutlich auch eher auf diese Taschendiebstähle und bewachte Campingplätze aufsuchen, das ist eigentlich zumindest in Großstädten wahrscheinlich überall die bessere Lösung. Und Wohnmobil oder Wohnwagen nachts zusätzlich zu sichern, etwa mit Zusatzschlössern. Ja, das ist vielleicht noch mal 'n Hinweis jetzt speziell für Schweden, aber auch das ist mit Sicherheit kein Schaden, auch wenn man öfter mal das Wohnmobil oder den Wohnwagen, ähm, irgendwo abstellt, wo der vielleicht nicht bewacht ist. Also zusammengefasst keine Panik. Ich glaub, dass Schweden weiterhin sich lohnt und dass man auch nicht, dass auch nicht, äh, überall die Banden einem nach dem Leben trachten, so.
Sebastian: Was man halt jetzt machen hätte können als, als Medium: Man hätte jetzt recherchieren können, man hätte die schwedische, ähm, das schwedische Verkehrsministerium oder die schwedische Polizei anschreiben können und hätte jetzt recherchieren können: Wie schaut's denn aus mit der Statistik? Gibt's irgendwie Einbruchstatistiken? Ähm, dann hätte man vielleicht eine bessere Warnung oder auch mehr Einsortierung bringen können. Die Schwierigkeit dabei ist, dass es halt unheimlich aufwendig ist und dass das heutzutage wenig gedankt wird, weil diese solche Beiträge, äh, werden meistens wenig geklickt, weil erfahrungsgemäß l-löst sich dann meist dieser, dieser große negative Nebel relativ stark auf. Dann ist es recht uninteressant für die meisten Menschen. Man kann's natürlich dann wieder über 'ne negative Schiene, äh, framen mit, mit der Überschrift, dass viele Leute draufklicken. Aber das ist halt so eins der, der Problematiken, wenn man sich werbefinanzieren muss, darf, kann, soll, dann muss man eben immer gucken, wie man wirtschaftlich ist. Und, äh, da haben wir die Erfahrung gemacht, dass solche Sachen sich halt einfach auch nicht lohnen, denen intensiv nachzugehen, weil's halt viel Aufwand ist. Man hat 'ne Sprachbarriere, wir sprechen kein Schwedisch. Klar kommt man mit Englisch relativ weit, aber, ähm, Behörden weltweit sind jetzt auch selten dafür bekannt, dass sie schnell antworten und schnell arbeiten.
Nele: Das ist der Hauptpunkt. Also die Sprachbarriere seh ich eigentlich dank KI gar nicht mehr. Da hätt ich sogar auf Schwedisch, äh, was machen können, aber das war irgendwie, ich mein sogar vorm Feiertag. Und i-ich hab meine Erfahrung als Journalistin und auch, ähm, jetzt, seit wir CamperStyle machen, mit diversen Behörden, Versicherungen und so weiter gemacht. Da wartest du teilweise zwei bis drei Wochen auf 'ne Antwort und dann ist die News so alt, äh, wie der Käse, den ich in Katalonien im Kühlschrank vergessen habe. Ähm, und von daher, das hat sich für so 'ne kleine Meldung nicht gelohnt, weil's ja jetzt wirklich nicht, sich nicht so dramatisch las, wie man nach erster Draufsicht vermuten konnte. Mir ging's einfach nur drum, das einmal auch bei uns klarzustellen und nicht auf dieselbe Schiene aufzuspringen. Auch wenn natürlich unser Artikel definitiv nicht so viel geklickt wurde wie, äh, bei den Mitbewerbern, ums mal vorsichtig zu sagen.
Sebastian: Denn das zweite Thema ist das Thema Maut für Lkw in, äh, den Niederlanden, was ja auch, äh, in die Camper-Ecke geschwappt ist, weil's jetzt plötzlich hieß: „Oh Gott, Wohnmobile sind ja auch davon, ähm, betroffen und jetzt müssen alle Wohnmobile W-Maut zahlen." Und ich hab erst gestern wieder in meinem Google Feed einen Artikel gehabt, wo drin stand
Sebastian: W-jetzt, also da stand nicht werden jetzt alle Wohnmobile zur Kasse gebeten, sondern jetzt müssen alle Wohnmobilfahrer blechen, so nach dem Motto.
Nele: Oh, okay.
Sebastian: Es waren, äh, das B-Blechen waren, es war 'n anderes Wort, aber so in der Art. Also es war noch nicht mal irgendwie Konjunktiv und es war-
Nele: Krass
Sebastian: ... auch nicht 'ne Frage, sondern es war irgendwie 'ne Aussage. Ich hab den Artikel nicht angeklickt, weil ich weiß ja, wie die Rechtslage ist und dass es halt einfach nicht so ist. Und, ähm, auch da und, äh, und deswegen hab ich übrigens auch den unseren Einstieg so gewählt, ähm, weil diese negativen Schlagzeilen und wenn man die Schlagzeilen so aufzieht, dann funktionieren die. Auch wir sind nicht unschuldig, nicht auch Überschriften zu übertreiben, weil, ähm, also vor allen Dingen bin ich da auch der, der, der treibende, die treibende Kraft im Unternehmen. Ich g-geh steh da auch ganz offen zu. Ich kenne die Dynamiken. Ich, ich weiß auf der einen Seite, dass das gar nicht gut ist, wenn wir so übertreiben, weil wir Dinge erst mal in der Überschrift aufbauschen, die gar nicht so sind. Und, ne, wir machen dann ab und zu mal, wir spielen das nicht ständig, aber bei bestimmten Themen, wir, ähm, versuchen dann Dinge ein bisschen in Fragen zu formulieren und nicht genau zu verraten, worum's geht, damit man draufklickt, weil ich gleichzeitig auf der anderen Seite weiß, dass die meisten von euch da draußen so funktionieren, dass sie da draufklicken. Das ist auch gar nicht-
Nele: Ich funktionier doch auch so.
Sebastian: Ist auch gar nicht negativ. Das ist einfach so. Und was machst du jetzt? Nutzt du das nicht und arbeitest immer, äh, sauber und ordentlich? Das versucht Nele immer.
Nele: Ja.
Sebastian: Ähm, dann ist aber die Finanzierung relativ schnell, äh, nicht mehr geregelt. Machst du das Gegenteil, äh, wie 'ne Bild zum Beispiel, dann ist die Finanzierung super geregelt. Ähm, du gehst aber in 'ne ganz andere Schiene und wir versuchen da irgendwie 'n Mittelweg zu gehen. Den kann man auch immer nur für sich selber entscheiden, ne. Es gibt, gibt Menschen, die finden unsere Überschriften hier und da einfach kacke, okay. So be it. Und, ähm, genauso wie wir das bei manchen Medien finden. Aber musst halt immer irgendwie gucken, wie du das Spiel mitspielst oder du spielst es nicht mit und machst was anderes. Dann ja werden wir halt Förster. Ah nee, dann müssen wir Bäume fällen. Ist auch scheiße.
Nele: Och, doch Förster wär cool.
Sebastian: So, also da-das ist so'n bisschen das Dilemma, in dem man als Medium immer wieder steckt und wir könnten auch in unserem Podcast viel, viel krassere Titel generieren, um noch mehr Klicks zu, zu, äh, erreichen und mehr Hörer zu erreichen. Wir halten uns da häufig recht zurück. Wir versuchen's nicht zu übertreiben, aber dieses, diese zwei Herzen sind immer in uns drin. Es gibt, gibt halt selten im Leben irgendwie null und eins schwarz und weiß. Es gibt immer halt ganz viel Graustufen und Kommazahlen dazwischen. Und bei Nachrichtenlage ist auch so. So und jetzt wieder zurück zu den Niederlanden.
Nele: Genau, da können wir ja einmal kurz sagen, wie's wirklich ist.
Sebastian: Genau, wer muss Maut bezahlen?
Nele: Also, ähm, Fahrzeuge unter 3,5 Tonnen sind sowieso komplett raus. Also es geht eben nur um schwerere Fahrzeuge und auch da sind Wohnmobile ausdrücklich ausgenommen, auch wenn die 3,5 Tonnen überschritten sind. Ähm, da wichtig ist eben nur, dass das Fahrzeug zur Personenbeförderung eingetragen ist oder als Wohnmobil. Also wenn ich jetzt 'n Wohnmobil habe mit 'ner Lkw-Zulassung, dann wird Maut fällig, wenn ich über die 3,5 Tonnen bin. Und, ähm, wir haben eben in dem Artikel empfohlen, dass man sich am besten registriert. Dann bekommt man quasi so 'nen offiziellen, ja wie soll man sagen, Bescheid oder, oder 'ne Bestätigung, dass das Kennzeichen im System erfasst ist, weil die eben 'ne automatische, ähm, so 'ne automatische Erkennung haben in den Niederlanden. Und wenn ich mich dann halt einmal registriere mit über 3,5 Tonnen, auch wenn's als Wohnmobil im Fahrzeugschein eingetragen ist, stelle ich halt sicher, dass ich dann auch nicht aus Versehen Post bekomme, sondern dass das System bereits weiß, mein Fahrzeug ist eben befreit von der Maut so. Das-
Sebastian: Das ist in Deutschland auch nicht anders. Also wenn du 'n Wohnmobil hast, was nicht als Wohnmobil eingetragen ist und als Lkw, zahlst du auch Lkw-Maut.
Nele: Ja und das ist halt jetzt im Grunde die ganze Nachricht. Also-
Sebastian: Ja und also es ist eins zu eins wie in Deutschland auch da. Wenn du, wenn du halt 'n Wohnmobil hast, was wie 'n Lkw aussieht, aber 'ne Wohnmobilzulassung hast, dann kannst du's auch bei Toll Collect vorher anmelden, um sozusagen, ne, damit du dann nicht erst, wenn du die, den Bescheid bekommst, Widerspruch einlegen musst. Und so ist es in den Niederlanden jetzt auch. Aber in vielen Medien steht eben: Hu, alle Camper müssen jetzt irgendwie bezahlen. Also in meisten Medien ist die Überschrift nur so bereißerisch und dann, wenn man den Artikel liest, merkt man dann, ah ja nee, ist jetzt gar nicht so, dass die berichten schon korrekt. Ich hab jetzt den einen Artikel nicht gelesen. Da war die Überschrift, wie ich fand, aber sehr drüber. So was passiert, glaub ich, wenn Menschen gar keine Ahnung vom Camping haben, weil jetzt auch überhaupt kein Magazin aus der Branche, äh, und das nicht richtig einschätzen können und dann quasi einfach halt die Überschrift übertreiben und dann kommt's halt auch mal zu so 'nen Formulierungen.
Nele: Ja und, und Social Media ist natürlich auch immer 'n Thema, ne. Da haben wir auch einiges abbekommen, weil wir halt nicht alle Infos in den Teaser-Text reingesteckt haben. Das war auch, wie soll ich sagen, nachlässig. Ähm, aber es ist halt so, wenn wir gehen halt immer davon aus, wenn wir 'nen Teaser-Text machen und drauf hinweisen: „Guck mal, wir haben hier 'nen Artikel, da wird alles genau erklärt und da sagen wir euch auch noch mal, warum was sinnvoll ist“, dann haben wir immer so'n bisschen noch die Hoffnung, dass die Leute sich vielleicht auch den Artikel angucken. Bei Facebook ist das nicht der Fall. Auf anderen Kanälen funktioniert das besser. Und ja, also ich, ich sag nur mal-
Sebastian: Ich hab Freunde, die, die lesen sehr gerne Überschriften, diskutieren dann rum und lesen den Artikel nicht.
Nele: Ja, ich glaub, solche Leute kennen wir alle. Aber auf jeden Fall ist es auch da halt immer hilfreich, dann wirklich sich einmal zumindest die Quelle anzugucken. Und das Thema, ähm, Auswärtiges Amt noch mal, um das noch mal aufzugreifen: Wir haben auch, weil wir uns jetzt angemeldet haben für diese ganzen Reisehinweise, Reisewarnungen und so weiter. Wir haben auch gesehen, dass in den letzten Tagen die Reisehinweise fürs Baltikum aktualisiert wurden Da ging's in erster Linie eben um diverse Drohnensichtungen und auch da könnte es sein, dass das ein oder andere Medium in der nächsten Zeit darauf aufspringt und da eben sagt, es gibt 'ne Reisewarnung. Auch da gibt's keine Reisewarnung für Estland, Lettland, Litauen bisher. Das kann sich irgendwann ändern und ich glaube auch da, ähm, kann man immer noch, ich glaub Finnland war auch dabei sogar, kann man immer noch guten Gewissens hinfahren. Ich würd jetzt vielleicht nicht direkt, ähm, mich, mhm, an der russischen Grenze aufhalten. Ich persönlich, ja. Aber ansonsten, ähm, glaub ich, dass man auch da jetzt keine großen Ängste haben muss, wenn man noch 'ne Baltikum-Tour geplant hat.
Sebastian: Ja, es ist, also letzten Endes sollte man sich die Reisewarnung durchaus angucken, versuchen einzuschätzen. Das ist natürlich umso schwieriger, wenn man noch nie in dem Land war. Dann kann das schon eher Angst machen. Ich, da weiß ich auch gar nicht, was der richtige Ratschlag ist. Da muss man letzten Endes 'n bisschen auf sein Bauchgefühl dann auch hören, was man auch für 'n Typ ist, ne. Ich mein, es, d-d-d-es, keine Ahnung, gibt, es gibt Reisewarnungen vielleicht grade im Iran auch völlig, völlig, also gibt's mit Sicherheit völlig angemessen und trotzdem wird's Leute geben, die da jetzt hinfahren, um das Land zu erkunden. Und es wird wahrscheinlich auch in einigen Gebieten des Landes sicher sein. Und, äh, wir haben immer die Gefahr der anekdotischen Evidenzen, also dass jemand da ist und sagt: „Alles safe hier", ähm, weil er halt einfach grade eben in den sicheren Bereichen ist oder Glück hat oder was auch immer. Also so, ich war auch schon in Ländern, wo es Reisewarnungen für gab und es war alles fein.
Nele: Ja.
Sebastian: Mhm, sollte man dann vielleicht im Kopf haben und es macht auch Sinn, sich dann 'n bisschen in den, äh, so in Communitys, äh, rumzutreiben, wo Locals sich unterhalten. Das kann man auf Reddit zum Beispiel ganz gut. Das kann man für manche Länder bei Facebook. Für manche Länder müsste man sich dann in die Netzwerke des, äh, der Länder begeben. Mit, äh, Translator und so was ist das heute ganz okay machbar. Ähm, also das, das wär noch so der Gedanke. Die, aus unserer Sicht übertreiben die immer ein bisschen,
Sebastian: weil's ja auch Menschen gibt, die nicht so reflektiert an 'ne Urlaubsplanung rangehen. Vielleicht die muss man dann vielleicht, also muss man nicht, aber die schützt man dann 'n bisschen vor sich selber. Ja, letzten Endes ist das eigentlich der Punkt. Denkt 'n bisschen drüber nach, äh, bei den Reisewarnungen, versucht die für euch einzusortieren, hört auf euer Bauchgefühl und dann sollte das eigentlich ganz gut werden. Und, ähm, dass 'n Re..., dass 'n Wohnmobil aufgeknackt wird, kann euch wahrscheinlich überall passieren.
Nele: Genau, davor bist du nirgendwo sicher.
Sebastian: Und davor kann man sich schützen. Ähm, auch wenn, äh, ja tausendmal ist nichts passiert. Gibt das tausendundeerste Mal und dann passiert eben doch was. Hört da 'n bisschen auf euer quasi Bauchgefühl. Und, äh, bevor wir zum Schluss kommen, noch mal kurzer Hinweis: Wir haben ein aktuelles Gewinnspiel laufen mit, äh, Dekalin zusammen.
Nele: Genau. Und zwar läuft dieses Gewinnspiel offiziell bis zum 14. Juni und wir werden es für Podcast-Hörerinnen und -Hörer noch 'n paar Tage länger offen lassen. Das heißt, wenn ihr euch heute oder morgen da noch, ähm, eintragt, das heißt also heute Mittwoch oder morgen Donnerstag, dann nehmen wir euch noch mit ins Lostöpfchen auf und da kann man eine von zwölf Kartuschen Dekasyl MS6 gewinnen. Das ist so'n, äh, Kleb- und Dichtstoff, der sehr universell einsetzbar ist, also quasi mehr oder weniger auf allem so hält, was im, im Wohnwagen, Wohnmobil v-verbaut ist, und zwar ohne Primer. Das heißt, ich kann da eigentlich direkt auftragen nach 'ner gründlichen Reinigung natürlich. Also wenn ihr da noch mitmachen wollt, dann geht auf gewinnen.camperstyle.de und tragt da einfach eure Daten in das Formular ein und wenn ihr gewonnen habt, dann bekommt ihr 'ne Mail von uns. Da müsst ihr euch dann innerhalb von sieben Tagen zurückmelden mit eurer Adresse, weil wir die nicht von Anfang an wegen Datensparsamkeit mit einsammeln, sondern die fragen wir gesondert dann noch mal ab. Und, ähm, ja, dann drücken wir euch die Daumen und wünschen euch 'ne schöne Restwoche. Hören uns am Samstag wieder.
Sebastian: Bis denne. Ciao.
Nele: Tschüss.