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Podcast: Abenteuer Campingplatzgründung – Michalina und Torben haben den Neustart in Polen gewagt!

In dieser Episode spricht Sebastian mit Torben und Michalina, den Gründern des süßen kleinen „Camp Easter Egg“ in Polen. Die drei nehmen dich mit hinter die Kulissen ihres Neubeginns und berichten, welche großen und kleinen Herausforderungen dabei auf sie gewartet haben.

Sebastian hat sich diesmal zwei besonders mutige Gäste ins virtuelle Studio geholt: Michalina und Torben, ein Berliner Pärchen, hat sich mit dem Camp Easter Egg in der polnischen Provinz Pommern einen verrückten Traum verwirklicht. Wie aus einem spontanen Grundstückskauf auf einem verwilderten Ackerfeld ein echter Campingplatz wird – mit ChatGPT als Unternehmensberater, hilfsbereiten Dorfnachbarn und einem Sanitärcontainer, der monatelang auf sich warten ließ – das erzählen die beiden hier ganz offen und ohne Schönfärberei.

Wenn du noch nach einem schönen Reiseziel abseits der Touristenmassen suchst, schau doch bei Michalina und Torben vorbei. Du kannst dir ganz unkompliziert via campalot einen Stellplatz buchen. Lass uns gemeinsam den liebevoll gestalteten, kleinen Campingplatz nach seiner Eröffnung zum Brummen bringen! 🙂

Darüber haben wir in dieser Episode gesprochen

  1. Wie die Idee zum Campingplatz entstand: vom Zeitungsartikel bis zum Grundstückskauf im April 2024
  2. Firmengründung in Polen mit ChatGPT – wie Michalina eine polnische GmbH fast komplett online auf die Beine gestellt und dabei rund 5.000 Euro Beraterkosten gespart hat
  3. Vom Ackerland zum Bauland und Erschließung des Grundstücks in nur fünf Monaten – und warum polnische Behörden überraschend unkompliziert sein können
  4. Die größten Herausforderungen beim Bau: ein dubioser Sanitärcontainer-Anbieter, katastrophales Sommerwetter und das Bewegen von Hunderten Tonnen Erde
  5. Was der Campingplatz bisher bietet: 8 Stellplätze mit Stromanschluss, Sanitärcontainer mit behindertengerechter Dusche, Beachvolleyballplatz, Feuerstelle und schnelles WLAN per Mobilfunk
  6. Das Verhältnis zu den Dorfnachbarn im 30-Einwohner-Dorf: gegenseitige Hilfe ohne große Worte, Strom geborgt per Verlängerungskabel, gemeinsam Brennholz hacken und ein Berliner Besuch für Nachbarn, die noch nie in einer Großstadt waren
  7. Pläne für die Zukunft: ein ausgebauter Wohnwagen aus den 80ern zum Mieten, Glamping-Dachzelte auf Europaletten im Bereich „Mordor“ und ein Hundeauslaufgebiet, dessen Einnahmen an den lokalen Tierschutz gehen

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Jetzt bist du gefragt!

Hättest du den Mut, einfach ein Grundstück zu kaufen und deinen eigenen Campingplatz aus dem Boden zu stampfen – oder hast du vielleicht selbst schon mal mit so einem verrückten Traum geliebäugelt? Oder möchtest du Torben und Michalina etwas fragen? Dann schick uns gerne eine Nachricht an podcast@camperstyle.de oder per WhatsApp.

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Das Transkript der Folge

Diese Zusammenfassung wurde von einer KI erstellt und kann daher kleine Unklarheiten oder Fehler enthalten. Es dient zum schnellen Nachschlagen der in der Episode besprochenen Themen. Anhand der Zeitstempel sind diese dann einfach im Podcast nachzuhören.

Sebastian: Herzlich willkommen zu Camper Style, deinem Camping-Podcast. Ich bin Sebastian und heute ohne Nele im Studio. Dafür habe ich mir aber zwei Gäste eingeladen, und zwar den Torben und die Michalina. Und wir starten heute mal ein neues Format, was wir uns überlegt haben. Wir gucken mal hinter die Wohnwägen oder Vorhänge von Campingunternehmen und, äh, wollten euch mal so 'n bisschen näherbringen, wie das vielleicht so, äh, dazu kommt, was es da an Herausforderungen gibt und euch einfach mal quasi auf die andere Seite 'n bisschen gucken lassen. Und Torben und Michalina, erst mal herzlich willkommen bei uns hier im virtuellen Podcast-Studio. Michalina: Dzień dobry. Torben: Hallo, moin. Sebastian: Und, ähm, also wer's nicht verstanden hat, äh, Michalina hat in ihrer Muttersprache, äh, guten Tag gesagt und, äh, sie kommt aus Polen oder ist gebürtig aus Polen. Und die beiden, das kann ich schon verraten, betreiben oder haben erst vor Kurzem einen Campingplatz eröffnet und wir fanden die Geschichte ganz, ganz spannend. Aber bevor wir da einsteigen, stellt euch doch erst mal kurz vor: Wer seid ihr? Was macht ihr? Äh, ja, da fangen wir erst mal mit an. Torben: Ladies first. Michalina: Danke schön. Torben: Bitte. Michalina: So. Hi, ich bin, äh, Michalina, kurz Michi für Freunde und Familie und ich bin eine Gründerin von Camp Easter Egg. Ich wohne in Berlin. Ich bin gebürtig Polen, aber ich lebe in Deutschland seit, oh, bereits 13 Jahren. Torben: Genau, und ich bin, äh, Torben und, ähm, bin, äh, hier in Berlin seit 2000. Komme eigentlich ursprünglich von der Nordseeküste aus dem schönen Husum und, ähm, ja, bin eigentlich, äh, Key Accountant und, äh, auch Gründer von Camp Easter Egg. Sebastian: Okay, und Camp Easter Egg befindet sich in Polen. Das heißt, äh, Michalina, wieder in deiner alten Einer-- Heimat. Kommst du auch aus der Gegend in Polen oder aus 'ner anderen Ecke? Michalina: Nein, überhaupt nicht. Ich komme aus Posen, das ist in Großpolen. Äh, weißt du, wo Warschau liegt? Sebastian: Ja. Michalina: Also Posen liegt genau in der Mitte zwischen Berlin und Warschau auf einer Linie und ich hab mit, äh, Pommern, Westpommern und Ostsee eigentlich nichts, äh, familiär nichts zu tun, aber ich liebe die polnische Ostsee. Die ist wunderschön. Sebastian: Okay, damit haben wir auch schon verraten, wo euer Campingplatz sich befindet. Ähm ... Torben: Genau. Michalina: Das soll ja auch kein Geheimnis bleiben. Sebastian: Wie kommt's denn ... Also damit seid ihr quasi wieder zurück in Polen? Oder seid ihr mal hier, mal da? Wie, wie ist denn, wie sieht denn euer Alltag aktuell so lagetechnisch aus? Michalina: Hm. Ähm, wir pendeln ganz viel. Ähm, ich bin seit erst zwei Jahren wieder in Polen aktiv. Die letzten, äh, zwei Jahre, ähm, habe ich wieder sozusagen zu meiner Heimat zurückgefunden. Früher habe ich alle paar Wochen meine Eltern und meinen Bruder, äh, besucht in Posen, aber so groß mit Polen hatte ich nichts zu tun. Äh, ja, ich hatte einen polnischen Pass, mm, aber ich existierte dort als Person im normalen öffentlichen Leben nicht. Erst seit wir unser Projekt quasi aufgenommen haben, bin ich wieder da. Torben: Mhm. Ja genau, und ich, ähm, ja, ich pendel sehr viel hin und her und, ähm, das ist, äh, mein Hobby, mein größtes Hobby, was ich mir, glaub ich, bis jetzt angeschafft habe. Äh, und, äh, es macht super viel Spaß. Ich kann sehr viele Projekte dort, die ich schon immer umsetzen wollte für mich, äh, die habe ich, äh, dort, ja, massenhaft quasi und das macht mir total viel Spaß und da nehme ich auch die Fahrt auf mich. Michalina: Du hast zweieinhalbtausend Quadratmeter, um dich auszutoben. Torben: Ja, ist sehr schön. Sebastian: Und, und war das Ausleben von Hobbys der Grund, dass ihr einen Campingplatz, äh, gegründet habt? Oder, oder wie ist, wie ist die Idee entstanden? Torben: Ja, tatsächlich, ähm, ist das einer der Hauptgründe eigentlich gewesen. Wir haben, ähm, ja, beschlossen: „Lass uns doch mal was Verrücktes machen", und, äh, dann ist diese Idee irgendwie entstanden. Aber wir können euch gerne erzählen, wie das so, äh, entstanden ist, die ganze Geschichte. Sebastian: Ja, sehr, sehr gerne. Michalina: Wir haben uns, äh, 2020, äh, in der Nähe von Berlin kennengelernt auf dem Tesla-Gelände. Wir haben beide dort gearbeitet. Ähm, und, äh, ja, irgendwann sind wir, äh, ein Paar geworden und wir wollten beide irgendetwas Außergewöhnliches auf die beide, Beine stellen. Ähm, und da kam die Idee mit dem Campingplatz. Torben: Genau, richtig. Also wir haben Urlaub gemacht in, äh, Polen und, äh, ja, dann sind wir- Michalina: In Danzig. Torben: Ja, in Danzig, richtig, genau. Mit meinen Kindern. Ich hab noch zwei Kinder, äh, Romia und Anton. Ähm, und dann sind wir von Danzig, äh, zurückgefahren. Wir hatten 'ne ganz tolle Zeit dort und dann hast du gesagt? Michalina: Ja, da sind wir die neue S sechs gefahren. Zwischen Danzig und Stettin ist eine neue, äh, Schnellstraße eröffnet worden. Super für Camper, äh, zweispurig, hundertzwanzig km/h kann man fahren. Ähm, easy, easy, easy Strecke. Und da hab ich gesehen, Breuze. Und ein paar Wochen früher, bevor wir diese Strecke genommen haben, hab ich 'n, äh, Zeitungsartikel gelesen, dass in Breuze ein neuer Freizeitpark entstehen soll. Und da hab ich zu Torben gesagt: „Hey, ich habe gelesen, hier in dieser Ortschaft soll ein neuer Freizeitpark gebaut werden." Und da Torben ein absoluter Freizeitpark-Fan ist, war sofort ... Was hast du gesagt? Torben: Äh, das ist ja total cool. Das ist ja nur, äh, anderthalb Stunden von Berlin entfernt, oder, und, und, äh, ja, zweieinhalb Stunden von Berlin entf-fernt. Äh, das ist mega. Da sollte man jetzt eigentlich 'n Grundstück kaufen, dat weiß ja noch gar keiner. Sebastian: Ja. Und also was mich nun-- Also seid ihr vorher schon irgendwie Camper gewesen? Hattet ihr mit Camping schon Berührung? Torben: Äh, ja, ein bisschen, aber eigentlich noch gar nicht so ganz so viel. Ähm, wir haben uns eigentlich zu diesem Zeitpunkt jetzt ja noch nicht überlegt – das erzählen wir euch später, wie wir da drauf gekommen sind – äh, dann 'n Campingplatz zu entwickeln. Weil zu dem Zeitpunkt war es jetzt erst mal nur so: „Ey, lass uns ein Grundstück ...“ Ja genau. „Lass uns ein Grundstück kaufen." Dann meine Kinder natürlich gleich so: „Oh geil, ja, ein Grundstück direkt am Freizeitpark. Achterbahn fahren, super." Ähm, wollt wir eigentlich nur so für uns erst mal. Michalina: Ja, aber wir hatten auch nicht die finanziellen Mittel und die Geschichte, also diese Idee ist dann im, äh, Alltag verschwunden. Irgendwann, äh, irgendwann, äh, im Januar 2024, äh, ist der Freizeitpark auf Google Maps erschienen, Hossoland, und da habe ich wieder Torben angetickert und ich habe gesagt: „Hey, das, der Freizeitpark, der ist jetzt bei Google sichtbar. Jetzt gehen." Und dann habe ich auch gemerkt, wie die Grundstückspreise nach oben gegangen sind. Sebastian: Mhm. Michalina: Und da hatten wir tatsächlich schon die Möglichkeit, finanziell ein Grundstück zu kaufen. Zwei Wochen später bin ich zu Torben gegangen und habe gesagt: „Hier bitte guck mal, da ist ein Grundstück, drei Kilometer von dem Freizeitpark entfernt." Torben: Dann hat sich erst mal so bisschen meine Farbe, äh, gewechselt am Kopf und, äh, gesagt: „Oh. Na gut, lass uns, äh, mal gucken, was daraus wird." Und dann hat, habe ich gesagt: „Ruf doch einfach mal die Maklerin an, mal schauen, was draußen steht." Michalina: Genau, da habe ich angerufen. Ähm, das Grundstück, das war ein absolutes Ackerland. Äh, da war gar nix. Einfach, einfach Bäume, äh, sehr viele Brennesseln, äh, super viele Schnecken, äh, kein Wasser, kein Strom, keine Abwassergruppe, keine Kanalisation, gar nichts. Aber wir sind da hingefahren, haben uns das Grundstück angeguckt und wir haben gesagt: „Ja, hier bleiben wir." Das war aber zuerst gar nicht die Idee, den Ca-Campingplatz zu gründen, sondern zu dieser Zeit war das einfach nur 'ne Idee, etwas für uns zu haben, da in der Nähe. Die Idee mit dem Campingplatz, die kam uns im Nachhinein. Sebastian: Also das heißt, ihr habt den Freizeitpark gesehen, dann habt ihr gesagt: „Oh, da können wir irgendwas machen." Hat aber nicht geklappt. Dann seid ihr noch mal drauf gekommen. Dann habt ihr gesagt: „Cooles Grundstück, machen wir, holen wir uns." Und hattet aber da erst mal schon wieder oder das Thema Business nicht im Kopf, sondern einfach coole Gegend, cooles Grundstück, haben wir jetzt gesehen. Torben: Nö. Für, für uns war's erst mal, äh, die, die, die Möglichkeit, dort 'n Camper aufzustellen und, ähm, da für uns zu sein. Michalina: Wir haben, wir haben einen alten Camper da drauf hingestellt, so aus den 80ern und Torben: Kam ja, kam ja später erst, aber es war, äh, war tatsächlich erst mal die Idee, erst mal da, dort ein Grün-Grundstück zu haben und mal gucken, was wir daraus machen. Können wir ein Zelt aufstellen und dann, äh, können wir mit den Kindern schön in den Freizeitpark gehen. Das war eigentlich die Idee, die da erst mal hinter steckte. Michalina: Und in dem Sommer 2024, äh, waren wir tatsächlich mit einem Wohnwagen und den Kindern, äh, in Polen, in Südpolen auf einer Roadreise. Wir waren auch in Energylandia, einem anderen tollen Freizeitpark. Äh, das hat uns ga-ganz gut gefallen. Und ja- Torben: Da ist dann die, daraus dann die Idee entstanden, zu sagen: „Ey, weißt du was? Da könnten wir eigentlich auch einen Campingplatz draus bauen." Sebastian: Okay. Also da, da hat's dann das erste Mal sozusagen gefruchtet. Okay, und, und wie seid ihr dann weiter vorgegangen? Also dann, dann war die Idee sozusagen geboren und dann? Torben: Ja, also das Grundstück ist ja noch ein Ackerland gewesen. Sebastian: Mhm. Torben: Und das, äh, musste natürlich erst mal umgeschuldet werden, weil wir haben das Problem gehabt, dass es ja gar kein, äh, Baugebietland war. Aber Michi kannte sich da aus, weil ihre Eltern so was schon mal gemacht haben. Sebastian: Okay. Torben: Und, ähm, ja, dann erzähl du mal, wie, wie wir dann dazu gekommen sind, dass es dann halt zum Bauland geworden ist. Michalina: Nun, ähm, damit wir, ähm, einen Campingplatz auf diesem Grundstück, äh, betreiben könnten, musste das Grundstück erst mal umgeschuldet werden vom Ackerland ins Bauland. Dann musste es natürlich, äh, erschlossen werden. Ähm, ich war total überrascht, wie einfach das in Polen ist und wie schnell man das alles erledigen kann. Also ich hab zuerst alle möglichen Erschließungen beantragt. Ich hab beantragt, äh, natürlich mit 'ner Hilfe eines Architekten vor Ort. Ich habe beantragt, äh, dass das Grundstück, ähm, erschlossen und, ähm, umgeschuldet wird. Ich habe, äh, ein Projekt gemacht. Äh, wir haben sehr viel mit ChatGPT gearbeitet, wie wir ... ChatGPT hat uns wirklich fast das ganze Konzept, ähm, ich will nicht sagen erstellt, aber er hat uns sehr geholfen, unsere Vorstellungen aufs Papier zu bringen, äh, und auch unsere Möglichkeiten, was die Zahlen angeht, was die Kapazitäten sind, wie viele, ähm, Duschen wir brauchen, wie viele Toiletten wir brauchen. Wir haben tatsächlich, um den Campingplatz betreiben zu können, hätten, hatten wir eine, haben wir eine Firma gründen müssen. Wir haben eine ganz normale GmbH gegründet. Äh, die Gründung, das war auch ein Abenteu-Abenteuer. Wir wussten nicht, was wir, ähm, was wir brauchen. Also haben wir ChatGPT gefragt. Torben hat sich auf die Suche nach Hilfe gemacht. Torben: Genau, also ich hab, also ich bin 'n anderen Weg gegangen. Ich hab gesagt: „Okay, es muss ja sicherlich auch noch Leute geben, die uns vielleicht dabei helfen können." Und, äh, das Wichtige ist, dass wir, ähm, das Ganze m-mit, mit, also dass es rechts-rechtskonform ist. Ich kannte mich jetzt mit dem polnischen Recht überhaupt nicht aus. So hab ich mich nach einem Berater auf die Suche gemacht und den hab ich auch gefunden, einen Pole, einen Deutsch-Pole, ähm, der mit uns 'n Interview geführt hat und uns gesagt hat: „Ja klar, Firmengründung überhaupt gar kein Problem. Können wir so und so und so machen", und hörte sich auch alles ganz gut an. Ähm- Michalina: Für ausländische Investoren. Torben: Für ausländische Investoren mach ich das sehr gerne. Kein Thema. Ähm, ja, und dann kam das Angebot und, äh, das waren dann, äh, gute Summen. Also fünftausend Euro wollte der-Er wollte er dafür haben, was ich verstehen kann. Ist okay. Und das hab ich dann Michi gesagt, hab gesagt: "Mann, ich hab hier jemanden gefunden, äh, 5.000 Euro, dann haben wir das alles von der Backe und der macht das. Ach so, ja, zusätzlich kommen noch die Firmengründungskosten dazu." Michi hat dann gesagt: "Das mach ich alleine." Torben: Okay. Michalina: Für 5.000 Euro haben wir schon einen Sani-Container, das schaffe ich alleine. Und dann hab ich tatsächlich, äh, die Firma mit ChatGPT per Internet ... Ja, das geht in Polen. In Polen kann man sehr viel, äh, im Internet, ähm, erledigen. Äh, die Digitalisierung ist da sehr fortgeschritten und alles einfach. Und dann hab ich tatsächlich die ganze Firma mit ChatGPT gegründet. Torben: Also ich glaube, das, ähm, war tatsächlich 'ne Meisterleistung und, äh, das hat, das hat wirklich sehr gut geklappt. Ich hätt's nie gedacht, dass man das tatsächlich auch in Polen so easy machen kann eigentlich, weil, ähm, ja, wir brauchten eigentlich, brauchten wir nur einmal live vor Ort sein, also zweimal. Ich musste meine PESEL-Nummer, genau, also ich hab 'ne PESEL-Nummer bekommen. Du hast sowieso deine polnische PESEL-Nummer, sozusagen die polnische Steuernummer. Sebastian: Mhm. Torben: Aber jeder Pole kennt die auswendig, also nicht wie in Deutschland. Weiß nicht, ob du deine Steuernummer auswendig kannst. Ich kann sie nicht. Sebastian: Die Unternehmensnummer kenn ich auswendig, aber ich kenn das aus Portugal, dass die da auch ihre Steuernummer auswendig kennen, weil die die auch im Supermarkt und überall nennen. Torben: Genau, richtig. Du brauchst die halt überall, ne. Da kannst du deine Medikamente mit bestellen und so weiter und so fort. Ich hab dann auch meine Nummer recht schnell bekommen. Auch, äh, sind dann zur Gemeinden Breuze und Michi hat die mir besorgt quasi. Ich war kurz da vor Ort, hab kurz gewunken und, ähm, dann ging das relativ fix. Dann danach sind wir dann zur Bank, zur PKO. Michalina: Mhm. Torben: Und dort haben wir ein sogenanntes Vertrauenskonto eröffnet, also erst mal unser persönliches Konto und dann halt 'n Firmenkonto geöffnet. Michalina: Firmenkonto und somit konntest du auch deinen, äh, Vertrauen, dein vertrauenswürdiges Profil erstellen. Und in Polen kann man alles mit einem vertrauenswürdigen Profil, äh, beantragen. Das bedeutet, wenn du ein Bankkonto in einer polnischen Bank hast und ein vertrauenswürdiges Profil mit der, mit der PESEL-Nummer, mit der persönlichen Identifikationsnummer hast, dann kannst du alle, alles im Internet, ähm, erledigen, auch alle Anträge, ähm, unterschreiben mit dem vertrauenswürdigen Profil. Und ab dann war das, war das 'n Kinderspiel. Also die Verwaltung, äh, die war sehr einfach. Was schwierig war, war der eigentliche Bau. Sebastian: Ja, das glaub ich. Aber da, da kommen wir, glaub ich, gleich dazu. Ähm, wenn wir jetzt mal die Unternehmensgründung mit ChatGPT und vielleicht auch die, die Anträge angucken, gab's irgendwo Punkte, wo die KI euch Mist erzählt hat und was ich, was ihr dann erst später irgendwie gemerkt habt? Torben: Also, also eigentlich, ähm, hat alles super geklappt, aber ich kann eigentlich gar nicht so viel dazu sagen, weil es war ja alles auf Polnisch. Also da, da war Michi, aber ich glaube, das hat alles gut geklappt. Wir mussten zwar noch einmal den Antrag einreichen, weil ein Fehler war. Michalina: Genau, ChatGPT hat einen Fehler gemacht, äh, eine Frage falsch beantwortet. Deswegen hat die Sachbearbeiterin beim Handelsgericht uns den Antrag zurückgeschickt. Den mussten wir, äh, diese Frage korrigieren, noch einreichen. Das hat uns 50 Euro extra gekostet. Aber wenn ich daran denke, was uns, äh, was uns da die ganze Aktion an Geld gespart hat, ehrlich gesagt. Torben: Plus ChatGPT 24,95 Euro. Also die Firmengründung war recht günstig. Sebastian: Würdet ihr das anderen empfehlen, das auch so zu machen? Also das, das heißt jetzt gar nicht, dass das jeder so machen muss, aber aus eurer Sicht. Michalina: Ähm, du meinst grundsätzlich ChatGPT zu benutzen oder eine Firmengründung in Polen? Sebastian: Nö, das, also das mit der Firmengründung hört sich tatsächlich recht entspannt an. Das ist, äh, bisschen vergleich... Also ich kann das so 'n bisschen vergleichen mit, mit Portugal und ich glaube, auch in Deutschland ist das auch gar nicht so kompliziert am Ende des Tages. Gibt so auch ein, zwei Stolpersteine. Nee, ich mein eher ChatGPT zu benutzen für den ganzen Prozess. Michalina: Ja, durchaus. Torben: Super. Also wir haben da sehr gute Erfahrungen gemacht und haben auch natürlich für uns selber super viel gelernt in, in der Zeit. Also wir hatten vorher überhaupt gar nichts mit KI zu tun, aber das ist dann ja kam echt wirklich erst in den letzten Jahren, dass wir uns damit beschäftigt haben und, äh, waren sehr erstaunt, äh, wie toll das doch ist und, äh, ja, wie schön redend so ein, ein, ähm, eine KI sein kann, ne. Das ist, war ähnlich wie bei euch anzurufen. Sebastian: Genau, also im Vorgespräch haben wir drüber gesprochen. Torben hatte uns vor über 'nem Jahr schon mal angerufen und wer bei uns anruft, landet auch bei einer Sprach-KI und der war ziemlich begeistert davon. Ich hab auch das, das Protokoll noch in meinem E-Mail-Postfach. Äh, wir nutzen, also ist ja kein Geheimnis hier. Michalina: Wie war denn dein Eindruck? Torben: Mein Eindruck war, dass ich tatsächlich mit einem Menschen gesprochen hab. Ich war 'n bisschen verwirrt. Ich hab noch nie so ein, äh, klare Aussage bekommen. Natürlich, äh, so wie, äh, KI-Bots natürlich sind, äh, total begeisternd, äh, gewirkt und ich war natürlich sehr gebauchpinselt: „Oh Mann, tolles Projekt, super klasse. Ich werd das sofort weitergeben." Und, ähm, aber ich hatte irgendwie 'n ungutes Gefühl. Irgendwie war's komisch, weil es klang so, so super euphorisch und ich dachte: „So ein Mensch kann gar nicht existieren. So freundlich kann man nicht sein." Und dann hab ich tatsächlich nachgefragt, nach langem Rumdrucksen in meinem Kopf: „Sollst du das wirklich fragen?" Aber dann hab ich mich getraut und hab gefragt: „Sag mal, äh, ich will Ihnen nicht zu nahe treten, aber bist du eine KI?" Und dann sagt sie: „Ja, ich bin Karo, die KI von Camper Style." Und ja, da war ich sehr, sehr beeindruckt. Michalina: Zusammenfassend KI erleichtert wirklich viel. Torben: Auf jeden Fall. Ich hab's auch allen danach erzählt, weil ich echt wirklich, äh, stark beeindruckt war, wie manÄh ja, was schon möglich ist. Sebastian: Ja, das genau das ist auch was für uns immer schwierig, Telefon. Also natürlich wär's einfach, telefonisch erreichbar zu sein. Handy haben wir immer dabei, aber jeder Anruf reißt dich natürlich aus den Aufgaben, in denen du grade bist. Wenn du Podcast-Aufnahme hast, kannst du eh nicht rangehen und deswegen haben wir seit, ich glaube, schon anderthalb Jahren 'ne KI bei uns, die das Telefon sozusagen übernimmt. Oder wir haben mehrere so für verschiedene Telefonnummern. Ähm, die stolpert auch manchmal noch über bestimmte Dinge. Das sehen wir dann immer ganz gut an den, an den Protokollen, aber das kann man dann immer nachtrainieren und da lassen sich schon coole Sachen machen. Aber es soll ja heute nicht primär um KI gehen und auch nicht primär um uns. Ähm, wir haben ja auch grade erst vor 'ner Weile zwei KI-Folgen bei unserem Podcast gemacht. Ähm, lass uns mal wieder, äh, zu eurem Campingplatz rübergucken. Also jetzt habt ihr die ganze Gründung und so weiter mit KI gemacht, habt da unheimlich viel Geld gespart und, äh, bis auf quasi einen Antrag noch mal neu hat das super geklappt. Ähm, wie lang hat's dann gebraucht, sozusagen von Genehmigung und alles eröffnen, bis dann euer Campingplatz eröffnet hat? Michalina: Nun, wir sind noch nicht eröffnet. Wir eröffnen am 1. Mai. Also zu dem Zeitpunkt, wo wir jetzt die Folge aufnehmen mit dir, Sebastian, sind wir noch nicht eröffnet. Ähm, wir eröffnen am 1. Mai zum Maiwochenende. Da haben wir schon eine kleine, äh, Party. Da haben sich schon Menschen bei uns gemeldet, die gerne bei uns in den Mai feiern würden, ähm, und hoffen, dass wir auch noch ein paar Gäste bekommen. Ähm, wie lange hat's gedauert? Äh, ich, äh, fasse jetzt mal die Timeline zusammen. Wir haben das Grundstück im April 2024 gekauft. 2000-- Im Oktober 2026, äh, 24 haben wir alle Ein..., äh, alle Anträge, äh, für die Umschuldung und Erschließung eingereicht. Das Grundstück war komplett erschlossen in März 2025 und umgeschuldet. Das bedeutet, für die Umschuldung und die a... komplette Erschließung haben wir grade fünf Monate gebraucht. Ähm, dann haben wir Kontakt mit der Gemeinde gehabt, äh, wo wir beantragt haben, das als Camping- und Biwakplatz anzumelden. Das ging auch alles reibungslos. Äh, ich muss sagen, der, äh, Gemeindevorsteher von Brojce, der unterstützt uns. Torben: Unglaublich. Also ich bin wirklich, ähm, stark überrascht, wie, wie sehr freundlich alle, ich weiß gar nicht, sagt man in Polen Beamten eigentlich? So, ja, ne, Beamte, ähm, dort waren, die auch, äh, sehr zuvorkommend mir gegenüber waren auf, ja. Ich bin halt Deutscher, kann kein Polnisch, nur ein bisschen. Mittlerweile versteh ich schon relativ viel Polnisch und, ähm, kann verfolgen. Ich hab m-mir KI-Kopfhörer geholt, ähm, um, um, ähm, dort 'n bisschen mit, äh, zu hören und auch, ähm, ja mitzusprechen quasi. Michalina: Als Übersetzer. Torben: Als Übersetzer, so dem Bürgermeister oder-- Heißt Bürgermeister? Ja. Michalina: Bürgermeister, Gemeindevorsteher. Torben: Genau, der, äh, dem haben wir die KI in die, in's Ohr gedrückt und der fand das ganz spannend und dann hat er gesprochen und ich konnte halt verstehen, was er sagt. Und wenn ich was gesagt habe, konnt's er auch, äh, verstehen. Ja, es ist ganz witzig gewesen, obwohl auch da, äh, kommt die KI an ihre Grenzen. Es ist auch sehr lustig. Michalina: Wir waren, wir waren begeistert, äh, davon, äh, wie freundlich und wie offen, äh, diese Menschen uns gegenüber waren. Also ich bin ja quasi Landsfrau, aber er ist 'n absolut Fremder. Äh, Polen und Deutschland haben eine, ähm, schwierige Geschichte. Torben: Mhm. Michalina: Und, äh, diese Gegend war zur Zeit, zur Zeit der polnischen Teilung 100, ja, fast 130 Jahre ein deutsches Gebiet. Das war früher preußisches Gebiet. Torben: Mhm. Michalina: Äh, deswegen sprechen auch sehr viele, äh, Menschen dort, äh, Deutsch, weil Deutsch dort als eine Fremdsprache sehr, ähm, verbreitet ist in der Schule. Torben: Mhm. Michalina: Ähm, aber wir waren immer noch überrascht, wie, äh, wie, äh, die Behörden auch uns gegenüber eingestellt waren. Sebastian: Ja, das klingt sehr positiv auf jeden Fall. Torben: Ja, die Nachbarn vor allen Dingen. Michalina: Äh, genau, ähm, die Nachbarn, äh, die waren uns eine, äh, waren uns sehr, sehr, uns eine sehr große Hilfe, haben uns von Anfang an unterstützt. Äh, auch da hatten wir Angst. Äh, unser, äh, Campingplatz ist in einem kleinen Dorf. Bei uns im Dorf wohnen 30 Menschen. Äh, und, äh, in einem kleinen Dorf, wenn jetzt 'n Deutscher kommt, da wissen wir nicht, wie die reagieren. Und... Torben: Ja, also die erste Reaktion war, also wir haben, äh, einen etwas älteren Herrn auf der Straße getroffen, haben wir freundlich dzień dobry gegrüßt. Ähm, und, ähm, Michi ist, das, äh, ja, haben wir noch nicht erzählt, sie ja eigentlich Deutschlehrerin und Übersetzerin. Also das heißt, sie kann autodidaktisch übersetzen, was für mich 'n Riesenvorteil ist. Also sie kann auch meine Mimik und, ähm, das ins Polnische übersetzen. Also auch wenn ich 'n Scherz mache oder 'n Witz mache, ähm, erzähl halt sehr viel, ähm, dann kann sie das sehr gut rüberbringen, so ohne, ohne dass es halt Verluste quasi gibt in der Sprache, was ich total stark finde und das macht mich natürlich auch sehr stark. Und, ähm, aber in dem Fall war's so, dass der, der, der Herr dann auf, äh, uns zukam, sich vor mi-mich stellte und mir sagte: „Ja, der Nachbar hat schon gesagt, äh, dass er an 'n Deutschen verkauft hat." Torben: Michi war gar nicht interessant, obwohl sie ja Polin ist, aber es war halt ich, ne. Sebastian: Ja. Torben: Und, äh, Michi hat dann gesagt so: „Ja, ja, richtig und, äh, hoffe, alles okay?" „Ja, ja, ja, alles in Ordnung." Und, äh, aber diese Reaktion war sehr niedlich. Wir mussten 'n bisschen, bisschen grinsen und dann wussten wir halt noch gar nicht so, was auf uns zukommt. Wir sind dann aber höflich wie wir sind, natürlich überall rumgegangen und haben uns überall vorgestellt. Sebastian: Sehr gut. Also das Grundstück hattet ihr über den Makler, das hab ich vor 'n Jahr richtig mitbekommen gefunden, oder? Torben: Genau, richtig. Michalina: Das haben wir im Frühjahr 2024 auf einem polnischen Immobilienportal gefunden, beziehungsweise ich. Willi ist aber gekommen. Torben: Das Grundstück ist 'n bisschen an einem Hang gelegen, also auf so 'nem kleinen Berg. Also die Anwohner sagen auch, die Leute da oben auf'm Berg. Sebastian: Okay. Torben: Also es ist nur ein kleiner Hügel, aber es ist halt so, äh, der Spruch dort. Und, ähm, wir, wir haben auf diesem Grundstück gestanden und haben uns in die Augen geguckt und völlig verwildert das Grundstück. Also man sieht auch auf unserer Internetseite noch 'n paar Bilder von, äh, wie wie's ausgesehen hat. Michalina: Ganz unten. Sebastian: Wir verlinken die Internetseite dann auch noch mal in den Show Notes. Das könnt ihr euch das Ganze natürlich noch mal angucken. Torben: Ja genau. Und, ähm, da, ja war 'ne alte verfallene Hütte drauf und aber irgendwie war unser Herz irgendwie bei von, von uns beiden gleich da und wir haben dann gesagt ... Michalina: Was für 'n schönes Chaos. Torben: Was für 'n schönes Chaos hier, da, da kriegen wir bestimmt irgendwas in. Äh, super viele Brennesseln gewesen. Und dann haben wir, äh, hat die Maklerin gesagt: „Ja, wir haben noch hier 17 Kilometer weiter haben wir noch 'n, äh, Grundstück. Wollt ihr euch das noch angucken?" Äh, Michi hatte gesagt: „Hä?" Und ich: „Nö, ist das." Und dann haben wir's halt gekauft und das war auch spannend, der Kaufprozess. Also bei der, ähm, bei der, beim Notar, äh, mit der Käuferin. Das, äh, ich hab ja kein Wort verstanden, was dort gesagt worden ist zu diesem Zeitpunkt noch. Und dann fing plötzlich die Verkäuferin an zu weinen und ich wusste gar nicht warum. Und, äh, hätte ihr am liebsten 'n Taschentuch gereicht, aber ich wusste ja gar nicht, was, was was ist. Ja, es gab dann 'ne Dolmetscherin dort, die das Ganze dann anschließend übersetzt hat und dann hab ich's verstanden. Ähm, es wurde halt die Geschichte noch mal vorgelesen, ähm, was dieses Grundstück für sie war und sie das Grundstück von ihrem Mann, der gestorben ist, vererbt bekommen. Das hat sie natürlich daran erinnert. Sebastian: Mhm. Torben: Und dann fing sie halt an zu weinen und, äh... Michalina: Das ist tatsächlich ein Bestand, äh, eines, äh, notariellen Kaufvertrags, wenn man ein Grundstück kauft, dass die Geschichte des Grundstücks mit reinkommt in Polen. Sebastian: Das ist spannend. Das ist anders als in Deutschland. Torben: Ja, also für mich auch. Also ich war, äh, dann natürlich auch berührt, so: Was, was will sie jetzt doch nicht mehr? Was ist passiert? Na ja. Michalina: So 'n bisschen Mitleid gekriegt. Torben: Ja. Sebastian: Aber ihr habt's Grundstück dann gekauft. Michalina: Wir haben das gekauft und dann sind wir am nächsten Tag, am nächsten Tag sind wir mit den Kindern hingefahren. Torben: Ja, auch das ist, äh, glaub ich, einer meiner spannendsten und schönsten Tage gewesen. Also wir sind, ähm, losgefahren und wir haben den Kindern nichts gesagt. Wir haben gesagt: „Äh, passt auf, wir nehmen euch auf, äh, das größte Abenteuer mit, was wir bis jetzt gehabt haben." Und sie: „Hä, okay", hinten reingesetzt, Handy vor, vors Gesicht und dann sind wir losgefahren. Michalina: Die wussten auch nicht, dass wir nach Polen fahren. Torben: Nee, dann, ähm, sind wir ja kurz vor Breuze gewesen und dann hab ich, äh, Valhalla Calling angemacht. Also das ist, äh, ein Lied, äh, über Wikinger. Und, ähm, dann sind wir, äh, gefahren, äh, in Breuze am Kreisverkehr und die Kinder waren sehr aufgeregt und, äh, haben geguckt: Wo sind wir? Und dann sind wir langgefahren, hab ich ihnen gesagt: „Okay, jetzt guckt mal nach rechts", und dann sind wir am Hossoland vorbeigefahren. Michalina: Hossoland hatte damals schon diese Aufmachfiguren. Der Eingang zu Hossoland, das sind zwei Riesensteinfiguren, also so riesig wie, wie, wie Wohnhäuser von einer Meerjungfrau und einem Wikinger. Torben: Genau. Sebastian: Das ist das, das ist der Freizeitpark, ne? Torben: Das ist der Freizeitpark, genau richtig. Also auch kann auch jeder gucken, www.hossoland.pl. Ganz toller Freizeitpark. Ähm, die haben halt das Thema, äh, Meerjungfrauen, Wikinger und- Michalina: Baltikum. Torben: Baltikum. Ähm, und das, das hat uns ... Also ich bin Wikinger-Fan, ich, ich mag dieses, äh, Wikinger-Dasein und, ähm, versuche auch meinen Kindern das zu machen. Äh, im Hintergrund ist 'n Schild, was ich selbst gebastelt habe, 'n Wikinger-Schild. Das kann, könnt ihr jetzt nicht sehen, aber, äh, das ist halt auch ein Thema auf unserem Campingplatz. Sebastian: Okay. Torben: Und, äh, dann sind wir, ähm, mit den Kindern, äh, losgefahren und sind dann durch die Felder gefahren. Man kommt halt durch Hoppelstraßen und den Krams zu uns hin. Es gibt- Michalina: Das ist eine Möglichkeit. Torben: Das ist eine Möglichkeit, aber wir sind halt, äh, durch den, durch den Chaospfad quasi gefahren. Und dann, ähm, sind wir rumgefahren, meine Kinder völlig, äh, unter Spannung gewesen, weil sie nicht wussten, was jetzt passiert. Und dann bin ich auf unser Grundstück, konnte man fahren. Das war damals noch 'n Kornfeld und ich bin dann mit dem Auto aufs Kornfeld ge-gefahren und meine Kinder dann so: „Papa, das kannst du doch nicht machen. Du kannst doch nicht hier aufs Kornfeld fahren, äh, wenn der Bauer kommt." Und dann hab ich gesagt: „Ja doch, kö-können wir machen. Wir haben jetzt hier 'n Abenteuer vor." „Was, was, was wollen wir denn jetzt hier?" Und dann sind wir, äh, dann hab ich die Kettensäge ausgepackt. Ich hatt 'ne Kettensäge im Auto. Michalina: Wir hatten da sehr viele morsche Bäume drauf. Torben: Genau, und dann hab ich, haben wir Äste mit der Kettensäge, äh, äh, abgemacht. Meine Kinder sind Stadtkinder aus Berlin und haben noch nie so ein Projekt oder so was überhaupt gemacht, mit 'ner Kettensäge umgegangen und war natürlich total irritiert. Ja, mal kurz: Wir haben dann vier, äh, Äste gefa-- ge-gefällt und haben dann die Geopunkte gesucht und, ähm, wollten dann unser Grundstück halt einzäunen und die hatten dann keine Lust mehr. Mein Sohn ist demal in, in Brennnesseln noch gefallen. So diese Klassiker. Und: „Ey, wir haben keine Lust mehr. Jetzt erzählt mal, was macht ihr denn jetzt hier?" Und dann hab ich gesagt: „Komm, setzt euch mal auf die Picknickdecke, wir machen kurz Picknick und erzählt mal", und meine Tochter dann, ähm-Ich sag zu: „Was haben wir denn jetzt gemacht? Wir haben jetzt vier Punkte gesucht und jetzt wollen wir noch, äh, dieses Band einmal drumrum ziehen. Was könnte denn das heißen?" Und meine Tochter, ich sah dann in ihren Augen: „Nee, das habt ihr nicht gemacht", hat sie gesagt. Ich sag so: „Wie, was haben wir denn nicht gemacht?" „Habt ihr das hier gekauft?" Und dann habe ich gesagt: „Ja, genau, das gehört mir, dir, dir und, äh, Michi." Und dann ha-hat-- waren die dann so euphorisch und haben gesagt: „Was? Am Hoseland? Wie toll, da habt ihr's echt umgesetzt." Und ich sag so: „Ja, willkommen in eurem Abenteuer und jetzt geht's los." Michalina: Und das, äh, Erstaunlichste ist, wie, wie die Kinder mitmachen. Also die kommen, äh, die kommen auch mit uns, äh, zum Grundstück. Die arbeiten da auch mit uns. Wir haben da natürlich Spaß, verbringen dort die Freizeit, aber wir ackern da auch ziemlich ordentlich beim Bau. Wir haben fast alles mit unseren eigenen Händen gemacht. Nur die Terraforming-Baggerarbeiten, da-das hat uns ein Freund mit seinem, äh, Baggerlader, äh, abgenommen in diesem, in diesem Moment. Schöne Grüße an Darek. Wir lieben dich. Torben: Bester Mann. Michalina: Weil das-- wir haben da wirklich Hunderte von Tonnen an Erde von A nach B geschafft und, äh, die Kinder packen ordentlich mit. Und für mich zum Beispiel ist es schön, die zu begleiten, wie sie sich auch handwerklich entwickeln, wie sie Werkzeuge in die Hand nehmen, wie sie eigene DI-DIY-Projekte, äh, vollbringen. Hier in Berlin hätten sie das gar nicht, äh, gemacht. Die hätten keine Chance dazu. Und das ist erstaunlich, wie sie sich auch mit dem Campingplatz und mit uns weiterentwickeln. Sebastian: Und vor allem, das ist ja vermutlich auch so ein Campingplatz ist ja nie fertig, oder? Torben: Nee. Michalina: Nee, kannst, kannst du vergessen. Ähm, gerade hast du mal ein, eine, eine Sache fertiggestellt, schon ist die nächste wieder dran. Torben: Aber das Coole ist, dass ich so meine ganzen DIY-Projekte, die ich schon immer machen wollte, einfach umsetzen kann. Ich-- wir haben jetzt auch im, im Winter sind wir nicht im Camp, geht ja nicht, und wir haben dann unsere Schilder gebastelt. Also wir-- ich bin halt Handwerker, Michi, ähm, ich hatte m-meine Werkstatt, wir sind halt in eine Wohnung nach Reinickendorf, äh, gezogen und ich hab meine Werkstatt in meinem Haus gelassen. Das hab ich vermisst und Michi hat, äh, dann gesagt so: „Ey Mensch, das kann ich nicht auf mir sitzen lassen." Ähm, und dann kam ich irgendwann nach Hause und dann hat Michi mir eine Wohnzimmerwerkstatt gebaut. Michalina: Wir haben tatsächlich eine Werkstatt mitten im Wohnzimmer. Torben: Genau. Und, äh, auf dieser Werkstatt, ähm, ja, da bauen wir halt unsere Wikingerschilder zusammen und, ähm, die nehmen wir dann mit zum Camp und die hängen wir, äh, dort auf. Also es, es, es soll so sein, dass jeder Stellplatz bekommt ein Schild und dann haben wir da Bären drauf gemalt oder, ähm, Hirsche. Und, äh, dann weiß man, du bist auf dem Hirschplatz. Kann man dann auch auf Polnisch gleich lernen. Was heißt Hirsch auf Polnisch? Michalina: Jelenie. Torben: Jelenie. Okay. Und Bär? Michalina: Niedźwiedź. Torben: Genau, und das-- dann kann man schon ein bisschen lernen vielleicht gleich. Sebastian: Und neben den Schildern an jedem Platz, was gibt's denn so auf eurem Campingplatz jetzt zur Eröffnung schon? Torben: Ja, also wir haben, äh, also als wir angefangen haben, haben wir eigentlich gar nichts gehabt. Da haben wir ein bisschen uns gefühlt wie bei 7 vs. Wild, ähm, weil wir natürlich da komplett, äh, in der Natur waren und, äh, wir hatten zwar den Camper, aber wir hatten noch nicht mal ein WC. Und, ähm, ja, mittlerweile, äh, gibt es jetzt einen, äh, großen Container, ähm, mit, äh, Sanitär Ausstattung. Wir haben, äh, das, äh, wir haben drei WCs, äh, ganz normale WCs. Sieht aus, als wenn man zu Hause ist quasi. Also da ist alles gefliest schön und, ähm, die, wir haben ein, ein, eine sehr große Dusche. Michalina: Ähm, also wir haben das natürlich aufgeteilt zwischen Männer und Frauen und die Frauen-, äh, äh, Toilette ist auch, äh, behindertengerecht gemacht. Das ist, äh, ein großer Raum, wo man auch, äh, von Ga-, von, von Größen her mit 'nem Rollstuhl reinkommen, äh, reinfahren kann. Uns fehlt nur noch die Rampe, die müssen wir noch bauen, weil der Container steht ja auf Blöcken. Äh, da gibt es eine behinderte, äh, ebenerdige, äh, also behindertengerechte ebenerdige Dusche, äh, mit großer Tür, wo auch Person, eine Person, die, ähm, na ja, beweglich eingeschränkt ist, sich da auch be-bequem bewegen, auch hinsetzen kann in der Dusche. Und, äh, die, mhm, Männer-äh, WCs, wir haben ein WC, ähm, ein separates WC, äh, mit, äh, einem Waschbecken und eine, äh, ein Badezimmer mit Dusche, Toilette und, äh, BiPi. Torben: Genau. Und, ähm, Strom. Strom haben wir verlegen, äh, verlegt. Wir haben, ähm, Abfluss. Also das heißt, das ist ja immer so 'ne Herausforderung: Äh, was gibt es dort? Wir haben also, wir mussten 'ne Fäkalgrube bauen- Sebastian: Mhm. Torben: Ähm, die, äh, ja, wir an einer bestimmten Stelle platzieren mussten, aber das funktioniert ganz gut. Wir mussten natürlich Rohrleitungen legen und, äh, ja, das, das gibt es mittlerweile. Also man kann Grauwasser und Schwarzwasser entsorgen. Sebastian: Mhm. Michalina: Neues Wasser natürlich auffüllen. Torben: Und Strom. Wir haben natürlich Strom, äh, auf unserem, auf unserem Campingplatz für jede, für jeden Platz. Wir haben acht Stellplätze und jeder Stellplatz hat, äh, die Möglichkeit, dort Strom anzuschließen. Und das Wichtig-, die wichtigste Frage aller Kinder ist: „Habt ihr WLAN?" Sebastian: Und habt ihr WLAN? Torben: Natürlich. Und sogar sehr schnelles WLAN. Ähm, noch schneller als hier in Berlin, weil, äh, das ist, äh, in Polen ist, äh, gibt's da keine Einschränkungen groß. Das ist, glaube ich, äh, dort, äh, sehr gut vernetzt alles. Michalina: Mhm. Sebastian: Und wird das, äh, wird das dann per wie Kabel, DSL angeschlossen oder kommt das aus dem Mobilfunknetz, euer WLAN? Michalina: Unser, unser WLAN kommt aus dem Mobilfunknetz. Äh, in dem Dorf gibt es schon Glasfaser. Dadurch aber, dass Glasfaser gelegt worden ist, bevor dieses Grundstück überhaupt zur Sprecher D: Nutzung gesehen wurde, wurden wir nicht angeschlossen. Lief nicht, aber, ähm, wir haben ja Messwerte gemessen. Ich sag's dir mal so, ähm, ich unterrichte online beziehungsweise ich habe online unterrichtet. Äh, und Torben hat auch, äh, seine Video Calls von seiner Arbeit von dort, äh, geführt. Und wenn wir beide Video Calls haben und du weißt ganz genau, wie viel, wie viel, ähm, Internet das, ähm, das braucht. Wir konnten ohne Probleme stundenlang parallel in Video Calls sitzen und wir, das hat uns nicht gestört. Torben: Cool. Sprecher D: Also das Internet ist, ist wirklich toll da. Mhm. Torben: Gab's denn, gab's denn Herausforderungen, die irgendwie wirklich anstrengend waren während des ganzen Baus? Welche nicht? Ja, das mit dem Internet klingt irgendwie total entspannt. Und dann habt ihr da eine Fäkalgrube gebaut. Das klingt ja alles irgendwie sehr einfach, wie ihr es gerade geschildert habt. Deswegen fragte ich, ob's auch schwierige Sachen gab. Sprecher D: Ja, es, äh- Torben: Mein, mein Rücken, meinem, meinem Körper, glaube ich, hat sich das sehr, äh, transferiert. Sprecher D: Es gab, es gab sehr viele Sachen, die, ähm, nicht so gelaufen sind, wie wir das Ge..., äh, uns gedacht haben. An-angefangen bei dem Wetter. Das Wetter letztes Jahr war leider katastrophal. Es gab, äh, im ganzen Sommer vielleicht zwei, drei schöne sommerliche Wochenenden. Der Rest war Regen und Kälte. Torben: Mhm. Sprecher D: Und wenn du, ähm, Tonnen an Erde bewegst und es regnet ununterbrochen, das hat keine Möglichkeit, sich festzusetzen. Torben: Mhm. Sprecher D: Container. Unser Container, unser Sani-Container. Torben: Ja, unser Sani-Container war ein Riesenproblem. Ähm, eigentlich wollten wir ja letztes Jahr schon eröffnen und, ähm, wir haben 'ne Firma gefunden, die uns den Sani-Container baut, kam aus Stettin und das hörte sich auch eigentlich alles sehr nett an. Ähm- Sprecher D: Das Endergebnis ist auch super. Torben: Ja, das stimmt. Aber der Weg dahin war schon sehr anstrengend, ähm, weil es hieß dann immer: „Ja, ja, kommt nächste Woche, ist kein Problem." Wir wollten ihn eigentlich zu Ostern, letztes Jahr wollten wir ihn haben. Und dann hat sich's um Woche und Woche verschoben und wir wussten gar nicht warum. Und die haben uns immer hingehalten. Wir waren also auch schon kurz vorm Absprung. Sprecher D: Mhm. Torben: Ähm, wir sind dann irgendwann mal hingefahren, weil wir wussten, wo die's, wo die diesen Container produzieren. Die hatten, haben uns dann tatsächlich auch angelogen und gesagt, dass, äh, der Container auf einem Werftgelände steht und dass der runtergefallen ist und kaputtgegangen. Also wirklich die fadenscheinigsten Ausreden, war wirklich nicht schön. Äh, war noch sehr, weil wir natürlich sehr viel Geld in den Container schon investiert hatten, ne. Und, äh, und, und das ist natürlich immer so das Herzstück eines Campingplatzes. Und, ähm, ja, irgendwann ist uns dann der Kla, Kragen geplatzt, beziehungsweise Michi, und, äh, dann, äh, gab es da böse Worte. Man kann auf Polnisch ganz toll fluchen. Sprecher D: Polnisch hat eine sehr schöne- Torben: Und, ähm, und, äh, dann, ja, äh, haben sie dann zugegeben, dass sie uns ja quasi angelogen haben. Das Ding war noch nicht mal fertig gebaut. Das heißt, wir haben dann, ähm, die haben angefangen mit dem Ding zu bauen, ähm- Sprecher D: Irgendwann im Juni. Torben: Im Juni. Und ich hatte aber, ich hab meinen fünfzigsten Geburtstag, äh, äh, wollte ich, ähm, feiern und dafür brauchten wir natürlich diese Sanitäranlage. Und zwar mitten im August. Und, ähm- Sprecher D: Der Container ist kurz davor gekommen. Torben: Der Container ist kurz davor gekommen. Es war für uns ein Feiertag. Also w-wir haben da so viel Herzblut und, äh, Kopfschmerzen dran verbraucht. Das, wir hatten eigentlich schon nicht mehr mit gerechnet, dass es bis dahin kommt, aber es hat dann tatsächlich irgendwie on point geklappt. Natürlich haben wir, äh, schon Leute letztes Jahr gehabt. Also wir haben so Art Pre-Opening gemacht, um den Campingplatz zu testen. Mhm. Sprecher D: Und, ähm, wir haben die Sachen bei Park von Alt hatten wir schon eingestellt. Wir wollten halt schon, ja, die Eröffnung letztes Jahr machen und haben dann, ähm, dann Camper gehabt, die vorbeikamen, weil's dunkel wurde und, äh, dann plötzlich vor unserer Tür oder vor unserem Tor standen, ähm, und, äh, gefragt haben, ob sie bei uns campen dürfen. Da haben wir denen die Situation erklärt und haben gesagt: „WC haben wir halt noch nicht." Torben: Strom ist da. Sprecher D: Strom ist da. Torben: Stellplätze sind da. Sprecher D: Und, ähm, könnt ihr euch gerne hinstellen. Ähm, wir sind da voll offen. Wir haben Lagerfeuer, kommt zu uns ans Feuer, wir machen eine Bratwurst und ein Bier auf. Und, äh, ja. Und dann haben wir halt tatsächlich letztes Jahr schon ein paar Camper bei uns begrüßen dürfen und, äh, an der Stelle ganz viele Grüße an, an viele, weil's auch viele Deutsche waren, die sehr verwundert waren, dass sie halt plötzlich mitten in Polen auf Deutsch begrüßt wurden. Und weißt du, was das Schönste war? Ähm, wir hatten, wir hatten, ähm, die, die bei uns vorbeigekommen sind, das ist so Laufkundschaft gewesen. Wie Torben gesagt hat: „Es ist, äh, neun Uhr, äh, in der, am Abend. Äh, ihr seid der einzige Campingplatz in der Nähe. Äh, ich kann nicht mehr weiterfahren. Kann ich bei euch stellen, stehen bleiben?" Dann haben wir die Situation erklärt, wie es ist. Und weißt du, was das Schönste war? Als sie am nächsten Morgen, wo sie abfahren sollten, zu uns kamen und meinten: „M-Mensch, Michi, Torben, es ist so schön hier. Können wir noch ein, zwei Nächte stehen bleiben?" Torben: Ja, ich glaub-Einer der schönsten Komplimente, die wir so bekommen haben. Und, äh, ja, wir haben auch ja dann mit denen unsere WhatsApp-Nummern und so weiter ausgest-ausge-, äh, tauscht und, äh, wir sehen jetzt deren Projekte, wir sehen, die sehen unsere Projekte, wie es bei uns weitergeht und, ähm, ja, verfolgen das auch alle sehr spannend, äh, wie das sich so alles entwickelt. Also wir leben halt von, von Upgrade zu Upgrade eigentlich. Also das ist eigentlich sowieso angefangen mit, äh, nichts, äh, 'n Wohnwagen aus den 80er Jahren gekauft, 'n Hobby, äh, für 380 Euro, ähm, auf, auf 'm Lkw dahin transportiert. Äh, das Ding hatte nicht mal 'n WC, ähm, abends zum Pullern rausgegangen, dann 'ne Zecke eingefangen. Michalina: Du willst gar nicht-- Du, Sebastian, du willst gar nicht wissen, wo ich eine Zecke hatte. Sebastian: Die halt so hinspringen, ne? Torben: Genau, furchtbar. Michalina: Also wir haben tatsächlich angefangen bei einer, äh, Batteriedusche mitten im Kornfeld. So haben wir angefangen. Torben: Ja, es war auch sehr lustig. Wir hatten, äh, also direkt bei uns ist ein riesengroßes Kornfeld. Wunderschön. Also ich, ich, ich hoffe auch, dass ich unseren Landwirt überreden kann, dass wir noch 'n Quadratmeter kaufen können und dann da mitten in dieses Kornfeld 'n Bett reinstellen können, sodass wir das Bett im Kornfeld haben. Wer dann lustig ist, kann dann, äh, dort auch sich, äh, kann dann dort auch übernachten. Michalina: Wir sind, wir sind, wir sind sehr extrovertiert. Wir lieben den Kontakt mit Menschen und, äh, man kann bei, bei uns natürlich in Ruhe gelassen werden, wenn man halt-- Es gibt ja zwei Typen von Campern. Manche wollen einfach unter sich bleiben. Das ist vollkommen okay, Camping soll entspannen und manche suchen ja den Kontakt zu anderen Menschen. Wir haben ein, äh, Beachvolleyballplatz, wo man Federball, äh, Volleyball spielen kann, äh, auf dem Sand, wo die Kinder turnen können. Gleich daneben ist eine Feuerstelle, wo man uns immer anquatschen kann, wo man immer ein, äh, kaltes Bier bekommt, wenn man zum Beispiel Camper Style sagt. Sebastian: Zwinker, Zwinker. Torben: Ah, das solltest du schon immer sagen, ne. Michalina: Ja. Torben: Ja, so podcast erfahren sind wir noch nicht. Michalina: Ist unser erstes Mal. Ähm, aber wir sind auch, wir sind auch da und, äh, wir lernen die Leute gerne kennen. Wir lernen die Geschichte gerne kennen. Wir erzählen gerne unsere Geschichte und daraus können, sind schon Freundschaften entstanden und wir hoffen, es entstehen noch mehr Freundschaften und wir hoffen, dass auch die Buchungen kommen. Sebastian: Das, das heißt, ihr seid auch immer vor Ort, quasi, solang der Campingplatz offen hat oder zumindest einer von euch beiden ist vor Ort? Michalina: Mhm. Meistens bin ich vor Ort und Tom kommt am Wochenende. Torben: Genau, weil wir, wir-- Das ist ja eigentlich unser Nebenprojekt, ne. Also wir gestalten das Ganze tatsächlich als, als komplettes Nebenprojekt. Das ist unser Hobby. Ähm, und ich, ich bin halt derjenige, der halt alles repariert und erstellt und, äh, ja, performt halt mit den Händen und Michi ist der Brain. Sebastian: Mhm. Torben: Und, ähm- Michalina: Ich komm doch schon auch an. Torben: Ja. Also natürlich, Michi hat schon sehr, sehr viel gelernt und ist auch schon, äh, äh, sehr handwerklich begabt, äh. Michalina: Ich klopf für mich jetzt selbst, äh, auch mal ab. Torben: Aber ja, das ist, so was entsteht dann halt alles, ne. Wenn man, wenn man dann machen muss, dann muss man halt machen. Und wenn meine Kinder plötzlich 'ne Flex in die Hand gedrückt bekommen, äh, mein Sohn mit der Flex arbeitet und meine Tochter sagt: „Äh, ich will auch", ist das halt einfach toll, wenn man dann halt, äh, so was dann den Kindern auch weitergeben kann. Michalina: Wir strugglen gerade. Ähm, ich habe bis vor Kurzem online unterrichtet. Leider, ähm, die Situation in der Politik ist so, dass meine, äh, Integrationskurse weggebrochen sind. Der Innenminister hat leider 90 % der Kurse unmittelbar gestrichen. Er hat den Zugang, äh, den Migranten zu Integrationskursen, ähm, beschränkt und 90 % der Kurse sind weggefallen. Sebastian: Mhm. Michalina: Ähm, ich habe letztes Jahr schon in der Bauphase von dort unterrichtet und es war eigentlich so gesehen, äh, so, ähm, vorgesehen, dass ich auch dieses Jahr von dort arbeite. Im Moment habe ich einen Teil der Kurse behalten können und ich kann vor Ort sein, aber ich, ähm, bin natürlich stark auch noch auf der Suche von, nach einer zusätzlichen, äh, Beschäftigung, die ich von dort aus üben kann. Und die politische Situation hat uns in diesem Sinne 'n, äh, Strich durch die Rechnung gemacht. Gut ist, Polen hat, ähm, Benzinpreise gedeckelt, was uns zugute kommt. Also kommt nach Polen, Sprit ist billig. Sebastian: Okay, das heißt, das heißt also, alle Menschen, die, äh, Richtung polnische Ostsee unterwegs sein wollen, da mal gucken wollt. Ihr seid-- Wie weit seid ihr von Stettin weg? Michalina: Circa 'ne Stunde. Torben: 'Ne Stunde, eine Stunde. Michalina: 50 Minuten. Torben: Und, äh, ja, mit dem, den Enkelkindern einen kurzen Ausflug ins Hosso Land zu machen. Ähm, gibt vier Achterbahnen dort. Ist 'n richtig toller Park. Der hat den Anspruch, Europas größter Achterbahnpark zu werden. Sebastian: Okay. Torben: Also, ähm, und ich kann den nur empfehlen. Wir waren jetzt schon ein paar Mal da. Auch die Kinder waren letztes Jahr da, hat letztes Jahr eröffnet. Ähm, und sind jetzt vier Achterbahnen, die dort dann, sind bis jetzt nur Familien-Rollercoaster, aber sie wollen halt auch noch Extreme-Rollercoaster bauen. Da bauen wir natürlich sehr drauf und, äh, auch die Rollercoaster-Szene, die, äh, ist da schon ganz wild drauf. Michalina: Das ist auch, warum wir uns entschieden haben, dort den Campingplatz zu machen. Sebastian: Und das heißt, das, also Tom, du hast ja gesagt, so 'n Nebenprojekt, ähm, du, und irgendwie wird's aber auch 'n Hauptprojekt, weil ja alle Kurse weggefallen sind. Also ist das geplant, dass ihr auch irgendwann davon leben wollt? Oder habt ihr da noch gar keinen Plan und lasst es auf euch zukommen? Wie, wie ist das so? Torben: Da haben wir eigentlich noch gar keinen Plan so groß. Also eigentlich wollen wir es als Nebenprojekt, äh, lassen. Also wir haben das Ganze hier auch irgendwie finanzieren müssen und, ähm, wir haben das nicht mit Schulden gemacht, sondern wir haben, äh-Das aus dem, was wir so erspart haben, äh, bezahlt. Sebastian: Mhm. Torben: Und ja, da sind wir natürlich jetzt bisschen schon an unsere Grenzen gekommen tatsächlich. Also wir hatten, ähm, mehrere Sachen vor, die wir nicht umsetzen können, weil sie jetzt grad noch nicht drin sind. Sebastian: Mhm. Torben: Wir haben noch Möglichkeiten gehabt, ähm, was zu tun, aber wir wollen jetzt erst mal abwarten tatsächlich, w-weil uns auch die Buchungen ausgeblieben sind. Wir haben sehr viel Werbung bei Instagram gemacht. Wir haben, ähm, unsere Follower gefeiert, äh, wir haben uns, äh, zum Kasper gemacht, äh, bei Instagram. Michalina: Würde gerne machen. Torben: Was, was lustig war, dass wir halt auch solche Sachen, äh, m-mitmachen können, ne. In der Winterzeit, da, äh, kann man natürlich so einige Sachen machen. Also man kann halt, ähm, ja uns auf Videos, äh, dort sehen, wie wir dort arbeiten, wie wir das Ganze halt auch gestaltet haben. Sebastian: Und habt ihr euch denn in alle Camping-Apps, die es so gibt, eingetragen als Platz? Torben: Äh, ja, richtig, genau, das haben wir. Also über, ähm, verschiedenste, ähm, Portale haben wir uns eingetragen. Sebastian: Mhm. Torben: Und ja, das war an einigen Stellen wirklich gut und an anderen Stellen war's auch tatsächlich echt schwierig, ähm, das irgendwie alles einzutragen. Und, ähm, ja, da gab's da schon so'n paar Sachen. Michalina: Also welche Apps hast du dann, äh, hast du dann benutzt? Torben: Sekunde mal, das hab ich aufgeschrieben. Ich muss noch kurz mal gucken. Sebastian: Park4night habt ihr schon genannt. So'n bisschen super Brücken, während ihr sucht. Park4night hast du gerade schon genannt. Torben: Genau, Park4night war super klasse. Also, äh, da muss ich auch sagen, haben wir auch schon Bewertungen bekommen von den, den Leuten, die uns halt gefunden haben, die dann, äh, dort angekommen, äh, sind. Ähm, Torben: genau, ähm, ja, was wirklich super gut geklappt hat und, äh, welche Portale oder Apps ich angeschrieben hab, ist camping.info. Tatsächlich 'n wirklich netter Kontakt gewesen. Äh, ja, liebe Grüße an Sarah Monari und, äh, Martin. Und das ist ja auch 'n preußischer Name, oder? Michalina: Ja, Martin Brosek. Torben: Genau, Brosek, genau, richtig. Mit den beiden haben wir, ähm, äh, gesprochen und mit dem Martin haben wir gesprochen und ja, die haben uns schon, äh, dort wirklich sehr weitergeholfen. Und das find ich eigentlich immer ganz toll, wenn man auch so'n persönlichen Kontakt aufbaut, äh, zu so einer App und guckt, wer so dahintersteckt. Ähm, das mag ich zumindest sehr, sehr gerne. Ähm, bei anderen trägt man sich halt einfach ein, kriegt dann 'ne Rückmeldung per E-Mail, dass man sich eingetragen hat und dass der Platz so weit akzeptiert ist. Ähm, ja, das war eigentlich bei den meisten so der Fall. Äh, dann Park4night. Da war's 'n bisschen kompliziert, tatsächlich Sachen wieder, äh, zu löschen oder, ähm, einzustellen. Man hatte nicht so dort den direkten Zugriff drauf. Da musste halt man 'ne E-Mail schreiben: „Bitte, ähm, lösch die Fotos noch mal. Wir haben jetzt neue aktualisierte Fotos." Äh, wo wir ja ständig eigentlich die Fotos wieder korrigieren mussten, weil wir ja immer weiter gebaut haben, ne. Also allein, dass das Gras gewachsen ist, hat ja schon so viel, äh, ausgemacht. Plötzlich war's grün, erst war's grau, dann war's grün und wir haben, hatten dann, äh, aber graue Fotos drin und, äh, ja, das, das war dann bisschen komplizierter als auf anderen Amp-Apps. Äh, dann, ja, Stellplatzradar hat super geklappt. StayFree, PinCamp, äh, war auch gut. Das war 'n bisschen aufwendiger, ähm, aber ja, da sind wir jetzt auch mittlerweile registriert. Ähm, dann, äh, ACSI. Sebastian: Mhm. Torben: Ja, genau. ACSI, da haben wir geschrieben, aber die hatten dann wohl keine Zeit, dieses Jahr mehr zu uns zu kommen, um 'n Inspector dazu zu schicken, ähm, um sich unseren Campingplatz anzuschauen. Und, äh, ja, da warten wir jetzt erst mal auf die ganzen Sachen. Falls es noch andere Portale gibt, ich hab sicherlich, wo wir jetzt noch nicht registriert sind, die können uns gerne anschreiben. Sebastian: Mir würde noch Campingapp.eu einfallen. Torben: Ja, Campingapp.eu. Doch, hab ich, hab ich auch geschrieben, aber irgendwas war-- Stellplatz.eu hab ich, glaub ich, angegeben. Campingplatz.eu. Muss ich mal gucken. Also ich hab mich da ver-versucht, so durchzuhangeln durch diese ganzen Apps, aber es gibt ja tatsächlich so unglaublich viele, ähm, die man vielleicht auch gar nicht berücksichtigt hat. Und ja, gerne anschreiben, wenn ich irgendwas vergessen habe, ähm, dann loggen wir uns da auch gerne ein. Also weil da ist man ja auch als Campingplatz natürlich echt abhängig von, ne. Sebastian: Klar. Torben: Jeder, jeder nutzt irgendwas anderes und, äh, ja. Sebastian: Fluch und Segen. Torben: Ja, definitiv. Michalina: Deswegen heißt das die Qual der Wahl. Torben: Genau. Sebastian: Und, und gab's da auch jetzt irgendwie negative Erfahrungen mit, mit, mit Apps? Torben: Ähm, na ja, also, Torben: so richtige negative Erfahrungen eigentlich nicht. Ich fand's halt komisch, dass, ähm, das halt alles immer so, so spät oder auf die lange Bank geschoben wird teilweise. So, so hatt ich das Gefühl und das, ja, das, das fand ich negativ. Also ich finde, finde, die Portale leben ja eigentlich von den Campingplätzen und ich finde so'n kleiner persönlicher Kontakt und ich glaube auch, dass, dass andere Campingplätze und vor allen Dingen kleine Campingplätze da, äh, mehr drauf bauen, dass man vielleicht 'n kurzen persönlichen Kontakt hat. Sebastian: Mhm. Torben: Äh, würde mir z-zumindest, äh, gut gefallen. Sebastian: Würde mich direkt zur nächsten Frage noch führen: Was sind denn so für euch diewichtigsten Learnings gewesen? Also wo ihr sagt, also das sollte eigentlich jeder wissen, der vor hat, so 'n Projekt zu machen wie wir. Michalina: Ich denke, das Wichtigste, was, äh, man haben oder bringen muss, ist Geduld. Sebastian: Oh ja. Michalina: Wir hatten unsere Idealvorstellung, wie reibungslos das alles, äh, laufen wird und, äh, sind, äh, sehr oft eines Besseren belehrt worden, dass, dass einige Zeit, einige Sachen einfach Zeit brauchen. Sebastian: Ja. Torben: Na, das, das ich, ich glaube, wie war's immer? Du denkst zu deutsch, ne? Michalina: Äh, ich sag, ich sag immer zu Tom: „Tom, du denkst zu deutsch. In Deutschland heißt das, äh, 'n Antrag, äh, ein Bewerbung, ein Foto, Bearbeitungsgebühr und, mhm, paar Monate Wartezeit." Torben: In, in Polen ist es anders. Da klappt es tatsächlich irgendwie schneller. Man muss da anders denken. Ähm, auch, auch, äh, die Gestaltung des, des Grundstückes ist ja jetzt ... Wir haben halt verschiedene Plattformen. Das wussten wir, das wussten wir schon mal so und, äh, dann haben wir mit Darek gesprochen und haben gesagt: „Pass auf, Darek, wir haben Folgendes vor: Das und das und das, ähm, mit dem und dem Belag." Und dann hat er gesagt: „Ja, Torben, kannst du machen, aber, ähm, äh, wir können auch polnisch machen. Ist günstiger." Sebastian: Darek ist der Architekt oder der, äh- Torben: Nein, das ist einfach, äh, ein Freund, der, der uns geholfen hat einfach, der unser Projekt so spannend fand, dass er gesagt hat: „Komm, wir, wir helfen dir oder wir helfen euch." Sebastian: Und ihr macht alles polnisch dann? Torben: Ähm, ja, einfach günstiger. Man improvisiert und es funktioniert trotzdem. Also ... Michalina: Man denkt viel um die Ecke tatsächlich, ähm, auch bei Bauen. Ähm, also ich würde sagen, in der Verwaltung, die, die polnische Verwaltung tickt auch anders als die deutsche. Da ist alles viel einfacher, aber beim Bauen denkt man viel mehr um die Ecke. Wir haben in Polen eine Redewendung im Volksmund: „Der Pole schafft's, der Pole kann's", weil, ähm, wir sehr pragmatisch an Sachen, äh, an rangehen und wir suchen nicht immer den einfachsten Weg im schlechten Sinne. Oft ist der einfachste Weg einfach der beste Weg. Das bedeutet si... nicht, dass man sich das einfach macht, sondern dass man einfach Zeit und Ressourcen spart. Sebastian: Ich höre den Aufschrei der deutschen Handwerker schon vor mir. Michalina: Wir haben beide auch- Sebastian: Aber ich verstehe, was ihr meint. Ich- Torben: Es kann schon sein, das ist dann ja, d-das in Deutschland sagt man, glaub ich, Fusch dazu, aber es ist, es ist, äh, es, es- Sebastian: Es ist einfach ein anderes Land mit, mit 'ner anderen Kultur und einer anderen Lebensweise. Ich- Torben: Und, und das funktioniert auch. Also deshalb ich, ich hätt's jetzt auch nicht so gedacht, aber, äh, wir sind total zufrieden. Es hat alles super geklappt und, äh, wir hatten auch vorher dort jemanden, der uns erzählt hat: „Ja, da muss dann hier alles weg und das müssen wir alles abtragen. Die Erde ist scheiße, da unten ist Ton. Ähm, das funktioniert alles nicht so." Und der hatte aber nicht diese Version im Kopf, die wir hatten. Wir haben gesagt, wir wollen es halt mit den Ressourcen dort machen, die wir haben. Also alleine unser Zaun. Wir haben einen Zaun aus den Sachen gebaut, die wir dort vor Ort, äh, gefunden haben, also uns Zaunpfähle und so weiter. Äh, das, das, das haben wir alles dort gefunden vor Ort. Und, ähm, es ist auch so, wir haben ganz tolles Holz, äh, gefunden bei einem Bauern auf, auf dem Hof, der uns das für 'n Appel und 'n Ei verkauft hat. Der – das ist eigentlich Brennholz gewesen. Das sind richtige so Schwartenholzdielen gewesen. Michalina: Von verarbeitet. Torben: Von verarbeiten, mhm, ähm, ja, von verarbeiten Hölzern und diese Schwartenholzdielen, die haben wir dann als Zaun genutzt und die sind halt bei uns dri-ro-dri-ro-ringsherum jetzt, ähm, äh, eingebaut und wir bekommen da jetzt auch noch mehr von. Ich freu mich da total drauf, mit so 'nem Schwartenholz, also mit so 'nem Naturholz zu arbeiten. Und, ähm, ja, und das haben wir halt immer versucht, irgendwie anzuwenden, immer die günstige Sachen irgendwie, wo andere das nicht gesehen haben, was man noch da draus bauen kann. Die wollten's halt eigentlich als Brennholz benutzen und wir haben gesagt: „Bloß nicht, bitte, äh, können wir das haben?" „Ja, ja klar. Nimm mit. 20 Euro. Nimm." Michalina: Das bedeutet aber nicht, dass wir, ähm, alles machen können, wie wir das wollen. Natürlich brauchst du eine Abnahme von der Feuerwehr für, für das Amt, äh, für die Anmeldung des Biwakplatzes. Äh, du brauchst eine Abmeldung des, äh, eine Abnahme des Gesundheitsamtes. In Polen, ähm, hat das Gesundheitsamt eine bisschen andere Vorgeh-Vorgehensweise. Wir melden, ähm, die touristische Städte sozusagen an und die kommen dann zur Kontrolle im Nachhinein, ja. Aber Feuerwehrabnahme oder Abnahme durch, durch Bauamt, ähm, wenn alles, äh, durch den Architekten eingereicht ist, dann ... Und alles ist tatsächlich konform, das ... Du kannst nicht machen, wie du willst. Du musst dich schon an Gesetze halten. Die Gesetze sind einfach viel einfacher. Sebastian: Ja. Ja, das haben wir in Portugal auch gemerkt, dass man da viele Sachen ganz anders macht. Das war am Anfang auch für meinen Kopf sehr, sehr schwer, das deutsche Denken hier und da abzulegen und ich würd auch nicht alles so machen, wie der Portugiese das macht, aber wenn man so den gesunden, die gesunde Mischung aus beiden findet und das wird wahrscheinlich bei euch ja auch sein- Torben: Ja, klar. Sebastian: -kommt man da, glaub ich, ganz gut am besten durch. Torben: Ja. Sebastian: Das Beste aus beiden Welten sozusagen. Torben: Natürlich, also auch Elektrik ist natürlich für uns wichtig, ne. Das ist, äh, das m-muss natürlich passen. Das ist 'ne gefährliche ... Wir hatten, haben sehr viel Glück gehabt. Über unser Grundstück, äh, läuft ein Strommast. Also das bedeutet, wir hatten schon tatsächlich Strom vor Ort. Sebastian: Mhm. Torben: Äh, Abwasser konnten wir gut klären. Zuwasser, äh, lag an der Straße an. Haben wir aber auch, äh, 'ne super Lösung gefunden und, ähm, wir haben qualitativ sehr hoch, hoch, äh, wertiges Wasser dort, was auch gut ist. DirektAlso da, da, so kann man uns eigentlich finden, da ist, äh, direkt ein Wasserturm, den, äh, kann man sogar schon von der Autobahn quasi sehen. Also wir sind halt quasi unter diesem Wasserturm zu finden. Und, äh, ja, deshalb hatten wir eigentlich Glück, dass schon so diese ganzen Medien recht nah an unserem Grundstück dran lagen und dann war's halt einfacher, ne. Michalina: Und wir hatten Nachbarn, die uns ... Entschuldigung. Sebastian: Ja, das hast du vorhin schon gesagt, die euch viel geholfen haben und unterstützt haben. Michalina: Unglaublich, unglaublich nette Menschen. Und in Polen ist es auch so, da, das möchte ich noch hinzufügen: Wenn die se... wenn die sehen, dass wir Probleme kriegen, dass wir mit irgendetwas nicht weiterkommen, dass wir strugglen, dann fragen sie noch gar nicht, ob sie Hilf, helfen können oder ob sie helfen sollen. Die sind plötzlich da mit dem ganzen Werkzeug und machen mit. Und, äh, wir machen genau das Gleiche. Nachbar bekommt, keine Ahnung, fünf Tonnen an Brennholz. Das muss gehackt und gestapelt werden für den ganzen Winter. Da fragen wir auch noch nicht, ob wir, äh, helfen sollen. Wir gehen da einfach hin und machen. Und das ist das Schöne. Torben: Ja. Sebastian: Das ist anders als in Deutschland und spannend. Torben: Auf jeden Fall. Dann steh, trinkt man anschließend trinkt man 'n Feierabendbierchen dort und, äh, unterhält sich noch. Und ich bin halt, ich fühl mich ja immer wie derjenige, der, äh, ja, ich bin, bin der, der nix versteht quasi. Die unterhalten sich, die lachen. Äh, ich kann natürlich so 'n bisschen den Gesprächen lauschen, äh, aber sie beschäftigen sich trotzdem mit mir, ne. Also ich meine, das ist hier so 'ne eingeschworene Gemeinschaft, aber ich- Michalina: Du bist trotzdem drin. Torben: Ich bin immer der Stumme. Ne? Aber, also, also eine ganz tolle Situation zum Beispiel: Äh, letztes Jahr hat der Landwirt das Feld, von dem ich gesprochen hab, das Kornfeld nebenan bestellt und, äh, fährt mit seinem Riesen, äh, ich weiß nicht deutsch, das war der Riesen-, Riesentrecker da, äh, rum. Ich hab auf so 'nem Ding noch nie gesessen und hab ihm dann so Signal gegeben, dass ich unbedingt mit ihm mitfahren möchte. Und dann ist er angehalten, hat gesagt: „Ja klar, Torben, komm mit", äh, mir zu verstehen gegeben. Und dann haben wir auf dem Trecker gesessen und haben dann versucht, über Handy uns zu unterhalten und ich hab ihn Sachen gefragt und er hat mir geantwortet. Das ist supertoll, superherzliches Verhältnis gewesen. Die waren auch schon bei uns in Berlin und waren vorher noch nie in einer Großstadt. Die waren noch nie in Deutschland. Sie hatten Angst, nach Deutschland, äh, zu kommen. Wir haben sie an der Grenze abgeholt, weil sie nicht alleine fahren wollten. Sie sind hinter uns hergefahren und, äh, wir haben sie hierhergebracht und haben dann bei uns hier in der Wohnung gewohnt mit den Kindern. Und dann haben wir denen Berlin gezeigt. Und also d-die hatten so große Augen. Das war unglaublich. Ganz, ganz tolles, äh, Verhältnis dadurch auch geworden. Michalina: Sie hatten in Berlin das gleiche Gefühl, wie wir dort haben. Torben: Ja, genau. Michalina: Da sind sie zu Hause und wir sind die, die lernen und auf Hilfe angewiesen waren. Jetzt, jetzt, jetzt sind wir relativ selbstständig, aber ... Torben: Es ist toll, aber wir haben auch bei denen geduscht. Der, sie haben eine Dusche, das sah aus wie im Hotel. Wahnsinn. Richtig, richtig toll und wir waren so froh, wenn wir abends dann, äh, gefragt haben: „Sag mal, Beata, können wir noch mal bei euch bitte duschen? Wir ...„ Michalina: Ja klar, kein Problem. Torben: Ja klar, kein Ding. Frag doch nicht. Hier Handtuch, Duschgel, viel Spaß. Michalina: Strom geborgt mit 'nem Stromkabel, mit 'nem Verlängerungskabel, als wir noch keinen Strom selbst bei uns hatten. Fantastische Unterstützung. Also diese Menschen sind wirklich toll. Torben: Ja, unglaublich. Also das muss ich auch echt sagen, alle drumherum, jeder hilft und packt an und, äh, das ist eigentlich das, was halt auch echt wirklich so bezaubernd ist. Michalina: Mhm. Gute Menschen da. Sebastian: Und das Leben auch deutlich einfacher und entspannter macht, ne, weil man die Hilfe nicht gehabt hätte. Torben: Ja. Sebastian: Und jetzt habt ihr ja grade schon gesagt, ähm, Buchungen fehlen noch 'n bisschen. Was, was sind denn jetzt eure Ziele für den oder was ist denn euer Ziel für den Sommer jetzt? Michalina: Loslegen. Torben: Ja, also wir brauchen dringend Buchungen, ähm, damit wir auch 'n bisschen planen können, wie wir jetzt weiter, weitergestalten. Also es werden sicherlich so einige kommen, die dann spontan zu uns kommen werden. Sebastian: Mhm. Torben: Aber ... Michalina: Herzlich willkommen, aber ... Torben: Natürlich, klar, jederzeit. Aber wir brauchen halt irgendwie 'n roten Faden und wir müssen sehen, wie wir weitergestalten. Vor allen Dingen hat ja Michi leider jetzt durch die, den Weg-Wegbruch der Integrationskurse natürlich auch so 'n, 'n, 'n, ja, einfach für sich 'n Gap. Michalina: Ein Teil meines Einkommens ist weg. Torben: Genau, richtig. Und damit hatten wir halt geplant, ne. Wir hatten jetzt nicht damit geplant, da Geld mit zu verdienen eigentlich. Wir wollten's ... Also es ist auch so in Polen, dass, dass, dass, ähm, dass das Geld erst mal eingezahlt wird quasi und dass, ähm, man das nicht wieder abbucht quasi. Also man arbeitet erst mal mit dem Geld und das wollten wir eigentlich auch und, äh, daraus weitere Projekte halt bauen. Michalina: Wir zahlen uns einfach kein Geld aus, sondern das Geld, was wir von den Buchungen haben, das verwenden wir für den Weiterausbau. Sebastian: Mhm. Michalina: Das ist ein steuer... steuerliches Modell. Sebastian: Ja, verstehe. Und habt ihr schon mit dem, mit dem Freizeitpark gesprochen, dass die auf ihrer Webseite den Campingplatz mit erwähnen? Torben: Ja. Sebastian: Oder andersrum? Torben: Das ist, das hätten wir total gerne gemacht und wir haben auch versucht, also wir waren ja auch, also ich war der erste Besucher im Hossoland. Sebastian: Okay. Torben: Also, äh ... Michalina: Er war buchstäblich der erste Besucher im Hossoland. Torben: Genau, und es war sehr lustig. Es war sehr viel Presse dort. Also so der Andrang war noch nicht da. Ähm, und, äh, die andere Kartenschlange, da hat's halt irgendwie, äh, geklemmt. Und ich hab dann, äh, mein Ticket durchgestochen, bei mir hat's dann sofort funktioniert und dann stand ich, äh, als Erster irgendwie im Hossoland. Ich wollte erst meinen Sohn noch durchschieben. Das ist, äh, ist mir dann irgendwie aber leider nicht gelungen. Schade eigentlich. Hätt's ihm eigentlich mehr gegönnt. Und, äh, er war dann der Zweite, aber es war, äh-Ja, schon irgendwie, äh, skurril, dass man dann plötzlich natürlich irgendwie so die Verbindung mit dem Hosseland irgendwie auch herstellen wollte, aber es ist uns bis jetzt leider noch nicht so richtig gelungen. Michalina: Es einfach anläuft. Torben: Wir haben halt versucht, über LinkedIn und Co. irgendwie Leute anzuschreiben, aber ja. Sebastian: Vor Ort? Michalina: Auch vor Ort. Auch vor Ort mit dem Manager gesprochen, ähm, Vi-Visitenkarten ausgetauscht, spannende Worte, aber dabei ist es erst mal geblieben. Sebastian: Okay. Torben: Ja, wir hoffen, wir hoffen drauf, dass, äh, vielleicht das, äh, noch anders wird. Also wir werden auf jeden Fall dieses Jahr noch ein paar Anläufe machen. Sebastian: Mhm. Torben: Ähm, und, äh, ich-- wir können's nur empfehlen. Ist ein ganz toller Park, noch 'n bisschen klein, aber, äh, für 'n Tag kann man da super, super sich aufhalten. Gibt tolles Essen dort, leckere Kuchen, wie in Polen alles Essen wirklich Sensationelles und günstig. Sebastian: Ihr habt ja jetzt den Podcast quasi, mit dem wir, auch wenn der auf Deutsch ist, könnt ihr auch noch mal zu dem Parkmanager gehen und sagen: „Hier guck mal, wir haben sogar Werbung für dich im, einem deutschen Camping-Podcast gemacht." Torben: Ja, na klar. Das hoffen wir natürlich, dass, dass wir da, äh, jetzt dann natürlich auch noch 'n bisschen Aufwind bekommen. Das ist ja auch einer der Gründe, warum wir, warum wir bei euch sind und auch warum wir gesagt haben: „Hey Mensch, wir kommen jetzt grade 'n bisschen ins Strugglen- Sebastian: Mhm. Torben: -und wir brauchen tatsächlich Werbung, um, äh, auch weiterzumachen und unseren Traum weiter zu, zu leben. Also... Michalina: Wir hatten auch, äh, Pläne für eine Weiterentwicklung. Es gibt noch ein paar Grundstücke um uns herum, wo wir weitere schön geeignete Stellplätze dazu, äh, entwickeln könnten, kreieren könnten, aber das müssen wir erst mal auf Zukunft verschieben, weil uns eben, ne, die finanziellen Mittel fehlen. Wir haben jetzt alles auf eine Karte gesetzt- Sebastian: Mhm. Michalina: -und hoffen, dass sich das jetzt, ähm, weiterentwickelt und dass wir loslegen können. Torben: Definitiv. Also das auch toll, dass man halt von der Gemeinde so unterstützt wird. Also wir haben's angeboten bekommen. Also haben gesagt: „Ey Mensch, äh, wir wollen hier unbedingt den Tourismus fördern und wir finden's total toll, dass ihr als deutsche Investoren Torben: ... Ist auch komisches Gefühl irgendwie, aber wir jetzt halt so gesehen in so 'ner kleinen Gemeinde dann, ähm, dann, äh, dort so 'n Campingplatz baut. Ist ja total spannend. Und, äh, wie kommt ihr denn da drauf, jetzt hier bei uns? Und na ja, hat das mit dem Hosseland zu tun? Ähm, ja, wir haben da hinten noch 'n Grundstück und, äh, wollt ihr das nicht haben und da auch noch 'n paar, äh, Stellplätze bauen. Und, ähm, ja, also wir sind auch sehr interessiert an Unterstützung von, äh, Menschen. Also falls jemand da draußen ist, der, äh, uns gerne unterstützen möchte und mit uns zum Beispiel DIY-Projekte bauen möchte und dafür bei uns kostenlos stehen möchte. Sebastian: Da gibt's bei Facebook so Gruppen, ähm, Wohnmobil gegen Hand und, und Camping gegen Hand, weiß ich. Torben: Genau. Michalina: Mhm. Da müssen wir uns noch-- Wir sind schon in vielen Facebook-Gruppen, aber tatsächlich in so einer Gruppe noch nicht. Sebastian: Das weiß ich noch, weil wir, als wir selber im Wohnmobil gelebt haben, gab's, gab es viele Leute, die man unterwegs getroffen hat, die das zum Teil gemacht haben als Modell. Wir haben ja online gearbeitet, wir haben das nicht gebraucht, aber waren immer wieder welche dabei, die dann irgendwo auf, auf 'm Campingplatz aufgepasst haben oder auch dort mit als, als Saisonkraft gearbeitet haben und, ähm, quasi Kost, Kost und Logie hatten und so was. Also das weiß ich, dass da bei Facebook 'ne ganze Menge Gruppen gibt. Torben: Genau, ja. So was können wir uns auch vorstellen. Ähm, wir hoffen, dass wir, dass wir viele Menschen zu uns ans Feuer, äh, locken können und uns mit denen unterhalten und austauschen und sind auch vollkommen offen. Ja. Michalina: Letztendlich, letztendlich erfüllen wir uns doch schon einen Traum, weil ich wollte schon immer einen, äh, Camper haben oder ein Wohnmobil. Du hast ja von Camping auch hin und wieder mal geträumt und dann haben wir festgestellt: Ach, go big or go home. Wenn schon, denn schon, dann machen wir gleich unseren eigenen Camping. Torben: Genau, richtig. Also wir haben auch Zeltplätze. Also wir können, ihr könnt auch zelten bei uns. Und wir haben, äh, einen, unseren Wohnwagen, unseren ersten Wohnwagen, gehen aus den 80ern, den Hobby, den haben wir jetzt, äh, grade vor einem Monat komplett auseinandergerissen und haben alles rausgeschmissen und haben, äh, dort wollen wir ein Bett reinstellen und, ähm, ein, eine Couch und da kann man dann zu viert, äh, drin wohnen. WC ist draußen, Dusche ist draußen und, äh, ja. Michalina: Kann man auch ohne Camper. Torben: Dann kann man auch ohne Camper zu uns kommen und das Ding dann mieten. Und ja, w-wir haben auch überlegt, ob wir vielleicht so Dachzelte aufstellen wollen. Also so 'ne Art Glamping. Also wir haben noch eine Area, die nennen wir Mordor. Michalina: Mordor, genau. Sebastian: Okay, klingt spooky. Michalina: Ähm, ursprünglich sollte dort ein Hundeauslaufgebiet, äh, kommen. Denn ich selber, ich bin eine ehemalige Hundebesitzerin. Ich liebe Hunde und ich, äh, finde, es gibt nichts Schlimmeres als 'n Hund, äh, an einen Camper angebunden. Ich weiß, bei kleineren Hunden kann man so kleine Zäune, äh, rum machen, äh, aber bei größeren Hunden ist das nicht möglich. Und das ist ein, äh, Mordor ist ein, ähm, eine Ecke zwischen den Bäumen, da ist sehr verschattet. Also, äh, viel Schatten, äh, für die Wauwaus, für die Vierbeiner. Äh, wir nehmen, ähm, Gebühren für Hunde, aber wir haben uns vorgenommen- Torben: Spenden das. Michalina: Genau, das spenden wir an einen hiesigen Tierschutz. Also, äh, jeder, der, äh, zu uns mit 'nem Hund kommt, der bezahlt für den Hund, aber das Geld behalten wir nicht, sondern spenden. Und da wollten wir in Mordor, weil es eben ein sehr unebenes Gelände ist, ähm, da wollten wir 'n Hundeauslaufgebiet, äh, machen und wir haben da noch Platz für 'n paar Glamping. Torben: Genau, richtig. Und, ähm, ja, da bauen vielleicht paar Plattformen und hatten uns schon überlegt, wir waren auf der Messe letztes Jahr, äh, in Berlin und haben uns schon so Dachzelte angeschaut, die man so aufklappen kann, die normalerweise auch auf Autos draufkommen, aber die hatten die dort auf Gerüste aufgestellt und wir hatten uns überlegt, dass wir Europaletten zusammenbasteln und die, die so Dachzelte auf EuropaletteÄh, bauen wollen, sodass man die nur aufklappen muss, dass sie 'n bisschen wettergeschützt sind, wenn sie nicht gebraucht werden. Sebastian: Mhm. Torben: Und, ähm, dann, dass man die dann mieten kann, ohne dass man 'n Zelt irgendwie nutzt. Dann kann man nur mit Auto oder mit Motorrad irgendwie zu uns kommen. Michalina: Also wir haben noch sehr viele Ideen im Kopf. Torben: Auf jeden Fall. Michalina: Wir sind erst am Anfang. Sebastian: Das ist cool und das sind auf jeden Fall spannende Ideen. Ich, bevor ich gleich noch zwei Fragen stelle, also er heißt, also der Platz heißt Camp Easter Egg. Torben: Ja. Sebastian: Habt ihr 'ne Webseite? Torben: Klar, www.campeasteregg.com. Hab ich auch selber erstellt, auch meine allererste Website, die ich irgendwie selber, äh, kreiert habe. Ähm, 'n bisschen Unterstützung, aber ja, äh, ich wollte auch nicht viel Geld dafür ausgeben. Wir haben super Unterstützung bekommen von CamperLot. Äh, liebe Grüße an Sebastian. CamperLot, tolle Leute. Alex hat uns, ähm, die Karte erstellt. Ähm, das ist ein Buchungsportal für, äh, Campingplätze. Ähm, ja, kann sich auch jeder mal anschauen. Äh, camperlot.de oder .com? Ich weiß nicht gar, gar nicht genau. Sebastian: Kann ich schon spoilern, dass wir mit dem Jungs, ähm, der Sebastian Namensvetter von mir, mit dem hatt ich auf der CMT gesprochen und ich fand die Story auch ganz spannend, dass die werden auch einen Platz hier im Podcast haben, wenn wir hinter die Kulissen gucken. Da wollen wir nämlich mal hinter die Kulissen so 'ner Buchungssoftware schauen. Das kann ich schon spoilern. Ich wusste auch gar nicht, dass ihr euch kennt. Das hab ich quasi im Vorgespräch erst erfahren. Michalina: Die Welt- Torben: Ja, wir, also- Michalina: ...ist ein Camper-Welt. Torben: Wir, wir haben, glaub ich, äh, die, äh, auf, auf euch aufmerksam gemacht, weil wir gesagt haben: „Hey Mensch, kennt ihr eigentlich Camper Style? Ganz toller Podcast." Ähm, haben wir immer ge-gehört auf dem Weg, äh, von Berlin nach Polen und haben uns auch sehr viel Input von euch geholt. Liebe Grüße an die Nele. Ähm- Sebastian: Die ist heut nicht dabei, die hatte kein Internet oder nicht genügend schnelles Internet. Torben: Genau, richtig. Und aber ja, ähm, ja, ihr beiden habt uns bezaubert mit euerm Podcast und, äh, ja, wir haben also auch so einige Sachen irgendwie gehört über auch so auch die, die, die, wir haben dann rückgehört quasi auch über die Corona-Zeit und wie man 'n Camper ausbaut und was man alles braucht und welche, äh, Sachen uns helfen, was die Leute, worauf die Leute Bock haben. Und das haben wir versucht, so 'n bisschen mit umzusetzen auch. Sebastian: Ich bin gespannt. Ich bin ja der vollen Überzeugung, dass ein, ein Stellplatz oder ein Campingplatz immer mit den Menschen, die ihn betreiben und vor Ort sind, steht und fällt. Und da mach ich mir bei euch ehrlicherweise keine Sorgen, ähm, dass das nicht cool wird, weil da ... Du kannst quasi mit tollen Mensch... Also das wird sicherlich für, nicht für jeden Camper gelten, ne. Wer einfach nicht, nicht mit Menschen kann und mag, okay, für den wird das nicht gelten, aber, ähm, für alle anderen kann man, glaub ich, auch kleine Mäkel, äh, die, wenn man sie hätte, äh, quasi einfach mit den Menschen wieder gut machen. Also von daher mach ich mir gar keine Gedanken. Torben: Ja. Sebastian: Bin wirklich sehr gespannt. Michalina: Danke schön. Sebastian: Und falls es mich irgendwann in die Gegend treibt, äh, werd ich euch auf jeden Fall auch einen Besuch abstatten, aber mich treibt's ja erst mal in die andere Richtung. Ähm, wir verlinken auch eure Sozial-, also Social Media, also Instagram, Facebook und eure Website auch noch mal in den Show Notes für alle, die das interessiert. Ich hab jetzt aber noch, noch zwei abschließende Fragen. Erst mal, wie ist's zum Namen überhaupt gekommen? Also Camp Easter Egg hier, Camp Osterei. Torben: Das ist tat-tatsächlich eine der, der meist gestelltesten Fragen. Also: „Hey, was ist das denn für 'n Name?" Michalina: Also Easter Egg ist nicht nur Osterei, sondern Überraschungsei. Torben: Genau, und wir haben ja uns jetzt das, äh, Thema, äh, Wikinger ausgesucht, ähm, für unseren Platz, aber das kann sich auch ändern. Vielleicht machen wir mal 'ne Runde Cowboy oder Indianer oder darf man nicht mehr sagen, glaub ich, ja. Michalina: Das ganze Projekt ist für uns ein Überraschungsei. Torben: Genau, richtig. Also- Sebastian: Also für euch vor allen Dingen. Torben: Genau, richtig. Für uns ist es auch 'n Überraschungsei. Und, ähm, es hat halt tatsächlich auch noch eine andere Bedeutung. Ähm, ja, ich bin Gamer, ich spiel gerne Computer und, äh, ein Easter Egg ist ja eine Geheimtür, äh, in einem Computerspiel und wir sind die Geheimtür zum Hossauer Land. Also wir haben uns auch schon mit den Architekten, die diese ganzen supertollen Figuren, schaut sie euch an, das ist wirklich richtig klasse, was im Hossauer Land für, für, ähm, Wikingerfiguren, äh, dort entstanden sind. Michalina: Das ganze Park ist ja märchenhaft gesta-gestaltet. Torben: Das ist ganz toll und, äh, wir haben uns mit den Leuten dort, ähm, schon getroffen und sobald wir die finanziellen Möglichkeiten haben, werden wir auf jeden Fall irgendwie so coolen Game-of-Thrones-Thron irgendwo hinstellen oder ein cooles Wikingerportal. Also das ist auf jeden Fall so unser Ziel. Äh, so, so, so, so waren zumindest unsere Ideen. Sebastian: Und das wird man vermutlich dann ja auf Social Media auch mitbekommen, wenn's so was dann gibt. Torben: Definitiv, auf jeden Fall. Das, äh, we-werde ich feiern. Michalina: Da es eine Überraschung in jeder Hinsicht für uns ist, haben wir, äh, haben wir, haben wir einfach festgestellt, das passt. Das passt in so vielen, äh, Situationen. Ein Easter Egg, ein Überraschungsei. Sebastian: Mhm. Ich hab's mir schon 'n bisschen gedacht, ähm, dass das irgendwas mit, mit sozusagen den versteckten Funktionen, äh, zu tun hat. Torben: Ja. Sebastian: Ja, bin ich sehr gespannt, was es da bei euch dann noch zu entdecken gibt. Michalina: Wir auch. Sebastian: Und- Torben: Ja, wir auch. Wir wissen's auch noch nicht. Sebastian: Und meine, meine letzte Frage: Wenn jetzt, äh, wenn jetzt jemand zu euch kommt und sagt: „Also wir, wir gründen, wollen 'n Campingplatz aufmachen." Was wär der eine Satz, den ihr diesen Menschen auf jeden Fall mitgeben würdet? Michalina: Geile Idee. Torben: Es wird anstrengend, Torben: aber, äh, erfüllt euch eure Träume. Also, ähm, ich hatte vor drei Jahren 'n Schlaganfall, der auch noch dazu geführt hat, dass ich sage: „Hey, macht einfach, genießt euer Leben, versucht das zu machen, wodrauf ihr Bock habt und, äh, ähm, mit strahlenden Augen voran und, äh, macht's einfach." Wir haben's einfach gemacht und wir wissen auch noch nicht so genau. Michalina: Also ich würde sagen, ähm, geht an das Projekt mit einer sehr großen Dosis von Hoffnung und einer, äh, kleinen Dosis von Realismus ran. Sebastian: Das ist ein sehr schöner, also zwei sehr schöne Abschiedssätze. Ich, ich würde das genauso stehen lassen. Ich find es sehr inspirierend. Ähm, ich, es war 'n cooles Gespräch. Also tatsächlich, äh, Nele hatte das Vorgespräch mit euch geführt. Ich, äh, hab euch nur kurz zum Technikcheck kennengelernt, also um euch auch so 'n bisschen hinter den Podcast gucken zu lassen, liebe Hörer und Hörerinnen und hab noch gar nichts über das Projekt gewusst und hab das jetzt quasi alles erst im, im Gespräch erfahren. Ich find das eigentlich immer am schönsten, wenn ich vollkommen, äh, unwissend reingehe, weil ich dann viel, viel lerne und viel erfahre. Das war sehr inspirierend mit euch. Vielen Dank, dass ihr dran geblieben seid. Also wir haben uns leider auf deinen Anruf nie gemeldet, weil er ist einfach untergegangen. Das haben wir auch schon ausgewertet grade, weil wir einfach viel mehr immer Anfragen und Sachen reinbekommen, als wir wirklich abgearbeitet bekommen. Das ist halt leider so. Torben: Ich bin Vertriebler, da lass ich mich nicht von abschrecken. Sebastian: Ja, eigentlich ist, ist ja unsere Karo, unsere KI-Assistentin dafür da, um die Vertriebler abzuschrecken, aber es hat bei dir nicht geklappt. Torben: Nein. Sebastian: Vielen Dank auf jeden Fall für die Chance. Das passte jetzt halt genau in diese, in diese neue Idee, dass wir mal hinter die Kulissen bei Unternehmen schauen und ich fand das sehr inspirierend. Ich, meine Frau und ich haben auch irgendwann den kurzen Traum gehabt, in, in Portugal auch 'n Stellplatz zu machen, äh, und haben dann aber sehr schnell, als wir noch mal drüber nachgedacht haben, gemerkt, nee, ortsabhängig, das ist eigentlich genau das, was wir nicht wollen und, äh, wir müssen aber vor Ort sein. Wir können da nicht irgendwelche Angestellten hinset-hinsetzen und dann haben wir's wieder verworfen. Aber ich, ich konnte deswegen auch so, als ihr erzählt habt mit dem Grundstück und ihr habt das gesehen und das war als Erstes, das konnt ich alles nachvollziehen, weil ich diese Momente auch schon alle kenne und find das sehr, sehr spannend und wünsche euch ganz viel Erfolg bei eurem Projekt. Vielleicht sind ja wirklich 'n paar Hörer und Hörerinnen auch in der Nähe und haben Bock, mal vorbeizukommen, um euch quasi so paar erste Anschubbuchungen zu geben. Michalina: Wir sind ab dem 1. Mai da. Torben: Ab dem 1. Mai sind wir dort und- Sebastian: Ab dem 1. Mai seid ihr da. Torben: Genau, das House Oland hat auch schon geöffnet, äh, dann und wie gesagt, das ist nicht weit weg von Berlin. Äh, man kann da wirklich schnell hinfahren mit seinen Kindern und, ähm, dort mal 'n Tag im Freizeitpark verbringen, am nächsten Tag 20 Minuten zur Ostsee zu fahren. Da kriegt man immer kostenlose Parkplätze. Wir machen das auch tatsächlich, dass wir noch mal abends, äh, losfahren und, äh, ja. Michalina: Vielen Dank, dass wir bei euch zu Gast sein durften. Sebastian: Vielleicht hören wir uns ja in ein, zwei Jahren mal wieder und, äh, ihr berichtet mal, wie das so gelaufen ist. Wir, w-, falls wir das vergessen, dann kommt gerne noch mal auf uns zu. Ihr wisst jetzt, wie ihr uns erreicht. Torben: Kein Problem. Sebastian: Und ich hoffe, ihr liebe Hörer und Hörerinnen da draußen habt, äh, auch Spaß, mal so 'nen Blick hinter die Kulissen, wie so was entsteht, vielleicht sogar 'n bisschen Inspiration mitgenommen. Vielen Dank. Ich wünsch euch ganz viel Erfolg von ganzem Herzen. Ähm, bin sehr gespannt, wie es bei euch weitergeht. Und ja, vielleicht hören wir uns in ein, zwei Jahren ja hier wieder und vielleicht sehen wir uns ja auch irgendwann zwischendrin mal bei euch vor Ort, oder- Torben: Sehr gerne. Wir freuen uns auf Selfies. Sebastian: Die Welt ist ja 'n Dorf und wer weiß, wo wir uns mal treffen. Torben: Ja, auf jeden Fall. Also auch mal vielen, vielen herzlichen Dank, dass wir hier sein durften. Hat super viel Spaß gemacht. Michalina: Und kommt zu uns ans Feuer. Torben: Genau, kommt zu uns ans Feuer. Sebastian: Und das lassen wir stehen und macht's gut da draußen. Tschüss. Michalina: Tschau. Torben: Tschau.

Sebastian Vogt

Ich bin Sebastian Vogt, der Technik-Experte und Redakteur für smarte Lösungen und Gadgets bei CamperStyle. Meine Expertise ist fundiert durch sechs Jahre dauerhaftes Leben im Wohnmobil als Digitaler Nomade. Ich weiß aus First-Hand-Experience, welche Technologien im mobilen Alltag zuverlässig funktionieren und welche nicht. Daher schreibe ich hauptsächlich über Stromversorgung, Fahrzeugzubehör und die Digitalisierung unterwegs. Ein wichtiges Kapitel dieser Reise waren unsere drei geretteten Hunde – so teile ich zusätzlich meine fundierten Erfahrungen und Tipps rund um das Thema Camping mit Hund. Meine Lieblingsspots? Immer dort, wo ich einen Stellplatz am Wasser finde.

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