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Podcast: Island: Camping zwischen Vulkanen, Geysiren und Elfen - Interview mit Sabrina von Halló Ísland

In dieser Episode spricht Nele mit Sabrina von „Halló Ísland“ – einer echten Expertin, die schon seit 2013 regelmäßig die mystische Vulkaninsel bereist. Gemeinsam tauchen die beiden in die atemberaubende Landschaft Islands ein und verraten dir alles, was du über Camping auf der Insel der Gletscher, Vulkane und Nordlichter wissen musst. Wenn du schon immer von Island geträumt hast, ist diese Episode ein Muss für dich!

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Island – mystisch, wild und landschaftlich so vielfältig, dass selbst nach 15 Roadtrips noch längst nicht alles erkundet ist. Nele hat sich Sabrina von Halló Ísland geschnappt, die seit 2013 mindestens einmal im Jahr auf die Vulkaninsel reist und dort inzwischen (fast) alles kennt: von der besten Reisezeit über die günstigsten Campingplätze bis hin zu spektakulären Hochlandstraßen, die mit deutschen Feldwegen rein gar nichts gemein haben.

Darüber haben wir in dieser Episode gesprochen

  1. Island in drei Sätzen: Warum man sich dort wie auf einem anderen Planeten fühlt
  2. Anreise mit eigenem Fahrzeug oder Mietwagen: Ab wann sich die Fähre lohnt, was eine Überfahrt kostet und was man beim Mieten beachten sollte
  3. Campervermietungen vor Ort: Vollausgestattete Fahrzeuge
  4. Reisezeiten im Überblick: Hauptsaison Juli/August, Nordlichter ab Ende August, goldenes Herbstlicht im September/Oktober – und warum Sabrina trotzdem am liebsten im November fährt
  5. Camping in Island: Freistehen ist verboten, die Campingplätze kommen aber nah ran – keine Parzellen, keine Schranken, günstige Preise
  6. Wohnwagen, Zelt oder Hochland-Offroader: Was Island-Wetter mit Zelten macht, warum Wohnwagen möglich aber nicht unkritisch sind und welche F-Roads sich für den Island-Einstieg eignen
  7. Trekking und Bikepacking: Sabrinas Erlebnisse auf dem Laugavegur-Trek, das große Bikepackingrennen in den Westfjorden
  8. Sabrinas persönliche Highlights: Gletscherlagune früh morgens, die Westfjorde, Kerlingarfjöll als absolute Nummer-eins-Empfehlung für Erstbesucher und drei Lieblings-Campingplätze

Sabrinas Tipps & Links

  1. Halló Ísland – Sabrinas Blog rund ums Reisen in Island
  2. Hallo Island auf Instagram: @halloisland
  3. Camping in Island: hallo-island.de/camping/island-camping-guide –
  4. Erfahrungsbericht Wintercamping:hallo-island.de/fernweh/wintercamping-island 
  5. Erfahrungsberichte Juni: hallo-island.de/blog/reisebericht-camping-im-juni & https://hallo-island.de/blog/reisebericht-island-im-campervan 

Camper-Vermietungen

  1. Happy Campers – Sabrinas aktueller Kooperationspartner | 5% Rabatt mit dem Code halloisland5
  2. Camp Easy

Apps & Campingplatzführer

  1. Camping-App | 20% Rabatt mit dem Code CAMPERSTYLE25
  2. Nordcamp-App | 20% Rabatt mit dem Code NORDSTYLE20
  3. tjalda.is – Tjaldað, offizielle isländische Campingplatz-Übersicht
  4. fi.is – Isländischer Wanderverband mit Hütteninfos fürs Hochland

Sehenswürdigkeiten & Landschaften

  1. Museum/Garten & Steinsammlung von Petra: www.steinapetra.is/de
  2. Skógafoss (berühmter, sehr breiter Wasserfall)
  3. Landmannalaugar (beliebtes Wanderziel, buntes Gestein in allen Farben)
  4. Kerlingarfjöll (auch: „Kärtlingerfjörd/Kellingerfjord“ – Marslandschaft, rote dampfende Berge)
  5. Gletscherlagune (am besten sehr früh morgens oder spät abends besuchen)
  6. Die Westfjorde (landschaftlich sehr beeindruckend)
  7. Das Hochland allgemein (Geröllwüste, blauer Berg, heiße Quellen)
  8. Festival im November: Iceland Airwaves 

Sabrinas Lieblings-Campingplätze

  1. Skógafoss Camping (Zelt mit direktem Blick auf den Wasserfall)
  2. Campingplatz vom Viking Café / bei Stokksnes (Südosten)
  3. 66.12 North Campingplatz (Norden, sehr herzlicher Betreiber, Papageientaucher in der Nähe)
  4. Campingplatz & Gästehaus in Selfoss (Süden, ca. 36 €)

Wander- & Trekkingrouten

  1. Laugavegur-Trek (Trekkingroute über vier bis fünf Tage – einer ihrer Favoriten) 

Aktivitäten / Erlebnisse

  1. Hotpots / heiße Quellen & Schwimmbäder mit heißen Pötten (ca. 38 °C)
  2. Baden in heißen Flüssen (z. B. im Süden, ca. 45–60 Min. Fußweg)
  3. Whale-Watching
  4. Papageientaucher beobachten (Mai/Juni): hallo-island.de/blog/papageientaucher-in-island mit Puffin-Karte

F-Roads / Hochlandstraßen (für Einsteiger empfohlen)

  1. F35 (perfekt für die erste Hochlandstraße)
  2. Straße 550 (etwas schroffer, gut mit Fahrzeugen wie Suzuki Jimny befahrbar)

Jetzt bist du dran – erzähl uns von deinem Island-Traum!

Hast du Island schon auf deiner Bucket List – oder warst du vielleicht sogar schon dort und kennst die wilden Hochlandstraßen und endlosen Lavafelder aus eigener Erfahrung? Wir sind neugierig: Reist du lieber mit eigenem Fahrzeug per Fähre oder greifst du vor Ort auf einen Mietwagen zurück? Dann schick uns gerne eine Nachricht an podcast@camperstyle.de oder per WhatsApp!

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Das Transkript der Folge

Diese Zusammenfassung wurde von einer KI erstellt und kann daher kleine Unklarheiten oder Fehler enthalten. Es dient zum schnellen Nachschlagen der in der Episode besprochenen Themen. Anhand der Zeitstempel sind diese dann einfach im Podcast nachzuhören.

Nele: Hallo und herzlich willkommen zu Camper Style, deinem Camping-Podcast. Ich bin Nele und heute mal wieder in einer Damenrunde, und zwar mit der lieben Sabrina von Hallo Island. Und wie der Name schon sagt, sprechen wir heute über Island. Ein ganz besonderes Reiseziel, was vielleicht viele von euch schon gehört haben, aber wahrscheinlich noch nicht selber vor Ort waren. Und da hab ich mir die Sabrina geschnappt, weil die ist seit, ich glaub, seit 15 Jahren ungefähr oder zwölf Jahren Expertin für diese schöne Insel. Hallo Sabrina, herzlich willkommen. Sabrina: Hallo Nele. Nele: Stell dich doch einmal selber kurz vor. Wer bist du? Was machst du? Wo trifft man dich an? Sabrina: Okay, also du hast mich ja schon ganz gut vorgestellt. Ich bin Sabrina, ähm, leb in Frankfurt und bin mindestens einmal im Jahr in Island. Das mach ich jetzt seit 2013 und daraus hat sich dann mein Blog entwickelt, wo ich jetzt seit inzwischen, ich weiß es selber auch nicht, seit 2014, ähm, über Island schreibe und Leuten von meinen Reisen erzähle und ja, worauf sie alles achten können, sollten und Tipps gebe. Nele: Dann lag ich ja mit meinen, ähm, zwölf bis 15 Jahren genau richtig. Ich hab's jetzt so grob geschätzt. Sabrina: Mhm. Nele: Mhm, ich war selber noch nie in Island, würde immer wahnsinnig gerne mal hin, aber es hat sich irgendwie noch nicht so ergeben, weil so Wohnwagen und so, da sprechen wir nachher auch beim Thema Camping in Island bisschen drüber, hatt ich immer den Eindruck, ist vielleicht jetzt nicht das perfekte Reise- und Transportmittel dort. Aber das werden wir gleich von dir erfahren. Jetzt ist Island ja 'ne ganz besondere Insel. Ähm, für mich so aus der Ferne, alles, was ich bisher gesehen habe, ist so 'n bisschen mystisch, ähm, landschaftlich traumhaft. Wie würdest du denn Island in, sagen wir mal, drei, vier Sätzen beschreiben? Was ist, was bedeutet es für dich? Sabrina: Für mich ist das immer noch das Gefühl, dass es einfach 'ne sehr, sehr große Landschaft ist, in der ich mich persönlich sehr klein fühle. Also das ist so 'n Gefühl, was ich in Deutschland jetzt zum Beispiel relativ wenig habe. Dann ist Island also auch landschaftlich bedingt komplett wild. Nele: Mhm. Sabrina: Und je nachdem, wo man ist, ähm, denkt man sich, man ist auf 'nem komplett anderen Planeten. Das ist ziemlich cool. Die Isländer an sich sind 'n sehr sympathisches Völkchen, wenn man sie einmal geknackt hat oder wenn man so 'n bisschen verstanden hat, wie die ticken. Und Island hat auch sehr viele skurrile Ecken. Das sind dann so Sachen wie Kunst im öffentlichen Raum, aber da ist dann einfach mal 'ne Dusche, die an 'nem, an 'ner heißen Quelle angeschlossen ist oder es steht einfach irgendwo 'ne Toilette rum. Und das ist Kunst. Und, ähm, es gibt 'n ganz witziges Museum, das ist das, äh, die Steinsammlung von Petra. Petra hat Island nie verlassen und hat aber Steine gesammelt und irgendwann haben Leute angefangen, ihr auch noch Steine vorbeizubringen. Also da liegen Tausende von Steinen bei ihr im Garten rum und das sind so diese kleinen skurrilen Sachen, die mir jetzt so spontan einfallen. Nele: Steine aus Island oder aus aller Welt? Sabrina: Es hat mit Island angefangen und hat sich dann auf alle Welt ausgeweitet. Nele: Dann hätt ich jetzt endlich mal jemand, dem ich meine Steinsammlung vererben könnte, die seit vielen Jahren hier immer von links nach rechts geschoben wird in unserem Arbeitszimmer. Okay, behalt ich mal im Hinterkopf. Sabrina: Das kannst du mal probieren. Nele: Petra aus Island. Okay. Wann und-- nee, wann wissen wir ja, 2013 hast du gesagt. Ähm, wie ist denn diese Liebe zu Island bei dir entstanden? War das Liebe auf den ersten Blick oder bist du da eher so reingewachsen? Was war dein erster Eindruck, als du zum ersten Mal auf der Insel warst? Nimm uns da mal 'n bisschen mit, bitte. Sabrina: Mhm. Da muss ich noch mal 'n bisschen ausholen. Ich hab als Kind 'n Buch bekommen, das hieß Gelosi, mein Islandpferd. Und das war mein absolutes Lieblingsbuch. Und so als, ich weiß nicht, acht, neunjährige Pferdemädchen natürlich, hab ich gedacht: „Boah, irgendwann fahr ich mal nach Island und dann reit ich da mit 'nem Islandpferd." Nele: Oh, süß. Sabrina: Und das hat so den Grundstein gelegt. Und dann war Island relativ lange von der Bildfläche verschwunden. Und als es so um die Urlaubsplanung ging, ähm, hatt ich dann irgendwann mal gedacht so: „Hm, was ist 'n eigentlich mit Island? Was kosten denn da die Flüge? Was kosten da die Unterkünfte? Kann man da nicht mal hin?" Und dann, ja, hat das alles ganz gut gepasst und ich war zwei Wochen am Stück dort und schon so auf dem Weg vom Flughafen nach Reykjavik, was fast mit die langweiligste Ecke von Island ist. Also es ist einfach 'ne Landstraße durch 'n bisschen Lavalandchaft. Da hab ich schon gedacht: „Oh mein Gott, ist das schön hier." Und das wird dann so mit jedem Kilometer, den man da irgendwie gesehen hat, einfach noch schöner. Und ja, das hat mich dann immer wieder zurückgezogen, weil ich immer noch nicht alles gesehen hab. Nele: Wahrscheinlich auch jetzt nach den, wie oft warst du jetzt da? 15, 16 Mal? Sabrina: Wahrscheinlich noch öfter. Ich hab irgendwann aufgehört zu zählen. Nele: Und immer noch nicht alles gesehen. Sabrina: Immer noch nicht alles gesehen. Nele: Krass. Wie groß ist die Insel denn? Sabrina: Ist gar nicht mal so groß. Ähm, ich weiß es gar nicht. Nele: Ich google mal zeitgleich. Sabrina: Könnten wir schnell googeln. Nele: Ähm, und, und du erzählst uns mal 'n bisschen für alle, die noch nicht da waren und vielleicht auch noch nicht so viele Fotos gesehen haben wie ich: Wie s... wie sind die Landschaften denn? Also du hast schon von Lavalandchaften gesprochen. Ähm, ich weiß, dass es auch Gletscher gibt. Es gibt auch Geysire. Äh, was-Äh, w-, äh, kannst du da so 'n bisschen das beschreiben, was, was man da so sehen kann? Sabrina: Also grundsätzlich ist es, äh, ziemlich schroff und wild. Das hatte ich ja eben auch schon gesagt. Man hat schwarze Lavalandschaft. Ähm, das können Lavafelder sein, das können aber auch schwarze Strände sein, wo dann grad in den Lavafeldern auch immer wieder Moos wächst. Also hat man kleine grüne Flecken, die dazwischen wachsen oder Blümchen. Und dann, ähm, hat man auch recht viel Weideland, weil Island ja groß in der Landwirtschaft ist. Also es viel, viele Schafe, viele Pferde, die müssen ja auch irgendwo was fressen. Man hat Geröll, grad wenn man ins Hochland fährt. Also das ist dann wirklich extrem. Also ich, ich kann's gar nicht so genau beschreiben, wie das Hochland eigentlich ist, weil das auch sehr vielseitig ist. Also man hat einerseits richtig so Geröllwüsten, andererseits dann, wo die Geothermie irgendwie am Start ist, hat man dann Täler, die alle Farben des Regenbogens haben. Es gibt einen Berg im Hochland, der ist blau, also so'n, ja, dunkles, sanftes Blau, würd ich sagen. Ähm, dann hat man Landschaften, die aussehen wie auf dem Mars. Man hat Gletscher, man hat eigentlich, wenn man auf der Ringstraße unterwegs ist, das ist die Straße, die einmal rund ums Land geht, hat man meistens das Meer, was man sieht. Dann gibt es Canyons, die auch extrem beeindruckend sind. Ja und ach so, es gibt noch die Westfjorde und die Ostfjorde und im Norden gibt's auch noch 'n paar Fjorde. Also hat man auch Fjordlandschaft und das dann je nach Region stärker oder schwächer ausgeprägt. Und da würd ich sagen, sind die Westfjorde so das Beeindruckendste. Also alles. Nele: Also im Grunde auch 'ne landschaftliche Vielfalt und für mich klingt das jetzt so, als wäre das tatsächlich 'ne Insel, die mich auch noch mal landschaftlich echt beeindrucken könnte. Weil für mich ist immer so oder f-für uns beide eigentlich, wir sind jetzt halt so viel gereist, dass es manchmal schwer ist, noch so geflasht zu sein- Sabrina: Mhm Nele: ... wenn man so durch Europa zieht. Also ich hatt das jetzt zuletzt in den Pyrenäen tatsächlich auf katalonischer Seite, äh, katalanischer Seite, ähm, dass ich zum ersten Mal seit Langem wieder echt umgehauen war, so von der Landschaft. Und das fehlt mir 'n bisschen, weil am Anfang der Reisetätigkeit, sag ich mal, da war halt alles irgendwie noch so, so wahnsinnig faszinierend. Und, und wenn du das jetzt so beschreibst, dann denk ich, das wär halt jetzt doch auch noch mal 'ne Steigerung zu dem, was wir bisher vielleicht schon gesehen haben. Sabrina: Mhm. Nele: Ich hab mal die Infos 'n bisschen, äh, zusammengesammelt in der Zwischenzeit. Also 103.000 Quadratkilometer ist doch gar nicht mal so klein. Ähm, Wikipedia, nee, Iceland IS sagt, ähm, flächenmäßig zweitgrößter Inselstaat Europas und, ähm, sehr dünn besiedelt, also nur 3,8 Einwohner pro Quadratkilometer. Sabrina: Mhm. Nele: Und weil weder ich noch wahrscheinlich viele unserer Hörerinnen und Hörer sich was vorstellen können bei 100.000 Quad-, äh, Quadratkilometer, hab ich mal ganz schnell die KI befragt. Also das wäre ungefähr Bayern, Baden-Württemberg und Hessen zusammen. 'N bisschen, bisschen weniger als die drei Bundesländer zusammen. Oder wenn man an Portugal noch 'n Stückchen mehr dran klöppeln würde. Portugal hat ungefähr 92.000 Quadratkilometer. Ähm, also ist gar nicht mal so mini, wie ich dachte irgendwie, wenn man so auf die Karte guckt, hmm, aber doch noch sehr überschaubar. Und wenn, wenn man sich jetzt so anschaut, 3,8 Einwohner pro Quadratkilometer ist ja, ähm, sehr spärlich und ich könnt mir vorstellen, dass sich das auch so 'n bisschen in der Mentalität niederschlägt und in der Atmosphäre, die dort sozial und kulturell herrscht. Ist das-- fühlt man sich da eher so 'n bisschen, ähm, dass es wie so 'n bisschen familiärer zugeht auf der Insel? Oder sind die Leute eher reserviert? Wie muss ich mir das vorstellen? Sabrina: Oh, das ist 'ne sehr gute Frage. Ich würd sagen, das hat sich geändert mit den Jahren. Als ich zum ersten Mal da war, war das auf jeden Fall noch 'n bisschen familiärer und die Leute waren auch, ja, interessierter. Man ist 'n bisschen leichter ins Gespräch gekommen. Und inzwischen wird Island ja so von den Touristen überrollt, dass da in vielen Regionen auch einfach gar keinen Bock mehr- Nele: Mhm, versteh ich Sabrina: ... ist, ähm, ja, sich mit den Touris auseinanderzusetzen. Aber so grundsätzlich, ähm, sind die Isländer 'n bisschen reserviert, aber herzlich. Also ich denke, wenn man da wirklich in Not ist und irgendwo an die Tür klopft, dann bekommt man auf jeden Fall Hilfe. Da sind wenige, die einen dann irgendwie vom Hof jagen. Nele: Wo du jetzt so oft da warst, also ich kenn das von mir, wenn wir irgendwo in Regionen unterwegs sind, entweder auf Inseln oder halt auch in kleineren, ähm, Ortschaften, da kennt einen dann nach 'n paar Wochen so die Vielzahl der Bevölkerung. Kennen die dich da jetzt? Also kommst du da hin und dann sagen die: „Ach, die Sabrina wieder", oder wie ist das? Sabrina: Nee, so ist das nicht. Ich bin ja auch meistens nur relativ kurz an den Orten. Nele: Mhm. Also du reist dann auch viel. Sabrina: Genau, ich mach Roadtrips und bin dann vielleicht mal zwei, drei Nächte am Stück an einem Ort. Aber es ist schon so, wenn man Leute kennt, die dann wiederum Leute kennen und dann irgendwie 'ne Empfehlung bekommtUnd dann dahin fährt und sagt so: „Ja, die und die hat mich geschickt", dann sind die auch sofort so: „Ach super, ja toll, ähm, komm doch noch mal auf 'n Kaffee rein, dann können wir uns noch mal unterhalten." Also das ist so'n ganz schöner Türöffner. Nele: Mhm. Sabrina: Aber dass mich da jetzt die Leute kennen, wenn ich irgendwie in 'n Örtchen reingetuckert komme, da bin ich weit von entfernt. Nele: Okay. Sabrina: Das brauch ich auch nich. Nele: Ja, du willst ja wahrscheinlich auch 'n bisschen in Ruhe, ähm, dann alles entdecken können. Sabrina: Genau. Nele: Sprichst du denn mittlerweile 'n bisschen Isländisch? Sabrina: Ich hab 'n Isländischkurs gemacht, also eigentlich sechs Kurse an der VHS und dann noch mal 'n Online-Kurs. Ich würde sagen, ich kann Pizza bestellen und also Pizza und Bier bestellen. Ich kann überleben. Nele: Na immerhin. Sabrina: Und das war's. Ähm, Radiowerbung versteh ich so'n bisschen oder so grob, worum's in den Nachrichten geht, aber das war's dann auch. Mir ist die Sprache viel zu kompliziert. Mein Kopf mischt sie dann mit den anderen Sprachen, die ich kann und dann ist das ein Kauderwelsch. Ja. Nele: Das 'ne, ist das gälische Sprach-, keltische oder wo, wo, was hat die für 'n Ursprung? Sabrina: Ähm, ich meine, das ist 'ne germanische Sprache. Nele: Germanisch. Spannend. Sabrina: Oder? Nele: Aber man kommt- Sabrina: Also es ist Altnordisch ist die älteste Sprache in Europa, glaub ich. Nele: Okay. Sabrina: Und davon, also da hängt Island noch am nächsten dran von den Sprachen, die sich dann daraus entwickelt haben. Nele: Haben wir jetzt leider verpasst, 'n Einstieg zu machen wie bei Sendung mit der Maus, dass du dich einmal auf Isländisch vorgestellt hättest. Das ist mir jetzt grade erst eingefallen, dass man das hätte machen können. Ähm- Sabrina: Wir können's nach vorne schneiden. Nele: Ja, dann sag doch mal, sag doch mal: „Ich bin Sabrina und ich betreibe den Blog Hallo Island." Sabrina: Der zweite Teil wird schon wieder schwierig. Nele: Okay. Sabrina: Góðan daginn, ég heiti Sabrina en ég elska Íslandi. Nele: Cool. Sabrina: Vielleicht. Also es war grammatikalisch bestimmt nicht korrekt, aber das weiß ich ja nicht. Nele: Ach, das weiß keiner, der uns hier zuhört wahrscheinlich. Aber man kommt ja wahrscheinlich mit Englisch gut zurande, ne? Sabrina: Ja, überall. Nele: Cool. Wir haben ja gesagt, wir sprechen heute über Camping und Backpacking in Island. Ähm, beides glaub ich für unsere Hörerinnen und Hörer spannend. Und ich weiß von Freunden von uns, von mexikanischen Freunden, die noch gar nicht so lange do-her dort waren. Das war, glaub ich, letztes Jahr, vorletztes Jahr. Ähm, die waren total geflasht, die waren mit 'nem Camper unterwegs und, ähm, da haben wir aber auch relativ viel vorbereiten müssen so. Und da würd ich jetzt mal gerne einsteigen, weil ja sich immer die Frage stellt als Erstes: Fahr ich da mit meinem eigenen Fahrzeug hin oder miet ich mir was von vor Ort, wenn man jetzt, äh, so wie in diesem Fall vielleicht auch 'ne etwas längere Anreise hat. Vielleicht steigen wir damit mal ein. Was würdest du denn sagen, was ist da sinnvoller, nicht nur vom Anreiseweg her, sondern vielleicht auch von den örtlichen Gegebenheiten, Stichwort Allrad und Co.? Sabrina: Mhm. Ich würd sagen, es kommt ganz drauf an, was man in Island vorhat. Also wenn ich jetzt nur die Ringstraße fahren möchte, das ist einfach Asphalt oder auf den, ich sag mal, auf den befestigten Straßen fahren möchte, nicht ins Hochland will, das kann ich mit jedem Fahrzeug machen. Oder da kann ich auch mein Womo von zu Hause einschippern. Da muss ich mir, ja, im Vorfeld überlegen: Was möchte ich dem Fahrzeug zutrauen? Nele: Mhm. Sabrina: Das Wetter in Island kann mies sein. Es gibt immer wieder Stürme, wo dann auch Wohnmobile von der Straße gefegt werden. Nele: Oha, okay. Sabrina: Die liegen dann auf der Seite im Graben. Das ist immer traurig, wenn man da vorbeifährt und die da liegen sieht. Also da muss man sich so'n bisschen drauf einstellen, dass so was passieren könnte. Und es gibt zum Teil Flächen, wo direkt neben der Straße 'ne Aschewüste ist. Nele: Mhm. Sabrina: Wenn's da 'n bisschen windet, dann hat man schon so'n, diesen Sandstrahleffekt. Das, ja, mit 'nem Mietwagen ist das nicht ganz so dramatisch wie mit dem eigenen, würd ich sagen. Nele: Das hatten wir auch gesehen bei dem, als wir die Mietfahrzeuge für unsere Freunde uns angeguckt hatten, dass man da allerhand Zusatzversicherungen abschließen konnte, zum Beispiel gegen Ascheschäden, äh, gegen, ja, so sehr spezifische Reifenschäden auch. Also irgendwie, wie hieß es dann? Wir haben's übersetzen lassen irgendwie. Also quasi wenn, wenn ein Felsen einen Reifen zerfetzt und solche, solche Späße. Da hab ich auch gedacht: Ja, das würd ich dann wohl auch lieber mit 'nem Mietfahrzeug machen. Sabrina: Ja, das hat man auf der Straße, auf der normalen Straße ei... nicht so. Nele: Mhm. Sabrina: Dass da irgendwie 'n Reifen vom Felsen zerfetzt wird. Das ist dann eher fürs Hochland gedacht. Nele: Und ich muss ja mit der Fähre dann übersetzen logischerweise. Hast du ungefähr 'n Überblick, was das kostet? Ich sag jetzt mal, müssen jetzt nicht für alle möglichen Fahrzeugtypen, aber für so'n vielleicht so normalen Campervan oder 'n kleines Wohnmobil. Sabrina: Das hab ich mal recherchiert für so 'n sechs Meter Van, glaub ich, war das. Ähm, das kommt ganz stark drauf an, wann man bucht und wann man Island besuchen möchte. Nele: Mhm. Sabrina: Ich würde mal sagen, mit 3.000 Euro ist man mindestens dabei. Nele: Was? Sabrina: Außer man kriegt jetzt 'n absoluten Superdeal und reist im, weiß ich nicht, Ende November oder im Januar, wenn sonst niemand hin will. Also es ist teuer. Nele: Aber das dann hin und zurück, oder? Sabrina: Ja. Nele: Okay. Sabrina: Also ich empfehl immer, wenn man länger als drei Wochen in Island bleiben möchte, dann lohnt sich das eigene Fahrzeug mit der Fähre, mit dem ganzen Anreise und so weiter und alles, was drunter ist, würd ich mieten. Nele: Ja, würd ich genauso unterschreiben bei den Preisen. Also die, die Mietfahrzeuge sindNach allem, was wir damals vor anderthalb Jahren oder wann's war, recherchiert hatten, schon 'n bisschen teurer als, äh, wenn man jetzt in Deutschland zum Beispiel 'n Wohnmobil mietet. Ich weiß nicht, hast du aktuelle Tagespreise grade so ungefähr von bis im Kopf? Sabrina: Nee, hab ich nicht. Nele: Da können wir dann gleich noch mal das Ganze nachliefern oder vielleicht auch mal die ein oder andere Campervermieter, äh, äh, Vermietung in den Show Notes verlinken. Aber da war's auch so, dass wir, dass wir gesagt haben, also selbst wenn wir 'n Fahrzeug für die gehabt hätten in Deutschland, hätt's sich nicht gelohnt, das für die zwei Wochen da rüberzuschiffen. Sabrina: Ja. Und da noch ein Tipp zu den Vermietungen: Die haben immer wieder Aktionen, ähm, und Rabatte, also richtig gute Rabatte. Da kann man sich zum Teil 50 % vom Mietpreis zusammen sparen. Nele: Oh. Sabrina: Das geht dann auch über den, ähm, Reisezeitraum. Also Langzeitbuchungen fangen bei denen, glaub ich, schon bei sieben Tagen an. Nele: Mhm. Sabrina: Und dann, wenn man länger als sieben oder als zehn Tage bucht, kriegt man da schon mal oft 'n Rabatt. Je nachdem, wie früh man bucht, also buch ich jetzt schon im Oktober für den kommenden Mai oder Juni, dann gibt's auch noch mal gut Rabatt und Off-Season-Preise gibt's natürlich auch immer. Die wollen ja im Winter auch die Fahrzeuge loswerden. Nele: Und du hattest jetzt grade schon gesagt, die Fähre und wahrscheinlich auch die Mietfahrzeuge hängen preislich so 'n bisschen davon ab, wann man bucht, also wie mit wie viel Vorlauf und wann man, ähm, die Insel besuchen möchte. Was, w-wann ist denn in Island Hauptsaison, wann ist Nebensaison und was wär aus deiner Sicht so die beste Reisezeit, wenn man irgendwie viel unternehmen möchte? Sabrina: Mhm. Hauptsaison ist ganz klar Juli und August. Nele: Also so wie bei, bei uns. Sabrina: So wie bei uns. Da ist das Wetter am besten, da hat man das meiste Tageslicht und ja kann einfach alles machen, was man möchte. Nele: Mhm. Sabrina: Würd ich mal sagen, außer Nordlichter sehen. Nele: Ja, die kommen erst im Oktober oder so, ne? Oder September? Sabrina: Ja, jetzt, wir haben ja jetzt grade so starke Nordlichtjahre. Jetzt fangen sie auch schon Ende August an. Nele: Ah, okay. Sabrina: Also wenn's so 'n bisschen dunkler ist als Tageslicht, dann sieht man sie im Moment schon. Also ja, so Ende August. Ähm, ja, September und Oktober find ich persönlich richtig schön. Da hat man immer noch ausreichend Tageslicht. Das Licht tagsüber ist schon so dieses goldene Herbstlicht- Nele: Mhm Sabrina: ... was man hier so zum Sonnenuntergang hat. Also es ist für Fotografie extrem schön dann. Man kann immer noch genug machen. Man hat Nordlichter, man hat noch, also man hat keine Papageientaucher mehr. Nele: Oh, mh. Sabrina: Die hätte man dann im Mai und Juni. Aber, ähm, Mai und Juni find ich auch schön, aber da kommt das Land grade noch so aus 'm Winterschlaf raus. Also da sind jetzt die Wiesen noch nicht so grün. Also die Natur braucht dann noch 'n kleinen Moment, bis sie wieder komplett da und schön ist. Und man hat da auch noch, also zumindest ich auf meinen Reisen hatte da häufiger noch schlechtes Wetter und Stürme als im Herbst. Es kann aber auch einfach dran gelegen haben, dass ich Glück hatte. Nele: Und Winter würdst du wahrscheinlich eher abraten, würd ich mal tippen. Sabrina: Ich bin meistens im Winter da. Nele: Ehrlich? Sabrina: Ja. Nele: Warum? Sabrina: Weil's auch schön ist. Also ich war ganz oft im November da, weil da 'n Festival stattfindet, was ich besucht hatte. Und dann hatt ich noch 'n anderes Festival über Ostern 'n paar Mal besucht. Und im Winter hast du halt definitiv sehr viel weniger Leute. Nele: Mhm. Sabrina: Man hat Schnee. Ich find da auch, ja, so diese ganze, ja, dieses, ah, wie soll ich sagen? Das ist da noch richtiger Winter. Nele: Okay, also nicht so dizelig und regnerisch wie bei uns, dass man da mal im Schneematsch 'n bisschen rumlatschen kann, wenn man Glück hat, sondern richtig knackig. Sabrina: Richtig knackig, genau. Es hat so seinen eigenen Reiz, find ich. Das muss man aber auch erlebt haben, um sagen zu können, ist cool oder nicht cool. Nele: Und gibt's da dann auch viele Möglichkeiten, irgendwie indoor was zu machen? Also gibt's da, ich sag jetzt mal, Saunen? Gibt's da irgendwie Wellnessangebote oder irgendwas? Oder bist du dann knallhart auch vor der Tür und machst deine Touren? Sabrina: Es kommt drauf an, wie viel Schnee dann liegt, wie viel man machen kann. Also wenn es okay ist, dann mach ich knallhart meine Touren. Das sind dann natürlich keine Mehrtagestouren oder so. Das sind dann mal zwei Stunden oder so, die ich dann wandern bin. Und zum Wellnessthema hat Island ja Hotpots an jeder Ecke gefühlt. Also einerseits Schwimmbäder mit, ähm, ja, heißen Pötten. Da hat man dann so 38 Grad warmes Wasser. Nele: Oh. Sabrina: Das ist so die öffentliche Badewanne, da trifft man sich und, also die Isländer treffen sich da und da ist dann auch so der Dorfnach. Irgendwie, das gehört da ganz feste zur Kultur. Und man kann auch in so 'n paar heißen Flüssen baden, was auch noch mal extrem schön und anders ist. Also da läuft man dann-- Im Süden zum Beispiel ist einer, da läuft man, ich glaub, 'ne Dreiviertelstunde, Stunde durch die Natur, kommt an diesen Fluss und dann kann man sich da reinlegen und hat dann da auch badewannenwarmes Wasser, was da fließt. Nele: Das Reinlegen, äh, das würde mich auch anfixen, aber das wieder Rausgehen im Winter, das find ich ja den schlimmsten Moment ever. Deswegen geh ich ja in keine Sauna, weil in dem muckelig warm find ich's immer schön, aber wenn man dann in dieses kalte Becken springen muss, das ist nicht mein Ding. Sabrina: Gewöhnt man sich dran. Nele: Okay. Sabrina: Und also durch diese 38 Grad oder 40 Grad, die das Wasser da hat, bist du auch so aufgeheizt und dann merkt man das kaum, wenn man rauskommt. Nele: Okay. Sabrina: Und wenn du's extrem haben möchtest, könntest du danach noch ins, also bei manchen Schwimmbädern noch ins Meer gehen. Nele: Auf gar keinen Fall. Sabrina: Hab ich, das hab ich letztes Jahr zum ersten Mal gemacht und es war kalt. Nele: Mhm. Sabrina: Es war sehr kalt. Nele: Bist du komplett rein oder so wie ich immer, wenn ich ins Meer geh, nur bis unter Bauchnabel? Sabrina: Ich war komplett drin bis auf den Kopf. Nele: Gott, okay. Sabrina: Ja. Nele: Also ja, gut. Sabrina: 'Ne kleine Mutprobe mit 'ner anderen Person da aus dem Pool, wo ich war. Wir haben uns gegenseitig angestachelt und dann so: „Ja, wer schafft's wirklich?" Ich hab's geschafft. Nele: Und, äh, und die andere Person nicht? Sabrina: Ich glaub, die war dann bis zu den Knien oder bis zu den Oberschenkeln drin. Nele: Das bin ich. Sabrina: Das reicht auch schon. Nele: Und wenn wir jetzt noch mal so auf die, ähm, Frühjahr, Sommer, Herbst Reisezeit gucken, ähm, wie sind da so in den verschiedenen Monaten die, die Temperaturen und die Sonnenstunden? Also du hattest ja gesagt, im, im Herbst, also so September, Oktober hat man noch genug Licht. Was bedeutet das denn? Wie lang hab ich da Tageslicht? Sabrina: Mhm. Also ich würd mal im Mai anfangen. Nele: Mhm. Sabrina: So. Also im Mai ist es so, dass es, dass man da schon Tageslicht von, ich weiß nicht, fünf, sechs Uhr morgens bis zehn Uhr abends hat vielleicht. Also es wird jeden, es wird jeden Tag mehr. Genau, es liegt ja auch ein bisschen höher als bei uns. Und im Juni ist es schon so, dass die Sonne eigentlich nicht mehr richtig untergeht. Also nee, sie geht unter, aber es wird nicht mehr dunkel. Ähm, und das ist auch schon Anfang Juni so. Nele: Krass. Sabrina: Das zieht sich dann bis Mitte August. Also dann wird's ja wieder, ja, Schritt für Schritt dunkler und ich glaube, so ab September, Mitte September hat man wieder so die ersten dunklen Nächte. Nele: Das ist, ähm, ich hatte das jetzt anders eingeschätzt tatsächlich. Aber dann, dann ist ja wirklich nur im Winter ganz dunkel, oder? Sabrina: Mhm. Genau. Und das auch, also im November war ich jetzt schon häufig da. Da hast du Tageslicht von halb zehn morgens bis, bis 16:30 Uhr würd ich sagen. Und das ist dann halt dieses goldene Licht. Nele: Mhm. Sabrina: Wenn es jetzt nicht bewölkt ist oder regnet oder so, dann ist es halt grau. Ähm, und im richtig tiefen Winter, also um die Wintersonnenwende, hat man nachmittags oder mittags, würd ich sagen, drei, vier Stunden Dämmerlicht. Aber es ist nie so, dass man die Hand vor Augen nicht sieht. Nele: Krass. Also kann man sagen, bietet Island so ähnlich wie ja auch, ähm, Finnland, Norwegen und so weiter für sämtliche Jahreszeitenfanatiker was. Also an alle- Sabrina: Genau. Nele: Für alle, die's gerne immer hell hätten, so wie ich, ähm, dann halt eher so Frühjahr, Sommer. Und wer's gerne ganz gemütlich haben möchte und sich mit, mit Lichterketten einigeln will und irgendwie, ähm, heiß baden möchte, dann Herbst, Winter. Das ist doch schön. Sabrina: Genau. Nele: Schauen wir mal auf die Reiseplanung. Also wir sind ja immer noch, sind wir ein bisschen abgeschweift vom Thema, aber wir sind ja immer noch beim Thema, ähm, wir reisen mit 'nem Campingfahrzeug, egal ob jetzt gemietet oder, ähm, selbst mitgebracht. Ah ja, Stichwort gemietet: Könntest du noch mal 'n paar Vermietungen aufzählen, die dir jetzt so bekannt sind, wo du vielleicht auch sagst: „Ja, da weiß ich, da kann man gut mieten." Sabrina: Mhm. Also es gibt natürlich Vermietungen wie Sand am Meer da oben. Ich arbeite auch mit denen zusammen, ähm, und zwar mit Happy Campers. Mit denen war ich letztes Jahr unterwegs und fand's super. Also ich darf natürlich auch nichts anderes sagen, aber ich fand sie wirklich super. Nele: Ja, ich nehm an, sonst würdest du ja auch nicht mehr mit denen zusammenarbeiten, wenn's scheiße gelaufen wär. Sabrina: Genau, das stimmt auch. Nele: Ist ja bei unseren Kunden genauso. Auch wenn wir die erwähnen und Werbung machen, wir arbeiten ja mit denen, weil wir die gut finden und nicht, weil die so kacke sind. Sabrina: Genau, das stimmt. Und davor war ich mit Camp Easy unterwegs. Nele: Mhm. Sabrina: Das sind beides so mit die ältesten Campervermietungen in Island. Die haben ihre Fahrz... Also die haben sehr ähnliche Fahrzeuge von der Ausstattung. Ich glaub, die haben sich irgendwann mal abgespalten oder ich keine Ahnung. Nele: Mhm. Sabrina: Aber da merkt man auch, die Fahrzeuge sind für Island gebaut. Also du hast drin die Isolierung, du hast die Heizung, du kannst damit ohne Stromanschluss irgendwo rumstehen. Nele: Mhm. Sabrina: Man kann drin kochen, also ja, alles, was man braucht. Und das auch noch, was mir dazu einfällt, 'n großer Unterschied zu sehr vielen deutschen Vermietungen. Wenn ich da jetzt mal an die Großen denke wie Roadsurfer zum Beispiel. In Island hast du die Fahrzeuge schon komplett ausgestattet. Nele: Ja, das ist- Sabrina: Also du hast 'ne Decke drin, du hast Bettwäsche dabei, Kissen, Töpfe, Kaffeemaschine, also alles, was du brauchst. Du musst nur noch mit deiner Reisetasche einsteigen. Nele: Und das ist halt selbst bei denen, ähm, die mit Vollausstattung werben, meistens so, dass man zumindest die textilen Sachen selber mitbringen muss, also Handtücher, Bettwäsche. Das ist eigentlich bei allen, die ich bisher kennengelernt habe, Standard. Und das ist natürlich blöd, wenn man irgendwie mit 'm Flieger vielleicht anreisen muss, kannst ja nicht 'ne, äh, Bettwäsche für vier Personen mitschleppen. Sabrina: Ja, ja, das haben die alles schon mit Bedacht da oben. Nele: Cool Sabrina: War ich auch sehr begeistert. Nele: Und du hattest ja vorhin gesagt, also Langzeit, ähm, geht bei manchen Vermietern schon so ab sieben Tage los. Was wäre denn Reisezeitraum, wo du sagen würdest, dafür lohnt sich's wirklich da, also in, in diesem Zeitraum kann ich mir auch wirklich was von der Insel anschauen? Weil ich kann mir vorstellen, dass man da teilweise, je nachdem welche, welche Strecken man befährt, auch so 'n bisschen unterschätzt, wie lang man dafür braucht. Sabrina: Mhm. Das unterschätzt man immer. Ich würd sagen, alles in den Sommermonaten, also Juni bis September, Oktober. Nele: Mhm. Sabrina: Das würd ich jetzt so zumindest mal für 'ne erste Islandreise im Camper empfehlen. Da hat man alles, was man unternehmen kann. Man könnte 'ne Bustour ins Hochland machen, wenn man keinen Hochlandcamper hat. Man kann wandern gehen, man kann sehr viel draußen sein. Man kann Whale Watching machen und Papageitaucher sehen. Also das ist, würd ich fast sagen, so die beste Reisezeit für 'ne erste Islandreise. Nele: Und wie viel Tage würdest du empfehlen, dass man vor Ort bleibt, um wirklich dann auch das nutzen zu können? Sabrina: Wenn man die Ringstraße fahren möchte, das ist so da dieser klassische Roadtrip, den man macht, würd ich mindestens zehn Tage planen. Am besten ganze zwei Wochen, dann ist es entspannt. Nele: Aber ist dann auf jeden Fall in 'nem normalen Jahresurlaub zu schaffen. Also man muss jetzt nicht irgendwie sich 'n Sabbatical von drei Monaten nehmen, damit man da was anfangen kann. Okay, das ist schon mal gut. Weil das, das ist ja tatsächlich auch, ähm, bei den allerallermeisten unserer Hörerinnen und Hörer so, dass sie halt jetzt nicht Jobs wie wir haben, wo du an, die dann dich für zwei Monate verabschieden kannst. Und da bin ich immer dran interessiert, auch so Tipps zu geben, die dann wirklich umsetzbar sind. Sabrina: Ja. Ja, und wenn man jetzt nur 'ne Woche hat, da kann man super die Südküste machen oder, ähm, sich nordwestlich von Reykjavik orientieren oder generell rund um Reykjavik bleiben. Da gibt's auch schon extrem viel zu sehen und zu machen. Also das geht auch. Nele: Und wenn man jetzt so 'n bisschen abseits der Ringstraße unterwegs sein möchte, wie würdest du das einschätzen, was so die Strecken angeht? Also wie sind die ausgebaut? Wie, wie viel braucht man da wirklich? Äh, also w-- ich sag jetzt mal, für 100 Kilometer, wie viele Stunden muss ich dafür einplanen, um jetzt mal an 'nem Beispiel festzumachen? Weil da haben wir uns nämlich in gewissen Gegenden Europas auch schon paar Mal sauber verkalkuliert wie Polen, dass wir gedacht haben, ach ja gut, das sind 50 Kilometer, wie lang werden wir da brauchen? 'Ne Stunde vielleicht. Ach ja, dann war's halt dreieinhalb. Nee. Sabrina: Es kommt drauf an, wo man hinfährt. Also es gibt im ganzen Land asphaltierte Straßen, außer im Hochland. Nele: Mhm. Sabrina: Oder dann so richtig so im Inland. Ähm, du darfst auf der Ringstraße 90 km/h fahren oder auf allen Landstraßen darfst du 90 km/h fahren, innerorts 50 und man kommt da relativ gut voran. Nele: Okay. Sabrina: Also wenn man möchte, kann man die Ringstraße in einem Tag durchballern. Das sind, glaub ich, anderthalb 1.000 Kilometer. Da macht man dann aber auch nur Pause zum Tanken und Pipi machen. Nele: Mhm. Sabrina: Ich plane für meine Touren immer so bis, äh, oder 250 bis 350 Kilometer ein, je nachdem, in welcher Region ich unterwegs bin. Nele: Mhm. Sabrina: Also es gibt einfach Streckenabschnitte, da ist es unfassbar langweilig. Da macht's nicht, also da muss ich nicht aussteigen an jeder Ecke. Da gibt's dann auch weniger zu sehen und an anderen Orten, da kann man mit 250 Kilometern 'n ganzen Tag füllen. Nele: Mhm. Sabrina: Weil's da so viel zu sehen gibt. Nele: Und jetzt hattest du ja vorhin gesagt, die Mietfahrzeuge sind so ausgestattet, dass die auch keinen Stromanschluss zwingend benötigen. Sabrina: Mhm. Nele: Mhm, da stellt sich natürlich in meinem, äh, freiheitsliebenden Herz sofort die Frage: Geht Freistehen in Island noch oder hat man sich das jetzt auch schon mittlerweile versaut? Sabrina: Es ging noch nie. Nele: Oh, es ging noch nie, okay. Sabrina: Es ging noch nie. Also du darfst nur auf Campingplätzen übernachten. Noch nicht mal auf 'nem Parkplatz wie in Norwegen oder Schweden. Nele: Alles klar. Also und gibt's da auch so was Äquivalentes zum Wohnmobilstellplatz? Also was jetzt nicht direkt 'n Campingplatz mit der kompletten Infrastruktur ist, sondern vielleicht was Einfacheres, aber legal? Sabrina: Die Campingplätze sind anders als bei uns. Also es gibt nicht diese, ich sag mal, Campingparks- Nele: Mhm Sabrina: ... wie man sich das so bei uns vorstellt, ne. Es gibt- Nele: Mit Wasserrutsche. Sabrina: Wasserrutsche, Parzellen und das alles. Das gibt's in Island nicht. Also du hast meistens 'ne Wiese, da kannst du dich dann hinstellen, wo du, wo du willst. Dann gibt's 'n Sanitärhäuschen und bei vielen Plätzen noch 'n Aufenthaltsraum mit Küche für die Leute, die mit 'm Zelt unterwegs sind. Nele: Klingt wunderschön. Sabrina: Und es gibt keine Schranken. Da kommt dann entweder morgens oder abends jemand mit dem Kreditkartenlesegerät, klopft bei dir an die Tür und sagt: "Jo, hallo, bitte zahlen", und das war's. Also du hast so dieses Freistehgefühl- Nele: Aber legal Sabrina: ... hast du auf den meisten Campingplätzen. Nele: Ach toll. Sabrina: Egal. Und die sind auch echt gut bezahlbar. Also es gibt Plätze, da hab ich nur 1.500 Kronen bezahlt. Das sind so um die 13 Euro. Nele: Oh ja. Sabrina: Und dann gibt's also einen Platz, da hab ich mich auch 'n bisschen abgezockt gefühlt. Der ist im Süden in Selfoss. Da hab ich, glaub ich, 36 Euro oder so bezahlt für die Nacht. Nele: Ja, das ist schon unterer Standard mittlerweile in Mitteleuropa tatsächlich und auch in Südeuropa. Sabrina: Ja. Nele: Also das ist jetzt für mich 'ne ganz spannende Erkenntnis tatsächlich, weil ich verbinde Island immer mit sehr hohen Kosten. Sabrina: Mhm. Nele: Und ich vermute, dass es vielen Leuten so geht, weil wenn man natürlich in erster Linie auch Bekannte hat, die vielleicht schon mal dort waren, aber jetzt nicht zum Campen, sondern die halt dann in Unterkünften waren und die sich, ähm, dann irgendwie 'n, äh, 4x4-Fahrzeug gemietet haben und so, die berichten natürlich von exorbitanten Preisen. Und dass man da so günstig campen kann, das war mir gar nicht bewusst. Also dann ist es ja doch auch, ähm, vielleicht auch für Leute spannend, die sagen: „Okay, wir, wir machen das jetzt mal, wir nehmen dann halt mal diesen teuren Flug und so in Kauf, aber dafür haben wir dann vor Ort die Möglichkeit, relativ günstige Unterkünfte zu bekommen." Sabrina: Mhm. Genau, der Flug ist auch gar nicht mal so teuer. Kann ich dir auch direkt schon sagen. Nele: Sehr gut. Sabrina: Also da natürlich auch die Frage, je nachdem wann man bucht und für wann. Aber im Sommer kosten die um die 500, 550 Euro pro Person. Nele: Oh, okay. Sabrina: Ich weiß jetzt nicht, ob mit Aufgabegepäck oder nicht, weil ich meistens nur mit Handgepäck reise. Nele: Mhm. Sabrina: Aber das sind dann vielleicht noch mal 20, 30 Euro mehr. Also das ist- Nele: Ja gut. Sabrina: Bezahlbar. Nele: Das ist ja wirklich bezahlbar. Sabrina: Genau. Was teuer ist in Island, sind die Lebensmittel. Nele: Mhm. Sabrina: Und da gibt's natürlich dann auch 'ne Range von bis. Nele: Ja, je nachdem wahrscheinlich auch was importiert werden muss, ne. Sabrina: Genau, je nachdem was importiert wird und je nachdem, in welchem Supermarkt man einkauft, wie bei uns auch. Die haben natürlich auch Discounter und da kostet oder ja, da sind die Preise so wie bei uns, wenn ich zum Rewe gehe oder zum Edeka. Also bei uns so die hochpreisigen Supermärkte sind in Island die Discounterpreise. Nele: Okay. Aber auch, ich sag jetzt mal nicht so, ähm, dass man jetzt denkt, äh, ich werd jetzt arm, wenn ich da mal irgendwie zwei Wochen bleibe. Sabrina: Nee. Wenn man selbst kocht oder häufiger selbst kocht, dann geht das total. Essen gehen ist teuer, Alkohol ist teuer. Also alles, was irgendwie Spaß macht. Nele: Mhm. Rauchen wahrscheinlich auch. Sabrina: Rauchen ist auch teuer, ja. Nele: Zum Glück hab ich aufgehört. Nele: Und-- Ach nee, das, das verlagern wir noch mal 'n bisschen weiter nach hinten. Ähm, ich würd natürlich gerne auch noch was über die isländische Küche und Mentalität und so weiter erfahren, aber, ähm, da schauen wir, ob wir noch dazukommen, weil ich würd gerne wirklich auch noch mal, äh, das ganze Campingthema abschließen und auch zum Bikepacking kommen, weil das ist ja eigentlich eher so dann auch deine Spezialität. Ähm, vielleicht noch ganz kurz, was, ähm, mich noch interessieren würde zu den Campingplätzen: Äh, kann ich da noch spontan hinfahren oder muss man da jetzt auch schon reservieren? Sabrina: Ich glaube, wenn du irgendwo anrufst und fragst, ob du 'n Platz reservieren kannst, dann legen die auf. Nele: Mhm. Okay. Sabrina: Also du kannst überall spontan hinfahren und wenn der Platz voll aussieht oder schon relativ voll ist, dann finden sie immer noch 'n Eckchen, wo man sich hinstellen kann. Nele: Okay. Und Thema Wohnwagen, was ich vorhin kurz angesprochen hatte eingangs, ähm, würdest du sagen, mit dem Wohnwagen ist Island sinnvoll bereisbar? Also ich sprech jetzt nicht von kleinen Offroad-Wohnwagen oder so, ähm, Teardrop oder so, sondern so der klassische Wohnwagen, den wir haben, den, äh, Zehntausende andere Menschen in Deutschland haben. Eher ja, eher nein oder jein? Sabrina: Isländer selbst sind auch mit Wohnwagen unterwegs. Wohnwägen. Ähm, also man kann's machen. Nele: Mhm, okay. Sabrina: Man-- Ich würd sagen, man muss den Wohnwagen fahren können. Nele: Mhm. Sabrina: Und das auch, wenn's mal windig ist. Nele: Mhm. Nicht dass er dann hinter dir herluppert. Sabrina: Nicht dass er irgendwie wegfliegt oder so. Nele: Ja, wir sagen das jetzt so, so, äh, witzig, ne, aber das ist ja gar nicht spaßig, wenn du dann, äh, irgendwie so 'n flatternden Anhänger hinter dir hast. Sabrina: Genau. Also Wohnwagen würd ich auch eher im Sommer machen, weil da das Wetter am stabilsten ist. Ist dann wieder die Frage: Wenn du mit der Fähre rüberfährst mit deinem Wohnwagen- Nele: Dann wird's teuer. Sabrina: Was kostet's am End? Nele: Ja, ja. Und mit Zelt, da hattest du ja irgendwo auf deinem Blog hab ich gelesen, zelten in Island muss man wollen. Sabrina: Mhm. Nele: Da bin ich 'n bisschen hellhörig geworden. Was genau-- Also ich bin generell der Meinung, zelten muss man wollen, weil ich halt da jetzt nicht mehr so 'n Fan von bin im Alter, im, im fortgeschrittenen Alter von Mitte 40. Aber dass du das jetzt so betonst, äh, was meinst du damit? Sabrina: Ja, das Wetter ist halt anders als bei uns. Nele: Mhm. Sabrina: Das ist-- Da würd ich sagen, das ist so das, was man am Zelten wollen muss. Du hast Wind, es ist grundsätzlich kälter. Das heißt, man hat 'n dickeren Schlafsack dabei, man hat 'ne dickere Isomatte. Wenn es windig ist, ist es im Zelt laut. Nele: Mhm. Sabrina: Man muss sich da irgendwie die geschützten Plätzchen suchen auf den Campingplätzen, was manchmal auch schwierig ist, wenn's einfach nur 'ne glatte Wiese ist ohne irgendwas drumherum. Also ich hatte das mal in 'nem Sturm gesehen, da haben sich alle Zelte hinter so 'n Felsen eingereiht, weil da nichts anderes war. Nele: Mhm. Sabrina: Und das ist einfach dieses, man muss es wollen, ne. Man hat ja jetzt auch nicht die Sommertemperaturen, die man hier hat, sodass man mit leichtem Gepäck unterwegs ist, sondern schon auch mit 'nem Wollpulli oder 'ner Fleecejacke oder 'ner dünnen Daunenjacke, dicken Schuhen und so. Also das find ich einfachJa, muss man mit bedenken. Es ist nicht wie so 'n Zelturlaub irgendwie in den Niederlanden am Meer oder so. Nele: Ja, ich hör daraus, dass du natürlich selber auch schon mit Zelt unterwegs warst oder wahrscheinlich sogar auch noch bist. Gibt's da irgendwelche Erlebnisse im Zelt, die auf irgend 'ne Art unvergesslich waren? Also sei es, dass die jetzt besonders schön waren oder dass du auch sagst: „Nee, das muss ich jetzt aber nicht unbedingt noch mal haben." Sabrina: Gibt's auf jeden Fall. Also ich hab auf meinen Trekkingtouren im Zelt geschlafen und würd das auch jederzeit wieder machen, weil Hütte ist nicht meins. Nele: Mhm. Sabrina: So mit, mit 15 Leuten im Schlafsaal oder mit mehr brauch ich nicht. Deshalb Zelt. Ähm, schönstes Erlebnis war in bei meiner allerersten Tour, da bin ich am Skógafoss gestartet. Das ist einer von den ganz berühmten Wasserfällen, dieser sehr breite Wasserfall und da ist 'n Campingplatz davor und ich bin mit Blick auf den Wasserfall, also ich hab mein Zelt so gestellt, sobald ich den Reißverschluss aufgemacht hab, hab ich diesen Wasserfall gesehen. Nele: Wow. Sabrina: Und das dann eben auch früh morgens, spät abends, nachts im Hellen und dann steht man auch alleine vor dem Wasserfall und das war schon extrem cool. Das hab ich dann auch noch mal mit dem Camper gemacht. Das war auch cool, weil man dann auch noch Kaffee im Bett trinken konnte. Nele: Oh, schön. Sabrina: Bequem und dann einfach- Nele: Die Türen hinten auf. Sabrina: Genau, genau. Wasserfall, keine Menschen. Die rollen da nämlich erst später ein. Und, ähm, mein schlimmstes Erlebnis im Zelt war im Hochland, dann so richtig im Hochland und das ist auch 'n extrem, 'ne extrem schöne Lage für 'n Campingplatz. Das ist, ähm, Álftavatn heißt das. Das ist 'n großer See mit Bergen drumherum und man guckt auf den See, wenn man da irgendwie sein Zelt aufbaut und da ist es richtig windig gewesen in dieser Nacht und richtig kalt. Damit hatt ich gar nicht gerechnet, weil tagsüber hatten wir Temperaturen, da bin ich in kurzer Hose rumgelaufen und nachts hat's dann so angezogen und es wurd so kalt, dass ich mir meine Trinkflasche als Wärmflasche gemacht hab- Nele: Oh Gott Sabrina: ... und die mit im Schlafsack hatte. Ich hab 'n Schlafsack, der bis minus sechs Grad Komforttemperatur hat. Also der kann schon einiges. Dann hatt ich mir neben dieser Wärmflasche auch noch alle Klamotten angezogen, die ich hatte. Nele: Mhm. Sabrina: Und als es dann immer noch nicht besser wurde, hab ich mir auch noch die Rettungsdecke mit in den Schlafsack geholt. Nele: Ach du Scheiße. Sabrina: Also das brauch ich nicht noch mal. Nele: Das versteh ich. Also da ich, ich stell mir vor, da kriegt man irgendwann auch Angst, dass man vielleicht erfrieren könnte, ne. Also wenn's so krass wird. Sabrina: Ja, da wär ich wahrscheinlich noch ins Klohäuschen gegangen oder- Nele: Mhm Sabrina: ... heiß duschen gegangen oder so. Also bevor ich erfroren wäre. Aber also ja, ohne Infrastruktur weiß ich nicht. Nele: Also du warst da auf 'm Campingplatz richtig? Sabrina: Mhm. Genau. Im Hochland darf man auch nur auf Campingplätze. Nele: Also selbst mit Zelt. Nicht so wie in anderen Ländern, dass du dann irgendwie biwakieren oder zelten irgendwo darfst. Sabrina: Darf man in Island in einigen Regionen, ähm, da gibt's Listen, wo das erlaubt ist. Hab ich jetzt nicht im Kopf, aber im Hochland ist fast alles Naturschutzgebiet. Nele: Okay. Sabrina: Und da, ja, schwierig. Nele: Kurze Zwischenfrage: Du sprichst immer von ich hab da mein Zelt aufgebaut und ich war da mit 'm Camper. Bist du in erster Linie alleine tatsächlich unterwegs? Sabrina: Meistens ja. Mein Freund war einmal mit und sein Fazit war, Island ist ein lebensfeindlicher Stein. Nele: Oh Gott, das ist ja, das ist ja komplett das Gegenteil von dir. Sabrina: Ja, ich hab den armen Kerl aber auch über Ostern mitgenommen und wir hatten wirklich alles an Wetter und der ist sehr schneeaffin eigentlich, also der ist so Wintersportler. Nele: Mhm. Sabrina: Aber er meinte, also nee, da in Island der Schnee muss nicht sein. Also sein Highlight war, dass wir am Vulkanausbruch waren. Nele: Oh. Sabrina: Und also sonst hätte der, der würd noch viel schlimmer über Island vielleicht sprechen. Das hat ihn besänftigt am letzten Tag. Nele: Also ein lebensfeindlicher Stein ist ja ein vernichtendes Urteil. Sabrina: Genau. Nele: Okay. Und ich geh mal davon aus, dass es dann 'n sicheres Reiseland ist, weil sonst würdest du's wahrscheinlich nicht so machen. Sabrina: Mhm. Genau, total sicher. Also es gibt immer schwarze Schafe, aber die gibt's ja überall. Nele: Ja. Sabrina: Ja, mit so 'n bisschen Bauchgefühl und weiblicher Intuition kommt man da sehr gut durch. Ich hatte jetzt auch nie 'ne Situation, wo ich gedacht hab so: „Oh, das ist jetzt aber irgendwie unangenehm oder irgendwas." Also. Nele: Ja, und insbesondere wenn du eh auf Campingplätzen übernachten musst, das ist ja, also da hab ich, egal in welchem Land wir bisher waren, immer die Erfahrung gemacht, ja gut, das ist halt 'n Campingplatz. Also da, da war noch nie irgendwo bei uns 'ne Situation, wo ich auch nur ansatzweise das Gefühl gehabt hätte, oh, da muss man jetzt aufpassen. Also selbst, selbst bei so was wie, ähm, Klauen. Also ich sprech jetzt noch nicht mal von Überfällen, aber selbst Klauen ist da bisher bei uns nicht vorgekommen. Sabrina: Ja. Nele: Also kann man auch alleine machen. Sabrina: Genau, man kann's alleine machen. Zum Thema Klauen hab ich jetzt letztens gelesen, dass so 'n bisschen Taschendiebe an den absoluten Hauptsehenswürdigkeiten unterwegs sind jetzt vermehrt. Aber da ist es natürlich auch, wie lauf ich rum, wie verhalte ich mich? Nele: Klar. Sabrina: Ja. Nele: Und Stichwort Hochland noch mal. Sabrina: Mhm. Nele: Mhm, wie würdest du das Hochland landschaftlich beschreiben? Ist das richtig so sch-schroffe Berge oder, oder sehr grün? Oder wie muss ich mir das vorstellen? Sabrina: Alles davon. Nele: Okay. Sabrina: Also es gibt Abschnitte oder Regionen mit richtig schroffen Bergen und Geröll. Es gibt in der Mitte vom Hochland eine Wüste, also eine Geröllwüste. Da führt auch 'ne Straße durch, die früher als Verbindung vom Norden in den Süden genutzt wurde. Dann hast du in den Bereichen, wo im, ja, heiße Quellen sind, hast du's grün und bunt und überall blubbert's und dampft es und so weiter. Also auch komplett anderer Planet. Und dann hat man rund um zum Beispiel Landmannalaugar, das ist da auch 'n sehr beliebtes Wanderziel. Da ist es komplett bunt. Da ist irgend so 'n Gestein, was, ja, rot, orange, gelb, blau, grün, also wirklich alle Farben hat. Dann gibt es Kerlingarfjöll heißt es, glaub ich. Das ist richtige Marslandschaft. Da hast du rote Berge- Nele: Krass Sabrina: ... aus denen es dampft. Und also es ist auch so was, was man ganz oft auf Fotos sieht. Nele: Ja. Sabrina: Und da sind dann wie so kleine Stufen reingebaut, dass man da hochkommt. Und das ist auch der absolute Wahnsinn, wenn man da steht und sich denkt so: „Das kann doch jetzt hier nicht echt sein." Nele: Kein Wunder, dass die Isländer an Elfen und so was glauben. Sabrina: Mhm. Nele: Also ich mein, wenn du in so 'ner Landschaft aufwächst, die so-- Deshalb meinte ich vorhin zu dir, dass, dass ich, ähm, alles, was, was ich bisher da gesehen hab, für mich so mystisch wirkt und ich bin jetzt wirklich gar nicht anfällig für Übersinnliches und so, aber ich glaub, da würd selbst ich irgendwie Sachen fühlen. Sabrina: Ja, das kann ich auch gut nachvollziehen. Also ich fühl's auch nicht, aber, ähm, ich versteh das schon, dass da, weiß ich nicht, diese Elfenverrückten unterwegs sind. Also ich hab noch nie Elfen getroffen. Nele: Schade eigentlich. Und wenn ich das Hochland mit 'm Camper erkunden will, mh, was würdest du sagen, worauf muss ich da bei der Auswahl des Fahrzeugs achten? Also sowohl wenn ich jetzt überlege, ob ich mit meinem eigenen hin will, als auch wenn ich dann 'n Mietfahrzeug mir vielleicht nehme. Sabrina: Ja. Beim Mietfahrzeug gibt es spezielle Fahrzeuge fürs Hochland. Das sind dann die Offroad-Camper, also mit Allrad, mit Bodentiefe, mit Schnorchel und das würd ich auch beim eigenen Fahrzeug idealerweise mitnehmen. Nele: Okay, also jetzt 'n, ich sag jetzt mal, äh, reiner permanenter Allrad bei 'nem SUV ist dann vielleicht fürs Hochland auch nicht so gut geeignet. Sabrina: Doch, das würd auch gehen. Nele: Würd auch. Also ich muss jetzt nicht 'n Schnorchel haben, aber ... Sabrina: Nee, die Schnorchel sind ja auch dafür da, da-, dass sie einfach cool aussehen. Nele: Mhm. Okay. Sabrina: Also unter anderem. Sabrina: Ich würde da eh überlegen, welche Straßen ich da überhaupt fahren möchte und mir zutraue. Nele: Mhm. Sabrina: Also es gibt sehr gut befahrbare Straßen, die allerdings auch, ähm, ja, wenn du jetzt so an 'nen deutschen Feldweg denkst, ähm, der ist im Vergleich zu 'ner Hochlandstraße ist der einfach perfekt. Nele: Mhm. Sabrina: Also du hast da Geröll, du hast Schlaglöcher, die knietief sind. Also die Straßen sind schon so 'n Abenteuer und davon gibt's halt welche, wo du jetzt keine besonderen Herausforderungen noch zusätzlich hast, wie 'ne Flussquerung. Nele: Ja. Sabrina: Oder extrem enge Sachen, wo's dann irgendwie links von dir die Küste runtergeht. Nele: Mhm. Mhm. Ich hab, ich hab ja Höhenangst. Das hab ich ja auch schon, äh, mehrfach im Podcast erzählt, dass für mich halt bestimmte Straßen jetzt auch in Katalonien, äh, wo ich ja immer selber fahren musste, weil ich ja alleine unterwegs war beziehungsweise mit 'ner Freundin. Äh, das ist für mich schon echt 'ne Herausforderung, wenn's dann da keine Begrenzungen gibt, ne. Also keine Leitplanken oder so. Und das ist 'n ganz wichtiger Hinweis von dir, dass es eben nicht nur das Fahrzeug können muss, sondern dass man selber auch 'n gewisses- Sabrina: Ja Nele: ... vielleicht 'ne gewisse Erfahrung mitbringen muss und, ähm, gewisse Skills, damit's eben dann nicht gefährlich wird, weil das ist halt, wenn man in Deutschland oder Mitteleuropa groß wird und in erster Linie hier irgendwie reist, dann kennt man so was einfach nicht, dass es da keine Absicherung gibt und so. Ähm, also da vielleicht sich dann nicht überschätzen am besten. Sabrina: Genau. Und es gibt auch sehr einstiegsfreundliche Straßen. Nele: Auch Offroad-Touren? Sabrina: Ja, Offroad ist es nicht, weil Offroad in Island auch verboten ist. Nele: Okay. Sabrina: Aber die F-Roads in Island ist das, was wir hier unter Offroad verstehen würden. Nele: Mhm. Sabrina: Also das hat mit Straße nicht viel zu tun. Nele: Wo man sich dann so 'n bisschen austoben kann, aber ohne gleich abzustürzen, wenn man mal aus Versehen das Lenkrad nicht ganz festhält. Sabrina: Genau. Nele: Okay. Sabrina: Also es ist halt, es ist halt 'ne offizielle Straße, die in 'nem extrem schlechten Zustand ist. Nele: Ja, verstehe. Sabrina: Aus unserer Sicht. Nele: Verstehe. Sabrina: Und da gibt's zum Beispiel die, ähm, F35. Die ist echt perfekt, wenn man zum ersten Mal so 'ne Straße fährt. Also die ist gar nicht schlimm. Da fahren die Isländer auch mit ihren ganz normalen PKWs drüber. Also das wäre so 'ne Straße, die ich zum Einstieg empfehlen würde. Dann gibt's die 550, die bin ich auch schon gefahren mit so 'nem Jimny. Ähm, die ist 'n bisschen schroffer, aber geht auch noch sehr gut. Man hat keine Flüsse zwischendurch oder irgendwie solche verrückten Sachen und so kann man sich dann auch langsam rantasten.Und immer wenn's irgendwie unangenehm wird oder man denkt so: „Oh, ich weiß jetzt nicht, ob ich hier weiterfahren will, kann", dann kann man ja auch zurückfahren. Nele: Ja. Dann muss man im Zweifel an der, am steil abfallenden Hang einfach in 28 Zügen wenden. Sabrina: Ja, diese, diese steil abfallenden Hänge gibt's eher in den Westfjorden, glaub ich. Also jetzt so im richtigen Hochland nicht. Nele: Und wenn ich mehrtägige Touren fahren möchte im Hochland, wo kann ich dann da übernachten? Weil du hattest ja schon gesagt, also da ist selbst im Zelt streng verboten. Sabrina: Mhm. Da gibt's auch Campingplätze. Nele: Ah ja. Sabrina: Also es gibt viele Campingplätze, es gibt Hütten mit, ähm, Parkplatz nebendran, wo man dann übernachten kann. Nele: Mhm. Sabrina: Da gibt's Infrastruktur. Nele: Und das hatte ich vorhin ganz vergessen zu fragen: Ähm, gibt's dann spezielle Camping-Reiseführer für Island? Also wo, wo ich dann die Campingplätze finde. Gibt's irgendwelche Apps, die du empfehlen kannst? Ähm, ich glaub, die Camping-App hat ja auch Island mit dabei, ne? Sabrina: Genau, die Camping-App und die Nordcamp. Nele: Ah ja, genau, die Nordcamp. Sabrina: Richtig. Nordcamp. Nele: Ja, die ist ja, die, die ist ja prädestiniert dafür. Sabrina: Genau. Genau, also die beiden auf jeden Fall. Und, ähm, von Island gibt es selbst, ich glaube Tjalda heißt das, tjalda.is. Da sind die Campingplätze auch eingezeichnet. Und ich würde, wenn ich ins Hochland will, noch mal beim isländischen Wanderverband gucken. Nele: Mhm. Sabrina: Das ist fi.is. Da hat man die Hütten drin auf jeden Fall. Und wie gesagt, bei den meisten Hütten kann man auch schlafen. Also kann man im Fahrzeug schlafen, nicht nur in der Hütte. Nele: Okay. Es gibt ja auch noch die App iOverlander, die wir immer ganz gerne empfehlen, ähm, für weltweite Touren. Sabrina: Mhm. Nele: Ich hatte nur grade das Handy im Flugmodus und kann deswegen jetzt nicht ganz auf die Schnelle gucken, aber ich vermute, dass da Island auch mit dabei ist. Wobei ich ehrlich gesagt mit der neuen, ähm, Version nicht happy bin, aber das ist 'n persönliches Thema. Ähm, das heißt ja nicht, dass sie, dass keiner damit happy sein kann. Da gucke ich jetzt grade mal auf die Schnelle. Wo haben wir Island? So. Ach, der Flugmodus, der hat mir jetzt ... Ah, hier ist Island. Müssen wir dann notfalls rausschneiden, wenn's jetzt zu lange dauert. Sabrina: Kannst mir auch noch 'ne Frage stellen. Nele: Ja, ich- Sabrina: So lange. Nele: Ich wollte dich sowieso noch fragen zum Thema Wintercamping. Sabrina: Mhm. Nele: Ähm, weil du ja sagst, das ist so deine bevorzugte Reisezeit und ich meine gelesen zu haben, dass du auch im Winter schon mit dem Camper in Island unterwegs war-warst. Warum? Warum macht man so was freiwillig? Sabrina: Warum? Ähm, aus ganz praktischen Gründen. Ich war auf 'nem Festival und es gab keine Unterkünfte mehr. Nele: Okay. Sabrina: Weil's in dem Ort, wo ich oder wo dieses Festival stattfindet, eh nicht viele Unterkünfte gibt und drumherum auch nicht. Und dann hab ich mir gedacht: „Gut, dann fahr ich halt mit'm Camper hin." Nele: Und hast du's bereut? Oder wie oft hast du's bereut? Sabrina: Nee, gar nicht. Nele: Nee? Echt? Okay. Sabrina: Vielleicht doch. Es gab kleine Momente. Ähm, der Campingplatz, wo ich eigentlich stehen wollte, der ist an 'nem Schwimmbad angeschlossen und die hatten extrem viel Schnee in dem Jahr. Deshalb haben sie da halt immer, wenn sie den Parkplatz vom Schwimmbad geräumt haben, haben sie den Schnee auf den Campingplatz geschippt. Weil w-wer ist denn so doof und kommt im Winter dort campen? Also in den tiefsten Westfjorden. Nele: Ja, das hab ich mich auch gefragt. Sabrina: Ne? Und dann musste ich halt auf dem Schwimmbadparkplatz übernachten, was an sich gar kein Problem war, aber ich hatte keine Toilette an Bord und musste dann halt, ja, das letzte Mal aufs Klo quasi dann am Festival oder noch mal aufm Weg dann an der Tankstelle und morgens das erste Mal, wenn, ähm, das Schwimmbad öffnet. Nele: Oh nein, das ist ein Albtraum. Sabrina: Ja, das war nicht so. Und das, ja, das zweite, zweite, ähm, Situation, wo ich's aber auch nicht wirklich bereut hab, war, als die Straße wegen Schnee gesperrt war, wegen Schneesturm und Schneeverwehungen und ich da einfach noch 'n bisschen länger in den Westfjorden festsaß und da waren halt auch einfach sehr viele Straßen gesperrt. Man konnte eigentlich kaum was machen. Und da war's dann so, ich war mit Freunden unterwegs, die waren mit ihrem, ich weiß nicht, mit so 'nem Mini-Toyota-Auto da. Also man kann im Winter auch mit so 'nem ganz kleinen PKW unterwegs sein und hab mit denen im Café gesessen und irgendwann sind sie aufgesprungen und meinten so: „Die Straße ist offen. Wir müssen jetzt los." Und dann sind wir einfach so in die Autos reingesprungen und losgefahren und in 'ner Kolonne mit, ich weiß nicht, zwei, 300 Fahrzeugen da rausgejuckert. Zwischendurch kam dann noch mal der Schneeschieber. Da mussten wir alle kurz warten, dass der Schneeschieber kommt und vor uns wegfährt. Also das war dann auch wieder am Ende eigentlich 'ne ganz witzige Situation, auch wenn's in dem Moment gefährlich war und auch mit Whiteout und Rutschen. Also in dem Moment hab ich gedacht: „Oh, hoffentlich komm ich heile raus", aber jetzt im Nachhinein ist es ganz witzig. Nele: Ja, halt 'ne gute Anekdote, aber ja. Äh, du hast grad gesagt Whiteout. Was ist darunter zu verstehen? Sabrina: Das ist, ähm, ja, wenn rundum eigentlich alles weiß ist. Nele: Also dass man die Orientierung verliert. Sabrina: Genau, man verliert die Orientierung, man sieht nichts mehr.Ich hatte da zum Teil 'ne Sicht, ähm, von, weiß nicht, ich weiß noch nicht mal, ob bis zum Ende der Motorhaube. Also es ist eigentlich, als wärst du in 'ner Wolke gefangen. Nele: Mhm, mhm. Kann's mir vorstellen. Sabrina: Und dann musst du drauf vertrauen, dass jetzt keine Kurve kommt. Nele: Oh fuck, okay. Sabrina: Ja. Nele: Und haben die Campingplätze dann überhaupt geöffnet im Winter? Sabrina: Nicht alle, aber immer mehr. Nele: Also wenn jetzt jemand so verrückt ist und, äh, so wie du- Sabrina: Das machen einige Nele: ... das machen möchte, dann würde man auf jeden Fall 'ne Unterkunft finden. Sabrina: Ja, auf jeden Fall. Also entlang der Ringstraße auf jeden Fall. Da sind extrem viele geöffnet. Nele: Mhm. Sabrina: Ins Hochland darf man im Winter sowieso nicht. Westfjorde würd ich im Winter auch nicht unbedingt empfehlen, weil's da ja sein kann, dass man eben stecken bleibt, weil Straßen gesperrt sind oder ja, weil man da auch einfach sehr wenig unternehmen kann. Das ist eher so zum Wandern, zum draußen sein. Das macht dann einfach keinen Spaß im Winter. Aber so entlang der Hauptrouten findet man immer 'n Platz. Nele: Und gibt's bei den Vermietern da auch spezielle Wintercampingfahrzeuge, die dann vielleicht noch 'n bisschen mehr isoliert sind? Sabrina: Nee, das sind die gleichen. Nele: Oh. Sabrina: Aber im Winter kriegen die Stollen in die Räder, in die Reifen. Nele: Ja. Und, und ja gut, die haben, äh, natürlich auch 'ne Heizung, geh ich mal von aus. Aber okay. Sabrina: Also die, die ich jetzt hatte, die hatten 'ne extrem gute Heizung. Nele: Mhm. Sabrina: Also auch wirklich so, dass ich nachts die Heizung 'n bisschen runterdrehen musste und mal Luft reinlassen musste. So gut hat die geheizt. Die sind alle mit Wolle isoliert, die Fahrzeuge. Da zieht nichts. Nele: Und im Winter wahrscheinlich fast schon Nordlichter-Garantie. Sabrina: Wenn das Wetter mitspielt, ja. Nele: Mhm. Sabrina: Also wenn's keine Wolken gibt. Nele: Okay, also wir haben jetzt im Grunde alle Jahreszeiten einmal durch, ähm, in Island. Also man kann zu jeder Jahreszeit dorthin, wenn man sich entsprechend vorbereitet und, und so weiß, worauf man sich einlässt, sag ich mal. Sabrina: Mhm. Nele: Dann haben wir schon gesagt, mit verschiedenen Campingfahrzeugen kann man's machen. Man kann's aber auch mit Zelt machen und jetzt, ähm, weiß ich ja, du warst auch schon zu Fuß unterwegs, also Trekkingtouren gemacht, was ich auch extrem cool finde. Da warst du wahrscheinlich dann auch mit Zelt oder warst du in Unterkünften? Sabrina: Genau, beides. Also ich hab zwei Touren mit Zelt gemacht und dann noch mal eine mit Hüttenunterkünften. Nele: Mhm. Sabrina: Und hatte ich ja vorhin auch schon gesagt, Hütte mit 15 Leuten im Gemeinschaftsschlafsaal brauche ich nicht noch mal. Also nur noch mit dem Zelt. Nele: Und von unserem ersten Kennenlernen weiß ich ja auch, dass du auch sehr gerne mit dem Fahrrad unterwegs bist und Bikepacking machst. Ähm, übers Bikepacking selber machen wir ja noch mal 'ne eigene Folge, hatten wir gesagt, wo wir halt so drauf eingehen, was, was ist es überhaupt genau? Was braucht man da an Ausrüstung und so weiter. Die gibt's mal in paar Wochen. Die nehmen wir unabhängig jetzt von der heutigen Folge auf, aber ich wollt natürlich jetzt auch noch mal fragen, ob generell Island auch für Bike Tech, äh, Packing Touren geeignet wäre und wenn ja, was, was man da so 'n bisschen vielleicht beachten sollte. Sabrina: Also ich sehe in den letzten Jahren immer mehr Radfahrer in Island. Das, ähm, ja, es boomt grade auch so 'n bisschen oder nimmt grade so Fahrt auf, dass man da mit dem Fahrrad einmal um die Ringstraße fährt oder es gibt ein sehr großes Bikepacking Rennen in den Westfjorden. Das ist dann, ich glaub, über sechs, 700 Kilometer in fünf Tagen. Nele: Oha. Sabrina: Oder so. Also ja, Island bietet sich auch dafür an. Muss man wollen. Nele: Also im Grunde ist es ja dann ähnlich wie mit Zelten, ne. Also du, du hast deine, du hast deine ganze Ausrüstung dabei und schlägst halt dann auf 'nem Campingplatz dein Zelt auf. Aber generell gibt's Möglichkeiten, mit dem Fahrrad die Insel zu erkunden. Ähm, auf der Ringstraße wahrscheinlich kann man mit normalen Trekkingrädern unterwegs sein, aber wenn ich dann davon abweiche, dann brauche ich wahrscheinlich Spezialfahrräder, Mountainbikes oder ... Sabrina: Genau. Es kommt dann drauf an, in welches Terrain man möchte. Nele: Mhm. Sabrina: Im Hochland würd ich immer 'n Mountainbike nehmen, denk ich. Oder 'n, ja, Gravel würde auch noch gehen, wenn man sich da so 'n bisschen mehr an die Straßen hält. Aber da jetzt auf Wanderwegen rumpätzen, das würd ich mit 'm Mountainbike machen. Ich war in Island auch schon einen Tag mit 'nem Gravelbike unterwegs, auch in so 'n bisschen schrofferen Gebieten. Ja, es geht. Nele: Weißt du, was ich, mit was ich da unterwegs wäre? Mit 'nem elektrischen Mountainbike. Sabrina: Ja, die kannst du da auch mieten. Nele: Kann man vor Ort, das wär jetzt nämlich meine nächste Frage gewesen. Da kann man ja sicher auch Räder egal welcher Form mieten. Sabrina: Genau. Nele: Hm, vielleicht zum Abschluss der Folge noch mal so 'n paar, ja so 'n paar Kurzfragen an dich. Äh, die hab ich jetzt gar nicht vorbereitet, die kommen jetzt ganz spontan. Sabrina: Okay. Nele: Deine drei liebsten Plätze in Island. Sabrina: Skógafoss. Also die drei liebsten Campingplätze meinst du? Nele: Ja. Sabrina: Okay, Skógafoss Camping. Dann, ähm, der Campingplatz vom Viking Café in oder bei Stokksnes, das ist im Südosten und der 66.12 North Campingplatz im Norden. Die sind alle drei richtig schön gelegen und der im Norden hat 'n extrem herzlichen Betreiber, der für mich morgens losgefahren ist, um zu gucken, ob die Papageientaucher ein Kliff weiter waren.Das war sehr lieb. Nele: Also Papageientaucher zu sehen ist wirklich einer meiner Kindheitsträume. Die waren nämlich bei mir auf einem, ähm, Vogelbestimmungsbuch vorne drauf, das ich von meinem Vater mal bekommen hatte, ganz groß. Und da hab ich immer gedacht, ich muss die irgendwann sehen. Ähm, ist aber bisher noch nicht passiert. Also ein Grund mehr, nach Island zu fahren. Sabrina: Genau. Nele: Dann würd ich noch gerne wissen, deine drei bis fünf absoluten Highlights auf der Insel. Also kann Landschaft sein, kann 'n Restaurant sein, kann, ähm, Papageientaucher sein, egal was. Sabrina: Mhm. Hmmm. Die Gletscherlagune, wenn nicht zu viele Leute da sind. Also am besten f-- sehr früh morgens oder sehr spät abends, wenn die ganzen Tourbusse weg sind. Dann die Westfjorde. Da hab ich leider bisher zu wenig Zeit verbracht zur falschen Jahreszeit, aber da möcht ich echt noch mal intensiv hin. Und der Laugavegur, ähm, Trek. Also das 'ne Trekking-Route für vier bis fünf Tage. Nele: Und wenn jemand zum ersten Mal nach Island kommt und nur eine Sache sich anschauen könnte, was würdest du da empfehlen? Sabrina: Boah, das ist richtig fies. Nele: Ich weiß. Muss ich ja auch 'n bisschen challengen hier. Sabrina: Dann würd ich sagen Kerlingarfjöll. Das ist dieses Gebiet, was aussieht wie der Mars. Nele: Ah ja. Also dir, dir ist klar, dass du alles, was du genannt hast, mir gl-- nachher noch mal als ausgeschriebene Version mit Links und so schicken musst, weil ich weiß gar nicht, wie man die Sachen schreibt. Sabrina: Ja. Das mach ich. Nele: Wir packen euch auf jeden Fall alles auch natürlich in die Folgenbeschreibung rein, ähm, grade weil das ja auch von der Aussprache her jetzt nicht immer alles direkt mit der Schriftsprache wahrscheinlich übereinstimmt im Isländischen. Und dann könnt ihr das alles euch in Ruhe angucken. Besucht auf jeden Fall auch den Blog von der Sabrina, Hallo Island. Den verlinken wir auch noch mal in den Shownotes. Da gibt's richtig, richtig viel zu stöbern, zu lesen, ähm, ganz viel Inspiration, auch wenn ihr nicht vorhabt, da jetzt unbedingt in der nächsten Zeit selber hinzufahren. Es ist trotzdem wunderschön, sich da umzugucken. Man kann sich sehr viel Fernweh da holen. Wo findet man dich sonst noch? Auf Instagram, ne? Sabrina: Genau, auf Instagram. Nele: Unter dem Handle? Sabrina: Unter dem Handle Hallo Island. Nele: Okay, verlinken wir dann auch noch mal. Was würdest du denn gern unseren Hörerinnen und Hörern zum Abschluss noch für ihre Island-Tour oder die Planung dafür mit auf den Weg geben? Sabrina: Ich würd mit auf den Weg geben, nicht zu viel zu planen und schon gar nicht jede Tagesetappe mit jeder Sehenswürdigkeit feste auszuplanen, weil es immer anders kommt, als man denkt und es ist überall schön. Wenn man Sachen verpasst, dann, ähm, hat man fünf andere schöne Sachen, die man stattdessen gesehen oder gemacht hat. Und wenn man mit dem Camper unterwegs ist und jetzt keine Unterkünfte vorgebucht hat, die man anfahren muss, dann würd ich immer der Sonne hinterherfahren. Ja, einfach treiben lassen. Das-- so entdeckt man Island am besten, würd ich sagen. Nele: Und das gilt nicht nur für Island. Vielen lieben Dank, Sabrina, dass du bei uns warst. Euch da draußen herzlichen Dank fürs Zuhören. Schaltet nächste Woche beziehungsweise auch am Mittwoch zur Kaffeepause wieder ein. Und ja, Sabrina, wir hören uns bald wieder zum Thema Bikepacking. Ich freu mich. Bis dann. Sabrina: Ich freu mich auch. Bis dann. Nele: Tschüss.

Sebastian Vogt

Ich bin Sebastian Vogt, der Technik-Experte und Redakteur für smarte Lösungen und Gadgets bei CamperStyle. Meine Expertise ist fundiert durch sechs Jahre dauerhaftes Leben im Wohnmobil als Digitaler Nomade. Ich weiß aus First-Hand-Experience, welche Technologien im mobilen Alltag zuverlässig funktionieren und welche nicht. Daher schreibe ich hauptsächlich über Stromversorgung, Fahrzeugzubehör und die Digitalisierung unterwegs. Ein wichtiges Kapitel dieser Reise waren unsere drei geretteten Hunde – so teile ich zusätzlich meine fundierten Erfahrungen und Tipps rund um das Thema Camping mit Hund. Meine Lieblingsspots? Immer dort, wo ich einen Stellplatz am Wasser finde.

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