Das Transkript der Folge
Diese Zusammenfassung wurde von einer KI erstellt und kann daher kleine Unklarheiten oder Fehler enthalten. Es dient zum schnellen Nachschlagen der in der Episode besprochenen Themen. Anhand der Zeitstempel sind diese dann einfach im Podcast nachzuhören.
Nele: Hallo und herzlich willkommen zu Camper Style, deinem Camping-Podcast. Ich bin Nele und heute ist nicht Sebastian bei mir, sondern zwei Gäste und sogar zum ersten Mal auch Gäste aus Österreich. Ich freue mich sehr. Laura und Philipp, wir haben uns auf der TC Leipzig kennengelernt und wir sprechen heute gemeinsam über das Thema Selbstausbau. Stellt ihr euch doch bitte einmal kurz vor: Wer seid ihr? Was macht ihr? Wie seid ihr unterwegs und warum könnt ihr was zu diesem Thema heute beisteuern? Laura, magst du mal anfangen?
Laura: Ja, hi, ich bin die Laura. Ähm, danke, Nele, noch mal für die Einladung. War echt cool in Leipzig. Ähm, genau, ich bin die, warum wir zusammengekommen sind. Ähm, ich bin die Vanbuilder Award-Gewinnerin 2025. Ähm, ist mittlerweile schon mein zweiter Selbstausbau. Ich bin gestartet mit einem VW, ähm, Bulli. Ähm, jetzt ist es ein Mercedes Sprinter geworden und die Nele ist dann in Leipzig zu mir gekommen. Auf unseren Stand habe ich einen Sprinter ausstellen dürfen und hat gesagt: "Hey, wäre cool, wenn wir uns ein bisschen unterhalten könnten." Und wir nehmen euch heute mit, ähm, in unser kleines Universum. Wir haben ein cooles Projekt jetzt mit 1. Jänner gestartet, was wir euch dann auch noch vorstellen würden. Und ich gebe das Wort jetzt weiter an den Philipp.
Philipp: Ja, von mir ein Hallo! Ähm, wie bin ich zu dem Thema Vanlife gekommen? Ähm, ich glaube, seitdem ich mich erinnern kann, war immer irgendwie ein Auto da zum Basteln. Ähm, das erste war ein VW LT achtundzwanzig, ein ganz ein alter, Baujahr '78. Mit dem habe ich damals auch meine Abireise gemacht, wie man sagt, bei euch. Bei uns ist es die Matura, ähm, nach Irland. Das waren dann drei Wochen Irland und ja, irgendwie war dann... das Auto ist verkauft worden und dann das nächste ausgebaut und so hat sich das eine zum anderen entwickelt. Und ich habe dann die gute Idee gehabt, auch in einem Auto zu wohnen und habe mir dann noch einen alten Mercedes-Lkw umgebaut und das Auto auch prime auch fürs Wohnen ausgelegt. Also das ist dann mehr so das Tiny House geworden statt das klassische Wohnmobil. Und auch so Dinge probiert wie Lehmputz an den Wänden und mehr so ein bisschen das natürliche Wohnklima zu haben, im Vergleich zu den Standard-Kunststoffausbauten von den meisten Wohnmobilen.
Nele: Also da werde ich auf jeden Fall später noch mal drauf zurückkommen. Mindestens hier im Podcast, aber eventuell auch privat, weil das, ähm, du hast im Vorgespräch gar nicht verraten. Wir haben uns ja schon im Vorfeld zum heutigen Termin ein bisschen unterhalten. Also ihr seid ja echt zwei, äh, Verrückte, wenn ich das so sagen darf. Und Laura, dein Fahrzeug hast du ja selber eben schon gesagt, konnte man auf der TC Leipzig sehen. Deins, Philipp, nicht. Das musst du uns dann noch selber ein bisschen beschreiben, wie du aktuell unterwegs bist. Aber was mir halt direkt ins Auge gestochen ist, war, dass das, was du gemacht hattest, Laura, mit deinem Sprinter einfach wunderschön, aber auch sehr fun-funktional war. Und dann habe ich dich ja angesprochen und habe gesagt: "Mensch, wer hat das denn ausgebaut?" Sagst du: "Ja, du alleine." Also quasi auch praktisch ohne Hilfe. Und da war ich natürlich direkt on fire, weil so Ausbauthemen sind ja doch immer noch relativ stark in Männerhand und ich freue mich aber, dass jetzt auch immer mehr Frauen dazu kommen und gerade noch, ähm, dass du es komplett ohne Unterstützung geschafft hast. Ich glaube, nur die Elektrik, da hat der Philipp dir geholfen, ne? Hattest du gesagt.
Laura: Genau, also Elektrik, da bin ich... Beziehungsweise das ist sowieso ein heikles Thema im Selbstausbau. Also der Philipp, ähm, ist grundsätzlich von Grundberuf Elektrotechniker und der hat sich da mit dem Camper-Elektrik beziehungsweise auch Elektrik auf Segelbooten da ziemlich viel auseinandergesetzt. Ähm, und also zwölf Volt habe ich jetzt beim zweiten selbst geschafft, aber er hat natürlich alles kontrolliert und die zweihundertdreißig-Volt-Elektrik, alles, was mit Wechselrichter, ähm, Aufbaubatterie et cetera, et cetera. Ähm, da hat er... Wir haben es zusammen gemacht, aber grundsätzlich hat er geschaut, dass eben Kabeldurchschnitte, Kabelschuhe et cetera, dass das wirklich alles, alles passt.
Nele: Hammer! Also da würde mich mal interessieren: Was war denn so deine Zielrichtung bei dem Ausbau? Also Optik, klar, ist wunderschön geworden, habe ich ja schon gesagt, aber auch so von der Funktionalität her, was war dir da besonders wichtig? Und vielleicht auch: Was hast du da bei dem Ausbau anders gemacht als bei deinem ersten Bulli?
Laura: Genau, die Grundidee. Also ich war mit meinem Bulli drei Monate na, ähm, auf Auszeit nach einer Kündigung in Norwegen unterwegs und ich hatte leider das Pech, dass es von drei Monaten, glaube ich, zweieinhalb Monate geregnet hat. Und ich habe da oder wir haben da unseren Hund schon gehabt, den Lucky, ist ein Dalmatiner. Ein sehr großer Dalmatiner mit fünfunddreißig Kilo. Und das war dann halt im VW-Bus mit Außenküche, ähm, Ausziehbett und nassen Hund und nassen Klamotten et cetera. Ähm, sehr, sehr mühsam, sage ich jetzt einmal. Also da habe ich fast einen Lagerkoller bekommen. Ähm, und dann war, stand eigentlich die Entscheidung schon fest: Ja, es muss ein größ-größeres Auto her. Und noch während meiner Reise, ähm, haben dann mein Papa und der Philipp tatsächlich in, in unserem Wohnort, ähm, hat ein Nachbar den Sprinter verkauft. Die haben das dann noch angeschaut, während ich in Norwegen war und ihr haben dann das Go gegeben: "Ja, bitte, ähm, kaufen." Und was ich mir halt überlegt habe, also die-... Die Grundidee war dann nach diesem Erlebnis in Norwegen, ich will eine Dusche im Van haben, ich will drinnen kochen können-
Nele: Mhm.
Laura: -und will trotzdem nicht auf Stauraum und auf Gemütlichkeit verzichten. Ähm, deswegen ist mir dann die Idee gekommen: Hey, mach eine bisschen größere Dusche. Ähm, weil natürlich auch die Frage gekommen ist: Ja, wo, wo schläft der Hund? Ähm, er wird immer mit dabei sein, wenn wir unterwegs sind. Ähm, und deswegen habe ich mir gedacht: Ja, warum, warum können wir den Hund nicht in die Dusche, ähm, legen? Weil während dem Fahren duscht selten jemand.
Nele: Mhm.
Laura: Und ich hätte ansonsten den ganzen Stauraum, was ich im Heck, ähm, habe, mit einem Heckauszug, hätte ich für die Hundebox, ähm, her schenken müssen. Und dann wäre das halt mit, mit Stauraum beziehungsweise Gepäck, wenn man einmal länger auf Reisen ist und Werkzeug et cetera, et cetera, schwierig geworden. Und deswegen, das feiern die Leute auch ziemlich, vor allem die Hundebesitzer. Ähm, Lucky geht ins Auto rein, er hat seinen Safe Space. Ähm, auch wenn er schmutzig ist, du kannst ihn runterwaschen. Ähm, er muss nicht durchs komplette Auto, er muss nicht aufs Bett. Ähm, genau, und deswegen, das ist eigentlich so die, das Highlight, würde ich jetzt nicht sagen, aber so die Grundidee gewesen, ähm, mit der Dusche, wo der Hund drinnen schläft. Es ist mit einem Gitter, mit einem Holzgitter zum Zumachen, mit Magneten. Also die tut man einfach, ähm, dann vor den Ausgang quasi und da hat er dann, ist er sicher verwahrt während der Fahrt. Er kann nicht durchs komplette Auto fliegen und hat aber trotzdem seinen Raum zum Zurückziehen beziehungsweise auch, wo er sicher während der Fahrt mitfährt.
Nele: Das ist eigentlich eine ziemlich geniale Idee. Wäre ich jetzt selber so nicht drauf gekommen, aber es ist ja gerade bei, ähm, Hunden, die jetzt ein bisschen mehr, äh, Raum einnehmen als unsere mit ihren fünf Kilo, immer ein Thema, wo die Leute sagen: "Ich weiß eigentlich nicht so genau, wohin mit meinem Hund, weil der unterm Tisch, dann habe ich keinen Platz mehr für die Beine und aufs Bett mag auch nicht jeder, ne." Und gerade, wenn die Hunde dann auch dreckig sind. Also, äh, sehr, sehr cool. Das, war das deine Idee oder hast du das irgendwo gesehen so? Man guckt ja sicher auch viele YouTube-Videos und so was.
Laura: Na, das war tatsächlich meine Idee, weil mein Papa leiht sich den Sprinter auch manchmal aus und der ist tatsächlich zwei, fast zwei Meter groß und der hat auch gesagt: Na, wenn, dann hätte er schon gerne eine Dusche, weil wenn der Hund natürlich-
Nele: Mhm.
Laura: -nicht drinnen ist, dann schlä, steht dort das WC drinnen, ähm, modular in Eurobox-Format und er würde halt gerne gemütlich am, am WC sitzen und nicht die Füße bis zur Nase einziehen müssen. Und dann haben wir gesagt: "Ja, passt, das ist eigentlich eh die perfekte Lösung." Für den Lucky groß genug, ähm, so zum Duschen groß genug, ähm, dass man gemütlich auch mal aufs Klo gehen kann, groß genug. Und deswegen, ja, war das eigentlich rein meine Idee.
Nele: Sehr, sehr cool. Und wenn ihr jetzt den, das Fahrzeug auch noch mal beschreiben würdet, wenn man reinkommt, ne? W-wie ist es genau aufgebaut? Also rechts natürlich klar, Fahrerkabine, logischerweise, aber w, was sieht man alles, wenn man zur Tür reinkommt und dann so im hinteren Bereich?
Laura: Genau, also wenn man vor der Schiebetüre steht, ähm, ich habe die Küche in die Schiebetüre ein bisschen reingezogen. Ähm, der Sprinter hat keine Trennwand drinnen. Ähm, der Beifahrersitz ist zum Drehen. Ich habe bei der Küche auch noch so einen Klapptisch zum Hochklappen. Das ist ganz super, wenn zum Beispiel einer schon schlafen möchte beziehungs, oder der andere noch was arbeiten, Videos schneiden et cetera, et cetera möchte und der andere sich aber schon ins Bett legen möchte, dann stört man nicht, weil im hinteren Bereich, ähm, es ist ein Längsschläfer, das war mir auch ganz wichtig, weil wer den Sprinter kennt, der ist recht schmal, im Gegensatz zu Boxer, Jumper et cetera. Ähm, und ich wollte keine Ohren dran bauen. Deswegen haben wir eine Lösung finden müssen mit einem Längsbett, also eh klassisch. Ähm, ich ziehe das Bett dann über die Sitzbank, quasi, also links und rechts. Dann, ähm, Sitz zum Sitzen, in der Mitte der Tisch zum Rausziehen und auf der Fahrerseite ist dann hinterm Fahrersitz eben, wie gesagt, gleich die Dusche. Dann ist noch, ähm, ein Hängeschrank und auf Gesamtlänge sind wir dann eben unter die sechs Meter. Also ich weiß nicht, was der Sprinter hat, fünf neunundachtzig oder so in der Gesamtlänge. Genau, und Oberkästen dann noch links und rechts vom Bett und hinten im Heck, ähm, ist auf der rechten Seite die komplette Elektrik und Standheizung, in der Mitte der Schwerlastauszug für den Stauraum. Es ist alles mit Eurobox-Format gebaut, also dass man wirklich schön, ähm, mit Euroboxen arbeiten kann. Und auf der linken Seite ist dann noch der Frischwassertank und Abwassertank, ist, ist unterm Auto montiert.
Nele: Das heißt also, wenn ihr zusammen unterwegs seid, dann seid ihr auch nur mit einem Fahrzeug unterwegs. Oder Philipp, hast du dein eigenes Fahrzeug dabei?
Philipp: Ah, nein, momentan, also meine Fahrzeuge sind aktuell nur Projektfahrzeuge.
Nele: Mhm.
Philipp: Unter anderem auch ein Sprinter, ähm, eh der gleiche Typ, wie die Laura hat, nur als Pritsche. Das soll einen Kofferaufbau bekommen, weil ich einfach ein Riesenfan bin von Kofferaufbauten. Ähm, man ist vom Fahrzeug her außen minimal breiter als die Kastenwägen. Man hat gerade Wände dafür, man hat-
Nele: Mhm.
Philipp: -auch viel bessere Isolierung. Also, also wenn man wirklich eher Richtung Wintercampen gehen will oder auch für, aus meiner Sicht, für alles, was irgendwie dauerhaft im Wohnen vom Fahrzeug eine Idee ist, ist der Kastenwagen für mich klar ein Vorteil.... sicher, manche sagen, die Optik ist schon, das wäre ein Lieferwagen oder von der Post, was auch immer. Aber i, für mich überwiegen klar die Vorteile. Und das ist also ein bisschen eine Idee, was jetzt entstanden ist, da ein Kofferkonzept zu bauen, auch für Selbstausbau, quasi so einen Bausatz, den man sich konfigurieren kann. Das ist so ein bisschen die Idee, was gerade im Entstehen ist. Und das zweite Fahrzeug ist wieder ein Lkw, ein großer, ein Mercedes Actros mit Allrad. Da reden wir dann von einer fünf Meter Wohnkabine, die auch nach dem gleichen Konzept wieder werden soll, nur halt in größer. Also dass man da, ich sag, das gleiche Wohnkabinenkonzept machen kann für Fahrzeuge unter dreieinhalb und über dreieinhalb Tonnen.
Nele: Ach, cool. Also ich bin großer Fan von Kabinen, weil ich find's gerade schön, dass sie aussehen wie Lieferwagen. Ähm, auch im Hinblick auf mal diskret unterwegs sein, weil da halt selten jemand vermutet, äh, dass man da drin pennt. Und das heißt, es wird auch dann so sein, dass ihr dann mit zwei Fahrzeugen durch die Welt tourt irgendwann? Oder habt ihr schon geplant, immer nur eines zu nutzen?
Philipp: Na, es ist schon das Ziel, halt ein Fahrzeug dann zu verwenden.
Nele: Mhm.
Philipp: Momentan haben wir der Lauri und die anderen sind, wie gesagt, noch Projektfahrzeuge. Die werden jetzt vielleicht heuer noch fertig werden, eins im Grunde, aber es, es wird sicher noch ein bisschen dauern von dem her. Also es macht eigentlich auch keinen Sinn, mit zwei Fahrzeugen unterwegs zu sein.
Nele: Ja, ich, ich habe mich da neulich mal ein bisschen länger mit beschäftigt, weil ich immer wieder auf das Thema Vanlife zurückkomme. Also auch so, so wirklich dann wieder im Fahrzeug zu leben halt, wie, wie wir das ja auch schon gemacht haben. Und mit Wohnwagen und, und Zugfahrzeug hat man ja diese Flexibilität, dass man auch nicht immer alles zusammen unternehmen muss und dass man auch dann nicht immer alles abbauen muss, wenn man irgendwie weiter will und so. Aber wenn man halt so in einem, in einem Kastenwagen oder so unterwegs ist, dann ist es halt nur ein Fahrzeug und mir wäre das für mich, also für, für mein Leben, für die Art, wie wir unsere Beziehung führen und so weiter, wäre mir das dann wahrscheinlich auf Dauer zu wenig so, dass man dann, dass man sich dann auch immer so absprechen muss und, und mal eben einkaufen fahren: "Ja, wann können wir?" Und so. Dann habe ich irgendwie gehört von Leuten, denen ich auf YouTube auch folge, dass die jetzt eben mit zwei Fahrzeugen unterwegs sind. Ist natürlich umwelttechnisch fragwürdig, ne, ähm, aber vom Konzept her fand ich das eigentlich ganz schlau. Gerade wenn man halt in den Fahrzeugen auch lebt, so richtig, dann, äh, kann das schon durchaus eine Lösung sein. Vielleicht, um ein bisschen auch, ähm, ja, so eigene Bereiche zu haben, einfach.
Philipp: Ja, das sicher. Also gerade, ich sage, alles, was über dreieinhalb Tonnen ist, haben wir viele hinten am Lkw klassisch das Motorrad mit. Da hat man dann im Prinzip ein Auto, mit dem man fährt, aber wenn man irgendwo dann länger steht, trotzdem noch das Zweitfahrzeug, um eben einkaufen zu fahren. Also ich habe das mit meinem vorigen Lkw gehabt, in dem ich gewohnt habe, ähm, wo wir Spanien, Marokko waren. Das, das-- der Lkw selber ist auf drei Wochen gestanden am gleichen Platz und du machst halt dann mit dem Motorrad die Touren, fährst einkaufen.
Nele: Mhm.
Philipp: Fahrrad hat man auch mit. Also ich denke, alles, was Richtung über dreieinhalb Tonnen geht, ist es sicher Standard, irgendwo ein Zweitfahrzeug. Viele haben ein Quads mit. In die Dreiachs-Lkws geht es dann schon ganz gut, dass man ein Quad mit hat. Ich meine, die ganzen Luxusmobile, die hat dann unten seinen Porsche drin und so, aber ich glaube, das ist dann-
Nele: Nee, das...
Philipp: -eher nicht das-
Nele: Eher nicht unser Style.
Philipp: Aber technisch ist sehr viel möglich auf einmal.
Nele: Ja, ja.
Laura: Also ich glaube, das ist auch dann bei uns wirklich am Plan. Also entweder Motorrad, ähm, oder irgendein anderes Begleitfahrzeug, ähm, noch mit. Also Ideen sind da. Wie wir es dann umsetzen, das wissen wir noch nicht so ganz, weil wir irgendwie jede Woche dann wieder irgendwas auf was anderes draufkommen und wieder eine neue Idee haben.
Philipp: Ja, ja, in Stuttgart steht so das Projekt Nummer drei. Schauen wir mal, ob es bis zur Messe noch da steht. Dann hätte man da noch was im Kopf.
Nele: Ach, tatsächlich?
Philipp: Ja, das ist, geht mehr so in die Richtung Wohnanhänger dann, aber-
Nele: Okay.
Philipp: Ganz ein exklusives Gespann. Ich will jetzt nicht zu viel verraten-
Nele: Dann müssen wir da ja noch mal miteinander sprechen.
Philipp: Ja, das-- also der, der ist online ist er drin. Ich habe den auch schon versucht zu erreichen, den Verkäufer, aber-
Nele: Mhm.
Philipp: -es ist jetzt, glaube ich, schon seit drei Wochen ohne Antwort, trotz E-Mail und Anrufen.
Nele: Okay.
Philipp: Weiß ich nicht, aber er ist noch online. Schauen wir mal, ob das was wird vielleicht.
Nele: Jetzt haben wir ja schon gehört, Philipp, du bist Elektrotechniker, aber Laura, du kommst ja gar nicht aus der handwerklichen Ecke. Was machst du beruflich? Erzähl mal.
Laura: Na, also ich bin grundsätzlich Intensivschwester. Ähm, ja, ich bin eigentlich-- ich habe eigentlich mit Camper-Ausbau gar nichts am Hut gehabt, wie ich dann den Philipp 2020 kennengelernt habe. Da hat er gerade noch seine Werkstatt umgebaut und da habe ich halt ein bisschen mit, mitgeholfen und mitgemacht. Und dann haben wir eben den Lkw noch ein bisschen hergerichtet, ähm, für Eventtreffen damals, wo er dann auch, äh, ausgestellt worden ist. Und da ist eigentlich dann diese Idee geboren worden: Ja, okay, ich hätte gerne auch, ähm, einen eigenen. Beziehungsweise ich komme ja ursprünglich aus dem Pferdesport, also so mit wirklich Turniere und in ganz Österreich beziehungsweise auch unter anderem Europa unterwegs. Und mein Papa hat schon immer so überlegt: "Ja, sollen wir uns einen Campervan zulegen? Einfach mit Pferdeanhänger zum Wohnen. Du bräuchtest nicht immer ein Hotel et cetera, et cetera." Er hat sich dann aber nie wirklich drüber getraut, weil er immer das im Kopf hatte: Ja, okay, da war ich halt früh jugendlich, also mit vierzehn, vierzehn, fünfzehn Jahre und er immer so: "Ja, was ist, wenn es mich in ein paar Jahren wirklich nicht mehr interessiert?" Und dann hat er alles da stehen und weiß eigentlich nicht, wohin damit. Und dann war das eigentlich ganz aus dem Kopf heraus. Und dann eben durch den Philipp wieder da, die Idee. Dann bin ich auch so ein bisschen in diese Community reingekommen.... und grundsätzlich, ich probiere eigentlich alles aus. Also ich bin, ich fürchte mich quasi vor nichts. Also ich bin da, nein, so jetzt: "Nein, das mache ich nicht" oder so, das bin ich nicht. Und dann bin ich auf die Suche gegangen nach dem, nach einem VW T4 Synchro war das damals, weil es immer geheißen hat: Ja, Allrad, Allrad, Allrad. Okay, Allrad, ähm, den haben wir dann in Niederösterreich bei einer Feuerwehr gekauft, ähm, sind dann heimgefahren damit. So grundsätzlich hat er nicht so schlecht ausgeschaut. Dann haben wir zu Hause einmal alles abgebaut und wer einen T4 kennt, der weiß, äh, wie die oft ausschauen können. Okay, gut. Ähm, war so ziemlich alles verrostet. Haben wir dann einmal grundsätzlich, glaube ich, fünf Quadratmeter Blech eingeschweißt-
Nele: Oh, fuck!
Laura: ... ähm, bis er dann wieder, bis er ausbaubereit war. Ja, und dann bin ich an den Ausbau gegangen und ja, habe grundsätzlich mir so Sachen überlegt, habe die dann mit dem Philipp besprochen, beziehungsweise habe ich mir ja vorher schon ziemlich viel vom Philipp abgeschaut: Wie geht man mit Geräte um? Wir haben ja vorher schon ein bisschen was selbst gebastelt, ähm, und habe das mit ihm besprochen: "Hey, so würde ich das gerne machen." Und er so: "Ja, passt. Ähm, schau auf das und das musst du aufpassen und so machst du das." Und dann habe ich es halt einfach einmal probiert und ich glaube, er ist auch damals schon ziemlich ... Also fürs erste Mal würde ich jetzt schon behaupten, sehr, sehr schön geworden.
Nele: Also ich finde das wirklich faszinierend, jetzt unabhängig von Mann oder Frau, dass man schon beim ersten Mal sich da so alleine rantraut. Ich glaube, ich wäre da wahrscheinlich so zu unsicher. Bin jetzt auch handwerklich nicht ganz unbegabt, ne. Ich habe auch viel mit meinem Vater früher im Haus, äh, geschreinert und so, aber, aber so ein, so ein Ausbau von einem Fahrzeug ist dann doch noch mal was ganz anderes irgendwie, als wenn du halt im Haus irgendwelche geraden Wände hast und dann einen, äh, Einbauschrank reinzimmerst. Und finde ich echt, ähm, faszinierend, dass du da schon beim ersten Mal auch gesagt hast: "Ja, möchte ich eigentlich so machen und guck du mal nur mit drauf." Ich würde dann wahrscheinlich dazu neigen, zu sagen: "Du, äh, ich hätte das gern so und so. Kannst du mir das bitte mal eben fertig machen?" Und ich würde es dann nur noch einbauen. Ich hätte dann auch gar nicht so die Geduld. Wie hast du das denn gemacht mit der Planung? Also du hattest eine Idee, aber hast du das dann aufgezeichnet oder mit einer 3D-Software irgendwas, äh, designt? Oder wie muss ich mir das vorstellen? Oder saß du im Fahrzeug und hast gesagt, da soll jetzt irgendwie ein Schrank rein, hier rechts oben?
Laura: Ja, grundsätzlich habe ich mir schon, also zum Beispiel die Türen vom Kasten, ähm, das waren so Falt türen, die habe ich mir tatsächlich von Philipp abgeschaut, vom Lkw. Ähm, und so ein bissl, also ich muss jetzt schon sagen, so, der Philipp ist schon ein bisschen ein Freak, was Technik und so angeht. Ähm, natürlich war dann auch ein Wechselrichter verbaut und zweihundertdreißig Volt verbaut und Standheizung natürlich. Dann ist noch nachträglich noch ein kleiner Radkasten-Wassertank dazugekommen. Und nein, ich habe mich tatsächlich ins Auto gesetzt, ähm, habe das am Boden aufgelegt beziehungsweise aufgeklebt mit Malerkreppband einfach.
Nele: Mhm.
Laura: Da habe ich mal geschaut, wie ist das Raumgefühl? Und gleichzeitig hat dann auch noch der Simon, ein ganz guter Freund und von uns, der lebt auch Vollzeit im Van, hat auch gleichzeitig mit mir dann seinen ersten Van ausgebaut. Der hatte schon etwas Erfahrung und der war dann auch öfters immer mal wieder bei uns und der hat dann auch immer wieder so Tipps gegeben. Ähm, zum Beispiel für mich eine absolute Herausforderung war ja: Wie zeichne ich eine Schablone für eine gebogene Rückwand?
Nele: Mhm.
Laura: So wie es im, wie es im, im Van der Fall ist. Also ich glaube, da habe ich oft alles hingeschmissen, weil ich mir gedacht habe, das gibt es ja nicht, dass ich das nicht schaffe. Ähm, wie macht man das richtig? Aber irgendwann, wenn man es dann einmal weiß, dann, dann weiß man es. Natürlich habe ich mir dann auch auf Instagram beziehungsweise auf YouTube ein paar Videos geholt, ähm, und angeschaut: Ja, wie machen die das und der das? Ähm, einfach auch, weil der Philipp dann oft nicht verfügbar war. Wenn er in der Arbeit war am Vormittag, war ich allein daheim. Da kann ich nicht immer die ganze Zeit anrufen: "Ähm, hey, hey, wie mache ich das und das?"
Nele: Mhm.
Laura: Sondern da habe ich mir dann wirklich einmal hingesetzt, YouTube-Video angeschaut: Wie verkabelt man einen zwölf-Volt-Schalter zum Beispiel? Also das habe ich auch lange nicht kapiert. Also da ist der Philipp manchmal, glaube ich, auch ein bisschen mit mir verzweifelt. Genau, und so ist das dann einfach gewachsen. Dann sind immer mehr Maschinen dazugekommen, immer mehr professionelles Werkzeug, würde ich jetzt fast sagen. Ähm, genau, dazwischen haben wir dann noch, ähm, in Philipp sein Haus am Grundstück gebaut. Das ist auch ein Tiny Haus.
Nele: Okay.
Laura: Da haben wir auch die Möbel, alles selbst gemacht. Also da habe ich dann auch noch mal total viel mitnehmen können. Genau, und so ist das eigentlich gewachsen und so habe ich mir das angeeignet.
Nele: Also da haben sich dann auf jeden Fall die Anschaffungen der Maschinen gelohnt, wenn ihr, wenn ihr da jetzt auch noch nebenbei ein Tiny House gebaut habt. Das ist ja echt cool. Und die Frage geht an euch beide: Was ist denn so an Technik in euren Fahrzeugen verbaut? Also sowohl in den vergangenen als auch jetzt in den, in den aktuellen, Laura, bei dir im Van und Philipp, bei dir in den beiden, die du jetzt gerade fertig machst.... Was kommt da alles rein?
Laura: Grundsätzlich eh der Standard: Wechselrichter, Ausbaubatterie, ähm, Ladebooster, Solarmodule, Solarladeregler, ähm, Standheizung. Also das ist eh so das Grundsetting. Wir verbauen die Sachen von Victron, weil wir einfach da irrsinnig gute Erfahrungen gemacht haben, der Philipp beim Bootsbau. Was ich im Sprinter noch drinnen hab, das ist so auch so ein Duschgimmick. Also das habe ich mir tatsächlich vom, vom Segeln abgeschaut. Also ich pump das Wasser von der Dusche mit einer Bilgepumpe in den Wassertank. Also das rinnt nicht irgendwo, ähm, in die Natur, sondern das wird wirklich in den Abwassertank gepumpt. Ähm, das ist vielleicht noch so ein technisches Gimmick, was ich im Sprinter eingebaut habe. Und sonst, ja, LED-Dimmer und dass man, dass es einfach gemütlich ist, indirekte Beleuchtungen.
Nele: Mhm. Und in puncto Wasser, habt ihr da irgendwas? Weil ich träume immer heimlich, sowohl für unser geplantes Tiny Home, was wir in Mexiko bald bauen werden, als auch für später mal Vanlife und so von einer Wasseraufbereitungsanlage. Habt ihr da irgendwelche-
Sprecher D: Nee
Nele: ... Gedanken auch in die Richtung?
Sprecher D: Bei mir im Lkw drinnen gehabt, ähm, sechshundertfünfzig Liter Wasser. Das waren zweimal dreihundertfünfundzwanzig Liter. Und ich sage, das, das Wichtigste ist sicher zu schauen, was du einfüllst.
Nele: Mhm.
Sprecher D: Du kannst es natürlich schon beim Einfüllen filtern. Ich habe tatsächlich dann relativ wenig Aufwand betrieben, wie es dann schon im Fahrzeug war. Das war einmal ein Grobfilter und einmal ein Aktivkohlefilter noch mal nachher. Und auch was viele sagen, gerade bei die Wassermengen: Ja, man muss da irgendwas reingeben, ein Mittelchen. Das habe ich alles nie gemacht.
Nele: Mhm.
Sprecher D: Also wichtig ist, die Tanks wurden bewusst so verbaut, dass kein Licht dazu kommt. Also die waren unterm Bett und dann noch mal, ähm, lichtgeschützt durch die Befestigung selber eigentlich und nie Probleme gehabt.
Nele: Nee.
Sprecher D: Und die sechshundertfünfzig Liter hast du halt doch bis zu drei Wochen eigentlich im Tank drinnen, aber da war eigentlich nie das Thema, dass das schlecht wird. Kommt halt dann immer darauf an, wo man auch hinfährt.
Nele: Mhm.
Sprecher D: Aber selbst Marokko oder Spanien, die Leute dort brauchen auch Trinkwasser. Am besten ist es, zu schauen, wo holen sich die, die Einheimischen ihr Wasser? Da, da, wo viele Leute mit einem Kanister Wasser holen, da kannst du den Wohnmobil problemlos füllen, weil-
Nele: Ja.
Sprecher D: -die trinken es genauso dort.
Nele: Also wir haben zum Beispiel in Mexiko halt das Problem, dass das Wasser entweder extrem gechlort ist oder fragwürdig oder beides. Also Leitungswasser trinken geht da halt gar nicht. Und, ähm, teilweise ist es auch so, selbst in Mietwohnungen, dass du in der Stadt dann irgendwie dein Gemüse waschen möchtest und dann stinkt das Wasser aber. Und zwar nicht nur nach Chlor, sondern auch so muffig, weil das ja oft in, in so großen, ähm, ich weiß gar nicht, wie man das sagt, auf Deutsch, in so großen Behältern auf dem Dach steht. Und da denke ich immer so irgendwie, was zum Entkeimen, also keine Mittelchen, sondern eher Filtersysteme oder so was. Das wäre vielleicht wenigstens für solche Länder, ähm, ganz praktisch, aber ist jetzt sicher nicht der Standard für die Menschen, die in Europa campen gehen wollen, die sich hier halt ihr Fahrzeug ausbauen. Aber irgendwie finde ich es auch immer so charmant, mir darüber Gedanken zu machen, so über, über noch eine, wie soll ich sagen, ausgehende Autarkie. Also dass man dann zum Beispiel auch Regenwasser aufbereiten könnte oder Grauwasser aufbereiten könnte, solche Geschichten. Das ist aber jetzt nicht unbedingt das, was ihr so plant, ne?
Sprecher D: Ja, durchaus. Also Chlor glaube ich nicht so, dass das Thema ist, weil da, wo man unterwegs ist, es wird eher darum gehen, schmutzigeres Wasser-
Nele: Mhm.
Sprecher D: -zu irgendwelchen Flüssen oder so irgendwo vielleicht einmal was zum, zum Filtern. Aber diese ganzen Systeme gibt es. Also da muss man nichts neu erfinden. Es gibt verschiedene Hersteller mit, äh, UV-Filtern, also mit UV-Licht, äh, Filter in allen Varianten, Grobfilter, Aktivkohlefilter. Also da kann man sicher je nach Bedürfnissen dann immer wieder einbauen, was man braucht. Das ist, was mir eigentlich auffällt, ist generell ein Thema bei den ganzen Wohnmobilausbauten. Das Erste: Man muss sich überlegen, was hat man mit dem Fahrzeug vor?
Nele: Mhm.
Sprecher D: Und dann eben auch entsprechend zu planen. Klar kann ich jetzt, äh, in Europa alle möglichen Filtervarianten einbauen für das, dass ich dann immer nur sauberes Leitungswasser einfülle. Wozu?
Nele: Ja.
Sprecher D: Das ist immer dann die Frage.
Nele: Da hatten wir jetzt ausgerechnet heute auch eine Frage von einem Hörer, die per E-Mail reingekommen ist: Gibt es denn irgendein bestimmtes System, was ihr empfehlen könntet, wo ihr sagt, das-- da wissen wir, das funktioniert gut oder habt ihr da keine Erfahrungen mit?
Sprecher D: Muss gestehen, ich habe da relativ wenig Erfahrung mit diesen Systemen. Es gibt aber, also da braucht man sich nur umschauen, was ist da diese Klassenhersteller. ALB ist ein ganz bekannter Filter.
Nele: Mhm.
Sprecher D: Und auch die Hersteller haben immer nicht so den einen Filter für alles, sondern je nach Anwendungsfall dann halt, was will man dann wirklich damit machen? Von bis einen Filter bis drei Filter.
Nele: Also dann vielleicht einfach mal bei einem größeren Hersteller beraten lassen.
Sprecher D: Ja, meist die.
Nele: Was würdet ihr denn Menschen und vielleicht auch besonders Frauen raten, die sich an so einen Ausbau wagen möchten? Vielleicht auch alleine, ohne eine helfende Hand.
Laura: Ähm, grundsätzlich, dass man sich nicht, ähm, unterkriegen lässt, weil du bist als Frau, ähm, schon, wie soll ich jetzt sagen? Wirst als Frau teilweise schon belächelt, wenn du jetzt sagst: "Hey, ja, ich will da jetzt einen Camper ausbauen." Ähm, und ja, oft kommen dann so die Kommentare: "Was, was willst denn du als Frau?" Kürzlich erst in einer Facebook-Gruppe, einer großen Facebook-Gruppe-
Nele: Ernsthaft?
Laura: -erlebt.... ähm, eine Frau schraub, schreibt rein, ähm: "Hey, ich würd mir gerne einen Camper ausbauen, bin mir aber nicht sicher, ob ich das alleine schaffe. Ähm, gibt's in meiner Postleitzahlumgebung irgendjemanden, der eine Werkstatt hätte, wo ich mich einmieten könnte und der was mir gleichzeitig auch zur Seite steht?" Ja, dann sind da gleich, ich weiß nicht wie viel Kommentare, ähm, großteils von Männern oder eigentlich nur von Männern gekommen. Ja, so quasi: "Ja, warum? Dann kauf dir gleich einen, einen fertigen, wenn du jetzt schon weißt, dass du das nicht, ähm, kannst oder nicht oder du jetzt schon weißt, dass du Hilfe brauchst", et cetera, et cetera. Also da wird schon ... Also das ist schon so ein großes Ding, wo man sagt: Okay, da muss man einfach drüber lesen. Es ist a, also auch wenn ich, also ich hab ihn in Bulli dann einmal in seine Campergruppe reingestellt und da ist natürlich, sind natürlich auch dann blöde Kommentare manchmal gekommen: "Ja, das bringt dir gar nichts, wie du das so gemacht hast. Und was tu ich mit fünfundzwanzig Liter Wasser? Ja, da kann ich ja mir nicht einmal duschen." Obwohl er nicht einmal gewusst hat, dass das nicht der Sinn von dem Wassertank war. Also da muss man sich schon a bissle, ähm, ein dickes Fell zulegen, ähm, und sich das einfach nicht zu Herzen nehmen. Natürlich macht's was mit einem, aber grundsätzlich, es gibt dann auch ... Also ich habe ja geschrieben: "Hey, wenn du was brauchst, meld dich bitte gerne und lass dich nicht unterkriegen." Ich hab das auch gemacht. Ähm, und grundsätzlich, man sollte sich schon, wenn man jetzt gar keinen Plan hat von der Materie, gut informieren, ähm, und wirklich zu Profis gehen und sich beraten lassen. Natürlich gibt's auch Profis, die dir das dann das Falsche sagen oder keine Ahnung. Gibt auch immer wieder so Fälle, aber jetzt und grad bei so Sachen, wo man eben Elektrik oder Wasser oder Standheizung, ähm-
Nele: Oder Gas.
Laura: Oder Gas.
Nele: Ein heißes Thema.
Laura: Genau, dass man sich da einfach wirklich Hilfe holt und sich das nicht, ja, wie soll ich sagen, selbst dann einfach irgendwas zusammenmurkst und dann im blödesten Fall das Auto abbrennt. Vielleicht auch noch, wenn du drinnen bist oder-
Nele: Mhm.
Laura: Kohlenmonoxidvergiftung et cetera, et cetera. Also das ist schon so ein wichtiger Punkt. Also jetzt da ganz blind drauf losschrauben und vielleicht mir ein paar IKEA-Möbeln reinschrauben et cetera, et cetera, das würde ich jetzt keinem raten. Und auch bei diesen Solaranlagen, die was nur ... Die meisten kleben ja wirklich nur die Solaranlagen. Ja, die Kleber sind dazu ausgerichtet, haben wir erst mit einem guten Freund von uns geredet, äh, oder Bekannten, der Ziviltechniker ist und der sagt halt: "Ja, die Kleber halten schon, aber nur, wenn du sie richtig verarbeitest."
Nele: Genau, ja.
Laura: Und das ist halt oft das Problem, wo dann, wo du dann wieder liest, ja, Solarmodul vom Camperdach geflogen et cetera. Also das ist, da finde ich schon, so ein bissl, ähm, Vorbereitung und, und Mitdenken oder logischen Hausverstand einfach mitzunehmen, ist, glaube ich, schon wichtig.
Nele: An der Stelle verweise ich gerne auch noch mal auf unsere Folgen zum Thema Kleben und Dichten und auf unsere Folgen zum Thema Strom im Wohnmobil. Da haben wir nämlich auch uns Experten dazu geholt, die, ähm, da ziemlich ins Detail gegangen sind. Das packen wir alles noch mal in die Show Notes, dann könnt ihr euch die noch mal anhören. Was du jetzt gesagt hast, Laura, gilt ja eigentlich für beide Geschlechter. Also auch Männer sollten sich vielleicht Beratung an der einen oder anderen Stelle dazu holen. Ich habe manchmal das Gefühl, dass Männer sich vielleicht mehr zutrauen. Ob das dann immer gerechtfertigt ist oder nicht, weiß ich nicht. Und dass wir Frauen dann manchmal, gerade wenn's technische Themen geht, immer eher so ein bisschen zurückhaltender sind, weil es natürlich auch ein Stück weit anerzogen wurde. Vielleicht nicht von den Eltern, aber zumindest, ähm, schon in der Schule, wo die Kind, wo die Mädchen dann Handarbeit machen mussten und die Jungs werken durften mit Holz. Aber ich hab ehrlich gesagt, als ich die Folge mir so überlegt hatte, gedacht: Sollen wir überhaupt auf diesem Thema Frauen, Männer rumreiten? Und dass du jetzt als Frau das gemacht hast und so. Aber was du jetzt erzählst, dass da auch Frauen dann wirklich so angegangen werden ... Mm, ich bin jetzt schon lange nicht mehr bei Facebook aktiv, deswegen kriege ich so was nicht mehr mit, zum Glück. Aber ehrlich gesagt, habe ich irgendwie gehofft, dass das jetzt mittlerweile nicht mehr so ist, wo ja auch so viele Frauen mittlerweile, ähm, bei YouTube oder auch bei Insta ihre eigenen Ausbauten zeigen und die ja auch echt toll sind teilweise. Aber anscheinend lohnt sich dann doch, auch in dieser Folge über dieses Thema noch mal zu sprechen. Finde ich schon, ähm, bemerkenswert, wo wir eigentlich alle dasselbe Hobby oder denselben Lifestyle pflegen, dass man dann da so miteinander umgeht. Aber da kommen wir ja auch gleich noch dazu, dass ihr das jetzt auch so ein bisschen zum Anlass nehmen wollt und das anders machen wollt und Leute unterstützen möchtet. Ich würde nur vorher gerne noch ein bisschen bei den Tipps bleiben. Was sind denn aus eurer Sicht vielleicht auch, Philipp, du hast ja jetzt noch länger Erfahrung als Laura. Was sind denn so die häufigsten Fehler, die man als Selbstausbauerin oder Ausbauer macht oder machen kann? Und wie könnte man das anstellen, dass man die eben vermeidet?
Sprecher E: Ja, was, was, was sicher gerade im Möbelbau ein Thema ist, ist, dass viele unterschätzen die Kräfte, die bei so einem Fahrzeug wirken. Das ist ja dort irgendwo, äh, eine Schraube in den Boden und das haltet schon, ja, im normalen Fahrbetrieb vielleicht einmal, aber das Ganze sollte natürlich auch eine Bremsung aushalten. Bei einem Unfall kannst du, ey, das kannst du nicht verhindern, dass dann irgendwas in die Brüche geht. Aber-
Sprecher D: ... gerade auch Ladungssicherung mäßig, wenn es jetzt irgendwo in Richtung irgendwelche normalen Staufächer, Schubladen und so Zeug geht. Es ist halt: "Ja, das wird schon halten, da braucht man keine Verriegelung." So wie man es halt im Haus kennt. Und der, der Softclose-Einzug, ja, der haltet schon ein bisschen. Das ist, stimmt schon, solange das Fahrzeug steht, aber in der ersten Kurve ist das Zeug dann irgendwo weg. Und gerade wenn man jetzt vielleicht wirklich hinten im schlimmsten Fall Kinder sitzen hat im eigenen Fahrzeug, muss man halt wirklich überlegen, dass das Ganze auch nicht nur mal schnell mit zwei Schrauben zum Befestigen ist. Also ich sage immer: "Wenn du glaubst, das hält, dann tu noch zwei Schrauben mehr rein, dass du auf der sicheren Seiten bist." Und ansonsten, was sicher auch ein Thema ist, ist, ist Elektrik, gerade zwölf Volt Elektrik. Also da will nicht einmal nur Selbstausbauer sagen, dass die viele Fehler machen. Man sieht es teilweise auch diese klassischen-
Nele: Mhm.
Sprecher D: -Wohnmobilhersteller, die ihre Autarkiepakete verkaufen, wo du dann nachher denkst: "Das ist echt schlimm, was die teilweise machen," ne. Also ich kann mich noch erinnern, der Kunde war da, da wollten wir irgendwas dazu bauen. Ja, er hat eh das Autarkiepaket und ich habe dann immer die ganze Zeit verzweifelt gesucht, wo die Hauptzuleitung eigentlich zu der Verbraucherbatterie ist, die zweite. Aber die war in dem Sinn nicht vorhanden, weil die Kabel alle gleich dick waren. Also die, der Anschluss-
Nele: Oh.
Sprecher D: -von der LED-Lampe war genauso dick wie die Hauptzuleitung zur Batterie. Und das verkaufen die aber als, als teures Autarkiepaket vom Profi. Keine Ahnung, kostet gar nicht so wenig oft, ja.
Nele: Mhm.
Sprecher D: Und ist aber kompletter Pfusch. Und da glaube ich, ist auch bei vielen Selbstausbauern das Thema, die zwölf Volt, vor denen haben die wenigsten Angst. Äh, daheim eine Steckdose greift eher weniger wer an, weil zweihundertdreißig Volt, ja, die tun weh, wenn du sie spürst, also wenn du sie, wenn du sie angreifst. Die zwölf Volt, die spürst du nicht. Also die-
Nele: Mhm.
Sprecher D: -die Spannung in dem Sinn ist jetzt nicht das Gefährliche bei die zwölf Volt. Ähm, das Problem ist, äh, durch die hohen Ströme, ähm, wird vieles warm, gerade in der Kabeldimensionierung oder die Quetschverbindungen, Kabelschuhe. Da ist, äh, das meiner Meinung nach das Brandgefahr, das größte Problem bei der Elektrik. Nicht, gar nicht so das Elektrisieren in dem Sinn, aber es ist auch diese ganzen fertigen Wechselrichter-Sets, wo du sagst, du kriegst dann dreitausend-Watt-Wechselrichter, der ist super toll, den brauchen wir unbedingt. Für dreitausend Watt brauchen wir im, im Wohnmobil, dann kann ich meinen Föhn anstecken. Und die Originalkabel, was da teilweise dabei sind, also das ist ja schon kriminell. Das ist, das kann nicht funktionieren. Wenn du wirklich dauerhaft dann die dreitausend Watt drüberziehst, dann ist es einfach, das muss warm werden und dann brennt halt im schlimmsten Fall irgendwas ab. Und dann vielleicht noch-
Nele: Mhm.
Sprecher D: -von mehres das Kabel gerade grenzhäftig dimensioniert ist, aber dann selber irgendwo schlecht angeschraubt ist, dann wird die Verbindung wird warm und dann schmilzt irgendwann das Kabel und dann führt das eine zum anderen. Also da ist-
Nele: Okay, also da auf jeden Fall vorher überlegen: Was brauche ich? Was habe ich vielleicht auch für Verbraucher dranhängen? Was sind da so die, die Spitzen? Und das entsprechend dann auslegen. Und da gibt es ja wirklich ganz, ganz viel Informationen auch im Netz, die man sich da holen kann. Ähm, und generell hattet ihr ja vorhin auch schon gesagt, dass man halt auch plant: Wofür brauche ich das Fahrzeug? Also will ich damit Offroad gehen?
Sprecher D: Ja.
Nele: Oder ist es eher so für meinen Jahresurlaub gedacht und dementsprechend dann halt auch, ähm, ja, wahrscheinlich auch den Grundriss zu planen, ne? Dass der dann einfach auf zum, zum Campingverhalten passt, zum tatsächlichen und nicht zu dem, was man sich vielleicht vorstellt, weil man ein paar Mal zu viel bei Instagram geguckt hat, wie die Leute das machen.
Sprecher D: Das ist sicher, ja.
Nele: Kann man eure Arbeit denn irgendwo verfolgen? Also, äh, Insta, YouTube oder so was? Oder habt ihr das im Moment noch nicht?
Sprecher D: Ja, es ist gerade im Ste-- Entstehen, ähm, die Homepage auch. Eben, das ist, muss man noch mal schon ansprechen, das nächste Thema Verein. Eben auch, ähm, das werden wir dort auf der Homepage dann auch ein bisschen, ähm, herzeigen, was wir so machen, was die Leute für Fahrzeuge gemacht haben, gemeinsam mit uns. Das wird dann schon ein bisschen zum Verfolgen.
Nele: Ihr dürft die Homepage auch direkt nennen.
Sprecher D: Ähm, was haben wir? Äh, mobile-living.at.
Nele: Okay, dann verlinken wir die auch noch mal in den Show Notes.
Sprecher D: Ja.
Nele: Ich denke, dass die wahrscheinlich dann vielleicht auch schon fertig sein wird oder online sein wird, wenn die Folge rauskommt.
Sprecher D: Mhm.
Nele: Wir zeichnen ja jetzt im Anfang Januar auf, aber haben gesagt, das machen wir jetzt noch vor den beiden Messen, die noch kommen, wo wir uns ja wahrscheinlich auch wiedersehen werden. Und die Folge kommt dann irgendwann im Februar. Von daher seid ihr da wahrscheinlich auch schon ein Stückchen weiter, denke ich.
Sprecher D: Ja, ich hoffe zumindest.
Nele: Und wenn nicht, dann müssen die Nutzerinnen und Nutzer halt hinterher noch mal gucken, wenn die es interessiert.
Laura: Genau, und natürlich, wo es wahrscheinlich mehr zu sehen gibt oder der, was jetzt schon sehr aktiv ist, ist halt mein Instagram-Account, der Fleckensprinter. Da seht ihr eben noch einmal Van-Build-Award. Es ist eine Room-Tour online vom Sprinter. Ähm, ja, und wir werden euch dann auch in Stuttgart ein bisschen mitnehmen. Ich darf wieder im Wohnzimmer beim Rafael Vogt, ähm, zwei Vorträge halten. Also da freue ich mich jetzt auch schon wieder drauf. Also einmal über Reisen, über Korsika, zusammen mit Rafael und eben über den Van-Build-Award. Genau, also Fleckensprinter ist eigentlich immer aktiv.
Nele: Mich würde jetzt noch, bevor wir zum Verein kommen, interessieren, was ihr denkt: Also welche Werkzeuge braucht man unbedingt und was wäre so nice to have, wenn man jetzt zum allerersten Mal sich an so einen Van-Ausbau dran wagen möchte?
Sprecher D: Ähm, grundsätzlich braucht man eh relativ wenig. Also ich würde jetzt mal sagen, äh, Handkreissäge mit Führungsschiene ist schon mal ein ganz guter Anfang, wo man wirklich halt gerade Schnitte zusammenbringt.... Es gibt sehr talentierte Leute mit der Stichsäge, die haben einen geraden Schnitt gemacht. Ich gehöre auch nicht dazu.
Laura: Ja, natürlich.
Sprecher D: Sag, es ist, es erleichtert das Leben schon. Führungsschiene angesetzt, die gibt's in verschiedenen Längen. Ich sage, im Wanausbau bist du mit zwei Metern wahrscheinlich eh gut dabei, weil für längere Teile von oben nach unten, eine Kastentür länger wird es nicht werden. Damit hat man schon mal viel. Einen guten Akkuschrauber, ähm, sage ich mal, dann vielleicht dann einen Vorbohrer zum Senken, dass man die Schrauben versenken kann. Das ist wahrscheinlich eh schon mal die Grundausstattung, das Allermindeste, was man haben kann. Äh, was kann man noch? Man kann halt dann Möbelbau dann professioneller betreiben. Sag, der nächste Schritt ist dann wahrscheinlich eine Dübelfräse. Wir haben jetzt eine von Festool, aber da gibt's von verschiedenen anderen Herstellern auch, wo man ein bisschen die Schraubverbindungen minimieren will und das Ganze noch ein bisschen schöner machen will. Und dann auch eine Oberfräse, dass man die Kanten von den Hölzern einfach, einfach schöne Fase drauf macht. Das macht sehr, sehr viel aus und ist eigentlich null Aufwand, wenn man mit der Fräse einmal im Kreis fährt. Ich sage immer, das ist der Unterschied zwischen Grindermöbel zusammenschrauben und so in die Richtung.
Laura: Mhm.
Sprecher D: Es schaut schon mehr nach Dischlausbau aus, obwohl eigentlich der Aufwand quasi null ist, wenn man das Gerät einmal hat. Und auch die Geräte selber kosten jetzt nicht viel.
Laura: Und Exzenterschleifer. Also das würde ich fast noch zu der Grundausstattung, ähm, dazu zählen.
Sprecher D: Genau, ja, dass man auch die, die geschnittenen-
Laura: Oberflächen
Sprecher D: -Kanten dann einmal schleifen kann oder die Oberflächen einmal bearbeiten kann. Je nach Holzart natürlich, dann natürlich, das Holz wird meistens geschliffen und dann geölt. Die beschichteten Hölzer kann man eh nur die Kanten dann machen, aber auch dort macht es durchaus Sinn, dass man die schleift. Oh, was kann man sonst noch brauchen? Grundausstattung. Sag das-
Laura: Kappsäge vielleicht. Das ist auch manchmal ganz, ganz hilfreich, aber die nimmt halt dann schon wieder mehr Platz weg.
Nele: Aber da gibt's tatsächlich ganz kleine Modelle. Wir haben uns da eine zugelegt für unseren Miniausbau hier mit den Aluprofilen.
Sprecher D: Ja.
Nele: Und da haben wir wirklich mit dem Standardsägeblatt das dabei, weil das ist, glaube ich, eine Einhell, haben wir jetzt nicht nur den, die ganze Bettkonstruktion für den Van gemacht, sondern auch noch unsere Messestände. Also die, die kann auch was und die war günstig. Ich weiß nicht, die hat irgendwie um die hundert Euro gekostet. Also man muss da tatsächlich wahrscheinlich gar nicht so viel auch an, an, ähm, Invest tätigen. Oder was habt ihr dafür Erfahrungen? Ihr werdet jetzt Profiwerkzeuge haben, aber was würdet ihr denn so sagen, welche Marken, Werkzeugmarken kann man einen guten Gewissens empfehlen für so was? Ich sage jetzt mal, nicht nur mal im Hobbykeller was an die Wand schrauben, sondern schon irgendwie einen Ausbau machen, der dann ja auch länger dauert, wo man dann relativ viel bearbeitet, aber jetzt vielleicht nicht die, die Profiklasse Makita. Was, was wäre da so-
Laura: Ja.
Nele: Okay, das wäre-
Laura: Wir arbeiten mit Makita. Was ich wichtig finde, ist, dass man einfach Werkzeug von einer Marke nimmt-
Nele: Mhm.
Laura: -wo man dann nicht zehntausend Akkus herumliegen hat, sondern wo man dann mit den Akkus auch modular arbeiten kann. Philipp, welche Werkzeug?
Sprecher D: Ja, ich habe eigentlich nur Makita.
Laura: Mhm.
Sprecher D: Will jetzt auch Richtung Festool ein bisschen mehr, gerade im Holzbau. Sonst, also wenn du das Werkzeug auch mal in der Hand gehabt hast-
Nele: Mhm.
Sprecher D: -dann weißt du, warum das Zeug so viel kostet und dann ist einfach die Preisleistung ist dann relativ wieder. Für einen Ausbau ist es zu teuer, keine Frage. Aber wie du sagst, also Einhell, man sieht es jetzt auch immer wieder bei vielen Selbstausbau, die sagen: "Okay, ich baue nur einen Van." Für das-
Nele: Ja.
Sprecher D: -tut es das immer. Und dann gerade einen Akkuschrauber kann ich unter Umständen ja mitnehmen. Kappsäge, ob ich die jetzt im Van auf Reisen mitnehme, ist die Frage, ne? Dann ist halt die Frage, wo man sagt: Okay, vielleicht einen bisschen besseren Akkuschrauber, den brauche ich immer wieder. Der wird länger im Einsatz sein als irgendwelches Werkzeug, was ich jetzt rein nur für den Ausbau brauche. Man, man kriegt da gebraucht Werkzeuge. Also bei uns gibt's Willhaben oder weiß nicht, was in Deutschland dann für Plattformen-
Nele: Kleinanzeigen.de.
Sprecher D: Kleinanzeigen, genau. Ich sehe auch, was gerade wenn einer sagt, okay, er baut sich nur einen Van aus und verkauft das Werkzeug für den nächsten Vanausbauer. Warum nicht? Man kann sie nachher wieder weiterverkaufen. Warum, wenn man jetzt nicht die eigene Werkstatt hat und das Werkzeug dort sowieso behaltet für die nächsten Sachen.
Nele: Also muss nicht das Allerteuerste sein, aber man sollte jetzt dann vielleicht, ähm, auch nicht zum, zum Billigsten vom, von Amazon greifen, wenn man halt irgendwie vernünftig damit arbeiten möchte.
Sprecher D: Ja, ich würde das Werkzeug jetzt gar nicht so überbewerten. Also einer, der handwerklich null Geschick hat, der wird mit dem besten Werkzeug nicht auskommen.
Nele: Mhm.
Sprecher D: Und umgekehrt, äh, gibt es sicher auch Profis, die sagen: "Okay, ich nehme halt das, was da ist." Funktioniert vielleicht nicht hundertprozentig so gut wie ein Vergleichsgerät, aber das Ergebnis wird auch irgendwo brauchbar sein.
Nele: Und würdet ihr sagen, dass man auf jeden Fall irgendwie Zugang zu einer Werkstatt braucht? Oder ist es auch möglich, wenn man das eben nicht hat, dass man so einen Ausbau, was weiß ich, zu Hause im Wohnzimmer oder im Keller macht? Oder auf der Straße habe ich auch schon gehört von Leuten, die dann halt im Sommer einfach vorm Haus irgendwie im Carport was fertig gemacht haben.
Sprecher D: Na, also sicher, eine Werkstatt erleichtert das Leben. Notwendig ist es nicht.
Nele: Mhm.
Sprecher D: Also ich habe mein erstes Auto damals noch bei meinen Eltern zu Hause vor der Garage ausgebaut. Äh, war auch nicht mehr als Handwerkzeuge vorhanden und dann musst du die jeden Abend wegräumen oder bei Schlechtwetter kannst du nicht arbeiten. Eine Werkstatt ist natürlich angenehm.
Nele: Mhm.
Sprecher D: Ich kann unabhängig vom Wetter drinnen arbeiten. Ich fahre mit dem Auto rein, ich muss am Abend nicht wieder alles zusammenräumen, kann am nächsten Tag da weitermachen, wo ich aufgehört habe. Es spart sicher einiges an Zeit, aber notwendig ist es nicht. Also ich glaube, der Wille ist das Wichtigste. Wenn man den hat-
Nele: Mhm.
Sprecher D: -dann kann man es, wie du sagst, auf der Straße machen. Kommt natürlich vielleicht ein bisschen auf den Nachbarn an, aber...
Nele: Mhm. Und dann auf jeden Fall, zumindest in Bayern, auf gar keinen Fall sonntags arbeiten?
Laura: ... Ich weiß nicht, wie es bei euch ist? Das ist bei uns wieder mehr als praktisch, weil wir wohnen im Gewerbegebiet.
Nele: Ah!
Laura: Wir können rund um die Uhr von Montag bis Sonntag arbeiten. Also da können sich die Nachbarn auch aufregen. Das ist uns egal. Also, nein, wir haben eh Glück mit unseren Nachbarn. Wir haben eh nur einen Nachbarn, der was wirklich bei uns wohnt, ähm, nebenan. Aber grundsätzlich ist das dann natürlich dann noch einmal ein großer Vorteil.
Nele: Das ist jetzt ja eigentlich schon 'ne ganz gute Überleitung zu dem nächsten Thema, das wir besprechen wollten. Nämlich, ihr wurschtelt ja nicht einfach nur vor euch hin und macht selber tolle Sachen, sondern ihr wollt ja auch anderen Leuten unter die Arme greifen und, ähm, denen ermöglichen, sich an so einen Ausbau dranzumachen, ohne vielleicht jetzt auch viel Vorkenntnis. Und da, ich weiß nicht, ist der Verein schon gegründet oder seid ihr gerade dabei?
Sprecher D: Grundsätzlich ist er gegründet, ja.
Nele: Okay, weil das ist ja auch immer ein bisschen Bürokratie noch, die damit verbunden ist, aber den gibt's also schon. Erzählt doch mal ein bisschen, was da so der Gedanke dahinter war und, und was so euer Konzept ist mit diesem Verein.
Sprecher D: Ja, die Idee war halt eben, jetzt im Prinzip genau das zu machen, was wir mit der Laura gemacht haben. Die Idee hat sie, sie möchte da selber arbeiten. Sie hat das gar keine Werkstatt gehabt, ne, darum haben wir das jetzt eben da in der Werkstatt von mir gemacht. Und so ein bissl Unterstützung ist auch da. Die, sag, das ganze Handwerkliche hat sie alles selber gemacht, aber wenn Fragen da waren oder mal ein bissl was zeigen, dann zeigt man das auch gerne her. Und das war halt die Idee, das auch mit, äh, anderen interessierten Leuten zu sagen: Okay, der sagt-- oder eben er baut ein Teil selber oder sie, der baut sein Auto selber aus und dann kommt er mal vorbei, dann baut man vielleicht ein Teil gemeinsam, sodass man da in die Richtung geht. Eher mehr unterstützen, als, als für jemanden anderen zu bauen. Man, kann man natürlich parallel machen. Also es wird sicher auch die Option geben, dass irgendwer sagt: „Okay, ich hätte gerne ein Auto, bitte machen."
Nele: Mhm.
Sprecher D: Also, das soll schon auch ein bissl da im Hintergrund bleiben, aber primär dieses Unterstützende, das wäre das Interessante.
Nele: Und die Unterstützung, die ist dann sowohl aus der Ferne möglich als auch vor Ort, oder wie habt ihr euch das überlegt?
Sprecher D: Genau, beides, ja. Also vieles sind Fragen im Vorhinein, was man vielleicht ein bissl abklären kann. Also ich habe jetzt gerade dann, äh, der Lorenz war da, der hat sich einen Peugeot Boxer umbaut. Äh, der ist handwerklich dran, das ist aber sehr viel zu, aber er hatte dann und wieder Fragen und dann haben wir gesagt:
Nele: Mhm.
Sprecher D: „Okay, äh, das und das möchte er selber machen, dann kommt er wieder vorbei. Die Dusche haben wir jetzt gemeinsam einbaut, zum Beispiel wieder. Und da haben wir halt vorher abgeklärt, was, was er muss vorbereiten oder so und dann, was wir dann gemeinsam wieder machen.
Nele: Und die Leute, die dann zu euch kommen, die können dann eu, eure Halle, eure Werkstatt auch mitnutzen, oder?
Sprecher D: Genau, also gemeinsam, ja.
Nele: Ach ja.
Sprecher D: Wir haben dann, er war jetzt nicht alleine in dem Sinne in der Halle, aber wir haben es dann gemeinsam mit ihm dann gearbeitet und ihn da unterstützt.
Nele: Das ist ja super. Und was, was muss man tun, um dem Verein beizutreten?
Sprecher D: Äh, grundsätzlich nur mit uns quatschen.
Nele: Ah, okay, ganz einfach.
Sprecher D: Dann gibt es eine Mitgliedgebühr und dann fallen halt, je nachdem, also quasi eine Grundgebühr für die Mitgliedschaft im Verein.
Nele: Mhm.
Sprecher D: Und dann war eigentlich die Idee, zu sagen: Okay, wer, wer Hilfe braucht oder so, der zahlt dann halt noch mal einen Beitrag für das, was er unterstützt wird oder mal die Gerätemiete oder so was. Also, das ist auch gerade noch so ein bissl im Überlegen, wie das dann wirklich laufen soll, aber grundsätzlich soll es in die Richtung gehen. Sag mal, ich sage, mit der Grundgebühr ist einmal die, die Community, dass man da dabei ist und einmal die ganzen Fragen, was man vielleicht einmal geschwind einen Anruf hat oder irgendwas unklar ist und dann-
Nele: Mhm.
Sprecher D: -die Zeit in der Werkstatt wäre dann noch mal dann separat.
Nele: Und habt ihr da schon jetzt so ein kleines Netzwerk aufgebaut oder ist es jetzt wirklich noch absolut in den Babyschuhen?
Sprecher D: Es ist gerade am Starten. Also sicher, also durch das, dass ich jetzt das nebenbei immer schon gemacht habe, auch als Firma, äh, kennen wir schon ein paar Leute, die dann auch sagen: „Ja, interessiert sie trotzdem auch."
Nele: Mhm.
Sprecher D: Wir werden das eher so mehr gemeinschaftlich weitermachen, aber-
Laura: Aber wir haben schon auch, also viel von-- auf der Messe in Leipzig sind dann schon Fragen gekommen beziehungsweise dezidiert auch eine Ausbauanfrage, ähm, würde jetzt ja das machen, beziehungsweise auch schon Kooperationsanfragen, weil sie einfach gesagt haben: „Hey, mir gefällt das mit dem natürlichen Holz, ähm, in meinem Van so gut" und sie hätten das auch gerne.
Nele: Mhm.
Laura: Und was meine Idee eigentlich auch dahinter ist: Jeder hat irgendwie so seine, ähm, Traumvorstellung, ähm, wie sein Van ausschauen sollte. Und das finde ich halt bei manchen Anbietern, ja, die bieten halt ihre fünf Modelle an. Ja, das können wir machen. Wir können zwar schon geringfügig was ändern, aber jetzt, ich kann jetzt keinen Querschläfer zu einem Längsschläfer umbauen. Und da denke ich immer so: Ja, das sind dann immer irgendwie alles, ähm, Kompromisse, ähm, was man da eingeht als Van-Käufer, sage ich jetzt einmal. Ähm, aber dann nach einem Jahr sitzt man vielleicht im Van und denkt sich: Boah, ja, nein, eigentlich hätte ich das schon so gern gehabt, wie es, wie ich es mir vorgestellt habe.
Nele: Mhm.
Laura: Und das ist halt so ein, ein Grund, ähm, Mentoring von mir, dass man wirklich sagt: Okay, die Leute können zu uns kommen, die können mit allen Ideen kommen. Natürlich schauen wir uns an, was ist machbar, was ist nicht machbar?
Nele: Mhm.
Laura: Und dass die dann wirklich auch zum Traumcamper, zu ihren, in, also von ihren Vorstellungen, ähm, kommen und sich dann nicht mit irgendwelchen Kompromissen zufriedengeben müssen, ja. Also das ist, glaube ich, auch so ein, a Hauptding von mir im Kopf, weil ehrlich gesagt, also ich habe bis jetzt noch keinen Van gesehen, der was fertig ausgebaut war-... den ich mir jetzt so kaufen würde, weil einfach irgendwas immer mir für mich nicht passt, ja. Also das ist so eine Grundeinstellung von mir, das, was ich gerne a, jedem ermöglichen würde oder wir eigentlich jedem ermöglichen würde. Also ich glaube, der Philipp wird kein Auto finden, was für ihn passt.
Nele: Mhm. Nee, und wenn man schon quasi seit Volljährigkeit seine eigenen Projekte macht, erst, glaube ich, erst recht nicht mehr, ne, dass man dann irgendwie da auf so eine Messe geht und sich die Sachen von der Stange anguckt und sagt: "Ja, das, das passt perfekt zu mir."
Sprecher D: Ja, und es ist halt, der ganze Camping ist immer individuell oder das Vanlife.
Nele: Ja.
Sprecher D: Es mag für den einen oder anderen natürlich passen, der sagt: "Okay, ja." Die Au, die Hersteller haben ja immer wieder auch verschiedene Konzepte, gell? Es, es gibt scheinbar auch Leute, die sagen: "Ja, passt, das ist es für mich," gell? Aber-
Nele: Ja, und natürlich muss man ja auch immer so im Hinterkopf behalten, auch die Zeit, die man natürlich mit so einem Aufbau verbringt, die hat einfach nicht jeder oder die kann oder will sich nicht jeder nehmen. Und dann neigt man halt auch dazu, zu sagen: "Ja, so im Grunde passt es für mich." Also ist ja bei uns auch nicht anders. Wir haben ja auch bisher nichts ausgebaut, so nach unseren Wünschen. Wir haben halt in unserem Bus jetzt ein Bett reingemacht, so zum Ausziehen und so. Wirklich sehr, sehr basic, aber das ist ja jetzt nicht das, was ich schön finde, optisch zum Beispiel. Ich hatte auch viele Vorstellungen, was man auch in so ein kleines Fahrzeug reinmachen kann, aber irgendwie scheitert's dann auch immer so an der Umsetzung. Und bei den, bei den herkömmlichen Modellen, die man so sieht, da ist für mich halt immer das Schlimmste, dass man sich immer so erdrückt fühlt von den Möbeln. Also egal, welche Größe an Fahrzeug, außer jetzt vielleicht bei den Expeditions-Lkw, aber bei den Vans da gehe ich halt rein immer und ich habe das Gefühl, die, die Möbel hängen mir auf dem Kopf. Und das hatte ich jetzt zum Beispiel bei deinem Van, Laura, gar nicht, weil alles auch so hell ist und so, so gemütlich. Das ist halt wie so 'ne, wie so 'ne süße kleine Berghütte irgendwie. Und durch dieses Holz und eben, ähm, ja, durch die, die Beleuchtungsszenarien, die du da eingebaut hast, ist halt einfach so, dass man reinkommt und sich wohlfühlt. Und das finde ich so schön, dass ihr die Idee habt, das auch weiterzugeben, weil natürlich ihr jetzt auch sehr viel Erfahrung gesammelt habt mit euren ganzen Projekten und wahrscheinlich auch relativ schnell seht, was funktioniert und was funktioniert nicht.
Laura: Genau, aber das, was du angesprochen hast, diese Gemütlichkeit et cetera. Also jeder, der sich für den Vanbuilder, ähm, interessiert, also wirklich, es ist eine mega coole Erfahrung, wenn man sich da anmeldet beziehungsweise wenn man dann sogar ins Finale kommt und gewinnt. Aber es ist nicht die Perfektion, was es, ähm, sein muss. Also auch meine Spaltmaße sind nicht, ähm, auf den Millimeter genau. Ähm, er ist sicher nicht jetzt mega perfekt, so wie, ähm, eine Tischlerarbeit beziehungsweise wo man die Möbel aus der CNC-Fräse rausfräst. Aber die Rückmeldung, was ich auch einfach bekommen habe, warum mein Van so gut angekommen ist. Also ich, ich war von der Jury und von der Community, von der Auswertung dann bei beiden auf Platz eins. Das hatten sie tatsächlich noch nie. Hat der Peter mir dann ein bisschen gespoilert, ähm, dass es einfach um diese kleinen Details gegangen ist. Ja, ich habe ein eigenes Logo, das ist in, in der Kastentüre eingefräst. Ich habe mir ein eigenes Bedienpanel gefräst, ähm, wo wirklich alles schön beschriftet ist, die Schalter dann beleuchtet, eben Dimmfunktionen in den, bei den LED-Streifen, indirekte Beleuchtung. Und das macht's eigentlich aus. Also er muss, es muss gar nicht perfekt sein. Es, es kommt einfach auf so, auf die Liebe, auf die Überlegungen und auf diese kleinen, aber feinen Details drauf an. Das, was dann wirklich, wir sagen wir in Österreich, so heimelig macht, wo du wirklich reinkommst und du denkst: Boah, da fühle ich mich jetzt, äh, jetzt wohl. Und ja, da ... das ist eigentlich wie zu Hause, ja.
Nele: Mhm. Ja, also das Gefühl hat man auf jeden Fall bei deinem Fahrzeug. Bei Philipp weiß ich's nicht. Das werden wir dann sehen.
Sprecher D: Ja, wir schauen. Vielleicht können wir von, von meinem vorigen noch ein Video auf der Homepage verlinken. Es gibt da eine Roomtour. Schauen wir, dass wir die einbinden.
Laura: Beziehungsweise vielleicht kannst du das in die Show Notes dann auch noch rein, reingeben-
Nele: Gerne, ja
Laura: ... das Video vom Lkw. Also das ist, es ist, es ist sehr sehenswert, muss ich sagen. War super Resonanz drauf. Also nicht...
Nele: Schickt mir gerne alle Links, weil A, gucke ich selber immer so was gerne an und B, ist es natürlich auch für die Hörerinnen und Hörer spannend, weil wir sind ja jetzt nun mal ein, ein auditives Medium, wo man immer nur erklären kann, wie Dinge aussehen und was man da alles verwendet hat. Aber es ist was ganz anderes, wenn man sich's dann auch mal angucken kann noch.
Sprecher D: Mhm.
Nele: Jetzt würde ich noch mal gerne mit euch einen Blick in die Zukunft werfen. Hm, was sind denn so die Sachen, die, die Materialien oder auch die,
Nele: die kleinen Konzepte, die ihr jetzt in den neuen Fahrzeugen umsetzen möchtet oder benutzen möchtet?
Sprecher D: Ja, ich würde halt schon gern eher Richtung, äh, natürliche Materialien gehen. Eben, wie gesagt, ich habe es bei meinem vorigen Fahrzeug schon gehabt, eben mit dem Lehmputz innen drinnen.
Nele: Mhm.
Sprecher D: Die Wändeisolierung war bei dem Fahrzeug aber noch XPS, also klassisches Styropor, sage ich jetzt mal grob. Also in die Richtung gehen, Kunststoff. Ähm, das wäre natürlich auch schön, das irgendwie mit Schafwolle-... äh, das vielleicht zu isolieren und auch den ganzen Wandaufbau noch mal vielleicht ein bissl natürlicher zu machen. Man muss schauen, also ich sage, über dreieinhalb Tonnen ist es vielleicht möglich, da sogar ein bissl, äh, diffusionsoffene Wände zu machen. Unter dreieinhalb Tonnen wird's halt irgendwann mit dem Gewicht und auch mit der Fahrzeugbreite ein bissl schwieriger. Aber es-
Nele: Moment, ich muss mal kurz dazwischengehen, weil ich selber auch nicht weiß, was sind, was ist gemeint mit diffusionsoffenen Wänden?
Sprecher D: Atmungsaktiv, also so, dass, dass von, von innen nach außen der Feuchtetransport erfolgen kann.
Nele: Und wie würde man das erreichen?
Sprecher D: Ja, also ich hab's bei mir im Haus mit einer hinterlüfteten Fassade zum Beispiel. Also da sind die, die, der Dampf kann quasi, ich sage jetzt einmal grob, durch die Wände bis nach außen durch und, ähm, dann kondensiert er draußen und durch den Luftzug wird das dann wieder hinterlüftet und hat man eigentlich ein sehr, sehr natürliches Wohnklima dann. Funktioniert grundsätzlich auch, ohne dass es außen, äh, bis nach außen dringen kann. Also, wo es nicht geht, zum Beispiel, wenn man jetzt Aluwände hat außen oder irgendwas, was halt wirklich-
Nele: Mhm.
Sprecher D: -dichte Wände sind, dampfdichte Wände. Ähm, der Lehmputz und die natürliche Isolierung hat aber den Vorteil, es kann nach innen auch wieder zurück. Also der, das nimmt die Feuchtigkeit auf und wenn man dann wieder lüftet oder wenn's drinnen trockener wird, dann geht das nach innen wieder weg. Also es muss jetzt nicht zwingend nach außen, aber es muss halt da auch nach innen dann atmen können. Sicher ist es am schönsten, wenn's bis nach außen kann, aber es ist halt im Fahrzeugbau sehr schwierig. Es gibt in Österreich sogar einen Hersteller, die machen das auch mit einer hinterlüfteten, die haben innen eine komplette Zirbenbox.
Nele: Mhm, kenne ich. Die haben wir auch schon vorgestellt-
Sprecher D: Genau.
Nele: -vor Jahren, aber schon-
Sprecher D: Ja.
Nele: -bestimmt sechs, sieben Jahre her mindestens.
Sprecher D: Ja, die gibt's schon länger, ja. Ich glaub, zwölf M achtzehn war so erstes Fahrzeug, was ich von ihm mal gesehen hab, so, so Eigenernis und so. Also das sind auch sehr schöne Fahrzeuge.
Nele: Wunderschön und auch der Geruch.
Sprecher D: Ja.
Nele: Also du kommst da rein und, und das, ach, dieses Zirbenholz, das riecht auch so gut. Was, was habt ihr denn für ein Holz verwendet eigentlich bei dir, Laura?
Laura: Ähm, ja, das war ja nächster Versuch. Ähm, ich hab die Korpusse und auch die Decke, ähm, hab ich tatsächlich mit Paulowniaholz gebaut. Das kommt jetzt schön langsam, beziehungsweise man sieht immer mal wieder, dass man die Deckenverkleidung damit macht. Das ist, ähm, ein irrsinnig leichtes Holz. Ähm, bei mir damals hat's das leider nur als Leimholz gegeben.
Nele: Mhm.
Laura: Ähm, es war semioptimal. Also mit der Domino, mit der Dübeltechnik ist es gegangen. Zum Schrauben in der Küche habe ich immer einen neun Millimeter Multiplex dazunehmen müssen, weil die Schrauben nicht wirklich gehalten haben und eben bei Schubladen oder so, das wäre sonst ausgerissen. Und, ähm, die Fronten ist es Queen Ply vom Plattenladen. Ähm, das ist auch eigentlich super zum Verarbeiten. Ähm, genau, da gibt's jetzt davon schon Multiplexplatten. Ich hab's mir jetzt da noch nicht genau, ähm, angeschaut. Es gibt in Deutschland einen Vertrieb, ähm, der das verkauft. Also da werde ich mir auf alle Fälle mal eine Musterplatte holen. Also das ist halt wirklich ein Game Changer. Also-
Nele: Mhm.
Laura: -ich bin mit meinem Van, wenn er voll betankt und beladen ist mit uns zu zweit, bin ich circa bei dreitausenddreihundertfünfzig bis dreitausendvierhundert.
Nele: Okay.
Laura: Ähm, also ich bin noch deutlich unter den dreitausendfünfhundert Kilo mit Dachterrasse und allem drum und dran. Das ist schon, es ist ein bissl tricky zum Verarbeiten, ähm, aber grundsätzlich ist es ein geiles, ein schönes Holz. Also wirklich mit natürlicher Holzmaserung. Ähm, hat da, ja, eigentlich geht's so ein bissl in Eiche von der Optik her.
Nele: Mhm.
Laura: Ähm, genau, das ist eigentlich, das war ein Versuch. Ist aber, wie gesagt, wenn die Multiplexplatten genauso schön sind, ähm, würde ich das jederzeit wieder verbauen. Philipp, weiß ich nicht, was du dazu sagst, aber grundsätzlich sonst den VW-Bus habe ich mit Dreischichtfichte fünfzehn Millimeter gebaut und der Philipp sein Lkw auch.
Sprecher D: Ja, das Problem ist halt, dass sich die durch die Feuchtigkeit und die, ich sage jetzt mal, öfter wechselnden Temperaturunterschiede, das Holz irgendwann, äh, zum Verziehen anfängt und schief wird. Da sind halt die Multiplexplatten durch die mehrfache Verleimung und Kreuzverleimung halt klar im Vorteil.
Nele: Mhm.
Sprecher D: Das minimiert das deutlich. Und die ganzen Leimholzplatten, was das jetzt waren, das, äh, bei der Laura, man sieht teilweise, dass sie da eben anfangen, dass sie sie verziehen.
Nele: Und gibt's irgendwas, was ihr beim nächsten Ausbau ganz anders machen würdet, wo ihr sagt, das ist uns irgendwie nicht so gut gelungen?
Sprecher D: Also tatsächlich-
Nele: Seid ihr generell zufrieden so mit, mit eurer Arbeit?
Laura: Ja, also ich würd schon ... Also natürlich noch perfekt. Also wie, mir, es gibt halt so ein paar Stellen, die weiß ich nicht jetzt, also der Sprinter, wann habe ich da angefangen zum Ausbauen? Ähm, im Winter 2022. Ähm, da habe ich natürlich noch nicht so viel Erfahrung gehabt. Ähm, also es gibt natürlich schon so ein paar Sachen, die ich gerne neu beziehungsweise bisschen anders, also aber nicht von der Raumaufteilung her, sondern einfach, wie verarbeite ich was? Also zum Beispiel-
Nele: Mhm
Laura: ... die LED-Leisten habe ich zu wenig tief eingefräst in die Oberkästen und da schaut halt jetzt diese Plastikabdeckung, ähm, raus und das würde ich natürlich tiefer einfräsen. Beziehungsweise hinten den Verbau, ähm, vom Wassertank und von der Elektrik, das würde ich ein bisschen anders lösen. Die Küche wird wahrscheinlich sogar, also da werde ich das Multiplex-Paulownia ausprobieren. Das werd, die werde ich wahrscheinlich noch einmal neu bauen, aber nicht, weil sie nicht funktioniert, sondern einfach, weil ich es ausprobieren möchte. Ähm-... Ähm, genau, aber so grundsätzlich, so vom Grundriss her würde ich jetzt da nix ändern wollen, ne?
Nele: Also steht jetzt bei dir nicht schon das nächste Fahrzeug vor der Tür, was ausgebaut wird? Bei dir persönlich, bei Philipp wissen wir es ja.
Laura: Ja, ich würde gern auch, weil ich meine, Philipp seine Projekte, das sind wir dann eh gemeinsam zu machen. Also da haben wir dann echt genug Arbeit. Aber natürlich, meiner hat jetzt kein Allrad, irgendwie so was mit Allrad beziehungsweise eben ein Kochbauaufbau mit geraden Wänden. Wäre schon so noch und vielleicht sogar ein bissl so über dreieinhalb Tonnen, ist schon irgendwann einmal. Wäre cool, sage ich jetzt einmal, aber ja, ich bin mit meinem jetzt auch happy und wie gesagt, wir haben ja dann andere genug, genug andere Fahrzeuge so.
Nele: Ja, und wenn jetzt dann natürlich auch die Leute euch die Bude einrennen, dann habt ihr da ja auch einiges zu tun.
Sprecher D: Ja, dann wird's wieder schwierig, die eigenen Projekte fertig zu machen. Das ist ja genau das Problem. Also Anfragen nehmen wir erst in zwei Jahren, weil dann sind unsere fertig.
Nele: Was würdet ihr denn Leuten, die jetzt zuhören und sagen: "Oh Mensch, irgendwie wäre das auch was für mich, so ein Ausbau, aber vielleicht muss ich mich da noch ein bisschen selber überzeugen." Was würdet ihr denen denn mit auf den Weg geben wollen? Also, ähm, wie, wie kann man vielleicht, äh, so die Hürde überwinden und sich da wirklich rantrauen auch?
Laura: Grundsätzlich ist das einmal so fahrzeugtechnisch: Was will ich für ein Fahrzeug haben? Vor allem, welches Baujahr?
Nele: Mhm.
Laura: Nehme ich ein altes? Kann ich-- und wenn ich ein altes nehme, kann ich selbst schrauben, so Bremsen wechseln et cetera? Oder kann ich auf Reisen einmal was reparieren? Ähm, das ist oder bin ich absolut nicht, ähm, begabt in dem oder kann ich selbst überhaupt nichts machen? Dann würde ich wirklich sagen: Okay, man geht in Richtung ein neueres Fahrzeug, wo die Wartung vielleicht nicht so aufwendig ist.
Sprecher D: Ja, also ich würde eher sagen, dass die alten Fahrzeuge eher sogar weniger aufwendig sind von der Technik. Ähm, man kann es sogar leichter selber machen, sage ich jetzt einmal. Das Problem ist, wenn man es nicht selber machen kann, die Werkstätten, was sie mit den alten Fahrzeugen auskennen, werden halt auch immer weniger. Wenn ich jetzt irgendein aktuelles Modell habe, da fahr ich zur nächsten Vertragswerkstatt, die haben alle Teile lagern oder können es bestellen und kennen sie aus. Der steckt sein Diagnosegerät an. Äh, ich sage jetzt einmal, also was schon vor 2000 ist, ist dann schon, wird schon ein bisschen schwieriger. Selbst die Sprinter,
Nele: Mhm.
Sprecher D: was jetzt wir haben, die sind nicht einmal so alte Fahrzeuge, aber die Leute, die sich richtig damit auskennen, die werden auch schon weniger.
Nele: Ja.
Sprecher D: Auf der anderen Seite ist es halt-
Nele: Und die Ersatzteile werden auch weniger und teurer.
Sprecher D: Ja, Mercedes, die Sprinter sind da ganz gut vertreten. Äh, das ist sicher auch eine Überlegung, wo sie sagen: Wo will ich hinfahren mit dem Auto?
Nele: Mhm.
Sprecher D: Also klar, gibt es irgendwelche exklusiven Autos, die supertoll sind und geländegängig sind. Ich sage, in Österreich ist da der, der Pinzgauer, wenn man kennt, das ist ein super geländegängiges Auto, aber du wirst international keine Ersatzteile kriegen. Für Mercedes, wurscht, wo auf der Welt bin, kriege ich
Nele: Ja.
Sprecher D: Ersatzteile immer hin, gerade im Lkw-Bereich, die kriegst du überall. Also das ist sicher eine Überlegung. In Europa ist natürlich die Auswahl weit größer an Fahrzeugen. Es ist jetzt der Ducato, Fiat Ducato, ist ein sehr weit verbreitetes Fahrzeug, da werde ich in ganz Europa auch nie Probleme haben, dass ich da irgendwelche Teile dafür kriege, für die aktuellen Modelle.
Nele: Mhm.
Sprecher D: Und dann halt, ich glaube, das Wichtigste ist, zu überlegen: Was habe ich vor mit dem Fahrzeug? Dementsprechend auch die Einbauten zu planen und nicht alles einzubauen, nur weil man es kann. Äh, ich brauche nur überlegen: Brauche ich einen dreitausend-Watt-Wechselrichter? Und wenn ja, dann muss man sich bewusst sein, ich brauche entsprechende Batterien, ich brauche ... Das wird alles schwer, das ist alles Gewicht.
Nele: Mhm.
Sprecher D: Ich meine, ich glaube, es kommt ja jetzt diese Regelung mit die vier Komma zwei Tonnen für Wohnmobile.
Nele: Ja gut, aber das dauert noch ein paar Jahre, ne?
Sprecher D: Also es ist, das Gewicht ist sicher ein Thema und das ist halt abhängig von dem vorher überlegen: Was will ich damit machen?
Laura: Genau, und ich glaube, man sollte nicht nur, ja, das ist jetzt geil, das muss ich im Van haben, weil ich habe es jetzt gerade auf Instagram gesehen oder so. Wie gesagt, gewichtstechnisch ist es da wirklich, ähm, problematisch dann und ich brauche keinen Kaffeevollautomaten im, im Van. Ja, im Van, im Lkw schon, ja, das lasse ich mir einreden, wenn man Vollzeit drinnen wohnt, ja. Aber im Van, ja, wie oft, vor allem in die Länder, in die südlichen Länder, da gibt es günstig guten Kaffee. Ich trinke zwar keinen Kaffee, aber so was ich so vom Philipp mitgekriegt habe. Ähm, und alles, ja, ich muss schon sagen: Was brauche ich? Was will ich? Will ich Offroad fahren? Stehe ich jeden Tag, ähm, am Campingplatz? Stehe ich nur frei? Ähm, wo, wo will ich hin damit? In welche Länder will ich? Weil ich glaube, es ist, wenn man so denkt, Spanien, ähm, nicht Spanien, Marokko, ähm, in welche Länder fahre ich? Ähm, wie, wie wirkt das Fahrzeug da auf die Leute? Also wenn ich da jetzt
Nele: Mhm.
Laura: mit einem protzigen Fahrzeug hinkomme, wird es wahrscheinlich ein -- wie sagt man? Wegen den Einbrüchen ein bissl, ähm, mehr werden, ähm, als wenn ich da jetzt sage: Okay, ich integriere mich da ein bissl.
Nele: Mhm.
Laura: Ähm, ja, Selbstausbau und wie gesagt, informiert euch wirklich gut, ähm, und holt euch mehrere Angebote ein und beschäftigt, beschäftigt euch wirklich selbst damit. Googelt einmal selber: Was heißt das jetzt, wie Kabeldurchschnitt? Wie, wie, wie geht Strom eigentlich? Was kann passieren?... Ähm, was ist, was brauche ich für Melder? Brauche ich einen Kohlenmonoxidmelder? Wie geht das mit der Standheizung? Wo nimmt die die Lüftung her? Was ist mit Feuchtigkeit im Van? Welche Materialien benutze ich?
Nele: Oder tretet dem Verein bei und dann könnt ihr die ganzen Fragen einfach stellen.
Sprecher D: Genau, ja.
Laura: Genau.
Sprecher D: Ja, es ist auch heutzutage, ähm, ich glaube, wer YouTube verwenden kann, findet eh auf die meisten Sachen-
Nele: Ja, aber da ist man halt auch wieder überfordert teilweise, ne? Weil du siehst dann wieder auch drei Millionen Sachen und der eine sagt so, der nächste sagt so. Mir geht das ja auch gerade beim Thema Tiny House so. Ah, da wollte ich noch fragen: Kann man auch bei euch mitmachen, wenn man Tiny House ausbauen, bauen möchte? Oder ist es nur mobiles, äh-
Sprecher D: Na.
Nele: Leben?
Sprecher D: Im Prinzip ist es das Gleiche, ja.
Nele: Es ist wurscht, ne? Gut, das werde ich dann gleich mal an den Ehegatten weitergeben, weil das steht bei uns irgendwann, ja, wahrscheinlich nächstes Jahr an.
Sprecher D: Zum Selbstbauen?
Nele: Ja, wir haben es noch nicht ganz klar, wie wir es machen wollen. Also entweder was kaufen und ausbauen oder direkt selber auch das Gerüst bauen und komplett selber bauen. Das wissen wir noch nicht so genau. Das gibt zu viel, auch da zu viele Möglichkeiten.
Laura: Wir kommen auch gern nach Mexiko.
Nele: Ja, ich habe gerade gedacht, da könnte man ja für euch mal so eine Dienstreise machen.
Sprecher D: Genau, ja. Auch im Winter da.
Nele: Und dann-
Sprecher D: Auf Flug
Nele: ... machen wir eine mobile Werkstatt vor Ort.
Sprecher D: Außenstelle.
Nele: Außenstelle, genau. Ähm, ja, also ich, ich finde halt, es ist super, dass man mittlerweile so viel Zugang zu allen Informationen auf der ganzen Welt hat, aber manchmal ist es auch zu viel und manchmal sind es auch zu viele Meinungen. Und dann ist es ja immer schön, wenn man jemanden hat, mit dem man so im direkten Austausch stehen kann, ähm, der vielleicht dann auch ein bisschen bedarfsgerechter einen beraten kann oder Meinungen abgeben kann, als wenn man jetzt so pauschal sagt: "Ja, ich möchte jetzt mir einen Sprinter ausbauen" und dann sich alles anguckt, was es so gibt, weil man ja auch immer nie so genau weiß, funktionieren die Sachen dann wirklich so, wie es in den Videos dargestellt wird? Oder ist es halt einfach für die Kamera einmal schön gemacht und im Grunde fackelt die Bude ab, wenn man, wie du sagst, einen Föhn dran betreibt.
Sprecher D: Klar.
Nele: Ne, deswegen bin da immer sehr vorsichtig. Und wir wissen ja alle, dass nicht alles, was man bei Instagram und Co. an Vanlife sieht, auch echtes Vanlife ist. Und von daher, bei euch ist es halt so, dass man es ja sieht, weil ihr seid ja mit den Fahrzeugen unterwegs. Deswegen mache ich jetzt hier einfach so frech Werbung für euch. Und hinterher seid ihr dann sauer, weil vielleicht zu viele Leute kommen und irgendwas.
Sprecher D: Ihr kommst uns dann helfen, ist kein Problem.
Nele: Sehr gut, sehr gut. Ähm, ja, zum Abschluss noch mal: Was steht denn bei euch als Nächstes an Reiseplänen an? Weil wir haben jetzt nur über Fahrzeugbau gesprochen und Ausbau, aber fahrt ihr auch noch mal bald irgendwo hin oder ist jetzt Werkstatt angesagt in den nächsten Monaten?
Sprecher D: Im Juni.
Laura: Also-
Sprecher D: Im Juni, Juli ist Island geplant.
Nele: Oh, schön.
Sprecher D: Tatsächlich nicht mit einem Auto von uns, aber ein Freund von mir, ähm, der hat einen Nissan Navara mit einer Kabine hinten drauf und der wollte eben rauffahren und hat mich gefragt: "Okay, ähm, ihr fahrt rauf mit dem Auto, mit der Fähre. Sie fahren selber drei Wochen, glaube ich, oben. Dann lassen sie das Auto oben, wir fliegen rauf, fahren drei Wochen Island und fahren dann noch mal zurück mit dem Auto."
Nele: Ach, cool.
Sprecher D: Somit kannst du die Fähre aufteilen und das ist auch zeitmäßig viel interessanter, sage jetzt, mit einem Standard-Jahresurlaub.
Nele: Mhm.
Sprecher D: Weil du halt viel Zeit sparst, weil du ganz rauf und runter mit der Fähre fährst, brauchst du mal für das zwei Wochen und dann ist es gleich vorbei. Und so ist es finanziell und zeitlich eine ganz gute Variante.
Laura: Genau, mal ganz was anderes. Für uns das erste Mal wirklich mit Auto und Aufsitzkabine. Also bin ich auch schon gespannt, wie das wird. Ähm, und sonst ist, glaube ich, heuer dann eh Werkstatt unsere Projekte. Ähm, ja, werden wir schauen. Vielleicht eben zweite Leidenschaft Segeln, wenn noch irgendwas überbleibt, vielleicht im Herbst dann eine Woche.
Sprecher D: Ja, statt Messen und Treffen und so gar nicht. Übers Wochenende ist öfters was, ja.
Laura: Messen, Eventtreffen, da sind wir jetzt auch gut gebucht im Mai dann, ähm, beim Gates of Summer bei uns in Kärnten am Faaker See. Das ist sicher auch für manche interessant.
Sprecher D: Das ist für alle interessant. Kommt vorbei!
Laura: Oder für alle, ja genau. Ähm, dann im August wieder das Vanlife Feropolis, ähm, da wo wir dann oder ich den Vanbuild Award dann weitergeben darf an den nächsten Gewinner. Also da bin ich auch schon gespannt, was da an, an Bewerbungen reinkommen und wer mich dann ablöst. Ähm, ja, genau und dann schauen wir eh, wie wir in die Community reinkommen und vielleicht dann ja wieder im November in Leipzig, vielleicht schon mit einem eigenen so Infostand oder ja, werden wir schauen, was sich alles ergibt. Oder mit einem Island-Vortrag. Das sehen wir dann.
Nele: Sehr, sehr schön. Das klingt alles sehr gut, sehr arbeitsreich auf jeden Fall. Jetzt sag doch noch mal ganz kurz zum Ende die Website. Ich habe es vorhin zwar gehört, Mobileliving@, aber, also at, aber mit Bindestrich, ohne Bindestrich? Wie schreibt man die?
Sprecher D: Mit Bindestrich. Also Englisch-
Laura: WWW Punkt mobile minus living Punkt at.
Nele: Okay.
Sprecher D: Also Englisch für mobiles Leben, ne.
Nele: Dann haben wir das jetzt auch noch mal untergebracht und ich wünsche euch ganz, ganz, ganz viel Spaß und Erfolg mit allem, was ihr macht. Bin super gespannt, was da noch so alles von euch kommt und ja, freue mich, wenn wir uns vielleicht auch mal wieder im Podcast hören. Zum Verein, zu eurer Islandreise, zu euren anderen Fahrzeugen. Ich weiß es noch nicht. Vielleicht auch mal zum Thema Tiny House.
Sprecher D: Ja.
Nele: Das würde mich auch interessieren. Da hatten wir auch mal eine Folge, die war eher so ein bisschen, ähm, theoretischer, aber kam auch sehr, sehr gut an bei den Leuten, weil es da ja viele Überschneidungen gibt, auch in der Zielgruppe. Also wenn ihr Lust habt, dann seid ihr herzlich eingeladen, noch mal zu uns zu kommen und vielen, vielen Dank für eure Zeit, für die vielen Infos. Und ja, dann euch weiterhin alles Gute. Ihr habt das letzte Wort.
Sprecher D: Ja, vielen Dank. Danke auch für die Einladung. War sehr angenehm zum Reden und ja, wir sehen uns sicher irgendwann wieder oder hören uns.
Laura: Ja, auch für von mir danke für die Möglichkeit. Und wie gesagt, ich glaube, wir laufen uns noch öfters über den Weg. Sei es im Podcast, vielleicht oder auch, ähm, in real life auf den Messen.
Nele: In Mexiko, haben wir ja schon gesagt.
Sprecher D: Ja.
Laura: Oder in Mexiko, ja, gern also.
Nele: Da steht ein alter VW-Bus, mit dem kann man auch ein bisschen was machen.
Laura: Ah ja, fand fein.
Nele: Dann alles Liebe für euch und euch da draußen eine gute Zeit auch. Bis nächste Woche. Tschüss!